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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Do 7. Apr 2011, 19:00
von maggie
Der reiche Mann und Lazarus

JESUS spricht mit seinen Jüngern über den richtigen Gebrauch von materiellem Besitz und erklärt, daß wir nicht gleichzeitig Sklaven des Reichtums und Sklaven Gottes sein können. Die geldliebenden Pharisäer, die ebenfalls zuhören, beginnen Jesus deshalb zu verhöhnen. Daher sagt er zu ihnen: „Ihr seid es, die sich vor Menschen selbst gerechtsprechen, aber Gott kennt euer Herz; denn was bei den Menschen hoch ist, ist etwas Abscheuliches in Gottes Augen.“

Es ist an der Zeit, daß sich die Situation für jene Leute ändert, die reich sind an weltlichen Gütern, an politischer Gewalt sowie an Macht und Einfluß auf religiösem Gebiet. Sie sollen erniedrigt werden. Diejenigen jedoch, die ihre geistigen Bedürfnisse erkennen, sollen erhöht werden. Jesus weist auf einen solchen Wechsel hin, als er zu den Pharisäern weiter sagt:

„Das GESETZ und die PROPHETEN waren bis zu Johannes [dem Täufer]. Von da an wird das Königreich Gottes als gute Botschaft verkündigt, und Menschen von jeder Art drängen vorwärts, ihm entgegen. Es ist tatsächlich leichter, daß Himmel und Erde vergehen, als daß ein Teilchen eines Buchstabens des GESETZES unerfüllt bleibe.“

Die Schriftgelehrten und die Pharisäer sind stolz auf ihre an sich scheinheilige Befolgung des mosaischen Gesetzes. Wie wir uns erinnern, prahlten sie bei einer Gelegenheit, als Jesus in Jerusalem einen gewissen Mann durch ein Wunder sehend machte: „Wir . . . sind Moses’ Jünger. Wir wissen, daß Gott zu Moses geredet hat.“ Doch nun hat das Gesetz Mose seinen eigentlichen Zweck so gut wie erfüllt, nämlich demütige Menschen zu Gottes auserwähltem König, Jesus Christus, zu führen. Deshalb bemühen sich — seit Johannes mit seinem Dienst begann — alle Arten von Menschen, vor allem die demütigen und die armen, Untertanen des Königreiches Gottes zu werden.

Da das mosaische Gesetz nun im Begriff ist, sich zu erfüllen, soll die Verpflichtung, es zu halten, aufgehoben werden. Das Gesetz gestattet beispielsweise die Scheidung aus den verschiedensten Gründen, aber Jesus sagt jetzt: „Jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und wer eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.“ Wie solche Äußerungen die Pharisäer doch verärgern müssen, denn sie lassen für eine Scheidung zahlreiche Gründe gelten.

An die Pharisäer gewandt, erzählt Jesus nun ein Gleichnis, in dem es um zwei Männer geht, deren Stellung oder Lage eine völlige Veränderung erfährt. Weißt du, wer durch diese Männer dargestellt wird und was ihre veränderte Lage bedeutet?

„Ein gewisser Mensch aber war reich“, sagt Jesus, „und er pflegte sich Purpur und Leinwand umzulegen und lebte Tag für Tag fröhlich und in Prunk. Ein gewisser Bettler aber namens Lazarus, der voller Geschwüre war, wurde jeweils an sein Tor gelegt und begehrte, sich mit dem zu sättigen, was vom Tisch des Reichen fiel. Ja auch die Hunde kamen und beleckten seine Geschwüre.“

Jesus benutzt hier den reichen Mann, um die geistlichen Führer der Juden darzustellen, zu denen nicht nur die Pharisäer und die Schriftgelehrten gehören, sondern auch die Sadduzäer und die Oberpriester. Sie sind reich an geistigen Privilegien und Möglichkeiten, und ihr Lebenswandel entspricht dem des reichen Mannes. Ihre Kleidung aus königlichem Purpur stellt ihre begünstigte Stellung dar und die weiße Leinwand ihre Selbstgerechtigkeit.

Diese stolze Klasse, dargestellt durch den reichen Mann, betrachtet die Armen, das gemeine Volk, mit äußerster Verachtung und nennt sie ‛am-ha’árez oder Menschen der Erde. Der Bettler Lazarus stellt somit jene Menschen dar, denen die geistlichen Führer eine angemessene geistige Ernährung und irgendwelche Vorrechte verwehren, ja sie blicken auf das gemeine Volk — wie auf den mit Geschwüren bedeckten Lazarus — als gleichsam geistig Kranke herab, deren einzig passende Gesellschaft Hunde sind. Doch diejenigen, die zur Lazarus-Klasse gehören, hungern und dürsten nach geistiger Speise und suchen daher am Tor das zu erhalten, was an Brosamen geistiger Speise vom Tisch des Reichen fällt.

Jesus beschreibt nun, daß sich sowohl in bezug auf den Zustand des reichen Mannes als auch den des Lazarus etwas ändert. Was sind das für Veränderungen, und was wird dadurch dargestellt?

Der reiche Mann und Lazarus erfahren eine Veränderung

Der Reiche stellt die geistlichen Führer dar, die aufgrund ihrer Vorrechte und Möglichkeiten begünstigt sind, und Lazarus das gemeine Volk, das nach geistiger Speise hungert. Jesus fährt mit seiner Erzählung fort und beschreibt eine dramatische Veränderung der Verhältnisse der beiden Männer.

„Nun starb im Laufe der Zeit der Bettler“, sagt Jesus, „und er wurde von den Engeln an den Busenplatz Abrahams getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. Und im Hades erhob er seine Augen, da er in Qualen war, und er sah Abraham von fern und Lazarus am Busenplatz bei ihm.“

Da der reiche Mann und Lazarus keine buchstäblichen Personen sind, sondern für Klassen von Menschen stehen, ist ihr Tod ebenfalls symbolisch. Was wird dadurch dargestellt?

Jesus hatte unmittelbar vorher auf eine Veränderung der Verhältnisse hingewiesen, indem er sagte, daß ‘das GESETZ und die PROPHETEN bis zu Johannes dem Täufer waren, daß aber von da an das Königreich Gottes verkündigt wird’. Somit hat es mit der von Johannes und Jesus Christus durchgeführten Predigttätigkeit zu tun, daß sowohl der reiche Mann als auch Lazarus in bezug auf ihre früheren Umstände oder Verhältnisse sterben.

Diejenigen, die zur demütigen und reumütigen Lazarus-Klasse gehören, sterben in bezug auf ihren früheren geistig benachteiligten Zustand und gelangen in eine Stellung göttlicher Gunst. Während sie vorher zu den geistlichen Führern aufblicken mußten, um zu erhaschen, was von dem geistigen Tisch herabfiel, werden ihre Bedürfnisse nun durch die biblischen Wahrheiten, die Jesus ihnen vermittelt, befriedigt. Sie gelangen dadurch an den Busenplatz des größeren Abraham, d. h. in eine begünstigte Stellung bei Jehova Gott.

Diejenigen dagegen, die die Klasse des reichen Mannes bilden, ziehen sich Gottes Mißfallen zu, weil sie sich beharrlich weigern, die von Jesus gelehrte Königreichsbotschaft anzunehmen. Sie sterben deshalb in bezug auf ihre frühere Stellung scheinbarer Gunst. Von ihnen heißt es sogar, sie würden sinnbildliche Qualen leiden. Hören wir nun, was der reiche Mann sagt:

„Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle, denn ich leide Pein in diesem lodernden Feuer.“ Die feurigen Gerichtsbotschaften Gottes, die Jesu Jünger verkündigen, quälen die Glieder der Klasse des reichen Mannes. Sie möchten, daß die Jünger die Verbreitung dieser Botschaften einstellen, um so ein gewisses Maß an Erleichterung von ihren Qualen zu erwirken.

„Abraham aber sagte: ‚Kind, bedenke, daß du dein Gutes zu deinen Lebzeiten schon völlig empfangen hast, Lazarus aber entsprechend das Schlechte. Nun aber wird er hier getröstet, du aber leidest Pein. Und außer all diesem ist zwischen uns und euch eine große Kluft festgelegt, so daß die, welche von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können, noch können Leute von dort zu uns herüberkommen.‘ “

Wie gerecht und wie angebracht, daß eine solch völlige Umkehrung der Verhältnisse der Lazarus-Klasse und der Klasse des reichen Mannes erfolgt! Diese Veränderung wird einige Monate später, zu Pfingsten 33 u. Z., vollzogen, als der alte Gesetzesbund durch den neuen Bund ersetzt wird. Zu diesem Zeitpunkt wird unmißverständlich klargemacht, daß die Jünger und nicht die Pharisäer oder die anderen geistlichen Führer von Gott begünstigt werden. Die „große Kluft“, die den sinnbildlichen reichen Mann von Jesu Jüngern trennt, stellt daher Gottes unveränderliches, gerechtes Gericht dar.

Der reiche Mann bittet „Vater Abraham“ als nächstes, Lazarus in das Haus seines Vaters zu senden, denn er habe fünf Brüder. Dadurch läßt der reiche Mann erkennen, daß er zu einem anderen Vater, bei dem es sich in Wirklichkeit um Satan, den Teufel, handelt, ein engeres Verhältnis hat. Er bittet darum, daß Lazarus Gottes Gerichtsbotschaften verwässern möge, damit seine „fünf Brüder“, seine religiösen Verbündeten, nicht „an diesen Ort der Qual kommen“.

„Abraham aber sprach: ‚Sie haben Moses und die Propheten; mögen sie auf diese hören.‘ “ Ja, wenn die „fünf Brüder“ der Qual entgehen möchten, brauchen sie nur die Schriften des Moses und der Propheten zu beachten, die Jesus als den Messias kennzeichnen, und dann seine Jünger zu werden. Der reiche Mann wendet jedoch ein: „Nicht doch, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen geht, werden sie bereuen.“

Ihm wird jedoch gesagt: „Wenn sie nicht auf Moses und die Propheten hören, werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn einer von den Toten aufersteht.“ Gott wird keine besonderen Zeichen oder Wunder wirken, um solche Personen zu überzeugen. Sie müssen die Heilige Schrift lesen und anwenden, wenn sie in seine Gunst gelangen möchten.


