Das 3, Reich geht zu Ende..

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Das 3, Reich geht zu Ende..

Beitrag von DocNobbi » Fr 18. Feb 2011, 19:13

DRESDEN 1945

Dresden1945.jpg
Ein Feuermeer - ein Meer von Tränen..
Dresden1945.jpg (54.02 KiB) 1524 mal betrachtet
Es sind vereinzelt Stimmen lautgeworden, die meinen, “Dresden” sei Vergangenheit, man solle sich der Gegenwart zuwenden. Das ist aber nur bedingt richtig, das Grauen der Vergangenheit kann sich, wie die heutige Welt zeigt, wiederholen. Mahnveranstaltungen wie die von letzter Woche und die für morgen geplanten behalten ihren Sinn und deswegen verweise ich begleitend auf diesen Artikel vom letzten Jahr: http://metapolitika.wordpress.com/2010/ ... sden-1945/
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Re: Das 3, Reich geht zu Ende.. Dresden

Beitrag von DocNobbi » Fr 18. Feb 2011, 19:18

David Irving zitierte am 13. Februar 1990 anläßlich eines Vortrags zum 45. Jahrestag der Vernichtung von Dresden im Dresdner Kulturpalast Churchill wie folgt:”Ich möchte keine Vorschläge haben, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können, ich möchte Vorschläge haben, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können.” Dies deckt sich mit entsprechenden Dienstanweisungen, die Churchill 1942 erließ.
David Irving: Der Untergang Dresdens. Gütersloh 1968 S.193: “Aber die Feuerstürme über Dresden mit sechshundert tausend Flüchtlingen in seinen Mauern tobten noch unvermindert, da ließ Churchill seine Bomberbesatzungen, welche erst um neun Uhr ins Bett gekommen waren, um 15 Uhr wieder wecken. Die Besatzung der 1. Bomberflotte erhielt folgenden Befehl: ‘Heute Nacht ist Chemnitz Ihr Ziel. Wir greifen die Flüchtlinge an, die sich besonders nach dem Angriff auf Dresden in der letzten Nacht dort sammeln.’ Entsprechend an die III. Bomberflotte: ‘Chemnitz ist eine Stadt, etwa sechzig Kilometer westlich von Dresden und ein viel kleineres Ziel. Sie fliegen heute dorthin, um alle Flüchtlinge zu töten, die aus Dresden entkommen sein mögen. Sie werden die gleichen Bombenladungen mitnehmen, und wenn der Angriff heute Nacht ebenso erfolgreich ist, wie der gestrige, werden Sie der russischen Front nicht mehr viele Besuche abstatten.’ ”
http://histor.ws/seppdepp/019.htm
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Re: Das 3, Reich geht zu Ende..

Beitrag von DocNobbi » Fr 18. Feb 2011, 19:45

Floh Hitler nach Südamerika?

Die abenteuerliche Flucht von U-977 nach Argentinien
is heute finden sich immer wieder Stimmen, die von Hitlers Flucht nach Südamerika im April 1945 zu berichten wissen. Anlass dafür bietet die erfolgreiche Flucht von zwei deutschen Tauchbooten nach Südamerika im Anschluss an die Kapitulation der Wehrmacht. Einleuchtend erscheint das Argument, dass ein solch sinnlos wirkendes Wagnis wohl nicht unternommen worden wäre, wenn nicht etwas Besonderes dahinter steckte. Der Kapitän eines der beiden Boote, U-977, berichtete in den 1970er Jahren aus dem argentinischen Exil über die Hintergründe des Abenteuers.

Ein kühner Plan
Wenige Tage vor Kriegsende erhält Heinz Schaeffer (im Bild), seit Weihnachten 1944 Kommandant von U 977 auf Station vor der norwegischen Küste, einen Durchhaltebefehl der Seekriegsleitung, kurz darauf einen Funkspruch ohne Absender mit Kapitulationsbefehl, wieder darauf gegenteilig lautende Anweisungen der Seekriegsleitung, anschließend dann einen Befehl, der das Boot den Alliierten unterstellt, wiederum ohne Absender. Er hat den Verdacht, manipulierte Störmeldungen des Gegners erhalten zu haben, obwohl er aus anderen Quellen weiß, dass die Kriegshandlungen tatsächlich kurz vor dem Ende stehen. Er schlägt der Mannschaft am 9. Mai 1945 vor, die Odyssee einer Atlantikdurchquerung zu wagen, um Zeit zu gewinnen und um eventuell im neutralen Ausland bessere Zukunftschancen zu suchen. Insbesondere der berüchtigte Morgenthau-Plan der US-Amerikaner und andere Absichten einer zukünftigen Besatzungspolitik in Deutschland bestimmen seine Entscheidung. Von 48 Besatzungsmitglieder stimmt die Mehrheit zu, nur verheiratete Soldaten verlassen die Mannschaft, um zu ihren Familien nach Deutschland zurückzukehren.

Der 66 Tage-Rekord
U-977 und seine verbleibenden 32 Mann Besatzung treten eine lange Fahrt an, die auf der Nordpassage um England herumführt in den Atlantik bis nach Südamerika. Das Boot fährt tags über auf 50 Meter Seetiefe mit Batteriestrom und nachts auf Schnorcheltiefe, um während der Dieselfahrt die Batterien für den nächsten Tag aufzuladen. Während der Schnorchelfahrt kann die eingesaugte Frischluft nur für die Motoren verwendet werden, so dass nach zwei Monaten die Sauerstoffflaschen und Atemluft knapp werden. Obwohl es zur Erleichterung und Platzersparnis beigetragen hätte, die noch vollständig unbenutzte Torpedo-Ladung außenbords zu schießen, lehnt dies Schaeffer ab. Er will in Argentinien beweisen können, dass sein Boot nicht noch nach dem Ende der Kriegshandlungen Schiffe torpediert und somit das Kriegsrecht verletzt hat. Ein Torpedorohr nutzt man immerhin, um den Abfall mit Pressluft aus dem Boot zu schießen. Während der langen Tauchfahrt lässt die feuchtwarme Luft nahezu alles im Inneren des Bootes entweder verrosten oder verschimmeln. Unter der Mannschaft zeigen sich erste Mangelkrankheiten und Streitereien. Schaeffer berichtet, dass die Wände flächendeckend schimmelgrün wurden. Nach 66 Tagen pausenloser Unterwasser-Reise wagt er das erste Mal den Aufstieg über die Wasseroberfläche.

Zurück in der Oberwelt
Nach dem Auftauchen befindet sich das Boot bereits in einem Teil des Atlantik, der voraussichtlich nicht mehr von gegnerischen Schiffen und Flugzeugen überwacht wird. Nun verlegt Schaeffer den nächtlichen Fahrtabschnitt an die Wasseroberfläche. Dabei berührt für eine Stunde ein Luxusdampfer den Kurs des Bootes. Die auf Deck lachenden Reisegäste im strahlenden Lampenlicht bemerken den aufgetaucht fahrenden "Grauen Wolf" in ihrem Schatten nicht. Schaeffer muss Treibstoff sparen und fällt rasch hinter dem schnelleren Schiff zurück; "der Wolf hatte keine Zähne mehr", wie er anmerkt. Erstmals können nun auch wieder Rundfunkmeldungen empfangen werden, die das ganze Ausmaß der Katastrophenlage und den Hunger in der Heimat schildern. Viele sorgen sich um die Angehörigen.

