Schöpfungstage als Entsprechung der Wiedergeburt
Verfasst: So 2. Jan 2011, 22:26
Ich möchte mal - als Denkangebot - die Auslegung der Schöpfungstage von E. Swedenborg einstellen, der ja die Heilige Schrift nicht wörtlich, sondern als Entsprechung auslegt.
Den Schöpfungsbericht betrachtet Swedenborg als Entsprechung zur geistigen Wiedergeburt des Menschen:
Der Inhalt
Die sechs Tage oder Zeiten der Schöpfung bezeichnen ebenso viele aufeinanderfolgende Zustände der Wiedergeburt des Menschen, und zwar etwa folgendermaßen:
Der erste Zustand
ist ein Vorstadium und umfaßt die Kindheit sowie den Zustand unmittelbar vor der Wiedergeburt. Er wird „Leere, Öde, und Finsternis“ genannt. Die erste Regung ist die Barmherzigkeit des HERRN, „der Geist Gottes, schwebend über den Angesichten der Wasser“.
Im zweiten Zustand
wird unterschieden zwischen dem, was des HERRN und dem, was des Menschen Eigenes ist. Was des HERRN ist, nennt die Bibel „Überreste“, die vor allem aus den Kenntnissen des Glaubens bestehen, welche der Mensch von Kindheit an gelernt hat. Diese Überreste werden verborgen gehalten und liegen nicht offen zutage, ehe der Mensch in den zweiten Zustand kommt. Dieser tritt heutigen Tages selten ein, ohne daß Versuchungen, Unglück und Trübsal die leiblichen und weltlichen Regungen – des Menschen Eigenes – zum verstummen bringen und gleichsam abtöten. Auf diese Weise wird das Äußere des Menschen von dem getrennt, was dem Inneren angehört, und das Innere enthält die Überreste, die vom HERRN bis zu dieser Zeit und diesem Zweck verborgen gehalten werden.
Im dritten Zustand
dem der Buße, äußert sich der Mensch aus seinem Inneren fromm und demütig. Er übt gutes, Werke der Nächstenliebe, aber da er meint, er tue sie aus sich, bleiben sie noch unbeseelt. Als „zartes Kraut“, dann „Samenkraut“ und schließlich „Fruchtbaum“ werden sie bezeichnet.
Im vierten Zustand
wird der Mensch von der Liebe ergriffen und vom Glauben erleuchtet. Wenn er auch vorher fromm redete und gutes tat, so geschah es doch aus dem Zustand der Versuchung und Beängstigung und nicht aus Glauben und Nächstenliebe. Diese werden nun im inneren Menschen entzündet und die „zwei Lichter“ genannt.
Der fünfte Zustand
besteht darin, daß der Mensch aus dem Glauben und dann aus der Liebe Wahres spricht und sich im Wahren und Guten bestärkt. Was er nun hervorbringt, ist beseelt und wird “Fische des Wassers“ und Vögel der Himmel“ genannt.
Im sechsten Zustand
befindet sich der Mensch, wenn er aus dem Glauben und dann aus der Liebe Wahres spricht und Gutes tut. Was er jetzt hervorbringt, heißt „lebende Seele“ und „Tier“, und da er nun beginnt, nicht nur aus Glauben, sondern zugleich aus Liebe zu handeln, wird er ein geistiger Mensch, der „Bild“ Gottes genannt wird. In den Erkenntnissen des Glaubens und allen Werken der Nächstenliebe findet sein geistiges Leben Freude und Nahrung; sie heißen seine „Speise“. Sein natürliches Leben aber findet Freude und Nahrung in allem, was Leib und Sinnen angehört. Daraus entwickelt sich ein Kampf, der so lange währt, bis die Liebe herrscht und er zum himmlischen Menschen wird.
Von allen, die wiedergeboren werden, erreichen nur wenige diesen Zustand. Die meisten gelangen heutzutage* nur bis zum ersten, einige bis zum zweiten, noch weniger bis zum dritten, vierten oder fünften, einzelne bis zum sechsten, und kaum jemand erreicht den siebenten Zustand."
