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JHWH - Jehova

Verfasst: Do 2. Jan 2014, 14:31
von maggie
Psalm 83:18 "Damit man erkenne, daß du, dessen Name Jehova ist,
Du allein, der Höchste bist über die ganze Erde."


Psalm 83:18 bzw. 19 , in hebräisch, so wie er in den alten Abschriften und im Urtext zu finden ist :

וידעו כי־אתה שמך יהוה לבדך עליון על־

Das Hervorgehobene ist das Tetragrammaton, die Buchstaben JHWH.

Der Name Gottes ist im Urtext der Bibel , im AT fast 7000 mal zu finden.

Schade ist, dass die meisten Bibelübersetzer, dies heute nicht mehr berücksichtigen, zumindest nicht mehr in den revidierten Ausgaben. Eine Ausnahme ist da die King James Bibel, die diesen Namen in ihrer neuesten Revision wieder mit aufgenommen hat.

Auch die frühere Übersetzung nach Schlachter gab stellenweise zumindest ,JHWH als Jehova wieder.
Wikipedia: Den Gottesnamen JHWH gab sie an den Stellen, an denen der Name im Gegensatz zu anderen Göttern steht, mit Jehova wieder, ansonsten mit „Herr“. Seit der Revision 1951 wird der Gottesname grundsätzlich mit „HERR“ wiedergegeben.

Natürlich weiß man nicht mehr genau , wie JHWH genau ausgesprochen wurde. Aber im Prinzip ist es auch unerheblich ob man Jehova oder Jahwe z.B sagt.
Wichtig ist es den Namen Gottes zu gebrauchen, dazu werden wir viele Male in der Bibel aufgefordert.

Außerdem ist dies ein ganz besonderer Name, denn er beschreibt eine ganz besondere Persönlichkeit.
Einen wunderbaren Gott, der wie die Bedeutung seines Namens schon sagt, alle seine Verheißungen wahr werden lässt, indem er sich als das erweisen oder zu dem werden würde, was immer notwendig wäre, um dies zu errreichen. Er kann zu allem werden, was er werden will.
Denn Jehova bedeutet: er veranlasst zu werden.

Re: JHWH - Jehova

Verfasst: Sa 4. Jan 2014, 16:54
von maggie
Jesus beginnt das wohl bekannteste Gebet, das Vaterunser mit den Worten:
„Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt

Welchen Namen spricht Jesus hier an?

Warum setzt Jesus die Heiligung des Namens Gottes an die erste Stelle?

Dieser Name war eindeutig von entscheidender Bedeutung für ihn, denn er sprach davon wiederholt in seinen Gebeten. Als er einmal öffentlich betete, konnte man ihn sagen hören: „Vater, verherrliche deinen Namen!“ Und Gott selbst erwiderte darauf: „Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen“ -Johannes 12:28

An dem Abend, bevor Jesus starb, betete er im Beisein seiner Jünger, und wieder hörten sie, wie er die Wichtigkeit des Namens Gottes hervorhob. Er sagte: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast.“ Später wiederholte er: „Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen“ - Johannes 17:6, 26

Wenn dies für Jesus so wichtig war, sollte es doch auch für uns als Christi Nachfolger mindestens ebenso wichtig sein.

Aber zuerst ist es wichtig zu sehen, wie man in biblischer Zeit über Namen dachte.

