Liebe Wulfila,
vielen Dank, dass Du nun meine Frage doch noch öffentlich im Forum beantwortet hast. Genau so eine Antwort hatte ich mir erhofft.
Das Blut ist tatsächlich ein wichtiges Organ des Körpers und in geistiger Hinsicht auch der Seele. Selbstverständlich sollte man daran interessiert sein, alle Organe möglichst rein zu halten und besonders auch das Blut, das alle anderen Körperorgane miteinander verbindet.
Doch wie erlangt man Reinheit? Du sprichst davon, dass man auch auf die Ernährung zu achten hätte und sagst:
wulfila hat geschrieben:
Es ist ein Trugschluss - meiner Meinung nach - die Seele nur auf geistigem Wege zu ändern.
Tatsache ist, dass ein unreiner Körper die Seele belastet, da die unreinen Energien das Licht der Seele sozusagen "verbrauchen". Diese Tatsache schlägt sich in den vielen Geboten nieder, die für Juden in der Thora hinterlegt sind und sich auf den Umgang mit Nahrung beziehen.
Auf der anderen Seite heisst es:
Titus 1
1.15 Den Reinen ist alles
rein; den Befleckten aber und Unglaeubigen ist nichts rein,
sondern befleckt ist sowohl ihre Gesinnung als auch ihr
Gewissen.
Hier klingt schon an, dass eine reine Gesinnung dafür sorgt, dass nichts Unreines einen solchen Menschen verunreinigen kann.
Jesus sagt hierzu das folgende:
Matth. 23
23.25
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaeer, Heuchler! Denn ihr
reinigt das Aeussere des Bechers und der Schuessel, inwendig aber
sind sie voller Raub und Unenthaltsamkeit. 23.26 Blinder
Pharisaeer! Reinige zuerst das Inwendige des Bechers, damit auch
sein Auswendiges rein werde.
Reinheit kommt also nach Jesu Worten und nach den Worten im Titusbrief aus dem Inneren. Wer sein Inneres rein hält, dessen Äusseres ist auch rein, das ist die Quintessenz.
Ich möchte ausserdem noch auf einen Text in der Apostelgeschichte hinweisen, in dem die untergeordnete Bedeutung der Nahrung für einen Christen ganz deutlich herausgestrichen wird:
Apg. 10
10.9 Am folgenden Tag aber, waehrend jene reisten und sich der
Stadt naeherten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das Dach,
um zu beten. 10.10 Er wurde aber hungrig und verlangte zu
essen. Waehrend sie ihm aber zubereiteten, kam eine Verzueckung
ueber ihn. 10.11 Und er sieht den Himmel geoeffnet und ein
Gefaess, gleich einem grossen, leinenen Tuch, herabkommen, an vier
Zipfeln auf die Erde herabgelassen; 10.12 darin waren allerlei
vierfuessige und kriechende Tiere der Erde und Voegel des Himmels.
10.13 Und eine Stimme erging an ihn: Steh auf, Petrus,
schlachte und iss! 10.14 Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr!
Denn niemals habe ich irgend etwas Gemeines oder Unreines
gegessen. 10.15 Und wieder erging eine Stimme zum zweiten Mal
an ihn: Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein! 10.16
Dies aber geschah dreimal; und das Gefaess wurde sogleich
hinaufgenommen in den Himmel.
Was für einen Juden unrein ist, ist für einen Christen, in dem Christus selbst erwacht ist, nicht mehr unrein. Dies gilt sogar für giftige Substanzen, ich erinnere an dieses Wort des Herrn:
Mark. 16
16.16 Wer glaeubig
geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber
nicht glaeubig geworden ist, wird verdammt werden. 16.17 Diese
Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen
werden sie Daemonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen
reden, 16.18 werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas
Toedliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden
sie die Haende auflegen, und sie werden sich wohl befinden.
Daher ist es für mich keine Notwendigkeit, ganz speziell auf gesunde Nahrung zu achten, nur vegetarisch zu essen usw. Für mich ist die Reinheit meines Körpers eine Folge des Glaubens an Jesus Christus und eine Folge davon, dass mich der heilige Geist durchdringt, der alles Unreine aus meiner Seele wie aus meinen Körpern verdrängt.
Liebe Grüße,
Norbert