Die letzte Etappe
Das bereits anfangs befürchtete Treibstoff-Problem wird nach 1.800 Seemeilen akut. Bis dahin ist bereits die Hälfte der bei Fahrtbeginn verfügbaren 80 Tonnen Dieselöl verbraucht, während noch 5.500 Seemeilen zurückzulegen sind bis zur südamerikanischen Küste. Die Mannschaft zweifelt an Sinn und Erfolg ihres Wagnisses. Schaeffer lässt sich jedoch nicht irritieren. Er kürzt die Zeit der Überwasserfahrt mit Diesel auf 10 Stunden bei niedrigster Fahrstufe. Die damit erreichte Ersparnis im Verbrauch muss nach seiner Rechnung bis zur Küste reichen. Notfalls beabsichtigt er, Segel nähen zu lassen und die kürzere Fahrtstrecke nach Brasilien zu nehmen. Er befiehlt, das vergammelte Boot zu reinigen und schulmäßig bis zur letzten Schraube zu revidieren, um der Mannschaft den für die restliche Strecke notwendigen Optimismus und ablenkende Beschäftigung zu erhalten. Für die weitere Fahrt wird mit Hilfe von Leinentüchern eine Kulisse um das Boot gebaut, damit es aus der Ferne wie ein Frachter aussieht und auch tagsüber offen fahren kann. Ein Blechrohr, unter dem verölter Abfall verbrannt wird, imitiert den Schornstein. Als sich U-977 dem südamerikanischen Kontinent nähert und Südkurs der Küste entlang nimmt, fehlen die notwendigen Karten, da das Boot für den Einsatz im Nordatlantik ausgerüstet wurde. Aus Handlexika an Bord müssen eigene Karten und die Abfolge der Küstenstädte skizziert werden.

Eine böse Überraschung
Über Rundfunk wird eines Tages die Meldung abgehört, dass U-530 unter Kommandant Otto Wermuth auf den gleichen Gedanken verfiel und in Mar del Plata eingelaufen ist, später aber an die USA ausgeliefert wurde. Die entsetzte Mannschaft von U-977 möchte das Boot versenken und sich illegal nach Argentinien einschmuggeln. Rucksäcke werden gepackt, teilweise mit Werkzeugen, um etwa eine neue Zukunft als Mechaniker zu versuchen. Wiederum stellt Schaeffer seine Mannschaft vor die Wahl. Seine Argumente: Nur mit Uniformen versehen und ohne Zivilkleidung sei bald die erste Verhaftung zu befürchten. Eine genüge schon, um die Sicherheitsbehörden über die Landung des Wehrmachtbootes zu informieren und in einer landesweiten Fahndung auch die restlichen Soldaten aufzuspüren. Selbst wer nicht verhaftet werde, finde seinen Namen auf den Fahndungslisten aller Polizeistationen und habe ohne eigenen Namen keine Chance mehr für eine Zukunft als Einwanderer. Jedes während der Reise von U-977 versenkte Schiff oder andere Probleme können dem Boot und seiner Besatzung vorgeworfen werden. Dies sei nicht widerlegbar, wenn alle Gegenbeweise mit dem Boot vor der Küste versenkt sind. Die Mannschaft entschließt sich erneut mehrheitlich, Schaeffers Vorschlag zu folgen.

In Argentinien
Am Mittag des 17. August 1945 erreicht U-977 den argentinischen Hafen Mar del Plata, wo Bootsführer und gesamte Mannschaft mit ihren langen Bärten zunächst angestaunt und dann interniert werden. Wie Schaeffer vorausgesehen hat, werden ihm und seiner Mannschaft sogleich Kriegsverbrechen vorgeworfen. In diesem Fall die "Versenkung" des brasilianischen Dampfers "Bahia", der nach Kriegsende und während Schaeffers Fahrtzeit nahe seiner Route wohl einem Unwetter zum Opfer fiel. Anhand der vollzähligen Torpedos an Bord seines Bootes und anhand seines Bordtagebuches kann Schaeffer diese Vorwürfe widerlegen. Die Behandlung in Argentinien empfindet Schaeffer insgesamt als korrekt und respektvoll. Er und seine Mannschaft werden dennoch an die USA ausgeliefert, da Argentinien sich vertraglich zu dieser Praxis verpflichtet hatte. U-977 wird kurz darauf als Zielscheibe für Übungsschießen der US-Marine versenkt. Die "Kriegsgefangenschaft" war nicht regulär, da nach geltendem Recht jeder Gefangene nach Kriegsende zu entlassen war und Schaeffer wurde mit seinen Leuten erst nach Kriegsende gefasst.

Hitlers Flucht
Schaeffer kommt in ein Offizierslager bei Washington und wird monatelang verhört. Am neuen Haftort blüht die Fantasie weit lebhafter als in Südamerika. Das neue Gerücht heißt diesmal, er habe dem Ehepaar Hitler und hohen NS-Regierungsmitgliedern zur Flucht nach Argentinien verholfen. Die "Versenkung" der Bahia wird eher als beiläufiges Dessert im gleichen Sensationspaket aufgetischt. Nachdem die Verhöre nicht die gewünschten Enthüllungsgeschichten über "Hitlers Flucht" liefern, wird Schaeffer nach England gebracht, wo an die Stelle der transatlantischen Fantasie nun britische Beharrlichkeit tritt. Die gleichen Verhörprozeduren und Verdächtigungen beginnen erneut. Erst im Jahr 1947 wird Schaeffer schließlich aus der Haft entlassen. Im gleichen Jahr findet er in der Zeitung die Sensationsmeldung, dass ein US-Unterseeboot "Pickerell" (mit einer deutschen Schnorchelanlage) nach 21 Tagen Unterwasser-Dauerfahrt den absoluten Weltrekord aufgestellt habe.

Quelle: histor.ws/deges/25.htm
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Re: Das 3, Reich geht zu Ende..

