Maximos der Bekenner 580-662

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Maximos der Bekenner 580-662

Beitrag von DocNobbi » So 19. Dez 2010, 16:23

Maximos der Bekenner 580-662


Dazu hat Gott uns erschaffen, damit wir der göttlichen Natur teilhaftig werden (1 Petrus 1, 4), und an seiner Ewigkeit Anteil erhalten, und ihm gleich werden durch die Vergöttlichung aus Gnade: denn um der Vergöttlichung willen sind alle Dinge und haben sie Bestand und wurden die nicht-seienden Dinge geschaffen und hervorgebracht (PG. 91.609c)

Menschwerdung Gottes macht Gott zum Menschen durch die Vergöttlichung des Menschen (theopoiesis) und den Menschen zu Gott durch Vermenschlichung Gottes (anthropopoiesis) (Ambigua, PG. 3.100a)

Gott hat alles geschaffen auf Christus das Endziel hin, d.h. auf die hypostatische Einheit der menschlichen Natur mit dem Göttlichen. (PG.90.621A)




Erkenne die Ehre, die euch zur Teilnehme an seinem Geheimnisgeführt hat (De Baptismo 3 = PL 57.779)

Gnade allein hat die Kraft, Vergöttlichung zu ermöglichen, wodurch die Dinge ihr wahres Wesen erkennen können. (Ad Thales 22)

Liebe lässt den Menschen zu Gott werden, und Gott als Mensch erscheinen. (Ep.2 = PG. 91,401b)

Gemäß seinem eigenen Gebet an den Vater werden wir dort sein, wo er selbst als Erstlingsfrucht unseres Geschlechtes ist. Wie er um unsretwillen Mensch geworden ist, so werden wir auch in entsprechender Weise um seinetwillen emporsteigen und ihm gemäß (kat’ auton) durch das Geheimnis der Gnade Gott werden, ohne unsere Natur irgendwie zu wandeln. Mit ihm werden wir zu einem Leib. ( PG. 91.1280c-81a)

Was ist denen, die ihrer gewürdigt werden, begehrenswerter als dieVergöttlichung, durch die Gott denen, die Götter geworden sind, weil sie mit ihm vereint sind, aus Güte alles geworden ist (PG.91,1088c)

Es gibt zwei Äonen: Menschwerdung des Logos und Gottwerdung des Menschen. Immerdar und in allen Menschen will der Logos Gottes das Mysterium seiner Leibwerdung neu vollziehen. Langwährende Teilnahme am einstrahlenden göttlichen Licht hat den Betenden ganz lichtförmig gemacht, und indem er seine unteren Seelevermögen ganz an sich selber band, hat er sie gänzlich in brennenden und unersättlichen Gottes-Eros
und in grenzenlose Gottes-Agape umgewandelt.

Willst du dich um Gotteserkenntnis bemühen, dann suche dir nicht einen Begriff von Gott selber zu verschaffen. Ein solcher verdient vor allen Menschen den Titel des Theologen. Das erste, worüber der denkende Geist in bewunderndes Staunen gerät, ist die schlechthinige Grenzenlosigkeit Gottes, dies unabschreitbare und vielersehnte Meer.(aus,Sprüche über die Liebe)
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und behalte das Gute !

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