maggie hat geschrieben:
Ich finde es einfach wichtig Gott mit seinem Namen anzusprechen, das macht ihn für mich viel persönlicher.
Denn Götter, auch selbst ernannte gibt es viele. Aber Jehova oder Jahwe oder Jewe oder wie auch immer, ist der alleinwahre und allmächtige Gott für mich und auch gemäß der Bibel.
Ja - das ist auch in Ordnung
Als paganer Christ europäischer Prägung, verwende ich Wodan für die Benennung Gottvaters, oder Allvaters. Passt eben für mich (!) besser
wulfila hat geschrieben:Ich mag nur darüber reden, was ich auch kenne und vor einigen (vielen) Jahren hatte (um die JZ mal kennenzulernen) ich Kontakt aufgenommen und etwa ein halbes Jahr an den wöchentlichen Terminen teilgenommen.
Ich würde hier schon von Gehirnwäsche, Ausnutzung und einem diktatorischen System reden. Aber - jeder Mensch braucht bestimmte Muster und fühlt sich nur dort wohl - und ich habe bei den JZ sehr viele glückliche Menschen erlebt. Wer gibt mir das Recht meine Sicht über die der anderen zu stellen?
lg
Ich finde es gut, dass du dich wirklich informiert hast und nicht einfach voller Vorurteile etwas abgeurteilt hast, wie es leider viele tun. Das ist dir wirklich hoch anzurechnen.
Wenn du doch so viele glückliche Menschen bei den JZ erlebt hast, kannst du dir dann wirklich vorstellen dass wir dort ausgenutzt werden und uns einer Diktatur beugen müssen?
So etwas hat sich nach bisherigen Erfahrungen weltweit gesehen, doch noch nie zum Glück der Menschen ausgewirkt.
Also ich kann dir versichern, nach jahrzehntelanger Erfahrung, dass es nicht so ist. Bei uns ist alles freiwillig und geschieht aus Liebe. Aus Liebe einmal zu Gott und auch zu unseren Mitmenschen.
Aber bestimmt ist es gewöhnungsbedürftig, da manches doch etwas anders abläuft als sonst vielleicht üblich oder wie man es sonst gewohnt ist. Es spielt halt einfach auch die persönliche Einstellung eine Rolle, wie man etwas sieht oder empfindet.
ES IST Frühling 31 u. Z. Mehrere Monate sind vergangen, seit Jesus auf seinem Weg von Judäa nach Galiläa mit der Frau am Brunnen in Samaria gesprochen hat.
Jetzt geht Jesus, nachdem er in ganz Galiläa ein ausgedehntes Lehrwerk durchgeführt hat, wieder nach Judäa, wo er in den Synagogen predigt. Verglichen mit der Aufmerksamkeit, die die Bibel seinem Dienst in Galiläa widmet, sagt sie wenig über seine Tätigkeit in Judäa während dieses Besuchs und in den Monaten, die er dort nach dem Passah des letzten Jahres verbrachte. Offensichtlich fand sein Dienst in Judäa nicht so großen Widerhall wie in Galiläa.
Dann macht sich Jesus auf den Weg nach Jerusalem, der Hauptstadt Judäas, um dort das Passah des Jahres 31 u. Z. zu feiern. In Jerusalem befindet sich in der Nähe des Schaftores ein Teich, Bethzatha genannt, zu dem viele Kranke, Blinde und Lahme kommen. Sie wollen in das Wasser des Teiches gehen, wenn es in Wallung gerät, da sie hoffen, auf diese Weise geheilt zu werden.
Am Sabbat sieht Jesus am Teich einen Mann, der seit 38 Jahren mit einer Krankheit behaftet ist. Jesus, der weiß, wie lange der Mann schon krank ist, fragt ihn: „Willst du gesund werden?“
Er antwortet Jesus: „Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser in Wallung ist, sondern bis ich komme, steigt ein anderer vor mir hinab.“
Jesus sagt zu ihm: „Steh auf, heb dein Tragbett auf, und geh umher.“ Und der Mann wird sofort gesund, nimmt sein Tragbett auf und geht umher.
Als die Juden den Mann sehen, sagen sie jedoch: „Es ist Sabbat, und es ist dir nicht erlaubt, das Tragbett zu tragen.“
Der Mann antwortet ihnen: „Derjenige, der mich gesund gemacht hat, hat zu mir gesagt: ‚Heb dein Tragbett auf, und geh umher.‘ “
„Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: ‚Heb es auf, und geh umher.‘? “ fragen sie. Da Jesus sich wegen der Volksmenge weggewandt hat, weiß der Geheilte nicht, wer es war. Später treffen sich der Mann und Jesus im Tempel wieder, und er erfährt nun, wer ihn gesund gemacht hat.
Der Geheilte sucht jene Juden, um ihnen zu sagen, daß er von Jesus geheilt wurde. Die Juden gehen daraufhin zu Jesus. Warum? Um zu erfahren, weshalb er so wunderbare Dinge tun kann? Nein. Sie tadeln ihn dafür, daß er diese guten Werke am Sabbat tut. Und sie beginnen sogar, ihn zu verfolgen.
Lukas 4:44 So predigte er dann in den Synagogen von Judạ̈a.
