Gottes oder Menschenwort?

Beröer
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Gottes oder Menschenwort?

Beitrag von Beröer » Di 20. Dez 2011, 09:11

INTRO

Eine bemerkenswerte Eigenschaft des Menschen ist seine Fähigkeit Fragen zu stellen, wie:
Gibt es einen Gott?
Warum müssen Menschen leiden?
Gibt es ein Leben nach dem Tod?
Worin besteht der Sinn des Lebens?
Usw. usf.

Der Mensch begnügt sich Interessanterweise ja nicht nur damit seine Umwelt zu hinterfragen:
„Im uns bekannten Universum ist das [menschliche] Gehirn das einzige Organ, das versucht, sich selbst zu verstehen.“
Richard M. Restak (Neurologe)

Wir haben also nicht nur physische Bedürfnisse wie z. B. nach Speise und Trank, sondern auch geistige, ein Bedürfnis nach „geistiger Speise“.
Jesus wies in Matthäus 4:4 darauf hin wie/wo dieses Bedürfnis gestillt werden könnte:
Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jeder Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht.“

Nach Angaben der Bibelschreiber sind diese „Äußerungen“ in der Bibel zu finden:

2. Samuel 23:1-2
Und das sind die letzten Worte Davids: „… 2 Der Geist Jehovas war es, der durch mich redete, Und sein Wort war auf meiner Zunge. .
1. Thessalonicher 2:13
In der Tat, darum danken wir Gott auch unablässig, denn als ihr Gottes Wort, das ihr von uns hörtet, empfingt, habt ihr es nicht als Menschenwort angenommen, sondern als das, was es wahrhaftig ist, als das Wort Gottes, das auch in euch, den Gläubigen, wirksam ist.
2. Timotheus 3:16, 17
16 Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.
2. Petrus 1:20-21
20 Denn dies wißt zuerst, daß keine Prophezeiung der Schrift irgendeiner privaten Auslegung entspringt. 21 Denn Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden.

Im Folgenden nun -verteilt auf einzelne Antworten, so wie ich halt dazu komme - ein paar Fakten zur Bibel und ihrem Inhalt, die mich ganz persönlich davon überzeugen, dass sie göttlichen Ursprungs ist:

1. Verbreitung
2. Wissenschaftliche Genauigkeit
3. Prophezeiungen
4. Harmonie
4. Ehrlichkeit
5. Praktischer Rat

Es gibt sicherlich auch andere Schriften, welche die eine oder andere Besonderheit aufweisen, jedoch bestimmt nicht in dieser aufgeführten Kombination.
Dies verleiht der Bibel m. M. nach unter den „Heiligen Schriften“ sozusagen ein „Alleinstellungsmerkmal“.

Nach Kenntnisnahme dieser Fakten können einige der geschätzten Mitleser/innen vielleicht verstehen warum manche dem Bibelwort so große Bedeutung beimessen

Beröer

Anja
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Re: Gottes oder Menschenwort?

Beitrag von Anja » Di 20. Dez 2011, 10:47

gelöscht
Zuletzt geändert von Anja am Mo 11. Nov 2013, 22:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gottes oder Menschenwort?

Beitrag von Beröer » Mi 21. Dez 2011, 10:49

Liebe Anja

Vergleiche hinken ja immer irgendwie –trotzdem probier ich’s mal, weil mir nichts besseres einfällt:

Wenn Du Dir eine Küchenmaschine kaufen willst und keine Enttäuschung erleben willst, nimmst Du nicht die Erstbeste, sondern Du informierst Dich, vergleichst vor dem Kauf.

Wenn Du vorhast ein Auto zu erwerben und willst keine Enttäuschung erleben (hoher Verbrauch, Reparaturanfällig usw.) wirst Du Dich noch genauer kundig machen.

Wenn Du ein Grundstück für ein Häusl erwerben willst und keine Enttäuschung erleben willst, wirst Du....

Je größer die Enttäuschung, die sich ergeben könnte, umso mehr wirst Du die Versprechungen der Anbieter prüfen und nicht einfach glauben, akzeptieren und respektieren, dass es so IST, wie die das sagen.

Nehmen wir nun z. B. diese Fragen
Anja hat geschrieben: ob es einen Gott gibt ob es ...... ein Weiterleben nach dem Tode, etc. gibt.
Da kann es meiner Meinung nach keine zwei Wahrheiten geben. Entweder stimmt das eine oder das andere.
Keine der beiden Möglichkeiten sehe ich als gegeben an.