Beitrag von DocNobbi » Sa 19. Feb 2011, 17:47

Die Bomber liebenlernen

Von Thorsten Hinz

Blick vom Rathausturm auf das zerstörte Dresden Foto: Wikimedia/Deutsche Fotothek/Richard Peter
Alle Jahre wieder rüstet Dresden sich am 13. Februar für den Mummenschanz. Den Anlaß bietet der Terrorangriff von 1945: Ein Massenmord, der als solcher erdacht, geplant und von englischen und amerikanischen Bombern mit technischer Präzision ausgeführt wurde. Das war vor 66 Jahren. Es gibt Gesten und Zeichen der ehemaligen Feindmächte, daß sie die Flächenbombardements deutscher Städte für keine Glanzstücke ihrer Kriegskunst mehr halten.
Heute geht es darum, wie der deutsche Staat und die deutsche Gesellschaft an diese Untat und ihre Opfer erinnern. Mit jedem Jahr wird die Verlegenheit größer. Grund ist die schlichte Tatsache, daß die Opfer des Dresdner Massenmordes – Deutsche waren! Noch immer gibt es keine öffentlichen Rituale, die geeignet sind, die Aufwallungen individueller Trauer zu adaptieren.
In diesen Hohlraum des Bewußtseins stößt die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) mit ihrem Trauermarsch. Das diesjährige Motto „Recht auf Gedenken – der Wahrheit eine Gasse“ zielt weniger auf das Totengedenken als auf die Ausweitung politischer Spielräume. Das hat seine Berechtigung, weil das simple, von politischen Interessen diktierte Geschichtsbild der Bundesrepublik die unverstellte Trauer und Totenklage blockiert.
Radikales Bündnis aus Antifa und Politik
Weil aber die Organisatoren und Teilnehmer des Marsches sich erfahrungsgemäß zu großen Teilen aus dem Umfeld der NPD rekrutieren, werden selbst diejenigen Bürger, die innerlich mit dem konkreten Anliegen sympathisieren, sich vor einer Solidarisierung hüten. Auf längere Sicht besteht die Gefahr, daß Trauerbekundungen für die Opfer des Bombenkriegs in den Ruch reiner „Nazi-Veranstaltungen“ rücken.
Staat und Zivilgesellschaft reagieren in einer gemäßigten und einer radikalen Variante. In einem „Gemeinsamen Aufruf der Stadt Dresden“ haben Parteien, Kirchen und Organisationen zu einer Menschenkette um die Dresdner Innenstadt aufgerufen. Das Gedenken an das „Leid der Bombennacht“, heißt es, schließe „die Millionen Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen und des Zweiten Weltkriegs ein. Wir erinnern an die historische Verantwortung, die auch unsere Stadt für diese Verbrechen und diesen Krieg trägt“. Die Menschenkette soll sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit richten.
In der radikalen Variante haben sich Antifa-Gruppen mit einschlägigen Personen aus Politik, Kultur und öffentlichem Leben zusammengefunden, darunter die Bundestagsvizepräsidenten Petra Pau (Die Linke) und Wolfgang Thierse (SPD) sowie der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele. Unter dem Motto „Nazifrei! – Dresden stellt sich quer“ sind Blockaden der für den 13. und 19. Februar geplanten Märsche der JLO geplant. Das ist vorsätzlicher Rechtsbruch!
Nachpubertäre Selbsterfahrungsspiele
Gerade hat das Dresdner Verwaltungsgericht einen Beschluß zu einem vergleichbaren Fall vom vergangenen Jahr getroffen. Die Polizei hatte die genehmigte JLO-Demonstration angesichts aggressiver Gegendemonstranten abgebrochen. Sie wäre aber laut Gericht verpflichtet gewesen, sie zu ermöglichen. Offenbar ist die Judikative die letzte Instanz, die das Demonstrationsrecht von Nicht-Antifaschisten ernst nimmt.
Hingegen wollen Teile der politischen und medialen Klasse den Rechts- und Normenstaat, der den Freiraum des Bürgers und die Rechte der Minderheit gegenüber der Mehrheit garantiert, zurückdrängen und einen antifaschistischen Maßnahmestaat errichten, der den Menschen notfalls mit Gewalt Bekenntnis- und Handlungszwänge auferlegt. Allein um diese bedrohliche Tendenz zu stoppen, muß man der JLO-Veranstaltung Erfolg wünschen.
Nachpubertäre Selbsterfahrungsspiele und Widerstandsgesten, die nichts kosten, am Jahrestag eines mörderischen Schlachtfestes und unter Beteiligung staatlicher Repräsentanten sind Symptome eines Kollektivwahns. Tatsächlich ist aus dem politisch-ideologischen Konflikt längst ein klinischer Fall geworden. Ursächlich ist die Kluft zwischen dem kreatürlichen Trauerbedürfnis und der Logik der offiziellen Vergangenheitsbewältigung, der auch der „Gemeinsame Aufruf“ gehorcht.
Trauer – das Vergegenwärtigen und Verarbeiten eines Verlustes – ist stets „lebensweltlich konkret“ und wird über die „Mythologie der Verwandtschaft“ (Peter Furth) generiert. Jedoch untersagt die Vergangenheitsbewältigung eine Identifikation mit den verwandten, den deutschen Opfern. Die auf eine deutsche Alleinschuld abgestellte Geschichtsdogmatik erpreßt die Identifikation mit jenen Toten, die von Deutschen verursacht wurden, während eigene Verluste zu nachgeordneten Funktionsgrößen von Rache, Vergeltung, verdienter Strafe schrumpfen.
Der so präparierte, bundesrepublikanische Staatsmensch imaginiert also eine Opfergeschichte, der die verwandtschaftliche Beglaubigung fehlt und die die Verdrängung tradierter eigener Erfahrungen erzwingt. Diese allgemeine Neurotisierung objektiviert sich mit dialektischer Zwangsläufigkeit in der Gestalt des vermeintlichen Neonazis beziehungsweise Rechtsextremen, der das Verdrängte auszusprechen wagt. Damit macht er sich zum Haß- und Jagdobjekt. In ihm bekämpft der Staatsmensch, was auch in ihm verbotenerweise nach oben zu drängen droht.
Kein Volk, das so dahindämmert, kann frei sein.
(JF 07/11)
> JF-Spezial: Der Tod fiel vom Himmel



Bombenholocaust der Alliierten am 13. und 14. Februar 1945

Bewusst, erst einige Tage nach dem üblichen Dresden-Medien-Hype, möchte ich dieses Video empfehlen:
Damit die Wahrheit nie einschläft!
Enthält neben traurigen Fakten wunderbare historische Bilder und Filmausschnitte, wie man sie öffentlich gar nicht mehr ausstrahlen kann, ohne tiefes Weh zu erzeugen.
..mit Dank an: http://julius-hensel.com/2011/02/bomben ... ruar-1945/
Zitat: „….Auch er, obwohl er erst nach dem Krieg geboren sei, spüre die „volle Verantwortung, auch die Scham“, sagte Wulff.“
….paßt doch oder?


UND DIE LINKE ZEITUNG.DE :

WARUM WURDE AM 13. UND 14. FEBRUAR 1945 DRESDEN ZERSTÖRT?
von Jacques R. Pauwels - http://www.globalresearch.ca - http://www.luftpost-kl.de

Der Mythos vom guten Krieg: Die USA im Zweiten Weltkrieg

Der in Belgien geborene, in Kanada lebende Historiker Jacques R. Pauwels untersucht den eigentlichen Grund für den verheerenden anglo-amerikanischen Bombenangriff, der in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 das Zentrum Dresdens auslöschte.
In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 wurde Dresden, die schöne alte Haupt­stadt Sachsens, dreimal aus der Luft angegriffen, zweimal von der (britischen) Royal Air Force / RAF und einmal von den United States Army Air Forces / USAAF (s. http://de.wiki­pedia.org/wiki/United_St ... Air_Forces ); an der Operation waren mehr als 1.000 Bomber beteiligt. Die Folgen waren katastrophal: Das historische Stadtzentrum wurde voll­kommen eingeäschert, und zwischen 25.000 und 40.000 Menschen verloren ihr Leben. [1] Dresden war weder ein wichtiges
industrielles, noch ein militärisches Zentrum und deshalb eigentlich auch kein Ziel, das den außerge­wöhnlich heftigen, gemeinsamen Luftangriff der Briten und der US­Amerikaner wert gewesen wäre. Die Stadt wurde auch nicht als Ver­geltung für frühere deutsche Bom­benangriffe auf Städte wie Rotter­dam und Coventry angegriffen. Für die Zerstörung dieser Städte, die beide 1940 von der Luftwaffe rück­sichtslos zerbombt worden waren, hatten bereits Berlin, Hamburg, Köln und unzählige andere deut­sche Städte jeder Größe (bei Luft­angriffen der Alliierten in den Jah­ren) 1942, 1943, und 1944 teuer bezahlt.
Außerdem wusste die Mili­tärführung der Alliierten Anfang 1945 ganz genau, dass die Deut­schen auch mit den grausamsten Bombenangriffen nicht so "zu terrorisieren waren, dass sie aufgaben"; [2] deshalb ist es auch nicht realistisch, anzunehmen, dass sich die Planer dieser Operation von diesem Motiv leiten ließen. Die Bombardierung Dresdens scheint also nur ein sinnlosen Abschlachten (von Menschen) und ein noch schrecklicheres Unternehmen gewesen zu sein, als die atomare Vernichtung Hiroshimas und Nagasakis, die wenigstens zur Kapitulation Japans beigetragen haben soll. (s. dazu auch http://www.luftpost-kl.de/luftpost-arch ... 150910.pdf )
In letzter Zeit ist die Bombardierung von Ländern und Städten zu einer fast alltäglichen Handlung geworden, die von unseren politischen Führern rational begründet und von un­seren Medien als ein wirksames militärisches Unternehmen und als vollkommen legitimes Mittel zur Durchsetzung lohnender Ziele dargestellt wird. In diesem Zusammenhang ist so-gar der schreckliche Angriff auf Dresden erst kürzlich von dem britischen Historiker Frede­rick Taylor erneut gerechtfertigt worden; er hat außerdem behauptet, die schlimmen Zer­störungen in der sächsischen Stadt seien von den Planern des Angriffs nicht beabsichtigt, sondern das Ergebnis einer Verkettung unvorhersehbarer Umstände gewesen, zu denen er die idealen Wetterbedingungen und die völlig unzulängliche deutsche Flugabwehr zählt. [3] Taylors Behauptung wird aber durch eine Tatsache widerlegt, auf die er selbst in sei­nem Buch hinweist: Etwa 40 schwere US-Bomber kamen von der Flugroute ab und ließen ihre Bomben, die eigentlich auch für Dresden bestimmt waren, auf Prag fallen. [4]

