In Kürze Umweltfreundliche Energiegewinnung?

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DocNobbi
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In Kürze Umweltfreundliche Energiegewinnung?

Beitrag von DocNobbi » Mi 30. Mär 2011, 09:59

Kalte Fusion : In Kürze Umweltfreundliche Energiegewinnung?

Die Meldung sollte eigentlich einschlagen wie ein Blitz, in der Presse ist jedoch eher Fehlanzeige. Einzelne Wissenschaftsmagazine und Blogs feiern die mögliche Funktion dieses “beinahe” Perpetuum mobile in gebührender Weise, jedoch sollte man sich die Frage stellen warum sonst nichts davon zu lesen oder zu sehen ist. Besonders jetzt nach dem Supergau in Japan, ließe sich diese Welle doch perfekt nutzen. Infokriegernews berichtet.
Alles spricht von einem Wandel in der Energiegewinnung und dem notwendigen Wechsel, weg von der Atomenergie. Nach der Meldung, wonach zwei italienische Wissenschaftler den Durchbruch geschafft haben, sollte doch bei Organisationen wie Greenpeace die erste Seite zieren, oder denken Sie nicht? Fehlanzeige, auch die Suchfunktion bringt kein Ergebnis. Aber natürlich bei den Grünen wird man was finden, werden Sie denken. Auch diese Hoffnung kann ich Ihnen nehmen.
Warum muss man sich jetzt fragen, wäre die kalte Fusion doch der lang ersehnte Heilsbringer. Hier lässt sich nur spekulieren und das überlasse ich anderen, jedoch ist auch Ökostrom ein hervorragendes Geschäft, welches mit Sicherheit honoriert wird.

Die Zutaten für eine solche Anlage sind derart banal, dass es sehr schwierig sein dürfte damit den gewünschten Profit zu erzielen, da jeder diese Frei kaufen kann. Da keine Umweltverschmutzung stattfinden würde, ist auch eine entsprechende Steuer schwer durchsetzbar, Sie sehen also, Probleme über Probleme.
Die Unabhängigkeit von den Konglomeraten wäre nicht nur für die Energiekonzerene der Todesstoß, auch Regierungen würden nicht zwingend in Freudentaumel ausbrechen.
Doch nun zurück zu der eigentlichen Meldung. Die beiden Forscher Andrea Rossi und Sergio Focardi erklärten, dass Sie einen Reaktor entwickelt haben, in welchem bei Raumtemperatur eine kontrollierte Kernfusion abläuft. Diese Meldung an sich ist schon eine Titelseite wert, jedoch legen die beiden mit der Aussage Ihr Gerät sei Serienreif noch eine Schippe oben auf. Mit einer Eingangsleistung von nur 400 Watt ließe sich nach ihren Aussagen eine Wärmeleistung von sagenhaften 12400 Watt generieren.
Noch kann das Gerät leider nicht in Serie gehen, da eine Patentierung abgelehnt wird. Die Argumente hierbei sind so billig wie unglaublich. “Die Behauptungen widersprächen den Gesetzten Physik und die Erfinder könnten nicht genügend theoretische Grundlagen liefern, diese zu untermauern.” Wer sich die mühe macht mal Patente zu wälzen, wird feststellen welch abstrakte Dinge bereits patentiert wurden. Hier zählt wieder der Ausspruch :” Wissenschaft ist der letzte Stand des Irrtums”. Bevor seitens der Wissenschaft ein Irrtum zugegeben wird, diskreditiert man lieber einen Wissenschaftler, der die “bewährten” Theorien in Frage stellt, business as usual halt.
Hier einige Worte aus Telepolis (Heiseverlag) zum Thema:
Die Festkörperkernforschung überprüft einen möglicherweise revolutionären Durchbruch bei der Energieerzeugung

Vor zwei Jahren hatten wir hier prognostiziert, dass 2020 mit ersten Anwendungen für Heizzwecke zu rechnen sei ([local] Kalte Fusion und die Zukunft). Wenn allerdings stimmt, was der Ingenieur Andrea Rossi angekündigt und in Italien demonstriert hat, dann kommen Aggregate zur Wärme- und Stromerzeugung aus Kalter Fusion bereits bis 2012 auf den Markt. Diese Ankündigung hat sogar die Experten des Fachgebiets überrascht.
[...]
Um auszuschließen, dass in der Black Box schlicht und ergreifend Wasserstoff verbrannt wird – eine der einfachsten chemischen Reaktionen –, hat Levi den Wasserstoffverbrauch überprüft. 218 Gramm Wasserstoff hätten verbrannt werden müssen, um die gemessene Energiemenge zu erzeugen. Maximal ein Gramm ist tatsächlich verbraucht worden. Auch ein Stromkabel, das die Energie an seinen Messgeräten vorbei hätte liefern können, hat Levi nicht gefunden. Focardi und Rossi behaupten in ihrem gemeinsamen [extern] Aufsatz, dass der Reaktor Energie erzeugt, weil Nickel und Wasserstoff zu Kupfer verschmelzen. In Einzelfällen soll bis zu 415 Mal mehr Energie erzeugt als verbraucht worden sein.
[...]
Firma kündigt Strom für 1 Cent pro Kilowattstunde an

Bis 2012 würden die ersten Geräte mit Wartungszyklen von einem halben Jahr auf den Markt kommen. Eine Kilowattstunde Strom würde voraussichtlich 1 Cent kosten und wäre damit mindestens zehnmal günstiger als derzeit käuflicher Kohlestrom und 25 mal als “grüner” Strom. In zwei bis drei Jahren soll die Massenproduktion auf Hochtouren laufen. Nur zu einer Sache äußert sich Rossi immer noch nicht: welche Katalysatoren die Reaktion ermöglichen. Bevor das Betriebsgeheimnis nicht patentiert sei, könne er auch nicht darüber sprechen. Nach vier Stunden [extern] beendet er die Fragerunde. In der Folge wird die Seite so viel besucht, dass der Server den Dienst verweigert. [1]
Revolutionär und unglaublich sind diese Zeilen. Wo sind die Politiker, Greenpeace, die Grünen oder die Medien bei diesem Thema? Warum legt man solchen Menschen Steine in den Weg, wo Sie die Energieprobleme der Menschen vielleicht lösen könnten? Patente auf Gene, welche nicht Menschgemacht wurden, werden erteilt. Patente auf Technologien um Menschen präzise zu töten werden erteilt, Patente auf alles Mögliche werden erteilt, warum also nicht hier? Wenn es nicht funktioniert, was stört es das Patentamt? Sollte nicht jede Möglichkeit nun endlich von der Atomenergie weg zu kommen gefördert werden? Fragen über Fragen…..
Carpe diem und danke an Sven für den Link zum Artikel.
[1] http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34400/1.html
Prüfe, was du hörst oder liest, mit Herz und Verstand -
und behalte das Gute !

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