Der Satanismus

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Hathor
Silber Engel
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Der Satanismus

Beitrag von Hathor » Mo 28. Mär 2011, 18:43

Hallo liebe Forums-Mitglieder,

Viele unserer Zeitgenossen sehen in Aleister Crowley nur einen begnadigten Magier und bewundern ihn. Sie wollen nicht wahrhaben, daß dieser Exzentriker in seinem krakhaften Sexualtrieb Genuß predigte statt Askese und so die als Okkultismus kaschierte Sexualmagie ins Leben rief. Er erfand den Wahlspruch "Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen!"

Heute gibt es viele satanistische Vereinigungen, die sich alle auf ihn berufen. Und der Satanismus war schon längst in die crowleyschen Fußstapfen der Sexualmagie hineingestiegen. Die ersten satanistischen Schriften erschienen wohl schon im 19. Jahrhundert, aber unter Crowley erlebten sie ihre Blütenzeit. Zuerst einmal versuchte sich der spätere Sektengründer Ron Hubbard im Satanismus, aber mit Scientology hatte er dann mehr Erfolg. 1966 gründete der Amerikaner Anton Szandor La Vey (geb 1930) ganz offiziell die Church of Satan.

Crowley und seine Lehren waren in. 1949 brüstete sich der Berliner Michael Ditmar Eschner eine Reinkarnation von A Crowley zu sein. 1969 wurde die bekannte Filmschaspielerin Sharon Tate in einem schwarzmagischen Sexualakt von Crowley-Anhängern zerstückelt, 1976 starb die Deutsche Anneliese Michels nach einem Exorzismus-Ritual und 1993 wurde der 15-jährige Student Sandro Beyer in einer Schwarzen Messe erdrosselt.

Damals existierten bereits neben der Church of Satan in Amerika ebenfalls der Temple of Seth, in Großbritannien der Order auf Nine Angles und in der Schweiz ein neues Thelema als Zentrale des OTO (Ordo Templis Orientalis), daneben noch der Orden Fraternitas Saturni. Der führende Satanist in Europa wurde der Österreicher J. Dvorak.

Viele der Jugendlichen heute zieht es zum Satanismus hin. Hauptbeweggrund von ihnen ist die Abgrenzung gegenüber Älteren, der etablierten Bevölkerungsschicht. Sie kleiden sich in Schwarz, die Mädchen schminken sich ziemlich auffällig und nennen dies dann Gothik-Kultur. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht die Älteren zu schocken.

Heavy Metal-Mitglieder und ihre Unterabteilungen Heavy-Black, Heavy-Death und Trash-Metal haben als Markenzeichen Pentagramme. Ihre Bands nennen sich Black Sabath, Voodoo Church, Witchfynde, Demon Eyes und Exhumer.

Die Mitgliedschaft in einer dieser satanistischen Gruppierung geht immer nach demselben Ritual vor sich. Erstes Gebot ist der absolute Gehorsam gegenüber einem Führer, dann wird Selbstbeherrschung geübt, ein Satanist darf sich durch nichts erschrecken lassen, deshalb sind auch diese nächtlichen Rituale auf Friedhöfen sehr beliebt. Dann muss das neue Mitglied eine Straftat begehen, die auch gut dukumentiert wird und später als Druckmittel bei Ausstiegswilligen verwandt wird.

Gern gesehen bei diesen Straftaten sind Grabschändungen bei denen mit der Spraydose die Zahl 666 oder ein Pentagramm auf Grabsteine gesprüht wird. So geschah es noch am 20. 7. 01 im Schweizer Luzern auf 86 Grabsteinen.

Kann man all diese Handlungen noch jugendlichem Übermut zuschreiben, so sind echte Satanisten anders. Sie leben gern unerkannt und unauffällig und praktizieren ihre Neigungen im engeren Kreis bei Schwarzen Messen. Aber darüber später mehr.

Mit freundlichen Grüßen

Hathor

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