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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 09:03
von Gertrud
Liebe Maggie,

danke für die vielen Zitate, die belegen, dass Jesus vor Seiner Menschwerdung bereits eine hohe Stellung im Reich Gottes innehatte. Darin stimmen wir ja auch überein. :girl:
Genauso wie du glaube ich auch, dass die Weisheit in Sprüche 8 ein Wesen ist, das von Gott erschaffen wurde. :ja:
Aber ich glaube, dass Christus (das Wort), Sophia (die Weisheit) und Michael nicht identisch sind.
Ich glaube, das Wort war immer (Im Anfang war das Wort), die Weisheit wurde im Anfang gebildet und durch das Wort (Christus) und in Anwesenheit der Weisheit (Sophia) wurde alles aus Gott erschaffen was ist, auch Michael als Erzengel.
Den folgenden Ausschnitt aus Sprüche 8 finde ich wunderschön

22 Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, / vor seinen Werken in der Urzeit;
23 in frühester Zeit wurde ich gebildet, / am Anfang, beim Ursprung der Erde.
24 Als die Urmeere noch nicht waren, / wurde ich geboren, / als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen.
25 Ehe die Berge eingesenkt wurden, / vor den Hügeln wurde ich geboren.
26 Noch hatte er die Erde nicht gemacht und die Fluren / und alle Schollen des Festlands.
27 Als er den Himmel baute, war ich dabei, / als er den Erdkreis abmaß über den Wassern,
28 als er droben die Wolken befestigte / und Quellen strömen ließ aus dem Urmeer,
29 als er dem Meer seine Satzung gab / und die Wasser nicht seinen Befehl übertreten durften,
30 als er die Fundamente der Erde abmaß, / da war ich als geliebtes Kind bei ihm. Ich war seine Freude Tag für Tag / und spielte vor ihm allezeit.
31 Ich spielte auf seinem Erdenrund / und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein.
32 Nun, ihr Söhne, hört auf mich! / Wohl dem, der auf meine Wege achtet.
33 Hört die Mahnung und werdet weise, / lehnt sie nicht ab!
34 Wohl dem, der auf mich hört, / der Tag für Tag an meinen Toren wacht / und meine Türpfosten hütet.
35 Wer mich findet, findet Leben / und erlangt das Gefallen des Herrn.
36 Doch wer mich verfehlt, der schadet sich selbst; / alle, die mich hassen, lieben den Tod.



Das mit dem Herzensgebet findest du unter Christlicher Glaube < christliche Mystik < Die Hesychasten.

Liebe Grüße

Gertrud :winken:

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 11:25
von Marleen
Erzengel Michael und Jesus können nicht identisch sein.
Ich bin der Sache mal nachgegangen und habe folgendes gefunden.:

"[Er] ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name. Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt: "Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt"? und wiederum "Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein"? Und wenn er den Erstgeborenen wieder einführt in die Welt, spricht er: "Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten". (Hebräer 1:4-6)

Marleen

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 13:47
von maggie
Das erste Wunder Jesu

ERST vor ein oder zwei Tagen sind Andreas, Petrus, Johannes, Philippus und Nathanael und vielleicht auch Jakobus Jesu erste Jünger geworden. Sie kehren jetzt in den Bezirk Galiläa zurück, von wo sie alle herkommen. Ihr Ziel ist Kana, die Heimatstadt Nathanaels, die im Hügelland liegt, nicht weit von Nazareth entfernt, wo Jesus aufgewachsen ist. Sie sind in Kana zu einem Hochzeitsfest eingeladen.

Jesu Mutter ist ebenfalls zur Hochzeit gekommen. Da sie mit der Familie des Hochzeitspaares befreundet ist, hilft sie offenbar beim Bedienen der vielen Gäste. Daher merkt sie gleich, daß etwas fehlt, und sie sagt zu Jesus: „Sie haben keinen Wein.“

Dadurch macht Maria Jesus eigentlich den Vorschlag, etwas zu tun, aber er geht zunächst nicht darauf ein. „Was habe ich mit dir zu schaffen?“ fragt er. Als der von Gott ernannte König läßt er sich weder von Familienangehörigen noch von Freunden sagen, was er zu tun hat. Maria überläßt die Sache deshalb klugerweise ihrem Sohn und sagt lediglich zu den Dienern: „Was immer er euch sagt, tut.“

Dort stehen sechs große steinerne Wasserkrüge, von denen jeder über 40 Liter fassen kann. Jesus sagt zu den Dienern: „Füllt die Wasserkrüge mit Wasser.“ Sie füllen sie bis zum Rand. Dann sagt Jesus: „Schöpft nun davon, und bringt es dem Festleiter.“

Der Festleiter ist von der vorzüglichen Qualität des Weins beeindruckt; er weiß nicht, daß dieser das Ergebnis eines Wunders ist. Er ruft den Bräutigam und sagt zu ihm: „Jeder andere Mensch stellt zuerst den vortrefflichen Wein auf und, wenn die Leute trunken sind, den minderwertigeren. Du hast den vortrefflichen Wein bis jetzt aufbehalten.“

Das ist das erste Wunder Jesu, und als seine neuen Jünger es sehen, wird ihr Glaube gestärkt. Danach gehen sie zusammen mit seiner Mutter und seinen Halbbrüdern nach Kapernaum, einer Stadt am Galiläischen Meer.


