Islam + Polygamie = spirituell?

Der eine sucht einen Geburtshelfer für seine Gedanken, der andre einen, dem er helfen kann: so entsteht ein gutes Gespräch. (Friedrich Nietzsche)
Glashaus
Co-Moderator

Re: Islam + Polygamie = spirituell?

Beitrag von Glashaus » Fr 18. Mär 2011, 23:38

hihi, und wenn alle hetero wären, häten wir einen überschuss an menschen ...

und vor allen dingen, die würde des menschen ist unantastbar, heisst es doch so schön ....

8O :denke: :cry: :gott:

Regina
Co-Moderator

Re: Islam + Polygamie = spirituell?

Beitrag von Regina » Sa 2. Apr 2011, 18:16

Ich war mal auf ein Gay-Forum.
Wirklich abscheulich deren Sexpraktiken.
Ich hätte nichts dagegen wenn gleichgeschlechtliche zusammen sind.
Aber dann ohne Sex!
Und auch diese Weiber mit ihren didos ekeln mich restlos an.
Als ich das gesehen habe dachte ich wirklich ich bin im Irrenhaus!
Regina

Anja
Co-Moderator

Re: Islam + Polygamie = spirituell?

Beitrag von Anja » So 18. Dez 2011, 14:26

_Gott sei Dank gehören solche Ansichten nur noch eine Minderheit an! Ih könnt echt wütend werden, wenn ich solch einen Schwachsinn höre! Liebe ist Liebe - und die fragt nicht nach dem Geschlecht!

Und auch unter sogenannten "Heteros" gibt es gewisse "Praktiken", die sicher nicht jedem gefallen! Meine Güte - vorsintflutliche Ansichten ....

Anja
Co-Moderator

Re: Islam + Polygamie = spirituell?

Beitrag von Anja » So 18. Dez 2011, 14:32

Ich bin ein Mann, der niemals die Schule beendet hat, weil ich jeden Tag Schwuchtel genannt wurde.
Ich bin ein Mädchen, das von zu Hause hinausgeworfen wurde, da ich meiner Mutter anvertraut habe, dass ich eine Lesbe bin.
Ich bin eine Prostituierte, die auf der Straße arbeitet, weil niemand eine Transexuelle einstellen möchte.
Ich bin die Schwester, die ihren schwulen Bruder während der schmerzhaften, tränenreichen Nächte in den Armen hält.
Wir sind die Eltern, die ihre Tochter lange vor ihrer eigentlichen Zeit begraben haben.
Ich bin der Mann, der allein im Krankenhaus stirbt, weil sie meinen Partner, der seit siebenundzwanzig Jahren mit mir zusammen ist, nicht zu mir lassen.
Wir sind das Pärchen, bei dem der Makler einfach aufgelegt hat, als wir sagten, dass wir eine Wohnung mit nur einem Schlafzimmer für zwei Männer mieten wollten.
Ich bin die Person, die niemals weiß, welches Badezimmer sie nun nehmen soll, wenn ich verhindern möchte, dass die Geschäftsleitung mich ermahnt.
Ich bin die Mutter, der nicht einmal erlaubt wird, die Kinder, die sie geboren, gestillt und aufgezogen hat zu besuchen.
Das Gericht sagte, ich wäre keine gute Mutter, da ich jetzt mit einer anderen Frau zusammenlebe.
Ich bin die Frau, die starb, als das Rettungsteam aufhörte mich zu behandeln, da sie bemerkten, dass ich transsexuell war.
Ich bin die Person, die sich schuldig fühlt, da ich glaube ich könnte so viel besser sein,
wenn ich nicht jeden Tag damit konfrontiert werden würde, dass die Gesellschaft mich hasst.
Ich bin der Junge, der an einen Zaun gefesselt, zu einem blutigen Klumpen geschlagen und zum Sterben zurückgelassen wurde,
weil zwei heterosexuelle Männer mir eine Lehre erteilen wollten


Homophopie passt nicht in unsere WElt! Genausowenig wie Ansichten, dass Homsexualität eine Krankheit ist! Krank sind die, die dafür kein Verständnis entwickeln können!

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Re: Islam + Polygamie = spirituell?

