Re: Gottes oder Menschenwort?
Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 08:38
2. Wissenschaftliche Genauigkeit Teil 2 von 2
Medizinische Aussagen der Bibel
Nehmen wir z. B. den Papyrus Ebers, welches die Medizin der alten Ägypter erklärt.
Lt. Wikipedia fällt dessen Abfassung in das 16. Jh. v. Chr. Ungefähr damals schrieb auch der Bibelschreiber Mose seine 5 Bücher.
Da die Bücher Mose auch Textstellen zu Gesundheit und Hygiene enthalten ist ein Vergleich nicht uninteressant.
So heißt es in der Wikipedia
"In der altägyptischen Medizin liegen die Anfänge der Medizin als Wissenschaft. Bereits zur Zeit der Pyramiden besaßen die alten Ägypter erstaunliche medizinische Kenntnisse, die sie auf systematische Beobachtungen des menschlichen Körpers zurückführten und die sie auf zahlreichen Papyri festhielten. Ihr gutes anatomisches Wissen gewannen sie aus Einsichten in der Mumifizierung. Die ägyptischen Ärzte genossen nicht nur innerhalb der Bevölkerung, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus ein hohes Ansehen. Sie waren sehr fortschrittlich und verfügten über eine Vielzahl an Spezialisten."
Das Papyrus Ebers enthält nun aber auch solche Ratschläge:
Auf noch nicht verheilte Wunden solle man eine Packung in Milch angerührter menschlicher Exkremente aufzutragen.
Zum herausziehen von Splittern wird dort geschrieben: „Würmer mit ihrem Blut in Öl kochen und zerstoßen; Maulwurf töten, in Öl kochen und abseihen; Dung von Eseln in frischer Milch anrühren. Auf die Öffnung legen.“
C. P. Bryan, The Papyrus Ebers. 1931, S. 73, 91, 92.
........
Welchen „Verwendungszweck“ für Exkremente sah die Bibel vor?
(5. Mose 23:13) Und ein Pflock sollte dir samt deinen Geräten zur Verfügung sein, und es soll geschehen, wenn du draußen niederkauerst, dass du dann damit ein Loch graben und dich umwenden und deine Exkremente bedecken sollst.
Welch einfache Weisheit. Es mussten Jahrtausende vergehen bis andere Völker (nicht nur Einzelpersonen) ebenso richtig mit Exkrementen umgingen.
Ein weiteres Gebiet auf dem die Bibel dem damaligen Wissen voraus war:
Noch im 19. Jahrhundert mussten viele Patienten in den Krankenhäusern sterben, weil Ärzte nach Leichenuntersuchungen sich nicht die Hände wuschen und demzufolge Krankheiten übertrugen.
Nach biblischer Vorschrift hingegen war jeder der eine Leiche berührte unrein und musste sich und seine Kleider waschen.
(4. Mose 19:11-22).
Als letztes Beispiel sei die Beschneidungsvorschrift erwähnt.
(1. Mose 17:12) Und im Alter von acht Tagen soll alles Männliche von euch beschnitten werden…
Warum sollte man einen Säugling einer solch schmerzhaften Prozedur unterziehen?
Dies galt als Zeichen des Bundes zwischen Gott und Abraham und hatte (und hat) durchaus medizinische Vorteile:
http://www.urologenportal.de/beschneidung.html
Nun wurde/wird ja die Beschneidung nicht nur bei den Juden durchgeführt. Auch im alten Ägypten wurde sie praktiziert.
Dabei fällt ein hochinteressanter Unterschied auf: Der Zeitpunkt an dem sie vorgenommen wird.
Das Gebot der Bibel lautete „im Alter von acht Tagen“. Heute erst weiß man wieso ausgerechnet dieser Zeitpunkt gewählt wurde. Dies hat mit der Wundheilung, bzw. der Blutgerinnung zu tun.
Das Vitamin K, ein für die Blutgerinnung wichtiger Stoff bildet sich erst fünf bis sieben Tage nach der Geburt aus.
Der Gerinnungsfaktor Prothrombin ist am dritten Tag nach der Geburt erst etwa zu einem drittel der normalen Menge vorhanden, doch am achten Tag steigt die Konzentration auf 110 Prozent des Normalwertes an – was im späteren Leben zu keiner Zeit mehr der Fall zu sein scheint!
Hierzu der Kommentar eines Mediziners:
„Man kann nicht umhin festzustellen, daß vom Standpunkt des Vitamin K und des Prothrombins der achte Tag als der geeignetste für die Beschneidung ausersehen wurde. Ein Wunder Gottes!“
S. I. McMillen, Vermeidbare Krankheiten. Vermeidbare Krankheiten, 1967, S. 19,20.
Jetzt könnte man vielleicht sagen, dass dies halt ein paar Zufallstreffer sind, die sich überall finden (wobei das schon eine sehr, sehr dünne Erklärung wäre, insbesondere für den Zeitpunkt der Beschneidung) und wenn man die Bibel näher untersucht würde man bestimmt auch Ansichten finden die so daneben liegen wie das Negativbeispiel im Papyrus Ebers.