Johannes 2:1-12 Nun fand am dritten Tag ein Hochzeitsfest in Kạna in Galilạ̈a statt, und die Mutter Jesu war dort. 2 Jesus und seine Jünger waren ebenfalls zum Hochzeitsfest eingeladen.3 Als der Wein ausging, sagte Jesu Mutter zu ihm: „Sie haben keinen Wein.“ 4 Aber Jesus sagte zu ihr: „Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ 5 Seine Mutter sagte zu den Dienern: „Was immer er euch sagt, tut.“ 6 Nun waren dort sechs steinerne Wasserkrüge gemäß den Reinigungsvorschriften der Juden aufgestellt, von denen jeder zwei oder drei Maß Flüssigkeit fassen konnte. 7 Jesus sprach zu ihnen: „Füllt die Wasserkrüge mit Wasser.“ Und sie füllten sie bis zum Rand. 8 Und er sprach zu ihnen: „Schöpft nun davon, und bringt es dem Festleiter.“ Da brachten sie es. 9 Als nun der Festleiter das Wasser kostete, das zu Wein geworden war, aber nicht wußte, woher er kam, obwohl die Diener, die das Wasser geschöpft hatten, es wußten, rief der Festleiter den Bräutigam 10 und sagte zu ihm: „Jeder [andere] Mensch stellt zuerst den vortrefflichen Wein auf und, wenn die Leute trunken sind, den minderwertigeren. Du hast den vortrefflichen Wein bis jetzt aufbehalten.“ 11 Jesus tat dies in Kạna in Galilạ̈a als [den] Anfang seiner Zeichen, und er machte seine Herrlichkeit offenbar; und seine Jünger glaubten an ihn.12 Nach diesem gingen er und seine Mutter und [seine] Brüder und seine Jünger nach Kapẹrnaum hinab, aber sie hielten sich dort nicht viele Tage auf.

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Fr 17. Dez 2010, 10:08
von maggie
Eifer für die Anbetung Jehovas

JESU Halbbrüder — die anderen Söhne Marias — sind Jakobus, Joseph, Simon und Judas. Bevor sie alle zusammen mit Jesus und seinen Jüngern nach Kapernaum reisen, einer Stadt in der Nähe des Galiläischen Meeres, machen sie möglicherweise in ihrer Heimatstadt Nazareth halt, damit die Familie das Nötige einpacken kann.

Aber warum geht Jesus nach Kapernaum, statt seinen Dienst in Kana, in Nazareth oder an einem anderen Ort in den Bergen Galiläas fortzusetzen? Zum einen ist Kapernaum günstiger gelegen, und es ist offensichtlich auch eine größere Stadt. Zum anderen wohnen die meisten der neuen Jünger Jesu in oder in der Nähe von Kapernaum. So müssen sie ihre Heimat nicht verlassen, um von ihm unterwiesen zu werden.

Wie Jesus einige Monate später selbst bezeugt, vollbringt er während seines Aufenthalts in Kapernaum viele Machttaten. Aber schon bald sind Jesus und seine Gefährten wieder unterwegs. Es ist Frühling (30 u. Z.), und sie sind auf dem Weg nach Jerusalem, um dort das Passah zu feiern. In Jerusalem lernen die Jünger Jesus von einer Seite kennen, die für sie wahrscheinlich völlig neu ist.

Gemäß dem Gesetz Gottes müssen die Israeliten Tieropfer darbringen. Es ist daher von Vorteil, daß es in Jerusalem Händler gibt, die Tiere verkaufen. Sie betreiben ihren Handel jedoch im Tempel, und sie betrügen die Menschen, indem sie überhöhte Preise verlangen.

Empört macht sich Jesus aus Stricken eine Peitsche und treibt die Verkäufer hinaus. Er schüttet die Münzen der Geldwechsler aus und stößt ihre Tische um. „Schafft diese Dinge von hier weg!“ sagt er zu den Taubenverkäufern. „Hört auf, das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus zu machen!“

Als Jesu Jünger das sehen, werden sie an eine Prophezeiung über den Sohn Gottes erinnert: „Der Eifer um dein Haus wird mich verzehren.“ Aber die Juden fragen: „Welches Zeichen kannst du uns zeigen, da du diese Dinge tust?“ Jesus antwortet: „Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.“

Die Juden denken, Jesus rede vom buchstäblichen Tempel, und daher fragen sie: „Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren gebaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?“ Jesus spricht jedoch von dem Tempel seines Leibes. Und als er drei Jahre später von den Toten auferweckt wird, erinnern sich seine Jünger an diese Worte.

Johannes 2:12-22Nach diesem gingen er und seine Mutter und [seine] Brüder und seine Jünger nach Kapẹrnaum hinab, aber sie hielten sich dort nicht viele Tage auf.13 Nun war das Passah der Juden nahe, und Jesus ging nach Jerusalem hinauf. 14 Und er fand im Tempel die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldmakler auf ihren Sitzen. 15 Nachdem er nun aus Stricken eine Peitsche gemacht hatte, trieb er sie alle samt den Schafen und Rindern aus dem Tempel hinaus, und er schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um. 16 Und er sprach zu den Taubenverkäufern: „Schafft diese Dinge von hier weg! Hört auf, das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus zu machen!“ 17 Seine Jünger erinnerten sich daran, daß geschrieben steht: „Der Eifer um dein Haus wird mich verzehren.“18 Die Juden gaben ihm daher zur Antwort: „Welches Zeichen kannst du uns zeigen, da du diese Dinge tust?“ 19 Als Antwort sagte Jesus zu ihnen: „Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.“ 20 Deshalb sagten die Juden: „Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren gebaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?“ 21 Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. 22 Als er jedoch von den Toten auferweckt worden war, kam es seinen Jüngern in den Sinn, daß er dies wiederholt gesagt hatte; und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

Matthäus 13:55Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt seine Mutter nicht Maria und seine Brüder Jakobus und Joseph und Sịmon und Judas?

