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Schweres Erdbeben in Japan

Verfasst: Fr 11. Mär 2011, 11:45
von Regina
Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,9 hat den Nordosten Japans erschüttert und hohe Tsunami-Wellen ausgelöst. Fernsehbilder zeigten, wie an der Ostküste des Landes Autos und Schiffe von den Wassermassen mitgerissen wurden, aus der an der Küste gelegenen Präfektur Miyagi wurden zahlreiche Verletzte gemeldet. Auch in der Hauptstadt Tokio war das Beben zu spüren, wo mehrere Brände ausbrachen und Menschen verletzt wurden. Diesen Artikel weiter lesen

http://de.news.yahoo.com/2/20110311/twl ... dc673.html

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Regina

Re: Schweres Erdbeben in Japan

Verfasst: Mi 16. Mär 2011, 18:55
von DocNobbi
jetzt muss ich doch in der zweiten aktuellen *Jaoan-Tread* auch was zufügen.. Freunde, schaut auch in den anderen Tread..

Wird die USA nicht gefreut haben:
Oktober 2008: Rede vor dem jap. Parlament, in dem 9/11 als Inside-Job nahegelegt und kritisiert wird!
http://www.youtube.com/watch?v=20uxnM3f ... re=related

++++++++++++++ :zensur:

Mehr Hintergründe auch hier:
http://www.youtube.com/user/WisnewskiGerhard

Re: Schweres Erdbeben in Japan

Verfasst: Mi 16. Mär 2011, 19:29
von DocNobbi

geologischen Veränderungen nach dem großen Beben in Japan

Verfasst: Mi 16. Mär 2011, 20:56
von DocNobbi
Es gibt neue Informationen zu den geologischen Veränderungen nach dem großen Beben in Japan.
Nach neuen Erkenntnissen hat sich die Küste Japans zum Teil um 5 m verschoben, anfangs sprach man von 2,4 m, später von 3 m, an verschiedenen Stellen wird darauf hingewiesen, dass sich die Daten noch ändern können.
Zu dem, haben wir (nach meinen Beobachtungen) allgemein immer noch eine ansteigende erhöhte Erdbebenaktivität, gerade heute gab es Beben mittlerer Stärke u.a. in Griechenland 4,6 und in der Türkei 4,4.


http://www.vulkane.net/

16.03.2011: Erdbeben in Japan
Forscher des GFZ-Potsdam fanden heraus, dass sich bei dem starken Erdbeben die Küste Japans zum Teil um 5 m verschoben hat. Entlang der Störungszone in der Tiefsee, an der sich das Beben ereignete, gab es eine horizontale Verschiebung von 27 m und einen vertikalen Versatz von 7 m. Dieser Versatz löste den Tsunami aus. Am 9.03.11 ereignete sich bereits ein Vorbeben mit einer Magnitude von 7,2.

Neue Erkenntnisse zum Ablauf der Erdbeben-Katastrophe

Verfasst: Mi 16. Mär 2011, 22:30
von DocNobbi
Neue Erkenntnisse zum Ablauf der Erdbeben-Katastrophe
Dipl.Met. Franz Ossing Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
16.03.2011

