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Gottes Wesen

Verfasst: So 1. Dez 2013, 05:35
von Geo
Gottes zwei Wesen

Verwirrend ist Gottes Wesen, das einerseits unendlich, andererseits aber eine Person darstellen soll. Beides scheint ein Widerspruch zu sein, denn das Unendliche kann ebensowenig irgendwo in die Schranken der Endlichkeit treten, als wie wenig das Endliche je die Unendlichkeit ausfüllen wird!

Gott, der Herr selbst, löst uns den Knoten in den großen neuen Offenbarungswerken:

[HGt.01_005,02] Die Gottheit war von Ewigkeit her die alle Unendlichkeit der Unendlichkeit durchdringende Kraft und war und ist und wird sein ewig die Unendlichkeit Selbst. In der Mitte Ihrer Tiefe war Ich von Ewigkeit die Liebe und das Leben Selbst in Ihr;

[HGt.02_139,20] . . So höret denn: Was ihr des Raumes Unendlichkeit benennet, ist der Geist Meines Willens, der von Ewigkeiten her eben diese endlose Räumlichkeit gestellt hatte und hat sie erfüllt allenthalben mit Wesen aller Art. Dieser Geist aber hat einen Mittelpunkt wesenhaft gestaltlich, in dem alle Macht dieses unendlichen Geistes vereinigt ist zu einem Wirken, und dieses Machtzentrum des unendlichen Gottgeisteswesens ist die Liebe als das Leben eben dieses Geistes; und diese Liebe bin Ich von Ewigkeit.
[HGt.02_139,21] Obschon Sich aber der Geist Gottes überall wirkend äußern kann, so kann Er Sich aber dennoch nicht wesenhaft gestaltlich äußern ohne die Liebe; wo aber Gott Sich dann gestaltlich äußert, da auch äußert Er Sich möglicherweise für endliche Wesen, wie ihr es seid, durch Seine Liebe, welche da ist das eigentliche Grundwesen Gottes und der Sammelpunkt aller Macht, Kraft und Heiligkeit des unendlichen Geistes.
[HGt.02_139,22] Sehet, das ist das Wesen Gottes in aller Wahrheit und kann nur mit dem Herzen, aber nie mit dem Verstande begriffen werden!

Gott ist die Liebe. Er nennt sich unser Vater und uns nennt Er seine Kinder. Keines will Er verlieren, auch nicht Seinen Gegenspieler Satan, der als erster Engel seine Freiheit ausnutzend zahllose Geisterheere durch Lug und Trug Gott abwendig machte und in die Finsternis führte. Unser Ziel aber ist die Seligkeit der Himmel und nicht die Auflösung oder sog. Neubannung in der Erde. Das Wort "Neubannung" prägte Bertha Dudde und ist ein typisches Dudde-Thema. Gottes neue Offenbarung durch Jakob Lorber lehrt, warum wir geschaffen wurden - nicht für eine Neubannung in die Materie, was einer Zerstörung unseres Ichs gleichkommt, sondern wir wurden geschaffen aus Liebe für die Liebe ! Gott, das allerhöchste Wesen will Selbst nur geliebt werden von uns. Dafür gibt Er alles. So schuf Gott völlig freie Wesen, die so frei waren, daß sie sich zu Gott hinwenden aber auch von Gott abwenden konnten. Nur die völlig freie Liebe zählt vor Gott, weswegen ER uns den freien Willen schenkte, der sogar gegen Gottes Heilige Ordnung handeln durfte.

[HGt.01_005,10] Da sprach die Liebe abermals: „Lasset Uns machen, daß sie sich erkennen, damit sie dann Mich und durch Mich auch Dich erkennen mögen!“

Dafür schuf uns Gott. Zunächst sollten wir uns selbst erkennen, was für uns Menschen schon schwer genug ist, dann aber kommt ein großes Geheimnis: Wir können die Gottheit nur erkennen durch die Liebe. Oder deutlicher: Erst wenn wir die Liebe Gottes erkannt haben, ist es uns möglich auch die Gottheit in ihrer Weisheit und ganzen Macht zu erkennen. Das aber ist unser Ziel.

Desweiteren wird hier offenbart, daß Gott aus zwei unterscheidbaren Wesen besteht, die aber eine unteilbare Einheit sind:

[GEJ.07_198,15] Die eine unterscheidbare Wesenhaftigkeit ist die Liebe als die ewige Lebensflamme in Gott, und die andere unterscheidbare Wesenhaftigkeit aber ist als Folge der allerhellsten Lebensflamme das Licht oder die Weisheit in Gott.

Die Liebe ist das Zentrum der Gottheit und heißt auch der Vater. Dieses Gotteszentrum ist es, das im Wort zu uns spricht. Dieses Zentrum ist der Vater in Jesus. Dieses Zentrum Gottes ist Christus.

