Der Aufbau der Edda

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wulfila
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Der Aufbau der Edda

Beitrag von wulfila » Mo 3. Jan 2011, 11:11

Die Edda ist eine Sammlung alter germanischer Mythen, die vor etwa tausend Jahren gesammelt und aufgeschrieben wurden. Erst einmal erscheint die Edda als eine seltsamen Gemisch alter Texte, wer aber mit ihr arbeitet, merkt schnell, dass hier doch Ordnungen sind oder diese erarbeitet werden können.

Ich setze die Ordnung von Hans von Wolzogen mal ein, der die Lieder nach der Natur ordnete

Frühlingsmythen

Schirners Fahrt (Skinirsför)
Schwingtag und Goldfreude (Fjölsvinnsmal)
Der Raub des Sinnreger (aus dem Havamal)
Des Hammers Heimholung (Hamrsheimt)
Zwerg Allwiss auf der Freie (Alvismal)

Sommermythen

Ein Götterzank (Harbardhsliodh)
Grimmer und Gerroth (Grimnismal)
Der Kessel des Humer (Hymiskvidha)
Das Trinkgelage bei Oeger (Oegisdrekka)
Wodan bei der Wala (Vegtamskvidha)

Herbst- und Wintermythen

Vorspiel zum Ende (Hrafnagaldr)
Billungs Maid (aus Havamal)
Wodan bei Wabedrut (Vafthrudhnismal)
Die Kunde der Wala (Völuspa)
Zur neuen Ausgahrt (Grogaldr)

Die Germanen kannten nur diese drei Jahreszeiten. Die restlichen Lieder ordnen sich als Lieder, welche die Beziehung zwischen den Göttern und den Menschen darstellen

Die Entstehung der Stände (Rigsmal)
Ottars Ahnen (Hyndlaliodh)
Wodans Runenkunde (Runatals-tahttr)
Was Lodfafner weiter lernte (Loddfafnismal)
Lebensregeln (der erste Teil des Havamal)

Und wer einfach mal nur stöbern will, der sollte mit dem Havamal - dem Sittengedicht - beginnen.

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