Was ist Meditation
Verfasst: Fr 31. Dez 2010, 13:20
Der menschliche Verstand ist mit zwei Arten von Macht ausgestattet: einmal die WAHRHEIT zu verhüllen und zum anderen die äußere Welt vor unseren Augen zu projizieren. Hält man zum Beispiel in der Dämmerung ein Seil (Wahrheit) für eine Schlange (Illusion), so existiert für den Betrachter nur die Schlange. Das Seil ist verschwunden. Der Mensch ist aber einer Täuschung aufgesessen, denn sobald er im Licht die Wahrheit erkennt, ist auch sofort jede Angst verflogen. Auch Gott ist unsichtbar, solange man nur die äußere Welt in ihrer Vielfalt wahrnimmt und nicht die zugrundelie-gende Einheit im Inneren erfährt.
Die Wissenschaft bestätigt, daß die Sinne des Menschen täuschen, daß sich Objekte auflösen, wenn man ihre Substanz fassen will, daß die Wahrheit ganz anders ist: ein einheitliches Energiefeld nämlich, das aller Wahrscheinlichkeit nach bewußt ist. - Es ist eine Sache, die Schriften der Welt zu lesen, um sich intellektuelle Kenntnisse zu erwerben. Etwas ganz anderes ist es, eine stets wachsende Erweiterung des GOTTESBEWUSSTSEINS in sich selbst zu erkennen und ihr treu zu bleiben. Wir müssen lernen in beiden Welten zu leben: in der Welt des Geistes und in der Welt der Materie. Jede Einseitigkeit ist von Übel!
Hinweise zur Meditation
Quelle : White Eagle, "Meditation", Aquamarin Verlag. ISBN 3-922936-06-7.
Nur wenigen fällt auf, daß der Mensch im Tiefschlaf weder persönliche Sorgen noch irgendwelche Fragen hat. Im Traum existiert nicht die übliche Person. Der irdisch orientierte Verstand ist ausgeschaltet. Die übliche Person besteht für einige Stunden und existiert dann für einige Stunden nicht. Doch "wir" existieren definitiv nonstop – auch im Schlaf und im Traum. Deutet das nicht darauf hin, daß "wir" von unserer "Person" verschieden sind? - Können wir eine Person, die nur einer Teilzeitbeschäftigung im Außen nachgeht, für wahr halten? - Sobald die Person wieder aufgetaucht ist, "entstehen" vor unseren Augen die Welt und im Kopf die dazugehörigen Sorgen und Probleme. Hinter Wachen, Schlaf und Traum wartet also ein anderes Selbst, als die eine WAHRHEIT, die erfahren werden will. Denn die Meditation läßt sich, wie auch der Schlaf, nicht herzeigen, man kann sie nur selber erfahren.
Dreh- und Angelpunkt der höchsten Weisheit ist die Frage, wer wir sind. Wenn der Mensch seinem persönliches Ego ernsthaft und intensiv in der Meditation auf den Grund geht, immer und immer wieder, vielleicht über Jahre hinweg, dann verschwindet es vielleicht eines Tages. Es löst sich stillschweigend auf. Was bleibt, ist die WAHRHEIT. Wir haben also die Wahl, zwischen WAHRHEIT und Illusion, zwischen GOTT und unserer Person.
Bad Salzuflen, im Juni 2001
1.0 Was ist Meditation?
Meditation ist keine Geheimwissenschaft. Das Wort "Meditation" oder "Kontemplation" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Nachdenken, sinnende Betrachtung, religiöse Versenkung. Meditation ist gleichzusetzen mit Besinnung oder einer besinnlichen Betrachtung. Wenn man nachts in Ehrfurcht und Bewunderung den klaren Sternenhimmel betrachtet, so ist das Meditation. Wenn man mit geschlossenen Augen dem Wellenschlag des Meeres lauscht, so ist auch das Meditation.
• Meditation ist Gebet – Gebet ist Meditation.