Wäre der US-Angriff planmäßig verlaufen, hätte Dresden sicher noch viel größere Zerstörungen erlitten. Es ist also ganz offensichtlich, dass ein ungewöhnlich hoher Zerstörungsgrad be­absichtigt war. Noch abwegiger ist Taylors Beharren auf der Annahme, Dresden sei tat­sächlich ein legitimes Ziel gewesen - als wichtiges militärisches Zentrum, als eine der Hauptdrehscheiben für den Schienenverkehr und als bedeutende Industriestadt, in der zahlreiche Fabriken und Werkstätten alle Arten militärisch wichtige Ausrüstungsgegen­stände produziert hätten. Eine Reihe von Tatsachen belegt jedoch, dass die Planer Dres­den nicht deshalb für den Luftangriff auswählten, weil es als "legitimes Ziel" betrachtet wurde. Erstens wurde die einzige wirklich bedeutende Militäranlage, der einige Kilometer nördlich der Stadt gelegene Flugplatz der Luftwaffe, überhaupt nicht angegriffen. Zweitens wurde der angeblich so kriegsentscheidende Bahnhof von den britischen "Pfadfinder"- Flugzeugen (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Pfadfinder %28M ilit%C3%A4r%29 ) noch nicht einmal als Bombenziel markiert. Die Bomberbesatzungen wurden sogar angewiesen, ihre Bomben nur auf die Innenstadt nördlich des Bahnhofs fallen zu lassen. [5] Obwohl die US­Piloten den Bahnhof trotzdem bombardierten und unzählige Menschen dabei töteten, rich­teten sie so wenig Schaden an den Gleisen an, dass nur wenige Tage nach dem Luftan­griff wieder Truppentransporte (über Dresden) abgewickelt werden konnten. [6] Drittens lag der Großteil der militärisch wichtigen Industriebetriebe Dresdens nicht in der Innen­stadt, sondern in den Vorstädten, wo - zumindest absichtlich - keine Bomben abgeworfen wurden. [7]
Es kann nicht bestritten werden, dass es in Dresden wie in jeder anderen deutschen Groß­stadt militärisch wichtige Industriebetriebe gab und dass wenigstens einige dieser Betriebe in der Innenstadt lagen und bei dem Angriff total zerstört wurden, aber es ist nicht logisch, anzunehmen, dass der Angriff zu diesem Zweck geplant wurde. Auch Krankenhäuser und Kirchen wurden zerstört, und zahlreiche Kriegsgefangene aus den Reihen der Alliierten, die zufällig in der Stadt waren, kamen ebenfalls um; trotzdem behauptet niemand, der Luftangriff sei deshalb organisiert worden. Mehrere Juden und Mitglieder des deutschen antifaschistischen Widerstandes, die im Gefängnis auf ihre Deportation oder ihre Hinrich­tung warteten, konnten in der nach dem Bombenangriff herrschenden Verwirrung fliehen [8], aber niemand behauptet, dass dies durch den Luftangriff möglich gemacht werden sollte. Es gibt auch keinen logischen Grund für die Annahme, die Zerstörung einer unbe­kannten Anzahl von Industriebetrieben mit geringerer oder größerer militärischer Bedeu­tung sei der eigentliche Zweck des Luftangriffs gewesen. Die Zerstörung der Dresdener In­dustriebetriebe war, wie die Befreiung einer Hand voll Juden, nur ein ungeplantes "Neben­produkt" dieser Operation.
Häufig - auch von Taylor - wird angenommen, die Bombardierung der sächsischen Hauptstadt habe den Vormarsch der Roten Armee erleichtern sollen. Die Sowjets hätten angeblich während der Konferenz von Jalta, die vom 4. bis zum 11. Februar 1945 statt­fand (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Konferenz_von_Jalta ), ihre westlichen Partner aufge‑
fordert, den deutschen Widerstand an der Ostfront durch Luftangriffe (auf das Hinterland) zu schwächen. Es gibt jedoch keinerlei Beweise für diese Behauptungen. Die Möglichkeit anglo-amerikanischer Luftangriffe auf Ziele im östlichen Deutschland wurde tatsächlich in Jalta erwogen, aber während dieser Gespräche äußerten die Sowjets Bedenken, weil ihre eigenen Linien von Bomben getroffen werden könnten, und verlangten, dass die RAF und die USAAF nicht zu weit nach Osten vordringen sollten. [9] Die Angst der Sowjets vor ver­sehentlich abgeworfenen Bomben ihrer westlichen Verbündeten war nicht unberechtigt; während des Luftangriffs auf Dresden griffen eine beträchtliche Anzahl Bomber irrtümli­cherweise Prag an, das etwa so weit entfernt von Dresden war, wie die (schnell vorrücken­de) Rote Armee. In diesem Zusammenhang soll auch erwähnt werden, dass ein sowjeti­scher General namens Antonow ein allgemeines Interesse an "Luftangriffen auf feindliche Truppenbewegungen" bekundete; das konnte aber kaum als Aufforderung zur Bombardie­rung der sächsischen Hauptstadt - die er überhaupt nicht erwähnte - oder zu einem sol­chen Angriff auf eine andere deutsche Stadt verstanden werden, wie ihn Dresden am 13. und 14. Februar erlebte. Weder in Jalta, noch bei einer anderen Gelegenheit baten die So­wjets ihre westlichen Verbündeten um eine derartige Luftunterstützung, wie sie bei der Vernichtung Dresdens praktiziert wurde. Außerdem gaben sie nie ihre Zustimmung zu dem Plan, Dresden zu bombardieren, wie häufig behauptet wird. [10] Jedenfalls ist es sehr unwahrscheinlich, dass die westlichen Verbündeten, wenn sie von den Sowjets um solche Hilfeleistungen gebeten worden wären, sofort so viele Bomber losgeschickt hätten, wie an dem Luftangriff auf Dresden beteiligt waren.
Um zu verstehen, warum das nicht geschehen wäre, müssen wir uns die Beziehungen zwischen den Alliierten Anfang 1945 etwas näher anschauen. Von Mitte bis Ende Januar waren die US-Truppen noch mit dem Zurückschlagen der Ardennenoffensive beschäftigt, einer unerwarteten deutsche Gegenoffensive an der Westfront, die sie in große Schwierig­keiten gebracht hatte. Die US-Amerikaner, Briten und Kanadier hatten den Rhein noch nicht überquert, ja sie hatten noch nicht einmal das westliche Rheinufer erreicht und waren noch mehr als 500 Kilometer von Berlin entfernt. An der Ostfront hatte die Rote Armee am 12. Januar eine Großoffensive gestartet und war bald nur noch etwa 100 Kilometern von der deutschen Hauptstadt entfernt. Die daraus resultierende Wahrscheinlichkeit, dass die Sowjets nicht nur Berlin einnehmen, sondern vor dem Ende des Krieges auch noch tief in die westliche Hälfte Deutschlands vorstoßen würden, beunruhigte die politische und militä­rische Führung der US-Amerikaner und der Briten außerordentlich. Ist es unter diesen Umständen realistisch, zu glauben, Washington und London seien daran interessiert ge­wesen, den Vormarsch der Sowjets auch noch zu beschleunigen? Selbst wenn Stalin anglo-amerikanische Luftunterstützung hätte haben wollen, hätten ihm Churchill und Roo­sevelt allenfalls ein paar symbolische Bomber geschickt, aber niemals eine so gewaltige Bomberflotte, wie sie die RAF und die USAAF zur Bombardierung Dresdens einsetzten. Außerdem mussten schon für den Angriff auf Dresden Hunderte schwerer Bombern mehr als 2.000 Kilometer durch feindlichen Luftraum fliegen; wenn sie den Linien der Roten Ar­mee noch näher gekommen wären, hätte tatsächlich die Gefahr bestanden, dass sie aus Versehen die Sowjets bombardiert hätten und von der sowjetischen Flugabwehr abge­schossen worden wären. Warum hätten Churchill oder Roosevelt so viele Menschen und so viel Material für eine derartige Operation riskieren sollen, die es der Roten Armee nur erleichtert hätte, Berlin einzunehmen und den Rhein schneller als die westlichen Truppen zu erreichen? Das wollten sie absolut nicht. Die politischen und militärischen Führer der USA und Großbritanniens waren zweifellos der Meinung, die Rote Armee komme ohnehin zu schnell voran.
