Die Mennoniten

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Hathor
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Die Mennoniten

Beitrag von Hathor » Mi 23. Mär 2011, 19:40

Hallo Freunde!

Gleichzeitig mit der Reformationsbewegung von Martin Luther entstanden unter der neuen Glaubensfreiheit eine Vielzahl von Religionsgemeinschaften. Am bekanntesten von allen waren die Täufer von Menno Simons, genannt die Mennoniten. Sie entstanden ab 1536 in Zürich und verlangten die Gläubigentaufe, lehnten die Kindertaufe ab. Getauft wurden nur erwachsene Gläubige wenn sie eine Taufe wünschten.

Luther zählte die Täuferbewegung der Reformation zu den Anhängern von Zwingli und Calvin und nannte sie Ketzer. Die Täufer betrachteten Taufe und Abendmahl als Zeichen des neuen Bundes. Bei den Mennoniten gab es mehrere Richtungen. Es gab die Hutterer, die Tunker, und die Dompelaars, die bei der Taufe auf dreimaligem Untertauchen bestanden.

Später kamen hauptsächlich im Elsaß und in der Schweiz noch die Amish, benannt nach einem Jakob Ammann, hinzu. Die Amish weigerten sich Eide und Militärdienst zu leisten, sie waren für Frieden und Gewaltfreiheit, auch lehnten sie jegliche moderne Technik ab. Es gab sie hauptsächlich in der Schweiz und im Elsaß.

1690 begannen die Täufer nach Amerika auszuwandern, um in ihrer Heimat der Verfolgung zu entkommen. Sie siedelten hauptsächlich in die USA über, auch nach Paraguay. Noch heute findet man viele Pfälzer Mennoniten in Pennsylvania, wohin sie damals auswanderten.

1,6 Millionen Mennoniten gibt es heute weltweit in 60 Ländern, in Deutschland noch 40 000.

VG Hathor

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