Die mächtige Gottheit aber ist die Macht, die nach dem Sündenfall alles wieder vernichten wollte, weil die Heiligkeit Gottes verletzt wurde. Schließlich sorgte der Sündenfall ja dafür, daß in Gott nun eine Widerordnung existierte, eine Ordnung, die gegen Gottes Ordnung war. Somit wurde der allmächtige Heilige Gott ein unheiliger Gott. In Gott entstand ein Zweikampf. Die Liebe Gottes zu uns Menschen gewann diese Auseinandersetzung. Sie nahm das Blutopfer auf sich schon damals. Weil diese großartige Szene viele Geheimnisse birgt, bringe ich hier die wichtigsten Verse im Zusammenhang von dem Moment ab, als die Gottheit das Universum wieder auflösen wollte:

[HGt.01_009,15-22] Und siehe, da lösten sich die Bande der Schöpfungen in allen Räumen der Unendlichkeit Gottes, und es stürzten die Trümmer durch die weiten Räume unter großem Krachen, Donnern, Heulen, Toben, Brausen und Sausen in die Tiefen der Tiefen ihrer Vernichtung zu, und diese war die Erde selbst, die ebenfalls zertrümmert lag im weiten Schoße der erbarmenden Liebe. Und die Neugeschaffenen bebten vor Angst ob des fürchterlichen Anblicks dieser großen, vernichtenden Schauderszene, deren Größe kein geschaffener Geist je in ihrer ganzen Fülle ganz erfassen wird; denn sie war unendlich. Und nun siehe und höre weiter, was die erbarmende Liebe da sprach und tat!Vernimm die Worte der Liebe in Ihrer Macht, und schaue die großen Taten der Barmherzigkeit in ihrer Kraft, und höre und verstehe wohl die Worte, welche so lauteten: „Großer, allmächtiger Gott aller Macht, aller Kraft und aller Heiligkeit! Ziehe zurück Deinen großen Zorn, und lösche aus das Feuer Deines alles zerstörenden Grimmes, und höre in der Ruhe Deiner Heiligkeit die Worte Deiner ewigen Liebe, welche das alleinige Leben ist in Dir, ewig wie Du und mächtig und stark wie Du aus Ihr und Sie aus Dir, und wolle nicht vernichten das Leben in Ihr und Dich durch Sie, sondern lasse Gnade für Recht ergehen, und lasse genugtun die Liebe Dir, und fordere Sühnung für Deine verletzte und gekränkte Heiligkeit, und Deiner Liebe wird kein Opfer zu groß sein, das Du von Ihr fordern möchtest zur ewigen Sühnung Deiner Heiligkeit!“ Und nun siehe und höre und verstehe wohl, was darauf geschah und was die Gottheit darauf erwiderte! Es dämpfte sich das Feuer, und aus allen Räumen wehte ein sanfterer Hauch, untermischt mit noch stark rollenden Donnern durch die fliegenden Trümmer der aufgelösten Welten, welche von einer Unermeßlichkeit bis zur andern gleich großen Blitzen noch brennend zuckten. Und die Liebe verstand den Donner Gottes, welcher heftig sprach: „Ich will alle Schuld auf Dich legen, gleich den Welttrümmern auf die Erde, und Du sollst tilgen die Schmach Meiner Heiligkeit, welche das ewige Band ist zwischen Mir und Dir! Und siehe, Ich verfluche die Erde, damit kein Fleck besudle Meine Heiligkeit und Ich werden würde gleich Dir ein unheiliger Gott; und dieser Fluch sei Deiner Schuld anheimgestellt, die Du auf Dich zu nehmen hast und zu tilgen für Meine Heiligkeit und zu waschen die Erde mit Deinem Blute vom Fluche der Schande durch die Sünde Adams!“ Und siehe, höre und verstehe wohl, was darauf die Liebe entgegnete und sprach, wie folgt: „Großer, überheiliger Gott aller Macht und Kraft! Es geschehe nach Deinen Worten!“ Und siehe, da erlosch auf einmal all das Feuer auf der Erde und in allen den Schöpfungsräumen! Und die Trümmer der zerstörten Sonnen, Erden und Monde wurden wieder zusammengefügt durch die Macht und Kraft der von der Gottheit erhörten Liebe und ordneten sich wieder, wie sie geordnet waren im Anfange ihrer Entstehung; sie behielten aber zu ewigen Zeichen die unvertilgbaren Spuren ihrer damaligen gänzlichen Zerstörung gleich den Wundmalen der ewigen Liebe, die später in der großen Zeit der Zeiten für alle am Kreuze blutete.

Unser Fürsprecher vor Gott ist die Liebe, das Gotteszentrum, das sich der "Vater" nennt und in der ICH-Form in hohen Offenbarungen zu uns spricht. Dieser Allerhöchste und Allererste mußte sich für die blutige Erlösertat inkarnieren. Seine Seele heißt Jesus und war der "Gottessohn", der Messias.

