Shamballah, Tumo, Lungam

Antworten
Hathor
Silber Engel
Silber Engel
Beiträge: 342
Registriert: Do 11. Nov 2010, 16:15
Wohnort: Saar
Kontaktdaten:

Shamballah, Tumo, Lungam

Beitrag von Hathor » Do 23. Dez 2010, 15:44

Freunde,

14 Jahre lang lebte die französische Asienforscherin Alexandra David-Neel bei den Lamas in Tibet. Sie suchte in den luftigen Höhen dort die ruhige heile Welt mit dem Namen Shamballah und den mystischen Ort Shangri-La, die Quelle allen esoterischen Wissens. Madame Helena Petrownja Blavatsky, die Begründerin der Theosophischen Gesellschaft vermutete damals dieses wunderbare Land Shamballah in einem üppigen fruchtbaren Tal des Himalaya. Dort sollte sogar Buddha schon in die alte Weisheit eingeweiht worden sein. Andere Esoteriker sind allerdings der Meinung, dass dieser Ort Shamballah überhaupt nicht real auf der Erde existiert. Er soll einer anderen Dimension, eine höheren Bewußtseinsebene angehören, sich also nicht auf der Erde befinden.

Aber um es gleich vornweg zu sagen, Alexandra David-Neel fand den Ort nicht. Dafür erlebte sie andere Eigenarten der Himalayabewohner und hielt sie in ihrem Reisebericht fest. Sie lernte fließend Tibetisch und Sanskrit und in ihrem Buch "Magier und Heilige in Tibet" unter der ISBN 10:3-442-21748-2 schreibt sie von ganz erstaunlichen Begebenheiten in Tibet.

So müssen die Tumo-Schüler in einer Winternacht am Ufer eines zugefrorenen Bergsees ihre Prüfung um die Respawürde ablegen. Sie setzen sich völlig nackt an das Ufer, man hackt ein Loch in das Eiswasser und taucht dann ihre Körperumhänge hinein. Dann muss der Schüler ihn allein durch seine Körperwärme trocknen. Für eine bestandene Tumo-Abschlussprüfung muss der Schüler so in einer Nacht mindestens dreimal seinen Umhang trocknen, jedesmal wird er wieder erneut ins Eiswasser getaucht. Es werden regelrechte Respa-Meisterschaften ausgetragen. Der Rekord dabei liegt bei 40 getrockneten Umhängen während einer Nacht.

Als weiterer erstaunlicher Kraftakt gelten die Läufe von Lung-gam-pas. Diese setzen sich durch eine Konzentration in Trance und spüren so ihr verringertes Gewicht des Körpers in einer Art Levitation. Dann können ohne Nahrung und Ruhepausen stundenlange Fussmärsche mit großen Entfernungen zurückgelegt werden. Leicht erreichen die Läufer dabei Geschwindigkeiten von über 10 km die Stunde. Alexandra wollte einen der Läufer fotografieren, wurde aber von ihren tibetischen Begleitern daran gehindert und gewarnt, eine Unterbrechung der Konzentration beim Läufer könnte diesen sofort töten.

Auch Alexandra erhielt von den Lamas Unterricht in Konzentration und es gelang ihr schließlich durch Konzentration einen Mönch als Geistwesen als ihren Diener zu erschaffen. Die tibetischen Lamas nannten ein solches Wesen einen Tulku. In monatelanger harter Geistesarbeit lernte Alexandra von den Mönchen die Grundlagen sich auf den Punkt zu konzentrieren und der Tulku nahm bei ihr langsam Gestalt an. Zuerst begann der Körper die angesammelten Energien zu spüren. Diese Energien nahmen langsam Gestalt an und verdichteten sich zu einer menschlichen Figur, welche auch den Menschen in der Umgebung bewußt wurde. Alexandra konnte dann den Tulku nach Belieben auftauchen und wieder verschwinden lassen. Bei fortschreitender Konzentration wurde dieser von Tag zu Tag realistischer und entwickelte immer mehr ein Eigenleben. Er weigerte sich zu dienen und wurde dann sogar bösartig. Und nur mit allergrößter Konzentration gelang es Alexandra schließlich, ihn wieder auszulöschen.

Das Buch der französischen Reiseschriftstellerin Alexandra David-Néel "Magier und Heilige in Tibet" wurde hier populär, erregte in unserem Kulturkreis Aufsehen und später versuchte sogar eine spiritistische Gruppe in Kanada ähnlich wie Alexandra mit Geisteskonzentration einen Tulku zu schaffen. Ob ihnen dies gelang und was sie dabei erlebte, werde ich dann später in einem anderen Bericht bringen.

An Shamballah im Himalaya und das da irgendwelche mystischen Kräfte wirkten meinte auch schon Hitler. Er glaubte an eine geheime Macht von Agharti, plante auch Expeditionen dorthin, um das sogenannte "Vril" zu erlangen und damit die Welt zu erobern.

Viele Grüße

Hathor

Antworten

Zurück zu „Rätselhaftes“