Altägyptische Mythologie
Verfasst: So 20. Feb 2011, 09:17
Hallo Freunde!
Mythologien handeln vom Leben und Sterben eines Volkes, seiner Götter und Heroen. Sie tragen dazu bei, ein Land, seine Menschen und ihr Gedankengut besser verstehen zu lernen. Sie benutzen Geschichte und Religion in ihren Erzählungen, bieten aber keine poetischen Antworten. Liebe und Haß, Krieg und Frieden, Unrecht und Recht, sowie Lüge und Wahrheit, das sind ihre Attribute, die in der sehr reichhaltigen ägyptischen Mythologie noch auf Funktionen und Daseinsweisen ausgedehnt werden.
Genau wie wir unsere christliche Mythologie in der Bibel haben von der Erschaffung der Welt und von der Entstehung des Menschen, so haben auch die Ägypter die ihre. Gemessen an der Bíbel wird dem interessierten Leser vieles daran bekannt vorkommen, z B später vom ersten Brudermord der Weltgeschichte.
Dabei taucht dann die Frage auf, wer hat nun von wem abgeschrieben, die Hebräer von den Ägyptern oder umgekehrt? Wir wissen aber, in der Bibel steht, dass die Kinder Israel lange Zeit als Sklaven in Ägypten lebten und können dann diese Frage wohl beantworten. Betrachten wir nun den Text der ägyptischen Mythologie, wie ihn Pharao Schabaka 700 v Chr von einem Papyrus auf einen Basaltstein übertragen ließ:
"Am Anfang gab es nur ein großes, unbewegtes Weltenmeer. Es gab kein Oben, kein Unten, kein Vorne, kein Hinten, kein Osten, Westen, Norden, Süden, kein Hell, Dunkel. Am Anfang war nur Ptah. Ptah erschien im Urwasser. Er war Nun und Naunet, er war die Unendlichkeit Huh und Hauhet, die Dunkelheit Kuk und Kauhet, die Verneinung Niau und Niaut. Er erdachte die Welt in seinem Herzen. Seine Zunge gab dann den Befehl und es geschah.
Nach seinem gelungenen Werk ruhte Ptah."
Zwar wird auch Gott Amun als Schöpfergott verehrt, doch wie er später zum Lokalgott von Theben wechselte, so wurde auch aus Ptah später der Hauptgott von Memphis.
Nach Schöpfergott Ptah kam dann der lebensspendende Gott Re.
eines Tages erschien Re im Nun, als Vater der Väter und Mutter der Mütter. Seine Kraft ermöglichte das Leben auf der Erde. Er wurde noch unter Aton und einigen anderen Namen verehrt. Er war Atum, Horus Hekenu und Horus Harachte. Er formte alles Leben auf der Erde, belebte Pflanzen und Lebewesen und schenkte ihnen die Liebe. Er regelte auch Tag und Nacht, alle Jahreszeiten, die Überschwemmungen des Nil.
Gott Aton oder Re ließ durch seine lebensspendenden Strahlen Mensch und Tier gedeihen. Dadurch bestimmte er ihre Lebenszeit, gab ihnen eine Sprache, Denken und eine Hautfarbe. Auch erschuf er den Nil, der mit seinen Überschwemmungen für den Lebensunterhalt aller Wesen und für Essen und Trinken sorgte. Auch die Jahreszeiten und Sommer und Winter wurden durch Aton bestimmt. Er ist die Sonne, sein Symbol die geflügelte Sonnenscheibe. Seine Tochter ist Maat. Re gab ihr Weisheit. Er sorgt für Ordnung in Aminte (Totenreich).
Re erscheint morgens als Chepre, als Entstehende, war mittags dann Re-Harachte, die gewaltige Mittagssonne und durcheilt dann nachts als Atum, als müder, alter Mann die Aminte auf seiner Barke, das Totenreich, um dann wieder morgens als Chepre im Osten zu erscheinen. Sein Kultgegenstand ist der Obelisk und Re wurde verehrt in On, das die Griechen Heliopolis nannten.
(aus dem Hieratic Papyrus, brit. Museum)
Gott Chnum formte die Menschen auf seiner Töpferscheibe. Seine Gattin war die Göttin Neith und sein heiliges Tier der Widder. Deshalb wird er zumeist mit einem Widderkopf dargestellt. Gott Chnum war ein weiser Gott und die anderen Götter holten seinen Rat, wenn sie nicht mehr wußten, was sie tun sollten. Als z B Horus mit Seth stritt, nahmen sie ihn als Schiedsrichter.
"Gott Chnum hat dich auf seiner Töpferscheibe geformt und Gott Ptah hat dich gebildet", so steht in der ägyptischen Mythologie.
Gott Chnum war auch der Gott der Nilquellen und der Schutzgott von Elephantine. Sein Tempel war in Esra und er wurde noch verehrt in Hypselis, Herur und Mendes. Ägyptische Frauen beteten zu ihm für Nachwuchs. Sie verehrten ihn mit seiner Gefährtin Heket, die als Frosch dargestellt wird als Geburtsgöttin. Man nannte ihn auch den Herrn von Mendes und den "Besamer im mendisischen Gau".
Später wurde der Widder auch das heilige Tier von Gott Amun. Auf der 3 km langen Prozessionsstraße zwischen dem Amun-Tempel in Theben und dem in Karnak waren rechts und links 1 300 Widder-Sphingen aufgestellt.
Mythologien handeln vom Leben und Sterben eines Volkes, seiner Götter und Heroen. Sie tragen dazu bei, ein Land, seine Menschen und ihr Gedankengut besser verstehen zu lernen. Sie benutzen Geschichte und Religion in ihren Erzählungen, bieten aber keine poetischen Antworten. Liebe und Haß, Krieg und Frieden, Unrecht und Recht, sowie Lüge und Wahrheit, das sind ihre Attribute, die in der sehr reichhaltigen ägyptischen Mythologie noch auf Funktionen und Daseinsweisen ausgedehnt werden.
Genau wie wir unsere christliche Mythologie in der Bibel haben von der Erschaffung der Welt und von der Entstehung des Menschen, so haben auch die Ägypter die ihre. Gemessen an der Bíbel wird dem interessierten Leser vieles daran bekannt vorkommen, z B später vom ersten Brudermord der Weltgeschichte.
Dabei taucht dann die Frage auf, wer hat nun von wem abgeschrieben, die Hebräer von den Ägyptern oder umgekehrt? Wir wissen aber, in der Bibel steht, dass die Kinder Israel lange Zeit als Sklaven in Ägypten lebten und können dann diese Frage wohl beantworten. Betrachten wir nun den Text der ägyptischen Mythologie, wie ihn Pharao Schabaka 700 v Chr von einem Papyrus auf einen Basaltstein übertragen ließ:
"Am Anfang gab es nur ein großes, unbewegtes Weltenmeer. Es gab kein Oben, kein Unten, kein Vorne, kein Hinten, kein Osten, Westen, Norden, Süden, kein Hell, Dunkel. Am Anfang war nur Ptah. Ptah erschien im Urwasser. Er war Nun und Naunet, er war die Unendlichkeit Huh und Hauhet, die Dunkelheit Kuk und Kauhet, die Verneinung Niau und Niaut. Er erdachte die Welt in seinem Herzen. Seine Zunge gab dann den Befehl und es geschah.
Nach seinem gelungenen Werk ruhte Ptah."
Zwar wird auch Gott Amun als Schöpfergott verehrt, doch wie er später zum Lokalgott von Theben wechselte, so wurde auch aus Ptah später der Hauptgott von Memphis.
Nach Schöpfergott Ptah kam dann der lebensspendende Gott Re.
eines Tages erschien Re im Nun, als Vater der Väter und Mutter der Mütter. Seine Kraft ermöglichte das Leben auf der Erde. Er wurde noch unter Aton und einigen anderen Namen verehrt. Er war Atum, Horus Hekenu und Horus Harachte. Er formte alles Leben auf der Erde, belebte Pflanzen und Lebewesen und schenkte ihnen die Liebe. Er regelte auch Tag und Nacht, alle Jahreszeiten, die Überschwemmungen des Nil.
Gott Aton oder Re ließ durch seine lebensspendenden Strahlen Mensch und Tier gedeihen. Dadurch bestimmte er ihre Lebenszeit, gab ihnen eine Sprache, Denken und eine Hautfarbe. Auch erschuf er den Nil, der mit seinen Überschwemmungen für den Lebensunterhalt aller Wesen und für Essen und Trinken sorgte. Auch die Jahreszeiten und Sommer und Winter wurden durch Aton bestimmt. Er ist die Sonne, sein Symbol die geflügelte Sonnenscheibe. Seine Tochter ist Maat. Re gab ihr Weisheit. Er sorgt für Ordnung in Aminte (Totenreich).
Re erscheint morgens als Chepre, als Entstehende, war mittags dann Re-Harachte, die gewaltige Mittagssonne und durcheilt dann nachts als Atum, als müder, alter Mann die Aminte auf seiner Barke, das Totenreich, um dann wieder morgens als Chepre im Osten zu erscheinen. Sein Kultgegenstand ist der Obelisk und Re wurde verehrt in On, das die Griechen Heliopolis nannten.
(aus dem Hieratic Papyrus, brit. Museum)
Gott Chnum formte die Menschen auf seiner Töpferscheibe. Seine Gattin war die Göttin Neith und sein heiliges Tier der Widder. Deshalb wird er zumeist mit einem Widderkopf dargestellt. Gott Chnum war ein weiser Gott und die anderen Götter holten seinen Rat, wenn sie nicht mehr wußten, was sie tun sollten. Als z B Horus mit Seth stritt, nahmen sie ihn als Schiedsrichter.
"Gott Chnum hat dich auf seiner Töpferscheibe geformt und Gott Ptah hat dich gebildet", so steht in der ägyptischen Mythologie.
Gott Chnum war auch der Gott der Nilquellen und der Schutzgott von Elephantine. Sein Tempel war in Esra und er wurde noch verehrt in Hypselis, Herur und Mendes. Ägyptische Frauen beteten zu ihm für Nachwuchs. Sie verehrten ihn mit seiner Gefährtin Heket, die als Frosch dargestellt wird als Geburtsgöttin. Man nannte ihn auch den Herrn von Mendes und den "Besamer im mendisischen Gau".
Später wurde der Widder auch das heilige Tier von Gott Amun. Auf der 3 km langen Prozessionsstraße zwischen dem Amun-Tempel in Theben und dem in Karnak waren rechts und links 1 300 Widder-Sphingen aufgestellt.