Beitrag von Merkur » Do 22. Dez 2011, 20:56

Puh. Die Beiträge schrecken mich wirklich ein wenig ab!!!
Das sage und schreibe ich, als ein Mensch, der seit vielen vielen Jahren in einer schwulen Beziehung lebt.
Es lässt mich frieren und es wird sehr kalt in mir, wenn ich wenn ich dieses Thema und die darauf folgenden Beiträge dazu lese.
Vielleicht sollten wir erst einmal fragen, was wir unter Spiritualität verstehen???
Egal welche Art von Beziehungen unter Menschen kulturell ihre Zusammenhänge haben, begegne ich sehr individuellen Moralvorstellungen, die ich jedem durchaus zugestehe und akzeptieren kann. Als Grundlage einer Diskussion halte ich es aber für äusserst schwierig . . .
Solange wir unsere moralischen Glaubensmuster als Mittelpunkt unserer Beurteilungen sehen, sind wir von der Spiritualität noch weit entfernt. So jedenfalls meine Sicht des bisherigen Geschehens - bis auf Ausnahmen, die ich mit Erleichterung gelesen habe.

einen lg Merkur

Anja
Co-Moderator

Re: Islam + Polygamie = spirituell?

Beitrag von Anja » Do 22. Dez 2011, 21:27

Lieber Merkur

ich bin froh und dankbar, dass sich hier noch jemand zu diesem Thema äußert! Ich war sogar am überlegen, ob ich diese Beiträge löschen soll, weil sie meiner Ansicht nach den Regeln dieses Forums widersprechen - denn hier liegt meiner ansicht nach eindeutig diskriminirende Äußerungen vor, die eigentlich in keinem Forum stehen sollten! Schreiber dieser Worte sollten auch eigentlich mit einer Verwarnung bestraft werden - ich werde das nochmal mit dem Team diskutieren. Andererseits denke ich aber auch, dass Meinungsäußerungen durchaus stehen dürfen - und jeder sich seine eigene Meinung bilden sollte.

WErd darüber nachdenken.

Herzlich
Anja

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Re: Islam + Polygamie = spirituell?

Beitrag von DocNobbi » Do 22. Dez 2011, 22:04

Mir ist es natürlich auch bekannt, dass es Spannungen zwischen den Ausrichtungen der Sexualität gibt. Nicht jeder Mensch ist hier tolerant. Bedenken wir nur , dass vor 40 ? Jahren Homosexualität gar unter Strafe stand und mit Gefängnis bestraft wurde. Kirchen verurteilen zum Teil immer noch Homosexualität.

In allen abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam und Baha'i) war bis ins zwanzigste Jahrhundert die einzige anerkannte Sichtweise zur Homosexualität die Verurteilung als Sünde bzw. Abscheulichkeit. Neben Geboten in allen heiligen Schriften, die in der Ethik bis dahin so ausgelegt wurden und z.T. noch werden, spielt dabei auch die traditionelle Auslegung des Untergangs von Sodom und Gomorrha eine Rolle, einer Geschichte die in den Schriften aller drei großen monotheistischen Religionen erwähnt wird. In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts sind in einigen christlichen und jüdischen Traditionen mit der Entwicklung der Sexualwissenschaften und der Lesben- und Schwulenbewegung Neubewertungen dieser Einschätzungen aufgekommen, die innerhalb der jeweiligen Religion kontrovers sind.

Wir müssen also schon verstehen, dass wir in den letzten Jahrzehnten einen großen Schritt voran getan haben, diese Formen der Geschlechtlichkeit zu akzeptieren.
Viele Länder dieser Welt haben heute noch Gesetze gegen gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen. In manchen Ländern wird es sogar gerichtlich als eine Beleidigung der Ehre einer Person angesehen, jemanden öffentlich als homosexuell zu bezeichnen. Zum Beispiel verklagten Jason Donovan und Liberace eine Zeitung, die ihnen unterstellte schwul zu sein, mit gerichtlichem Erfolg. 2003 wurde Tony Halme, Mitglied des finnischen Parlamentes, mit rechtlichen Schritten gedroht, da er die Präsidentin Tarja Halonen als Lesbe bezeichnet haben soll - obwohl in beiden Ländern Homosexualität gesetzlich erlaubt ist.
Heute sind homosexuelle Handlungen in allen westlichen Industrieländern straffrei. Strafgesetze existieren weiterhin in der so genannten Dritten Welt. Oft handelt es sich dabei um ein Erbe der europäischen Kolonialgeschichte, manchmal auch, wie in verschiedenen islamischen Staaten, um die Wiederbelebung religiöser Gesetze, die in früheren Zeiten nur selten angewandt worden waren. Auf der Ebene der UNO wurde 2008 eine UNO-Deklaration gegen die Diskriminierung von Homosexuellen und gegen die Strafbarkeit von Homosexualität in der Dritten Welt gestartet. Zu den Unterzeichnern gehören alle 27 EU-Staaten, alle südamerikanischen Staaten der Mercosur sowie unter anderem Kanada, Israel, Australien, Neuseeland und Japan. Im März 2009 erklärten die Vereinigten Staaten diese UNO-Deklaration zu unterzeichnen.
Prüfe, was du hörst oder liest, mit Herz und Verstand -
und behalte das Gute !