Lukas 16:14-31Die Pharisäer nun, die geldliebend waren, hörten alle diese Dinge, und sie begannen ihn zu verhöhnen. 15 Er sagte deshalb zu ihnen: „Ihr seid es, die sich vor Menschen selbst gerechtsprechen, aber Gott kennt euer Herz; denn was bei den Menschen hoch ist, ist etwas Abscheuliches in Gottes Augen.16 Das GESETZ und die PROPHETEN waren bis zu Johạnnes. Von da an wird das Königreich Gottes als gute Botschaft verkündigt, und Menschen von jeder Art drängen vorwärts, ihm entgegen. 17 Es ist tatsächlich leichter, daß Himmel und Erde vergehen, als daß ein Teilchen eines Buchstabens des GESETZES unerfüllt bleibe.18 Jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und wer eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.19 Ein gewisser Mensch aber war reich, und er pflegte sich Purpur und Leinwand umzulegen und lebte Tag für Tag fröhlich und in Prunk. 20 Ein gewisser Bettler aber namens Lạzarus, der voller Geschwüre war, wurde jeweils an sein Tor gelegt 21 und begehrte, sich mit dem zu sättigen, was vom Tisch des Reichen fiel. Ja auch die Hunde kamen und beleckten seine Geschwüre. 22 Nun starb im Laufe der Zeit der Bettler, und er wurde von den Engeln an den Busen[platz] Abrahams getragen.Auch der Reiche starb und wurde begraben. 23 Und im Hạdes erhob er seine Augen, da er in Qualen war, und er sah Abraham von fern und Lạzarus am Busen[platz] bei ihm. 24 Da rief er und sprach: ‚Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und sende Lạzarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle, denn ich leide Pein in diesem lodernden Feuer.‘ 25 Abraham aber sagte: ‚Kind, bedenke, daß du dein Gutes zu deinen Lebzeiten schon völlig empfangen hast, Lạzarus aber entsprechend das Schlechte. Nun aber wird er hier getröstet, du aber leidest Pein. 26 Und außer all diesem ist zwischen uns und euch eine große Kluft festgelegt, so daß die, welche von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können, noch können Leute von dort zu uns herüberkommen.‘ 27 Da sprach er: ‚In diesem Fall bitte ich dich, Vater, ihn in das Haus meines Vaters zu senden, 28 denn ich habe fünf Brüder, damit er ihnen ein gründliches Zeugnis gebe, so daß nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen.‘ 29 Abraham aber sprach: ‚Sie haben Moses und die Propheten; mögen sie auf diese hören.‘ 30 Da sagte er: ‚Nicht doch, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen geht, werden sie bereuen.‘ 31 Er aber sprach zu ihm: ‚Wenn sie nicht auf Moses und die Propheten hören, werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn einer von den Toten aufersteht.‘ “

Johannes 9:28, 29Darauf beschimpften sie ihn und sagten: „Du bist ein Jünger dieses [Menschen], wir aber sind Moses’ Jünger. 29 Wir wissen, daß Gott zu Moses geredet hat; aber von diesem wissen wir nicht, woher er ist.“

Matthäus 19:3-9Und Pharisäer traten an ihn heran, in der Absicht, ihn zu versuchen, und sprachen: „Ist es einem Mann erlaubt, sich von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden zu lassen?“ 4 In Erwiderung sagte er: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat 5 und sprach: ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, 6 so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ 7 Sie sagten zu ihm: „Warum schrieb denn Moses vor, ihr ein Entlassungszeugnis zu geben und sich von ihr scheiden zu lassen?“ 8 Er sprach zu ihnen: „Im Hinblick auf eure Herzenshärte hat Moses euch das Zugeständnis gemacht, [daß ihr] euch von euren Frauen scheiden lassen [könnt], aber von Anfang an ist dies nicht der Fall gewesen. 9 Ich sage euch, daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht.“

Galater 3:24 Folglich ist das GESETZ unser Erzieher geworden, der zu Christus führt, damit wir zufolge des Glaubens gerechtgesprochen werden könnten.

Kolosser 2:14und die gegen uns [lautende] handschriftliche Urkunde, die aus Verordnungen bestand und gegen uns war, ausgelöscht; und ER hat sie aus dem Weg geräumt, indem sie an den Marterpfahl genagelt wurde.

Johannes 8:44Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge].

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Di 12. Apr 2011, 09:10
von maggie
Aus Barmherzigkeit wieder nach Judäa

EINIGE Wochen vorher, während des Festes der Einweihung, hatten die Juden in Jerusalem versucht, Jesus zu töten. Daher war er nordwärts gezogen, offensichtlich in ein Gebiet unweit des Galiläischen Meeres.

Jetzt ist er jedoch wieder auf dem Weg nach Süden, in Richtung Jerusalem. Unterwegs predigt er in den Dörfern von Peräa, einem Bezirk östlich des Jordan. Nachdem er sein Gleichnis vom reichen Mann und Lazarus beendet hat, fährt er fort, seine Jünger Dinge zu lehren, über die er bereits früher in Galiläa gesprochen hat.

So sagt er beispielsweise, daß es für jemanden vorteilhafter wäre, „wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde“, als einen von Gottes „Kleinen“ zum Straucheln zu bringen. Er betont außerdem, daß es notwendig ist zu vergeben, indem er folgendes äußert: „Auch wenn er [ein Bruder] siebenmal am Tag gegen dich sündigt, und er kommt siebenmal zu dir zurück und sagt: ‚Ich bereue‘, sollst du ihm vergeben.“

Auf die Bitte der Jünger: „Gib uns mehr Glauben“ entgegnet Jesus: „Wenn ihr Glauben von der Größe eines Senfkorns hättet, würdet ihr zu diesem Schwarzen Maulbeerbaum sagen: ‚Werde entwurzelt und ins Meer verpflanzt!‘, und er würde euch gehorchen.“ Sogar ein geringer Glaube kann also große Dinge vollbringen.

Darauf zieht Jesus eine Situation aus dem Alltagsleben heran, um die richtige Einstellung eines Dieners des allmächtigen Gottes zu veranschaulichen. „Wer von euch, der einen Sklaven hat, der pflügt oder auf die Herde achtgibt, wird zu ihm sagen, wenn er vom Feld heimkommt: ‚Komm gleich her, und leg dich zu Tisch.‘? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: ‚Mache mir etwas zum Abendessen bereit, und bind dir eine Schürze um, und bedien mich, bis ich gegessen und getrunken habe, und danach kannst du essen und trinken.‘? Er wird sich dem Sklaven gegenüber doch nicht etwa zu Dank verpflichtet fühlen, weil er die ihm aufgetragenen Dinge getan hat? So auch ihr, wenn ihr alles, was euch aufgetragen worden ist, getan habt, sagt: ‚Wir sind unnütze Sklaven. Was wir getan haben, ist das, was wir zu tun schuldig gewesen sind.‘ “ Somit sollten Diener Gottes niemals denken, sie würden Gott dadurch, daß sie ihm dienen, einen Gefallen tun. Sie sollten es vielmehr stets als ein Vorrecht betrachten, ihn als vertrauenswürdige Glieder seines Hauses anzubeten.

Offensichtlich nur kurze Zeit nachdem Jesus dieses Gleichnis erzählt hat, trifft ein Bote ein. Maria und Martha, die Schwestern des Lazarus, die in Bethanien in Judäa wohnen, haben ihn gesandt. „Herr, siehe, der, zu dem du Zuneigung hast, ist krank“, berichtet der Bote.

Jesus erwidert: „Der Zweck dieser Krankheit ist nicht der Tod, sondern die Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde.“ Jesus bleibt zunächst noch zwei Tage an dem Ort, wo er ist, und sagt dann zu seinen Jüngern: „Laßt uns wieder nach Judäa gehen.“ Sie erinnern ihn jedoch: „Rabbi, erst kürzlich suchten dich die Judäer zu steinigen, und du gehst wieder dorthin?“

„Gibt es nicht zwölf Stunden Tageslicht?“ entgegnet Jesus darauf. „Wenn jemand im Tageslicht wandert, stößt er nirgends an, weil er das Licht dieser Welt sieht. Wenn aber jemand in der Nacht wandert, stößt er irgendwo an, weil das Licht nicht in ihm ist.“

Damit will Jesus offensichtlich sagen, daß die ‘Stunden des Tageslichts’ — die Zeit, die Gott für Jesu irdischen Dienst bestimmt hat — noch nicht abgelaufen sind und daß ihm so lange niemand etwas anhaben kann. Er muß die kurze Zeit des „Tageslichts“, die ihm noch verbleibt, gut nutzen, da anschließend, wenn ihn seine Feinde getötet haben, die „Nacht“ kommt.

Jesus fügt noch hinzu: „Lazarus, unser Freund, ist zur Ruhe gegangen, doch begebe ich mich dorthin, um ihn aus dem Schlaf zu wecken.“

Die Jünger, die anscheinend glauben, daß Lazarus im Schlaf ruht, und dies als gutes Zeichen dafür deuten, daß er auf dem Weg der Besserung ist, entgegnen: „Herr, wenn er zur Ruhe gegangen ist, wird er gesund werden.“

Darauf sagt Jesus freiheraus zu ihnen: „Lazarus ist gestorben, und ich freue mich euretwegen, daß ich nicht dort war, damit ihr glaubt. Doch laßt uns zu ihm gehen.“

Thomas, der sich bewußt ist, daß Jesus in Judäa getötet werden könnte, ermuntert seine Mitjünger: „Laßt auch uns gehen, um mit ihm zu sterben.“ Die Jünger begleiten Jesus somit unter Lebensgefahr auf der Reise nach Judäa, die er aus Barmherzigkeit unternimmt.


Lukas 13:22Und er zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort.

17:1-10Dann sprach er zu seinen Jüngern: „Es ist nicht zu vermeiden, daß Ursachen zum Straucheln entstehen. Doch wehe dem, durch den sie entstehen! 2 Es wäre vorteilhafter für ihn, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde, als daß er einen von diesen Kleinen zum Straucheln bringt. 3 Gebt acht auf euch selbst. Wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so erteile ihm einen Verweis, und wenn er bereut, so vergib ihm. 4 Auch wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigt, und er kommt siebenmal zu dir zurück und sagt: ‚Ich bereue‘, sollst du ihm vergeben.“5 Nun sagten die Apostel zum Herrn: „Gib uns mehr Glauben.“ 6 Darauf sprach der Herr: „Wenn ihr Glauben von der Größe eines Senfkorns hättet, würdet ihr zu diesem Schwarzen Maulbeerbaum sagen: ‚Werde entwurzelt und ins Meer verpflanzt!‘, und er würde euch gehorchen.7 Wer von euch, der einen Sklaven hat, der pflügt oder auf die Herde achtgibt, wird zu ihm sagen, wenn er vom Feld heimkommt: ‚Komm gleich her, und leg dich zu Tisch.‘? 8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: ‚Mache mir etwas zum Abendessen bereit, und bind dir eine Schürze um, und bedien mich, bis ich gegessen und getrunken habe, und danach kannst du essen und trinken.‘? 9 Er wird sich dem Sklaven gegenüber doch nicht etwa zu Dank verpflichtet fühlen, weil er die ihm aufgetragenen Dinge getan hat? 10 So auch ihr, wenn ihr alles, was euch aufgetragen worden ist, getan habt, sagt: ‚Wir sind unnütze Sklaven. Was wir getan haben, ist das, was wir zu tun schuldig gewesen sind.‘ “

Johannes 10:22Zu jener Zeit fand in Jerusalem das Fest der Einweihung statt. Es war Winterzeit,

31Nochmals hoben die Juden Steine auf, um ihn zu steinigen.

