Jahreslosung 2011

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pia
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Jahreslosung 2011

Beitrag von pia » Fr 31. Dez 2010, 09:23

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem! Römer 12,21





Bibelstellen

1Joh 5,4 Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

1Joh 5,5 Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist? Offenbarung 2

4 Euch aber sage ich, den andern in Thyatira, die solche Lehre nicht haben und nicht erkannt haben die Tiefen des Satans, wie sie sagen: Ich will nicht noch eine Last auf euch werfen;

25 doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme.

26 Und wer überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden,

27 und er soll sie weiden mit eisernem Stabe, und wie die Gefäße eines Töpfers soll er sie zerschmeißen,

28 wie auch ich Macht empfangen habe von meinem Vater; und ich will ihm geben den Morgenstern.

Offb 3,5 Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.

Offb 3,12 Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen.

Offb 3,21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron.

Offb 21,7Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

Joh. 17 15 ff



14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

15 Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.

16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

17 Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.

18 Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt.

Röm 8,16 Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.

Hebr. 12,11 Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist,

2 und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.

3 Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, damit ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst. 4 Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde

Phil3,13

12 Nicht, dass ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin.

13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich's ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist,

14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

Gal 2,20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Offb 7,14 Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind's, die gekommen sind aus der großen Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.

Offb 12,11 Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis hin zum Tod.

Römer 1214 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht. 15 Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. 16 Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den geringen. Haltet euch nicht selbst für klug. 17 Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. 18 Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. 19 Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.« 20 Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« (Sprüche 25,21-22). 21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

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Re: Jahreslosung 2011

Beitrag von DocNobbi » Fr 31. Dez 2010, 14:21

Jahreslosung 2011: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Römer 12,21


Ein Bibelvers, der gut und souverän klingt. Man fragt sich nur, warum einem so ein Rat gegeben wird. Warum hat Paulus geraten, das Böse nicht mit Bösem zu beantworten, sondern mit Gutem zu überwinden? Dies tat er aus gutem Grund, denn auch Christen haben sich nicht immer friedlich und entgegenkommend gezeigt. Paulus schreibt diese Zeilen den ersten Christen in Rom, die verfolgt und drangsaliert wurden und um ihr Leben bangten, - und von denen erwartet wurden, dass sie sich eines Tages für die ihnen angetanen Gräueltaten revanchieren würden. Denen schreibt Paulus eindringlich, dass sie eben nicht Böses, das ihnen widerfahren ist, mit Bösen vergelten sollten.

Vielleicht irritiert es uns heute und wir können uns gar nicht vorstellen, dass gläubige Menschen, Christen, Grausamkeiten begehen könnten. Aber wer sich ungerecht behandelt vorkommt, ist häufig geneigt, Böses mit Bösem zu vergelten und wer das Denken nicht attackieren kann, attackiert den Denkenden. So geschehen mit der (nicht-christlichen) Philosophin Hypatia, damals in Alexandria. Der kirchliche Lektor Petros und eine Schar Christen lauerten Hypatia auf, brachten sie in die Kirche Kaisarion, zogen sie dort nackt aus und steinigten sie, rissen den Leichnam in Stücke, brachten die Leichenteile an einen Ort namens Kinaron und verbrannten sie dort. Daraufhin schrieb ein Richter diese Worte: „Hütet euch vor den Christen, wenn sie die Katakomben verlassen. Hütet euch vor ihnen, wenn sie beginnen, Böses mit Bösem zu vergelten!“ Böses wurde mit Bösem vergolten. So kennen wir das, - und das führt zu weiteren Vergeltungen, zu einer Spirale der Gewalt. Die Folgen davon füllen die Nachrichtensendungen weltweit.

Gewalt gegen Gewalt. Was ist die Alternative? Dem Bösen nicht mit Bösem begegnen, sonder mit Gutem? Klingt gut, - aber funktioniert das im wirklichen Leben? Ich will Ihnen dazu eine Geschichte erzählen, kein Märchen, eine wahre Geschichte. Sie handelt von dem Franzosen Erino Dapozzo. Er saß während des 2. Weltkrieges in einem deutschen Konzentrationslager, bekam viele Prügel, aber wenig zu essen. Sein Körper war mit Wunden übersät, der rechte Arm gebrochen und er wog nur noch 45 kg.
Am Weihnachtsabend 1943 ließ ihn der Lagerkommandant zu sich kommen. In der gut beheizten Stube saß dieser vor einer reich gedeckten Tafel und ließ den halb verhungerten Dapozzo zusehen, wie es ihm schmeckte. Nachdem der Lagerkommandant genüsslich getafelt hatte und mehr als satt war – im Gegensatz zum hungernden Dapozzo – brachte man ihm Kaffee und einen Kuchen, den er auch noch mit Genuss verspeiste. „Ihre Frau ist eine gute Köchin!“, sagte er, als er den letzten Krümel hinuntergeschluckte hatte. Dapozzo verstand nicht. „Seit Jahren schickt Ihre Frau Pakete mit kleinen Kuchen, die ich immer mit Genuss gegessen habe!“ Dapozzo musste sehr an sich halten, um den Kommandanten nicht an den Kragen zu gehen. Seine Frau und die vier Kinder hatten sich Mehl, Zucker und Fett gespart, um ihm etwas zukommen zu lassen. Und dieser feiste und fette Kommandant verspeiste dies vor seinen Augen und ließ ihn dabei fast verhungern. Dapozzo bat den Kommandanten, wenigstens an dem Kuchen riechen zu dürfen, um dem nahe zu sein, was ihm seine Frau und Kinder zugedacht hatten. Nicht einmal das wurde ihm gewährt. Stattdessen verfluchte er ihn und sandte ihn ins Lager zurück.