Das Katastrophenbeben vom 11. März - Wissenschaftliche Auswertung

Das Katastrophenbeben vom 11. März 2011 war nicht nur für Japan ein Jahrhundertereignis. Mit einer Magnitude von Mw=8,9 gehört es zu den stärksten je gemessenen Erdbeben weltweit.
Beonders interessant ist in diesem Fall, das fast exakt an der Bruchstelle des Tsunami-Bebens zwei Tage vorher ein starkes Vorbeben mit der Magnitude Mw=7,2 stattfand. Der Geophysiker Dr. Joachim Saul vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ (Helmholtz-Gemeinschaft) hat eine Sequenz erstellt, in der die Beben seit dem 09. März in Folge dargestellt werden.
Die animierte Grafik ist im Internet unter http://www.gfz-potsdam.de zu finden. Sie zeigt die am GFZ gemessene Erdbebenaktivität in der Region Honshu, Japan seit dem 8. März 2011. Nach einem seismisch ruhigen 8. März ereignet sich am Morgen (Weltzeit UTC) des 9. März vor der japanischen Ostküste ein Erdbeben der Stärke 7,2, auf welches zunächst eine Reihe kleinerer Nachbeben folgt. Am Morgen des 11. März kommt es zu dem Katastrophenbeben, welches den verheerenden Tsunami ausgelöst hat. Auf dieses Beben folgen zahlreiche, auch schwere, Nachbeben, von denen zwei fast die Magnitude 8 erreichen. Im weiteren Verlauf klingt die Aktivität langsam ab, und wird heute (16. März) von relativ kleinen Beben der Stärke 5 dominiert, wobei aber täglich auch noch mehrere Beben der Magnitude 6 registriert werden. Die Nachbebenaktivität konzentriert sich überwiegend auf den Bereich des Bebens vom 11. März. Anhand der Verteilung der Nachbeben lässt sich die Länge des Bruches des Hauptbebens auf etwa 400 km beziffern. Insgesamt sind vom GFZ in der Region Honshu seit dem 9. März 428 Beben registriert worden.
Die GFZ-Wissenschaftler Rongjiang Wang und Thomas Walter haben durch Auswertung von über 500 GPS-Stationen herausgefunden, dass sich an der Ostküste Japans Horizontalverschiebungen von bis zu fünf Metern nach Osten ergaben. Die Ursache liegt in der Erdbebenzone, d.h. an der Kontaktfläche der Pazifischen Platte zu Japan. Computersimulationen an dieser Fläche zeigen, dass sich bei dem Erdbeben bis über 25 Meter Versatz ereignete. Berechnungen der GFZ-Modellierungsgruppe um Stephan Sobolev ergaben sogar bis zu 27 Metern Versatz und eine Vertikalbewegung von sieben Metern. Dies löste eine ruckartige Hebung in der Tiefsee und somit den Tsunami aus. Berechnungen der GFZ-Modellierungsgruppe um Stephan Sobolev ergaben sogar bis zu 27 Metern horizontalen und vertikalen Versatz von sieben Metern. Auch die Abbildung der GPS-Verschiebungsvektoren und Computersimulationen findet sich unter den vom GFZ bereit gestellten Materialien.
Bereits kurz nach dem Beben modellierten Andrey Babeyko und Stephan Sobolev vom GFZ die Ausbreitung des Tsunami im Pazifik über die ersten 16 Stunden und die Wellenhöhen. Auch hier zeigt sich die enorme Wucht des Erdbebens: im freien Pazifik werden vergleichsweise große Wellenhöhen von über einem Meter berechnet, was sehr gut mit Beobachtungen übereinstimmt. Wie hoch sich der Tsunami an der Küste aufbaut, wird entscheidend von Wassertiefe und Küstenform bestimmt. Im GFZ-Material findet sich eine Abbildung und eine Animation dazu.
Abb. in druckfähiger Auflösung unter:
http://www.gfz-potsdam.de
bzw.
http://www.gfz-potsdam.de/portal/gfz/Pu ... 001_+Japan
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/de/news413701

Atomare Gefahr auch aus dem Abklingbecken

Verfasst: Do 17. Mär 2011, 16:45
von DocNobbi
Umweltinstitut München warnt:

Atomare Gefahr auch aus dem Abklingbecken


München, 17. März – Während die Kernschmelze im Reaktor im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, steigt auch in den Abklingbecken die Gefahr einer Katastrophe. Wenn die abgebrannten Brennelemente nicht ständig mit Wasser gekühlt werden, kommt es auch hier zu einer extrem hohen Freisetzung von Radioaktivität. Dieses Horrorszenario drohte 2010 auch im AKW Philippsburg II und ist in jedem deutschen Atommeiler denkbar.

Die Brennstäbe müssen nach der Entnahme aus dem Reaktor für einige Jahre im Abklingbecken gelagert werden. Um eine Schmelze zu verhindern, müssen sie permanent gekühlt werden. Das Abklingbecken befindet sich direkt unter dem Dach und wird nur durch eine Betonwand von der Umwelt getrennt. Wenn das Reaktordach wie in Fukushima durch eine Wasserstoffexplosion zerstört wird, liegt das Abklingbecken frei. Sobald das Wasser durch die enorme Hitze der Brennstäbe verdampft, werden diese freigelegt und es tritt ein extrem hohes Maß an Radioaktivität ungebremst aus.

Die Hüllrohre des Brennstoffs sind aus Zirkonium (Zirkaloy). „Mit Luft oder Dampf reagiert Zirkonium heftig. Das Ergebnis ist ein Zirkonium-Hüllrohr-Brand, der selbsterhaltend und nur schwer zu löschen ist. Dadurch steigt der Druck in den Hüllrohren, sie blähen sich auf und platzen,“ erklärt Karin Wurzbacher, Physikerin am Umweltinstitut. Das Zirkonium reagiert mit radioaktivem Brennstoff bei Temperaturen von 1800 Grad Celsius und es bildet sich eine Schmelze aus Zirkon-Uran-Oxid. Mit dem Bersten der Hüllrohre treten radioaktive Spaltgase und flüchtige Aerosole aus. Explosionen durch freiwerdenden Wasserstoff sind möglich.