Das wachsende Interesse an der Meditation und die Nachfrage nach Hilfe zu einem geistig geordneten Leben wird in Zeiten des Umbruchs immer intensiver, wenn die Normen nicht mehr gelten, nach denen man sich bisher gerichtet hat. Steigender Meditationswunsch ereignet sich gerade heute, da es keine positiven Leitbilder mehr gibt. Vielleicht liegt hier der tiefste Grund allen Unbehagens, daß uns das gültige Menschenbild fehlt, ein Vorbild, nach dem man leben kann.
Auch neue Formen kirchlicher Veranstaltungen können nicht darüber hinwegtäuschen, daß das tägliche Leben sich damit nicht deckt. Wir sollten darum unbedingt geistige HILFE annehmen, wo immer sie sich bietet, um damit unsere inneren Reichtümer wieder aufzuschließen, so daß wir wieder an unsere eigenen geistigen SCHÄTZE herankommen, die uns zwar gehören, die aber nicht mehr verfügbar sind, weil wir den Schlüssel dazu verloren haben. Das "moderne Leben" ist so angelegt, daß es Meditation verhindert, indem es uns daran hindert, zu uns selbst zu kommen.
• Meditation ist eine überragende Hilfe bei der Gestaltung des eigenen Lebens!
Meditation führt zu einer besseren Kommunikation mit sich selbst und mit anderen. Zugleich ist Meditation eine wesentliche Hilfe bei der Bewältigung des Alltags. Ein Mensch, der meditiert, wird gegenüber hektischer Betriebsamkeit wieder Ruhe, Vertrauen und Gelassenheit erlernen, er gewinnt Durchhaltefähigkeit auch in Streßsituationen und wird Kraftreserven in sich entdecken, von denen er bisher nichts wußte.
• Erwiesen ist, daß die Konzentrationsfähigkeit zunimmt, von der Haltung her auch der Wille stark wird und die Leistungsfähigkeit sich steigert, wie überhaupt ein Reifungsprozeß in Gang kommt, bei dem die ganze Persönlichkeit wächst.
Es gibt viele verschiedene Formen der Meditation, sei es buddhistische Meditation, Zen-Meditation, christliche Meditation usw., so daß es einem Laien schwerfällt, die für ihn geeignete Form herauszufinden. Die Menschen im Osten gehen andere Wege der Meditation, doch der Grundgedanke aller Meditationsformen ist gleich.
Der hier beschriebene Weg ist für Menschen des Westens, die den Fußspuren des christlichen MEISTERS JESUS folgen möchten. Dieser Weg basiert auf der Hingabe an das Gute und dient dem Besten in uns und unserem Nächsten und damit auch der Erde. Wer Meditieren lernen will, muß nicht gleich den ganzen Buddhismus oder Hinduismus schlucken. Es geht beim Meditieren darum, daß wir das Menschsein wieder lernen. Um dahin zu kommen, müssen wir zunächst gegen einen Widerstand anrennen, nämlich gegen unseren erdgebundenen Verstand. Jeder, der sich zum Meditieren hinsetzt, erfährt diesen Widerstand. Unser Verstand ist gleichzeitig auch unser Widerstand. - Es ist ähnlich wie beim Drachensteigen: Zuerst muß man rennen, bis der Drachen in die Luft steigt - das ist die Technik -, ab dann braucht man ihn nur noch zu halten. Das heißt, wir müssen erst einmal in die Meditation hineinkommen. Dafür gibt es einige Hilfen. Danach läuft die Meditation von selbst weiter und wir haben nichts weiter zu tun, als den Zustand zu halten. Kurioserweise stellt sich der Erfolg meist dann ein, wenn man ihn nicht mehr erstrebt.
• Es macht keinen Sinn, als Außenstehender über Meditation nachzudenken, sondern man kann nur als Mitübender Erfahrungen sammeln.
• Alles, was die Meditation behindert, ist ein Hindernis Mensch zu sein.
In der Meditation geht es darum, sich selbst zu entdecken, seinen Schwerpunkt und seine innere Mitte zu finden. Es geht um Klärung des eigenen Herzens. Dabei gehört es zum Wesen der Meditation, daß sie aus den vielfältigen, uns oft zerreißenden Gegensätzen zur Einheit führt.
Es gibt zwei Ebenen des Erkennens:
• Das intellektuelle Erkennen, die Logik.
• Das intuitive Erkennen, der Spürsinn, der durch Meditation entwickelt wird.
Eine Krankheit zum Beispiel, irgend etwas, was uns einmal zu einer Pause zwingt, ist sozusagen eine Selbsthilfe, meistens unbewußt geschehen. Mit einer Krankheit haben wir auch die Chance zur Meditation. All das, was aus dem Bewußtsein hochkommen kann, wenn wir einmal zwangsweise im Bett liegen, ist bereits Meditation.
Man kann zeitlich sehr weit zurückgehen, immer haben Philosophen, Weise und Heilige, Propheten und Lehrer einen Schlüssel angeboten, der die TORE DES HIMMELS öffnen kann.
• Dieser Schlüssel liegt im spirituellen HERZEN des feinstofflichen Körpers, in der Mitte der Brust, eines jeden Menschen.
Der Name des Schlüssels ist LIEBE. Wenn er gebraucht wird, dann enthüllt er dem Menschen, daß in ihm verborgene SCHÄTZE und WAHRHEITEN liegen, die ihm bei seinem Suchen eine Antwort geben. Nur wenige sind es, die während der Jagd des Lebens innehalten, um der kleinen, stillen STIMME zu lauschen, die im innersten des spirituellen HERZENS ertönt. Einige nennen sie die "STIMME DER STILLE", andere die "STIMME DES GEWISSENS". In Wirklichkeit ist sie das Erwachen des Geistes, die Erweiterung des Bewußtseins oder des wahren Lebens, von WHITE EAGLE in allen seinen Belehrungen als "CHRISTUSBEWUSSTSEIN" benannt.
• Dieses CHRISTUSBEWUSSTSEIN oder dieses INNERE LICHT ist es, das während der Meditation geweckt, gestärkt und entwickelt wird.
Darüber hinaus können sich auch geistige Gaben wie das Hellsehen und das Hellhören entwickeln. Der Apostel Paulus sagte: "In geistigen Dingen, meine Brüder, sollt ihr nicht unwissend bleiben." In dieser Aussage ist angedeutet, daß die Entfaltung der geistigen Gaben Teil der menschlichen Höherentwicklung ist. Der Weg ist einfach, aber hart. Wer ihn gehen will muß drei Charaktereigenschaften besitzen oder entwickeln:
• Einfachheit
• Demut
• Durchhaltevermögen
Der Weg zur Meditation, wie er hier beschrieben wird, ist einfach und unkompliziert, so daß jedermann mit der Arbeit an sich selbst beginnen kann. Jedes Kind kann meditieren. Dieser hier vorgestellte Entwicklungsweg ist auch ein sicherer und gefahrloser Weg, denn er führt die Seele im LICHTE der innewohnenden CHRISTUSLIEBE.
Aber: Die direkte Einwirkung des reinen Geistes oder des CHRISTUSGEISTES auf die menschliche Seele wirbelt oft Disharmonien im niederen oder irdischen Verstande auf. Konflikte können entstehen. Aus diesem Grunde folgende Warnung:
• Die Motive zur Meditation müssen rein und selbstlos sein und eine straffe Selbstdisziplin im täglichen Leben und Denken muß zur Gewohnheit werden.
Wenn die Gedanken während der Meditation abschweifen, dann sollte man sie resolut und so oft wie nötig zurückholen. Man konzentriere sich auf die Gestalt CHRISTI, die zum Zentralpunkt der ganzen Meditation werden soll. Statt einer Gestalt ist auch eine strahlende LICHTSONNE möglich. Entscheidend ist die innere Abstimmung, die Konzentration, die Fokussierung des eigenen Bewußtseins, auf eine höhere geistige SCHWINGUNG. Die HIERARCHIE GOTTES bekommt solche Bemühungen mit und schützt und führt die menschliche Seele.
Immer wieder wurde von der HIERARCHIE GOTTES medial mitgeteilt, daß wir den ersten Schritt dazu tun müssen. Und hat der Mensch dann freiwillig seinen Stolz überwunden und den ersten Schritt getan, so kommt ihm die geistige HIERARCHIE zehn Schritte entgegen und unterstützt ihn weiter in seinen Bemühungen.
Es gibt viele Menschen, welche die verschiedensten Religionen und Weltanschauungen studierten, und andere, die sich durch Lektüre gebildet haben. Sie glaubten, alle Lebensfragen nur mit dem Verstande lösen zu können. Das ist ein Irrtum! Weder das eine, noch das andere genügt. Es sind lediglich Teilstrecken auf dem Weg zum Ziel.
• Das Endziel liegt in der praktischen geistigen Erfahrung und im Verständnis, erworben in der Sicherheit des CHRISTUSLICHTES und seiner KRAFT und Auswirkung auf das menschliche Leben und auf den Charakter.
Vor langer Zeit sagte ein chinesischer Meister:
"Wenn du die Ruhe selber bist, dann wird sich das Herz des Himmels in dir offenbaren."
Die Philosophen des alten Griechenlands waren sich ebenfalls bewußt, welches der ewige Schlüssel zu des Menschen geistiger Höherentwicklung sei. Über ihren Tempeltoren standen die Worte:
"Mensch erkenne dich selbst, und du wirst Gott und das Universum kennen."
Die alten Ägypter, Griechen, Hindus, Chinesen und die frühen Christen erhielten allesamt von ihren Meistern die Lehre von der "STIMME DER STILLE, die sie mit Hilfe der Meditation erlernen konnten. Mehr noch: Sie lebten, was sie erlernt hatten, und so lebte ES in ihnen.
Die WAHRHEIT ist dieselbe – gestern, heute, immer!
CHRISTUS sagte:
"Suchet zuerst das Himmelreich und seine Gerechtigkeit, und alles andere wird euch hinzugegeben."... "Das Königreich ist inwendig in euch."
Die Meditation ist der wahre Weg, der getreue Pfad, um das geistige oder höhere BEWUSSTSEIN zu entfalten, das tief im Innersten des Menschen verborgen liegt.
• Die Meditation ist in Tat und Wahrheit das Erwachen und Entfalten des HERZ-ZENTRUMS durch die geistige LIEBE zu allem was da lebt und blüht.
Die Wissenschaft bestätigt, daß die Sinne des Menschen täuschen, daß sich Objekte auflösen, wenn man ihre Substanz fassen will, daß die Wahrheit ganz anders ist: ein einheitliches Energiefeld nämlich, das aller Wahrscheinlichkeit nach bewußt ist. - Es ist eine Sache, die Schriften der Welt zu lesen, um sich intellektuelle Kenntnisse zu erwerben. Etwas ganz anderes ist es, eine stets wachsende Erweiterung des GOTTESBEWUSSTSEINS in sich selbst zu erkennen und ihr treu zu bleiben. Wir müssen lernen in beiden Welten zu leben: in der Welt des Geistes und in der Welt der Materie. Jede Einseitigkeit ist von Übel!
Hinweise zur Meditation
Quelle : White Eagle, "Meditation", Aquamarin Verlag. ISBN 3-922936-06-7.
Nur wenigen fällt auf, daß der Mensch im Tiefschlaf weder persönliche Sorgen noch irgendwelche Fragen hat. Im Traum existiert nicht die übliche Person. Der irdisch orientierte Verstand ist ausgeschaltet. Die übliche Person besteht für einige Stunden und existiert dann für einige Stunden nicht. Doch "wir" existieren definitiv nonstop – auch im Schlaf und im Traum. Deutet das nicht darauf hin, daß "wir" von unserer "Person" verschieden sind? - Können wir eine Person, die nur einer Teilzeitbeschäftigung im Außen nachgeht, für wahr halten? - Sobald die Person wieder aufgetaucht ist, "entstehen" vor unseren Augen die Welt und im Kopf die dazugehörigen Sorgen und Probleme. Hinter Wachen, Schlaf und Traum wartet also ein anderes Selbst, als die eine WAHRHEIT, die erfahren werden will. Denn die Meditation läßt sich, wie auch der Schlaf, nicht herzeigen, man kann sie nur selber erfahren.