Wir können sicher sein, dass die Bibel in diese Richtung untersucht wurde und keine solchen „Kamikazeratschläge“ enthalten sind – ja nicht einmal der - zu jeder Zeit (auch heut noch) weit verbreitete- Aberglaube findet sich:
„Viele Menschen sind immer noch von den verschiedensten abergläubischen Vorstellungen überzeugt, wie zum Beispiel, eine Kastanie in der Hosentasche verhindere Rheumatismus; man bekomme Warzen, wenn man Kröten anfasse, und das Tragen von rotem Flanell um den Hals beseitige Halsschmerzen....In der Bibel sind keine derartigen Aussagen zu finden. Das ist an sich schon bemerkenswert.“
C. Raimer Smith, The Physician Examines the Bible. 1950, S. 354.
Fassen wir zusammen:
Die alten Ägypter hatten erstaunliche medizinische Kenntnisse, die sie aufgrund der systematischen Beobachtung des menschlichen Körpers gewannen, aber sie praktizierten auch (Wundbehandlung) aus dem damals begrenzten menschlichen Wissensstand heraus.
Viele Völker hatten (und haben z.T. noch) zu leiden infolge mangelnder Kenntnisse in Punkto Hygiene.
Abergläubische Vorstellungen darüber was der Gesundheit dient sind selbst heute noch verbreitet.
Wieso sind demgegenüber die medizinischen Ratschläge der Bibel so auffällig anders?
Ist darin mehr als das durch und durch menschliche Beobachtungswissen enthalten?
Ich zitiere mich noch mal selbst mit einer Ergänzung:
Es gibt sicher andere „heilige Schriften“, welche die eine oder andere Besonderheit aufweisen, was jedoch der Bibel m. M. nach dieses „Alleinstellungsmerkmal“ verleiht ist das Fehlen von Ausreißern und die besondere Kombination von
1. Verbreitung
2. Wissenschaftliche Genauigkeit
3. Prophezeiungen
4. Harmonie
4. Ehrlichkeit
5. Praktischer Rat
Beröer
Medizinische Aussagen der Bibel
Nehmen wir z. B. den Papyrus Ebers, welches die Medizin der alten Ägypter erklärt.
Lt. Wikipedia fällt dessen Abfassung in das 16. Jh. v. Chr. Ungefähr damals schrieb auch der Bibelschreiber Mose seine 5 Bücher.
Da die Bücher Mose auch Textstellen zu Gesundheit und Hygiene enthalten ist ein Vergleich nicht uninteressant.
So heißt es in der Wikipedia
"In der altägyptischen Medizin liegen die Anfänge der Medizin als Wissenschaft. Bereits zur Zeit der Pyramiden besaßen die alten Ägypter erstaunliche medizinische Kenntnisse, die sie auf systematische Beobachtungen des menschlichen Körpers zurückführten und die sie auf zahlreichen Papyri festhielten. Ihr gutes anatomisches Wissen gewannen sie aus Einsichten in der Mumifizierung. Die ägyptischen Ärzte genossen nicht nur innerhalb der Bevölkerung, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus ein hohes Ansehen. Sie waren sehr fortschrittlich und verfügten über eine Vielzahl an Spezialisten."
Das Papyrus Ebers enthält nun aber auch solche Ratschläge:
Auf noch nicht verheilte Wunden solle man eine Packung in Milch angerührter menschlicher Exkremente aufzutragen.
Zum herausziehen von Splittern wird dort geschrieben: „Würmer mit ihrem Blut in Öl kochen und zerstoßen; Maulwurf töten, in Öl kochen und abseihen; Dung von Eseln in frischer Milch anrühren. Auf die Öffnung legen.“
C. P. Bryan, The Papyrus Ebers. 1931, S. 73, 91, 92.
........
Welchen „Verwendungszweck“ für Exkremente sah die Bibel vor?
(5. Mose 23:13) Und ein Pflock sollte dir samt deinen Geräten zur Verfügung sein, und es soll geschehen, wenn du draußen niederkauerst, dass du dann damit ein Loch graben und dich umwenden und deine Exkremente bedecken sollst.
Welch einfache Weisheit. Es mussten Jahrtausende vergehen bis andere Völker (nicht nur Einzelpersonen) ebenso richtig mit Exkrementen umgingen.