Wie durch ein Wunder überstand er das Konzentrationslager. Als der Krieg vorbei und er befreit war, versuchte er, seinen ehemaligen Lagerkommandanten zu finden. Die meisten einstmals befehlenden Offiziere waren erschossen worden; dem Kommandanten jedoch war es gelungen, zu entkommen und unterzutauchen. Zehn Jahre lang suchte Dapozzo ihn vergebens. Doch eines Tages fand er ihn und er besuchte ihn und dessen Frau. Der ehemalige Lagerkommandant erkannte ihn nicht mehr wieder. Daraufhin sagte ich ihm Dapozzo: „Ich bin Nummer 17531. Erinnern Sie sich an Weihnachten 1943?“ Nun erinnerte er sich schlagartig an all das Grauen. Er bekam plötzlich furchtbare Angst. Zitternd fragte er: „Sie sind gekommen, um sich zu rächen?“ „Ja“, antwortete Dapozzo und öffnete ein Paket, das er mitgebracht hatte. Ein großer Kuchen kam zum Vorschein. „Ich will mit Ihnen und Ihrer Frau Kaffee trinken und diesen Kuchen essen!“ Der ehemalige Lagerkommandant sah Dapozzo völlig verwirrt an. Er konnte nicht verstehen, warum Dapozzo so handelte. Schweigend aßen sie den Kuchen, schließlich begann der ehemalige Lagerkommandant zu weinen und bat Dapozzo um Verzeihung. Dapozzo meinte nur: Um der Liebe Jesu willen vergebe ich Ihnen. Wir lieben, weil ER uns zuerst geliebt hat.“ Später berichtet Dapozzo: „Ein Jahr später bekehrten sich dieser Mann und seine Frau zu Christus.“

Eine beeindruckende Geschichte. Unsere natürliche Reaktion besteht üblicherweise aus Vergeltung oder aus Weglaufen. Dapozzo hat Böses nicht mit Bösem vergolten, sondern mit Gutem überwunden, - und wiederum Gutes bewirkt. Die Jahreslosung fordert uns zu diesem dritten Weg auf: Wir sollen das Böse mit Gutem überwinden, denn es führt das Gute weiter. Ganz schön schwierig, - und bei manchen Verletzungen vielleicht sogar fast unmöglich. Andererseits ist dieser dritte Weg vielleicht der einzige Weg, um eine Gewaltspirale zu stoppen.

Gut ist es, dass dieser Bibelvers nicht nur eine Tages- oder Monatslosung ist, sondern eine Jahreslosung ist. Wir haben also das ganze kommende neue Jahr Zeit, um uns darin zu üben. Übung macht bekanntlich den Meister. Und, wer weiß, vielleicht bekommen wir es sogar irgendwann mit, wenn aus unserer guten Reaktion auf Böses Gutes entstanden ist, wie bei Erino Dapozzos Lagerkommandanten.

Ich wünsche Ihnen ein überwindungsreiches und segensreiches neues Jahr!

Pfr. Otto W. Ziegelmeier
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Andacht zur Jahreslosung 2011

Beitrag von DocNobbi » So 2. Jan 2011, 22:30

Andacht zur Jahreslosung 2011
Posted By Pfr. Wolfgang Sickinger On 2. Januar 2011

“Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!” (Römerbrief Kap. 12, Vers 21)

Kann das irgendjemand wirklich erreichen: das Böse mit Gutem überwinden? Eher neigen wir dazu, Böses mit Bösem zu beantworten. Oft genug kommt das Böse aus uns selbst heraus. So sah es auch der Apostel Paulus, der diesen Vers von der Überwindung des Bösen aufgeschrieben hat. Einige Kapitel vorher formuliert er: „Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ (Römer 7, 18-19).
Paulus sieht es also nicht als eine Möglichkeit von uns Menschen an, mit genügender Anstrengung das Böse mit Gutem zu überwinden. Daran scheitern selbst die Besten und die Frömmsten. Denn „ sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten“ (Römer 3, 23), schreibt Paulus über uns Menschen.

Die einzige Lösung besteht darin, uns an den zu halten, der Sünde, Tod und Teufel am Kreuz auf Golgatha besiegt hat: Jesus Christus. Im Glauben an ihn finden wir das Gute und die Gnade Gottes. Sie wird uns von Gott geschenkt, und sie will und kann unser Leben prägen und umwandeln – vom Bösen zum Guten, von der Auflehnung gegen Gott zum Hören und Tun seines Wortes.

Wer das Gute im Inneren des Menschen finden will, sucht vergeblich. Das Gute kommt nicht aus uns selbst, sondern es kommt von außen in unser Leben hinein, durch den Glauben an Christus, und kann und will unser Inneres verwandeln.

Der Böse und das Böse sind aber immer noch da und wollen von uns Besitz ergreifen. Nun kommt es darauf an, wem wir folgen und wonach wir unser Denken, Fühlen und Tun ausrichten – nach dem Wort Gottes oder nach anderen „Mächten und Gewalten“ (Römer 8)?

Kann Christus mit seinem Wort in uns wirken oder folgen wir dem Druck der Mehrheit, anderen Meinungen oder unseren eigenen Vorstellungen?

Eine Erzählung macht deutlich, worum es geht: „Ein alter Indianer saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer. In der Dunkelheit züngelten die Flammen in den Himmel. Nach einer Weile des Schweigens sagte der Alte: ‘Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere dagegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.’ ‘Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?’, fragte der Junge. ‘Der Wolf, den ich füttere, antwortete der Alte.

Wenn wir unser Denken, Fühlen und Wollen mit dem Wort Gottes „füttern“, können wir Böses hinter uns lassen und der Güte Gottes folgen.
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