das Herzensgebet

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DocNobbi
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das Herzensgebet

Beitrag von DocNobbi » Mo 6. Dez 2010, 23:34

kürzlich fand hier im Gebietsraum eine Einführung statt: im Kloster der Franziskanerinnen Schwäbisch Gmünd

Ein Tag im Kloster - Einführung in das Herzensgebet

„Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, oh' Mensch, so wärest du ewiglich verloren.“ Angelus Silesius

Das Herzensgebet oder Jesusgebet oder Namensgebet geht in seinem Ursprung auf die Tradition der ersten meditativen Praxis der Christen zurück, die vor alle konfessionellen Trennungen zurück reicht. Sie übten diese mystische Gebetsform im ganz konkreten Alltag oder in der Einsamkeit. Sie wird bis heute in der byzantinischen Tradition, z.B. auf dem "heiligen Berg Athos", bis heute gepflegt.
Auf diesem spirituellen Weg der Hingabe an das Geheimnis Gottes lasse ich ein Wort aus der Heiligen Schrift auf mich wirken, wiederhole es innerlich, bis mein Herz zur Ruhe (Hesychia) findet. Diese Form der Kontemplation, das Ausgerichtet-Sein im Schweigen auf das Göttliche Geheimnis, wurzelt in der Tradition der christlichen Mystik. Dabei wird das Herz als Wesensmitte des Menschen verstanden, als der "Ort", an dem Christus in uns geboren werden will.
Das Herzensgebet will uns helfen, still zu werden und nach innen zu hören, bis wir als Hörende Gott hören und uns so das Geschenk der Einswerdung zuteil werden kann.
Einen Samstag nahmen sie sich Zeit im Kloster, diese alte christliche Gebetsform kennenzulernen. Dieser Tag für Frauen und Männer war gegliedert in Phasen der Information, der Übung, Kennenlernen der „Großen Leibgebärde“ nach dem Hl. Dominikus, der Stille.
Prüfe, was du hörst oder liest, mit Herz und Verstand -
und behalte das Gute !

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