Hallo liebe Gertrud,
nachdem ich meine erste Antwort hier auf meinem Rechner geschrottet hatte
hat das etwas gedauert
Der Text ist etwas lang geworden..
ich muss ausholen und gehe jetzt erstmal auf den biblischen Kontext ein um Matth 10:28 zu erklären, erstmal ohne die angegebenen Bibeltexte detailliert zu besprechen.
Es geht mir um das
Gesamtbild, welches die Bibel zum Thema Unsterblichkeit /Sterblichkeit liefert.
Dieses sollte man unbedingt berücksichtigen um Matth 10:28 beantworten zu können.
Das wird ein bissl länger. Dafür wird der letzte Antwortteil kürzer.
Beginnen möchte ich mit der Schöpfung.
Welche Intention verfolgte Gott denn mit den Menschen?
Wird deutlich, dass der Mensch bereits vorher existierte und jetzt eine neue Lebensform angenommen hatte um evtl. etwas –einen Auftrag, eine Aufgabe, ein Ziel- fortzusetzen, anzusteuern womit er schon lange vorher begann?
Oder lässt die Beschreibung in 1. Mose 1 und 2 einen irdischen Auftrag erkennen als Gott die Menschen anwies sich um die materielle Schöpfung zu kümmern?
Wie und welchem Zweck entsprechend waren sie erschaffen worden?
maggie hat geschrieben: 1.Mose 2:7 an :„Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele.“... Der Mensch hat also keine Seele. Er ist eine Seele. Gottes ursprünglicher Vorsatz war, dass Adam und Eva und alle ihre Nachkommen ewig auf der Erde in vollkommenem Zustand leben sollten
Hatte sich nach dem Sündenfall an der Bestimmung des Menschen etwas geändert?
(Psalm 115:16) Was die Himmel betrifft, Jehova gehören die Himmel, Aber die Erde hat er den Menschensöhnen gegeben.
War der Mensch oder ein Teil von ihm als unzerstörbare Lebensform geschaffen oder war sein Leben von Bedingungen abhängig?
maggie hat geschrieben: Gott wollte aber , dass die Menschen ihm gehorchen, da er immer ihr Bestes wollte. Darum sprach er lediglich ein Verbot aus, dass sie von einem bestimmten Baum nicht essen sollten. Würden sie sich nicht daran halten, sagte Gott in V 17 : "Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben.“ Nirgendwo in der Bibel wird gesagt, ein Teil Adams sei unsterblich gewesen. Im Gegenteil. Sein Dasein hing vom Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz ab. Was wäre, wenn er dieses Gesetz brechen würde? Sollte er dann ewiges Leben im geistigen Reich erhalten? Keineswegs. Er würde statt dessen „ganz bestimmt sterben“ . Sonst würde er ja für Ungehorsam eine Belohnung bekommen, anstatt eine Bestrafung.
Was geschah nun? Zeigt der weitere Verlauf der Geschehnisse, dass alles so kommen musste um dem Menschen das Tor zu einer anderen Welt zu öffnen?
Sollten A&E in eine andere Wesensform wechseln um z. B. die Scharte wieder auszuwetzen die sie geschlagen hatten?
Von Gott zur Rede gestellt, schoben sie sich Gegenseitig die Schuld zu. Es war von Betrug die Rede. Gott verurteilte alle Beteiligten und entfernte A&E aus dem Garten Eden.
Es erfüllte sich das, was Gott im Falle des Ungehorsams angekündigt hatte:
maggie hat geschrieben: Er würde dorthin zurückkehren, woher er gekommen war: „Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren“ nach 1. Mose 3:19. Adam hatte nicht existiert, bevor er erschaffen wurde, und nach seinem Tod würde er nicht mehr existieren.
Allmählich verbreiteten sich dann die Folgen der Rebellion A&E und betreffen uns heute noch:
maggie hat geschrieben:Und nachdem Adam gesündigt hatte, breitete sich dieser Todesfluch auf alle Menschen aus, weil sie alle von Adam abstammten wie es Römer 5:12 sagt "Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten — "
Würde sich dieses „Elendskarussel“ Geboren werden, Leiden und Sterben fortwährend drehen?
Muss er eine Art Läuterung durchmachen?
Oder würde Gott auf das hinarbeiten, was er sich offensichtlich mit den Menschen vorgenommen hatte: Die Erde mit ewig lebenden Menschen zu bevölkern.?
Beachten wir, was Gott unmittelbar nach dem Sündenfall und noch bevor sich Leid und Elend über die Menschheit ausbreiten würden angekündigte:
Zur Schlange sprach daher Jehova::
(1. Mose 3:15) Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen.“
Wie die Bibel an späterer Stelle selbst erklärt sind die Hauptakteure in diesem Drama Jesus Christus der Same und die Urschlange – Satan der Satan Teufel. Letzterer würde von Jesus schließlich vernichtet werden.
Interessanterweise spricht die Bibel bereits hier ganz offensichtlich von zwei verschiedenen Todesarten. Die „Fersenwunde“ welche die Schlange dem Samen zufügen würde, die Hinrichtung Jesu, der Tod eines echten Märtyrers, war offensichtlich durch dessen Auferstehung „heilbar“ – Satans Tod, der Tod eines Rebellen gegen Gott würde jedoch endgültig sein, was durch das Zermalmen des Kopfes bildlich dargestellt wird
Gleich ob die Schlange als abgefallener Engel oder auch nur als das Böse interpretiert wird – er/es und die Folgen seines Wirkens sind unerwünscht und werden beseitigt.