40-42 Da ging er wieder weg, über den Jordan, an den Ort, wo Johạnnes zuerst getauft hatte, und er hielt sich dort auf. 41 Und viele Leute kamen zu ihm, und sie begannen zu sagen: „Johạnnes hat zwar kein einziges Zeichen getan, aber alles, was Johạnnes über diesen gesagt hat, ist wahr gewesen.“ 42 Und viele glaubten dort an ihn.

11:1-16Nun war ein gewisser Mann krank, Lạzarus von Bethạnien, aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha. 2 Es war nämlich die Maria, die den Herrn mit wohlriechendem Öl eingerieben und seine Füße mit ihrem Haar abgetrocknet hatte, deren Bruder Lạzarus krank war. 3 Daher sandten seine Schwestern zu ihm, um ihm zu sagen: „Herr, siehe, der, zu dem du Zuneigung hast, ist krank.“ 4 Als aber Jesus es hörte, sagte er: „Der Zweck dieser Krankheit ist nicht der Tod, sondern die Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde.“5 Jesus nun liebte Martha und ihre Schwester und Lạzarus. 6 Als er aber hörte, daß er krank sei, blieb er allerdings zwei Tage an dem Ort, wo er war. 7 Dann sprach er nach diesem zu den Jüngern: „Laßt uns wieder nach Judạ̈a gehen.“ 8 Die Jünger sagten zu ihm: „Rabbi, erst kürzlich suchten dich die Judạ̈er zu steinigen, und du gehst wieder dorthin?“ 9 Jesus antwortete: „Gibt es nicht zwölf Stunden Tageslicht? Wenn jemand im Tageslicht wandert, stößt er nirgends an, weil er das Licht dieser Welt sieht. 10 Wenn aber jemand in der Nacht wandert, stößt er irgendwo an, weil das Licht nicht in ihm ist.“11 Diese Dinge sprach er, und danach sagte er zu ihnen: „Lạzarus, unser Freund, ist zur Ruhe gegangen, doch begebe ich mich dorthin, um ihn aus dem Schlaf zu wecken.“ 12 Deswegen sagten die Jünger zu ihm: „Herr, wenn er zur Ruhe gegangen ist, wird er gesund werden.“ 13 Jesus hatte jedoch von seinem Tod gesprochen. Sie aber meinten, er rede von der Ruhe des Schlafes. 14 Nun sagte Jesus daher freiheraus zu ihnen: „Lạzarus ist gestorben, 15 und ich freue mich euretwegen, daß ich nicht dort war, damit ihr glaubt. Doch laßt uns zu ihm gehen.“ 16 Deshalb sagte Thomas, der „Der Zwilling“ genannt wurde, zu seinen Mitjüngern: „Laßt auch uns gehen, um mit ihm zu sterben.“

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Mi 13. Apr 2011, 11:06
von maggie
Die Auferstehungshoffnung

JESUS kommt schließlich an den Ortsrand des Dorfes Bethanien, das ungefähr 3 km von Jerusalem entfernt liegt. Da seit dem Tod und dem Begräbnis des Lazarus erst wenige Tage vergangen sind, trauern seine Schwestern Maria und Martha immer noch, und viele sind in ihr Haus gekommen, um sie zu trösten.

Während sie trauern, unterrichtet jemand Martha über Jesu Ankunft. Sie verläßt das Haus und eilt ihm entgegen, offensichtlich ohne ihrer Schwester etwas zu sagen. Als Martha bei Jesus ist, wiederholt sie das, was sie und ihre Schwester in den vergangenen vier Tagen wohl viele Male gesagt haben: „Wenn du hiergewesen wärst, so wäre mein Bruder nicht gestorben.“

Aber Martha hat noch Hoffnung, denn sie deutet an, daß Jesus etwas für ihren Bruder tun könne. ‘Ich weiß, daß, so vieles du von Gott erbittest, Gott dir geben wird’, sagt sie.

„Dein Bruder wird auferstehen“, verspricht Jesus.

Martha ist der Meinung, daß Jesus von einer künftigen irdischen Auferstehung spricht, die auch Abraham und andere Diener Gottes erwarteten. Daher erwidert sie: „Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.“

Die Worte Jesu geben jedoch Hoffnung auf sofortigen Trost: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Er erinnert Martha daran, daß Gott ihm Gewalt über den Tod gegeben hat: „Wer Glauben an mich ausübt, wird zum Leben kommen, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und Glauben an mich ausübt, wird überhaupt nie sterben.“

Damit will Jesus Martha nicht sagen, daß derzeit lebende Treue niemals sterben würden. Er weist statt dessen darauf hin, daß es zu ewigem Leben führen kann, wenn man Glauben an ihn ausübt. Die meisten Menschen werden dieses Leben durch die Auferstehung am letzten Tag empfangen. Andere, die treu bleiben, werden dagegen das Ende des gegenwärtigen Systems auf der Erde überleben, und an ihnen werden sich Jesu Worte buchstäblich bewahrheiten. Sie werden überhaupt nie sterben! Nach dieser bemerkenswerten Erklärung fragt Jesus Martha: „Glaubst du das?“

„Ja, Herr“, antwortet sie, „ich habe geglaubt, daß du der Christus, der Sohn Gottes, bist, der in die Welt kommt.“

Dann eilt Martha zurück, um ihre Schwester zu holen, und sagt ihr, ohne daß es andere hören: „Der Lehrer ist da und ruft dich.“ Sofort verläßt Maria das Haus. Die Leute, die sie weggehen sehen, folgen ihr in der Annahme, daß sie zur Gedächtnisgruft gehe.

Als Maria zu Jesus kommt, fällt sie ihm weinend zu Füßen. „Herr, wenn du hiergewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben“, sagt sie. Jesus ist tief bewegt, als er sieht, daß Maria und die ihr folgenden Menschen weinen. „Wo habt ihr ihn hingelegt?“ fragt er.

„Herr, komm und sieh“, antworten sie.

Auch Jesus bricht in Tränen aus, weshalb die Juden sagen: „Seht, welche Zuneigung er zu ihm gehabt hat!“

Verschiedene erinnern sich daran, daß Jesus einige Monate zuvor zur Zeit des Laubhüttenfestes einen blind geborenen jungen Mann geheilt hat, und sie fragen: „War nicht dieser, der dem Blinden die Augen öffnete, imstande, diesen vor dem Sterben zu bewahren?“


Johannes 5:21Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will.

6:40Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und Glauben an ihn ausübt, ewiges Leben habe, und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen.“

9:1-7Als er nun vorüberging, sah er einen Menschen, der von Geburt an blind war. 2 Und seine Jünger fragten ihn: „Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, so daß er blind geboren wurde?“ 3 Jesus antwortete: „Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern es ist geschehen, damit die Werke Gottes in seinem Fall offenbar gemacht würden. 4 Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. 5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ 6 Nachdem er diese Dinge gesagt hatte, spuckte er auf die Erde und machte mit dem Speichel einen Lehm[brei] und legte seinen Lehm[brei] auf die Augen [des Mannes] 7 und sagte zu ihm: „Geh, wasche dich im Teich von Silọam“ (was übersetzt „Ausgesandt“ bedeutet). Und so ging er hin und wusch sich und kam sehend zurück.

11:17-37Darauffolgend fand Jesus bei seiner Ankunft, daß er schon vier Tage in der Gedächtnisgruft war. 18 Bethạnien nun lag nahe bei Jerusalem, in einer Entfernung von ungefähr drei Kilometern. 19 So waren denn viele von den Juden zu Martha und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. 20 Daher ging Martha, als sie hörte, daß Jesus komme, ihm entgegen; Maria blieb jedoch im Haus sitzen. 21 Deshalb sagte Martha zu Jesus: „Herr, wenn du hiergewesen wärst, so wäre mein Bruder nicht gestorben. 22 Und doch weiß ich jetzt, daß, so vieles du von Gott erbittest, Gott dir geben wird.“ 23 Jesus sprach zu ihr: „Dein Bruder wird auferstehen.“ 24 Martha sagte zu ihm: „Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.“ 25 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer Glauben an mich ausübt, wird zum Leben kommen, auch wenn er stirbt; 26 und jeder, der lebt und Glauben an mich ausübt, wird überhaupt nie sterben. Glaubst du das?“ 27 Sie sagte zu ihm: „Ja, Herr; ich habe geglaubt, daß du der Christus, der Sohn Gottes, bist, der in die Welt kommt.“ 28 Und als sie dies gesagt hatte, ging sie weg und rief ihre Schwester Maria und sagte heimlich: „Der Lehrer ist da und ruft dich.“ 29 Als diese es hörte, stand sie schnell auf und begab sich auf den Weg zu ihm.30 Jesus aber war noch nicht in das Dorf gekommen, sondern befand sich noch an dem Ort, wo Martha ihn getroffen hatte. 31 Als nun die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie trösteten, sahen, daß Maria schnell aufstand und hinausging, folgten sie ihr, da sie annahmen, daß sie zur Gedächtnisgruft gehe, um dort zu weinen. 32 Und als dann Maria dort ankam, wo Jesus war, und ihn erblickte, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: „Herr, wenn du hiergewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben.“ 33 Als Jesus daher sah, wie sie weinte und wie die Juden, die mit ihr kamen, weinten, seufzte er im Geist und wurde beunruhigt; 34 und er sprach: „Wo habt ihr ihn hingelegt?“ Sie sagten zu ihm: „Herr, komm und sieh.“ 35 Jesus brach in Tränen aus. 36 Deshalb begannen die Juden zu sagen: „Seht, welche Zuneigung er zu ihm gehabt hat!“ 37 Einige von ihnen aber sagten: „War nicht dieser, der dem Blinden die Augen öffnete, imstande, diesen vor dem Sterben zu bewahren?“


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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Do 14. Apr 2011, 07:47
von maggie
Die Auferweckung des Lazarus

JESUS trifft mit seinen Begleitern an der Gedächtnisgruft des Lazarus ein. Dabei handelt es sich um eine Höhle, deren Eingang mit einem Stein verschlossen ist. „Nehmt den Stein weg“, gebietet Jesus.

Da Martha Jesu Absicht noch nicht erkennt, wendet sie ein: „Herr, er wird nun riechen, denn es ist schon vier Tage her.“

Doch Jesus fragt: „Habe ich dir nicht gesagt, daß du, wenn du glaubtest, die Herrlichkeit Gottes sehen würdest?“

Nun wird der Stein entfernt. Dann erhebt Jesus seine Augen zum Himmel und betet: „Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast. Zwar wußte ich, daß du mich immer erhörst; aber wegen der Volksmenge, die ringsum steht, habe ich geredet, damit sie glauben könnten, daß du mich ausgesandt hast.“ Jesus betet öffentlich, damit die Menschen wissen, daß das, was er zu tun vorhat, durch Kraft vollbracht wird, die er von Gott erhält. Anschließend ruft er mit lauter Stimme: „Lazarus, komm heraus!“

Daraufhin kommt Lazarus heraus. Seine Hände und Füße sind noch mit den Leichenbinden umwickelt, und sein Gesicht ist mit einem Tuch bedeckt. „Bindet ihn los, und laßt ihn gehen“, sagt Jesus.