Diese Gefahr besteht bei allen Reaktoren, insbesondere bei den alten deutschen Siedewasserreaktoren Brunsbüttel, Philippsburg I, Isar I und Krümmel. In Philippsburg II z.B. stand sie bereits kurz bevor: Um die Laufzeitverlängerung nicht zu gefährden wurde im Juni 2010 ein Vorfall vertuscht, der in die Meldepflichtstufe „Eilt“ fällt. Wegen eines verkanteten Stöpsels flossen 270.000 Liter Wasser aus dem Abklingbecken. Erst nach einer Stunde konnte das Leck geschlossen werden. Bei einem weiteren Abfall des Füllstands um sechs Zentimeter wäre eine vollständige Kühlung nicht mehr möglich gewesen.

„Selbst wenn wir jetzt sofort aussteigen, werden uns die radioaktiven Gefahren noch lange begleiten,“ meint Harald Nestler, Vorstand des Umweltinstitut München.

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Verfasst: Do 17. Mär 2011, 17:02
von DocNobbi
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Fragen & Antworten zu den Folgen des Super-GAU in Japan

In welchen Einheiten wird radioaktive Strahlung gemessen und wie sind die Messergebnisse zu bewerten?
Die natürliche Umgebungsradioaktivität wird als Gammadosisleistung angegeben. Im Großraum München werden dabei etwa 0,1 μSv/h (Mikrosievert pro Stunde) gemessen. Im Mittel beträgt die Jahresdosis durch natürliche Radioaktivität in Deutschland etwa 1 mSv (Millisievert), dazu kommt noch einmal etwa 1 mSv durch Radon in Wohnräumen.

Die deutsche Strahlenschutzverordnung begrenzt die zusätzliche Belastung durch Radioaktivität, die der Bevölkerung zugemutet werden darf, auf eine Jahresdosis von ebenfalls 1 mSv.

Bei den havarierten Atomreaktoren in Japan wurden bis zu 1000 mSv/h gemessen. Das ist das 10.000.000-fache der Umgebungsstrahlung im Raum München.

Strahlenschäden, die nach hohen Dosen auftreten können, werden folgendermaßen eingeteilt:
Bis zu 250 mSv treten Spätfolgen wie Krebs und Leukämie häufiger auf.

Ab 250 mSv ist zusätzlich mit einer Schädigung des Erbguts, Missbildungen, Gehirnschäden sowie Sterilität bei den Nachkommen zu rechnen.

Ab 1 Sv spricht man von der letalen Dosis. Es treten Symptome der akuten Strahlenkrankheit auf, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall, Blutungen.

Je höher die Dosis, um so wahrscheinlicher sind Verbrennungen durch Strahlung und um so schneller folgt der Tod.

1 Sv = 1000 mSv (Millisievert)
1 mSv = 1000μSv (Mikrosievert)
1 μSv = 1000 nSv (Nanosievert)


Macht es Sinn einen Geigerzähler zu kaufen?
Im Handel gibt es relativ preiswerte kleine Radioaktivitätsmessgeräte, sogenannte Gamma-Scouts. Es handelt sich um Geräte , die Gammastrahlung messen und den Wert der Gammadosisleistung in μSv/h (Mikrosievert pro Stunde) angeben. Im Raum München beträgt der Wert der natürlichen Hintergrundstrahlung etwa 0,1 μSv/h.

Die Anschaffung eines solchen Messgeräts macht nur Sinn, wenn man es im Niederdosisbereich, also nicht unter Bedingungen des Katastrophenschutzes, benutzen will und wenn man vorher den natürlichen Untergrund in seiner Umgebung (Haus, Garten, Straße) festgestellt und dokumentiert hat. Nur so kann eine mögliche erhöhte Gammastrahlung eindeutig festgestellt werden.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Messgeräten, die sowohl teurer als auch hochwertiger sind. Sie sind verschieden einsetzbar.

Kontaminationszähler: Dieser misst die Kontamination einer Fläche in Bq/cm2 oder in ips/cm2 (ips = Impulse pro Sekunde) und kann sowohl Gammastrahlung als auch Betastrahlung feststellen. Auch hier muss vorher der natürliche Untergrund festgestellt werden. Moderne Geräte habe eine Funktion, die dann den Untergrund automatisch abziehen.

Gammaspektrometer: Es gibt mobile Gammaspektrometer, die die Aktivität bestimmter, Gammastrahlung emittierender Radionuklide in einer Probe in Bq/kg messen können. Diese Messgeräte sind aufwändiger in der Handhabung und setzen gewisse Vorkenntnisse oder eine Einführung voraus.