In Harmonie dazu steht z. B. auch die Aussage des Paulus.
(Römer 8:21, 22) 21aß die Schöpfung selbst auch von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden wird zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. 22 Denn wir wissen, daß die gesamte Schöpfung zusammen fortgesetzt seufzt und zusammen in Schmerzen liegt bis jetzt.
Diese Befreiung schließt sogar dies ein:
(
1. Korinther 15:26) Als letzter Feind wird der Tod zunichte gemacht.
Wäre der Tod ein Feind, wenn er das natürliche Tor zu unserer anderen Existenz wäre?
Wie würde die Befreiung des Menschen von Sünde und Tod nun geschehen?
Jesus nimmt im weiteren Geschehen eine Schlüsselrolle ein. Er erbringt das Lösegeld zur Befreiung der sündigen Menschheit. Seine Wunderheilungen und Auferweckungen gaben eine Vorschau wie sich seine Regierung einst auf der Erde auswirken wird. Ein Leben, frei von Leid und Tod.
Jetzt kommt m. M. nach ein ganz wichtiger Gedanke. Ein Schlüssel zum richtigen Verständnis der Bibel und des Themas Leben und Sterben. Die Bibel spricht nämlich
AUCH von einem jenseitigen Leben welches Menschen führen die zuvor als Menschen auf der Erde waren.
Es wird einer begrenzten Anzahl von Menschen gewährt
Luk12:32 Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.
mit Jesus in den Himmel zu kommen.:
Johannes 14:2,3 Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten?2 3Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.
Dass dies nicht der normale Werdegang eines Menschen ist entnehmen wir Jesu Worten aus
Johannes 3:13 und 23 13 Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel als nur der, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen.
23 Dazu sagte ihnen Jesus: "Ihr seid von hier unten; ich komme von oben. Ihr gehört zu dieser Welt; ich gehöre nicht zu dieser Welt.
Diese neue Bestimmung gilt einem
ganz bestimmten Zweck und daher
nicht allen Menschen:
Offenbarung 5:9,10 Sie sangen ein neues Lied: »Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel aufzubrechen! Denn du wurdest als Opfer geschlachtet, und mit deinem vergossenen Blut hast du Menschen für Gott erworben, Menschen aus allen Sprachen und Stämmen, aus allen Völkern und Nationen. 10 Zu Königen hast du sie gemacht und zu Priestern für unseren Gott; und sie werden über die Erde herrschen.«
Die Könige und Priester im Jenseits helfen offensichtlich den Menschen im Diesseits von Sünde frei zu werden:
Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist können die sündenlos gewordenenen als menschliche Seele auf der Erde ewig zu leben.
Wie aber gelangen Menschen die sterben in den Genuss von Gott gesegnet zu werden –entweder durch ein Leben hier auf der Erde oder im Himmel? Oder geschieht der Wechsel von einer Lebensform in die andere automatisch, weil wir unzerstörbar sind?
Was sagte Jesus?.
Luk. 20:35 die aber, die für würdig gehalten werden, jener Welt teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten,.......
Lebendig in einer anderen Lebensform nach dem Tod wird man also nicht automatisch.
Man wird lebendig
gemacht, wenn Gott jemand für würdig befindet.
Das betrifft selbst jene, die durch eine Auferstehung himmlisches Leben erhalten wie Paulus das in seinem
1. Brief im Kapitel 15 beschreibt
22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.
Ewiges Leben hängt also von Bedingungen ab die Gott stellt. Dies lesen wir sehr häufig in der Bibel:
Offenbarung 2:10 (Botschaften Jesu an die Gemeinden)
10 Doch du wirst ´noch mehr` leiden müssen. Es wird so weit kommen, dass der Teufel einige von euch ins Gefängnis werfen lässt. Das wird eine harte Prüfung für euch sein, und ihr werdet zehn Tage lang Schweres durchmachen. Lass dich durch das alles nicht erschrecken! Bleibe mir treu, selbst wenn es dich das Leben kostet, und ich werde dir als Siegeskranz das ewige Leben geben.
Hört sich das nach einer Garantie auf unzerstörbares Leben an, welche jemandem bei Geburt zugewiesen wird?
Offenbarung 3:11 Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!
War das bei Jesus anders? Hatte er vielleicht zum Zeitpunkt seines irdischen Todes unzerstörbares Leben in sich? Oder war auch er von Gottes rettender Macht abhängig, davon ob er neues Leben verleiht
Apostelgeschichte 2:24 Doch Gott hat ihn aus der Gewalt des Todes befreit und hat ihn auferweckt; es zeigte sich, dass der Tod keine Macht über ihn hatte und ihn nicht festhalten konnte.
Unzerstörbarkeit ist eine Belohnung die (nur) jenen, die zu himmlischem Leben berufen wurden nach ihrer Auferstehung verliehen wird.
Offenbarung 20: 6 .Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.
Hier liegt auch wieder die Schlussfolgerung nahe, dass es eine Auferstehung nicht nur zu himmlischem Leben Gibt als Geistperson - durch die „Erste“ Auferstehung sondern auch eine zum Leben auf der Erde - die „Zweite“ Auferstehung
Auch gibt es sowohl einen Tod mit
vorübergehender Nichtexistenz aus dem es eine Wiederkehr gibt als auch einen vollständigen zweiten Tod – die
endgültige Nichtexistenz
All diese Gedanken kann man nicht außer acht lassen, wenn man Matthäus 10:28 erklären soll
Viele liebe Grüße vom
Beröer