Wir haben hier möglicherweise mindestens zwei „Anbieter“ die uns etwas völlig gegensätzliches „verkaufen“ wollen:
Der eine „bietet“ die Garantie auf unzerstörbares Leben, bei selbst wählbarem „Preis“ und unendlicher Ratenzahlung an.
Der andere bietet ewiges Leben zu bestimmten Bedingungen an.

In beiden Fällen wäre die Enttäuschung doch riesengroß, wenn die Erfüllung ausbleiben würde.
Also würde ich die Versprechungen prüfen wollen.

Dass hier aber eine Prüfung nach Beweisen von Dir infrage gestellt wird, kann ich gut verstehen.
Hier spielt einfach der Glaube eine große Rolle. Doch nach meinem Verständnis kann und sollte man auch seinen Glauben hinterfragen und prüfen inwieweit dieser auf „Beweisen“, puren Annahmen, Gefühlen und Wünschen ruht.

Hier kommt dann wieder die Bibel ins Spiel.
Treffen die 5 Punkte, die ich noch aufzeigen möchte auf andere Quellen der Weisheit auch zu, gibt es keinen Grund den biblischen Aussagen mehr Gewicht beizumessen als denen der anderen Bücher.
Wenn sie aber tatsächlich eine Sonderstellung einnimmt, sollte man sie vielleicht ernster nehmen,
oder weiter untersuchen.

LG Beröer

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Re: Gottes oder Menschenwort?

Beitrag von Beröer » Do 22. Dez 2011, 08:47

1. Verbreitung

Von einer göttlichen Botschaft an uns Menschen würde ich verschiedenes erwarten,
z. B. dass sie möglicht jedem Menschen zugänglich ist.
Die Bibel erfüllt diese Erwartung –wie kein anderes Buch.

DocNobbi hat in seinen Beiträgen
„Die Bibel – Das Buch und seine Entstehung“ und
„Bestseller Bibel“
auch schon viel interessantes dazu, sowie zu ihrem Alter geschrieben.
Daher fasse ich hier nur kurz zusammen.

„Die Bibel ist das meistgedruckte, am häufigsten übersetzte und am weitesten verbreitete Buch der Welt. Es existieren Gesamtübersetzungen in 469 Sprachen und Teilübersetzungen in 2527 Sprachen".
Quelle Wikipedia


Schätzungsweise 4,8 Milliarden Exemplare der Bibel (Gesamt- und Teilausgaben)
wurden bis 2009 verbreitet.
Sie steht in Teilen heute mehr als 90% der Weltbevölkerung zur Verfügung.

Allein in 2007 wurden fast 65 Millionen Bibeln hergestellt.
Um sich diese Größenordnung vorstellen zu können:
Der Romanbestseller 2007 in den USA hatte eine Erstauflage von 12 Millionen.
Quelle: Erwachet November 07

Die große Verbreitung der Bibel alleine sagt natürlich wenig aus,
Von „Worte des Vorsitzenden Mao Tse-tung“ gibt es immerhin auch schon
grob eine Milliarde Exemplare.
Sehr beachtenswert ist jedoch der Überlebenskampf
den die Bibel geführt hat, wie die Erwachet Dezemberausgabe 2012 zeigt,
zusammen in Kombination mit den weiteren Merkmalen die sie aufweist:
2. Wissenschaftliche Genauigkeit
3. Prophezeiungen
4. Harmonie
4. Ehrlichkeit

Diese wurden von DocNobbi auch schon kurz skizziert, ich schreibe dann detailliert
was mich persönlich begeistert.

Beröer

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Re: Gottes oder Menschenwort?

Beitrag von Beröer » So 25. Dez 2011, 09:02

2. Wissenschaftliche Genauigkeit Teil 1 von 2

Wenn die Bibel Menschenwort ist, müsste sie den begrenzten Erkenntnisstand der damaligen Schreiber und der jeweiligen Zeit in der sie lebten mehr oder weniger widerspiegeln.
Nach Vollendung der Niederschrift der Bibel sind nun nahezu 2 000 Jahre vergangen und im Licht moderner Wissenschaft ist man gezwungen viele Dinge anders zu sehen als früher.

Natürlich ist sie kein wissenschaftliches Werk, trotzdem können und werden viele ihrer Aussagen im Licht der heutigen Wissenschaft untersucht. Wie hat sich die Bibel hier gehalten? Dabei sollte man beachten:
In der wissenschaftlichen Literatur heute ist das Wissen oft einer erschreckend kurzen Halbwertszeit unterworfen. Artikel die fünf oder Zehn Jahre alt sind, können oft schon nicht mehr als aktuell gelten.

