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Hmyne der Pronoia

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 16:37
von Flora
»Ich-bin-Hymnen« der Heilsgestalten

Die Rettung des in der Welt gefangenen gnostischen Selbst erfolgt dadurch, dass dieses seinen wahren Ursprung erkennt, dem es entfremdet worden ist. Diese Erkenntnis wird ihm durch die Heilsgestalt zuteil. Deswegen schildern zahlreiche Hymnen das Werk der gnostischen Heilsgestalt. Die meisten dieser Texte sind im »Ich-bin-Stil« verfasst, der mit einem »Du-bist« bzw. »Er-ist« der antwortenden Gemeinde korrespondiert.

Auch im Apokryphon des Johannes findet sich am Ende der Offenbarung ein Hymnus, in dem die Heilsgestalt ihr Wirken beschreibt.
:buch:

Ich nun,- die vollkommene Pronoia des Alls -, verwandelte mich in meinen Samen,
denn ich war zuerst (vorhanden) und ging auf allen Wegen.
Denn ich bin der Reichtum des Lichtes, ich bin das Denken des Pleroma.

Und ich ging zu der Grösse der Finsternis, und ich hielt aus,
bis ich in die Mitte des Gefängnisses ging.
Und die Fundamente des Chaos wurden erschüttert.
Und ich, ich verbarg mich vor ihnen wegen ihrer Schlechtigkeit,
und sie erkannten mich nicht.

Wiederum kehrte ich zurück.
Ich ging, ich kam hervor aus denen, die zu dem Licht gehören,
- das bin ich, das Denken der Pronoia.
Ich ging in die Mitte der Finsternis hinein und in die Innenseite der Unterwelt.
Ich wollte meine Aufgabe (vollenden).

Und die Fundamente des Chaos wurden erschüttert,
damit sie auf die fallen, welche im Chaos sind, und sie zerstören.
Und wiederum lief ich hinauf zu meiner Wurzel des Lichtes,
damit sie nicht zerstört werden vor der Zeit.

Zum dritten Male ging ich,
- ich bin das Licht, das existiert im Licht, ich bin das Denken der Pronoia--,
damit ich hineingehe in die Mitte der Finsternis und die Innenseite der Unterwelt.
Und ich füllte mein Gesicht mit dem Lichte der Vollendung ihres Äons.
Und ich ging hinein in die Mitte ihres Gefängnisses,
welches das Gefängnis *des* Körpers ist.