Ein weiteres Gebiet auf dem die Bibel dem damaligen Wissen voraus war:
Noch im 19. Jahrhundert mussten viele Patienten in den Krankenhäusern sterben, weil Ärzte nach Leichenuntersuchungen sich nicht die Hände wuschen und demzufolge Krankheiten übertrugen.
Nach biblischer Vorschrift hingegen war jeder der eine Leiche berührte unrein und musste sich und seine Kleider waschen.
(4. Mose 19:11-22).
Als letztes Beispiel sei die Beschneidungsvorschrift erwähnt.
(1. Mose 17:12) Und im Alter von acht Tagen soll alles Männliche von euch beschnitten werden…
Warum sollte man einen Säugling einer solch schmerzhaften Prozedur unterziehen?
Dies galt als Zeichen des Bundes zwischen Gott und Abraham und hatte (und hat) durchaus medizinische Vorteile:
http://www.urologenportal.de/beschneidung.html
Nun wurde/wird ja die Beschneidung nicht nur bei den Juden durchgeführt. Auch im alten Ägypten wurde sie praktiziert.
Dabei fällt ein hochinteressanter Unterschied auf: Der Zeitpunkt an dem sie vorgenommen wird.
Das Gebot der Bibel lautete „im Alter von acht Tagen“. Heute erst weiß man wieso ausgerechnet dieser Zeitpunkt gewählt wurde. Dies hat mit der Wundheilung, bzw. der Blutgerinnung zu tun.
Das Vitamin K, ein für die Blutgerinnung wichtiger Stoff bildet sich erst fünf bis sieben Tage nach der Geburt aus.
Der Gerinnungsfaktor Prothrombin ist am dritten Tag nach der Geburt erst etwa zu einem drittel der normalen Menge vorhanden, doch am achten Tag steigt die Konzentration auf 110 Prozent des Normalwertes an – was im späteren Leben zu keiner Zeit mehr der Fall zu sein scheint!
Hierzu der Kommentar eines Mediziners:
„Man kann nicht umhin festzustellen, daß vom Standpunkt des Vitamin K und des Prothrombins der achte Tag als der geeignetste für die Beschneidung ausersehen wurde. Ein Wunder Gottes!“
S. I. McMillen, Vermeidbare Krankheiten. Vermeidbare Krankheiten, 1967, S. 19,20.
Jetzt könnte man vielleicht sagen, dass dies halt ein paar Zufallstreffer sind, die sich überall finden (wobei das schon eine sehr, sehr dünne Erklärung wäre, insbesondere für den Zeitpunkt der Beschneidung) und wenn man die Bibel näher untersucht würde man bestimmt auch Ansichten finden die so daneben liegen wie das Negativbeispiel im Papyrus Ebers.
Wir können sicher sein, dass die Bibel in diese Richtung untersucht wurde und keine solchen „Kamikazeratschläge“ enthalten sind – ja nicht einmal der - zu jeder Zeit (auch heut noch) weit verbreitete- Aberglaube findet sich:
„Viele Menschen sind immer noch von den verschiedensten abergläubischen Vorstellungen überzeugt, wie zum Beispiel, eine Kastanie in der Hosentasche verhindere Rheumatismus; man bekomme Warzen, wenn man Kröten anfasse, und das Tragen von rotem Flanell um den Hals beseitige Halsschmerzen....In der Bibel sind keine derartigen Aussagen zu finden. Das ist an sich schon bemerkenswert.“
C. Raimer Smith, The Physician Examines the Bible. 1950, S. 354.
Fassen wir zusammen:
Die alten Ägypter hatten erstaunliche medizinische Kenntnisse, die sie aufgrund der systematischen Beobachtung des menschlichen Körpers gewannen, aber sie praktizierten auch (Wundbehandlung) aus dem damals begrenzten menschlichen Wissensstand heraus.
Viele Völker hatten (und haben z.T. noch) zu leiden infolge mangelnder Kenntnisse in Punkto Hygiene.
Abergläubische Vorstellungen darüber was der Gesundheit dient sind selbst heute noch verbreitet.
Wieso sind demgegenüber die medizinischen Ratschläge der Bibel so auffällig anders?
Ist darin mehr als das durch und durch menschliche Beobachtungswissen enthalten?
Ich zitiere mich noch mal selbst mit einer Ergänzung:
Es gibt sicher andere „heilige Schriften“, welche die eine oder andere Besonderheit aufweisen, was jedoch der Bibel m. M. nach dieses „Alleinstellungsmerkmal“ verleiht ist das Fehlen von Ausreißern und die besondere Kombination von
1. Verbreitung
2. Wissenschaftliche Genauigkeit
3. Prophezeiungen
4. Harmonie
4. Ehrlichkeit
5. Praktischer Rat
Beröer