Re: JHWH - Jehova

Verfasst: Di 7. Jan 2014, 20:01
von maggie
Namen in biblischen Zeiten

Jehova Gott pflanzte dem Menschen offensichtlich den Wunsch ein, Dinge zu benennen. Der erste Mensch hatte einen Namen — Adam. Wie aus dem Schöpfungsbericht hervorgeht, bestand eine der ersten Tätigkeiten Adams darin, die Tiere zu benennen. Als Gott Adam eine Frau gab, nannte Adam sie sofort „Männin“ (hebräisch: ’Ischscháh). Später gab er ihr den Namen Eva, der „Lebendige“ bedeutet, „weil sie die Mutter aller Lebenden werden sollte“ (1. Mose 2:19, 23; 3:20). Selbst heute noch folgen wir dem Brauch, Menschen Namen zu geben. Ja, man kann sich nur schwer vorstellen, wie wir ohne Namen zurechtkämen.
In israelitischen Zeiten waren Namen jedoch kein bloßes „Rufmittel“. Sie bedeuteten etwas. Zum Beispiel erinnerte der Name Isaak, „Lachen“, daran, daß seine betagten Eltern lachten, als sie erfuhren, daß sie ein Kind haben sollten (1. Mose 17:17, 19; 18:12). Der Name Esau bedeutet „Behaart“ und beschrieb somit ein körperliches Merkmal. Sein anderer Name, Edom, „Rot“ oder „Rötlich“, erinnerte daran, daß er sein Erstgeburtsrecht für ein Gericht roter Linsen verkauft hatte (1. Mose 25:25, 30-34; 27:11; 36:1). Jakob, der unmittelbar nach seinem Zwillingsbruder Esau geboren wurde, kaufte Esau das Erstgeburtsrecht ab und empfing von seinem Vater den Segen des Erstgeborenen. Von Geburt an hatte er den Namen Jakob, was „Fersenhalter“ oder „Verdränger“ bedeutet (1. Mose 27:36). Und der Name Salomos, während dessen Regierungszeit in Israel Frieden und Wohlstand herrschten, bedeutet „Friedlicher“ (1. Chronika 22:9).
Daher heißt es in dem Lexikon für Theologie und Kirche (Bd. 7, 1962, S. 780): „Der N[ame] ist . . . nach der Anschauung des AT u[nd] NT im urspr[ünglichen] Sinn nicht äußeres Erkennungszeichen, sondern Wesensbezeichnung.
Daß Gott Namen für wichtig hält, kann man daran erkennen, daß er die künftigen Eltern von Johannes dem Täufer und die Mutter Jesu durch einen Engel anwies, welchen Namen sie ihrem Sohn geben sollten (Lukas 1:13, 31). Manchmal gab er einer Person auch einen neuen oder einen zusätzlichen Namen, um zu zeigen, welche Rolle sie in seinem Vorsatz spielen sollte. Als Gott zum Beispiel voraussagte, sein Diener Abram („Erhabener Vater“) werde der Vorvater vieler Nationen werden, änderte er seinen Namen auf Abraham ab („Vater einer Menge“). Und er änderte den Namen der Frau Abrahams, Sarai („Streitbare“), auf Sara („Fürstin“) ab, da sie die Mutter des Samens Abrahams werden sollte (1. Mose 17:5, 15, 16; vergleiche 1. Mose 32:28; 2. Samuel 12:24, 25).
Auch Jesus erkannte die Wichtigkeit von Namen an; zum Beispiel hob er den Namen des Petrus hervor, als er ihn mit einem Dienstvorrecht betraute (Matthäus 16:16-19). Sogar Geistgeschöpfe haben Namen. Zwei werden in der Bibel ausdrücklich genannt: Gabriel und Michael (Lukas 1:26; Judas 9). Wenn daher der Mensch unbelebten Dingen wie Sternen, Planeten, Städten, Bergen und Flüssen Namen gibt, ahmt er lediglich seinen Schöpfer nach. Zum Beispiel erfahren wir aus der Bibel, daß Gott alle Sterne mit Namen ruft (Jesaja 40:26).
Ja, Namen sind in den Augen Gottes wichtig, und er pflanzte dem Menschen den Wunsch ein, Menschen und Dinge zu benennen. So haben Engel, Menschen und Tiere sowie Sterne und andere unbelebte Dinge Namen. Wäre es logisch, wenn der Schöpfer all dieser Dinge selbst namenlos bliebe? Natürlich nicht, besonders angesichts der Worte des Psalmisten: „Alles Fleisch segne seinen [Gottes] heiligen Namen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:21).
Im Theologischen Begriffslexikon zum Neuen Testament heißt es: „Es gehört zu den grundlegenden und unaufgebbaren Merkmalen der bibl[ischen] Offenbarung, daß Gott nicht namenlos ist, sondern daß er einen Eigennamen hat, mit dem er angerufen werden kann und soll“ (Studien-Ausgabe 1979, Bd. 2, S. 959). Bestimmt hatte Jesus diesen Namen im Sinn, als er seine Nachfolger beten lehrte: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt“ (Matthäus 6:9).
Angesichts all dieser Tatsachen ist es wichtig, daß wir Gottes Namen kennen.