Lukas 4:23 Darauf sagte er zu ihnen: „Zweifellos werdet ihr dieses Gleichnis auf mich anwenden: ‚Arzt, heile dich selbst; vollbringe die Dinge, von denen wir hörten, daß sie in Kapẹrnaum geschehen sind, auch hier in deinem Heimatgebiet.‘ “

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Fr 17. Dez 2010, 10:36
von maggie
Gertrud hat geschrieben:Liebe Maggie,

danke für die vielen Zitate, die belegen, dass Jesus vor Seiner Menschwerdung bereits eine hohe Stellung im Reich Gottes innehatte. Darin stimmen wir ja auch überein. :girl:
Genauso wie du glaube ich auch, dass die Weisheit in Sprüche 8 ein Wesen ist, das von Gott erschaffen wurde. :ja:
Aber ich glaube, dass Christus (das Wort), Sophia (die Weisheit) und Michael nicht identisch sind.
Ich glaube, das Wort war immer (Im Anfang war das Wort), die Weisheit wurde im Anfang gebildet und durch das Wort (Christus) und in Anwesenheit der Weisheit (Sophia) wurde alles aus Gott erschaffen was ist, auch Michael als Erzengel.
Den folgenden Ausschnitt aus Sprüche 8 finde ich wunderschön

22 Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, / vor seinen Werken in der Urzeit;
23 in frühester Zeit wurde ich gebildet, / am Anfang, beim Ursprung der Erde.
24 Als die Urmeere noch nicht waren, / wurde ich geboren, / als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen.
25 Ehe die Berge eingesenkt wurden, / vor den Hügeln wurde ich geboren.
26 Noch hatte er die Erde nicht gemacht und die Fluren / und alle Schollen des Festlands.
27 Als er den Himmel baute, war ich dabei, / als er den Erdkreis abmaß über den Wassern,
28 als er droben die Wolken befestigte / und Quellen strömen ließ aus dem Urmeer,
29 als er dem Meer seine Satzung gab / und die Wasser nicht seinen Befehl übertreten durften,
30 als er die Fundamente der Erde abmaß, / da war ich als geliebtes Kind bei ihm. Ich war seine Freude Tag für Tag / und spielte vor ihm allezeit.
31 Ich spielte auf seinem Erdenrund / und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein.
32 Nun, ihr Söhne, hört auf mich! / Wohl dem, der auf meine Wege achtet.
33 Hört die Mahnung und werdet weise, / lehnt sie nicht ab!
34 Wohl dem, der auf mich hört, / der Tag für Tag an meinen Toren wacht / und meine Türpfosten hütet.
35 Wer mich findet, findet Leben / und erlangt das Gefallen des Herrn.
36 Doch wer mich verfehlt, der schadet sich selbst; / alle, die mich hassen, lieben den Tod.



Das mit dem Herzensgebet findest du unter Christlicher Glaube < christliche Mystik < Die Hesychasten.

Liebe Grüße

Gertrud :winken:

Liebe Gertrud,

ja der Text ist sehr schön :) Ich mag ihn auch gerne.

Darf ich dich fragen, was genau verstehst du dann unter der Weisheit? Eine Person?

In V30 wird in verschiedenen Bibelübersetzungen gesagt, dass die Weisheit neben Gott zum "Werkmeister" wurde. Denn im hebräischen Urtext, heißt es wohl "zu einem der zuverlässig handelt, der alles zusammensetzt, ordnet. " War die Weisheit dann auch schöpferisch tätig? Oder welche Rolle genau spielt sie?

Viele liebe Grüße
Maggie

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Sa 18. Dez 2010, 08:27
von Gertrud
Darf ich dich fragen, was genau verstehst du dann unter der Weisheit? Eine Person?

In V30 wird in verschiedenen Bibelübersetzungen gesagt, dass die Weisheit neben Gott zum "Werkmeister" wurde. Denn im hebräischen Urtext, heißt es wohl "zu einem der zuverlässig handelt, der alles zusammensetzt, ordnet. " War die Weisheit dann auch schöpferisch tätig? Oder welche Rolle genau spielt sie?
Liebe Maggie,

für mich ist die Weisheit eine Person, die himmlische Sophia.
Ich glaube, die Weisheit sorgt dafür, dass die Werke des Wortes heranwachsen, bis sie reif sind, ein freies Leben zu führen. Sie nährt sie mit Ihrem Licht, so wie im Schoß einer Mutter das Kind heranwächst, bis es geboren werden kann und ein eigenes Leben führen kann. Und auch nach der Geburt sorgt die Mutter weiter für das Kind und leitet es an. Ich glaube, das ist die Aufgabe der Weisheit, der Sophia.

