Germanische Religion
Verfasst: So 6. Feb 2011, 21:48
Germanische Religion
Die Völker des germanischen Sprachraums lebten ursprünglich in Stammesverbänden, an deren Spitze Könige und Heerführer standen, in dem Gebiet zwischen Rhein, Donau und Weichsel. Als Roms Macht verfiel, ließen sich einige Stämme in Südnorwegen, Schweden sowie in Süd- und Ostengland nieder. Andere zogen ostwärts bis nach Südrussland, südwärts nach Italien und Spanien, ja sogar nach Nordafrika, errichteten jedoch keine dauerhaften Siedlungen. Die Bekehrung zum Christentum fand im angelsächsischen England und in Zentraleuropa relativ früh statt, Dänemark, Schweden und Norwegen hingegen behielten ihre alte Religion länger bei. Diese breitete sich bis nach Island aus, wo die Skandinavier einen "Freistaat" errichtet hatten. Erst im 11. Jahrhundert konnte sich das Christentum auch im Norden etablieren, und zahlreiche Berichte aus dem frühen christianisierten Island zeugen von einer blühenden Wissenschaft und großem Interesse an der skandinavischen Vergangenheit. Unsere Kenntnis der Mythen stammt hauptsächlich aus der mittelalterlichen Literatur der skandinavischen Länder, insbesondere aus dem Island der Wikingerzeit.
Die germanischen Mythen erzählen von den Konflikten zwischen Göttern und Ungeheuern. Die Götter errichteten im eigenen Reich wie in dem der Menschen eine Ordnung, begründeten Gesetz und Reichtum, Kunst und Weisheit. Ungeheuer, Frost- und Reifriesen hingegen waren bedrohlich, weil sie die Welt wieder ins Chaos zu stürzen suchten. Die Geschichten handeln von tatkräftigen, rastlosen Menschen, die an Kriege, Unsicherheit und ungünstige Wetterverhältnisse gewöhnt waren, von Kriegern, die überall einfielen und sich gegenseitig bekämpften, um neues Siedlungsgebiet zu erobern. Die Skandinavier der Wikingerzeit führten diese Tradition weiter, indem sie auf der Suche nach Ruhm und Reichtum weite Seereisen unternahmen. Die Menschen wandten sich an die Asen und Vanen, die Götter des Himmels und der Erde, die Gesetz und Ordnung fördern und Fruchtbarkeit bringen sollten. Die Götter gewährten aber auch Wissen über Vergangenheit und Zukunft, dichterische und rhetorische Inspiration, sie standen den Königen bei und sorgten für Kriegsglück sowie - nach dem Tode - für Aufnahme ins Reich der Ahnen.
Die Völker des germanischen Sprachraums lebten ursprünglich in Stammesverbänden, an deren Spitze Könige und Heerführer standen, in dem Gebiet zwischen Rhein, Donau und Weichsel. Als Roms Macht verfiel, ließen sich einige Stämme in Südnorwegen, Schweden sowie in Süd- und Ostengland nieder. Andere zogen ostwärts bis nach Südrussland, südwärts nach Italien und Spanien, ja sogar nach Nordafrika, errichteten jedoch keine dauerhaften Siedlungen. Die Bekehrung zum Christentum fand im angelsächsischen England und in Zentraleuropa relativ früh statt, Dänemark, Schweden und Norwegen hingegen behielten ihre alte Religion länger bei. Diese breitete sich bis nach Island aus, wo die Skandinavier einen "Freistaat" errichtet hatten. Erst im 11. Jahrhundert konnte sich das Christentum auch im Norden etablieren, und zahlreiche Berichte aus dem frühen christianisierten Island zeugen von einer blühenden Wissenschaft und großem Interesse an der skandinavischen Vergangenheit. Unsere Kenntnis der Mythen stammt hauptsächlich aus der mittelalterlichen Literatur der skandinavischen Länder, insbesondere aus dem Island der Wikingerzeit.
Die germanischen Mythen erzählen von den Konflikten zwischen Göttern und Ungeheuern. Die Götter errichteten im eigenen Reich wie in dem der Menschen eine Ordnung, begründeten Gesetz und Reichtum, Kunst und Weisheit. Ungeheuer, Frost- und Reifriesen hingegen waren bedrohlich, weil sie die Welt wieder ins Chaos zu stürzen suchten. Die Geschichten handeln von tatkräftigen, rastlosen Menschen, die an Kriege, Unsicherheit und ungünstige Wetterverhältnisse gewöhnt waren, von Kriegern, die überall einfielen und sich gegenseitig bekämpften, um neues Siedlungsgebiet zu erobern. Die Skandinavier der Wikingerzeit führten diese Tradition weiter, indem sie auf der Suche nach Ruhm und Reichtum weite Seereisen unternahmen. Die Menschen wandten sich an die Asen und Vanen, die Götter des Himmels und der Erde, die Gesetz und Ordnung fördern und Fruchtbarkeit bringen sollten. Die Götter gewährten aber auch Wissen über Vergangenheit und Zukunft, dichterische und rhetorische Inspiration, sie standen den Königen bei und sorgten für Kriegsglück sowie - nach dem Tode - für Aufnahme ins Reich der Ahnen.