die letzten Tage in der Bibel

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eNTe
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die letzten Tage in der Bibel

Beitrag von eNTe » Di 1. Mär 2011, 13:03

Aus dem Geröllhaufen der Widersprüche neulich mal hier erschienen
(ich weiß nicht mehr wo ich es las....)


Judas 1.18 indem ihr zuerst dieses wisset, daß in den letzten Tagen Spötter mit Spötterei kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln

Ihr werdet doch hoffentlich das nicht ernst im wörtlichen Sinn nehmen!
Diese - ohne Zeitangabe - nichtssagene - Auskunft ist vor 2000 Jahren geschrieben worden. Viele Leute hatten seither ihre letzten Tage gehabt. Wer nie lernte mit dem Text umzugehen, dem kommen solche Ängste wie Weltuntergang.

Doch da muss einer mehr wissen. Was ist die Bibel?
Eine Sammlung von Gräuel wie Völkermord, Kinderopfer, Tieropfer, Sohnopfer, Wundermärchen
Oder das was sie einmal war: Ein Weisheitsbuch mit ganz anderem Inhalt!


Judas
7 Wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die gleicherweise wie diese ausgehuret haben und nach einem andern Fleisch gegangen sind, zum Exempel gesetzt sind und leiden des ewigen Feuers Pein.


Wie will denn ein Mann namens „Juda“ wissen? Er war nicht dabei. Wer den Text des AT genau liest, sieht, dass da keine Sexualverbrechen waren, sondern lacht über die Wortwahl. Wie will Juda wissen was Henoch gesagt hat oder was ein Erzengel mit einem Teufel zankte, oder dergleichen mehr...
und –erst dann die Frage: Was sind „letzte“ Tage?

Juda ist eine Philosophie über das Loben. Sie setzt voraus, dass nicht nur verkündet wird, sondern prüft was danach ist – die letzte Tage – die Tage danach. Juda wusste nichts über Sodom und Gomorrah, aber es reimt sich zu Geheimnis (sodom) und auch übel oder ist alles aufgedeckt und Freundschaft. (gamrah) Henoch heißt übrigens Ausbildung.

Wenn Leute sich nicht mit der Schriftauslegung auskennt, explodieren die Ängste:
"Genau so wird es sein! Erdbeben ist schon da, und Sturm gab es neulich auch ..."

Matthäus 24:38 Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut: sie aßen, sie tranken, sie freieten und ließen sich freien bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging,
39 und sie achteten’s nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin: also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.


Bloß – hat man vergessen, dass Noah die Geschichte über Ruhe ist und nicht der historische Bericht einer Flut. So sagt man –ausgelegt- in den Tagen des Überflutens, da kann man alles und ist erfrischt und verbindet sich mit anderen. Ewig ist da Ruhe und ist es gut? Das wissen sie nicht, bis es da ist. So ist es halt mit dem Verständnis der Leute.


Verse wie unten werden bei Nichtkennern der Auslegung mit hämischem Stolz gegenüber jeden anders Denkenden zur stolz präsentierten, angeblich richtigen eigene Lehre ausgebreitet:

2 Petrus 2:1 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die neben einführen werden verderbliche Sekten und verleugnen den HERRN, der sie erkauft hat, und werden über sich selbst führen eine schnelle Verdammnis.
2 Und viele werden nachfolgen ihrem Verderben; durch welche wird der Weg der Wahrheit verlästert werden.


Fragt sich jetzt wer falsch ist...
Das verkaufen einer nicht ausgelegten Bibel voll Gräuel, das Vorenthalten der Weisheitslehren ...

Welcher Herr wurde denn erkauft? Und für was? Wer dann danach im Kapitel weiter liest von den Gräueln wie Engel ewig in Ketten in der Finsternis der Hölle gehalten werden, wie die Menschheit mit allen unschuldigen Lebewesen vernichtet wurde, weil sich Göttersöhne von Frauen nahmen welche sie wollten. Sodom und Gomorrah zu Asche gemacht, ein Exempel statuiert! (...brauchst Dich nur liebvoll an so einen Gott wenden, dann werden Ströme lebendigen Wassers ....)

Ihr könnt die Bibel selbst lesen, sie spricht für sich, / gegen sich selbst / gehört eigentlich auf den Index, aber nicht in die Hand von Kindern. Auf Grund dieser Gräuelmärchen wollt Ihr andere über die Liebe Gottes überzeugen? Da braucht kein Weltuntergang mehr kommen. Die Vernunft ist schon untergegangen!

Für was meint Ihr, dass das alles gut sein soll?
Noah ist Lehrstoff zum Ruhe finden in jeder Reizüberflutung.
Juda ist der Lehrstoff über Loben oder Prüfen
Petrus ist ein Lehrstoff über sich öffnen – was ganz bestimmt nicht gelingt, wenn da einer vor der Nase rumdroht!

Math. 24 ist nicht der Stoff für einen rabiaten Weltuntergang sondern für stufenweises Lernen.

In diesem Sinn ist die Bibel ein brauchbares Buch.
Aber nicht mit Eurer idiotischen Anschauungswelt von Megaterror, Unterjochung, Allmachtswahnidee, Höllenbammel, Stinkefinger, Zauberwolkenschlösser, Wolkenverliese und Vernichtungsfummelei.

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Lilofee
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Re: die letzten Tage in der Bibel

Beitrag von Lilofee » Sa 5. Mär 2011, 16:18

Hallo Ente,
eNTe hat geschrieben:Aus dem Geröllhaufen der Widersprüche neulich mal hier erschienen...

Für was meint Ihr, dass das alles gut sein soll?
Noah ist Lehrstoff zum Ruhe finden in jeder Reizüberflutung.
Juda ist der Lehrstoff über Loben oder Prüfen
Petrus ist ein Lehrstoff über sich öffnen – was ganz bestimmt nicht gelingt, wenn da einer vor der Nase rumdroht!

Math. 24 ist nicht der Stoff für einen rabiaten Weltuntergang sondern für stufenweises Lernen.

In diesem Sinn ist die Bibel ein brauchbares Buch.

In diesen Punkten gebe ich dir recht. Nun muss ich dazu sagen, dass ich selbst die Bibel nicht auswendig interpretieren kann. Es ist für mich zwar das Buch aller Bücher, aber ich nehme nicht alles wörtlich, sondern sehe es mehr symbolisch. Eine Weltuntergangsstimmung kommt bei mir allerdings nicht auf, und ich lasse mir auch nicht die Freude am Leben durch "Sprücheschreiber" verderben.
Viele Grüße von Lilofee
Es ist ein Abenteuer, das eigene Paradies zu finden...

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