Mariette entdeckt das Serapeum
Verfasst: Mo 24. Jan 2011, 09:16
Hallo Freunde!
Im Jahre 1850 wurde Auguste Mariette von der französischen Regierung nach Ägypten geschickt. Man hatte ihn mit einer stattlichen Summe ausgestattet und er sollte dort bei den Händlern altägyptische Manuskripte kaufen.
In diesen einschlägigen Händlerkreisen stieß Mariette immer wieder auf Steinsphingen, die ihn an eine Erzählung aus Strabons Geographika erinnerten.Bald störte Mariette in Kairo der ganze Rummel um die Pyramiden. Er wollte selbst irgendwie tätig werden und Ausgrabungen machen.
Also nahm er das Geld der französischen Regierung, heuerte 30 Arbeiter an und zog mit ihnen ins Ruinengelände nach Sakkara, wo er sein Zelt aufschlug.
Als Mariette dort im Wüstensand herum stocherte, stieß er zufällig auf einen dieser Sphingen. Dann auf einen anderen, und immer weitere. Insgesamt grub er 134 Sphingen aus. Es war die 3000 Meter lange Sphingenallee vom Serapis-Tempel bis zum Ptah-Tempel in Memphis. Am Ende der Allee standen Standbilder griechischer Weisen, von Pindar, Pythagoras und Plato.Er buddelte auch 2 große Sphingen des Pharao Nektanebos II, sowie 2 Steinlöwen von Pharao Nektanebos I aus, sowie eine Tafel, auf der Mariette das Wort "Apis" entziffern konnte.
Sofort wußte er, dass hier irgendwo der Eingang zu diesem sagenhaften Serapeum war und er sich auf dem richtigen Weg befand. Inzwischen aber hatten sich die Anfangserfolge von Mariette in Kairo herumgesprochen und einige Neider versuchten den Franzosen zu verunglimpfen und behaupteten, er würde kostbare Figuren mitgehen lassen.
Der ägyptische Staat schickte darauf hin eine Abteilung Soldaten zur Ausgrabungsstätte und ließ Mariette weitere Ausgrabungen verbieten. Doch auch der französische Staat reagierte. Dort war man hocherfreut über seine Erfolge und schickte ihm auch weitere Summen von Geld. Auch diplomatisch wurde man tätig und er konnte weiter ausgraben.
Nach fast einem Jahr Ausgrabungen traf Mariette auf ein unterirdisches Gewölbe, in dem sich riesige Sarkophage befanden. Es war das Gott Serapis geweihte Serapeum. Das unterirdische Hauptgewölbe war 200 m lang. Von dort zweigten 24 Seitenkammern ab mit je einem Granitsarkophag. Die Sarkophage waren durchschnittlich 3,8 m lang, 2,3 m breit und hatten ein Gewicht von 30 Tonnen, wobei der Deckel allein 25 Tonnen wog. Es gab auch Sarkophage mit einem Gewicht von über 100 Tonnen.Die Sarkophage waren aus der 19. - 22. Dynastie, der älteste war aus der Zeit von Ramses II. Die Sarkophage waren teilweise geöffnet, d h der Sargdeckel war beiseite geschoben oder teilweise zertrümmert.
Mariette schob dies auf die koptischen Mönche des nahen Jeremias-Kloster anbei.
Im Innern der Sarkophage war meistens eine übelriechende Bitumenmasse, durchsetzt mit allerlei Tierknochen, Bronzefigürchen und Amuletten, doch dabei kein Stierschädel.
Erst 1854 fand Mariette vollständige Apis-Mumien in Holzsärgen mit Blattgold. Er fand auch zwei schwarze Särge, auf denen der Name des Apis-Stieres und sein Lebenslauf verzeichnet war.
Unweit der Stufenpyramide des Djoser waren die Stallungen, ein Apistempel des Nektanebos I und das Einbalsamierungshaus. Dort stand auch ein schwarzer Prunksarkophag aus poliertem Granit mit Inschrifte. Aus den Inschriften geht hervor, dass ein Apis-Stier im Durchschnitt 25 Jahre alt werden durfte. Oft wurden sie danach im Nil ertränkt, wenige durften älter werden.
Sofort nach ihrem Tod ging man im ganzen Land auf die Suche nach einem neuen Apis-Stier. Er musste schwarz sein mit einem dreieckigen weißen Fleck auf der Stirn und einem mondsichelähnlichen weißen Fleck auf der Flanke. Sofort bekam er einen Namen und wurde fortan in den heiligen Stallungen nahe dem Apis-Tempel von Priestern versorgt.
Ausgehend vom Serapeum in Sakkara beging der Pharao dort das sogenannte Sed-Fest, bei dem die heiligen Stiere eine gewisse Rolle spielten. Es wurde nach 30 Jahren Regierungszeit gefeiert und war eine Art Jubiläum. Genau wie beim Lauf bei Regierunsantritt, so gab es hier den Hebsed-Lauf, bei dem der Pharao ein kleines Stück Land umrundete, das symbolisch das Land Ägypten kennzeichnete. In einem kurzen Mantel, der die Schultern frei ließ, einem Schurz mit Tierschwanz und in der Hand den Wedel und einen Krummstab huldigte der Pharao dabei dem Schakalgott Sed.
Dieser Schakalgott , sowie auch der Apis-Stier versinnbildlichten die Kraft, die der Pharao für das Wachstum der Ernte auf den Feldern ausströmte. Die wenigsten Herrscher konnten das Sed-Fest nach Ablauf von 30 Jahren feiern. Waren die ersten dreißig Jahre glücklich vorbei, dann wurde das Fest alle drei Jahre wiederholt.
Andere Herrscher wußten sich anders zu helfen. Sobald sie merkten, dass ihre Herrschaftszeit sich dem Ende näherte, feierten sie noch schnell ihr Fest.