Re: JHWH - Jehova

Verfasst: Mi 8. Jan 2014, 18:44
von maggie
Wie lautet Gottes Name

einige antworten hier: Jesus Christus.
Doch Jesus betete zu einem anderen, als er sagte: „Ich habe deinen Namen den Menschen kundgemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast“ - Johannes 17:6. Er betete zu Gott im Himmel als ein Sohn, der zu seinem Vater sprach - Johannes 17:1 "Jesus redete diese Dinge und erhob seine Augen zum Himmel und sprach: „Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrliche,
. Es war der Name seines Vaters, der „geheiligt“ werden sollte.

Doch heute ist der Name Gottes in vielen Bibeln nicht enthalten, und er wird in den Kirchen so gut wie gar nicht gebraucht. Statt daher „geheiligt“ zu werden, ist er Millionen von Bibellesern unbekannt geblieben. Als Beispiel dafür, wie Bibelübersetzer mit dem Namen Gottes verfahren sind, betrachtet nur diesen einen Vers, in dem er vorkommt: Psalm 83:18 (19). Dieser Vers wird in vier verschiedenen Bibelübersetzungen folgendermaßen wiedergegeben:

„So werden sie erkennen, daß du allein HERR heißest und der Höchste bist in aller Welt“ (Luther-Bibel, 1964).

„Und erfahren, daß dein Name, Ewiger, allein erhaben ist über der ganzen Erde“ (Zunz [jüdisch], 1898).

„Und erkennen sollen sie dich, dessen Name Jahwe: Über alle Welt bist du allein der Höchste“ (Herder-Bibel [katholisch], 1968).

„Und erkennen, daß du allein, dessen Name Jehova ist, der Höchste bist über die ganze Erde!“ (Elberfelder Bibel, 1891).

Weshalb wird Gottes Name in diesen Übersetzungen so verschieden wiedergegeben? Lautet sein Name nun HERR, Ewiger, Jahwe oder Jehova? Oder sind alle vier Bezeichnungen annehmbar?
Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir berücksichtigen, daß die Bibel ursprünglich nicht in Deutsch geschrieben wurde. Die Bibelschreiber waren Hebräer, und sie schrieben größtenteils in dem Hebräisch oder Griechisch ihrer Tage. Die meisten von uns sprechen diese alten Sprachen nicht. Doch die Bibel ist in zahlreiche Sprachen der Neuzeit übersetzt worden, und wir können diese Übersetzungen verwenden, wenn wir Gottes Wort lesen möchten.
Christen haben eine hohe Achtung vor der Bibel und glauben zu Recht, daß „die ganze Schrift . . . von Gott inspiriert“ ist - 2. Timotheus 3:16. Das Übersetzen der Bibel ist daher mit großer Verantwortung verbunden. Wer absichtlich etwas am Inhalt der Bibel verändert oder Teile davon wegläßt, vergreift sich am inspirierten Wort Gottes. Auf eine solche Person trifft die biblische Warnung zu: „Wenn jemand einen Zusatz zu diesen Dingen macht, wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in dieser Buchrolle geschrieben stehen; und wenn jemand irgend etwas von den Worten der Buchrolle dieser Prophezeiung wegnimmt, wird Gott dessen Teil von den Bäumen des Lebens . . . wegnehmen“ - Offenbarung 22:18, 19
5. Mose 4:2 "Ihr sollt nichts zu dem Wort hinzufügen, das ich euch gebiete, noch sollt ihr davon wegnehmen, um so die Gebote Jehovas, eures Gottes, die ich euch gebiete, zu halten."

