Menstruation.

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DocNobbi
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Menstruation.

Beitrag von DocNobbi » Do 10. Feb 2011, 20:42

Zyklen bestimmen unser Leben: die Jahreszeiten, die Mondphasen und die Menstruation. Die Natur hat eine Reihe von Mitteln, die helfen, dass der monatliche Wechsel nicht zur verkrampften Tortur wird.


Insgesamt scheidet jede Frau monatlich durchschnittlich 0,5 Deziliter Blut aus. Bis es so weit ist, geht in den Eierstöcken, den Hormondrüsen und der Gebärmutter ein langer Reifeprozess voraus. 400 000 unreife Eizellen stehen ab der Geburt eines Mädchens in den Eierstöcken bereit. In der Pubertät beginnen das Zwischenhirn und die Hirnanhangdrüse Hormone an die Eierstöcke zu schicken. Diese Hormone veranlassen, dass ein Ei heranreift. Gleichzeitig bildet sich das weibliche Geschlechtshormon Östrogen, das die Gebärmutterschleimhaut aufbaut, damit sich die Eizelle bei Bedarf einnisten kann. Wird das Ei auf seiner Wanderung durch den Eileiter nicht befruchtet, stirbt es nach 12 bis 24 Stunden ab und die Schleimhaut in der Gebärmutter löst sich langsam. Damit sich die aufgebaute Schleimhaut ablösen kann, ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter zusammen und entspannen sich wieder. Bei diesem Vorgang spüren manche Frauen ein leichtes Ziehen im Bauch. Weil die Schleimhaut durch viele Blutgefässe mit der Gebärmutter verbunden ist, führt der Ablösungsprozess zu einer Blutung. Sie setzt innerhalb von 12 bis 16 Tagen nach dem Eisprung ein.

Normalerweise ist der Menstruationszyklus ein periodisch ablaufender Prozess mit einer Dauer von durchschnittlich 28 Tagen (25 – 35 Tage). Er läuft immer nach dem gleichen Muster ab und wird von verschiedenen Geschlechtshormonen gesteuert. Ist der Abstand zwischen zwei Monatsblutungen grösser als 35 Tage spricht man von einer Oligomenorrhoe. Sind die Abstände viel kürzer, die Menstruation also häufiger, so handelt es sich um eine Polymenorrhoe.

Von einer Menorrhagie spricht man, wenn die Blutung aussergewöhnlich stark ist. Bleibt sie ohne Schwangerschaft aus, so nennt man das eine Amenorrhoe. Letztere wird unterteilt in die primäre und die sekundäre Amenorrhoe. Hat bis zum 16. Lebensjahr noch keine erste Regelblutung stattgefunden, ist das eine primäre Amenorrhoe. Bei der sekundären Form hatten die Frauen bereits Regelblutungen. Dann folgten jedoch blutungsfreie Intervalle von mehr als drei Monaten. Grund für solche Unregelmässigkeiten sind oft extreme Stresssituationen in Beruf oder Familie sowie Leistungssport. Was unter solchen Belastungen im hormonellen Geschehen des Menstruationszyklus genau passiert, ist nicht endgültig geklärt. Man geht aber davon aus, dass sich die nervliche Anspannung auf die Hormonfunktion auswirkt. Des Weiteren können aber auch das Absetzen der Pille, Übergewicht oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse zu Unregelmässigkeiten des Zyklus führen.

Kräuter für Frauen

Es gibt einige Heilpflanzen, die regulierend auf den Hormonhaushalt wirken. Sie können bei verschiedenen Störungen rund um den Monatszyklus zum Einsatz kommen.

• Mönchspfeffer (Agnus Castus): In Klöstern wurden früher die Speisen mit Mönchspfeffer gewürzt. Die Pflanze war berühmt dafür, dass sie den Geschlechtstrieb herabsetzt. So entstand der Name Keuschlamm (Agnus = Lamm, Castus = Keusch). Heute hilft die Pflanze jungen Frauen, die an prämenstruellen Beschwerden leiden. Mönchspfeffer besetzt die Dopamin- und Opiatrezeptoren. Deshalb wirkt die Heilpflanze besonders gut bei hormonell bedingten Stimmungsschwankungen und Schmerzen.