Im Jahre 1850 wurde Auguste Mariette von der französischen Regierung nach Ägypten geschickt. Man hatte ihn mit einer stattlichen Summe ausgestattet und er sollte dort bei den Händlern altägyptische Manuskripte kaufen.
In diesen einschlägigen Händlerkreisen stieß Mariette immer wieder auf Steinsphingen, die ihn an eine Erzählung aus Strabons Geographika erinnerten.Bald störte Mariette in Kairo der ganze Rummel um die Pyramiden. Er wollte selbst irgendwie tätig werden und Ausgrabungen machen.
Also nahm er das Geld der französischen Regierung, heuerte 30 Arbeiter an und zog mit ihnen ins Ruinengelände nach Sakkara, wo er sein Zelt aufschlug.
Als Mariette dort im Wüstensand herum stocherte, stieß er zufällig auf einen dieser Sphingen. Dann auf einen anderen, und immer weitere. Insgesamt grub er 134 Sphingen aus. Es war die 3000 Meter lange Sphingenallee vom Serapis-Tempel bis zum Ptah-Tempel in Memphis. Am Ende der Allee standen Standbilder griechischer Weisen, von Pindar, Pythagoras und Plato.Er buddelte auch 2 große Sphingen des Pharao Nektanebos II, sowie 2 Steinlöwen von Pharao Nektanebos I aus, sowie eine Tafel, auf der Mariette das Wort "Apis" entziffern konnte.
Sofort wußte er, dass hier irgendwo der Eingang zu diesem sagenhaften Serapeum war und er sich auf dem richtigen Weg befand. Inzwischen aber hatten sich die Anfangserfolge von Mariette in Kairo herumgesprochen und einige Neider versuchten den Franzosen zu verunglimpfen und behaupteten, er würde kostbare Figuren mitgehen lassen.
Der ägyptische Staat schickte darauf hin eine Abteilung Soldaten zur Ausgrabungsstätte und ließ Mariette weitere Ausgrabungen verbieten. Doch auch der französische Staat reagierte. Dort war man hocherfreut über seine Erfolge und schickte ihm auch weitere Summen von Geld. Auch diplomatisch wurde man tätig und er konnte weiter ausgraben.
Nach fast einem Jahr Ausgrabungen traf Mariette auf ein unterirdisches Gewölbe, in dem sich riesige Sarkophage befanden. Es war das Gott Serapis geweihte Serapeum. Das unterirdische Hauptgewölbe war 200 m lang. Von dort zweigten 24 Seitenkammern ab mit je einem Granitsarkophag. Die Sarkophage waren durchschnittlich 3,8 m lang, 2,3 m breit und hatten ein Gewicht von 30 Tonnen, wobei der Deckel allein 25 Tonnen wog. Es gab auch Sarkophage mit einem Gewicht von über 100 Tonnen.Die Sarkophage waren aus der 19. - 22. Dynastie, der älteste war aus der Zeit von Ramses II. Die Sarkophage waren teilweise geöffnet, d h der Sargdeckel war beiseite geschoben oder teilweise zertrümmert.
Mariette schob dies auf die koptischen Mönche des nahen Jeremias-Kloster anbei.
Im Innern der Sarkophage war meistens eine übelriechende Bitumenmasse, durchsetzt mit allerlei Tierknochen, Bronzefigürchen und Amuletten, doch dabei kein Stierschädel.
Erst 1854 fand Mariette vollständige Apis-Mumien in Holzsärgen mit Blattgold. Er fand auch zwei schwarze Särge, auf denen der Name des Apis-Stieres und sein Lebenslauf verzeichnet war.
Unweit der Stufenpyramide des Djoser waren die Stallungen, ein Apistempel des Nektanebos I und das Einbalsamierungshaus. Dort stand auch ein schwarzer Prunksarkophag aus poliertem Granit mit Inschrifte. Aus den Inschriften geht hervor, dass ein Apis-Stier im Durchschnitt 25 Jahre alt werden durfte. Oft wurden sie danach im Nil ertränkt, wenige durften älter werden.
Sofort nach ihrem Tod ging man im ganzen Land auf die Suche nach einem neuen Apis-Stier. Er musste schwarz sein mit einem dreieckigen weißen Fleck auf der Stirn und einem mondsichelähnlichen weißen Fleck auf der Flanke. Sofort bekam er einen Namen und wurde fortan in den heiligen Stallungen nahe dem Apis-Tempel von Priestern versorgt.
Ausgehend vom Serapeum in Sakkara beging der Pharao dort das sogenannte Sed-Fest, bei dem die heiligen Stiere eine gewisse Rolle spielten. Es wurde nach 30 Jahren Regierungszeit gefeiert und war eine Art Jubiläum. Genau wie beim Lauf bei Regierunsantritt, so gab es hier den Hebsed-Lauf, bei dem der Pharao ein kleines Stück Land umrundete, das symbolisch das Land Ägypten kennzeichnete. In einem kurzen Mantel, der die Schultern frei ließ, einem Schurz mit Tierschwanz und in der Hand den Wedel und einen Krummstab huldigte der Pharao dabei dem Schakalgott Sed.
Dieser Schakalgott , sowie auch der Apis-Stier versinnbildlichten die Kraft, die der Pharao für das Wachstum der Ernte auf den Feldern ausströmte. Die wenigsten Herrscher konnten das Sed-Fest nach Ablauf von 30 Jahren feiern. Waren die ersten dreißig Jahre glücklich vorbei, dann wurde das Fest alle drei Jahre wiederholt.
Andere Herrscher wußten sich anders zu helfen. Sobald sie merkten, dass ihre Herrschaftszeit sich dem Ende näherte, feierten sie noch schnell ihr Fest.