Die meisten Bibelübersetzer haben zweifellos Achtung vor der Bibel und sind von dem aufrichtigen Wunsch beseelt, sie für die heutige Zeit verständlich zu machen. Aber Übersetzer sind nicht inspiriert. Auch haben die meisten von ihnen eine starke Überzeugung auf religiösem Gebiet und mögen von persönlichen Vorstellungen und Vorlieben beeinflußt sein. Außerdem kann es passieren, dass sie Dinge falsch beurteilen.
Daher sind einige Fragen berechtigt: Wie lautet Gottes Name wirklich? Und warum stehen in verschiedenen Bibelübersetzungen verschiedene Namen für Gott? Wenn man die Antwort auf diese Fragen herausgefunden hat, kann man zu dem ursprünglichen Problem zurückkehren: Weshalb ist die Heiligung des Namens Gottes so wichtig?

Re: JHWH - Jehova

Verfasst: Do 9. Jan 2014, 15:54
von maggie
Bedeutung und Aussprache des Namens Gottes

In Sprüche 30:4 wird die Frage aufgeworfen: „Wer hat den Wind in die beiden hohlen Hände gesammelt? Wer hat die Wasser in einen Überwurf gewickelt? Wer hat alle Enden der Erde sich erheben lassen? Wie ist sein Name und wie der Name seines Sohnes, falls du es weißt?“
Es ist eine wichtige Frage, wie wir herausfinden können, welches der Name Gottes ist.Die Schöpfung ist ein machtvoller Beweis dafür, dass Gott existieren muss, aber sie verrät uns nicht seinen Namen .
Römer 1:20 "Denn seine unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so daß sie unentschuldbar sind; "
Wir könnten seinen Namen nie kennen lernen, wenn ihn unser Schöpfer nicht selbst in der Bibel offenbart hätte.
Bei einem feierlichen Anlaß sprach Gott seinen Namen selbst aus und wiederholte ihn in Anwesenheit von Moses. Moses schrieb einen Bericht über dieses Ereignis, der bis auf den heutigen Tag in der Bibel bewahrt geblieben ist
2. Mose 34:5 "Und dann kam Jehova in der Wolke herab und stellte sich dort zu ihm hin und rief den Namen Jehovas aus."
Gott schrieb seinen Namen sogar mit seinem eigenen „Finger“. Nachdem Gott Moses die Zehn Gebote gegeben hatte, schrieb Gott sie auf übernatürliche Weise nieder. In dem Bericht heißt es: „Sobald er [Gott] nun auf dem Berge Sinai mit ihm zu Ende geredet hatte, gab er Moses dann zwei Tafeln des ‚Zeugnisses‘, Tafeln von Stein, beschrieben vom Finger Gottes“ - 2. Mose 31:18. Gottes Name kommt im ursprünglichen Wortlaut der Zehn Gebote achtmal vor - 2. Mose 20:1-17. Auf diese Weise offenbarte Gott den Menschen seinen Namen persönlich, sowohl mündlich als auch schriftlich.

In Hebräisch wird dieser Name יהוה geschrieben. Diese vier Buchstaben, Tetragrammaton genannt, werden in Hebräisch von rechts nach links gelesen und können in vielen neuzeitlichen Sprachen mit den Buchstaben YHWH oder JHVH wiedergegeben werden. Der Name Gottes, der durch diese vier Konsonanten dargestellt wird, kommt im Urtext des AT, der Hebräischen Schriften, fast 7 000mal vor.
Der Name ist eine Form des hebräischen Verbs hawáh (הוה), „werden“, und bedeutet „Er veranlaßt zu werden“. Gott wird daher durch seinen Namen als der Eine gekennzeichnet, der seine Verheißungen fortschreitend erfüllt und seine Vorsätze unfehlbar verwirklicht. Nur der wahre Gott könnte einen solch bedeutungsvollen Namen tragen.

