Änderung der Ernährungsweise senkt Risiko für Herzerkrankung

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DocNobbi
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Änderung der Ernährungsweise senkt Risiko für Herzerkrankung

Beitrag von DocNobbi » Mi 19. Jan 2011, 17:43

Änderung der Ernährungsweise senkt Risiko für Herzerkrankungen über Nacht um 80 Prozent



Fast eine Million Menschen fallen alljährlich Herzerkrankungen zum Opfer. Die große Mehrheit dieser Menschen war sich der Tatsache nicht bewusst, dass dieser verheerende Zustand durch eine natürliche Ernährungsweise hätte vermieden werden können. Forscher der Europäischen prospektiven Untersuchung von Krebs und Ernährungsweise (EPIC) haben einen Ernährungs-Plan aufgestellt, der das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße um 81 Prozent senken kann. Den Medizinern ist klar, dass Herzerkrankungen sehr früh im Leben beginnen und dann in der späten Lebensphase ihre lebensbedrohliche Wirkung entfalten. Aber – so lautet die gute Nachricht – Herzerkrankungen können durch einfache Veränderungen der Lebens- und Ernährungsweise kontrolliert und sogar rückgängig gemacht werden.


Medikamente sind nicht in der Lage Herzerkrankungen zu heilen

In der Regel wird ein Patient, bei dem Herzerkrankungen festgestellt wurden, auf eine fettarme Diät gesetzt und erhält zahlreiche Medikamente, darunter auch Statine. Statine führen bei 40 Prozent der Patienten zu Muskelschmerzen, und eine Untersuchung, die in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurde, bestätigt, dass diese Sorte von Medikamenten Diabetes auslösen kann. Zudem belegen zahlreiche Untersuchungen, dass ein hoher Cholesterinspiegel im Blut nicht der Grund für Herzerkrankungen ist. Dennoch gilt eine Senkung dieses Wertes als vorrangiges Behandlungsziel, weil der Cholesterinwert leicht medikamentös gesenkt werden kann. In ähnlicher Weise trägt eine fettarme Diät dazu bei, die Herzerkrankungen aufrechtzuerhalten und sogar zu verschlimmern, da sie anhaltend hohe Blutzuckerwerte und hohe Blutanteile an Triglyceriden nach sich zieht.

Die wirklichen Gründe für Herzerkrankungen bekämpfen

Die Ergebnisse der EPIC-Studie, die in den Archives of Internal Medicine veröffentlicht wurden, zeigen, dass Veränderungen der Ernährungsweise das Risiko von Herzinfarkten durch eine Verringerung entzündlicher Prozesse und eine Blutdrucksenkung um 81 Prozent verringern können. Die Untersuchung nennt vier zentrale Ernährungsfaktoren, die zu Herzerkrankungen führen.

Raffinierte Kohlenhydrate und Zucker: Raffinierte Lebensmittel bilden in einer typischen Diät in der Regel die Grundnahrungsmittel. Diese Lebensmittel bestehen oft aus einfachen Kohlenhydraten, die leicht in Glukose aufgespalten werden können und die Blutzuckerwerte in die Höhe schnellen lassen. Dies führt möglicherweise zu Insulinresistenz und schädigt die empfindliche innere Wandschicht der Koronargefäße. Deshalb sollte man Brot, Nudeln, Reis, zuckerhaltige Leckereien, und alle Nahrungsmittel, die Weizen oder Mais (auch als Vollkorn) enthalten, meiden.

Übermaß an Omega-6-Pflanzenölen: Pflanzenöle kommen in fast allen Backerzeugnissen und industriell hergestellten Lebensmitteln vor, in denen sie den Geschmack verstärken und die Haltbarkeit verlängern. Ein Übermaß an pflanzlichen Ölen führt zu einer Ausschüttung entzündlicher chemischer Botenstoffe, die den oxidativen Stress erhöhen und das Gefäßsystem schädigen. Pflanzenöle sind nur bei Zimmertemperatur stabil und sollten nicht zum Kochen verwandt werden. Man sollte alle Tiefkühlkost sowie Fleisch von Tieren, die mit Mais gefüttert wurden, meiden.

Mangel an Omega-3-Fettsäuren: Unsere moderne Ernährung verzichtet fast vollständig auf gesundheitserhaltende Omega-3-Fettsäuren, die für zahllose frühere Generationen fester Bestandteil der Ernährung waren. Das angemessene Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega3-Fettsäuren liegt im Idealfall bei 1:1. Ernährungsexperten stimmen darin überein, dass dieses Verhältnis bei vielen heute lebenden Menschen eher bei 20:1 liegen dürfte. Das dadurch entstehende Ungleichgewicht fördert chronische systemische entzündliche Prozesse. Der Verzehr von Thunfisch, Lachs, Sardinen, Nüssen und Samen trägt dazu bei, das Verhältnis zwischen beiden Fettarten auszugleichen. Das Gleiche erreicht man mit der Einnahme hochangereicherter Fischöl-Nahrungsergänzungsstoffe.

Oxidativer Stress: Durch die normale Atmung, Nahrungsaufnahme und Bewegung entstehen im Körper freie Radikale, die die genetische Struktur schädigen und dazu führen können, dass LDL-Cholesterin oxidiert. Dieser Prozess kann nicht vollständig verhindert werden, aber der Verzehr einer gesunden Menge an frischem Gemüse, Beeren und Nahrungsergänzungsmitteln, die genau gegen freie Radikale wirken, können die negativen Auswirkungen freier Radikaler auf das Herz und andere Organe vermindern.

