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DocNobbi
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Verzeihen

Beitrag von DocNobbi » Mo 12. Dez 2011, 15:44

Verzeihen

Ist's möglich, so habt mit allen Menschen Frieden.
(aus dem Römerbrief, Kapitel 12, Vers 18)

„Der ist für mich gestorben!“ Damit schloss einer
den anderen vom eigenen Leben aus.
Ihm werde nichts fehlen,
wenn er dieser Person nie wieder begegne,
versicherte er ausdrücklich. Ein Schlussstrich.

Bis zur Unkenntlichkeit fremd geworden,
so treten Menschen sich nicht selten gegenüber.
Unverkennbar, Versöhnung ist oft ein hartes Brot.
Versöhnung bedeutet, einander trotzdem in die Augen zu sehen,
dem anderen die Hand zu reichen,
im anderen mehr zu sehen,
als die letzten Erfahrungen es nahe legen.

Gott hat jene Entfernung schon überwunden,
in die wir voneinander geraten können,
wenn wir füreinander „gestorben“ sind.
Verzeihen ist anstrengend. Manchmal brauchen wir Wochen,
vielleicht Jahre dazu, um den Frieden zu finden.



Impulse:
Kennen Sie das, bis zur Unkenntlichkeit fremd werden?
Mussten Sie an einer Versöhnung schon knacken?
Prüfe, was du hörst oder liest, mit Herz und Verstand -
und behalte das Gute !

Bargusin
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Re: Verzeihen

Beitrag von Bargusin » Mo 12. Dez 2011, 17:32

"Der ist für mich gestorben!" ... Kann ich das (in dem hier gemeinten Sinn) überhaupt noch sagen, wenn mir wirklich bewußt geworden ist, was es heißt, daß da EINER (in einem ganz anderen Sinne "für mich, für uns, für die ganze Menschheit) gestorben ist?

Ja, ich kenne das "bis zur Unkenntlichkeit fremd werden" und ich weiß, daß man mitunter einen langen, steilen, steinigen Pfad hin zu einer wirklichen Versöhnung (in dem Wort steckt ja der Begriff "Sohn" ... Gottes!) zu gehen hat ...

Im Vaterunser sprechen wir die Worte: " ... und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern ... "
Herzliche Grüße
Ralf (Bargusin)


"Halt dich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt." (Khalil Gibran)

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