Erinnert Ihr Euch an die verschiedenen Versionen, in denen der Name Gottes in Psalm 83:18 erschien ? Zwei der Übersetzungen verwendeten lediglich einen Titel („HERR“ oder „Ewiger“) als Ersatz für den Namen Gottes. Aber in den beiden anderen Bezeichnungen, Jahwe und Jehova, kannt man die Buchstaben des Namens Gottes erkennen. Nur die Aussprache ist unterschiedlich.
Warum?

Re: JHWH - Jehova

Verfasst: Fr 10. Jan 2014, 15:21
von maggie
Wie wird Gottes Name ausgesprochen?

Heute weiß niemand genau, wie Gottes Name ursprünglich ausgesprochen wurde. Der erste Teil der Bibel wurde in Hebräisch geschrieben, und ihre Schreiber schrieben nur Konsonanten, keine Vokale.
Als das alte Hebräisch Alltagssprache war, bereitete dies keine Schwierigkeiten. Die Israeliten waren mit der Aussprache des Namens vertraut, und wenn sie ihn geschrieben sahen, fügten sie die Vokale ein, ohne nachdenken zu müssen (so wie ein deutscher Leser weiß, dass die Abkürzung „bzw.“ „beziehungsweise“ bedeutet ).
Dann traten zwei Entwicklungen ein, durch die sich diese Situation veränderte. Erstens kam unter den Juden die abergläubische Vorstellung auf, es sei verkehrt, den göttlichen Namen laut auszusprechen; so lasen sie, wenn sie beim Lesen der Bibel auf den Namen stießen, das hebräische Wort ’Adhonáj („Souveräner Herr“). Zweitens hörte Hebräisch als Alltagssprache allmählich auf zu bestehen, und auf diese Weise geriet die ursprüngliche hebräische Aussprache des Namens Gottes schließlich in Vergessenheit.
Um sicherzustellen, dass die Aussprache der hebräischen Sprache als Ganzes nicht verlorenging, erfanden jüdische Gelehrte in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends n.Chr. ein System von Punkten, um die fehlenden Vokale darzustellen, und fügten in der hebräischen Bibel diese Punkte den Konsonanten hinzu. So wurden sowohl die Vokale als auch die Konsonanten niedergeschrieben, und die damals übliche Aussprache wurde bewahrt.
Beim Namen Gottes verwendeten sie nicht die dazugehörigen Vokalzeichen, sondern setzten in den meisten Fällen andere Vokalzeichen ein, um den Leser daran zu erinnern, dass er ’Adhonáj lesen sollte. So kam es im Deutschen zu der Schreibweise Jehova[h]. In dieser Namensform sind die Grundbestandteile des Namens Gottes aus dem hebräischen Original erhalten geblieben.

Re: JHWH - Jehova

Verfasst: Sa 11. Jan 2014, 12:49
von maggie
Woher kommt die Aussprache Jahwe? Sie ist von neuzeitlichen Gelehrten empfohlen worden, die versucht haben, die ursprüngliche Aussprache des Namens Gottes abzuleiten. Einige — wenn auch nicht alle — sind der Ansicht, die Israeliten vor der Zeit Jesu hätten Gottes Namen wahrscheinlich Jahwe ausgesprochen. Doch man kann dies nicht mit Sicherheit sagen. Vielleicht wurde der Name so ausgesprochen, vielleicht auch nicht.
Trotzdem bevorzugen viele die Aussprache Jehova.weil sie verbreiteter und bekannter ist als Jahwe. Wäre es aber nicht besser, die Form zu verwenden, die der ursprünglichen Aussprache vermutlich am nächsten kommt? Nicht unbedingt, denn das ist bei den biblischen Eigennamen allgemein nicht der Fall.