Bargusin
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Re: Islam + Polygamie = spirituell?

Beitrag von Bargusin » Fr 23. Dez 2011, 08:17

Es gibt für mich eine recht einfache Sicht auf das Thema "Homosexualität": sie ist erstens eine Realität unter Menschen und zweitens gehört sie zu einem Bereich jeder Individualität, der mich nichts angeht - man nennt es 'Privatbereich'. Mich interessiert der MENSCH, wie er mir in seiner Gesamtheit gegenübertritt. Mir sind in meinem Leben Homosexuelle - einzeln oder als Paare - begegnet, die ich als Menschen wertschätzen lernte - andere, gottseidank nur wenige, die ihre geschlechtliche (nicht nur homosexuelle) Orientierung äußerst unangenehm, andere in gesellschaftlich unzulässiger Weise belästigend, in den Vordergrund stellten. Selbst wenn ich ihnen wenigstens teilweise unterstelle, daß letzteres Verhalten eine Art Gegenreaktion gegen die Ablehnung, die ihnen in unserer Gesellschaft nur allzuoft widerfärt, darstellen kann, dürfen sie sich nicht wundern, wenn man sich von ihnen distanziert (was keine Ablehnung bedeutet).

Das gilt übrigens auch - und da wird die Sicht auf die Homosexualität als etwas "Besonderes" (da ist es dann ja nicht mehr weit zur Ausgrenzung) wieder aufgehoben - für alle Menschen, die ihre Individualität in einer Art und Weise ausleben, die von den "herrschenden Normen" abweicht - aber was, bitteschön, ist, mit Blick auf das Individuelle = Einzigartige (jeder Mensch ist in diesem Sinn individuell) schon "normal"???

Halten wir uns doch besser an das, was Khalil Gibran zur Liebe sagt. Will ich das konzentriert in meinem Leben mit meinen Mitmenschen vervollkommnen, dann kann ich doch gar nicht mehr auf die Idee kommen, mich in das Privatleben meiner Mitmenschen einzumischen ...

Wenn die Liebe euch ruft, folgt ihr,
auch wenn ihre Pfade beschwerlich und steil sind.
Und wenn ihre Schwingen euch umfangen, gebt euch ihr hin, auch wenn das Schwert zwischen ihren Fittichen euch verwunden mag.
Und spricht sie zu euch, schenkt ihr Glauben, auch wenn ihre Stimme eure Träume zerschlagen mag, so wie der Nordwind den Garten verwüstet.

Denn so wie die Liebe euch krönt, wird sie euch kreuzigen. so sie euer Wachstum befördert, stutzt sie euren Wildwuchs.
Ebenso wie sie zu euren Gipfeln emporsteigt und eure zartesten Zweige liebkost, die im Sonnenlicht zittern, wird sie zu euren Wurzeln hinabsteigen und sie erschüttern in ihrem Erdverhaftetsein.

Wie Garben sammelt sie euch und drückt sich euch an die Brust.
Sie drischt euch, um euch zu entblößen.
Sie siebt euch, um euch von eurer Spreu zu befreien.
Sie malt euch blütenweiß.
Sie knetet euch, bis ihr geschmeidig seid; und dann übergibt sie euch ihrem heiligen Feuer, damit ihr heiliges Brot für Gottes heiliges Festmahl werdet.

All das wird die Liebe euch antun, damit ihr die Geheimnisse eures Herzens erkennt und in diesem Erkennen zu einem Bruchteil vom Herzen des Lebens werdet.

Solltet ihr aber aus Angst nur den Frieden der Liebe und die Freuden der Liebe erstreben, dann ist es besser für euch, wenn ihr eure Blöße bedeckt und die Tenne der Lebe verlasst und hinaustretet in die Welt ohne Jahreszeiten, wo ihr Lachen werdet, aber nicht all euer Lachen, und weinen, aber nicht all eure Tränen.