Die Wissenschaft hat seit jeher die Frage beschäftigt, worauf die Erde ruht und was die Planeten in ihrer Bahn hält.

Nach ältester Vorstellung meinte man, die Erde werde von vier Elefanten getragen, die auf einer riesigen Meeresschildkröte stünden.

Aristoteles (4. Jahrhundert v. u. Z) lehrte, die Erde könne nie und nimmer im leeren Raum hängen. Er vertrat die Auffassung, jeder Himmelskörper hänge an der Oberfläche einer von mehreren festen, durchsichtigen Sphären und jede Sphäre liege in der nächstgrößeren eingebettet, wobei die Erde der gemeinsame Mittelpunkt sei. Diese Lehre hielt sich etwa 2000 Jahre lang.

René Descartes (17. Jahrhundert) glaubte, auch der Raum zwischen uns und den Himmelskörpern könne nicht leer sein, er sei mit einer durchsichtigen Flüssigkeit gefüllt in der Himmelskörper herumgewirbelt würden. Die „Wirbeltheorie“, war in einigen Ländern für mehr als ein Jahrhundert die vorherrschende Theorie zur Erklärung des Universums.

1687 veröffentlichte Isaac Newton sein universelles Gravitationsgesetz. Interessanterweise wurde seine Theorie von einem leeren Raum zwischen den Himmelskörpern von vielen seiner Kollegen verspottet. Er selbst gab zu, sich das auch schwer vorstellen zu können.
Schließlich hat sich dann seine Ansicht durchgesetzt - das was jahrtausende zuvor als unvorstellbar galt: der materielose Raum zwischen den Gestirnen.

Wie stellte sich ein Bibelschreiber die „Festmachung“ der Himmelskörper vor?
Im Bibelbuch Hiob (zitiert wurde das Buch im NT bereits 1600 Jahre !! vor Newton, geschrieben wurde es vor noch längerer Zeit) schrieb Mose in Hiob 26:7: „ er (Gott) hängt die Erde auf an nichts.“ Das gebrauchte hebräische Wort für „nichts“ (belimáh) bedeutet wörtlich „nicht etwas“.
In dem Werk Theological Wordbook of the Old Testament heißt es: „Hiob 26:7 beschreibt die damals bekannte Welt verblüffenderweise als eine Welt, die im Raum hängt, und nimmt damit zukünftige wissenschaftliche Entdeckungen vorweg.“

Beachtenswert sind in diesem Zusammenhang auch Jesajas Worte:
Da ist EINER, der über dem Kreis der Erde wohnt, deren Bewohner wie Grashüpfer sind“ (Jesaja 40:22).
Das Nachschlagewerk Analytical Hebrew and Chaldee Lexicon von Davidson zeigt, dass Das hebräische Wort chugh, hier mit „Kreis“ übersetzt , auch „Kugel“ bedeuten kann.
Die Douay Version übersetzt demzufolge hier „Erdkugel“.

Woher hatte der Bibelschreiber diese Erkenntnis? Ein "Zufallstreffer" oder Gotteswort?

Bevor ich zu 2. Wissenschaftliche Genauigkeit Teil 2 von 2 komme, möchte ich daran erinner, beim Lesen bitte immer dies zu beachten:
Es gibt sicherlich auch andere Schriften, welche die eine oder andere Besonderheit aufweisen
(so bezweifelte z. B. der Philosoph Giordano Bruno (16. Jh.) eine „Befestigung“ der Himmelskörper und wurde dafür bei lebendigem Leib von der Kirche verbrannt.) was jedoch der Bibel m. M. nach dieses „Alleinstellungsmerkmal“ verleiht ist die besondere Kombination
1. Verbreitung
2. Wissenschaftliche Genauigkeit
3. Prophezeiungen
4. Harmonie
4. Ehrlichkeit
5. Praktischer Rat

Beröer

Die Gedanken sind übrigens aus unserer Literatur (in meinen Worten) zusammen mit meinen persönlichen Überzeugungen.

Lulu
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Re: Gottes oder Menschenwort?

Beitrag von Lulu » Mi 28. Dez 2011, 16:38

Hallo Berör,

nah, da bin ich ja froh, daß ich mir zur Zeit kein Auto kaufen muß. :lol:
Bibel ist Dein Ding, meins nicht ganz so. 8)

Aber mal schauen, ob ich ein wenig mithalten kann. :?