Liebe Grüße

Gertrud

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Sa 18. Dez 2010, 19:13
von maggie
Jesus unterweist Nikodemus

WÄHREND des Passahfestes des Jahres 30 u. Z. vollbringt Jesus erstaunliche Zeichen oder Wunder. Daraufhin glauben viele an ihn. Nikodemus, ein Mitglied des Sanhedrins, des jüdischen Gerichts, ist beeindruckt und möchte mehr erfahren. Er sucht Jesus daher auf, aber er tut es im Schutz der Dunkelheit, weil er wahrscheinlich befürchtet, daß sein Ruf bei anderen Führern der Juden leiden könnte, falls er von jemand gesehen wird.

„Rabbi“, sagt er, „wir wissen, daß du als Lehrer von Gott gekommen bist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, Gott ist mit ihm.“ In Erwiderung sagt Jesus zu Nikodemus, daß jemand „wiedergeboren“ werden muß, um in das Königreich Gottes eingehen zu können.

Doch wie kann ein Mensch wiedergeboren werden? „Er kann doch nicht ein zweites Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden?“ fragt Nikodemus.

Nein, das ist mit der Wiedergeburt nicht gemeint. „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen“, erklärt Jesus. Als Jesus getauft wurde und der heilige Geist auf ihn kam, wurde er „aus Wasser und Geist“ geboren. Durch die Erklärung vom Himmel: ‘Dieser ist mein Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe’ gab Gott bekannt, daß er einen geistigen Sohn hervorgebracht hatte, der die Aussicht besaß, in das himmlische Königreich einzugehen. Später, zu Pfingsten 33 u. Z., werden weitere Getaufte den heiligen Geist erhalten und auf diese Weise als geistige Söhne Gottes wiedergeboren werden.

Gottes besonderer menschlicher Sohn spielt jedoch eine außerordentlich wichtige Rolle. „So, wie Moses die Schlange in der Wildnis erhöhte, so muß der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe“, sagt Jesus zu Nikodemus. Wie jene Israeliten, die von Giftschlangen gebissen worden waren, die Kupferschlange anblicken mußten, um am Leben zu bleiben, so müssen alle Menschen Glauben an den Sohn Gottes ausüben, um aus ihrem sterblichen Zustand gerettet zu werden.

Jesus hebt dann die große Liebe Jehovas hervor, indem er zu Nikodemus sagt: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe.“ Auf diese Weise macht Jesus — gerade sechs Monate nach Beginn seines Dienstes — hier in Jerusalem deutlich, daß er Jehovas Mittel zur Rettung der Menschheit ist.

Jesus erklärt Nikodemus weiter: „Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte.“ Das heißt nicht, daß er sie verurteilen oder verwerfen sollte, indem er das Menschengeschlecht mit Vernichtung bestrafte. Vielmehr wurde Jesus, wie er sagte, gesandt, „damit die Welt durch ihn gerettet werde“.

Nikodemus war aus Furcht im Schutze der Dunkelheit zu Jesus gekommen. Deshalb ist es interessant, mit welchen Worten Jesus die Unterhaltung beendete: „Dies nun ist die Grundlage für das Gericht, daß das Licht [personifiziert in Jesus, in seinem Leben und seinen Lehren] in die Welt gekommen ist, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn wer schlechte Dinge treibt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gerügt werden. Wer aber das tut, was wahr ist, kommt zum Licht, damit seine Werke als solche offenbar gemacht werden, die in Harmonie mit Gott gewirkt worden sind.“

Johannes 2:23 bis 3:21Als er jedoch anläßlich des Passahs in Jerusalem beim Fest war, glaubten viele Leute an seinen Namen, als sie die Zeichen sahen, die er tat. 24 Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er sie alle kannte 25 und weil er es nicht nötig hatte, daß jemand Zeugnis über den Menschen ablegte, denn er selbst erkannte, was im Menschen war.3 Nun war da ein Mensch von den Pharisäern, Nikodẹmus war sein Name, ein Vorsteher der Juden. 2 Dieser kam in der Nacht zu ihm und sagte zu ihm: „Rabbi, wir wissen, daß du als Lehrer von Gott gekommen bist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, Gott ist mit ihm.“ 3 Als Antwort sagte Jesus zu ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht wiedergeboren wird, kann er das Königreich Gottes nicht sehen.“ 4 Nikodẹmus sagte zu ihm: „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht ein zweites Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden?“ 5 Jesus antwortete: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen. 6 Was aus dem Fleisch geboren worden ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren worden ist, ist Geist. 7 Wundere dich nicht, daß ich zu dir sagte: Ihr müßt wiedergeboren werden. 8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Geräusch, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren worden ist.“9 Nikodẹmus gab ihm zur Antwort: „Wie können diese Dinge geschehen?“ 10 Als Antwort sprach Jesus zu ihm: „Bist du ein Lehrer Israels und weißt dennoch diese Dinge nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben; ihr aber nehmt das Zeugnis nicht an, das wir geben. 12 Wenn ich von irdischen Dingen zu euch geredet habe und ihr trotzdem nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich von himmlischen Dingen zu euch rede? 13 Überdies ist kein Mensch in den Himmel hinaufgestiegen, außer dem, der vom Himmel herabkam, der Menschensohn. 14 Und so, wie Moses die Schlange in der Wildnis erhöhte, so muß der Menschensohn erhöht werden, 15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe. 17 Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer Glauben an ihn ausübt, wird nicht gerichtet werden. Wer nicht Glauben ausübt, ist schon gerichtet, weil er nicht Glauben an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes ausgeübt hat. 19 Dies nun ist die Grundlage für das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Denn wer schlechte Dinge treibt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gerügt werden. 21 Wer aber das tut, was wahr ist, kommt zum Licht, damit seine Werke als solche offenbar gemacht werden, die in Harmonie mit Gott gewirkt worden sind.“

