Beitrag über Fasten

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eNTe
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Beitrag über Fasten

Beitrag von eNTe » Fr 18. Mär 2011, 18:01

In der Fastenzeit überlegt schon manch einer über die Herkunft des Brauches. Er lässt sich im natürlichen Sinn erklären, durch das Ende der Vorräte nach dem Winter. Die Fastenkur der Tiere ist zu Ende. Sie ernähren sich nun mit viel Genuss vom neu wachsenden Grün und von Sprossen der Blätter. Dieses Schwung bekommen haben wohl auch Menschen von der Natur abgeschaut und sie haben sich gerne davon anstecken lassen. In Hinblick auf die bevorstehende Wende zur Frühlingszeit gibt es auch viele religiöse Bräuche des Fastens. In den Geschichten, die wir durch die fehlende Überlieferung leider nicht richtig kennen lernten, ist die Rede vom Reinigen, vom über die Schwierigkeiten hinwegkommen und allmählich aus dem Hinken, dem Pesach, herüberzukommen (heißt auch pesach) in einem satt machenden Zustand. Dann wird die neue Zufriedenheit in Pfingsten gefeiert. Das heißt schewuot, Siebenwochenfest (Pfingsten) oder zufrieden sein.

Der ins Religiöse übertragene Sinn im Christentum mit Ostern und Auferstehung lässt dies mit den nun verbogenen Inhalten kaum noch verständlich zuordnen. Man hat sich weit entfernt vom Stamm. Frühere Fastenbräuche, wie einen Tag wie an Karfreitag fasten, oder Freitag kein Fleisch essen, gerieten allmählich durch andere Lebensweise in Vergessenheit.
Ein Nachteil ist beim Fasten:
Es ist äußerst unbeliebt!


Wer sich (besonders in älteren Jahren) dennoch mal damit versucht, entdeckt darin einen Gesundbrunnen. Die Entzündungen lassen nach, die Verdauung reguliert sich wieder, das Denken wird klarer, mit Emotionen bewegt sich etwas, es wird abgespeckt. Manchmal – wenn der Stoffwechsel nicht stimmt – bewirkt es sogar eine Zunahme des Gewichts. Es hat eine regulierende Wirkung in Vielem im ganzen Körper.

Jedes Kind wendet die Technik des Fastens an. Es hat keinen Appetit, wenn es krank ist. Aber Menschen haben die fixe Idee, als würde man da verhungern. Außer, dass der Körper zu den gewohnten Essenszeiten Radau macht, passiert aber durch ein Fasten nichts. In den Zwischenzeiten beginnt man sich von Stunde zu Stunde wohler zu fühlen. Wer das Hungergefühl mit einem Glas Wasser mit einem Löffel Heilerde sofort wieder los wird, beginnt sich über das Nachlassen von Schmerzen und das beginnende Wohlfühlen zu freuen. Wer starke Nerven hat, hält das Fasten einige Tage durch. Selbst ein Fasten das weit über eine Woche dauert, ist möglich. Auf alle Fälle ist auch ein Tag schon etwas Gewinn. Jeder muss da selbst wissen, wie weit er gehen mag.

Die Geschmacksnerven stellen sich um, man beginnt sich gut zu fühlen. Wer dieses „Wohlfühlen“ einmal erlebt hat, möchte es immer wieder haben. Leider ist das sofort hin, wenn die üblich Kochmahlzeit zwar einen gut gefüllten Bauch beschert, aber den alten Zustand wieder erweckt.

Wer aber das Fasten benutzt, um das Wohlfühlen zu behalten, der sollte nach der Fastenkur seine Ernährung umstellen auf frisches Grün, ungekochtes Gemüse, natürliche Ernährung aus vielen Mitteln, welche die Natur uns in über-reicher Fülle zu bieten hat. Mit neu gewonnener Frühlings-Freude wird er so den Gesundheits-Frühling erleben können.

Hier noch ein Dank an Nobbi, der mich durch den Beitrag über Gerstengras auf die Idee brachte, etwas zur Gesundheit und zu Bräuchen zu schreiben.

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