Ich hätte da mal eine Vorabfrage an Dich. Wie stehst Du zu folgendem Sachverhalt.

Mal angenommen Du sagst, der Stein ist nur ein Stein und ich würde Dir erzählen, daß der Stein lebt, eine Seele hat und mit mir spricht. Nehmen wir an, ich kann es nicht beweisen aber fühlen, spüren und hören.
Glaubst Du mir oder würdest mir zumindest die Wahrscheinlichkeit einräumen, daß meine Version richtig sein könnte. :roll:

Gruss
Ronda

Beröer
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Re: Gottes oder Menschenwort?

Beitrag von Beröer » Fr 30. Dez 2011, 09:07

Lulu hat geschrieben:nah, da bin ich ja froh, daß ich mir zur Zeit kein Auto kaufen muß. :lol:
Dito. Es gibt ja selten Dinge die ich hasse, aber diese Suche gehört definitiv dazu.
Lulu hat geschrieben: Aber mal schauen, ob ich ein wenig mithalten kann. :?
Du bist gut, ich hechle ja schon D I R hinterher. Und wenn wir uns jetzt zu mehreren Themen austauschen...da wird es mich erst recht schleudern.
Lulu hat geschrieben:Mal angenommen Du sagst, der Stein ist nur ein Stein und ich würde Dir erzählen, daß der Stein lebt, eine Seele hat und mit mir spricht. Nehmen wir an, ich kann es nicht beweisen aber fühlen, spüren und hören.
Glaubst Du mir oder würdest mir zumindest die Wahrscheinlichkeit einräumen, daß meine Version richtig sein könnte. :roll:
Hmm...die Frage ist gut. Ich gebe schon zu, dass ich Probleme mit Deiner Version habe.

Aber, ich halte mich da an den niederländischen Philosophen Spinoza:
Ich habe mich eifrig darum bemüht, der Menschen Tun weder zu belachen noch zu beweinen noch zu verabscheuen, sondern es zu begreifen.
Und darum frage ich Dich: Was sagt denn der Stein zu Dir? ;)

LG Beröer

Lulu
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Re: Gottes oder Menschenwort?

Beitrag von Lulu » Mo 2. Jan 2012, 10:13

Hallo lieber Beröer,

gute Antwort. hihihi
Und dann untermalst Du sie noch mit Spinoza.
Ist es nicht erstaunlich, was auch zu Spinozas Zeiten schon für Gedankengänge um die Bibel kusierten.
Gut, die Hauptaufgabe von Rabbinern bestand ja nun darin ihre Religion zu vervollkommnen.

Da komme ich doch gleich mal auf die Aussage weiter oben zurück.
Du meinst, der Überlebenskampf der Bibel sei beachtenswert.
Gab es denn überhaupt einen Überlebenskampf ?
Gibt es ihn in heutiger Zeit ?

Ich sehe das ein wenig anders. Für mich stellt sich die Frage nicht. ;)
Die Bibel ist die Bibel und wird es immer bleiben. Auch in 100 Jahren wird man die Bibel kennen.

Leider haben wir mittlerweile die ca.783 Abschrift des Buches. :buch:
Und wie ich in einem anderen Forum immer wieder erkennen muß, verliere ich die Diskussionsgrundlage, indem ich den ältesten Text des "Vater unsers" bspw. nicht auswendig kenne. -grins-

Wenn man sich aber in die damalige Zeit gedanklich hinein versetzt. Ist das Buch einfach genial geschrieben. Esist ansprechbar und für Jeden verständlich. Zwar nicht an manchen Stellen, dann aber an anderen wieder mehr. -grins-
Ein Bestseller der Antike.
Was man sich damals nicht richtig erklären konnte, wurde mit Gottes Schöpfung erklärt. :klugs**eisser:

Interessant sind Deine Ausführungen zum Zusammenspiel zwischen Erde und Himmel. Dumm ist dabei nur, daß die Seite verliert, die nicht genügende Argumente bzw. Beweise hat.
Aber die Überlegungen sind echt gut. Bodenständig und durch Experimente belegbar. :reagenzglas:

In diesem Zusammenhang verstehe ich allerdings nicht, was es mit dem praktischen Rat auf sich hat ? :?
Wo gibt die Bibel denn einen Rat, wie die Dinge zu sehen sind.

Viele Grüße
Ronda

Beröer
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Re: Gottes oder Menschenwort?