Viele der Juden, die gekommen waren, um Maria und Martha zu trösten, und nun das Wunder gesehen haben, glauben an Jesus. Andere dagegen gehen fort, um den Pharisäern zu berichten, was geschehen ist. Die Pharisäer und die Oberpriester treffen sofort Vorbereitungen für eine Zusammenkunft des Sanhedrins, des obersten jüdischen Gerichts.

Zum Sanhedrin gehören der derzeitige Hohepriester Kaiphas, Pharisäer und Sadduzäer, die Oberpriester und ehemalige Hohepriester. Diese klagen: „Was sollen wir tun, denn dieser Mensch tut viele Zeichen? Wenn wir ihn so gewähren lassen, werden sie alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und sowohl unsere Stätte als auch unsere Nation wegnehmen.“

Die geistlichen Führer geben zwar zu, daß Jesus „viele Zeichen“ tut, aber sie sind einzig und allein um ihre eigene Stellung und Autorität besorgt. Die Auferweckung des Lazarus ist ein besonders schwerer Schlag für die Sadduzäer, da sie nicht an die Auferstehung glauben.

Kaiphas, der möglicherweise ein Sadduzäer ist, ergreift nun das Wort und sagt: „Ihr wißt überhaupt nichts, und ihr bedenkt nicht, daß es zu eurem Nutzen ist, daß ein einziger Mensch zugunsten des Volkes sterbe und nicht die ganze Nation vernichtet werde.“

Gott hat Kaiphas beeinflußt, das zu sagen, denn der Apostel Johannes schreibt später: „Das sagte er [Kaiphas] jedoch nicht von sich selbst aus.“ Kaiphas meint eigentlich, daß Jesus getötet werden soll, damit er ihre einflußreiche Stellung und Autorität nicht noch weiter untergraben kann. Doch gemäß den Worten des Johannes ‘prophezeite Kaiphas, daß Jesus dazu bestimmt war zu sterben, nicht für die Nation allein, sondern damit er auch die Kinder Gottes versammle’. Und es ist tatsächlich Gottes Vorsatz, daß sein Sohn als Lösegeld für alle sterben soll.

Es gelingt Kaiphas nun, den Sanhedrin zu beeinflussen, Pläne zu schmieden, wie man Jesus töten kann. Aber Jesus erfährt vermutlich von Nikodemus, einem Mitglied des Sanhedrins, der ihm freundlich gesinnt ist, von diesen Plänen und geht von dort weg.


Johannes 11:38-54 So kam Jesus, nachdem er bei sich selbst wieder geseufzt hatte, zur Gedächtnisgruft. Es war eigentlich eine Höhle, und ein Stein lag davor. 39 Jesus sprach: „Nehmt den Stein weg.“ Martha, die Schwester des Verstorbenen, sagte zu ihm: „Herr, er wird nun riechen, denn es ist [schon] vier Tage her.“ 40 Jesus sprach zu ihr: „Habe ich dir nicht gesagt, daß du, wenn du glaubtest, die Herrlichkeit Gottes sehen würdest?“ 41 Daher nahmen sie den Stein weg. Nun hob Jesus seine Augen zum Himmel empor und sprach: „Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast. 42 Zwar wußte ich, daß du mich immer erhörst; aber wegen der Volksmenge, die ringsum steht, habe ich geredet, damit sie glauben könnten, daß du mich ausgesandt hast.“ 43 Und als er diese Dinge gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: „Lạzarus, komm heraus!“ 44 Der [Mann], der tot gewesen war, kam heraus, seine Füße und Hände mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Tuch umbunden. Jesus sprach zu ihnen: „Bindet ihn los, und laßt ihn gehen.“45 Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was er tat, glaubten daher an ihn; 46 einige von ihnen gingen jedoch weg zu den Pharisäern und erzählten ihnen die Dinge, die Jesus tat. 47 Infolgedessen versammelten die Oberpriester und die Pharisäer den Sanhedrịn und begannen zu sagen: „Was sollen wir tun, denn dieser Mensch tut viele Zeichen? 48 Wenn wir ihn so gewähren lassen, werden sie alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und sowohl unsere Stätte als auch unsere Nation wegnehmen.“ 49 Einer von ihnen aber, Kaiphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war, sagte zu ihnen: „Ihr wißt überhaupt nichts, 50 und ihr bedenkt nicht, daß es zu eurem Nutzen ist, daß ein einziger Mensch zugunsten des Volkes sterbe und nicht die ganze Nation vernichtet werde.“ 51 Das sagte er jedoch nicht von sich selbst aus; sondern weil er jenes Jahr Hoherpriester war, prophezeite er, daß Jesus dazu bestimmt war, für die Nation zu sterben 52 und nicht für die Nation allein, sondern damit er auch die zerstreuten Kinder Gottes in e i n s versammle. 53 Darum hielten sie von jenem Tag an Rat, um ihn zu töten.54 Infolgedessen ging Jesus nicht mehr öffentlich unter den Juden umher, sondern von dort begab er sich weg in das Land nahe bei der Wildnis, in eine Stadt, Ẹphraim genannt, und dort blieb er mit den Jüngern.


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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Fr 15. Apr 2011, 14:57
von maggie
Jesus heilt zehn Aussätzige auf seiner letzten Reise nach Jerusalem

JESUS vereitelt die Bemühungen des Sanhedrins, ihn zu töten, indem er Jerusalem verläßt und sich in die möglicherweise nur 25 km nordöstlich von Jerusalem gelegene Stadt Ephraim begibt. Dort, in sicherer Entfernung von seinen Feinden, bleibt er mit seinen Jüngern.

Da jedoch die Zeit für das Passah des Jahres 33 u. Z. näher rückt, ist Jesus bald wieder unterwegs. Er zieht durch Samaria und hinauf nach Galiläa. Zum letztenmal vor seinem Tod besucht er diese Gegend. In Galiläa schließt er sich mit seinen Jüngern wahrscheinlich anderen Leuten an, die zur Passahfeier nach Jerusalem gehen. Sie schlagen den Weg ein, der durch das Gebiet von Peräa, östlich des Jordan, führt.

Zu Beginn der Reise trifft Jesus in Samaria oder in Galiläa in der Nähe eines Dorfes auf zehn aussätzige Männer. Der Aussatz ist eine furchtbare Krankheit, die nach und nach bestimmte Körperteile eines Menschen verzehrt — seine Finger, seine Zehen, seine Ohren, seine Nase und seine Lippen. Um andere vor Ansteckung zu schützen, heißt es in Gottes Gesetz in bezug auf einen Aussätzigen: „Er sollte den Schnurrbart bedecken und ausrufen: ‚Unrein, unrein!‘ Alle Tage, da die Plage an ihm ist, wird er unrein sein. . . . Er sollte abgesondert wohnen.“

Die zehn Aussätzigen beachten die Gebote des Gesetzes Aussätzige betreffend und bleiben in großer Entfernung von Jesus stehen. Sie rufen jedoch mit lauter Stimme: „Jesus, Unterweiser, hab Erbarmen mit uns!“

Als Jesus sie erblickt, fordert er sie auf: „Geht und zeigt euch den Priestern.“ Das sagt er, weil Gottes Gesetz die Priester ermächtigt, Aussätzige, die von ihrer Krankheit genesen sind, für rein zu erklären. Auf diese Weise erhalten die Betreffenden die Erlaubnis, wieder unter gesunden Menschen zu leben.

Die zehn Aussätzigen haben Vertrauen in Jesu Wunderkräfte. Daher eilen sie zu den Priestern, obwohl sie noch nicht geheilt sind. Während sie unterwegs sind, wird ihr Glaube an Jesus belohnt. Sie können sehen und fühlen, daß ihre Gesundheit wiederhergestellt wird!

Neun der gereinigten Aussätzigen setzen ihren Weg fort, doch der zehnte, ein Samariter, kehrt zu Jesus zurück. Warum? Weil er für das, was mit ihm geschehen ist, wirklich dankbar ist. Er preist Gott mit lauter Stimme, und als er Jesus findet, fällt er ihm zu Füßen und dankt ihm.

Darauf fragt Jesus: „Sind nicht die zehn gereinigt worden? Wo sind denn die anderen neun? Haben sich keine gefunden, die zurückkehrten, um Gott zu verherrlichen, als nur dieser Mensch von einer anderen Nation?“

Dann sagt er zu dem Samariter: „Steh auf, und geh deines Weges; dein Glaube hat dich gesund gemacht.“

Wenn wir von Jesu Heilung der zehn Aussätzigen lesen, sollten wir uns die Lehre zu Herzen nehmen, die durch seine Frage „Wo sind denn die anderen neun?“ zum Ausdruck kommt. Die Undankbarkeit, die die neun offenbarten, war ein schwerer Fehler. Werden wir uns wie der Samariter als dankbar erweisen für die Dinge, die wir von Gott erhalten, einschließlich der sicheren Verheißung auf ewiges Leben in Gottes gerechter neuer Welt?


Johannes 11:54, 55Infolgedessen ging Jesus nicht mehr öffentlich unter den Juden umher, sondern von dort begab er sich weg in das Land nahe bei der Wildnis, in eine Stadt, Ẹphraim genannt, und dort blieb er mit den Jüngern. 55 Nun war das Passah der Juden nahe, und viele Leute gingen vor dem Passah aus dem Land nach Jerusalem hinauf, um sich zeremoniell zu reinigen.

Lukas 17:11-19Und während er nach Jerusalem unterwegs war, ging er mitten durch Samạria und Galilạ̈a. 12 Und als er in ein gewisses Dorf hineinging, kamen ihm zehn aussätzige Männer entgegen, doch blieben sie in der Ferne stehen. 13 Und sie erhoben ihre Stimme und sagten: „Jesus, Unterweiser, hab Erbarmen mit uns!“ 14 Und als er sie erblickte, sprach er zu ihnen: „Geht und zeigt euch den Priestern.“ Als sie dann weggingen, wurden sie rein. 15 Einer von ihnen kehrte zurück, als er sah, daß er gesund geworden war, und verherrlichte Gott mit lauter Stimme. 16 Und er fiel zu den Füßen [Jesu] auf sein Angesicht und dankte ihm; übrigens war er ein Samarịter. 17 Jesus gab zur Antwort: „Sind nicht die zehn gereinigt worden? Wo sind denn die anderen neun? 18 Haben sich keine gefunden, die zurückkehrten, um Gott zu verherrlichen, als nur dieser Mensch von einer anderen Nation?“ 19 Und er sprach zu ihm: „Steh auf, und geh deines Weges; dein Glaube hat dich gesund gemacht.“

3. Mose 13:16, 17Oder falls das lebende Fleisch zurückgeht und es sich tatsächlich in Weiß verwandelt, dann soll er zum Priester kommen. 17 Und der Priester soll ihn besehen, und wenn sich die Plage in Weiß verwandelt hat, dann soll der Priester [den, den] die Plage [betroffen hat,] für rein erklären. Er ist rein.

45, 46Was den Aussätzigen betrifft, der die Plage an sich hat, seine Kleider sollten zerrissen sein, und sein Haupt[haar] sollte ungepflegt herabhängen, und er sollte den Schnurrbart bedecken und ausrufen: ‚Unrein, unrein!‘ 46 Alle Tage, da die Plage an ihm ist, wird er unrein sein. Er ist unrein. Er sollte abgesondert wohnen. Außerhalb des Lagers ist sein Wohnort.

Offenbarung 21:3, 4Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Sa 16. Apr 2011, 14:51
von maggie
Wenn der Menschensohn geoffenbart wird

ALS sich Jesus noch im Norden (entweder in Samaria oder in Galiläa) aufhält, befragen ihn gewisse Pharisäer über das Kommen des Königreiches. Sie glauben, daß es mit großem Pomp und Zeremoniell komme, aber Jesus sagt: „Das Königreich Gottes kommt nicht in auffallender Weise, so daß man es beobachten könnte, noch wird man sagen: ‚Siehe hier!‘ oder: ‚Dort!‘ Denn siehe, das Königreich Gottes ist in eurer Mitte.“

Jesu Worte „in eurer Mitte“ werden manchmal mit „in euch“ wiedergegeben. Daher denken einige, Jesus habe sagen wollen, das Königreich Gottes herrsche im Herzen der Diener Gottes. Aber das Königreich Gottes ist ganz offensichtlich nicht im Herzen dieser ungläubigen Pharisäer, mit denen Jesus spricht. Doch es befindet sich in ihrer Mitte, weil der designierte König des Königreiches Gottes, Jesus Christus, mitten unter ihnen weilt.

Nun spricht Jesus mit seinen Jüngern weiter über das Kommen des Königreiches — die Pharisäer sind wahrscheinlich nicht mehr zugegen. Er hat insbesondere seine künftige Gegenwart in Königreichsmacht im Sinn, als er folgende Warnung äußert: „Man wird zu euch sagen: ‚Siehe dort!‘ oder ‚Siehe hier!‘ Geht nicht hin, noch lauft hinter ihnen [den falschen Messiassen] her. Denn so, wie der Blitz durch sein Aufblitzen von einer Gegend unter dem Himmel zu einer anderen Gegend unter dem Himmel leuchtet, so wird der Menschensohn sein.“ Jesus zeigt damit, daß der Beweis für seine Gegenwart in Königreichsmacht für alle, die darauf achten, deutlich sichtbar sein wird, gleich einem Blitz, der in einem großen Gebiet zu sehen ist.

Dann zieht Jesus Vergleiche zu Ereignissen in früherer Zeit, um darauf aufmerksam zu machen, welche Einstellung die Menschen während seiner künftigen Gegenwart haben würden. Er sagt: „Geradeso wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein . . . Ebenso wie es in den Tagen Lots geschah: sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten. An dem Tag aber, als Lot aus Sodom herauskam, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vernichtete sie alle. Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem der Menschensohn geoffenbart wird.“

Jesus will damit nicht sagen, daß die Menschen in den Tagen Noahs und in den Tagen Lots vernichtet wurden, nur weil sie sich alltäglichen Dingen wie Essen, Trinken, Kaufen, Verkaufen, Pflanzen und Bauen widmeten. Auch Noah und Lot und ihre Angehörigen taten dies. Aber die anderen gingen ihren alltäglichen Geschäften nach, ohne dem Willen Gottes irgendwelche Aufmerksamkeit zu schenken, und aus diesem Grund wurden sie zu Tode gebracht. Aus demselben Grund werden Menschen vernichtet werden, wenn Christus während der großen Drangsal, die über das gegenwärtige System der Dinge kommt, geoffenbart wird.

Um hervorzuheben, wie wichtig es ist, schnell auf den Beweis seiner künftigen Gegenwart in Königreichsmacht zu reagieren, fügt Jesus noch hinzu: „An jenem Tag steige die Person, die auf dem Hausdach ist, aber ihre bewegliche Habe im Haus hat, nicht hinab, um diese zu holen; und die Person, die auf dem Feld ist, kehre gleichfalls nicht zu den Dingen zurück, die dahinten sind. Denkt an Lots Frau.“

Wenn das Zeichen für die Gegenwart Christi erscheint, dürfen sich die Menschen nicht dadurch am sofortigen Handeln hindern lassen, daß sie an ihrem materiellen Besitz hängen. Lots Frau blickte beim Verlassen Sodoms offensichtlich sehnsüchtig nach den Dingen zurück, die sie zurückgelassen hatte, und sie wurde zu einer Salzsäule.

Jesus beschreibt seinen Jüngern weiter, welche Situation während seiner künftigen Gegenwart herrschen wird, und sagt: „In jener Nacht werden zwei Männer in einem Bett sein; der eine wird mitgenommen, der andere aber wird verlassen werden. Es werden zwei Frauen an derselben Mühle mahlen; die eine wird mitgenommen, die andere aber wird verlassen werden.“

Mitgenommen zu werden entspricht dem Sachverhalt, daß Noah mit seinen Angehörigen in die Arche ging und daß die Engel Lot und seine Angehörigen aus Sodom herausführten. Es bedeutet Rettung; verlassen zu werden dagegen Vernichtung.

Nun fragen die Jünger: „Wo, Herr?“

„Wo der Leib ist, da werden auch die Adler versammelt werden“, antwortet Jesus. Diejenigen, die zur Rettung „mitgenommen“ werden, gleichen weitsichtigen Adlern, da sie sich beim „Leib“ versammeln. Der Leib bezieht sich auf den wahren Christus während seiner unsichtbaren Gegenwart in Königreichsmacht sowie auf das geistige Festmahl, das Jehova bereitet.


Lukas 17:20-37Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Königreich Gottes komme, antwortete er ihnen und sprach: „Das Königreich Gottes kommt nicht in auffallender Weise, so daß man es beobachten könnte, 21 noch wird man sagen: ‚Siehe hier!‘ oder: ‚Dort!‘ Denn siehe, das Königreich Gottes ist in eurer Mitte.“22 Dann sagte er zu den Jüngern: „Es werden Tage kommen, an denen ihr begehren werdet, einen einzigen der Tage des Menschensohnes zu sehen, doch werdet ihr [ihn] nicht sehen. 23 Und man wird zu euch sagen: ‚Siehe dort!‘ oder: ‚Siehe hier!‘ Geht nicht hin, noch lauft hinter [ihnen] her. 24 Denn so, wie der Blitz durch sein Aufblitzen von einer Gegend unter dem Himmel zu einer anderen Gegend unter dem Himmel leuchtet, so wird der Menschensohn sein. 25 Vorerst jedoch muß er vieles leiden und von dieser Generation verworfen werden. 26 Und geradeso wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein: 27 sie aßen, sie tranken, Männer heirateten, Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging und die Sintflut kam und sie alle vernichtete. 28 Ebenso wie es in den Tagen Lots geschah: sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten. 29 An dem Tag aber, als Lot aus Sọdom herauskam, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vernichtete sie alle. 30 Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem der Menschensohn geoffenbart wird.31 An jenem Tag steige die Person, die auf dem Hausdach ist, aber ihre bewegliche Habe im Haus hat, nicht hinab, um diese zu holen; und die Person, die auf dem Feld ist, kehre gleichfalls nicht zu den Dingen zurück, die dahinten sind. 32 Denkt an Lots Frau. 33 Wer immer seine Seele für sich zu erhalten sucht, wird sie verlieren, wer immer sie aber verliert, wird sie am Leben erhalten. 34 Ich sage euch: In jener Nacht werden zwei [Männer] in einem Bett sein; der eine wird mitgenommen, der andere aber wird verlassen werden. 35 Es werden zwei [Frauen] an derselben Mühle mahlen; die eine wird mitgenommen, die andere aber wird verlassen werden.“ 36 —— 37 Daher gaben sie ihm zur Antwort: „Wo, Herr?“ Er sprach zu ihnen: „Wo der Leib ist, da werden auch die Adler versammelt werden.“

1. Mose 19:26Und seine Frau begann sich hinter ihm umzuschauen, und sie wurde zu einer Salzsäule.


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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: So 17. Apr 2011, 14:12
von maggie
Die Notwendigkeit des Gebets und der Demut

JESUS hatte bei einer früheren Gelegenheit, als er in Judäa war, ein Gleichnis erzählt, in dem es darum ging, wie wichtig die Beharrlichkeit im Gebet ist. Jetzt, auf seiner letzten Reise nach Jerusalem, betont er erneut die Notwendigkeit, im Gebet nicht nachzulassen. Möglicherweise hält sich Jesus noch in Samaria oder Galiläa auf, als er seinen Jüngern folgendes Gleichnis erzählt:

„In einer gewissen Stadt war ein gewisser Richter, der weder Gottesfurcht noch Respekt vor einem Menschen hatte. Da war aber eine Witwe in jener Stadt, und sie ging immer wieder zu ihm und sagte: ‚Sieh zu, daß mir von seiten meiner Gegenpartei Recht zuteil wird.‘ Nun, eine Zeitlang wollte er nicht, doch danach sagte er bei sich: ‚Wenn ich auch Gott nicht fürchte noch vor einem Menschen Respekt habe, will ich doch auf jeden Fall, weil diese Witwe mir beständig Mühe macht, zusehen, daß ihr Recht widerfährt, damit sie nicht weiterhin kommt und mich schließlich durch Schläge ins Gesicht bezwingt.‘ “

Gleich im Anschluß daran erklärt Jesus die Anwendung seines Gleichnisses: „Hört, was der Richter, obwohl er ungerecht war, sprach! Wird Gott also bestimmt nicht auch seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, Recht verschaffen, auch wenn er ihnen gegenüber langmütig ist?“

Damit will Jesus nicht sagen, daß Jehova Gott in irgendeiner Hinsicht dem ungerechten Richter gleicht. Es sollte eigentlich außer Frage stehen, daß, wenn schon ein ungerechter Richter auf ständiges Flehen reagiert, Gott, der völlig gerecht und gut ist, sein Volk, das beharrlich betet, erst recht erhört. Daher fährt Jesus fort: „Ich sage euch: Er [Gott] wird ihnen eilends Recht verschaffen.“

Den Geringen und den Armen wird das Recht oft vorenthalten, Mächtige und Reiche werden dagegen nicht selten begünstigt. Gott wird jedoch nicht nur dafür sorgen, daß die Bösen ihre gerechte Strafe erhalten, sondern auch dafür, daß seine Diener gerecht behandelt werden, indem er ihnen ewiges Leben gibt. Doch wie viele glauben fest daran, daß Gott den Menschen eilends Recht verschaffen wird?

