Mystik und Stigmatisation II

Antworten
Hathor
Silber Engel
Silber Engel
Beiträge: 342
Registriert: Do 11. Nov 2010, 16:15
Wohnort: Saar
Kontaktdaten:

Mystik und Stigmatisation II

Beitrag von Hathor » So 19. Dez 2010, 20:20

Hallo Freunde!

aber nicht immer erschienen die Wundmale im Zustand der Exstase. In einem Fall ist bekannt, dass sie künstlich mit großer Beharrlichkeit fast herbeigezwungen wurden. Die Nonne Lukardis aus Oberweimar (gest. 1309) schlug zwei Jahre lang mit ihrem Zeigefinger immerzu auf die Stelle wo die Wunden auf der Haut erscheinen sollten. Nach einer Vision kamen dann die Stigmatas.

Manchmal ging die Stigmatisation auch einher mit jahrelanger Abstinenz von Speis und Trank oder mit dem täglichen Genuss von nur einer Hostie. Spitzenreiter war dabei im vorigen Jahrhundert Therese von Konnersreuth (Therese Neumann). Sie war von 1926 - 1962 stigmatisiert, also 36 Jahre und nahm täglich nur eine Hostie. In all den Jahren erlebte sie 700 mal die Freitags-Passion. In inediatem Zustand (Leben ohne Nahrung) lebte auch Alexandrina da Costa, sie ass und trank 13 Jahre nichts, außer einer Hostie, die hl Liedwina von Schiedam gar 28 Jahre, Domenica del Paradiso 20 Jahre, Nikolaus von der Flühe 19 Jahre und Louise Lateau 12 Jahre.

Aber es gab bei Stigmatisierten noch andere parapsychologische Eigenschaften. Dem stigmatisierten Kapuzinerpater Pio wurde im vergangenen Jahrhundert noch Bilokation nachgesagt, der hl Philip Neri strahlte um das Haupt einen Lichterglanz aus, Katharina von Genua konnte Dinge beim Berühren stark erwärmen, Therese von Avila, Maria Villani und Joseph von Copertino konnten levitieren und die hl Katharina von Siena brachte eine Art Telekinese zustande, wenn sie die Hand nach der Hostie ausstreckte und diese sich auf sie zubewegte.

Im Jahre 1860 konnte der Amerikaner Charles H Foster ganze Wörter auf seiner Haut erscheinen lassen, Demographisme, wie dieser Vorgang mit dem Fachwort heißt. Es ist der Vorbote der Stigmatas. Die Nonne Anna Emmerich (1774 - 1824) konnte schon vorher auf ihrer Brust ein Kreuz erscheinen lassen.

Und diese körperlichen Begleiterscheinungen bei diesen hysterischen Erkrankungen bleiben nicht allein auf die Religion beschränkt. Auch die Italienerin Natuzza Erolo schwitzt Blut und der Ufo-Anhänger Bongiovanni erhielt 1989 bei einem Besuch in Fatima die Wundmale.

Die erste stigmatisierte Farbige ist Cloretta Robertson. Sie bekam 1974 mit 12 Jahren die Wundmale Jesu, ist aber zum Pech für die katholische Kirche Baptistin.

Ferner ist bekannt, dass die Heiligen Wohlgerüche umgeben und ihre toten Körper lange nicht verwesten, aber auch der tote Körper des Inder Paramahansa Yogananda ist unverwesbar.

Mit freundlichen Grüßen

Hathor
Dateianhänge
Stigmatisation Bongovianni.jpg
Stigmatisation Bongovianni.jpg (21.92 KiB) 1371 mal betrachtet

Ufojaeger
Co-Moderator

Re: Mystik und Stigmatisation II

Beitrag von Ufojaeger » So 26. Dez 2010, 13:46

Bei dem Inder hätte ich vielleicht eine Erklärung für das Phänomen. Er ist vielleicht gar nicht tot, sondern befindet sich in tiefster Trance, Meditation. Aus diesem Zustand wir Er aber wahrscheinlich nie mehr aufwachen. Damit ist Er faktisch tot. Aber wer weiss. Wenn Jemand lange Zeit ohne Nahrung auskommen kann, was für Überraschungen da noch auf Uns warten.
MfG Uli

Antworten

Zurück zu „Christliche Mystiker“