Der Schmerz in der Bibel

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DocNobbi
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Der Schmerz in der Bibel

Beitrag von DocNobbi » So 8. Dez 2013, 19:47

Ein Gräuel -( 5. Mose 18, 9ff)

Im fünften Buch Mose warnt Gott sein Volk eindringlich davor, die Glaubenspraktiken anderer Völker zu übernehmen. Es solle im Volk Israel niemanden geben, »der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt.« Als Begründung heißt es einfach: »Denn wer das tut, der ist dem Herrn ein Gräuel.« ( 5. Mose 18, 9ff)

Zitat: »Diese Völker, deren Land du einnehmen wirst, hören auf Zeichendeuter und Wahrsager; dir aber hat der Herr, dein Gott, so etwas verwehrt.«



Wehen (1. Mose 3, 16; Jesaja 26, 17)

Als Gott Adam und Eva aus dem Paradies hinauswarf, sagte er zu Eva: »Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären.« Geburtswehen standen aber auch bildlich für andere Leiden und Bedrängnisse, in denen Menschen sich befinden konnten. Der Prophet Jesaja vergleicht die Menschen vor Gottes Angesicht mit einer Gebärenden, die vor Schmerzen schreit.
Zitat:  »Gleich wie eine Schwangere, wenn sie bald gebären soll, sich ängstigt und schreit in ihren Schmerzen, so geht's uns auch, Herr, vor deinem Angesicht.«
Schmerz als Mahnung Gottes 
Hiob 33, 19
Schmerz galt auch als Strafe Gottes, mit der er die Menschen auf den richtigen Weg zurückbringen wollte. Der Ansicht war jedenfalls Hiobs Freund Elihu. Er war überzeugt, Hiob müsse doch etwas Unrechtes getan haben, auf das ihn Gott durch sein großes Leid aufmerksam machen wollte. Besserwisserisch erklärte er das geheimnisvolle Wirken Gottes: »Auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum öffnet er das Ohr der Menschen und schreckt sie auf und warnt sie, damit er den Menschen von seinem Vorhaben abwende und von ihm Hoffart tilge.« Außerdem warne Gott die Menschen auch durch Schmerzen. Auf diese Stelle der Bibel berufen sich all jene ganzheitlichen Mediziner und Heiler, die Krankheitszeichen als Symptome seelischer Probleme deuten.
Zitat:  »Auch warnt er ihn durch Schmerzen auf seinem Bett und durch heftigen Kampf in seinen Gliedern.«
Angst und Schmerz Hiob 9, 27f.
Der mit Krankheit geschlagene Hiob wusste, dass er nichts Unrechtes getan oder geplant hatte. Er konnte nicht verstehen, warum Gott ihn grundlos strafte. Und er fürchtete sich vor den Schmerzen, die ihn immer wieder plagten, obwohl er sich um ein normales Leben bemühte. Auch in schmerzfreien Momenten fürchtete er die nächste Attacke, die sicher kommen würde, weil Gott ihn nicht unschuldig sprechen würde. »Warum mühe ich mich denn so vergeblich?«, fragt er resigniert.
Zitat:  »Wenn ich denke: Ich will meine Klage vergessen und mein Angesicht ändern und heiter bleiben, so fürchte ich doch wieder alle meine Schmerzen.«
Medizin gegen Schmerzen Sirach 38, 1ff.
Doch Gott lässt Menschen nicht nur Schmerzen erfahren, er stellt auch kundige Ärzte und Mittel gegen Schmerzen bereit, betont Jesus Sirach. »Ehre den Arzt mit gebührender Verehrung, damit du ihn hast, wenn du ihn brauchst«, rät er. »Denn der Herr hat ihn geschaffen« und »der Herr lässt die Arznei aus der Erde wachsen, und ein Vernünftiger verachtet sie nicht … Und er hat solche Kunst den Menschen gegeben, um sich herrlich zu erweisen durch seine wunderbaren Mittel. Damit heilt er und vertreibt die Schmerzen, und der Apotheker macht Arznei daraus.«
Zitat:  »Damit heilt er und vertreibt die Schmerzen.«
Der Lobgesang der Männer im Feuerofen Stücke zu Daniel 3
Einst hatten sich im fernen Babel drei fromme jüdische Männer geweigert, Götzen anzubeten und damit ihren Glauben zu verraten. Aus Grimm warf der babylonische König die drei in einen Feuerofen; Diener schürten das Feuer mit Harz, Pech und vielen Zweigen. Fast 25 Meter hoch loderten die Flammen. Dass den drei Männern im Feuerofen nichts geschah, haben sie einem Engel zu verdanken: Der lenkte die Flamme nach außen, so dass im Ofen ein kühler Windhauch zu spüren war. Inmitten der besonders heißen Flammen spürten die drei keinen Schmerz. Aus Dank stimmten die Erretteten ein überschwängliches Danklied an.
Zitat:  »So rührte das Feuer sie überhaupt nicht an und fügte ihnen weder Schmerz noch Schaden zu.«
Gewissensbisse Psalm 38, 1-3, 18; 69, 30
Sind es Gewissensbisse, die den Psalmbeter da quälen, wenn er zu Gott betet: »Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm! Denn deine Pfeile stecken in mir«. Jedenfalls fährt er fort: » Ich bin dem Fallen nahe, und mein Schmerz ist immer vor mir. So bekenne ich denn meine Missetat und sorge mich wegen meiner Sünde.« Und er bittet Gott um Beistand: »Verlass mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir!«
Zitat:  »Ich aber bin elend und voller Schmerzen. Gott, deine Hilfe schütze mich!«
Nie wieder Schmerzen Offenbarung 21, 4
Am Ende der Zeit aber, im himmlischen Jerusalem, werden die Menschen nicht mehr mit Schmerzen zu kämpfen haben, verheißt die Offenbarung. Denn am Ende der Zeiten wird Gott alle Tränen abwischen, Leid und Geschrei werden überwunden - bis in alle Ewigkeit.
Zitat:  »Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.«


Quelle:
»Das Beste aus der Bibel« - Uwe Einstein
Prüfe, was du hörst oder liest, mit Herz und Verstand -
und behalte das Gute !

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