Altägypt Totengericht
Verfasst: Mo 3. Jan 2011, 09:44
Hallo Freunde,
zur Regierungszeit von Pharao Tutanchamun (1333 - 1323 v Chr) beim wieder auflebenden Kult des Amun fuhren die ägyptischen Priester fort, ihre Mysterienschulen wieder aufzubauen. Wie das Totenbuch heute mitteilt, näherten sich ihre Weisheiten immer mehr der Wirklichkeit und ihre damaligen Erkenntnisse konnten schon ganz gut mit unserem heutigen Wissen mithalten.
Osiris galt wohl weiter als Totengott, doch in den Schulen erfuhren die Neophyten vom Mysterium des Todes. Sie erfuhren vom Ach, der geistigen Kraft, vom Ba, die als die Seele den Verstorbenen symbolisch als Vogel umflatterte, dann vom Doppelgänger Ka, unserem heutigen Astralkörper, dessen Trennung vom leiblichen Körper den Tod bedeutete. Auch mit dem Anch- oder Henkel-Kreuz als Symbol des ewigen Lebens und der Reinkarnation machte man die Initianten bekannt.
Auf der Papyrus-Abbildung unten ist aufgeführt, wie die Eingeweihten dieser Schulen nun das Totengericht erfuhren. Der Verstorbene wird von Anubis, dem schakalköpfigen Helfer des Osiris vor die Maat, Göttin der Gerechtigkeit geführt und diese wägt seine Seele mit einer Feder ab, während der anwesende Gott Thoth das Ergebnis unbestechlich aufschreibt.
Besteht die Seele die Prüfung nicht, wird sie sofort vom krokodilköpfigen Amenuit verschlungen und ins Duat (Unterwelt) gestürzt. Besteht sie aber die Prüfung, dann wird sie von Horus mit dem Anch-Kreuz in der Hand zum wartenden Gott Osiris mit Isis und Nephthys geführt.
Nicht im Bild angezeigt ist der Feuersee, den die Seele durchqueren muss und in dem alle Begierden und alles Übel ausgebrannt wurde, bevor eine neue Inkarnation angetreten wird.
Bekannt ist auch die sogenannte Negativbeichte des Toten vor dem Totengericht:
"Ich habe nicht hungern lassen,
ich habe nicht weinen gemacht,
ich habe nicht getötet,
ich habe nicht befohlen zu töten,
ich habe niemanden schlecht gemacht,
ich habe keinen Ehebruch gegangen,
ich habe keine Unzucht getrieben.
zur Regierungszeit von Pharao Tutanchamun (1333 - 1323 v Chr) beim wieder auflebenden Kult des Amun fuhren die ägyptischen Priester fort, ihre Mysterienschulen wieder aufzubauen. Wie das Totenbuch heute mitteilt, näherten sich ihre Weisheiten immer mehr der Wirklichkeit und ihre damaligen Erkenntnisse konnten schon ganz gut mit unserem heutigen Wissen mithalten.
Osiris galt wohl weiter als Totengott, doch in den Schulen erfuhren die Neophyten vom Mysterium des Todes. Sie erfuhren vom Ach, der geistigen Kraft, vom Ba, die als die Seele den Verstorbenen symbolisch als Vogel umflatterte, dann vom Doppelgänger Ka, unserem heutigen Astralkörper, dessen Trennung vom leiblichen Körper den Tod bedeutete. Auch mit dem Anch- oder Henkel-Kreuz als Symbol des ewigen Lebens und der Reinkarnation machte man die Initianten bekannt.
Auf der Papyrus-Abbildung unten ist aufgeführt, wie die Eingeweihten dieser Schulen nun das Totengericht erfuhren. Der Verstorbene wird von Anubis, dem schakalköpfigen Helfer des Osiris vor die Maat, Göttin der Gerechtigkeit geführt und diese wägt seine Seele mit einer Feder ab, während der anwesende Gott Thoth das Ergebnis unbestechlich aufschreibt.
Besteht die Seele die Prüfung nicht, wird sie sofort vom krokodilköpfigen Amenuit verschlungen und ins Duat (Unterwelt) gestürzt. Besteht sie aber die Prüfung, dann wird sie von Horus mit dem Anch-Kreuz in der Hand zum wartenden Gott Osiris mit Isis und Nephthys geführt.
Nicht im Bild angezeigt ist der Feuersee, den die Seele durchqueren muss und in dem alle Begierden und alles Übel ausgebrannt wurde, bevor eine neue Inkarnation angetreten wird.
Bekannt ist auch die sogenannte Negativbeichte des Toten vor dem Totengericht:
"Ich habe nicht hungern lassen,
ich habe nicht weinen gemacht,
ich habe nicht getötet,
ich habe nicht befohlen zu töten,
ich habe niemanden schlecht gemacht,
ich habe keinen Ehebruch gegangen,
ich habe keine Unzucht getrieben.