Rätselhaftes Nazca

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Hathor
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Rätselhaftes Nazca

Beitrag von Hathor » So 13. Feb 2011, 15:28

Hallo Freunde!

1920 überflog der amerikanische Archäologe Paul Kosol erstmals in einem kleinen Flugzeug die Pampas von Nazca. Was er dort unter sich sah verschlug ihm fast den Atem. Riesige Zeichnungen von Tieren, Affen, Spinnen, ein Kolibri, Wal, Delphin, etwa 50 - 300 Meter groß, und Linien, die regelrechte Start- und Landebahnen von Flugzeugen darstellten, 70 Meter breit, 3,8 Kilometer lang.

Was die dortigen Eingeborenen dem Amerikaner vorher erzählten stimmte also. Sie sprachen von riesigen Figuren, die in den Pampas angelegt waren, vom Boden kaum sichtbar, und nur zu erahnen, aus großer Höhe und von den benachbarten Bergen aus aber konnte man die Umrisse der mehr als 40 Geoglyphen genau erkennen. Die Hersteller hatten die obere Schicht Erde entfernt und so die Scharrbilder und Linien angefertigt. Und da Wind und Regen in dieser Region fast gänzlich fehlten, es regnet pro Jahr nur kaum 20 Minuten, blieben die Geoglyphen in Nazca jahrhundertelang unverändert bestehen.

Paul Kosok machte damals vom Flugzeug aus eine Menge Fotos, die dann um die Welt gingen. 1932 trat dann die Deutsche Maria Reiche mit 29 Jahren in Peru ihre Stelle als Lehrerin an. Die Scharrbilder von Nazca faszinierten sie so, dass sie ihr weiteres Leben bis zu ihrem Tod 1998 deren Erforschung widmete.

Maria Reiche machte sich die Ansicht des Entdeckers Paul Kosok zu eigen und vermutete in den Nazca-Geoglyphen irgendeine astronomische Beziehung mit einer Entstehung so 200 Jahre v Chr. Der Erfolgsautor Erich von Däniken machte es sich da noch einfacher und sprach schlicht von den Markierungen eines Landeplatzes Außerirdischer.

Aber immer noch stand die Frage im Raum, wie die Eingeborenen vor mehr als 2 000 Jahren die Linien anlegen konnten. Dafür bedurfte es Anleitungen aus großer Höhe. Dies versuchte ein anderer Amerikaner mit der Ballontheorie zu erklären. Als Beweis fertigte er mit primitiven Mitteln einen Ballon, doch dieser stürzte kurz nach dem Start 1976 ab, also wurde nichts daraus.

Unsere Wissenschaftler und Archäologen stehen immer noch vor dem Rätsel, warum wohl die Linien und Figuren angelegt wurden. Diese Sisyphusarbeit kann doch nicht nur aus einer Laune heraus erfolgt sein

Zu allem Überfluss werden immer weitere Linien und Zeichnungen entdeckt, so etwa 400 km südlich von Nazca bei Antofagasta Pfeile und Vierecke, bei Pisco an einem Berghang einen Kandelaber, in der Wüste von Tarapacar und bei den Pintados-Hügeln Pfeile und Rechtecke, und in Chile bei El Enbadrillado (gepflast. Platz) wurde ein ganzer Berg ausgehöhlt und Blöcke, so wie Monolithe mit eingekerbten Skulpturen liegen dort scheinbar wahllos herum mit einem Gewicht bis zu 10 Tonnen.

VG Hathor
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