Herzerkrankungen fordern in der westlichen Gesellschaft die meisten Todesopfer. Viele dieser Todesfälle könnten durch eine Veränderung der Ernährungsweise und eine gesunde Lebensweise verhindert werden. Verringern Sie Ihr persönliches Risiko von Herzerkrankungen, indem Sie sich ab heute gesund und natürlich ernähren und eine gesunde Lebensweise praktizieren, damit Sie diese Lehren noch Ihren Enkeln persönlich vermitteln können.

http://info.kopp-verlag.de/medizin-und- ... A74E23EC81

__________
Quellen zu diesem Artikel unter:
http://epic.iarc.fr/SNIPE/snipe.php
http://www.healthiertalk.com/slash-hear ... rcent-2768
http://www.thelancet.com/journals/l
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dante
Co-Moderator

Re: Änderung der Ernährungsweise senkt Risiko für Herzerkran

Beitrag von dante » Mi 19. Jan 2011, 18:16

Hallo Doc Nobbi, ich habe herausgefunden das jeder Mensch verschieden'gebaut'ist.
Mein Nebenmann ißt nur fast food und protzt mit seiner Gesundheit. Zischt nach Feierabend die Bierchen an der Ecke weg und schlürft Pharisäer zur Genüge 1 mal 560 kcal. So nebenbei steckt er sich noch eine Zigarre an. Ja und ich :cry: sage nur Mc und schon ein Kilo zugenommen. Und der Schlemmer ist über 50.
Wenn da mein blanker Neid aufkommt, wunderts wen noch?
M.f.G.
dante

eNTe
Co-Moderator

Re: Änderung der Ernährungsweise senkt Risiko für Herzerkran

Beitrag von eNTe » Fr 21. Jan 2011, 09:54

> Ja und ich sage nur Mc und schon ein Kilo zugenommen. Und der Schlemmer ist über 50.

*lach dante,
Hast Du schon mal genau hingesehen, was Dein Nebenmann so tut?
Hat er seine Tasse erst dreiviertel voll? Oder bringt der nächste Tropfen schon den Überlauf?

Ich hatte mich früher - als Rauchen noch in war - oft gewundert, wie mancher trotz dieses Lasters genauso sportlich war. Eine Weile ging es ... heute leiden sie unter heftigen Schmerzen wegen der Blutgefäßverengung in den Beinen. Einer humpelt mittlerweile ohne Zehen daher, der andere spricht ohne Kehlkopf mit einem Finger am Hals.

Wenn Dein Nebenmann das beschriebene Essen hineinschlingt, kann er sich nicht wohlfühlen, er braucht eine Stimmulanz nach der anderen um sich auf den Beinen zu halten. Damit klappt es dann, eine Weile. Vernünftiger ist jedoch, genau das zu essen womit der Körper glücklich ist und das geht tief.

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DocNobbi
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Re: Änderung der Ernährungsweise senkt Risiko für Herzerkran

Beitrag von DocNobbi » Di 25. Jan 2011, 00:15

dante hat geschrieben:Hallo Doc Nobbi, ich habe herausgefunden das jeder Mensch verschieden'gebaut'ist.
Mein Nebenmann ißt nur fast food und protzt mit seiner Gesundheit. Zischt nach Feierabend die Bierchen an der Ecke weg und schlürft Pharisäer zur Genüge 1 mal 560 kcal. So nebenbei steckt er sich noch eine Zigarre an. Ja und ich :cry: sage nur Mc und schon ein Kilo zugenommen. Und der Schlemmer ist über 50.
Wenn da mein blanker Neid aufkommt, wunderts wen noch?
M.f.G.
dante
Stimmt Tante, so ein Art Wahlspruch von mir ist: *Jeder Mensch ist verschieden*. Darauf muss man eingehen.
Egal ob es Psyche ist oder der Körper..
Wenn ich meinen Nachbarn einen Therapie -Tipp gebe, weil es bei mir so toll funktioniert hat, kann es sein, dass die Therapie bei Dir so gut wie gar nicht funktioniert.
Für den Menschen, der mit einer Rohkosternährung leben kann und glücklich wird prima! Er tut bestimmt etwas gutes.
Aber wenn rohen Gemüse bei der Verdauung quälen sollten und beim kauen der Möhren jedes Glücksgefühl verschwindet, hat es keinen Sinn...
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eNTe
Co-Moderator

Re: Änderung der Ernährungsweise senkt Risiko für Herzerkran

Beitrag von eNTe » Di 25. Jan 2011, 11:49

Lieber Nobbi,

ich schreibe Dir so ungern in "Deinem" Fachgebiet rein.
Aber wenn rohen Gemüse bei der Verdauung quälen sollten und beim kauen der Möhren jedes Glücksgefühl verschwindet, hat es keinen Sinn...
Weil ich Dich aber schätze und richtig vermute, dass Du dann ein "richtiges" Wissen weiter gibst, wage ich es doch.

Alle, die Möhren nicht mehr beißen können, haben früher einen Fehler gemacht.
Vielleicht sind sie nicht schuld, sondern der Zahnarzt, die Umgebung, das falsche Essen, etc.
Aber es schadet nicht, den Fehler wieder gutzumachen.
Es ist -erlaubt- eine Reibe zu benutzen. Die Küchenmaschine darf auch zum Zerkleinern der Mühren herangeogen werden!

Wenn Menschen sich mit Rohkost "quälen" heißt das, sie haben vorher nicht gefastet, nicht das Richtige gegessen. Wie sich Milch und Zitrone in einem Glas Tee bekriegen - die gleiche Wirkung ist auch bei unterschiedlichen Lebensmitteln da, die sich einfach "nicht vertragen". Deshalb muss einer auch darauf achten - soll nicht die Rohkost verteufeln, nur weil er selbst das falsch angeht.
Nur wer wirklich die richtige Mischung macht - der erlebt es auch "wirklich".

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