Kampf gegen die Garamanten

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Hathor
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Kampf gegen die Garamanten

Beitrag von Hathor » Mo 28. Feb 2011, 14:30

Hallo Freunde!

Kampf gegen die Garamanten!

In meinem letzten Beitrag habe ich beschrieben, wie die römische Hafenstadt am afrikanischen Ufer des Mittelmeeres aufgrund ihres Handels zu einer Großstadt heranwuchs.

Lange Zeit machten sich die Römer und das Wüstenvolk der Garamanten beim Handel Konkurrenz. Die Römer belohnten ihre Kriegsveteranen mit Land im Umfeld von Leptis Magna, diese bauten dort Getreide an und der Limes schützte sie.So wurde das Umfeld der Stadt bald zur Kornkammer Roms. Das Korn wurde im Hafen der Stadt Leptis Magna in die Kornschiffe nach Rom verladen. Es war die wichtigste Handelsware und der Wohlstand der Stadt wuchs.

Das einzige, das dieses Idyll störte, das waren die öfteren Überfälle der Garamanten, wenn diese dann die Kornfelder abfackelten. Das waren die Nachwirkungen um die Vorherrschaft im Handel. Die Beschwerden der Veteranen häuften sich und bald erhielt Cornelius Balbus Minor von Rom den Befehl, mit seinen Legionen an den Garamanten ein Exempel zu vollziehen.

Im Jahr 20 v Chr marschierte er los mit 20 000 Legionären von Leptis Magna aus durch die Hamad-al-Hamra, die rote Steinwüste, Richtung Garama. Noch nie war ein römisches Heer so tief in die Sahara eingedrungen. Sobald die Garamanten das Vorhaben der Römer erkannten, erschwerten sie ihren Marsch. Sämtliche Brunnen waren verschüttet, andere vergiftet und auf der Route nach Garama gab es laufend Hinterhalte. So mancher Legionär dürfte damals den Marsch nicht überstanden haben und schlicht verdurstet sein. Dann gelangte Balbus Minor mit seinen Legionären nach Garama.

Wir wissen heute nicht, wie die Schlacht um Garama ausging, doch auf einer Siegerstele in Rom feierte Balbus Minor seinen Sieg über die Garamanten. Wir erkennen auch gefangene Garamanten, die in seinem Triumphzug mitgeführt werden und nachher im Amphitheater gegen wilde Löwen kämpften.

Doch auch auf den Bergwänden rund um Garama haben die Garamanten ihren Sieg in Kampfszenen gegen die Römer verewigt.

Wahrscheinlich ging der Krieg unentschieden aus, denn beide Seiten trieben nachher weiter Handel miteinander. Die heutigen Berber im Grenzgebiet von Fessan, besonders der Stamm der Tuareg führen sich auf die Amazone Tin Hinan zurück. Der griechische Historiker Herodot hatte seinerzeit neben den Amazonen der Schwarzmeerküste auch solche in Libyen erwähnt.

Tin Hinan nun, war die Anführerin der Tuareg, als sie sich im Jahre 700 u Z zusammen mit Kahina gegen die Invasion der Araber wehrten. Beim Berberstamm der Tuareg existiert nämlich das Matriarchat. Nur die Frauen können lesen und schreiben. Ihr Alphabet heißt Tifinagh, ihre Sprache ist Tamascheck und das Wort 'Tuareg' bedeutet ' Die von Gott Verlassenen'. Sie bezeichnen sich als 'freie Menschen'. Nur die Männer tragen immer einen Schleier und die Frauen nur manchmal.

Bei den umliegenden Berberstämmen werden die Tuareg auch als "Das blaue Volk" bezeichnet. Das kennzeichnet ihre Eigenart, Kleider in einer blauen Farbe oder einen solchen Umhang zu tragen. Diese Kleider werden vom Westsudan importiert und das Tragen der Indigo-gefärbten Stoffe soll vor dem bösen Blick schützen. In der Mythologie der Berber führen sich diese auf das untergegangene Atlantis zurück.

Verschiedene Ethnologen bestärken sie noch darin und sagen 'Berber haben dieselbe Blutgruppe wie die Basken, die ebenfalls auf einer Abstammung von Atlantis bestehen'.
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