Jesus bezieht sich insbesondere auf den Glauben, der mit der Kraft des Gebets in Verbindung steht, und fragt: „Wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?“ Er läßt seine Frage zwar unbeantwortet, aber möglicherweise will er damit sagen, daß ein solcher Glaube nicht bei allen vorhanden sein wird, wenn er in Königreichsmacht kommt.

Unter denen, die Jesus zuhören, befinden sich einige, die in bezug auf ihren Glauben sehr selbstsicher sind. Sie halten sich für gerecht und blicken auf andere herab. Einige der Jünger Jesu gehören vielleicht sogar zu dieser Personengruppe. An sie richtet er sich mit dem folgenden Gleichnis:

„Zwei Menschen gingen in den Tempel hinauf, um zu beten, der eine ein Pharisäer und der andere ein Steuereinnehmer. Der Pharisäer stand da und begann folgendes bei sich zu beten: ‚O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Erpresser, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Steuereinnehmer. Ich faste zweimal in der Woche, ich gebe den Zehnten von allem, was ich erwerbe.‘ “

Die Pharisäer sind dafür bekannt, daß sie ihre Gerechtigkeit in der Öffentlichkeit zur Schau stellen, um andere zu beeindrucken. Der Montag und der Donnerstag sind gewöhnlich ihre selbstauferlegten Fasttage, und sie bezahlen übergewissenhaft den Zehnten sogar von den winzigen Gewürzen des Feldes. Einige Monate zuvor, während des Laubhüttenfestes, war die Geringschätzung, mit der sie auf das gewöhnliche Volk herabblickten, deutlich geworden, als sie sagten: „Diese Volksmenge . . ., die das GESETZ [das heißt dessen Auslegung durch die Pharisäer] nicht kennt, verfluchte Leute sind sie.“

Im weiteren Verlauf des Gleichnisses spricht Jesus von einer solchen ‘verfluchten’ Person: „Der Steuereinnehmer aber, der in einiger Entfernung stand, wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich wiederholt an die Brust und sprach: ‚O Gott, sei mir, einem Sünder, gnädig.‘ “ Weil der Steuereinnehmer seine Verfehlungen demütig eingestand, kommt Jesus zu dem Schluß: „Ich sage euch: Dieser ging als gerechter erwiesen als jener in sein Haus hinab; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

Damit betont Jesus noch einmal die Notwendigkeit der Demut. Da Jesu Jünger in einer Gesellschaft aufgewachsen sind, in der die selbstgerechten Pharisäer großen Einfluß ausüben und Stellung und Rang stets in den Vordergrund gerückt werden, überrascht es nicht, daß dies auch auf sie abgefärbt hat. Aber welch vortreffliche Lektionen in Demut Jesus ihnen doch erteilt!


Lukas 18:1-14Dann redete er weiter in einem Gleichnis zu ihnen über die Notwendigkeit, daß sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten, 2 indem er sprach: „In einer gewissen Stadt war ein gewisser Richter, der weder Gottesfurcht noch Respekt vor einem Menschen hatte. 3 Da war aber eine Witwe in jener Stadt, und sie ging immer wieder zu ihm und sagte: ‚Sieh zu, daß mir von seiten meiner Gegenpartei Recht zuteil wird.‘ 4 Nun, eine Zeitlang wollte er nicht, doch danach sagte er bei sich: ‚Wenn ich auch Gott nicht fürchte noch vor einem Menschen Respekt habe, 5 will ich doch auf jeden Fall, weil diese Witwe mir beständig Mühe macht, zusehen, daß ihr Recht widerfährt, damit sie nicht weiterhin kommt und mich schließlich durch Schläge ins Gesicht bezwingt.‘ “ 6 Dann sagte der Herr: „Hört, was der Richter, obwohl er ungerecht war, sprach! 7 Wird Gott also bestimmt nicht auch seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, Recht verschaffen, auch wenn er ihnen gegenüber langmütig ist? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen eilends Recht verschaffen. Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?“9 Er redete aber auch zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, daß sie gerecht seien, und die übrigen für nichts hielten, in diesem Gleichnis: 10 „Zwei Menschen gingen in den Tempel hinauf, um zu beten, der eine ein Pharisäer und der andere ein Steuereinnehmer. 11 Der Pharisäer stand da und begann folgendes bei sich zu beten: ‚O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Erpresser, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Steuereinnehmer. 12 Ich faste zweimal in der Woche, ich gebe den Zehnten von allem, was ich erwerbe.‘ 13 Der Steuereinnehmer aber, der in einiger Entfernung stand, wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich wiederholt an die Brust und sprach: ‚O Gott, sei mir, einem Sünder, gnädig.‘ 14 Ich sage euch: Dieser ging als gerechter erwiesen als jener in sein Haus hinab; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

Johannes 7:49Diese Volksmenge aber, die das GESETZ nicht kennt, verfluchte Leute sind sie.“

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Mo 18. Apr 2011, 13:18
von maggie
Belehrungen über Scheidung und über Liebe zu Kindern

JESUS und seine Jünger sind auf dem Weg nach Jerusalem, um dem Passah des Jahres 33 u. Z. beizuwohnen. Sie überqueren den Jordan und schlagen die Route durch den Bezirk von Peräa ein. Es ist erst einige Wochen her, daß Jesus in Peräa war, allerdings wurde er damals nach Judäa zu seinem kranken Freund Lazarus gerufen. Während seines damaligen Aufenthalts in Peräa hatte Jesus mit den Pharisäern über die Scheidung gesprochen; jetzt bringen sie diese Angelegenheit erneut zur Sprache.

Unter den Pharisäern gehen die Meinungen über die Scheidung auseinander. Moses sagte, daß man sich von einer Frau scheiden lassen könne, wenn „etwas Anstößiges an ihr gefunden“ werde. Einige glauben, daß sich das einzig und allein auf ein unkeusches Verhalten bezieht. Andere sind dagegen der Ansicht, daß „etwas Anstößiges“ schon geringste Vergehen einschließt. Um Jesus auf die Probe zu stellen, fragen die Pharisäer: „Ist es einem Mann erlaubt, sich von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden zu lassen?“ Sie sind davon überzeugt, daß Jesus, ganz gleich, was er sagt, mit den Pharisäern Schwierigkeiten bekommen wird, die eine andere Ansicht vertreten.

Jesus beantwortet die Frage jedoch auf geschickte Weise, indem er sich nicht einer menschlichen Meinung anschließt, sondern auf die ursprüngliche Form der Ehe verweist. Er fragt: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat und sprach: ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“

Wie Jesus zeigt, bestand Gottes ursprünglicher Vorsatz darin, daß Eheleute zusammenbleiben und sich nicht scheiden lassen sollten. Obschon das so ist, entgegnen die Pharisäer: „Warum schrieb denn Moses vor, ihr ein Entlassungszeugnis zu geben und sich von ihr scheiden zu lassen?“

„Im Hinblick auf eure Herzenshärte hat Moses euch das Zugeständnis gemacht, daß ihr euch von euren Frauen scheiden lassen könnt“, antwortet Jesus, „aber von Anfang an ist dies nicht der Fall gewesen.“ Ja, als Gott in Eden den wahren Maßstab für die Ehe festlegte, traf er keine Vorkehrung für eine Scheidung.

Weiter sagt Jesus zu den Pharisäern: „Ich sage euch, daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei [griechisch: pornéiai (sprich: pornéia)], und eine andere heiratet, Ehebruch begeht.“ Er zeigt dadurch, daß pornéia, das heißt eine schwere sexuelle Verfehlung, der einzig zulässige Scheidungsgrund ist.

Als den Jüngern bewußt wird, daß die Ehe eine dauerhafte Gemeinschaft sein soll und es nur einen einzigen Scheidungsgrund gibt, fühlen sie sich zu der Äußerung veranlaßt: „Wenn die Stellung eines Mannes zu seiner Frau so ist, ist es nicht ratsam zu heiraten.“ Ohne Frage sollte sich jeder, der die Ehe in Betracht zieht, der Dauerhaftigkeit der Ehebande bewußt sein.

Jesus spricht dann über das Ledigsein. Er zeigt, daß es einige männliche Kinder gibt, die als Eunuchen geboren werden und nicht heiraten können, da ihre Geschlechtsorgane nicht entsprechend entwickelt sind. Andere werden von Menschen durch grausame Verstümmelung der Geschlechtsorgane zu Eunuchen gemacht. Aber es gibt auch manche, die den Wunsch, zu heiraten und Geschlechtsbeziehungen zu haben, zurückstellen, um sich in noch vollerem Maße den Dingen zu widmen, die mit dem Königreich der Himmel in Verbindung stehen. „Wer dafür [für die Ehelosigkeit] Raum schaffen kann, schaffe dafür Raum“, schließt Jesus ab.

Nun bringen die Leute ihre kleinen Kinder zu Jesus. Die Jünger verwehren es ihnen allerdings und versuchen, die Kinder wegzuschicken, zweifellos weil sie Jesus vor unnötigen Belastungen bewahren wollen. Jesus sagt jedoch: „Laßt die kleinen Kinder zu mir kommen; versucht nicht, sie daran zu hindern, denn das Königreich Gottes gehört solchen, die wie sie sind. Wahrlich, ich sage euch: Wer immer das Königreich Gottes nicht aufnimmt wie ein kleines Kind, wird bestimmt nicht in dasselbe eingehen.“

Welch ausgezeichnete Belehrung Jesus hier doch vermittelt! Damit wir Gottes Königreich empfangen können, müssen wir die Demut und die Gelehrigkeit kleiner Kinder nachahmen. Aber Jesu Beispiel macht auch deutlich, wie wichtig es ist, daß Eltern mit ihren Kindern Zeit verbringen. Jesus zeigt jetzt seine Liebe zu Kindern, indem er sie in die Arme schließt und sie segnet.