Dreh- und Angelpunkt der höchsten Weisheit ist die Frage, wer wir sind. Wenn der Mensch seinem persönliches Ego ernsthaft und intensiv in der Meditation auf den Grund geht, immer und immer wieder, vielleicht über Jahre hinweg, dann verschwindet es vielleicht eines Tages. Es löst sich stillschweigend auf. Was bleibt, ist die WAHRHEIT. Wir haben also die Wahl, zwischen WAHRHEIT und Illusion, zwischen GOTT und unserer Person.
Bad Salzuflen, im Juni 2001
1.0 Was ist Meditation?
Meditation ist keine Geheimwissenschaft. Das Wort "Meditation" oder "Kontemplation" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Nachdenken, sinnende Betrachtung, religiöse Versenkung. Meditation ist gleichzusetzen mit Besinnung oder einer besinnlichen Betrachtung. Wenn man nachts in Ehrfurcht und Bewunderung den klaren Sternenhimmel betrachtet, so ist das Meditation. Wenn man mit geschlossenen Augen dem Wellenschlag des Meeres lauscht, so ist auch das Meditation.
• Meditation ist Gebet – Gebet ist Meditation.
Das wachsende Interesse an der Meditation und die Nachfrage nach Hilfe zu einem geistig geordneten Leben wird in Zeiten des Umbruchs immer intensiver, wenn die Normen nicht mehr gelten, nach denen man sich bisher gerichtet hat. Steigender Meditationswunsch ereignet sich gerade heute, da es keine positiven Leitbilder mehr gibt. Vielleicht liegt hier der tiefste Grund allen Unbehagens, daß uns das gültige Menschenbild fehlt, ein Vorbild, nach dem man leben kann.
Auch neue Formen kirchlicher Veranstaltungen können nicht darüber hinwegtäuschen, daß das tägliche Leben sich damit nicht deckt. Wir sollten darum unbedingt geistige HILFE annehmen, wo immer sie sich bietet, um damit unsere inneren Reichtümer wieder aufzuschließen, so daß wir wieder an unsere eigenen geistigen SCHÄTZE herankommen, die uns zwar gehören, die aber nicht mehr verfügbar sind, weil wir den Schlüssel dazu verloren haben. Das "moderne Leben" ist so angelegt, daß es Meditation verhindert, indem es uns daran hindert, zu uns selbst zu kommen.
• Meditation ist eine überragende Hilfe bei der Gestaltung des eigenen Lebens!
Meditation führt zu einer besseren Kommunikation mit sich selbst und mit anderen. Zugleich ist Meditation eine wesentliche Hilfe bei der Bewältigung des Alltags. Ein Mensch, der meditiert, wird gegenüber hektischer Betriebsamkeit wieder Ruhe, Vertrauen und Gelassenheit erlernen, er gewinnt Durchhaltefähigkeit auch in Streßsituationen und wird Kraftreserven in sich entdecken, von denen er bisher nichts wußte.
• Erwiesen ist, daß die Konzentrationsfähigkeit zunimmt, von der Haltung her auch der Wille stark wird und die Leistungsfähigkeit sich steigert, wie überhaupt ein Reifungsprozeß in Gang kommt, bei dem die ganze Persönlichkeit wächst.
Es gibt viele verschiedene Formen der Meditation, sei es buddhistische Meditation, Zen-Meditation, christliche Meditation usw., so daß es einem Laien schwerfällt, die für ihn geeignete Form herauszufinden. Die Menschen im Osten gehen andere Wege der Meditation, doch der Grundgedanke aller Meditationsformen ist gleich.
