Der Commander, Ufo-Geschichte, Teil II

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Hathor
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Der Commander, Ufo-Geschichte, Teil II

Beitrag von Hathor » Fr 24. Dez 2010, 09:41

Am nächsten Tag ging Gina tatsächlich zum Brunnen.

Ihr Landsmann hatte Recht. Dort saß ein alter Bettler in zerlumpten Kleidern und mit einem
Bart, vor sich ein Gefäß mit einigen wenigen Münzen drin.

Sie wirft dem Alten Geld in den Topf und geht vor ihm in die Hocke.

„Alter Mann, kannst Du mich zum Commander führen?“

Der Alte schaut sie prüfend und mit scharfen blauen Augen an und schüttelt dann den Kopf.

Gina ist enttäuscht. „Aber warum nicht?“

„Ich kann Dich nicht mehr hinführen, Gina. Du bist bereits bei ihm.“

Jetzt ist Gina verblüfft. „Du willst der Commander sein?“

„Der Bandit, der Pizzabote und der alte Bettler – alles dieselbe Person. Meine Maske ist gut. Unser Maskenbildner hat ein Meisterstück gefertigt. Und ich dachte schon, Du würdest mich durchschauen, weil Du diese Arbeit kennst und Dich als Filmstar in langen Jahren darin auskennst, Gina.“

Gina warf den Kopf zurück, dass die schwarzen Haare flogen. „Aber warum hast Du das alles inszeniert? Willst Du mir imponieren?“

„Durchaus nicht. Jetzt ist es Zeit, dass Du die Wahrheit erfährst. Du wurdest getestet.“

„Aber warum wurde ich getestet und mit welchem Ergebnis?“ wollte Gina wissen.

„Das Ergebnis ist gut und entspricht genau unseren Erwartungen. Aber das habe ich schon vorher gewusst und jetzt weiß es auch die Mannschaft.“

„Du hast mir nicht gesagt, warum?“

„Gina, ich brauche Deine Hilfe,“ sagte der Commander ernst.

„Ach so, wie viel Geld brauchst Du?“

„Ich will Dein Geld nicht, sondern Dich als Mensch.“

„Ihr seid eine Bande Aufrührer, hat der Diktator gesagt.“

„Es stimmt, wir sind Aufrührer gegen ihn. Solche Typen wie der Despot dieses Landes müssen der Vergangenheit angehören. Dafür kämpfen wir. Die Zeit seiner kleinkarierten und egoistischen Denkweise ist ein- für allemal vorbei.“

„Ihr seid zu wenig. Wie wollt ihr gegen die Soldaten dieses Mannes ankommen?“

„Meine Mannschaft und ich, wir können es schaffen, denn wir haben die absolute Macht und ich bitte Dich, uns bei der Ausübung dieser Macht zu helfen.“

Gina schaut ihn verständnislos an.

Der Commander lächelte und erfasste ihre Hand: „Vertraue mir, Gina. Ich zeige Dir alles. Dann kannst Du Dich entscheiden.“

Er erhob sich ohne ihre Hand loszulassen. „Du hast dem Diktator gestern Abend einen Korb gegeben. Seither traut er Dir nicht mehr. Wir müssen vorsichtig sein.“

„Hast Du gewusst, dass Du von einem seiner Agenten beobachtet wirst? Er ist Dir sogar hierher gefolgt. Siehst Du den Mann drüben vor dem Tortilla-Laden?“

Gina nickte: „Dort sehe ich zwei Männer stehen.“

„Richtig, der Hintere ist einer der Unsrigen. Er wird den Agenten ausschalten.“

„Bringt er ihn um?“

„Wo denkst Du hin?“ sagte der Commander ganz entrüstet, „wir sind doch keine Barbaren und dieser Helfer des Despoten ist nur ein armer Handlanger.“

Er führe sie den Weg aus der Stadt heraus.

Die beiden Männer folgten ihnen tatsächlich in gebührendem Abstand. Davon überzeugte sich
Gina durch öfteres Zurückblicken.

Dann, bei Erreichen der Stadtgrenze waren die beiden Männer auf einmal verschwunden.

Ein gutes Stück hinter den letzten Häusern kam der Commander mit Gina an einen einsam gelegenen und umzäunten Garten.

