Seite 1 von 1

Verwirrung in Grönland: Sonne zwei Tage zu früh

Verfasst: Fr 25. Feb 2011, 11:23
von Regina
Die Einwohner der westgrönländischen Gemeinde Ilulissat staunten nicht schlecht, als sich am 11. Jänner um exakt 12.56:57 Uhr die ersten Sonnenstrahlen über dem Horizont zeigten. Die Sonne, so war es immer, sollte nämlich erst am 13. Jänner wieder Licht in die Dunkelheit der Polarnacht bringen. Diese Anomalie ist laut Experten auf das beschleunigte Abschmelzen des grönländischen Inlandseises zurückzuführen.

http://www.krone.at/Wissen/Verwirrung_i ... ory-240143

Re: Verwirrung in Grönland: Sonne zwei Tage zu früh

Verfasst: Fr 25. Feb 2011, 15:01
von DocNobbi
Tiersterben, grüne Flüsse und ein verfrühtes Ende der Polarnacht
Seit Neujahr häufen sich ungewöhnliche Naturphänomene. Auf der ganzen Welt findet ein Vogel- und Fischsterben statt. Die Erklärungen reichen von Silvesterraketen bis hin zu HAARP . Es ist nicht final geklärt an was die Tiere sterben. Kürzlich veränderte sich der “Goldenstream River” in den “Greenstream River” , das Wasser des Flusses färbte sich fluoreszierend grün. Was steckt hier dahinter? Auch bemerkenswert ist, dass die Polarnacht zwei Tage zu früh endete und tausende Grönländer in Staunen versetzte. Schnell ist die globale Erderwärmung und das abgeschmolzene Eis, welches die Perspektive zur Sonne veränderte, als Ursache lokalisiert. Doch ist das wirklich so?

Fest steht nur, da draußen ist etwas im Gange. Wir halten die Augen offen!

Quelle: http://www.nexworld.tv

Re: Verwirrung in Grönland: Sonne zwei Tage zu früh

Verfasst: Fr 25. Feb 2011, 15:03
von DocNobbi
Ist die Erdachse gekippt oder hat sich Grönland nach Süden verschoben? ————————- Plusgrade im Dezember In Grönland ist die Sonne nach der Polarnacht dieses Jahr um zwei Tage zu früh aufgegangen. Laut dem grönländischen Rundfunk KNR zeigte sich das Zentralgestirn in Ilulissat bereits am Dienstag um exakt 12:56:57 Uhr. Normalerweise geht die Sonne in der [...]

Ist die Erdachse gekippt oder hat sich Grönland nach Süden verschoben?
————————-
Plusgrade im Dezember
In Grönland ist die Sonne nach der Polarnacht dieses Jahr um zwei Tage zu früh aufgegangen. Laut dem grönländischen Rundfunk KNR zeigte sich das Zentralgestirn in Ilulissat bereits am Dienstag um exakt 12:56:57 Uhr. Normalerweise geht die Sonne in der westgrönländischen Siedlung jedoch erst am 13. Jänner erstmals im Jahr wieder auf.

Einem Experten der Uni Wien zufolge dürfte die Beobachtung auf das zuletzt stark beschleunigte Abschmelzen des grönländischen Inlandeises zurückzuführen sein. Denn eines ist sicher – an der Konstellation der Gestirne hat sich mit Sicherheit nichts geändert.
AP/Michael Kappeler
Ilulissat liegt in Westgrönland und lebt vom Fischfang und Tourismus.

Bewohner der mit 4.500 Einwohnern drittgrößten Stadt Grönlands machten sich wegen der zu früh erschienenen Sonne Sorgen. „Hier im Ort kommt die Sonne erst am 13. Jänner. Da stimmt wohl das eine oder andere nicht“, zitierte KNR einen 74-jährigen Einheimischen in einem Bericht auf seiner Website.
Keine Änderung bei der Erdrotation

Wissenschaftler schließen jedenfalls aus, dass die Beobachtung geophysikalische oder astronomische Gründe haben könnte. „An der Konstellation der Gestirne hat sich sicher nichts geändert“, so Wolfgang Lenhardt, Leiter der Abteilung Geophysik bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien. „Da wäre schon ein Aufschrei um die Welt gegangen.“ Die Daten von Erdachse und Erdrotation würden ständig und minuziös überwacht.
Horizont sinkt

Thomas Posch vom Institut für Astronomie der Universität Wien schloss astronomische Gründe für das verfrühte Ende der Polarnacht ebenfalls aus. Er vermutet, dass die Beobachtung auf eine lokale Veränderung des Horizonts zurückzuführen ist. Ein durch das beschleunigte Abschmelzen des grönländischen Eisschildes bedingter niedrigerer Horizont erscheine als die „bei weitem naheliegendste“ Erklärung. Lenhardt zufolge könnte es sich eventuell auch noch um ein atmosphärisches Phänomen – etwa eine durch Eiskristalle hervorgerufene Luftspiegelung – handeln.
Gletscher schmelzen rasant

Die alarmierende Meldung über den Rückgang der Grönland-Eisschicht wird auch von aktuellen Klimastudien belegt. Ein Bericht der Welt-Meteorologieorganisation (WMO) zeigt, dass die Temperaturen in Grönland im Schnitt um drei Grad Celsius über dem Normalwert lagen. Dadurch kam es in den vergangenen Jahren zu einer verstärkten Gletscherschmelze im Sommer.
Wetterrekorde im Dezember

Und auch der heurige Winter hat nicht viel dazu beigetragen, dass die Schnee- und Eisschicht wieder wächst. Im Dezember lagen die Temperaturen in den bewohnten Küstenregionen um den Nullpunkt und damit weit über dem langjährigen Durchschnitt. Statt Schnee fiel im Süden der Insel sogar Regen.

KNR meldete im Dezember gleich mehrere Wetterrekorde aus der Arktisregion. So regnete es in der Gemeinde Kuujjuaq am 1. Dezember erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen einen Zentimeter. In Salluit an der Hudson-Meerenge hatte es zu Weihnachten drei Grad plus. Normal sind dort zur Weihnachtszeit zwischen minus 19 und minus 27 Grad Celsius.
Links:
ZAMG
Institut für Astronomie (Uni Wien)
KNR
WMO
http://orf.at/stories/2035937/2035934/