Matthäus 3:16, 17Als Jesus getauft war, kam er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden geöffnet, und er sah Gottes Geist wie eine Taube herabfahren und auf ihn kommen. 17 Siehe! Da kam auch eine Stimme aus den Himmeln, welche sprach: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“

Apostelgeschichte 2:1-4Während nun der Tag des Pfingst[festes] seinen Verlauf nahm, waren sie alle am gleichen Ort beisammen, 2 und plötzlich entstand vom Himmel her ein Geräusch wie das einer dahinstürmenden starken Brise, und es erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und Zungen wie von Feuer wurden ihnen sichtbar und wurden verteilt, und auf jeden von ihnen setzte sich eine, 4 und sie alle wurden mit heiligem Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Zungen zu reden, so wie der Geist ihnen gewährte, sich zu äußern.

4. Mose 21:9Moses machte sogleich eine Schlange aus Kupfer und setzte sie auf die Signalstange; und es geschah, wenn eine Schlange einen Mann gebissen hatte und er auf die Kupferschlange schaute, daß er dann am Leben blieb.


__._,_.___

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Sa 18. Dez 2010, 19:23
von maggie
Gertrud hat geschrieben: für mich ist die Weisheit eine Person, die himmlische Sophia.
Ich glaube, die Weisheit sorgt dafür, dass die Werke des Wortes heranwachsen, bis sie reif sind, ein freies Leben zu führen. Sie nährt sie mit Ihrem Licht, so wie im Schoß einer Mutter das Kind heranwächst, bis es geboren werden kann und ein eigenes Leben führen kann. Und auch nach der Geburt sorgt die Mutter weiter für das Kind und leitet es an. Ich glaube, das ist die Aufgabe der Weisheit, der Sophia.
Liebe Gertrud,

darüber musste ich jetzt erst mal nachdenken.
War nicht alles was das Wort erschuf vollkommen? In der Schöpfungsgeschichte heißt es doch etliche Male, dass es sehr gut war.
Bevor Die Werke des Wortes ein freies Leben führen können, was tun sie dann?
Meinst du mit den Werken uns Menschen?

Grübelnde Grüße :?

Maggie :girl: :winken:

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: So 19. Dez 2010, 15:47
von maggie
Johannes nimmt ab, Jesus nimmt zu

NACH dem Passah des Jahres 30 u. Z. verlassen Jesus und seine Jünger Jerusalem. Sie kehren jedoch nicht in ihre Heimat Galiläa zurück, sondern gehen nach Judäa, wo sie taufen. Johannes der Täufer führt seit etwa einem Jahr dasselbe Werk durch, und noch immer wird er von Jüngern begleitet.

Jesus tauft eigentlich nicht selbst, sondern seine Jünger tun es unter seiner Anleitung. Die Taufe, die sie durchführen, hat dieselbe Bedeutung wie die des Johannes. Die Juden symbolisieren dadurch, daß sie die Sünden bereuen, die sie gegen Gottes Gesetzesbund begangen haben. Nach seiner Auferstehung weist Jesus seine Jünger jedoch an, eine Taufe durchzuführen, die eine andere Bedeutung hat. Die christliche Taufe heute ist ein Symbol dafür, daß sich der Betreffende Gott hingegeben hat, um ihm zu dienen.

Zu diesem frühen Zeitpunkt des Dienstes Jesu arbeiten Johannes und er zwar getrennt, aber beide lehren und taufen Menschen, die ihre Sünden bereuen. Die Jünger des Johannes werden eifersüchtig und beklagen sich bei ihm über Jesus: „Rabbi, . . . siehe, dieser tauft, und alle gehen zu ihm.“

Statt eifersüchtig zu sein, freut sich Johannes über Jesu Erfolg, und er möchte, daß sich auch seine Jünger darüber freuen. Er macht sie auf folgendes aufmerksam: „Ihr selbst bezeugt mir, daß ich sagte: Ich bin nicht der Christus, sondern ich bin diesem vorausgesandt worden.“ Dann gebraucht er eine schöne Veranschaulichung: „Der die Braut hat, ist der Bräutigam. Wenn aber der Freund des Bräutigams dasteht und ihn hört, ist er hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Daher ist diese meine Freude voll geworden.“

Johannes ist der Freund des Bräutigams. Bereits etwa sechs Monate zuvor hatte er große Freude, als er Jesus seinen Jüngern vorstellte und einige von ihnen voraussichtliche Mitglieder der himmlischen Brautklasse Christi wurden, die aus geistgesalbten Christen besteht. Johannes wünscht, daß seine Jünger Jesus nachfolgen, da sein eigener Dienst lediglich den Weg bereiten soll, um Jesu Dienst zum Erfolg zu machen. Johannes der Täufer erklärt es folgendermaßen: „Jener muß fortan zunehmen, ich aber muß fortan abnehmen.“

Jesu neuer Jünger, Johannes, der früher auch ein Jünger Johannes’ des Täufers war, schreibt hinsichtlich Jesu Ursprung und seiner wichtigen Rolle bei der Rettung der Menschen: „Der vom Himmel Kommende ist über allen anderen. . . . Der Vater liebt den Sohn und hat alle Dinge in seine Hand gegeben. Wer Glauben an den Sohn ausübt, hat ewiges Leben; wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“

Schon bald nachdem Johannes der Täufer darüber gesprochen hat, daß seine Taten abnehmen, wird er von König Herodes eingesperrt. Herodes hat Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, geheiratet, und als Johannes diese Handlungsweise öffentlich als ungehörig bloßstellt, läßt der König ihn ins Gefängnis werfen. Als Jesus hört, daß Johannes festgenommen wurde, verläßt er Judäa und geht mit seinen Jüngern nach Galiläa.