Z.B der Name Jesus. Wissen wir, wie Jesus von seinen Angehörigen und Freunden im täglichen Gespräch angeredet wurde, während er in Nazareth aufwuchs? Die Wahrheit ist: Keiner weiß es mit Bestimmtheit, aber es könnte Jeschua (oder vielleicht Jehoschua) gewesen sein. Gewiß wurde er nicht Jesus genannt.
Doch als die Berichte über sein Leben in Griechisch niedergeschrieben wurden, versuchten die inspirierten Schreiber nicht, diese ursprüngliche hebräische Aussprache zu bewahren. Vielmehr gaben sie den Namen in Griechisch wieder: Iēsús. Heute wird der Name anders wiedergegeben, je nach der Sprache des Bibellesers. Spanische Bibelleser begegnen der Form Jesús (Aussprache: Chesús). Italiener schreiben ihn Gesù (Aussprache: Dschesú). Und Engländer schreiben ihn Jesus (Aussprache: Dschíeses).

Jetzt ist die Frage, sollten wir den Namen Jesus nicht mehr gebrauchen, weil kaum jemand oder gar keiner mehr wirklich weiß, wie er ursprünglich ausgesprochen wurde? Bisher hat kein Übersetzer dies empfohlen. Wir gebrauchen den Namen gern, denn er bezeichnet den geliebten Sohn Gottes, Jesus Christus, der sein Lebensblut für uns dahingegeben hat. Würden wir Jesus damit Ehre erweisen, wenn wir seinen Namen aus der Bibel ausmerzten und ihn einfach mit einem Titel wie „Lehrer“ oder „Mittler“ ersetzten? Natürlich nicht! Wir können einen persönlichen Bezug zu Jesus herstellen, wenn wir seinen Namen so gebrauchen, wie er in unserer Sprache allgemein ausgesprochen wird.

Das gleiche könnte man bezüglich aller anderen Namen sagen, die wir in der Bibel lesen. Wir sprechen sie in unserer eigenen Sprache aus und versuchen nicht, die ursprüngliche Aussprache nachzuahmen. So sagen wir „Jeremia“, nicht Jirmejáhu. Genauso sagen wir Jesaja, obwohl dieser Prophet zu seiner Zeit wahrscheinlich Jescha‘jáhu genannt wurde. Auch Gelehrte, die mit der ursprünglichen Aussprache dieser Namen vertraut sind, verwenden die heutige und nicht die ursprüngliche Aussprache, wenn sie von diesen Personen sprechen.
Das trifft auch auf den Namen Jehova zu. Obwohl die heutige Aussprache Jehova nicht genau der ursprünglichen Aussprache entsprechen mag, tut dies der Bedeutung des Namens keinen Abbruch. Er bezeichnet den Schöpfer, den lebendigen Gott, den Höchsten, von dem Jesus sagte: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt“ - Matthäus 6:9.

Re: JHWH - Jehova

Verfasst: Mo 13. Jan 2014, 16:32
von maggie
„Er wird sich nicht verdrängen lassen“

Viele Übersetzer bevorzugen zwar die Aussprache Jahwe, doch die Neue-Welt-Übersetzung und eine Reihe anderer Übersetzungen verwenden weiterhin die Form Jehova[h], weil die Menschen damit schon seit Jahrhunderten vertraut sind. Außerdem sind darin, ähnlich wie bei anderen Formen, die vier Buchstaben des Tetragrammatons, JHWH oder JHVH, enthalten.

Im vorigen Jahrhundert traf der deutsche Professor Gustav Friedrich Oehler aus dem gleichen Grund eine ähnliche Entscheidung. Er behandelte verschiedene Aussprachen und kam dann zu dem Schluß: „Ich bediene mich von jetzt an des Wortes J e h o v a, weil dieser Name nun einmal in unserem Sprachschatz eingebürgert ist und aus demselben ebensowenig sich wird verdrängen lassen, als z. B. statt des J o r d a n s jemals J a r d e n was richtiger wäre, herrschend werden wird“ (Theologie des Alten Testaments, 2. Auflage 1882, S. 143).