Ende Januar 1945 bereiteten sich Roosevelt und Churchill darauf vor, zu einem Treffen mit Stalin nach Jalta zu reisen. Sie hatten um eine Konferenz gebeten, weil sie vor dem Ende der Feindseligkeiten verbi ndliche Vereinbarungen über Nachkriegsdeutschland tref‑
fen wollten. Ohne solche Abmachungen würden die militärischen Realitäten an den Fron­ten darüber entscheiden, wer die Kontrolle über welche Teile Deutschlands ausüben könn­te; es sah sehr danach aus, dass die Sowjets nach der Kapitulation der Nazis den größten Teil Deutschlands kontrollieren würden und im Stande wären, die politische, soziale und wirtschaftliche Zukunft des Landes allein zu bestimmen. Für eine solchen Alleingang der Sowjets hatten Washington und London selbst einen schicksalhaften Präzedenzfall ge­schaffen, als sie 1943 Italien befreiten und der Sowjetunion kategorisch jede Teilnahme an der Rekonstruktion dieses Landes verweigerten; in Frankreich und Belgien machten sie es 1944 genau so. [11] Stalin, der dem Beispiel seiner Verbündeten gefolgt war, als er die osteuropäischen Länder befreite, brauchte offensichtlich keine verbindlichen Abmachun - gen über Deutschland und wollte deshalb eigentlich auch kein Treffen. Schließlich ging er doch auf den Vorschlag ein, bestand aber darauf, dass man sich auf sowjetischem Boden, nämlich in dem Ferienort Jalta auf der Krim traf. Im Gegensatz zu den über diese Konfe­renz verbreiteten Informationen erwies sich Stalin dort als sehr entgegenkommend; er stimmte einer von den Briten und US-Amerikanern vorgeschlagenen Regelung zu, die sehr vorteilhaft für die westlichen Alliierten war, nämlich einer Aufteilung des besiegten Deutschlands in Besatzungszonen, wobei den Sowjets nur etwa ein Drittel des deutschen Territoriums - das spätere "Ostdeutschland" - zugeteilt wurde. Roosevelt und Churchill hatten dieses vorteilhafte Ergebnis der Konferenz in Jalta nicht erwartet und kehrten "in Hochstimmung" von dort zurück. [12] In den Wochen vor der Konferenz hatten sie noch damit gerechnet, der sowjetische Führer werde wegen der jüngsten Erfolge der Roten Ar­mee und wegen seines "Heimvorteils" ein sehr viel hartnäckigerer Gesprächspartner sein. Deshalb suchten sie nach einer Möglichkeit, sein Hochgefühl zu dämpfen und ihn vor den Verhandlungen konzessionsbereiter zu machen, trotz seines jüngsten Kriegsglücks.
Es war außerordentlich wichtig, Stalin zu demonstrieren, dass die militärische Stärke sei­ner westlichen Verbündeten trotz der Rückschläge in den belgischen Ardennen nicht un­terschätzt werden durfte. Die Rote Armee verfügte zugegebenermaßen über eine riesige Infanterie, ausgezeichnete Panzer und eine furchterregenden Artillerie, aber die westli­chen Verbündeten hielten einen militärische Trumpf in Händen, dem die Sowjets nichts entgegenzusetzen hatten. Dieser Trumpf war ihre Luftwaffe, die imposanteste Bomberflot­te, welche die Welt jemals gesehen hatte. Diese Waffe machte es den US-Amerikanern und Briten möglich, zu verheerenden Schlägen auf Ziele auszuholen, die weit von ihren ei­genen Linien entfernt lagen. Wäre mit Stalin in Jalta nicht leichter zu verhandeln, wenn man ihm die Überlegenheit (der westlichen Luftstreitkräfte) vorher vorführen würde?
Es war Churchill, der entschied, dass durch die totale Vernichtung einer deutschen Stadt - sozusagen unter den Augen der Sowjets - dem Kreml die gewünschte Botschaft übermit­teln werden sollte. Die RAF und die USAAF waren schon länger im Stande, einen verhee­renden Luftangriff auf jede deutsche Stadt durchzuführen, und die Pläne für eine solche Aktion mit dem Decknamen "Operation Thunderclap" (Operation Donnerschlag) waren be­reits peinlichst genau ausgearbeitet worden. Als sich jedoch nach der Landung in der Nor­mandie im Sommer 1944 schnelle Fortschritte einstellten, glaubte man den Krieg noch vor Jahresende gewinnen zu können und beschäftigte sich in Gedanken bereits mit der Auftei­lung Nachkriegsdeutschlands; schon damals begann man in einer "Operation Thunder­clap" eine Möglichkeit zu sehen, die Sowjets einzuschüchtern. Im August 1944 wurde in einem Memorandum der RAF darauf hingewiesen, dass man "mit der totalen Zerstörung des Zentrums einer deutschen Großstadt ... die russischen Verbündeten ... von der Wirk­samkeit der anglo-amerikanischen Luftstreitkräfte überzeugen" könnte. [13]
Zu Beginn des Jahres 1945 wurde ein "Thunderclap" zur Beschleunigung des Sieges über Nazi-Deutschland nicht mehr für notwendig gehalten. Aber gegen Ende Januar 1945, als die Vorbereitungen für das Treffen in Jalta liefen, zeigte Churchill plötzlich wieder großes
Interesse an diesem Projekt und bestand darauf, es umgehend zu realisieren; er erteilte Arthur Harris (s.http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur Harris ), dem Chef der Bomberflotte der RAF, den ausdrücklichen Befehl, eine Stadt im Osten Deutschlands auszulöschen. [14] Am 25. Januar deutete der britische Premierminister an, wo er die Deutschen "in die Luft gesprengt" sehen wollte, nämlich irgendwo "in ihrem Rückzugsgebiet westlich von Bres­lau", dem jetzigen Wroclaw in Polen. [15] Da das Zentrum einer Großstadt zerstört werden sollte, konnte nur die Stadt D R E S D E N gemeint sein. Dass Churchill selbst hinter der Entscheidung, eine Stadt im Osten Deutschlands zu bombardieren, steckte, deutete Arthur Harris auch in seiner Biographie an; er schrieb: "Der Angriff auf Dresden wurde damals von Leuten als militärisch notwendig erachtet, die viel wichtiger als ich waren." [16] Es ist offensichtlich, dass nur eine Persönlichkeit vom Kaliber Churchills im Stande war, "Bomber Harris", dem Herrscher über das strategische Bomberkommando, ihren Willen aufzuzwin­gen. Der britische Militärhistoriker Alexander