Johannes 3:22 bis 4:3Nach diesen Dingen ging Jesus mit seinen Jüngern in das judäische Land und verbrachte dort einige Zeit mit ihnen und taufte. 23 Aber auch Johạnnes taufte in Ạ̈non, nahe bei Sạlim, weil es dort reichlich Wasser gab, und es kamen fortwährend Leute und ließen sich taufen; 24 denn Johạnnes war noch nicht ins Gefängnis geworfen worden.25 Daher entstand seitens der Jünger des Johạnnes ein Wortstreit mit einem Juden wegen der Reinigung. 26 Und sie kamen zu Johạnnes und sagten zu ihm: „Rabbi, der Mann, der jenseits des Jordan bei dir war, für den du Zeugnis abgelegt hast, siehe, dieser tauft, und alle gehen zu ihm.“ 27 Johạnnes gab zur Antwort: „Ein Mensch kann nicht ein einziges Ding erhalten, es sei ihm denn vom Himmel her gegeben worden. 28 Ihr selbst bezeugt mir, daß ich sagte: Ich bin nicht der Christus, sondern ich bin diesem vorausgesandt worden. 29 Der die Braut hat, ist der Bräutigam. Wenn aber der Freund des Bräutigams dasteht und ihn hört, ist er hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Daher ist diese meine Freude voll geworden. 30 Jener muß fortan zunehmen, ich aber muß fortan abnehmen.“31 Der von oben Kommende ist über allen anderen. Der, der von der Erde ist, ist von der Erde und redet von Dingen der Erde. Der vom Himmel Kommende ist über allen anderen. 32 Was er gesehen und gehört hat, davon legt er Zeugnis ab, doch nimmt niemand sein Zeugnis an. 33 Wer sein Zeugnis angenommen hat, hat besiegelt, daß Gott wahrhaftig ist. 34 Denn der, den Gott ausgesandt hat, redet die Worte Gottes, denn er gibt den Geist nicht nach Maß. 35 Der Vater liebt den Sohn und hat alle Dinge in seine Hand gegeben. 36 Wer Glauben an den Sohn ausübt, hat ewiges Leben; wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.4 Als der Herr nun gewahr wurde, daß die Pharisäer gehört hatten, daß Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johạnnes — 2 obwohl Jesus selbst tatsächlich nicht taufte, sondern seine Jünger —, 3 verließ er Judạ̈a und ging wieder weg nach Galilạ̈a.

Apostelgeschichte 19:4Paulus sagte: „Johạnnes taufte mit der Taufe [als Symbol] der Reue, indem er dem Volk sagte, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das heißt an Jesus.“

Matthäus 28:19Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,

2. Korinther 11:2Denn mit gottgemäßem Eifer bin ich euretwegen eifersüchtig; denn ich persönlich habe euch e i n e m Mann zur Ehe versprochen, um euch als eine keusche Jungfrau dem Christus darzustellen.

Markus 1:14Nachdem nun Johạnnes in Haft genommen worden war, ging Jesus nach Galilạ̈a, predigte die gute Botschaft Gottes

6:17-20Denn Herodes selbst hatte hinsenden und Johạnnes festnehmen und ihn im Gefängnis binden lassen wegen Herọdias, der Frau seines Bruders Philịppus, weil er sie geheiratet hatte. 18 Denn Johạnnes hatte wiederholt zu Herodes gesagt: „Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben.“ 19 Herọdias aber hegte einen Groll gegen ihn und wollte ihn töten, konnte es aber nicht. 20 Denn Herodes fürchtete Johạnnes, weil er ihn als einen gerechten und heiligen Mann kannte; und er verwahrte ihn. Und nachdem er ihn gehört hatte, kam er in große Verlegenheit, was zu tun sei, doch hörte er ihn weiterhin gern.

Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Verfasst: Mo 20. Dez 2010, 09:55
von maggie
Jesus belehrt eine Samariterin

AUF dem Weg von Judäa nach Galiläa kommen Jesus und seine Jünger durch das Gebiet von Samaria. Von der Wanderung ermüdet, machen sie gegen Mittag in der Nähe der Stadt Sychar an einem Brunnen halt. Dieser Brunnen war von Jakob viele Jahrhunderte zuvor gegraben worden. Er ist bis in unsere Zeit erhalten geblieben und befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stadt Nablus.