Etwas Ähnliches schrieb der jesuitische Gelehrte Paul Joüon in einer Fußnote zu seinem Werk Grammaire de l’hébreu biblique (Grammatik des biblischen Hebräisch) auf Seite 49: „In unseren Übersetzungen haben wir statt der (hypothetischen) Form Yahweh die Form Jéhovah verwandt . . ., welche die herkömmliche literarische Form in der französischen Sprache ist“ (Ausgabe 1923). Bibelübersetzer verwenden in vielen anderen Sprachen eine ähnliche Form.

Ist es daher verkehrt, eine Form wie Jahwe zu verwenden? Keineswegs. Nur wird der Leser mit der Form Jehova eher etwas anfangen können, weil sie sich in den meisten Sprachen „eingebürgert“ hat. Wichtig ist, daß wir den Namen gebrauchen und ihn anderen verkündigen. „Saget Jehova Dank! Rufet seinen Namen an. Macht unter den Völkern seine Handlungen bekannt. Erwähnt, daß sein Name hoch erhoben werden soll“ (Jesaja 12:4).

Re: JHWH - Jehova

Verfasst: Fr 17. Jan 2014, 16:13
von maggie
Verschiedene Gelehrte haben unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie der Name JHWH ursprünglich ausgesprochen wurde:

In dem Werk The Mysterious Name of Y.H.W.H., 1957, Seite 74, schrieb Dr. M. Reisel, dass die „Vokalisation des Tetragrammatons ursprünglich JeHūàH oder JaHūàH gewesen sein muß“.

Der Kanoniker D. D. Williams von Cambridge vertrat die Auffassung, dass die „Hinweise erkennen lassen, ja sogar beweisen, daß Jāhwéh nicht die richtige Aussprache des Tetragrammatons war . . . Der Name selbst lautete wahrscheinlich JĀHÔH“ (Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft, Jg. 54, 1936, S. 269).

In dem Glossar der revidierten französischen Segond-Übersetzung ist auf Seite 9 folgender Kommentar zu finden: „Die Aussprache Yahvé, die in einigen neueren Übersetzungen verwendet wird, stützt sich auf ein paar alte Zeugen, aber sie sind nicht schlüssig. Zieht man Eigennamen, die den göttlichen Namen zum Bestandteil haben, in Betracht, wie zum Beispiel den hebräischen Namen des Propheten Elia (Eliyahou), dann könnte die Aussprache genausogut Jaho oder Jahou sein.“

Im Jahre 1749 berichtete der deutsche Gelehrte Romanus Teller von einigen verschiedenen Aussprachen des Namens Gottes, die er gelesen hatte: „Sanchuniathon schreibet Jevo, Diodorus aus Sicilien, Macrobius, Clemens Alexandrinus, der heil. Hieronymus und Origenes, Jao; die Samaritaner, Epiphanius, Theodoretus, Jahe, oder Jave; Ludwig Cappel lieset Javoh; Drusius, Jahve; Hottinger, Jehva; Mercerus, Jehovah; Castellio, Jovah; und le Clerc, Jawoh, oder Javoh.“

Die ursprüngliche Aussprache des Namens Gottes ist somit nicht mehr bekannt. Sie ist auch nicht wirklich wichtig. Wäre sie es, so hätte Gott dafür gesorgt, dass sie uns erhalten geblieben wäre. Wichtig ist, dass wir Gottes Namen so gebrauchen, wie es in unserer Sprache üblich ist.


