Weltanschauung heute

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eNTe
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Weltanschauung heute

Beitrag von eNTe » Mo 21. Mär 2011, 14:42

Leider habe ich Nobbi die tägliche Bibellese vergrault durch die ständigen Widersprüche.
Jetzt gibt es keine Weltanschauung mehr.
Nun weiß ich nicht, woran ich mich halten soll!
Das war so schön, jeden Morgen bei einer Tasse Tee. Dann im Internet zu erfahren was die Alten machten. Aber eigentlich war es schöner, endlich zu wissen warum es nicht klappte, hier bei uns. Wie schön, endlich, nach Jahrhunderten des Glaubens mehr zu wissen.
Sehen wo der Fehler lag – bereinigen können und dann schreiben, wie das weitergehen könnte.
Ach! Aber ich blieb so allein bei der Freude.

Na schade. Es kam kein Rückschlag, keine Rückmeldung?
Wenigstens hatte ich Spaß an der Arbeit.
Mein Auftrieb kam vom neuen Mut - nicht weiter in die Richtung zu MÜSSEN wo alles oberflächlich, unbekannt und unsicher war. Gegen den Strom ging es nun, bergauf.

Wo gehen wohl all die anderen hin?
Fantasie war die bisherige das Einzig wahre an einer religiösen Weltanschauung. Die leert sich allmählich.
Genau wie die religösen Foren oder die Kirchen überall auf der Welt.
Steht das Ziel dort – oder sind Leute nicht immer dort wo sie hin möchten?

Wie sieht denn die Weltanschauung für die meisten Leute aus?
Manche von den älteren leben sowieso nur in Szenen ihrer Vergangenheit. Von ihnen ist kaum viel zu erfahren, außer ein paar persönliche Lebensereignisse. Das Warum und Wofür wird mühsam erfragt. Unter der so coolen Oberfläche brodelt aber nichts als Hilflosigkeit und Unwissen.
Lassen wir also die ungewöhnlichen Fragen.
Hauptsache überlebt und Erfahrung gewonnen.

Wie ist es bei den Jungen? Von ihnen ist nicht viel zu erfahren. Sie haben zu tun.
Mamis sind berufstätig, eingespannt mit Arbeiten für die Familie, Kinder zur Schule fahren, sie abholen, Hausaufgabenbetreuung, Essen kochen, Wäsche, Aufräumen, etc. Die Väter sind neben der Berufsarbeit auch mit Familienaufgaben betraut. Ihr Recht auf Freizeit buchen sie einfach durch längere Arbeitszeiten und bei Autowartung. Weltanschauung? Ach, das muss wohl das sein was wir schon lange kennen und uns wohlig oder gruselig daran erinnern?

Die ganz Jungen: "Keine Zeit, ich muss zum Fußball."
Ob vielleicht die Mädchen von was träumen? Ich klettere mal auf das Baumhaus um sie zu interviewen. Ein paar Puppen, Vorhänge, Bücher bedecken alle Sitzflächen. Auf den freien Sitz darf ich mich aber nicht hinsitzen. Der sei für den Baumgeist reserviert. Wann er denn käme? Ich verstehe lieber ganz schnell, bevor ich mir ein „bist Du aber dumm“ einhandle und spiele das Fantasiespiel mit.

Haben wir nicht alle mit den Religionen das gleiche Fantasiespiel gespielt?
„Oh, ich habe die Hl. Maria gesehen“ sagt einer und schon pilgern Hunderte los. Wie seltsam, dass die Erscheinungen unterschiedlich sind in Haar- und Hautfarbe und Kleider. Die kann man wechseln, aber die Hautfarbe? Ich hatte mich Jahrzehnte lang auf die Suche gemacht, um mehr darüber zu erfahren. Was kam heraus? Ein Jesus, der als Ahnenregister ein paar Weisheitsbücher hat und, dann habe ich noch herausgefunden, dass das Buch selbst aus Weisheitslehren besteht. Es ist an sich eine tote Geschichte, deren Wahrheit beinah 2000 Jahre verheimlicht wurde. Aber in der Fantasie einiger Gläubiger ist er als Person sehr lebendig.

Dafür fehlen die Weisheitslehren.
Was wird also erzählt?
Wie man würdig das Abendmahl einnehmen soll, oder es wird beteuert, der ist was Besonderes, wer irgend einen frommen Vers von sich gibt. Wenn ich Jesus wäre und mir das alles anhören müsste – na, gute Nacht. Das ist grauenvoll! Schon bei weitaus weniger Komplimenten lassen junge Damen ihren Verehrer stehen.
Die Gruppe - die denkt nur an ein Geschäft. Die werden von den Gläubigen verteufelt, und die Nüchternen bespotten die Gläubigen. Die Konkurrenz mit Mohammed hätte ich beinah vergessen! Wenn die Leute etwas Freizeit haben, was selten ist, machen sie sich Gedanken, wer wohl das Richtige erzählt, bzw. ergänzen sich die Unwissenheit mit neu erfundenen Erinnerungen über das Gleiche, was andere schon als Erinnerung entwickelt haben.

Ach früher! Da war das alles anders ... Da hat einer regiert. Da war die Weltanschauung diktiert, per Gesetz, basta. Eigenes Denken überflüssig!

Was haben wir heute für einen Vorteil?
Jeder ist frei – und keiner weiß wohin ....


Weltanschauung so was Großartiges!
Wo ist es eigentlich?
Grabt mal Eure großartigen Ersatzteile nun heraus.... :schriftsteller2:

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