Gnostiker und Kirchenväter

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Flora
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Gnostiker und Kirchenväter

Beitrag von Flora » Fr 6. Jan 2012, 16:13

Die religiöse Kreativität der Gnostiker hat sich am starren Dogmatismus der Vertreter der katholischen Kirche gerieben. Die »orthodoxen Christen« sahen ihre reine Lehre von der Erlösung Christi durch die gnostischen Anschauungen gefährdet, vor allem dadurch, dass der Schöpfergott für die Gnostiker eine fehlerhafte »Kopie« des wahren, unbekannten Vaters war.

Auch hat die Bestreitung des Leidens Christi durch die Gnostiker zu erbitterten Reaktionen auf »kirchlicher« Seite geführt. So sind die Berichte der Kirchenväter Irenäus von Lyon (Ende des zweiten Jahrhunderts) oder Epiphanius von Salamis (um 315-403) voller Polemik gegen die Gnostiker.

Doch wie standen die Gnostiker zum katholischen Kirchenchristentum?
Eine Unterdrückung von Kirchenchristen durch gnostische Christen ist nicht bekannt. Die Lehre und Praxis der Kirchenchristen war für die Gnostiker durchaus vereinbar mit ihrer eigenen Überzeugung; die Religiosität der Kirchenchristen stellte allerdings eine »untere Stufe« im Gegensatz zur gnostischen Erkenntnis dar. Blieb der Kirchenchrist auf dieser niedrigen Erkenntnistufe stehen, so suchte der Gnostiker nach höherer Erkenntnis.

(Aus dem Buch "Unterdrückte Gebete: gnostische Spiritualität im frühen Christentum" von Gerd Lüdemann und Martina Janssen )
Herzliche Grüße Flora

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