Während sich Jesus ausruht, gehen seine Jünger in die Stadt, um Nahrungsmittel zu kaufen. Als eine samaritische Frau zum Wasserschöpfen an den Brunnen kommt, bittet er sie: „Gib mir zu trinken.“

Die Juden und die Samariter verkehren im allgemeinen nicht miteinander, weil auf beiden Seiten unüberwindliche Vorurteile bestehen. Die Frau fragt daher sichtlich überrascht: „Wie kommt es, daß du, obwohl du ein Jude bist, mich um einen Trunk bittest, da ich doch eine samaritische Frau bin?“

„Wenn du . . . wüßtest“, erwidert Jesus, „wer es ist, der zu dir sagt: ‚Gib mir zu trinken‘, so hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.“

„Herr“, entgegnet sie, „du hast nicht einmal einen Eimer, um Wasser zu schöpfen, und der Brunnen ist tief. Woher also hast du dieses lebendige Wasser? Du bist doch nicht etwa größer als unser Vorvater Jakob, der uns den Brunnen gab und der selbst samt seinen Söhnen und seinem Vieh daraus trank?“

„Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder durstig werden“, bemerkt Jesus. „Wer auch immer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben will, der wird überhaupt nie durstig werden, sondern das Wasser, das ich ihm geben will, wird in ihm zu einer Wasserquelle werden, die hervorsprudelt, um ewiges Leben zu vermitteln.“

„Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich weder durstig werde noch immer wieder an diesen Ort herüberkommen muß, um Wasser zu schöpfen“, sagt die Frau.

Dann fordert Jesus sie auf: „Geh, ruf deinen Mann, und komm hierher.“

„Ich habe keinen Mann“, antwortet sie.

Jesus bestätigt ihre Äußerung. „Du hast recht gesagt: ‚Einen Mann habe ich nicht.‘ Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann.“

Die Frau ist erstaunt. „Herr, ich merke, daß du ein Prophet bist.“ Sie zeigt ihr Interesse an geistigen Dingen durch die Bemerkung: „[Die Samariter] haben auf diesem Berg [Gerisim, in der Nähe] angebetet; ihr [die Juden] aber sagt, daß in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse.“

Jesus weist darauf hin, daß es nicht darauf ankommt, wo man Gott anbetet. „Die Stunde [kommt]“, sagt er, „in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten.“

Die Frau ist tief beeindruckt. „Ich weiß, daß der Messias kommt, der Christus genannt wird“, sagt sie. „Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden.“

„Ich bin es, der mit dir redet“, sagt Jesus zu ihr. Denke nur! Diese Frau, die wahrscheinlich deshalb zur Mittagszeit Wasser holt, weil sie ein Zusammentreffen mit den Frauen der Stadt vermeiden möchte, die sie wegen ihres Lebenswandels verachten, wird auf wunderbare Weise von Jesus begünstigt. Freiheraus sagt er ihr, was er noch niemandem öffentlich bekannt hat. Welche Folgen zieht das nach sich?

Viele Samariter werden gläubig

Die Jünger, die, mit Nahrungsmitteln versehen, aus Sychar zurückkehren, treffen sich mit Jesus wieder an dem Brunnen, wo sie sich von ihm getrennt hatten und wo er jetzt in ein Gespräch mit einer samaritischen Frau vertieft ist. Als sie an den Brunnen kommen, läßt die Frau ihren Wasserkrug stehen und geht in die Stadt.

Sie ist an dem, was Jesus ihr erzählt hat, aufrichtig interessiert und sagt den Leuten in der Stadt: „Kommt her, seht einen Menschen, der mir alle Dinge gesagt hat, die ich getan habe.“ Um die Neugier der Leute zu wecken, fragt sie dann: „Dies ist doch nicht etwa der Christus?“ Die Frage erfüllt ihren Zweck — sie wollen sich vergewissern.

Inzwischen drängen die Jünger Jesus, etwas von dem zu essen, was sie in der Stadt gekauft haben. Er erwidert jedoch: „Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt.“

„Es hat ihm doch niemand etwas zu essen gebracht?“ fragen sich die Jünger. Jesus erklärt ihnen: „Meine Speise ist, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende. Sagt ihr nicht, daß es noch vier Monate sind, ehe die Ernte kommt?“ Jesus weist jedoch auf die geistige Ernte hin und sagt: „Erhebt eure Augen, und schaut die Felder an, daß sie weiß sind zur Ernte. Schon empfängt der Schnitter Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, so daß sich der Sämann und der Schnitter zusammen freuen können.“

Vielleicht kann Jesus bereits die wunderbaren Auswirkungen seiner Begegnung mit der Samariterin sehen — daß viele aufgrund ihres Zeugnisses Glauben an ihn ausüben. Sie gibt den Einwohnern der Stadt Zeugnis, indem sie sagt: „Er hat mir alle Dinge gesagt, die ich getan habe.“ Daher bitten ihn die Leute von Sychar, als sie zu ihm an den Brunnen kommen, zu bleiben und ihnen mehr zu erzählen. Jesus nimmt die Einladung an und hält sich zwei Tage bei ihnen auf.

Viele der Samariter, die Jesus zuhören, werden gläubig. Sie sagen dann zu der Frau: „Wir glauben nicht mehr deiner Rede wegen; denn wir haben selbst gehört und wir wissen, daß dieser bestimmt der Retter der Welt ist.“ Die Samariterin ist gewiß ein schönes Beispiel dafür, wie wir über Christus Zeugnis geben können, indem wir die Neugier der Zuhörer wecken, so daß sie mehr erfahren möchten.