McKee schrieb, Churchill habe den Sowjets "am Nachthimmel über Dresden eine Lektion erteilen wollen". Da auch die USAAF an der Bombardierung Dresdens beteiligt war, können wir annehmen, dass Churchill vorher Roo­sevelt informiert hatte und mit dessen Einverständnis handelte. Churchills Partner an der Spitze der politischen und militärischen Hierarchie der USA, einschließlich des Generals Marshall, teilten seinen Standpunkt; wie McKee schreibt, waren auch sie von seiner Idee fasziniert, "die sowjetischen Kommunisten dadurch einzuschüchtern, dass man die Nazis terrorisiert". [17] Die Beteiligung der USAAF an dem Luftangriff auf Dresden war eigentlich nicht notwendig, weil die RAF zweifellos allein dazu fähig war, Dresden auszulöschen. Aber der "Overkill"-Effekt, der durch die eigentlich überflüssige US-Beteiligung entstand, entsprach perfekt der verfolgten Absicht, den Sowjets die tödliche Überlegenheit der anglo-amerikanischen Luftmacht zu demonstrieren. Wahrscheinlich, wollte Churchill die Verantwortung für den Luftangriff, der wie er vorhersah, zu einem schrecklichen Massaker wurde, nicht allein für Großbritannien übernehmen; für sein Verbrechen brauchte er einen Komplizen.
Mit einer "Thunderclap"-Operation ließen sich große Schäden an der militärischen und in­dustriellen I nfrastruktur und am Kommunikationsnetz jeder angegriffenen Stadt anrichten; damit konnte man dem bereits wankenden deutschen Feind natürlich einen weiteren schweren Schlag versetzten. Da aber ausgerechnet Dresden für eine derartige Operation ausgesucht wurde, ging es weniger darum, die Niederlage der Nazis zu beschleunigen, als die Sowjets einzuschüchtern. Nach der Terminologie der in der Soziologie der USA praktizierten "Funktionsanalyse" könnte man die Absicht, die Deutschen so hart wie mög­lich zu treffen, als "manifeste Funktion" der Operation bezeichnen, während die Ein­schüchterung der Sowjets ihre viel wichtigere "latente" oder "verborgene Funktion" war. Die weitgehende Zerstörung Dresdens war "funktional" nicht in dem Sinne, dass man dem deutschen Feind einen verheerenden Schlag versetzten wollte, mit ihr wurde vor allem die Absicht verfolgt, dem sowjetischen Verbündeten zu demonstrieren, dass die westlichen Al­liierten über eine Waffe verfügten, der die Rote Armee, unabhängig davon, wie mächtig und erfolgreich sie im Kampf gegen die Deutschen war, nichts entgegenzusetzen hatte und gegen die sie sich nicht verteidigen konnte.
Vielen US-amerikanischen und britischen Generälen und hohen Offizieren war zweifellos die latente Funktion der Zerstörung Dresdens bewusst, und sie billigten auch die mit die­sem Unternehmen verfolgte Absicht; über die gleichen Kenntnisse verfügten auch die zu­ständigen Kommandeure der RAF und der USAAF und die Master Bomber (die Piloten, welche die Ziele zu markieren hatten). Nach dem Krieg glaubten sich zwei Master Bomber daran erinnern zu können, dass ihnen offen gesagt worden war, dieser Angriff werde durchgeführt, um "die Sowjets mit der Schlagkraft unseres Bomberkommandos zu beein­drucken". [18] Die Sowjets, die bisher den größten Beitrag im Krieg gegen Nazi-Deutsch­land geleistet und nicht nur die höchsten Verluste erlitten, sondern auch die spektakulärs‑
ten Erfolge - zum Beispiel in Stalingrad - errungen hatten, genossen bei den unteren Diensträngen der Streitkräfte der USA und Großbritanniens - auch bei den Bomberbesat­zungen - viel Sympathie. Diese einfachen Soldaten hätten sicher jedwede Absicht, die So­wjets dadurch einzuschüchtern, dass man sie eine deutsche Stadt aus der Luft auslö­schen ließ, entschieden abgelehnt. Es war deshalb notwendig, das eigentliche Ziel der Operation mit einem offiziellen Auftrag zu tarnen. Weil man die "latente Funktion" des Luft­angriffs nicht benennen durfte, musste man sich eine "manifeste Funktion" ausdenken, über die man sprechen konnte.
Deshalb wurden die zuständigen Kommandeure und die Master-Bomber beauftragt, für die Flugzeugbesatzungen weniger anstößige Ziele zu formulieren. Daraus erklärt sich auch, warum sich die den Besatzungen genannten Ziele von Einheit zu Einheit unterschie­den und häufig sehr fantasievoll waren oder sich sogar widersprachen. Die Mehrheit der Kommandeure betonte militärische Absichten und nannte nicht näher definierte "militäri­sche Ziele" - wie hypothetische "Munitionsfabriken" und "Waffen- und Nachschub-Depots" - oder sie fantasierten über Dresdens angebliche Rolle als "Festungsstadt" oder ein in der Stadt vermutetes "Hauptquartier der Wehrmacht". Häufig gaben sie auch vage Hinweise auf "wichtige Industriebetriebe" oder "Rangierbahnhöfe." Um den Besatzungen zu erklä­ren, warum das historische Stadtzentrum ins Visier genommen wurde und nicht die Indus­triebetriebe in den Vorstädten, siedelten einige Kommandeure dort "ein Gestapo-Haupt­quartier" oder "eine riesige Giftgasfabrik" an. Einige Offiziere waren entweder nicht dazu fähig, irgendwelche imaginären Ziele zu erfinden, oder sie waren aus irgendeinem Grund nicht dazu bereit; sie teilten ihren Männern nur lakonisch mit, dass sie die Bomben auf "den dicht bebauten Stadtkern Dresdens" oder ohne jede Einschränkung "auf Dresden" abzuwerfen hätten. [19] Die Hoffnung, bei der Zerstörung des Zentrums einer deutschen Stadt möglichst hohe Schäden an militärischen Anlagen, Industriebetrieben und am Kom­munikationsnetz anrichten zu können, war auch die erklärte Absicht, welche die westlichen Alliierten oder zumindest die Briten mit der Strategie der "Flächenbombardements" zu ver­folgen vorgaben. [20] Die Besatzungsmitglieder hatten gelernt, sich mit diesen scheußli­chen Lebensumständen, oder besser Todesaussichten, abzufinden, aber im Fall Dresden fühlten sich viele von ihnen nicht besonders wohl. Sie bezweifelten die Zielangaben, weil sie das Gefühl hatten, diesem Luftangriff hafte etwas Ungewöhnliches und Verdächtiges an, und es handle sich nicht um eine "Routineangelegenheit", weiß Taylor in seinem Buch zu berichten. Der Bordfunker eines B-17-Bombers erklärte zum Beispiel in einer vertrauli­chen Mitteilung, dass er und andere (bei der Bombardierung Dresdens) zum ersten und einzigen Mal das Gefühl hatten, das sei "ein ganz ungewöhnlicher Auftrag". Die von den Besatzungen empfundene Angst äußerte sich auch in ihrem Verhalten: In vielen Fällen er­tönten nach der Einweisung durch die Kommandeure nicht die traditionellen Anfeuerungs­rufe, sondern es herrschte ein eisiges Schweigen. [21]
