Erdstöße brachten den ganzen Planeten zum Schwingen

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Erdstöße brachten den ganzen Planeten zum Schwingen

Beitrag von DocNobbi » Do 17. Mär 2011, 00:36

Erdstöße brachten den ganzen Planeten zum Schwingen
Japan-Erdbeben


Erdstöße brachten den ganzen Planeten zum Schwingen
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ie erste seismische Welle erreichte das Observatorium in Odendorf 15.3.11 um 05:58:51 UTC
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Die erste seismische Welle erreichte das Observatorium in Odendorf um 05:58:51 UTC.
Seismische Welle erreichte deutsches Observatorium 12 Minuten und 28 Sekunden nach dem Beben vor Honshu

Abrupte Bruchvorgänge in der Erdkruste lösen seismische Wellen aus, die an der Erdoberfläche als Erdbeben wahrgenommen werden. Weniger bekannt ist, dass sehr starke Erdbeben zusätzlich den gesamten Planeten in Schwingungen versetzen können. Genau das geschah beim Erdbeben vom 11. März 2011 vor der japanischen Küste von Honshu, das eine Stärke von 9,0 hatte.
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"Man nennt dieses Phänomen Eigenschwingungen oder Freie Schwingungen der Erde", erklärt Manfred Bonatz, der das Geo-Observatorium in Odendorf, eine Außenstelle des Instituts für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn, leitet. In einem ständigen Hin und Her verändert der Erdkörper geringfügig seine Form. Es handelt sich um sehr komplexe Bewegungsvorgänge mit Perioden von etwa 2 Minuten bis zu etwa einer Stunde. Das Ereignis lässt sich mit einer Glocke vergleichen, die mit einem Hammer angeschlagen und zum Tönen gebracht wird.
Das Erdbeben wurde ausgelöst um 05:46:23,0 Weltzeit UTC (entsprechend 6 Uhr 46 Minuten 23 Sekunden MEZ, Anm.). Die erste seismische Welle erreichte das Observatorium in Odendorf mit 12 Minuten und 28 Sekunden Verzögerung. "Danach konnten wegen der großen Amplituden der einlaufenden seismischen Wellen während mehrerer Stunden keine auswertbaren Signale mehr gewonnen werden", berichtet Bonatz. Die Signale der Eigenschwingungen wurden erst sichtbar, als die Energie der die Erde permanent umlaufenden und durchlaufenden seismischen Wellen allmählich abgenommen hatte.
Bodenbewegungen von einigen Zehntel-Millimetern
Die mittlere Schwingungsperiode betrug etwa 6,5 Minuten, maßen die Wissenschafter. Die vertikalen Bodenbewegungen lagen zu Beginn der Beobachtung bei einigen Zehntel-Millimetern. Etwa 50 Stunden nach dem Beginn des Erdbebens waren die Ausschläge soweit abgeklungen, dass sie nicht mehr registriert werden konnten.
"Natürlich geht von den Eigenschwingungen des Erdkörpers keine Gefahr aus, dafür sind die Bodenbewegungen zu gering", sagt Bonatz. Die Vorgänge seien jedoch wissenschaftlich von großer Bedeutung, da sie wesentliche Informationen über physikalische Eigenschaften des Erdkörpers enthalten. (red)http://derstandard.at/1297820488437/Jap ... -Schwingen
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