Erinnere dich daran, daß es noch vier Monate bis zur Ernte sind — vermutlich ist die Gerstenernte gemeint —, die in Palästina im Frühjahr eingebracht wird. Somit ist es jetzt wahrscheinlich November oder Dezember. Jesus und seine Jünger haben nach dem Passah des Jahres 30 u. Z. demnach etwa acht Monate lang in Judäa gelehrt und getauft. Sie gehen jetzt nach Galiläa, ihrem Heimatgebiet. Was erwartet sie dort?

Johannes 4:3-43verließ er Judạ̈a und ging wieder weg nach Galilạ̈a. 4 Doch mußte er durch Samạria gehen. 5 Somit kam er zu einer Stadt Samạrias, Sỵchar genannt, die nahe bei dem Feld lag, das Jakob seinem Sohn Joseph gegeben hatte. 6 Dort befand sich tatsächlich Jakobs Quelle. Von der Wanderung ermüdet, saß Jesus nun so, wie er war, an der Quelle. Es war um die sechste Stunde.7 Da kam eine Frau aus Samạria, um Wasser zu schöpfen. Jesus sprach zu ihr: „Gib mir zu trinken.“ 8 (Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Lebensmittel zu kaufen.) 9 Darum sagte die samarịtische Frau zu ihm: „Wie kommt es, daß du, obwohl du ein Jude bist, mich um einen Trunk bittest, da ich [doch] eine samarịtische Frau bin?“ (Die Juden verkehren nämlich nicht mit Samarịtern.) 10 Jesus gab ihr zur Antwort: „Wenn du die freie Gabe Gottes gekannt hättest und [wüßtest,] wer es ist, der zu dir sagt: ‚Gib mir zu trinken‘, so hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.“ 11 Sie sagte zu ihm: „Herr, du hast nicht einmal einen Eimer, um Wasser zu schöpfen, und der Brunnen ist tief. Woher also hast du dieses lebendige Wasser? 12 Du bist doch nicht etwa größer als unser Vorvater Jakob, der uns den Brunnen gab und der selbst samt seinen Söhnen und seinem Vieh daraus trank?“ 13 Als Antwort sagte Jesus zu ihr: „Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder durstig werden. 14 Wer auch immer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben will, der wird überhaupt nie durstig werden, sondern das Wasser, das ich ihm geben will, wird in ihm zu einer Wasserquelle werden, die hervorsprudelt, um ewiges Leben zu vermitteln.“ 15 Die Frau sagte zu ihm: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich weder durstig werde noch immer wieder an diesen Ort herüberkommen muß, um Wasser zu schöpfen.“16 Er sprach zu ihr: „Geh, ruf deinen Mann, und komm hierher.“ 17 Als Antwort sagte die Frau: „Ich habe keinen Mann.“ Jesus sprach zu ihr: „Du hast recht gesagt: ‚Einen Mann habe ich nicht.‘ 18 Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt.“ 19 Die Frau sagte zu ihm: „Herr, ich merke, daß du ein Prophet bist. 20 Unsere Vorväter haben auf diesem Berg angebetet; ihr aber sagt, daß in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse.“ 21 Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden. 23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. 24 Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ 25 Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, daß der Messịas kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden.“ 26 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet.“27 Währenddessen trafen seine Jünger ein, und sie wunderten sich, daß er mit einer Frau redete. Natürlich sagte keiner: „Was suchst du?“ oder: „Warum sprichst du mit ihr?“ 28 Die Frau nun ließ ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagte zu den Leuten: 29 „Kommt her, seht einen Menschen, der mir alle Dinge gesagt hat, die ich getan habe. Dies ist doch nicht etwa der Christus?“ 30 Sie gingen aus der Stadt hinaus und begaben sich zu ihm.31 Inzwischen drängten ihn die Jünger und sprachen: „Rabbi, iß.“ 32 Er aber sprach zu ihnen: „Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt.“ 33 Daher begannen die Jünger zueinander zu sagen: „Es hat ihm doch niemand etwas zu essen gebracht?“ 34 Jesus sagte zu ihnen: „Meine Speise ist, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende. 35 Sagt ihr nicht, daß es noch vier Monate sind, ehe die Ernte kommt? Seht! Ich sage euch: Erhebt eure Augen, und schaut die Felder an, daß sie weiß sind zur Ernte. Schon 36 empfängt der Schnitter Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, so daß sich der Sämann und der Schnitter zusammen freuen können. 37 Hierin bewahrheitet sich tatsächlich der Spruch: Einer sät aus, und ein anderer erntet. 38 Ich habe euch ausgesandt, das zu ernten, wofür ihr keine mühevolle Arbeit geleistet habt. Andere haben hart gearbeitet, und ihr habt den Nutzen ihrer mühevollen Arbeit erlangt.“39 Viele der Samarịter aus jener Stadt glaubten nun an ihn wegen des Wortes der Frau, die zum Zeugnis sagte: „Er hat mir alle Dinge gesagt, die ich getan habe.“ 40 Als daher die Samarịter zu ihm kamen, begannen sie ihn zu bitten, sich bei ihnen aufzuhalten; und er hielt sich zwei Tage dort auf. 41 Demzufolge glaubten viele weitere aufgrund dessen, was er sagte, 42 und sie begannen zu der Frau zu sagen: „Wir glauben nicht mehr deiner Rede wegen; denn wir haben selbst gehört und wir wissen, daß dieser bestimmt der Retter der Welt ist.“43 Nach den zwei Tagen zog er von dort weg nach Galilạ̈a.