Der hier beschriebene Weg ist für Menschen des Westens, die den Fußspuren des christlichen MEISTERS JESUS folgen möchten. Dieser Weg basiert auf der Hingabe an das Gute und dient dem Besten in uns und unserem Nächsten und damit auch der Erde. Wer Meditieren lernen will, muß nicht gleich den ganzen Buddhismus oder Hinduismus schlucken. Es geht beim Meditieren darum, daß wir das Menschsein wieder lernen. Um dahin zu kommen, müssen wir zunächst gegen einen Widerstand anrennen, nämlich gegen unseren erdgebundenen Verstand. Jeder, der sich zum Meditieren hinsetzt, erfährt diesen Widerstand. Unser Verstand ist gleichzeitig auch unser Widerstand. - Es ist ähnlich wie beim Drachensteigen: Zuerst muß man rennen, bis der Drachen in die Luft steigt - das ist die Technik -, ab dann braucht man ihn nur noch zu halten. Das heißt, wir müssen erst einmal in die Meditation hineinkommen. Dafür gibt es einige Hilfen. Danach läuft die Meditation von selbst weiter und wir haben nichts weiter zu tun, als den Zustand zu halten. Kurioserweise stellt sich der Erfolg meist dann ein, wenn man ihn nicht mehr erstrebt.
• Es macht keinen Sinn, als Außenstehender über Meditation nachzudenken, sondern man kann nur als Mitübender Erfahrungen sammeln.
• Alles, was die Meditation behindert, ist ein Hindernis Mensch zu sein.
In der Meditation geht es darum, sich selbst zu entdecken, seinen Schwerpunkt und seine innere Mitte zu finden. Es geht um Klärung des eigenen Herzens. Dabei gehört es zum Wesen der Meditation, daß sie aus den vielfältigen, uns oft zerreißenden Gegensätzen zur Einheit führt.
Es gibt zwei Ebenen des Erkennens:
• Das intellektuelle Erkennen, die Logik.
• Das intuitive Erkennen, der Spürsinn, der durch Meditation entwickelt wird.
Eine Krankheit zum Beispiel, irgend etwas, was uns einmal zu einer Pause zwingt, ist sozusagen eine Selbsthilfe, meistens unbewußt geschehen. Mit einer Krankheit haben wir auch die Chance zur Meditation. All das, was aus dem Bewußtsein hochkommen kann, wenn wir einmal zwangsweise im Bett liegen, ist bereits Meditation.
Man kann zeitlich sehr weit zurückgehen, immer haben Philosophen, Weise und Heilige, Propheten und Lehrer einen Schlüssel angeboten, der die TORE DES HIMMELS öffnen kann.
• Dieser Schlüssel liegt im spirituellen HERZEN des feinstofflichen Körpers, in der Mitte der Brust, eines jeden Menschen.
Der Name des Schlüssels ist LIEBE. Wenn er gebraucht wird, dann enthüllt er dem Menschen, daß in ihm verborgene SCHÄTZE und WAHRHEITEN liegen, die ihm bei seinem Suchen eine Antwort geben. Nur wenige sind es, die während der Jagd des Lebens innehalten, um der kleinen, stillen STIMME zu lauschen, die im innersten des spirituellen HERZENS ertönt. Einige nennen sie die "STIMME DER STILLE", andere die "STIMME DES GEWISSENS". In Wirklichkeit ist sie das Erwachen des Geistes, die Erweiterung des Bewußtseins oder des wahren Lebens, von WHITE EAGLE in allen seinen Belehrungen als "CHRISTUSBEWUSSTSEIN" benannt.
• Dieses CHRISTUSBEWUSSTSEIN oder dieses INNERE LICHT ist es, das während der Meditation geweckt, gestärkt und entwickelt wird.