„Ich kann nichts sehen. Ist hier euer Stützpunkt? Vielleicht unterirdisch?“

„Warte was passiert, wenn ich die hintere Gartenpforte öffne.“

Der Riegel schnappte auf, die Tür schwang zurück, und Gina ...........


.........stieß einen Schrei aus, denn dahinter schwebte ein großes Ufo.

Der Commander lächelte wieder. „Sieh mich nicht so an. Ich bin kein Außerirdischer. Sie haben es mir nur zur Verfügung gestellt, um der Menschheit zu helfen.“

„Aber warum habe ich es vorher nicht gesehen?“

„Es kann sich unsichtbar machen. Gehen wir an Bord. Ich mache dich mit dem Schiff und der Mannschaft bekannt.“

Sie schwebten nach oben, ins Schiff hinein.

Der Commander stellte ihr die Mannschaft vor und Gina merkte bald, warum man sich in Esperanto verständigte, denn hier waren fast alle Nationalitäten vertreten.

Dann führte der Commander Gina durch das Schiff.

„Das Schiff ist wohnlich eingerichtet. Nur die Sitze sind etwas klein. Das kommt aber daher, weil die Vorbesitzer auch etwas kleiner sind als wir.“

„Wie verständigt ihr euch mit den Außerirdischen und gibt es hier auch Waffen?“

„Es gibt hier eine Art Laserstrahl, einen Traktorstrahl und noch andere, von denen Du Dir keine Vorstellung machen kannst. Die Verständigung mit unseren Gönnern erfolgt übrigens durch Telepathie. Dabei gibt es keine Lügen.

Sie kamen in einen anderen Raum.

„Ich glaube, dieser Raum ist der Wichtigste im ganzen Schiff, denn hier ist die sogenannte ‚Machine of knowledge’, die Wissensmaschine. In ihr ist alles gespeichert und man kann durch Sensoren am Kopf im Schnellverfahren alles lernen.“

„Aha, hier also hast Du die vielen Sprachen gelernt. Kann eigentlich jeder an der Wundermaschine alles lernen?“

„Ja jeder, auch Du.“

„Gibt es auf dem Raumschiff noch mehr solcher geheimnisvollen Wundersachen?“

„Ja, komm mit in den Nebenraum. Dort steht der ‚Provider’. Er dient dem leiblichen Wohl und beschafft jegliche Art von Nahrung aus Rohstoffen. Du erinnerst Dich an Deinen Gin tonic mit Eis.“

Gina nickte und sagte: „In den SF-Serien Enterprise und Voyager gab es das auch.“

„Stimmt, hier gibt es diese Machine tatsächlich. So lösen die Außerirdischen ihr Versorgungsproblem.“

Der Commander führte seinen Gast in einen weiteren Raum. Auf dem Gang stießen sie fast mit einem älteren weißhaarigen Herrn zusammen.

„War das nicht eben Steven Spielberg, der berühmte Produzent von SF-Filmen?“ sagte Gina ganz perplex.

Der Commander nickte. „Du hast recht. Er spielt eine besondere Rolle hier bei uns als Gast. Das heißt genau, er holt sich hier Anregungen für seinen neuesten Science-Fiction-Film.“

„Seine Erfolgsfilme ‚E T’ und ‚UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART’ waren ja Knüller. Nun will er einen neuen SF-Film drehen, der alle bisherigen in den Schatten stellen soll.“

In einem anderen Raum bat der Commander Gina Platz zu nehmen.

Dann begann er ernst: „Ich muss Dir etwas erklären. Du hast Dich sicher schon gewundert, dass die Außerirdischen uns so ohne weiteres dieses Raumschiff zur Verfügung gestellt haben. Doch dem ist nicht so. Sie taten dieses aus reinem Arterhaltungstrieb.

Sie wohnen in einem Sonnensystem mehrere Lichtjahre entfernt und kennen die Erde schon Jahrtausende als Nachbarn. Während wir immer mit uns selbst beschäftigt waren, stehen sie schon lange Zeit in einem Existenzkampf mit einer gewalttätigen Rasse. Wenn unsere Nachbarn besiegt sind, kommen wir dran, denn dann steht nichts mehr im Wege zwischen den gewalttätigen Aggressoren und uns.

