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]Viele falsche ADHS-Diagnosen bei Kindern

Verfasst: Do 6. Jan 2011, 23:32
von DocNobbi
Viele falsche ADHS-Diagnosen bei Kindern

Vor allem jüngere Kinder betroffen – 500 Millionen Dollar für nicht benötigte Medikamente ausgegeben
Washington – In den USA leben einer Untersuchung zufolge möglicherweise fast eine Million Kinder mit einer falschen Diagnose der Konzentrationsstörung ADHS. Betroffen seien vor allem die jüngeren Kinder einer Jahrgangsstufe in Kindergarten oder Schule, schrieb der leitende Autor der Studie, Todd Elder, von der University Michigan im „Journal of Health Economics“. Bei den jüngsten Kindergarten-Kindern eines Jahrgangs etwa werde im Schnitt 60 Prozent häufiger ein Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktiv-Syndrom (ADHS) diagnostiziert als bei den Gruppenältesten. Bei Schulkindern sei der Anteil sogar bis zu doppelt so hoch.

„Falsche“ Symptome

Die Diagnose werde zwar häufig von einem Arzt gestellt, oft aber auf Veranlassung der Erzieher oder Lehrer. „Aber die ‘Symptome’ könnten einfach nur die emotionale und geistige Unreife der jüngeren Kinder widerspiegeln“, erläuterte Todd in der soeben veröffentlichten Studie.

Die Arzneimittelkosten allein für die mutmaßlich falschen Diagnosen bezifferten die Autoren der Untersuchung auf 320 bis 500 Millionen Dollar (250 bis 390 Millionen Euro). Das staatliche Gesundheitssystem Medicaid werde dadurch mit bis zu 90 Millionen Dollar belastet. Zudem sind die Langzeitwirkungen einer solchen Behandlung von Kindern mit Psychopharmaka nicht gut erforscht. Die Wissenschaftler werteten für die Untersuchung die Daten von 12.000 Kindern aus. ADHS geht mit Konzentrationsstörungen, ungewöhnlichem Aktivitäts- und Bewegungsdrang sowie extremer Impulsivität einher. (APA)

http://derstandard.at/1281829424828/US- ... ei-Kindern

Re: ]Viele falsche ADHS-Diagnosen bei Kindern

Verfasst: Di 18. Jan 2011, 16:42
von eNTe
Danke Nobbi, dass du hier aufklärst.
Es wäre wohl einfacher, den Kindern eine ihnen gerechte Umwelt zu schaffen, wo sie sich bewegen dürfen, auch mal träumen können, alles Interesse der Welt finden.

Statt dessen läuft es so ab:
Mit kiloschweren Rucksäcken bepackt, die nur noch von den Mamis per Auto tansportiert werden, in ein nicht gelüftetes Klassenzimmer gesetzt, voll agressiv machender Parfüms und einer Reihe von Chemikalien aus kiloschweren Büchern angereichert.
Frustrierender Lernstoff, der rein nur für die Noten ist.
Bewegungslos den ganzen Tag sitzen und abends fix und fertig vor Computerspielen oder Fernsehen rumhängen, bzw. heulend im Kinderzimmer aufhalten, weil auch dieses Vergnügen nicht geht.

Und da sollen Pillen helfen?

Re: ]Viele falsche ADHS-Diagnosen bei Kindern

Verfasst: Mi 19. Jan 2011, 16:21
von orakelschwester
eNTe hat geschrieben:Danke Nobbi, dass du hier aufklärst.
Es wäre wohl einfacher, den Kindern eine ihnen gerechte Umwelt zu schaffen, wo sie sich bewegen dürfen, auch mal träumen können, alles Interesse der Welt finden.

Statt dessen läuft es so ab:
Mit kiloschweren Rucksäcken bepackt, die nur noch von den Mamis per Auto tansportiert werden, in ein nicht gelüftetes Klassenzimmer gesetzt, voll agressiv machender Parfüms und einer Reihe von Chemikalien aus kiloschweren Büchern angereichert.
Frustrierender Lernstoff, der rein nur für die Noten ist.
Bewegungslos den ganzen Tag sitzen und abends fix und fertig vor Computerspielen oder Fernsehen rumhängen, bzw. heulend im Kinderzimmer aufhalten, weil auch dieses Vergnügen nicht geht.

Und da sollen Pillen helfen?
Hallo eNTe,
es muss nicht immer so ablaufen wie du es oben beschreibst...aber manchmal ist es leider so.
Doch leider gibt es auch Kinder die ein fürsorgliches Zuhause haben und bdei denen trotzdem ADHS festgestellt wird.
Pillen sollten(z.B Ritalin) sollten meiner Meinung nach nur eingestezt werden wenn es wirklich für die Kinder erforderlich ist und nicht damit die Eltern ihre Ruhe haben. Allerdings wird mir jeder der ein Adhs Kind in seinem Umfeld hat bestätigen, dass diese Krankheit nicht nur für die Kinder, sondern auch für Eltern und Geschwister eine grosse nervliche Belastung ist. Eine Therapie ob mit oder ohne Medikamente ist da unerlässlich.

LG
Ulrike