Darüber hinaus können sich auch geistige Gaben wie das Hellsehen und das Hellhören entwickeln. Der Apostel Paulus sagte: "In geistigen Dingen, meine Brüder, sollt ihr nicht unwissend bleiben." In dieser Aussage ist angedeutet, daß die Entfaltung der geistigen Gaben Teil der menschlichen Höherentwicklung ist. Der Weg ist einfach, aber hart. Wer ihn gehen will muß drei Charaktereigenschaften besitzen oder entwickeln:
• Einfachheit
• Demut
• Durchhaltevermögen
Der Weg zur Meditation, wie er hier beschrieben wird, ist einfach und unkompliziert, so daß jedermann mit der Arbeit an sich selbst beginnen kann. Jedes Kind kann meditieren. Dieser hier vorgestellte Entwicklungsweg ist auch ein sicherer und gefahrloser Weg, denn er führt die Seele im LICHTE der innewohnenden CHRISTUSLIEBE.
Aber: Die direkte Einwirkung des reinen Geistes oder des CHRISTUSGEISTES auf die menschliche Seele wirbelt oft Disharmonien im niederen oder irdischen Verstande auf. Konflikte können entstehen. Aus diesem Grunde folgende Warnung:
• Die Motive zur Meditation müssen rein und selbstlos sein und eine straffe Selbstdisziplin im täglichen Leben und Denken muß zur Gewohnheit werden.
Wenn die Gedanken während der Meditation abschweifen, dann sollte man sie resolut und so oft wie nötig zurückholen. Man konzentriere sich auf die Gestalt CHRISTI, die zum Zentralpunkt der ganzen Meditation werden soll. Statt einer Gestalt ist auch eine strahlende LICHTSONNE möglich. Entscheidend ist die innere Abstimmung, die Konzentration, die Fokussierung des eigenen Bewußtseins, auf eine höhere geistige SCHWINGUNG. Die HIERARCHIE GOTTES bekommt solche Bemühungen mit und schützt und führt die menschliche Seele.
Immer wieder wurde von der HIERARCHIE GOTTES medial mitgeteilt, daß wir den ersten Schritt dazu tun müssen. Und hat der Mensch dann freiwillig seinen Stolz überwunden und den ersten Schritt getan, so kommt ihm die geistige HIERARCHIE zehn Schritte entgegen und unterstützt ihn weiter in seinen Bemühungen.
Es gibt viele Menschen, welche die verschiedensten Religionen und Weltanschauungen studierten, und andere, die sich durch Lektüre gebildet haben. Sie glaubten, alle Lebensfragen nur mit dem Verstande lösen zu können. Das ist ein Irrtum! Weder das eine, noch das andere genügt. Es sind lediglich Teilstrecken auf dem Weg zum Ziel.
• Das Endziel liegt in der praktischen geistigen Erfahrung und im Verständnis, erworben in der Sicherheit des CHRISTUSLICHTES und seiner KRAFT und Auswirkung auf das menschliche Leben und auf den Charakter.
Vor langer Zeit sagte ein chinesischer Meister:
"Wenn du die Ruhe selber bist, dann wird sich das Herz des Himmels in dir offenbaren."
Die Philosophen des alten Griechenlands waren sich ebenfalls bewußt, welches der ewige Schlüssel zu des Menschen geistiger Höherentwicklung sei. Über ihren Tempeltoren standen die Worte:
"Mensch erkenne dich selbst, und du wirst Gott und das Universum kennen."
Die alten Ägypter, Griechen, Hindus, Chinesen und die frühen Christen erhielten allesamt von ihren Meistern die Lehre von der "STIMME DER STILLE, die sie mit Hilfe der Meditation erlernen konnten. Mehr noch: Sie lebten, was sie erlernt hatten, und so lebte ES in ihnen.
Die WAHRHEIT ist dieselbe – gestern, heute, immer!
CHRISTUS sagte:
"Suchet zuerst das Himmelreich und seine Gerechtigkeit, und alles andere wird euch hinzugegeben."... "Das Königreich ist inwendig in euch."
Die Meditation ist der wahre Weg, der getreue Pfad, um das geistige oder höhere BEWUSSTSEIN zu entfalten, das tief im Innersten des Menschen verborgen liegt.
• Die Meditation ist in Tat und Wahrheit das Erwachen und Entfalten des HERZ-ZENTRUMS durch die geistige LIEBE zu allem was da lebt und blüht.