Matthäus 19:1-15Als Jesus nun diese Worte beendet hatte, brach er von Galilạ̈a auf und kam zu den Grenzen Judạ̈as jenseits des Jordan. 2 Auch folgten ihm große Volksmengen, und er heilte sie dort.3 Und Pharisäer traten an ihn heran, in der Absicht, ihn zu versuchen, und sprachen: „Ist es einem Mann erlaubt, sich von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden zu lassen?“ 4 In Erwiderung sagte er: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat 5 und sprach: ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, 6 so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ 7 Sie sagten zu ihm: „Warum schrieb denn Moses vor, ihr ein Entlassungszeugnis zu geben und sich von ihr scheiden zu lassen?“ 8 Er sprach zu ihnen: „Im Hinblick auf eure Herzenshärte hat Moses euch das Zugeständnis gemacht, [daß ihr] euch von euren Frauen scheiden lassen [könnt], aber von Anfang an ist dies nicht der Fall gewesen. 9 Ich sage euch, daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht.“10 Die Jünger sprachen zu ihm: „Wenn die Stellung eines Mannes zu seiner Frau so ist, ist es nicht ratsam zu heiraten.“ 11 Er sprach zu ihnen: „Nicht alle Menschen geben dem Wort Raum, sondern nur diejenigen, die die Gabe haben. 12 Denn es gibt Eunuchen, die vom Mutterschoß als solche geboren wurden, und es gibt Eunuchen, die von Menschen zu Eunuchen gemacht worden sind, und es gibt Eunuchen, die sich wegen des Königreiches der Himmel selbst zu Eunuchen gemacht haben. Wer dafür Raum schaffen kann, schaffe dafür Raum.“13 Dann wurden kleine Kinder zu ihm gebracht, damit er ihnen die Hände auflege und bete; die Jünger aber verwiesen es ihnen. 14 Jesus sagte jedoch: „Laßt doch die kleinen Kinder, und hindert sie nicht mehr daran, zu mir zu kommen, denn das Königreich der Himmel gehört solchen, die wie sie sind.“ 15 Und er legte ihnen die Hände auf und ging von dort weg.

5. Mose 24:1Falls ein Mann eine Frau nimmt und sie sich als Ehefrau wirklich zu seinem Besitz macht, so soll es geschehen, wenn sie in seinen Augen keine Gunst finden sollte, weil er etwas Anstößiges an ihr gefunden hat, daß er dann ein Scheidungszeugnis für sie ausschreiben und es ihr in die Hand legen und sie aus seinem Haus entlassen soll.

Lukas 16:18Jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und wer eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.

Markus 10:1-16Von dort machte er sich auf und kam an die Grenzen von Judạ̈a und jenseits des Jordan, und wieder kamen Volksmengen bei ihm zusammen, und wieder begann er sie zu lehren, wie er es gewohnt war. 2 Nun näherten sich Pharisäer und begannen, um ihn auf die Probe zu stellen, ihn zu fragen, ob es einem Mann erlaubt sei, sich von seiner Frau scheiden zu lassen. 3 Als Antwort sagte er zu ihnen: „Was hat euch Moses geboten?“ 4 Sie sagten: „Moses hat erlaubt, ein Entlassungszeugnis zu schreiben und sich [von ihr] scheiden zu lassen.“ 5 Jesus aber sprach zu ihnen: „Mit Rücksicht auf eure Herzenshärte schrieb er euch dieses Gebot. 6 Doch von Anfang der Schöpfung an ‚hat ER sie männlich und weiblich gemacht. 7 Deswegen wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, 8 und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind. 9 Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ 10 Als sie wieder im Haus waren, begannen ihn die Jünger darüber zu befragen. 11 Und er sprach zu ihnen: „Wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch, 12 und wenn eine Frau, nachdem sie sich von ihrem Mann scheiden ließ, je einen anderen heiratet, so begeht sie Ehebruch.“13 Nun begann man, kleine Kinder zu ihm zu bringen, damit er diese anrühre; die Jünger aber verwiesen es ihnen. 14 Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: „Laßt die kleinen Kinder zu mir kommen; versucht nicht, sie daran zu hindern, denn das Königreich Gottes gehört solchen, die wie sie sind. 15 Wahrlich, ich sage euch: Wer immer das Königreich Gottes nicht aufnimmt wie ein kleines Kind, wird bestimmt nicht in dasselbe eingehen.“ 16 Und er schloß die Kinder in seine Arme und begann sie zu segnen, indem er ihnen die Hände auflegte.

Lukas 18:15-17Nun brachten die Leute auch ihre Kindlein zu ihm, damit er diese anrühre; doch als die Jünger das sahen, begannen sie es ihnen zu verweisen. 16 Jesus dagegen rief die [Kindlein] zu sich und sprach: „Laßt die kleinen Kinder zu mir kommen, und versucht nicht, sie daran zu hindern. Denn das Königreich Gottes gehört solchen, die wie sie sind. 17 Wahrlich, ich sage euch: Wer immer das Königreich Gottes nicht aufnimmt wie ein kleines Kind, wird bestimmt nicht in dasselbe eingehen.“


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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Di 19. Apr 2011, 15:52
von maggie
Jesus und ein reicher junger Vorsteher

ALS Jesus durch den Bezirk von Peräa in Richtung Jerusalem weiterzieht, läuft ein junger Mann herbei und fällt vor ihm auf die Knie. Der Betreffende wird als Vorsteher bezeichnet, was bedeuten kann, daß er eine prominente Stellung in einer örtlichen Synagoge einnimmt oder sogar Mitglied des Sanhedrins ist. Außerdem ist er sehr reich. Er fragt: „Guter Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“

„Warum nennst du mich gut?“ entgegnet Jesus. „Niemand ist gut als nur einer: Gott.“ Wahrscheinlich gebraucht der junge Mann „gut“ im Sinne eines Titels, weshalb Jesus ihn wissen läßt, daß ein solcher Titel allein Gott gebührt.

Jesus fährt fort: „Wenn du indes ins Leben eingehen willst, so halte stets die Gebote.“

„Welche?“ fragt der Mann.

In seiner Antwort zitiert Jesus fünf der Zehn Gebote: „Nun: ‚Du sollst nicht morden‘, ‚Du sollst nicht ehebrechen‘, ‚Du sollst nicht stehlen‘, ‚Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen‘, ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter.‘ “ Und dann fügt Jesus ein noch wichtigeres Gebot hinzu, indem er sagt: „ ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ “

„Das alles habe ich von meiner Jugend an gehalten“, antwortet der Mann in aller Aufrichtigkeit. „Was fehlt mir noch?“

Als Jesus die eindringliche, ernstgemeinte Frage hört, empfindet er Liebe zu dem Mann. Doch Jesus erkennt auch, daß der Mann an materiellen Dingen hängt, und zeigt ihm daher, was er noch tun muß: „Eines fehlt dir: Geh, verkauf, was du hast, und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach.“

Jesus beobachtet zweifellos mit Bedauern, daß sich der Mann daraufhin erhebt und sich tief betrübt abwendet. Sein Reichtum macht ihn für den Wert wahrer Schätze blind. „Wie schwierig wird es für die sein, die Geld haben, in das Königreich Gottes einzugehen!“ sagt Jesus traurig.

Die Jünger sind über Jesu Worte erstaunt. Noch mehr überrascht sie jedoch folgender Grundsatz, den er dann aufstellt: „Es ist tatsächlich leichter für ein Kamel, durch das Öhr einer Nähnadel zu gehen, als für einen Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen.“

„Wer kann dann tatsächlich gerettet werden?“ fragen die Jünger.

Jesus blickt sie direkt an und sagt: „Bei Menschen ist es unmöglich, nicht aber bei Gott, denn bei Gott sind alle Dinge möglich.“

Petrus weist darauf hin, daß sie eine ganz andere Wahl getroffen haben als der reiche junge Vorsteher: „Siehe! Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.“ Er fragt daher: „Was wird uns eigentlich zuteil werden?“

„In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten“, verspricht Jesus. Ja, Jesus zeigt, daß es eine Wiedererschaffung der Verhältnisse auf der Erde geben wird, die im Garten Eden herrschten. Petrus und die anderen Jünger werden den Lohn erhalten, mit Jesus über dieses weltweite Paradies zu herrschen. Diese großartige Belohnung ist bestimmt jedes Opfer wert.

Doch auch jetzt schon gibt es einen Lohn, wie Jesus deutlich zeigt: „Niemand hat Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Felder um meinetwillen und um der guten Botschaft willen verlassen, der nicht jetzt, in dieser Zeitperiode, hundertfach empfängt: Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Felder, unter Verfolgungen, und in dem kommenden System der Dinge ewiges Leben.“

Jesus verspricht, daß sich seine Jünger, wohin sie in der Welt auch gehen, eines Verhältnisses zu Mitchristen erfreuen werden, das enger und kostbarer ist als das Verhältnis zu Blutsverwandten. Dem reichen jungen Vorsteher entgeht offensichtlich beides — sowohl diese Belohnung als auch das ewige Leben in Gottes himmlischem Königreich.

Dann fügt Jesus noch hinzu: „Doch werden viele, die Erste sind, Letzte sein und die Letzten Erste.“ Was meint er damit?

Er will sagen, daß viele Menschen, die in bezug auf religiöse Vorrechte — wie der reiche junge Vorsteher — „Erste“ sind, nicht in das Königreich eingehen werden. Sie werden „Letzte“ sein. Doch viele, einschließlich der demütigen Jünger Jesu, auf die die selbstgerechten Pharisäer als „Letzte“ herabblicken — die sie als Menschen der Erde oder ‛amha’árez betrachten —, werden „Erste“ sein, das heißt das Vorrecht erhalten, Mitregenten im Königreich Christi zu sein.


Markus 10:17-31Und als er sich hinausbegab auf seinen Weg, lief jemand herbei und fiel vor ihm auf die Knie und stellte ihm die Frage: „Guter Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“ 18 Jesus sagte zu ihm: „Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer: Gott. 19 Du kennst die Gebote: ‚Morde nicht‘, ‚Begehe nicht Ehebruch‘, ‚Stiehl nicht‘, ‚Lege nicht falsches Zeugnis ab‘, ‚Übervorteile nicht‘, ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘.“ 20 Der Mann sprach zu ihm: „Lehrer, das alles habe ich von meiner Jugend an gehalten.“ 21 Jesus blickte ihn an, empfand Liebe zu ihm und sagte zu ihm: „Eines fehlt dir: Geh, verkauf, was du hast, und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach.“ 22 Er wurde aber bei diesem Wort traurig und ging betrübt weg; denn er hatte viele Besitztümer.23 Nachdem Jesus umhergeblickt hatte, sprach er zu seinen Jüngern: „Wie schwierig wird es für die sein, die Geld haben, in das Königreich Gottes einzugehen!“ 24 Die Jünger aber begannen sich über seine Worte zu verwundern. Da ergriff Jesus das Wort und sagte wieder zu ihnen: „Kinder, wie schwierig ist es, in das Königreich Gottes einzugehen! 25 Es ist leichter für ein Kamel, durch ein Nadelöhr hindurchzugehen, als für einen Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen.“ 26 Sie waren noch mehr erstaunt und sprachen zu ihm: „Wer kann dann tatsächlich gerettet werden?“ 27 Jesus blickte sie direkt an und sagte: „Bei Menschen ist es unmöglich, nicht aber bei Gott, denn bei Gott sind alle Dinge möglich.“ 28 Da fing Petrus an, zu ihm zu sagen: „Siehe! Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.“ 29 Jesus sprach: „Wahrlich, ich sage euch: Niemand hat Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Felder um meinetwillen und um der guten Botschaft willen verlassen, 30 der nicht jetzt, in dieser Zeitperiode, hundertfach empfängt: Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Felder, unter Verfolgungen, und in dem kommenden System der Dinge ewiges Leben. 31 Doch werden viele, die Erste sind, Letzte sein und die Letzten Erste.“