Hier gibt es die ganze Auslegung als PDF Datei
http://www.orah.ch/HP2009/20Swedenborg/ ... Morgen.pdf
Den Schöpfungsbericht betrachtet Swedenborg als Entsprechung zur geistigen Wiedergeburt des Menschen:
Der Inhalt
Die sechs Tage oder Zeiten der Schöpfung bezeichnen ebenso viele aufeinanderfolgende Zustände der Wiedergeburt des Menschen, und zwar etwa folgendermaßen:
Der erste Zustand
ist ein Vorstadium und umfaßt die Kindheit sowie den Zustand unmittelbar vor der Wiedergeburt. Er wird „Leere, Öde, und Finsternis“ genannt. Die erste Regung ist die Barmherzigkeit des HERRN, „der Geist Gottes, schwebend über den Angesichten der Wasser“.
Im zweiten Zustand
wird unterschieden zwischen dem, was des HERRN und dem, was des Menschen Eigenes ist. Was des HERRN ist, nennt die Bibel „Überreste“, die vor allem aus den Kenntnissen des Glaubens bestehen, welche der Mensch von Kindheit an gelernt hat. Diese Überreste werden verborgen gehalten und liegen nicht offen zutage, ehe der Mensch in den zweiten Zustand kommt. Dieser tritt heutigen Tages selten ein, ohne daß Versuchungen, Unglück und Trübsal die leiblichen und weltlichen Regungen – des Menschen Eigenes – zum verstummen bringen und gleichsam abtöten. Auf diese Weise wird das Äußere des Menschen von dem getrennt, was dem Inneren angehört, und das Innere enthält die Überreste, die vom HERRN bis zu dieser Zeit und diesem Zweck verborgen gehalten werden.
Im dritten Zustand
dem der Buße, äußert sich der Mensch aus seinem Inneren fromm und demütig. Er übt gutes, Werke der Nächstenliebe, aber da er meint, er tue sie aus sich, bleiben sie noch unbeseelt. Als „zartes Kraut“, dann „Samenkraut“ und schließlich „Fruchtbaum“ werden sie bezeichnet.
Im vierten Zustand
wird der Mensch von der Liebe ergriffen und vom Glauben erleuchtet. Wenn er auch vorher fromm redete und gutes tat, so geschah es doch aus dem Zustand der Versuchung und Beängstigung und nicht aus Glauben und Nächstenliebe. Diese werden nun im inneren Menschen entzündet und die „zwei Lichter“ genannt.
Der fünfte Zustand
besteht darin, daß der Mensch aus dem Glauben und dann aus der Liebe Wahres spricht und sich im Wahren und Guten bestärkt. Was er nun hervorbringt, ist beseelt und wird “Fische des Wassers“ und Vögel der Himmel“ genannt.
Im sechsten Zustand
befindet sich der Mensch, wenn er aus dem Glauben und dann aus der Liebe Wahres spricht und Gutes tut. Was er jetzt hervorbringt, heißt „lebende Seele“ und „Tier“, und da er nun beginnt, nicht nur aus Glauben, sondern zugleich aus Liebe zu handeln, wird er ein geistiger Mensch, der „Bild“ Gottes genannt wird. In den Erkenntnissen des Glaubens und allen Werken der Nächstenliebe findet sein geistiges Leben Freude und Nahrung; sie heißen seine „Speise“. Sein natürliches Leben aber findet Freude und Nahrung in allem, was Leib und Sinnen angehört. Daraus entwickelt sich ein Kampf, der so lange währt, bis die Liebe herrscht und er zum himmlischen Menschen wird.
Von allen, die wiedergeboren werden, erreichen nur wenige diesen Zustand. Die meisten gelangen heutzutage* nur bis zum ersten, einige bis zum zweiten, noch weniger bis zum dritten, vierten oder fünften, einzelne bis zum sechsten, und kaum jemand erreicht den siebenten Zustand."
Hier gibt es die ganze Auslegung als PDF Datei
http://www.orah.ch/HP2009/20Swedenborg/ ... Morgen.pdf