Der hl Gral, 12. Vernichtung der Templer

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Hathor
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Der hl Gral, 12. Vernichtung der Templer

Beitrag von Hathor » So 23. Jan 2011, 09:11

Hallo Freunde,

das Königreich Jerusalem bestand nur kaum 100 Jahre von 1099 - 1191, dann fiel es unter dem dauernden Ansturm der Sarazenen wieder unter ihre Herrschaft zurück. 1291 flohen die Templer ganz aus Palästina als ihre letzte Feste Akkon ebenfalls von den Sarazenen erobert wurde. Zuvor erlitten die Templer bei der Belagerung von Damaskus große personelle Verluste und sie mußten sich über Rhodos bis nach Malta zurückziehen.

So wie das Schlachtenglück der Templer nachließ, so wuchs aber ihr Reichtum. Sie entdeckten als ihre Hauptbeschäftigung das Verleihen von Geld. Sie erfanden die Aktien mit ihrem Templersiegel und wurden auch durch Überlassungen ihrer Mitglieder immer reicher.

Aber dann machten sie ihren größten Fehler. Sie verliehen dem französischen König Philipp dem Schönen eine stattliche Summe zu seiner Hochzeit. Und der frz König, in dessen Kassen immer Ebbe war aufgrund seines aufwendigen Lebenswandels und der schon aus diesem Grund die Juden in seinem Reich mit einer Sondersteuer belegt hatte, wollte in seiner Geldgier alles.

Er wußte aber genau, dass der Weg zum Templerreichtum nur über dem Papst ging, da die Templer unter dessen Schutz standen. Damals regierte auch Papst Clemens V in Avignon und war deshalb vom frz König abhängig. Philipp der Schöne, schlau wie er war, denunzierte jetzt die Templer beim Papst und dieser musste die Inquisition auf sie hetzen.

Philipp sandte nun seine Kuriere überall ins Land mit dem Auftrag, die Templer alle zu einem festgesetzten Termin im Jahre 1307 verhaften zu lassen. Unter der Anschuldigung der Sodomie und der Götzenanbetung sollte dem gesamten Orden der Prozess gemacht werden und er wollte sich dann die Früchte, nämlich ihren Reichtum aneignen.

Doch von dieser streng geheimen Aktion sickerte etwas durch und am Tag vor dem geheimen Termin der Verhaftung verließen 20 voll bepackte Pferdefuhrwerke mit den Schätzen der Templer den Pariser Tempel. Sie fuhren zum Atlantikhafen St Nazaire, wo die Templerflotte ankerte und als die Schergen von Philipp dem Schönen zugreifen wollten, war die gesamte Templerflotte längst ausgelaufen.

Wohin ist unbekannt. Nach Schottland meinen die Historiker, andere vermuten gar nach Amerika. Für uns steht nur fest, dass sie das Geheimnis des Grals mit sich nahmen. Nur der letzte Großmeister der Templer Jacques de Molay ließ sich festnehmen, vermutlich um seinen Orden zu verteidigen, der seiner Ansicht nach zu Unrecht angeklagt war. Er hoffte auf ein gerechtes Urteil durch den Papst, war doch dieser sein oberster Glaubensherr und die Templer hatten sich ganz seiner Oberhoheit unterstellt. Doch der Papst ließ ihn schmählich im Stich und Jacques de Molay erlitt mit einigen Ordensbrüdern auf der Seineinsel den Feuertod auf dem Scheiterhaufen.

Der Orden der Templer war unwiderruflich vernichtet, ausgelöscht von der Habgier eines Königs, der alle ihre Besitztümer haben wollte. Bei vielen Historikern taucht er fortan nicht mehr in der Geschichte auf, doch andere, die ernsthaften Forscher unter ihnen, fanden Überraschendes heraus. Abgesehen von der Suche nach dem verschwundenen hl Gral setzten die Nachkommen der Templer ihren Glaubensbrüdern in der Neuzeit ein Denkmal durch die Gründung einer weiteren mysteriösen Vereinigung.

Sehen wir in den nächsten Berichten, wie es weiterging.
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