Beitrag von Beröer » Do 5. Jan 2012, 08:16

Hallo liebe Ronda,
ich geh jetzt -aus Mangel an Zeit- auf Deine interessanten Gedanken nur kurz ein.
Lulu hat geschrieben:.
Leider haben wir mittlerweile die ca.783 Abschrift des Buches. :buch:
Und wie ich in einem anderen Forum immer wieder erkennen muß, verliere ich die Diskussionsgrundlage, indem ich den ältesten Text des "Vater unsers" bspw. nicht auswendig kenne. -grins-.
Das wäre dann ein weiteres weites Feld. Worauf habe ich mich hier bloß eingelassen?
Lulu hat geschrieben:.Du meinst, der Überlebenskampf der Bibel sei beachtenswert.
Gab es denn überhaupt einen Überlebenskampf ?
Ja, bestimmt.
Denk nur mal an das lange finstre Mittelalter und die Aktivitäten derjenigen,
die sogar vorgaben/vorgeben sich auf die Bibel zu stützen.
Die Erwachet Ausgabe Dezember 2011 belegt das ausführlich.
Lulu hat geschrieben:.Gibt es ihn in heutiger Zeit ?.
Gewissermaßen schon.
Dieser Kampf ist heute halt andersartig. Heute wird die Bibel in die Ecke der Mythen und Legenden
geschoben, sie sei historisch ungenau usw. Dabei kommt diese Ansicht sehr häufig von Leuten die, wie das jemand mal sagte, so sehr mit widersprüchlichen Theorien über Jesus und die Evangelien beschäftigt seien, dass sie darüber hinaus das Studium der grundlegenden Quelle an sich (die Bibel) völlig vernachlässigt hätten.
Lulu hat geschrieben:.Ich sehe das ein wenig anders. Für mich stellt sich die Frage nicht. ;)
Die Bibel ist die Bibel und wird es immer bleiben. Auch in 100 Jahren wird man die Bibel kennen.

Wenn man sich aber in die damalige Zeit gedanklich hinein versetzt. Ist das Buch einfach genial geschrieben. Esist ansprechbar und für Jeden verständlich. Zwar nicht an manchen Stellen, dann aber an anderen wieder mehr. -grins-
Ein Bestseller der Antike.:
Oder vielleicht sogar mehr. Ich frag Dich dann noch mal, wenn ich das Bibelprojekt hier fertig gestellt habe…..so in zwei drei Jahren :doh:
Lulu hat geschrieben:.Was man sich damals nicht richtig erklären konnte, wurde mit Gottes Schöpfung erklärt. :klugs**eisser:
Zum Beispiel? (Ups, ich kann’s nicht lassen)
Lulu hat geschrieben:.
Interessant sind Deine Ausführungen zum Zusammenspiel zwischen Erde und Himmel. Dumm ist dabei nur, daß die Seite verliert, die nicht genügende Argumente bzw. Beweise hat.
Aber die Überlegungen sind echt gut. Bodenständig und durch Experimente belegbar. :reagenzglas:
Hmm.
An diesen Punkt werden wir hin und wieder kommen, wobei es nicht meine Absicht ist Sieger in einer Diskussion zu werden.
Lulu hat geschrieben:.In diesem Zusammenhang verstehe ich allerdings nicht, was es mit dem praktischen Rat auf sich hat ? :?
Wo gibt die Bibel denn einen Rat, wie die Dinge zu sehen sind.
Der Teil kommt noch. Lass Dich überraschen.


Liebe Grüße
Beröer

maggie
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Re: Gottes oder Menschenwort?

Beitrag von maggie » Do 5. Jan 2012, 23:25

Lulu hat geschrieben:.Du meinst, der Überlebenskampf der Bibel sei beachtenswert.
Gab es denn überhaupt einen Überlebenskampf ?
Ja, bestimmt.
Denk nur mal an das lange finstre Mittelalter und die Aktivitäten derjenigen,
die sogar vorgaben/vorgeben sich auf die Bibel zu stützen.
Die Erwachet Ausgabe Dezember 2011 belegt das ausführlich.
Hier würde ich mich gerne mal ganz sportlich dazwischenwerfen :klo-lesen-frau: :mrgreen: :winken:

Die Erwachet-Ausgabe, die Beröer hier anführt, ist wirklich hochinteressant.
Daraus würde ich gerne mal einige Gedanken zitieren:
Albert Barnes, ein Theologe des 19. Jhdt., schrieb z.B: "Noch nie hatte ein Buch stärkere Gegner als dieses. Aber so mächtig oder redegewandt sie auch waren - es hat alle Angriffe überlebt. Keine Armee hat jemals mehr Schlachten überstanden als die Bibel. Kein noch so altes Bollwerk wurde häufiger belagert oder hat dem Donnergrollen des Krieges und dem Wüten der Zeiten der Zeiten erfolgreicher die Stirn geboten; und kein Fels stand so beständig in der Brandung, ohne auch nur einen Zentimeter nachzugeben:"
Zahllose alte Schriften gingen verloren, wurden zerstört,oder gerieten einfach in Vergessenheit. Die Bibel aber hat alles überlebt. Nicht wenige kämpften darum, sie dem Volk zugänglich zu machen, und setzten dafür sogar ihr Leben aufs Spiel. Für welches Buch , wäre sonst jemand bereit, dies zu tun. Das muss schon ein ganz besonderes Buch sein.

Der Kampf gegen die Bibel hat eine lange Geschichte. Ein Bericht findet sich schon gut 600 Jahre vor der Geburt Jesu. Die Gegner der damaligen Schriften kamen um, der Inhalt der Schriften und der Bericht darüber haben bis heute in der Bibel überlebt.

Um 168 v.Chr. plünderte Antiochos den Tempel und versuchte sämtliche Schriftrollen zu vernichten. Da aber etliche gut versteckt waren oder außer Landes, entgingen sie der Vernichtung.

Der römische Kaiser Diokletian verfolgte um 303 die Christen stark und befahl alle Schriften zu verbrennen.
Sie sollten alle ihre Abschriften der Bibel u.a abgeben und sie wurden verbrannt. Nach Berichten gab es einige Christen, die eher bereit waren, Folter und Tod auf sich zu nehmen, als ihre heiligen Schriften aus der Hand zu geben.

Später gab es ständig Verbote die Bibel in verschiedene Sprachen zu übersetzen, das Volk sollte sie nicht lesen. Nur lateinisch und griechisch und hebräisch war zugelassen. Es stand Folter und Tod drauf. Die katholische Kirche wollte unbedingt das Volk dumm halten. Das ging über Jahrhunderte so.

Auch nach der Reformation, nach Luthers Übersetzung wurde die Bibel weiter verboten.
1559 gab Papst Paul IV. den ersten Index verbotener Bücher heraus. U.a. deutsche, englische, französische, italienische, niederländische und spanische Bibelübersetzungen und sogar einige lateinische Ausgaben. Wer die Bibel lesen wollte, musste sich bei einem Bischof oder Inquisitor zuerst eine schriftliche Erlaubnis holen.
Wer es wagte, die Bibel in seiner regionalen Sprache zu besitzen oder zu verbreiten, bekam den Zorn der katholischen Kirche zu spüren. Viele wurden festgenommen, auf dem Scheiterhaufen verbrannt, am Spieß geröstet, zu lebenslanger Haft verurteilt oder auf die Galeeren geschickt. Bibeln wurden beschlagnahmt und verbrannt. Noch mitten im 20. Jhdt. haben katholische Priester Bibeln konfisziert und verbrannt.

Protestanten u.a begannen zu lehren, dass die Bibel zum großen Teil auf Legenden und Mythen beruhen würde und die Bibel historisch ungenau sei. Also ihre Glaubwürdigkeit wurde und wir untergraben.

Und trotz allem ist die Bibel seit Jahrzehnten der Weltbestseller. Es gibt kein Buch , das so verbreitet ist, weltweit. Es ist immer noch so erhalten, wie es vom Original her ursprünglich war.
Wie kann das sein? Wäre das möglich, wenn es einfach irgendein normales Buch wäre? Warum gaben Menschen ihr Leben für dieses Buch?
Es kann nur eine Antwort geben: Die Bibel ist ein Buch von Gott. Unter seinem Schutz blieb sie erhalten, trotz aller Verfolgung. Wenn Gott es für wichtig hält diese Buch zu erhalten, für uns Menschen, sollte es dann nicht auch für uns wichtig sein uns mit diesem Buch intensiv zu beschäftigen?

Wenn dich diese Zeitschrift interessieren würde, würde ich sie dir gerne per e-mail schicken, denn ich habe nur das Wichtigste rausgenommen. Lass es mich wissen und schick sie dir gerne zu.

Viele liebe Grüße
Maggie :winken:

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