Nun kommt noch der Umstand hinzu, dass unsere Gönner immer weniger Nachwuchs zeugen.
Der Computer hat den Zeitpunkt schon errechnet, wenn ihre Rasse ausstirbt.

Sie ließen uns bisher in Ruhe, haben aber in letzter Zeit wegen dieses Problems begonnen, Menschen kurzfristig in ihren Raumschiffen zu entführen. Irdische Männer und Frauen wurden dort zum Geschlechtsakt mit ihnen animiert. Daraus entstanden dann sogenannte Hybriden, Lebewesen halb Mensch, halb Außerirdischer. Deren Anzahl ist aber zu klein und sie erfordern viel Fürsorge.“

Er machte eine Kunstpause und bot Getränke aus dem Provider an.

„Weil aber der Kampf mit dem Gegner im Weltraum in letzter Zeit zugenommen hat, wurde die Strategie geändert. Man beschloss nun eine offene Verbrüderung mit den Menschen anzustreben nach dem Motto: TOLERANZ, SOLIDARITÄT, FREIHEIT. Um das zu erreichen, musste aber die Menschheit zuerst ihre eigenen Streitigkeiten und Kriege überwinden.

Steven Spielberg war nun mit seinen Filmen auf genau dem richtigen Weg. Ich weiß nicht, ob die Außerirdischen schon vorher mit ihm Kontakt aufnahmen und die Idee mit den Filmen von ihnen stammt, aber er dokumentierte ganz richtig die Andersartigkeit der Fremden, trotzdem aber die Möglichkeit eines gemeinsamen Verständnisses für die anderen. Denn die Fremden ähneln uns. Der Regisseur soll nun einen neuen Film drehen, noch besser als alle bisherigen und Du sollst die weibliche Hauptrolle übernehmen. Ich soll Dich darum bitten.“

„Aber ich wollte doch mit der Filmerei Schluss machen.“

„Bedenke genau, zu welchem Zweck der Film dient. Er wird die Krönung Deiner Arbeit und Du kannst auch die Gage selbst bestimmen.“

„Aber was passiert, wenn ich nein sage und nicht mitmachen will?“

„Ganz einfach. Durch einen harmlosen Strahl werden die letzten Stunden aus Deinem Gedächtnis gelöscht. Du wirst im Hotel aufwachen, vielleicht noch zum Brunnen gehen, aber der alte Bettler ist nicht da. Also, wie entscheidest Du Dich?“

„Ich helfe euch und spiele die Filmrolle. Auf eine Gage verzichte ich.“

„Das habe ich seit Deinem Test gehofft. Ich gratuliere Dir zu dieser Entscheidung. Darf ich Dir jetzt Deinen Wohnraum zeigen?“

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Re: Der Commander, Ufo-Geschichte, Teil II

Beitrag von DocNobbi » Fr 24. Dez 2010, 15:52

Lieber Fridulin, mir fällt auf, dass Du etwas für Unruhe sorgen willst, kann dies sein?
Dies macht mich etwas traurig.. :cry:

Der Geschmak an solchen Geschichten ist unterschiedlich, was den einen gefällt, mag ein anderer nicht.
Es sammeln sich ja auch unterschiedliche Beiträge an. Gib uns halt eine Kostbrobe von Dir :bravo:

Ich habe gestern erst Hator gebeten, doch auch mal eine Geschichte oder auch Witze zu senden und bin dankbar, dass er so schnell reagiert habt. Also vertreibe mir nicht Hator, er dürfte der feifrigste User hier im Kreis sein.. :doh:
Prüfe, was du hörst oder liest, mit Herz und Verstand -
und behalte das Gute !

Marli
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Re: Der Commander, Ufo-Geschichte, Teil II

Beitrag von Marli » Fr 24. Dez 2010, 17:55

Kritik muß wohl erlaubt sein finde ich.
Hier geht es um den Inhalt einer Geschichte die der Fridolin nicht gefällt.
Ufojäger kritisiert zu recht den Inhalt von Peters Beiträgen und Fridolin tut dasselbe mit Hathors Beiträgen. Für mich ist so etwas nur normal. Von Kritik kann man lernen von Jasagern nichts.
Frohes Fest.
Marli
Wo zwanzig Teufel sind, da sind auch hundert Engel.

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