• Frauenmantel (Alchemilla vulgaris): Der Frauenmantel enthält hauptsächlich Gerbstoffe und Flavonoide. Rein wissenschaftlich gesehen hat er vor allem eine adstringierende, das heisst eine zusammenziehende, austrocknende Wirkung bei Durchfall. Doch volksmedizinisch wird die Pfanze erfolgreich bei Frauenbeschwerden aller Art eingesetzt. Das Alchemistenkraut steigert bei Frauen die Fruchtbarkeit, beeinflusst die Gelbkörperhormone (Gestagene) sehr günstig, stärkt die Gebärmutter, wirkt Milch bildend und ausgleichend auf den Menstruationszyklus. Aus diesem Grund hat sich die Pflanze bis heute erfolgreich in der Frauenheilkunde durchsetzen können.

• Hirtentäschel (Bursa pastoris): Das Hirtentäschchen enthält Flavonoide und Kaliumsalze. Es hilft vor allem Frauen, die zu stark und zu lange bluten. Auch bei ausserzyklischen Zwischenblutungen können der Tee oder die Tinktur des Hirtentäschchenkrautes viel bewirken.

• Schafgarbe (Achillea millefolium): Die Schafgarbe enthält ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavonoide, Cumarine und Gerbstoffe. Diese Inhaltstoffe machen die Heilpflanze zu einem der wichtigsten Heilmittel gegen Menstruationsbeschwerden aller Art. Die Schafgarbe löst Krämpfe, reguliert lang andauernde, starke Blutungen und fördert darüber hinaus die Verdauung.

• Aloe-Vera (Aloe barbadensis): Eine Woche vor der Periode kann dreimal täglich ein Esslöffel AloeVeraGel eingenommen werden. Das lindert alle Arten von Menstruationsbeschwerden.

Frauen, die länger anhaltende oder häufige Zyklusprobleme haben, sollten diese jedoch zusätzlich mit einer Gynäkologin besprechen. Sind die Hormone am Werk, sollte sich die Frau – wenn möglich – vermehrt Gutes tun. Dazu gehört auch die Wahl des richtigen Hygieneprodukts. Nichts ist ärgerlicher als ein Tampon, der nicht richtig sitzt, oder eine Binde, die bei jedem Schritt raschelt. Wenn hormonell schon alles drunter und drüber geht, so möchte die Frau sich wenigstens auf Binde und Tampon verlassen können. Da sich das Blut ausserhalb des Körpers rasch zersetzt, können Binden und Slipeinlagen innert kürzester Zeit unangenehm riechen. Besonders unangenehm sind Produkte mit Plastikeinsätzen. Sie verhindern die Luftzirkulation und sorgen für ein feuchtwarmes Milieu, auf dem sich Bakterien und Pilze gut entwickeln. Deshalb ist bei der Verwendung von Binden besonders auf eine gute Hygiene zu achten. Es genügt, den Intimbereich gründlich mit Wasser zu waschen. Bei der Verwendung von Seife oder Duschmittel ist unbedingt ein Produkt mit einem tiefen, das heisst sauren phWert zu verwenden.

Diskreter als eine Binde ist der Tampon. Er sorgt sowohl im Sport wie im Alltag für absolute Bewegungsfreiheit. Die aus Watte gepressten Röllchen saugen das Blut auf und müssen je nach Blutungsstärke spätestens nach vier Stunden ersetzt werden. Ein Nachteil von Tampons ist, dass sie die Scheide austrocknen und dadurch das natürliche, saure Klima stören können. Alternativen zu Tampon und Binden sind waschbare Stoffbinden aus Seide und Baumwolle oder sogenannte Menstassen. Die Menstasse wird wie ein Tampon in die Scheide eingeführt. Das Blut sammelt sich im trichterförmigen Behälter und kann mehrmals täglich entleert, desinfiziert und wieder eingeführt werden.

Quelle:natuerlich-online.ch
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eNTe
Co-Moderator

Re: Menstruation.

Beitrag von eNTe » Fr 11. Feb 2011, 17:44

Die Natur hat eine Reihe von Mitteln, die helfen, dass der monatliche Wechsel nicht zur verkrampften Tortur wird.
Die paar Kräutlein zu kennen, ist schon mal recht wichtig!
Aber isst "frau" die viel vitaminreichere Urkost, so kommen die darin gelegentlich vor.
Sie hat die monatliche Sorge dann nur ein paar Stunden lang und merkt kaum was davon.
Na ja, außer ein leicht anders fühlen.

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