[Er.01_070,08] . . er war der Geist Gottes als Vater von Ewigkeit, Ich aber war und bin dessen Seele. Diese besitzt zwar ihre eigene Erkenntnis und Fähigkeit, als die höchste Seele und die vollendetste Seele aller Seelen; aber dennoch durfte diese Seele nicht tun, was sie wollte, sondern nur, was Der wollte, von dem sie ausgegangen ist. Wollte die Seele auch den letzten bittern Kelch zur Seite schieben, so wollte aber solches dennoch nicht Der, der in Mir war; darum tat demnach Meine Seele auch das, was Der wollte, der in Mir war.

Jede Seele ist ein Werk ihres Geistes, der sie schuf, um selbst Köper und Gestalt anzunehmen. Jesus Seele wurde vom Vater persönlich geschaffen. Doch wie bei allen Menschenseelen hatte auch Jesus einen eigenen Willen, sollte, konnte und mußte sich frei bestimmen. Jesus Seele mitsamt Körper, was sich der "Menschensohn" nannte, mußte wie wir auch nach Beginn des Erdenlebens erst den Vater in sich suchen, also ihren Geist in sich wecken und sich ihm zuwenden. Das gehört zur Wesensfreiheit. Daß dies bei Jesus unvergleichlich schneller ging als bei uns normalen Menschen, braucht nicht betont zu werden. Betont werden muß lediglich, daß auch der Menschensohn Jesus sich selbst frei bestimmte. Jesu Seele erkannte rasch ihren Vater, ergriff ihren Geist und einigte sich mit ihm, wobei sie allen Reizen der Welt widerstand bis in den blutigen schmerzhaften Tod. Danach verschmolzen Vatergeist und Jesus-Seele für immer zu einer Einheit. Gott wurde Mensch. Das Geschenk der Erlösung besteht nun darin, daß wir als Seine Glieder miterlöst sind. Wir müssen nur das Geschenk annehmen und Seine Glieder (Werkzeuge) sein wollen. Dann kann ebendieser Jesus in uns wachsen, handeln und erlösen. Denn der Gottesfunke hat ja nun Gestalt und ist ein "Mensch" in uns - es ist Christus. Wächst ER in uns, indem wir tun, was ER uns z.B. durch Lorber und andere mitteilen ließ, so können wir eines Tages sagen: "Jetzt lebe nicht ich, sondern Christus in mir". Da muß Satan weichen.

[JS.01_52.05.31,22] Je mehr die Seele das ergreift, was ihr von ihrem Urgeiste geboten wird, desto mehr einigt sie sich mit ihm und geht so unvermerkt in ihren Urgeist ein und mit demselben zum Urlichte und aller Wahrheit aus ihm.



Nun noch ein Gedanke zur Dualität Gottes.

So wie Gott in sich aus zwei Wesen besteht, so wird auch der vollendete Mensch aus zwei Wesen bestehen, die unzertrennbar zusammengehören und doch zwei sind: Mann und Frau. Da wären wir wieder beim Dual. Ob aber ein Mensch seinen Dualpartner erst im Himmel von Gott erhält oder schon immer einen hat, bloß getrennt wurde von ihm, das ist eine Frage, die mir mein Verstand nicht lösen kann, und die auch bei Lorber nicht eindeutig beantwortet wird. Wir sprachen schon oft darüber. Für beide Annahmen gibt es Hinweise. Doch scheint es nicht wichtig für uns zu sein, dies schon vor der Zeit zu erfahren. Aber reizvoll ist der Gedanke schon.
http://www.gott.es/seher/index.html


HZ.Kenn
http://www.gott.es/seher/index.html

Re: Gottes Wesen

Verfasst: So 1. Dez 2013, 21:31
von DocNobbi
Was ermöglicht einem Menschen, ein Gott im kleinen Maßstab zu werden?

"Hat die Seele den rechten Grad der Reife und Ausbildung erreicht, so tritt dann (im Jenseits, d. Vf.) der Geist völlig in die ganze Seele über, und der ganze Mensch ist dadurch vollendet ein neues Geschöpf, zwar im Grunde des Grundes immer aus Gott, weil der Geist(funke, d. Hg.) im Menschen eigentlich nichts als ein Gott im kleinsten Maßstab ist, weil völlig aus dem Herzen Gottes." {jl.ev01.214,10}
"Der Geist Gottes im Menschen ist wohl schon von Anfang her ein Ebenmaß Gottes, aber zur vollen tätig-lebendigen Ähnlichkeit Gottes muß er sich erst erheben auf dem Weg, den Ich euch gezeigt habe." {jl.ev03.048,07}
"Niemand kann wissen, was im Menschen alles verborgen ist, als nur der Geist, der im Innersten des Menschen ist und wohnt und so weiß kein Weltweiser, was Gott selbst und was in ihm ist, als nur der Geist Gottes, der alle Tiefen der Gottheit durchdringt." {jl.ev09.058,06} :schriftsteller2: