Jahresablauf im alten Ägypten
Verfasst: Sa 15. Jan 2011, 09:28
Hallo Freunde!
"Festversammlungen und Prozessionen und Festzüge und Darbietungen haben in aller Welt zuerst die Ägypter veranstaltet"
so schrieb der griechische Reiseschriftsteller, Historiker und Völkerkundler Herodot bereits 400 v Chr. Auf seinen Reisen nach Ägypten erlebte er dort hautnah die vielen Feste zu Ehren der Götter und beschreibt sie dann in seinem 9 Bände umfassenden Werk "Historien".
Wir erfahren dann, dass der Nil mit seinen speziellen Eigentümlichkeiten den Jahresablauf und das Leben seiner Anwohner prägte. Der Nil teilte das ägyptische Jahr in drei Epochen ein.
In die Epochen von Achet, Peret und Schemu.
Da gab es zuerst am Jahresanfang Achet, das war die Zeit der jährlichen Nilüberschwemmung, die ungefähr in unsere Monate Juni bis September fiel.
Dann kam die Jahreszeit Peret. Die Überschwemmung ging zurück und der liegen gebliebene fruchtbare Nilschlamm wurde bearbeitet und mit der Aussaat begonnen. Ungefähr in unseren Monaten Oktober und November.
Schließlich endete das Jahr mit Schemu, der Ernte und nachfolgender Trockenheit in März und April vor der nächsten Überschwemmung ab Monat Juni als Jahresanfang.
Der Nil entspringt in den Bergen von Ruanda und Burundi und auf einer Länge von 6 671 km fließt er dann durch die Länder Tansania, Uganda und Sudan, um endlich im Nildelta von Ägypten ins Mittelmeer zu münden.Jedes Jahr in den Sommermonaten, etwa von Juni bis August gibt es im Sudan und in den Bergen von Äthiopien den Monsun, dann reißen die kräftigen Regenfälle den fruchtbaren schwarzen Boden mit und lagern ihn im ruhigeren Nilverlauf in Ägypten wieder ab.
Drei Wochen nach der Regenzeit am Oberlauf erreichen die Fluten mit dem fruchtbaren schwarzen Schlamm Ägypten und lagern ihn dort ab. In Ägypten beginnt dann Achet, die Periode der Nilschwemme, aber auch der Jahresanfang. Achet, die Nilüberschwemmung bedeutet aber dann auch, daß sämtliche Arbeiten auf den überschwemmten Anbauflächen rechts und links des Nils ruhen müssen. Jetzt konnte man den Göttern opfern und dadurch bei ihnen um ein gutes Gelingen der nächsten Ernte bitten.
Die ersten Opfer erhielt nun der Nilgott und Gott der Nilschwemme Hapi, der oft androgyn mit Hängebauch und weiblichen Brüsten dargestellt wird. Gott Hapi war angesiedelt am 1. Katarakt an der Südgrenze bei der Nilinsel Elephantine.Nach der alten Mythologie entstand der Nil und mit ihm Hapi in den Strudeln des 1. Kataraktes. Dort entsprang der Nil aus dem Nun, dem Urgewässer. Der Nilhymnus lautete:
"Heil Dir Hapi...
Wenn er überflutet, freut sich die Erde!
Jeder Bauch freut sich,
jeder Kiefer bricht in Lachen aus,
jeder Zahn liegt frei!"
Natürlich erhielt er nur Opfer, wenn die Nilüberschwemmung hoch genug war und die benötigte Menge Schlamm herbeigebracht hatte, aber nicht zu hoch und das Hochwasser die umfriedeten Ufer zerstört hatte.
Jetzt wurde auch die Zeit der Feste fortgeführt, die nach Ende von Schemu, der Erntezeit, begonnen hatte. In Memphis gab es das Fest der löwenköpfigen Göttin Sachmet, Man dankte den Göttern für die gute Ernte.
in Bubastis das Fest der Katzengöttin Bastet und in Edfu und Dendera kam das Hathor-Fest an die Reihe, das man auch allgemein als großes Trunkenheitsfest bezeichnet, weil dabei Bier und Wein in Unmengen genossen wurden.Im 2. Monat nach der Ernte Schemu, etwa Ende Mai wurde das stadtbekannte Opet-Fest in Karnak und Theben vollzogen. Ihnen gegenüber auf der anderen Nilseite folgte das schöne Fest im Wüstental zu Ehren der Verstorbenen.Kurz nach dem Fest der schönen Vereinigung in Edfu und Dendera kam schon wieder das Neujahrsfest mit Achet und der Jahreszyklus begann erneut.
"Festversammlungen und Prozessionen und Festzüge und Darbietungen haben in aller Welt zuerst die Ägypter veranstaltet"
so schrieb der griechische Reiseschriftsteller, Historiker und Völkerkundler Herodot bereits 400 v Chr. Auf seinen Reisen nach Ägypten erlebte er dort hautnah die vielen Feste zu Ehren der Götter und beschreibt sie dann in seinem 9 Bände umfassenden Werk "Historien".
Wir erfahren dann, dass der Nil mit seinen speziellen Eigentümlichkeiten den Jahresablauf und das Leben seiner Anwohner prägte. Der Nil teilte das ägyptische Jahr in drei Epochen ein.
In die Epochen von Achet, Peret und Schemu.
Da gab es zuerst am Jahresanfang Achet, das war die Zeit der jährlichen Nilüberschwemmung, die ungefähr in unsere Monate Juni bis September fiel.
Dann kam die Jahreszeit Peret. Die Überschwemmung ging zurück und der liegen gebliebene fruchtbare Nilschlamm wurde bearbeitet und mit der Aussaat begonnen. Ungefähr in unseren Monaten Oktober und November.
Schließlich endete das Jahr mit Schemu, der Ernte und nachfolgender Trockenheit in März und April vor der nächsten Überschwemmung ab Monat Juni als Jahresanfang.
Der Nil entspringt in den Bergen von Ruanda und Burundi und auf einer Länge von 6 671 km fließt er dann durch die Länder Tansania, Uganda und Sudan, um endlich im Nildelta von Ägypten ins Mittelmeer zu münden.Jedes Jahr in den Sommermonaten, etwa von Juni bis August gibt es im Sudan und in den Bergen von Äthiopien den Monsun, dann reißen die kräftigen Regenfälle den fruchtbaren schwarzen Boden mit und lagern ihn im ruhigeren Nilverlauf in Ägypten wieder ab.
Drei Wochen nach der Regenzeit am Oberlauf erreichen die Fluten mit dem fruchtbaren schwarzen Schlamm Ägypten und lagern ihn dort ab. In Ägypten beginnt dann Achet, die Periode der Nilschwemme, aber auch der Jahresanfang. Achet, die Nilüberschwemmung bedeutet aber dann auch, daß sämtliche Arbeiten auf den überschwemmten Anbauflächen rechts und links des Nils ruhen müssen. Jetzt konnte man den Göttern opfern und dadurch bei ihnen um ein gutes Gelingen der nächsten Ernte bitten.
Die ersten Opfer erhielt nun der Nilgott und Gott der Nilschwemme Hapi, der oft androgyn mit Hängebauch und weiblichen Brüsten dargestellt wird. Gott Hapi war angesiedelt am 1. Katarakt an der Südgrenze bei der Nilinsel Elephantine.Nach der alten Mythologie entstand der Nil und mit ihm Hapi in den Strudeln des 1. Kataraktes. Dort entsprang der Nil aus dem Nun, dem Urgewässer. Der Nilhymnus lautete:
"Heil Dir Hapi...
Wenn er überflutet, freut sich die Erde!
Jeder Bauch freut sich,
jeder Kiefer bricht in Lachen aus,
jeder Zahn liegt frei!"
Natürlich erhielt er nur Opfer, wenn die Nilüberschwemmung hoch genug war und die benötigte Menge Schlamm herbeigebracht hatte, aber nicht zu hoch und das Hochwasser die umfriedeten Ufer zerstört hatte.
Jetzt wurde auch die Zeit der Feste fortgeführt, die nach Ende von Schemu, der Erntezeit, begonnen hatte. In Memphis gab es das Fest der löwenköpfigen Göttin Sachmet, Man dankte den Göttern für die gute Ernte.
in Bubastis das Fest der Katzengöttin Bastet und in Edfu und Dendera kam das Hathor-Fest an die Reihe, das man auch allgemein als großes Trunkenheitsfest bezeichnet, weil dabei Bier und Wein in Unmengen genossen wurden.Im 2. Monat nach der Ernte Schemu, etwa Ende Mai wurde das stadtbekannte Opet-Fest in Karnak und Theben vollzogen. Ihnen gegenüber auf der anderen Nilseite folgte das schöne Fest im Wüstental zu Ehren der Verstorbenen.Kurz nach dem Fest der schönen Vereinigung in Edfu und Dendera kam schon wieder das Neujahrsfest mit Achet und der Jahreszyklus begann erneut.