Sind Schutzmaßnahmen nötig, wenn Verwandte oder Freunde aus Japan kommen?
Bei Personen, die aus radioaktiv belasteten Gegenden kommen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass radioaktiver Staub an Kleidung, Schuhen oder Gepäck haftet. In diesem Fall sollten vorsichtshalber einige Maßnahmen getroffen werden:
Schuhe sollten vor der Wohnung ausgezogen werden, da sonst möglicherweise radioaktiver Staub in die Wohnung getragen würde. Das gleiche gilt für Gepäck wie Reisetaschen etc., sie sollten gründlich von Staub mit nassen Lappen gereinigt werden, bevor sie in die Wohnung kommen. Auch die Oberbekleidung sollte in die Waschmaschine oder in die Reinigung.

Zur Sicherheit kann der Rest der Kleidung und des Gepäcks ebenfalls gewaschen werden. Um sich selbst vom Staub zu befreien, ist Duschen und vor allem Haare waschen sinnvoll.


Werden verstrahlte Lebensmittel aus Japan nach Deutschland importiert?
Deutschland importiert nur wenige Lebensmittel aus Japan, insbesondere Sojasaucen. Nach Angaben des Bundesministerium für Verbraucherschutz werden aktuell Lebensmittel aus Japan vor Einfuhr in die Europäische Union auf Radioaktivität kontrolliert. Nur Erzeugnisse, die unterhalb der festgelegten Grenzwerte liegen, dürfen in die Gemeinschaft verbracht werden. In der EU gilt für Lebensmittel ein Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg), Milchprodukte und Babynahrung dürfen einen Wert von 370 Bq/kg nicht überschreiten.

Das Umweltinstitut München und andere Experten raten jedoch zu strengeren Grenzwerten: 30 bis 50 Bq/kg bei Nahrung für Erwachsene und 10 bis 20 Bq/kg für Kinder, stillende und schwangere Frauen sowie 5 Bq/kg für Babynahrung. Sicherheitshalber sollten Sie Lebensmittel aus Japan daher meiden.


Verseucht der GAU in Japan den pazifischen Ozean?
Die radioaktiven Partikel werden im Ozean durch die Meeresströmungen verteilt. Aufgrund der starken Verdünnung ist eine großflächige radioaktive Verseuchung des Pazifik nicht zu befürchten. Die Strahlenbelastung der Küstengewässer in der Nähe der havarierten Atommeiler kann allerdings sehr hoch sein. Auch in Buchten kann sich Radioaktivität in Sedimenten und Lebewesen ansammeln. Dabei sind Pflanzen und immobile Tiere wie Muscheln besonders gefährdet.



Die rechtzeitige Einnahme von Jodtabletten reduziert das Schilddrüsenkrebs-Risiko.
Ist die Einnahme von Jod-Tabletten bei uns nach der Atom-Katastrophe in Japan nötig und sinnvoll?
Nein. Die Einnahme von den für den Katastrophenfall vorgesehenen Jod-Blockade-Tabletten sind bei uns derzeit weder nötig noch sinnvoll. Jodtabletten sollen unmittelbar vor Eintreffen der radioaktiven Wolke eingenommen werden. Das nicht radioaktive, stabile Jod sättigt die Schilddrüse. So kann das radioaktive Jod nicht mehr von der Schilddrüse aufgenommen werden.

Wegen der großen Distanz ist mit einer ähnlich hohen Belastungssituation wie nach der Tschernobyl-Katastrophe bei uns eher nicht zu rechnen.

Sollte die Wolke wind- und wetterbedingt aber Kurs auf Europa nehmen, werden wir die Bürgerinnen und Bürger entsprechend informieren. Das Umweltinstitut München misst seit Tschernobyl den Radioaktivitätsgehalt in der Münchner Außenluft und stellt die Messwerte ins Internet.


Warum ist die Einnahme von Jod-Tabletten im Falle eines atomaren Unfalls notwendig?
Wenn radioaktives Jod vom Körper aufgenommen wird, wandert fast die gesamte Jodmenge in die Schilddrüse und wird dort mit einer biologischen Halbwertszeit von ca. 120 Tagen gespeichert. Während dieser Zeit kann das radioaktive Jod das kleine Organ Schilddrüse in hohen Dosen bestrahlen und einen entsprechenden Schaden setzen. Selbst nach dem Zerfall des Radiojods einige Wochen nach der Aufnahme wirken Strahlenschäden weiter und können zu Krebs führen.

Die Schilddrüse hat den selbstregulierenden Mechanismus, bei Jodmangel mehr Jod aufzunehmen und bei hoher Jodzufuhr eine weitere Aufnahme zu blockieren. Dabei unterscheidet sie aber nicht zwischen Radiojod und nicht radioaktivem, stabilem Jod. Eine Schilddrüse mit Jodmangel kann bei einem atomaren Unfall mit radioaktiven Freisetzungen viel Radiojod aufnehmen, während eine mit Jod gesästtigte Schilddrüse kein zusästzliches radioaktives Jod aufnimmt. Deshalb ist es wichtig, dass eine Sättigung der Schilddrüse mit stabilem Jod vor Eintreffen einer radioaktiven Wolke erfolgt.

Erfolgt die Jodgabe innerhalb der ersten Stunden nach der Exposition, kann das Speichern von Radiojod immerhin noch reduziert werden. Als ausreichend wird eine Blockade auch dann noch gesehen, wenn die Exposition, also das Eintreffen der radioaktiven Wolke, weniger als zwei Stunden zurückliegt. Allerdings ist die Schutzwirkung dann bereits etwa um die Hälfte gesunken. Erfolgt die Verabreichung der Jod-Tabletten später als acht Stunden nach Exposition, haben sie praktisch keinen Einfluss mehr auf die Speicherung und damit auf die Strahlenbelastung der Schilddrüse durch radioaktives Jod.


Kann ich mich bei rechtzeitiger Tabletteneinnahme gefahrlos im Freien aufhalten?
Nein. Die rechtzeitige Einnahme hilft nur gegen eine massive Anreicherung des radioaktiven Jods in der Schilddrüse. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit des späteren Auftretens von Schilddrüsenkrebs. Bei Aufenthalt im Freien nimmt man im Katastrophenfall aber noch eine hohe Dosis anderer Radionuklide auf. "Strahlenschutz-Tabletten", die gegen radioaktive Strahlung aller Nuklide insgesamt schützen, gibt es nicht.


Reicht die regelmäßige Verwendung von Jodsalz als Blockade der Schilddrüse aus?
Nein. Deutschland, insbesondere Süddeutschland, ist ein Jodmangelgebiet. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts war der Kropf als Folge von Jodmangel ein typisch bayerisches Merkmal. Um den Mangel auszugleichen, wird heute Kochsalz mit Jod angereichert und ist überall im Handel erhältlich. Damit ist zwar eine Verbesserung der Jodversorgung der Bevölkerung erreicht, für Jodmangelpatienten ist sie aber noch immer unzureichend.

Für diese Personengruppe wird von Ärzten als Jod-Prophylaxe eine vorbeugende Tabletteneinnahme mit einem Jodgehalt von 0,1 bis 0,2 mg empfohlen. Aber auch diese Mengen führen im Bedarfsfall nicht zu einer Blockade der Jodaufnahme, wie es bei einem atomaren Unfall mit radioaktiven Freisetzungen notwendig ist. Zur Blockade der Schilddrüse sind weitaus höher dosierte Tabletten nötig. Eine Jodmangel-Schilddrüse würde radioaktives Jod geradezu aufsaugen.


Wo werden die Jod-Tabletten aufbewahrt und wie werden sie verteilt?
Im Jahr 2004 wurde in Deutschland der Altbestand der Jod-Tabletten gegen neue mit anderer Dosierung ausgetauscht. 137 Millionen Tabletten mit dem Handelsnamen „Kaliumiodid `Lannacher´ 65 mg-Tabletten“ sind nun bundesweit an sieben zentralen Standorten gelagert:

Neumünster, Schleswig-Holstein

Cloppenburg, Niedersachsen

Wunstorf, Niedersachsen

Würzburg, Bayern

Roding, Bayern (Nähe Regensburg)

Kempten, Bayern

Eggenstein-Leopoldshafen, Baden-Württemberg (Nähe Karlsruhe)

Beschafft wurden für den 25-km-Umkreis Haushaltspackungen mit 20 Tabletten und für den 25-100-km-Umkreis Packungen mit 6 Tabletten. 1 Tablette enthält 65 Milligramm Kaliumjodid. Hersteller ist die österreichische Firma „Lannacher“ (Jodblockade.de ).

Nach den Empfehlungen der Strahlenschutzkommission (SSK) ist die Bevorratung und Verteilung von Jodtabletten zur Jodblockade nach einem abgestuften Konzept vorgesehen. So sollen innerhalb eines Umkreises von 25 km um eine Atomanlage für alle Personen bis 45 Jahre Jod-Tabletten vorgehalten werden, wobei je nach Nähe entweder eine Vorverteilung an die Haushalte oder eine Bevorratung in den Gemeinden, vorzugsweise bei den Feuerwehren, aber auch in Schulen, Krankenhäusern, Rathäusern und Betrieben vorgesehen ist. Die Entscheidung über die Verfahrensweise obliegt den Ländern.

Für den Entfernungsbereich 25-100 km um die Atomanlagen werden Jod-Tabletten für Schwangere und Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre in den sieben oben genannten zentralen Lagern vorgehalten und im Ereignisfall verteilt. Da aufgrund der Standortverteilung der deutschen Atomkraftwerke nur wenige Flächen übrig bleiben, die nicht in einem 100-km-Kreis um eine solche Anlage liegen, kann man davon ausgehen, dass diese Bevorratung für die ganze Bundesrepublik gilt.



Strahlenschutz-Ausrüstung. Bildquelle: Feuerwehr Freilassing
Wer soll stabiles Jod bei einem Atom-Unfall einnehmen und welche Menge?
Die Dosierung der Jodeinnahme ist für die einzelnen Altersgruppen genau festgelegt: Neugeborene bis zu einem Monat sollen 12,5 mg Jodid erhalten, Kleinkinder im Alter vom ersten bis zum 36. Monat 25 mg Jodid, Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren 50 mg Jodid und Erwachsene von 19 bis 45 Jahren 100 mg Jodid. Für die Altersgruppe über 45 Jahre ist keine Jodeinnahme empfohlen, mit der Begründung, dass für diese Personengruppe "das Gesundheitsrisiko für schwerwiegende Schilddrüsenerkrankungen (z.B. durch Jod ausgelöste Schilddrüsenüberfunktion) infolge der Tabletteneinnahme höher ist als das Strahlenrisiko durch Einatmen von radioaktivem Jod".

Dies ist zwar für die entsprechende Risikogruppe gerechtfertigt, eine pauschale Festsetzung für alle Personen ab 45 Jahren, also auch gesunde, ist aber nicht nachvollziehbar und problematisch.


Ist sichergestellt, dass ich im Bedarfsfall rechtzeitig Jod-Tabletten erhalte?
Die Strahlenschutzkommission (SSK) hat für die Vorhaltung der Jod-Tabletten ein Rahmenmodell erarbeitet, das den einzelnen Ländern Spielraum lässt. Je nach Vergabepraxis wird auch der Zeitpunkt des Erhalts der Jod-Tabletten unterschiedlich sein. In einigen Ländern, ist eine Vorverteilung an die Haushalte erfolgt: Hessen z.B. hat im 5-km-Umkreis vorverteilt, Baden-Württemberg im 5-km-Umkreis und auch im 5-10-km-Umkreis, wenn in den jeweiligen Gebieten im Ereignisfall die Ausgabe nicht innerhalb von 2-4 Stunden erfolgen kann. D.h. aber, dass die entsprechenden Haushalte selbst dafür Sorge tragen müssen, dass die Tabletten im Bedarfsfall unverzüglich parat sind. Andere Länder, wie z.B. Bayern, haben sich dieser Regelung nicht angeschlossen und werden mit der Tabletten-Ausgabe erst nach einem Atom-Unfall beginnen.

In den Ländern, wo eine Vorab-Verteilung stattgefunden hat, ist eine rechtzeitige Jod-Einnahme in aller Regel gewährleistet, vorausgesetzt, dass die entsprechende Aufforderung an die Bevölkerung vor Eintreffen der radioaktiven Wolke erteilt wird. Problematischer ist die Situation in den Bundesländern, die keine Vorverteilung durchführen. Hier lautet die Empfehlung, dass im 25-km-Umkreis der havarierten Atomanlage die Verteilung der Jod-Tabletten "innerhalb von möglichst zwei bis vier Stunden nach Entscheidung" sicherzustellen ist. Zu berücksichtigen ist noch der Zeitverzug von der atomaren Freisetzung bis zur Entscheidung über die Information der Bevölkerung. Außerhalb des 25-km-Umkreises wird empfohlen, die Verteilung innerhalb von zwölf Stunden nach Entscheidung sicherzustellen.

Diese Empfehlungen stehen aber in krassem Widerspruch zur ebenfalls amtlichen Empfehlung, dass die Jodgabe "rechtzeitig" erfolgen soll und die Schutzwirkung bereits zwei Stunden nach Exposition halbiert ist und nach mehr als acht Stunden praktisch keine Schutzwirkung mehr erfolgt.



Keine Angst vor dem Super-Gau. Gegen Schilddrüsenkrebs gibt es doch die hochdosierten Jodtabletten! Quelle: http://www.kernenergie.biz
Täuscht die Tabletten-Ausgabe erst nach dem Atom-Unfall eine falsche Sicherheit vor?
Es wird vorausgesetzt, dass die Bevölkerung Ruhe bewahrt und die Anordnungen über Radio, Fernseher, Lautsprecher oder sonstige Medien hört, versteht und befolgt. Dabei kann man sich leicht ausmalen, welch ein Verkehrschaos entstehen wird, sobald ein atomarer Unfall in der direkten Nachbarschaft gemeldet ist. Insbesondere diejenigen, die Tschernobyl miterlebt haben, können sich noch gut an das damalige Chaos erinnern. Eltern mit kleinen Kindern stürmten die Reisebüros und Flughäfen, um bloß schnell weit weg zu kommen. Dabei lag Tschernobyl nicht gerade vor unserer Haustür.

Die Katastrophenschutzeinsatzkräfte werden wohl bereits im Verkehrschaos stecken bleiben, da viele Menschen versuchen werden, schnellstmöglich aus dem Katastrophengebiet zu flüchten. Auch ist unsicher, ob die Katastrophenhelfer im Bedarfsfall in ausreichender Zahl zur Verfügung stünden, da auch sie sich vorrangig um die eigene Familie kümmern würden, anstatt Hilfe bei der Verteilung von Tabletten zu leisten.

Die Verteilung der Jodtabletten wäre deshalb nicht gewährleistet. Außerdem widerspricht diese Anordnung diametral der Empfehlung "Verbleiben im Haus", um sich vor der radioaktiven Wolke zu schützen. Nicht nur die Einsatzkräfte müssten sich über einen längeren Zeitraum im Freien aufhalten, auch die Bevölkerung wäre gezwungen, das Haus zu verlassen, zur nächstliegenden Apotheke zu gehen, sich brav hinten anzustellen und nach Erhalt der Tabletten wieder nach Hause zu gehen. Selbst wenn sich die Katastropheneinsatzkräfte bereits mit stabilem Jod versorgt hätten, würden sie doch durch ihren Aufenthalt im Freien eine hohe Dosis anderer Radionuklide aufnehmen, vor deren Strahlung die Jodtabletten nicht schützen. Außerdem kann es auch Situationen geben, die ein Verlassen des Hauses verbieten, z.B. dann, wenn kleine Kinder alleine zuhause bleiben müssten.


Warum wird in Bayern nicht vorverteilt?
Nach Meinung des bayerischen Innenministeriums bestehe bei einer Vorab-Verteilung die Gefahr, dass die Tabletten im Bedarfsfall nicht aufgefunden würden und deshalb sowieso neu verteilt werden müssten. Außerdem sei nicht gewährleistet, dass eine Einnahme nur im tatsächlichen Bedarfsfall erfolge. Vielmehr muss damit gerechnet werden, dass die Tabletten auch ohne Aufforderung durch die Katastrophenschutzbehörden eingenommen würden, also auch dann, wenn dies gar nicht erforderlich wäre. Weiter wird darauf verwiesen, dass die Jod-Tabletten auch in den Apotheken erworben werden können, allerdings auf eigene Kosten.



Wollen Sie so auf Jodtabletten warten?
Wie erhalte ich die Jod-Tabletten bei einem Atom-Unfall?
Auch dies ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. In Bayern sollen die Tabletten im Bedarfsfall durch Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes von den Depots an die örtlichen Feuerwehren der konkret betroffenen Gemeinden verteilt werden. Die Feuerwehren bringen die Tabletten in der vorher festgelegten Menge zu den Apotheken in der Gemeinde. Ist Apothekenpersonal anwesend, üblicherweise während der Geschäftszeiten, bzw. konnte dieses außerhalb der Geschäftszeiten erreicht werden, verteilt das Personal die Tabletten in den Apotheken. Ist Personal nicht anwesend, erfolgt die Verteilung durch die Feuerwehren vor den Apotheken. D.h., im Bedarfsfall müssen die Bürgerinnen und Bürger nach entsprechender Information und Aufforderung zur nächsten Apotheke gehen und ihre "Ration" dort abholen.


Wer entscheidet im Notfall, ob Jod-Tabletten ausgegeben werden?
Die Entscheidung über die Verteilung der Jod-Tabletten bei einem atomaren Unfall trifft gemäß Strahlenschutzvorsorgegesetz grundsätzlich der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Die für den Katastrophenschutz zuständigen Landesbehörden setzen die Entscheidung um.


Wie erfahre ich, ob eine Einnahme von Jod-Tabletten nötig ist?
Die Bevölkerung wird über Hörfunkdurchsagen, Fernseheinblendungen und Videotext, ggf. auch über Lautsprecherdurchsagen davon in Kenntnis gesetzt. In Bayern werden die Bürgerinnen und Bürger auf diese Weise zum Abholen der Jodtabletten bei der nächstgelegenen Apotheke aufgefordert.

Re: Schweres Erdbeben in Japan

Verfasst: Do 17. Mär 2011, 21:02
von DocNobbi
Vorhersagen Jesu Christi durch Prophet Jakob Lorber (1800-64)

Zunahme von Katastrophen in Anzahl und Ausdehnung in der Endzeit {jl.ev06.150,15}

{jl.ev06.150,15} (Jesus:) »Gegen Ende der angezeigten Zeit (nahe 2000) werde Ich auch stets größere Propheten (u.a. Swedenborg, Lorber, Mayerhofer, d. Hg.) erwecken, und mit ihnen werden auch die Gerichte sich mehren und ausgedehnter (häufigere und immer stärker werdende Unglücke, Katastrophen, d. Hg.) werden. Da werden auch kommen große Erderschütterungen (Erdbeben, d. Hg.) und sehr verheerende Stürme der Elemente (d.s. Orkane, Taifune, Blizzards, Flutwellen [Tsunamis], Vulkanausbrüche, Lawinen etc., d.Hg.), große Teuerungen (Inflation), Kriege, Hungersnot, Pestilenz (unheilbare Seuchen, neuartige Erkrankungen, d.Hg. ) und noch viele andere Übel (alle menschen- und industriegemachten Katastrophen, d. Hg.)...«


Menschliche Ursachen von Erdbodenverseuchung, Unglücken, Katastrophen, Selbstmorden und Morden

{jl.widk.112,41} (Jesus:) »Die Zornschalen (der Apokalypse) und deren Wirkungen bedeuten die Seuchen und Kriege, welche die Menschheit teils durch ihr eigenes widernatürliches Leben hervorrief, teils mutwillige Greuel selbst veranstaltete. Noch jetzt könnt ihr ja selbst bemerken, wie die Wirkungen des Egoismus, des Materialismus, der ungezügelten Leidenschaften im allgemeinen wie im einzelnen Unglücke aller Art hervorrufen: Unglücke zur See und zu Lande, Unglücke durch Elementarereignisse (Verseuchung von Luft, Trinkwasser, Ozeanen, Erde, Überschwemmungen, Muren- und Lawinenabgänge durch Waldrodungen etc., d. Hg.), hervorgerufen durch die schlechte Wirtschaft der Menschen mit ihrem eigenen Erdboden, Selbstmorde und Morde in jeder Form als Resultate des Mangels an religiösem Gefühl, Mangel von Glauben an eine andere Welt usw.«


Unglücke, schlechte Witterung, Orkane und Überschwemmungen u.ä. als Folgen falscher menschlicher Handlungen

{jl.ev04.144,02} »Ich sage euch: Alle Kalamität, Seuchen, allerlei Krankheiten unter Menschen und Tieren, schlechte Witterung, magere und unfruchtbare Jahre, verheerender Hagelschlag, große, alles zerstörende Überschwemmungen, große Stürme, große Heuschreckenzüge und dergleichen mehr sind lauter Folgen der unordentlichen Handlungsweisen der Menschen!
{jl.ev04.144,03} Würden die Menschen möglichst in der gegebenen Ordnung leben, so hätten sie alles das nicht zu gewärtigen. Die Jahre würden wie die Perlen auf einer Schnur verlaufen, eines so gesegnet wie das andere. Es würde den bewohnbaren Teil der Erde nie eine zu große Kälte oder eine zu große Hitze plagen. Aber da die gescheiten und überaus klugen Menschen aus sich allerlei bei weitem über ihren Bedarf hinaus unternehmen, wenn sie auf der Erde zu große Bauten und zu übertriebene Verbesserungen vornehmen, ganze Berge abgraben, um Heerstraßen (oder Freizeitanlagen, d. Hg.) anzulegen, wenn sie viele Hunderttausende von Morgen der schönsten Waldungen zerstören, wenn sie des Goldes und des Silbers wegen zu tiefe Löcher in die Berge schlagen, wenn sie endlich untereinander selbst im beständigen Zank und Hader leben, während sie doch zu jeder Zeit von einer großen Menge der intelligenten Naturgeister umgeben sind, von denen alle Witterung der Erde herrührt, sowie die Reinheit und Gesundheit der Luft, des Wassers und des Erdreiches, - ist es da denn hernach zu verwundern, wenn diese Erde von einer Unzahl von Übeln aller Art und Gattung stets mehr und mehr heimgesucht wird?!«