Die Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.
Die Liebe besitzt nicht, noch will sie Besitz sein.
Denn der Liebe ist die Liebe genug.

Wenn ihr liebt, sollt ihr nicht sagen:"Gott ist in meinem Herzen" sondern: "ich bin im Herzen Gottes."
und meint nicht, ihr könnt den Lauf der Liebe bestimmen, denn befindet sie euch für würdig, bestimmt vielmehr sie euren Lauf.

Die Liebe wünscht nichts, als sich selbst zu erfüllen.
doch wenn ihr liebt und Wünsche haben müsst, dann wünscht euch dies:
zu verschmelzen und gleich einem rauschenden Wasser zu werden, das der Nacht seine Weise singt.
Die Qual zu großer Zärtlichkeit kennen zu lernen.
Verwundet zu werden von eurem eignen Verständnis der Liebe; und bereitwillig und freudig zu bluten.
Im Morgengrau mit einem Lerchen-Herzen aufzuwachen und für einen neuen Tag des Liebens Dank zu sagen; in der Mittagszeit zu rasten und dem entzücken der Liebe nachzusinnen; am Abend dankbar heimzukehren; und dann einzuschlafen mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen und einem Lobgesang auf den Lippen .

Zusammen wurdet ihr geboren, und zusammen werdet ihr für immer bleiben.
Ihr werdet zusammen sein, wenn die weißen Schwingen des Todes eure Tage zerstreuen.
Ja, selbst im schweigenden Gedächtnis Gottes werdet ihr beisammen sein.
Aber gestattet einander Freiräume in eurem Beisammensein.
Und lasst die Winde des Himmels zwischen euch tanzen.

Liebt einander, aber macht aus der Liebe keine Fessel:
sie sei eher eine wogende See zwischen den Küsten eurer Seelen.
Füllt jeder des anderen Becher, aber trinkt nicht aus einem einzigen Becher.
Gebt einander von eurem Brot, aber esst nicht von demselben Laib.
Singt und tanzt und freut euch zusammen, aber gestattet einander, je für sich allein zu sein, gerade so, wie die Saiten einer Laute allein sind, auch wenn sie von derselben Musik erzittern.
Gebt eure Herzen, aber nicht in des anderen Gewahrsam.
Denn einzig die Hand des Lebens kann eure Herzen fassen.
Und steht zueinander, doch nicht zu dicht beieinander:
denn die Säulen des Tempels stehen jede für sich, und Eichenbaum und Zypresse wachsen nicht jedes in des anderen Schatten.
Herzliche Grüße
Ralf (Bargusin)


"Halt dich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt." (Khalil Gibran)

Anja
Co-Moderator

Re: Islam + Polygamie = spirituell?

Beitrag von Anja » Fr 23. Dez 2011, 12:02

Lieber Ralf
da kann ich dir nur absolut zustimmen! Im Gegensatz dazu ist es mir nicht bekannt, dass jemand von einem Heterosexuellen ein "Outing" verlangt oder nach irgendwelchen Sexualpraktiken fragt. Trotzdem möchte ich noch einmal klarstellen, dass Homosexualität keine Krankheit ist - und dass mir die Menschen leid tun, die dies heutzutage immer noch glauben.


In diesem Sinne noch ein Hinweis:

Am Mittwoch nach Weihnachten läuft auf Kabel 1 einer der besten Filme, die ich bisher über dieses Thema gesehen habe:

Tom Hanks in "Philadelphia"
http://de.wikipedia.org/wiki/Philadelphia_%28Film%29

Merkur
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Re: Islam + Polygamie = spirituell?

Beitrag von Merkur » Fr 23. Dez 2011, 19:52

Solltet ihr aber aus Angst nur den Frieden der Liebe und die Freuden der Liebe erstreben, dann ist es besser für euch, wenn ihr eure Blöße bedeckt und die Tenne der Liebe verlasst und hinaustretet in die Welt ohne Jahreszeiten, wo ihr Lachen werdet, aber nicht all euer Lachen, und weinen, aber nicht all eure Tränen.

Ich freue mich über eure Reaktionen. Danke an Anja, Nobert und Ralf.
Dies ist eine Ebene der Diskussion die kreativ anregend ist.

einen lieben Gruss
Merkur

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