Direkt oder indirekt, absichtlich oder unabsichtlich kam durch die Instruktionen und Einwei­sungen für die Besatzungen manchmal die wahre Funktion des Angriffs ans Licht. So ent­hielt zum Beispiel der Einsatzbefehl der RAF für die Besatzungen mehrerer Bomber-Grup­pen, der am Tag des Angriffs, also am 13. Februar 1945 erging, den unmissverständlichen Hinweis, mit dem Bombenangriff (auf Dresden) wolle man "den Russen, wenn sie die Stadt erreichen, zeigen, wozu unser Bomberkommando fähig ist". [22] Unter diesen Um­ständen ist es nicht überraschend, dass viele Besatzungsmitglieder klar erkannten, warum sie Dresden von der Landkarte tilgen sollten: um die Sowjets in Angst und Schrecken zu versetzen. Ein kanadisches Mitglied einer Bomberbesatzung teilte nach dem Krieg einem ihn befragenden Historiker mit, er sei davon überzeugt gewesen, dass die Bombardierung Dresdens vor allem das Ziel hatte, den Sowjets klarzumachen, "dass sie sich zu beneh­men hätten, sonst würden wir ihnen zeigen, was wir auch mit russischen Städten anstellen können". [23]
Die Nachricht über die besonders schreckliche Zerstörung Dresdens rief auch bei der Zivil­bevölkerung Großbritanniens und der USA, welche die Sympathie der (westlichen) Solda­ten für die sowjetischen Verbündeten teilte, großes Unbehagen hervor, weil die Menschen nach Bekanntwerden dieses Luftangriffes ebenfalls das Gefühl hatten, dass man damit eine ungewöhnliche und suspekte Absicht verfolgte. Deshalb versuchten die Behörden die unguten Gefühle in der Bevölkerung zu vertreiben, indem sie die Operation als einen Ver­such darstellten, der Roten Armee das Vordringen zu erleichtern. Bei einer Pressekonfe­renz der RAF im befreiten Paris am 16. Februar 1945 wurde Journalisten gesagt, mit der Zerstörung "dieses Kommunikationszentrums in der Nähe der russischen Front" habe man den Russen helfen wollen, "ihren Kampf erfolgreich fortsetzen zu können". Dass es sich dabei aber nur um eine nachgeschobene Erklärung zur Kaschierung der wirklichen Ab­sicht handelte, die sich Leute ausdachten, die man heute als "Spin Doctors" (Tatsachen­verdreher) bezeichnet, enthüllte der Militärsprecher selbst, als er wenig überzeugend an-gab, er "denke", dass man "wahrscheinlich" die Absicht gehabt habe, den Sowjets zu hel­fen. [24]
Die Hypothese, dass mit dem Angriff auf Dresden die Sowjets eingeschüchtert werden sollten, erklärt nicht nur den Umfang der Operation, sondern auch die Auswahl des Ziels. Die Planer des "Thunderclaps" hatten als ideales Ziel immer Berlin im Auge gehabt. Bis Anfang 1945 war die deutsche Hauptstadt aber schon wiederholt bombardiert worden. Konnte man da noch erwarten, dass ein weiterer, nur schrecklicherer Bombenangriff die gewünschte Wirkung auf die Sowjets haben würde, wenn sie sich ihren Weg in die deut­sche Hauptstadt erkämpft hatten? Eine innerhalb von 24 Stunden mit Bomben herbeige­führte Zerstörung einer Stadt wäre sicher noch sehr viel spektakulärer, wenn man ein ziemlich großes, kompaktes und noch "jungfräuliches", also bisher noch nicht bombardier­tes Ziel auswählen würde. Weil Dresden das Glück hatte, bisher noch nicht bombardiert worden zu sein, erfüllte es unglücklicherweise alle genannten Kriterien. Außerdem rechne­ten die britischen und US-amerikanischen Kommandeure fest damit, dass die Sowjets die sächsische Hauptstadt innerhalb von Tagen erreichen würden und deshalb sehr bald mit eigenen Augen sehen könnten, was die RAF und die USAAF mit einem einzigen Luftan­griff anrichten konnten. Obwohl die Rote Armee erst am 8. Mai 1945 in Dresden eintraf, also viel später, als die Briten und die US-Amerikaner erwarteten, hatte die Zerstörung der sächsischen Hauptstadt trotzdem die erhoffte Wirkung. Die sowjetischen Linien waren nur noch etwa zweihundert Kilometer von der Stadt entfernt, so dass die Männer und Frauen der Roten Armee die Glut des Dresdener Infernos am nächtlichen Horizont bewundern konnten. Der Feuersturm soll bis zu einer Entfernung von 300 Kilometern zu sehen gewe­sen sein.
Wenn die Einschüchterung der Sowjets die "latente", also die eigentlich beabsichtigte Funktion der Zerstörung Dresdens war, dann macht nicht nur der Umfang, sondern auch das Timing der Operation Sinn. Der Angriff sollte nach Ansicht einiger Historiker bereits am 4. Februar 1945 stattfinden, musste wegen des schlechten Wetters aber auf die Nacht vom 13. auf den 14. Februar verschoben werden. [25] Die Konferenz von Jalta begann am 4. Februar. Hätte das Dresdener Feuerwerk (wie geplant) an diesem Tag stattgefunden, hätte Stalin in der kritischen Phase (gleich nach Beginn der Konferenz) viel Stoff zum Nachdenken gehabt. Der sowjetische Führer, der wegen der jüngsten Erfolge der Roten Armee in Hochstimmung war, wäre durch eine solche Leistung der Luftwaffen seiner Ver­bündeten wieder auf den Boden der Tatsachen heruntergeholt worden und ein weniger selbstbewusster und angenehmerer Gesprächspartner am Konferenztisch gewesen. Diese Erwartung äußerte eine Woche vor Beginn der Konferenz in Jalta auch der US-General David M. Schlatter:
"Ich glaube, dass unsere Luftwaffen die wichtigsten Trümpfe sein werden, wenn wir uns
nach dem Krieg an den Verhandlungstisch setzen, und dass wir mit dieser Operation (der
geplanten Bombardierung Dresdens und/oder Berlins) ihre Kampfkraft sehr gut demons­trieren und den Russen zur Kenntnis bringen können." [26]
Der Plan, Dresden zu bombardieren, wurde nicht etwa annulliert, sondern nur verschoben. Die Absicht, mit dieser Demonstration der militärischen Stärke (der westlichen Alliierten) eine psychologische Wirkung (auf die Sowjets) zu erzielen, wurde auch nach der Konfe­renz auf der Krim weiter verfolgt. Man rechnete damit, dass die Sowjets bald in Dresden einmarschieren und unmittelbar erleben würden, welche schrecklichen Zerstörungen die anglo-amerikanischen Luftwaffen in einer weit von ihren Basen entfernten Stadt in einer einzigen Nacht anrichten konnten. Wenn es später darum ginge, die ziemlich vagen Ver­einbarungen von Jalta in die Praxis umzusetzen, würden sich die "Boys im Kreml" sicher daran erinnern, was sie in Dresden gesehen hatten, nützliche Schlüsse aus ihren Beob­achtungen ziehen und sich so (gefügig) benehmen, wie Washington und London es erwar­teten. Als US-amerikanische Truppen gegen Ende der Kämpfe in Deutschland die Mög­lichkeit hatten, Dresden vor den Sowjets zu erreichen, hat Churchill das verhindert: Sogar in dieser Endphase des Krieges, in der Churchill darauf drängte, möglichst große Gebiete Deutschlands von anglo-amerikanischen Truppen besetzen zu lassen, bestand er darauf, dass den Sowjets erlaubt wurde, Dresden einzunehmen, damit sie sich von der demons­trierten Wirkung des verheerenden Bombardements überzeugen konnten.