Matthäus 19:16-30Nun siehe, jemand trat auf ihn zu und sprach: „Lehrer, was soll ich Gutes tun, um ewiges Leben zu erhalten?“ 17 Er sagte zu ihm: „Warum fragst du mich über das, was gut ist? Da ist e i n e r , der gut ist. Wenn du indes ins Leben eingehen willst, so halte stets die Gebote.“ 18 Er sprach zu ihm: „Welche?“ Jesus sagte: „Nun: ‚Du sollst nicht morden‘, ‚Du sollst nicht ehebrechen‘, ‚Du sollst nicht stehlen‘, ‚Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen‘, 19 ‚Ehre [deinen] Vater und [deine] Mutter‘ und ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst‘.“ 20 Der junge Mann sprach zu ihm: „Ich habe das alles gehalten; was fehlt mir noch?“ 21 Jesus sagte zu ihm: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deine Habe und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach.“ 22 Als der junge Mann dieses Wort hörte, ging er betrübt hinweg, denn er hatte viele Besitztümer. 23 Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: „Wahrlich, ich sage euch, daß es für einen Reichen schwierig sein wird, in das Königreich der Himmel einzugehen. 24 Wieder sage ich euch: Es ist leichter für ein Kamel, durch ein Nadelöhr zu gehen, als für einen Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen.“25 Als die Jünger das hörten, zeigten sie sich höchst erstaunt und sprachen: „Wer kann dann wirklich gerettet werden?“ 26 Jesus schaute sie an und sagte zu ihnen: „Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich.“27 Da gab ihm Petrus zur Antwort: „Siehe! Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns eigentlich zuteil werden?“ 28 Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. 29 Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Ländereien verlassen hat, wird vielmal mehr empfangen und wird ewiges Leben erben.30 Viele aber, die Erste sind, werden Letzte sein und die Letzten Erste.

Lukas 18:18-30Und ein gewisser Vorsteher fragte ihn, indem er sprach: „Guter Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“ 19 Jesus sagte zu ihm: „Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott. 20 Du kennst die Gebote: ‚Begehe nicht Ehebruch‘, ‚Morde nicht‘, ‚Stiehl nicht‘, ‚Lege nicht falsches Zeugnis ab‘, ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘.“ 21 Darauf sprach er: „Alle diese habe ich von Jugend an gehalten.“ 22 Nachdem er das gehört hatte, sagte Jesus zu ihm: „Eins fehlt dir noch: Verkauf alles, was du hast, und verteil es an Arme, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben; und komm, folge mir nach!“ 23 Als er das hörte, wurde er tief betrübt, denn er war sehr reich.24 Jesus schaute ihn an und sprach: „Wie schwierig wird es für die sein, die Geld haben, in das Königreich Gottes hineinzugelangen! 25 Es ist tatsächlich leichter für ein Kamel, durch das Öhr einer Nähnadel zu gehen, als für einen Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen.“ 26 Diejenigen, die das hörten, sprachen: „Für wen besteht dann die Möglichkeit, gerettet zu werden?“ 27 Er sagte: „Die Dinge, die bei Menschen unmöglich sind, sind bei Gott möglich.“ 28 Petrus aber sprach: „Siehe! Wir haben unsere eigenen Dinge verlassen und sind dir nachgefolgt.“ 29 Er sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: Da ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder um des Königreiches Gottes willen verlassen hat, 30 der nicht auf irgendeine Weise in dieser Zeitperiode vielmal mehr empfangen wird und in dem kommenden System der Dinge ewiges Leben.“


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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Mi 20. Apr 2011, 15:16
von maggie
Arbeiter im Weingarten

„VIELE . . ., die Erste sind“, hat Jesus eben gesagt, „werden Letzte sein und die Letzten Erste.“ Nun veranschaulicht er dies anhand einer Geschichte. „Das Königreich der Himmel“, beginnt er, „ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, der frühmorgens ausging, um Arbeiter für seinen Weingarten einzustellen.“

Jesus fährt mit den Worten fort: „Als er [der Hausherr] mit den Arbeitern um einen Denar für den Tag übereingekommen war, sandte er sie aus in seinen Weingarten. Als er auch um die dritte Stunde ausging, sah er andere unbeschäftigt auf dem Marktplatz stehen; und zu diesen sagte er: ‚Geht auch ihr in den Weingarten, und ich will euch geben, was immer recht ist.‘ Da gingen sie hin. Wieder ging er um die sechste und die neunte Stunde aus und tat ebenso. Schließlich ging er um die elfte Stunde aus und fand andere, die dastanden, und er sprach zu ihnen: ‚Warum steht ihr den ganzen Tag unbeschäftigt da?‘ Sie sprachen zu ihm: ‚Weil uns niemand eingestellt hat.‘ Er sagte zu ihnen: ‚Geht auch ihr in den Weingarten.‘ “

Der Hausherr, der Besitzer des Weingartens, ist Jehova Gott, und der Weingarten ist die Nation Israel. Die Arbeiter im Weingarten sind Personen, die in den Gesetzesbund aufgenommen worden sind, vor allem die Juden, die in den Tagen der Apostel leben. Nur mit den Ganztagsarbeitern wird eine feste Lohnvereinbarung getroffen. Die Tagesarbeit wird mit einem Denar entlohnt. Da „die dritte Stunde“ um 9 Uhr vormittags ist, arbeiten diejenigen, die zur 3., 6., 9. und 11. Stunde gerufen wurden, nur 9 beziehungsweise 6, 3 oder 1 Stunde.

Die 12-Stunden- oder Ganztagsarbeiter stellen die Führer der Juden dar, die ständig im Dienste der Religion gestanden haben, nicht wie die Jünger Jesu, die den größten Teil ihres Lebens dem Fischen oder anderen weltlichen Beschäftigungen nachgegangen sind. Erst im Herbst 29 u. Z. sandte der „Hausherr“ Jesus Christus aus, um diese als seine Jünger zusammenzubringen. Sie wurden daher die „letzten“ oder die Arbeiter der 11. Stunde.

Schließlich endet der sinnbildliche Arbeitstag mit dem Tod Jesu, und nun kommt die Zeit für die Auszahlung der Arbeiter. Sie erfolgt nach der ungewöhnlichen Regel, daß die letzten zuerst ausbezahlt werden. Das geht aus den Worten hervor: „Als es Abend wurde, sagte der Herr des Weingartens zu seinem Beauftragten: ‚Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen ihren Lohn, angefangen bei den letzten bis hin zu den ersten.‘ Als die von der elften Stunde kamen, empfingen sie jeder einen Denar. Als nun die ersten kamen, folgerten sie, daß sie mehr empfangen würden; doch auch sie erhielten je einen Denar ausbezahlt. Als sie ihn empfingen, begannen sie gegen den Hausherrn zu murren und sprachen: ‚Diese letzten leisteten eine Stunde Arbeit; dennoch hast du sie uns gleichgestellt, uns, die wir die Bürde des Tages und die sengende Hitze getragen haben!‘ Doch e i n e m von ihnen antwortete er und sprach: ‚Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen? Nimm, was dein ist, und geh. Ich will diesem letzten dasselbe geben wie dir. Ist es mir nicht erlaubt, mit meinen eigenen Dingen zu tun, was ich will? Oder blickt dein Auge böse, weil ich gut bin?‘ “ Abschließend wiederholte Jesus die Worte: „Auf diese Weise werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.“

Der Denar wird nicht beim Tod Jesu ausbezahlt, sondern zu Pfingsten des Jahres 33 u. Z., als Christus, der „Beauftragte“, heiligen Geist auf seine Jünger ausgießt. Die Jünger Jesu sind mit den „letzten“ oder den Arbeitern der 11. Stunde vergleichbar. Der Denar versinnbildlicht nicht die Gabe des heiligen Geistes an sich. Er stellt etwas dar, was die Jünger hier auf der Erde gebrauchen sollen, etwas, wovon ihr Lebensunterhalt abhängt, ihr ewiges Leben. Der Denar ist das Vorrecht, zum geistigen Israel zu gehören und zum Predigen des Königreiches Gottes gesalbt zu sein.

Schon bald merken diejenigen, die zuerst eingestellt worden sind, daß die Jünger Jesu den Lohn erhalten haben, und sie sehen, wie diese den sinnbildlichen Denar gebrauchen. Sie wollen jedoch mehr als den heiligen Geist und die damit verbundenen Königreichsvorrechte. Ihr Murren und ihre Einwände kommen in der Verfolgung der Jünger Christi, der „letzten“ Arbeiter im Weingarten, zum Ausdruck.


Matthäus 19:30 bis 20:16Viele aber, die Erste sind, werden Letzte sein und die Letzten Erste.20 Denn das Königreich der Himmel ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, der frühmorgens ausging, um Arbeiter für seinen Weingarten einzustellen. 2 Als er mit den Arbeitern um einen Denạr für den Tag übereingekommen war, sandte er sie aus in seinen Weingarten. 3 Als er auch um die dritte Stunde ausging, sah er andere unbeschäftigt auf dem Marktplatz stehen; 4 und zu diesen sagte er: ‚Geht auch ihr in den Weingarten, und ich will euch geben, was immer recht ist.‘ 5 Da gingen sie hin. Wieder ging er um die sechste und die neunte Stunde aus und tat ebenso. 6 Schließlich ging er um die elfte Stunde aus und fand andere, die dastanden, und er sprach zu ihnen: ‚Warum steht ihr den ganzen Tag unbeschäftigt da?‘ 7 Sie sprachen zu ihm: ‚Weil uns niemand eingestellt hat.‘ Er sagte zu ihnen: ‚Geht auch ihr in den Weingarten.‘8 Als es Abend wurde, sagte der Herr des Weingartens zu seinem Beauftragten: ‚Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen ihren Lohn, angefangen bei den letzten bis hin zu den ersten.‘ 9 Als die von der elften Stunde kamen, empfingen sie jeder einen Denạr. 10 Als nun die ersten kamen, folgerten sie, daß sie mehr empfangen würden; doch auch sie erhielten je einen Denạr ausbezahlt. 11 Als sie ihn empfingen, begannen sie gegen den Hausherrn zu murren 12 und sprachen: ‚Diese letzten leisteten eine Stunde Arbeit; dennoch hast du sie uns gleichgestellt, [uns,] die wir die Bürde des Tages und die sengende Hitze getragen haben!‘ 13 Doch e i n e m von ihnen antwortete er und sprach: ‚Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht um einen Denạr mit mir übereingekommen? 14 Nimm, was dein ist, und geh. Ich will diesem letzten dasselbe geben wie dir. 15 Ist es mir nicht erlaubt, mit meinen eigenen Dingen zu tun, was ich will? Oder blickt dein Auge böse, weil ich gut bin?‘ 16 Auf diese Weise werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.“


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