Formen des Gottesnamens in verschiedenen Sprachen, die die internationale Anerkennung der Form Jehova belegen

Awabakal — Yehóa
Bugotu — Jihova
Dänisch — Jehova
Deutsch — Jehova
Efik — Jehovah
Englisch — Jehovah
Fidschi — Jiova
Finnisch — Jehova
Französisch — Jéhovah
Futuna — Ihova
Hirimotu — Iehova
Ibo — Jehova
Italienisch — Geova
Japanisch — Ehoba
Kantonesisch — Yehwowah
Maori — Ihowa
Mwala-Malu — Jihova
Narrinyeri — Jehovah
Nembe — Jihova
Niederländisch — Jehovah
Petats — Jihouva
Polnisch — Jehowa
Portugiesisch — Jeová
Rumänisch — Iehova
Samoanisch — Ieova
Schwedisch — Jehova
Spanisch — Jehová
Suaheli — Yehova
Sutho — Jehova
Tagalog — Jehova
Tahitisch — Iehova
Tonga — Jihova
Ungarisch — Jehova
Venda — Yehova
Xosa — uYehova
Yoruba — Jehofah
Zulu — uJehova

Re: JHWH - Jehova

Verfasst: Sa 18. Jan 2014, 19:35
von maggie
„Jehova“ ist auch in außerbiblischen Texten als der Name Gottes weithin bekanntgeworden

Franz Schubert komponierte die Musik für das von Johann Ladislaus Pyrker verfaßte lyrische Gedicht, betitelt „Die Allmacht“. Der Name Jehova kommt darin zweimal vor.
Er kommt auch am Ende der letzten Szene von Verdis Oper „Nabucco“ vor.

Außerdem gebrauchte Arthur Honegger, ein französischer Komponist Schweizer Abstammung, den Namen Jehova in seinem Oratorium „Le Roi David“,

und der berühmte französische Schriftsteller Victor Hugo verwandte ihn in über 30 seiner Werke. Sowohl er als auch Lamartine schrieben Gedichte mit dem Titel „Jehova“.

In dem Buch Deutsche Taler, 1967 von der Deutschen Bundesbank herausgegeben, ist eine der ältesten Münzen abgebildet, die den Namen „Jehova“ enthalten, ein Reichstaler, der 1634 im Herzogtum Schlesien geprägt wurde. Über die Abbildung auf der Rückseite der Münze heißt es: „Unter dem strahlenden Namen IEHOVA, der aus den Wolken ragt, gekrönter Schild mit dem Wappen von Schlesien.“

Besucher der Staatlichen Museen Heidecksburg in Rudolstadt (ehemalige DDR) mögen staunen, wenn sie auf dem Harnischkragen Gustavs II. Adolfs von Schweden aus dem Jahre 1632 den Namen IEHOVA in Großbuchstaben sehen.

Somit ist die Namensform Jehova über die Jahrhunderte die international anerkannte Aussprache des Namens Gottes geworden, und wer sie hört, erkennt sogleich, von wem die Rede ist. Es ist so, wie Professor Oehler sagte: „Dieser Name [ist] nun einmal in unserem Sprachschatz eingebürgert . . . und [wird sich] aus demselben . . . [nicht] verdrängen lassen“ (Theologie des Alten Testaments).


Einer Engelstatue mit dem Namen Gottes; steht an der Grabstätte von Papst Clemens XIII. in der Peterskirche (Vatikan)


Viele Münzen wurden geprägt, auf denen der Name Gottes stand. Eine von 1661 stammt aus Nürnberg. Der lateinische Text bedeutet: „Unter dem Schatten deiner Flügel“.


Früher waren viele religiöse Gebäude mit dem Namen Gottes in Form des Tetragrammatons geschmückt
Katholische Basilika in Fourvière (Lyon, Frankreich)
Kathedrale von Bourges (Frankreich)
Kirche in La Celle (Dunoise, Frankreich)
Kirche in Digne (Südfrankreich)
Kirche in São Paulo (Brasilien)
Straßburger Münster (Frankreich)
Markuskirche in Venedig (Italien)

das ist nur eine kleine Auswahl


Jehovas Name steht an der Klosterkirche von Bordesholm (Deutschland),
auf einer deutschen Münze aus dem Jahre 1635,
über dem Portal einer Kirche auf Fehmarn (Deutschland)
und auf einem Grabstein aus dem Jahre 1845 in Harmannschlag (Niederösterreich)

und noch viel öfter