Dresden wurde ausgelöscht, weil die Sowjets mit einer Demonstration der enormen Zer­störungskraft eingeschüchtert werden sollten, mit der die Bomber der RAF und der USAAF Tod und Vernichtung in Städte tragen konnten, die Hunderte von Kilometern von ihren Ba­sen entfernt lagen, und die eigentliche Botschaft lautete: Diese Zerstörungskraft könnte auch gegen die Sowjetunion gerichtet werden. Diese Interpretation erklärt auch die vielen Besonderheiten bei der Bombardierung Dresdens: den Umfang der Operation, die unge­wöhnliche Beteiligung der RAF und der USAAF am gleichen Luftangriff, die Wahl eines "jungfräulichen" Ziels, das beabsichtigte entsetzliche Ausmaß der Zerstörung, das Timing des Angriffs und die Tatsache, dass der angeblich kriegswichtige Bahnhof, die Industrie­betriebe in den Vorstädten und der Luftwaffen-Flugplatz nicht ins Visier genommen wur­den. Die Bombardierung Dresdens hatte wenig oder nichts mit dem Krieg gegen Nazi- Deutschland zu tun: Der Luftangriff war eine anglo-amerikanische Botschaft für Stalin, eine Botschaft, die mehrere zehntausend Menschen das Leben kostete. Im gleichen Jahr folg­ten später noch zwei ähnliche, ebenfalls codierte, ebenfalls wenig rücksichtsvolle Bot­schaften, die noch mehr Opfer forderten. Dabei wurden zwei japanische Städte ins Visier genommen, um Stalins Aufmerksamkeit auf die tödliche Wirkung der Atombombe, der schrecklichen neuen Waffe der USA, zu lenken. [27] Dresden hatte wenig oder nichts mit dem Krieg gegen Nazi-Deutschland zu tun; es hatte viel, wenn nicht sogar alles mit einem neuen Konflikt zu tun, in dem der Feind die Sowjetunion war. In der entsetzlichen Hitze der Feuerstürme in Dresden, Hiroshima und Nagasaki wurde der Kalte Krieg geboren.
Anmerkungen / Notes
[1] Frederick Taylor. Dresden: Tuesday, February 13, 1945, New York, 2004, pp. 354, 443-448; Götz Bergander, Dresden im Luftkrieg. Vorgeschichte, Zerstörung, Folgen, Weimar, 1995, chapter 12, and especially pp. 210 ff., 218-21 9, 229;
"Luftangriffe auf Dresden", http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden , p. 9.
[2] See for example the comments made by General Spaatz cited in Randall Hansen, Fire and fury: the Allied bombing of Germany, 1942-45, Toronto, 2008, p. 243.
[3] Taylor, p. 416.
[4] Taylor, pp. 321-322.
[5] Olaf Groehler. Bombenkrieg gegen Deutschland, Berlin, 1990, p. 414; Hansen, p. 245; "Luftangriffe auf Dresden,"http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe auf Dresden , p.7.
[6] "Luftangriffe auf Dresden," http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe auf Dresden , p. 7.
[7] Taylor, pp. 152-1 54, 358-359.
[8] Eckart Spoo, "Die letzte der Familie Tucholsky," Ossietzky, No. 11/2, June 2001, pp. 367-70.
[9] Taylor, p. 190; Groehler, pp. 400-401. Citing a study about Yalta, the British author of the latest study of Allied bombing during World War II notes that the Soviets "clearly pre­ferred to keep the RAF and the USAAF away from territory they might soon be occupying," (Unter Berufung auf eine Studie über Jalta stellt der Autor der jüngsten Studie über die al­liierten Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs fest, "die Sowjets zogen es ein­deutig vor, die RAF und die USAAF von den Territorien fernzuhalten, die sie bald beset­zen würden",) see C. Grayling, Among the Dead Cities: Was the Allied Bombing of Civi­lians in WWII a Necessity or a Crime?, London, 2006, p. 176.
[10] Alexander McKee. Dresden 1945: The Devil's Tinderbox, London, 1982, pp. 264-265; Groehler, pp. 400-402.
[11] See e.g. Jacques R. Pauwels, The Myth of the Good War: America in the Second World War, Toronto, 2002, p. 98 ff.
[12] Ibid., p. 119.
[13] Richard Davis, "Operation Thunderclap," Journal of Strategic Studies, 14:1, March 1991, p. 96.
[14] Taylor, pp. 185-186, 376; Grayling, p. 71; David Irving. The Destruction of Dresden, London, 1971, pp. 96-99.
[15] Hansen, p. 241.
[16] Arthur Travers Harris, Bomber offensive, Don Mills/Ont., 1990, p. 242.
[17] McKee, pp. 46, 105.
[18] Groehler, p. 404.
[19] Ibid., p. 404.
[20] The Americans preferred "precision bombing," in theory if not always in practice.
[21] Taylor, pp. 31 8-1 9; Irving, pp. 147-48.
[22] Quotation from Groehler, p. 404. See also Grayling, p. 260.
[23] Cited in Barry Broadfoot, Six War Years 1939-1945: Memories of Canadians at Home and Abroad, Don Mills, Ontario, 1976, p. 269.
[24] Taylor, pp. 361, 363-365.
[25] See e.g. Hans-Günther Dahms, Der Zweite Weltkrieg, second edition, Frankfurt am Main, 1971, p. 187.
[26] Cited in Ronald Schaffer. "American Military Ethics in World War II: The Bombing of German Civilians," The Journal of Military History, 67: 2, September 1980, p. 330.
[27] A. C. Grayling, for example, writes in his new book on Allied bombing that "it is reco­gnized that one of the main motives for the atomb-bomb attacks on Hiroshima and Na­gasaki was to demonstrate to the Russians the superiority in waponry that the United States had attained...In the case of Dresden something similar is regrettably true." (A. C. Grayling schreibt zum Beispiel in seinem neuen Buch über die Bombenangriffe der Alliier­ten: "Es ist anerkannt, das es eines der Hauptmotive für die Atombomben-Angriffe auf Hi­roshima und Nagasaki war, den Russen die Überlegenheit der neuen Waffe zu demons­trieren, die den USA zur Verfügung stand. ... Im Falle Dresdens trifft bedauerlicherweise etwas Ähnliches zu." Die Übersetzung der län geren Anmerkungstexte wurde auf Wunsch des Autors eingefügt.)
(Jacques R. Pauwels (s. http://www.jacquespauwels.net/about.php ) ist der Autor des Bu­ches "The Myth of the Good War: America in theSecond World War", erschienen bei Ja - mes Lorimer, Toronto, 2002. Eine deutsche Übersetzung mit dem Titel "Der Mythos vom guten Krieg - Die USA und der 2. Weltkrieg" erschien 2006 bei PapyRossa, Köln. Wir ha - ben seinen Artikel, aus dem hervorgeht, dass die Neonazis in Dresden eigentlich gegen die versuchte Einschüchterung Stalins und der Roten Armee demonstrieren, komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in Klammern versehen.)
http://www.globalresearch.ca/index.php? ... &aid=17515
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-arch ... 110211.pdf



Quelle: http://de.groups.yahoo.com/group/wahres_allerlei/

Gesendet: 17:25 Samstag, 19.Februar 2011
Betreff: [wahres_allerlei] Bombenholocaust der Alliierten am 13. und 14. Februar 1945
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