Johannes 5:1-16 Nach diesen Dingen fand ein Fest der Juden statt, und Jesus ging nach Jerusalem hinauf. 2 Nun gibt es in Jerusalem am Schaftor einen Teich, der auf hebräisch Bethzạtha heißt, mit fünf Säulenhallen. 3 In diesen lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer und solcher mit verdorrten Gliedern. 4 —— 5 Ein gewisser Mensch aber war dort, der seit achtunddreißig Jahren mit seiner Krankheit behaftet war. 6 Als Jesus diesen daliegen sah und gewahr wurde, daß er schon lange Zeit [krank] gewesen war, sagte er zu ihm: „Willst du gesund werden?“ 7 Der Kranke antwortete ihm: „Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser in Wallung ist, sondern bis ich komme, steigt ein anderer vor mir hinab.“ 8 Jesus sprach zu ihm: „Steh auf, heb dein Tragbett auf, und geh umher.“ 9 Darauf wurde der Mensch sogleich gesund, und er hob sein Tragbett auf und begann umherzugehen.An jenem Tag nun war es Sabbat. 10 Daher begannen die Juden zu dem Geheilten zu sagen: „Es ist Sabbat, und es ist dir nicht erlaubt, das Tragbett zu tragen.“ 11 Er aber antwortete ihnen: „Derjenige, der mich gesund gemacht hat, hat zu mir gesagt: ‚Heb dein Tragbett auf, und geh umher.‘ “ 12 Sie fragten ihn: „Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: ‚Heb es auf, und geh umher.‘?“ 13 Der Geheilte wußte aber nicht, wer es war, denn Jesus hatte sich weggewandt, da an dem Ort eine Volksmenge war.14 Nach diesen Dingen fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: „Siehe, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.“ 15 Der Mensch ging weg und sagte den Juden, daß es Jesus sei, der ihn gesund gemacht habe. 16 Und deswegen gingen die Juden daran, Jesus zu verfolgen, weil er diese Dinge am Sabbat tat.
ALS die religiösen Führer der Juden Jesus anklagen, den Sabbat zu brechen, antwortet er: „Mein Vater hat bis jetzt fortwährend gewirkt, und ich wirke fortwährend.“
Das Werk Jesu fällt nicht, wie die Pharisäer behaupten, unter die Tätigkeiten, die das Sabbatgesetz verbietet. Gott hat ihm das Werk des Predigens und Heilens aufgetragen, und da Jesus das Beispiel Gottes nachahmt, wirkt er jeden Tag. Seine Antwort steigert jedoch noch den Zorn der Juden, und sie suchen ihn zu töten. Warum?
Sie sind jetzt nicht nur der Ansicht, Jesus breche den Sabbat, sondern sie halten auch seine Behauptung, Gottes eigener Sohn zu sein, für eine Gotteslästerung. Doch furchtlos gibt Jesus ihnen weitere Auskunft über sein begünstigtes Verhältnis zu Gott. „Der Vater hat Zuneigung zum Sohn“, sagt er, „und zeigt ihm alle Dinge, die er selbst tut.“
„So, wie der Vater die Toten auferweckt“, fährt Jesus fort, „so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will.“ Der Sohn weckt tatsächlich bereits die geistig Toten auf. „Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, . . . ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen.“ Weiter sagt er: „Die Stunde kommt, und sie ist jetzt, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die darauf geachtet haben, werden leben.“
Es wird zwar nirgendwo berichtet, daß Jesus bereits jemand buchstäblich von den Toten auferweckt hat, aber er sagt seinen Anklägern, daß es eine buchstäbliche Auferstehung der Toten geben wird: „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden.“
Bis jetzt hat Jesus noch nie so ausführlich und genau beschrieben, welch wichtige Rolle er in Gottes Vorsatz spielt. Doch Jesu Ankläger haben nicht nur sein eigenes Zeugnis über diese Dinge. „Ihr habt Leute zu Johannes gesandt“, erinnert Jesus sie, „und er hat Zeugnis für die Wahrheit abgelegt.“
Zwei Jahre zuvor hat Johannes der Täufer diesen religiösen Führern der Juden von demjenigen erzählt, der nach ihm kommen sollte. Jesus führt ihnen vor Augen, welch große Achtung sie vor dem jetzt eingesperrten Johannes hatten, und sagt: „Ihr wolltet euch eine kurze Zeit in seinem Licht sehr freuen.“ Er ruft ihnen diese Dinge in den Sinn zurück, um ihnen zu helfen, ja sie zu retten. Aber er ist nicht auf das Zeugnis des Johannes angewiesen.
„Die Werke selbst, die ich tue [einschließlich des Wunders, das er gerade gewirkt hat], legen Zeugnis über mich ab, daß der Vater mich gesandt hat.“ Dann erklärt Jesus: „Auch hat der Vater selbst, der mich gesandt hat, Zeugnis über mich abgelegt.“ Das hatte Gott beispielsweise bei der Taufe Jesu getan, als er sagte: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte.“
Die Ankläger Jesu haben wirklich keine Entschuldigung dafür, daß sie ihn verwerfen. Die Schriften, die sie angeblich erforschen, legen Zeugnis über ihn ab. „Wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben“, sagt Jesus zum Schluß, „denn jener schrieb über mich. Doch wenn ihr dessen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“
Johannes 5:17-47Er aber antwortete ihnen: „Mein Vater hat bis jetzt fortwährend gewirkt, und ich wirke fortwährend.“ 18 Deswegen suchten die Juden tatsächlich um so mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern Gott auch seinen eigenen Vater nannte, wodurch er sich Gott gleichmachte.19 Daher fuhr Jesus fort, ihnen zu antworten und zu sagen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann gar nichts aus sich selbst tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht. Denn was immer jener tut, das tut auch der Sohn in gleicher Weise. 20 Denn der Vater hat Zuneigung zum Sohn und zeigt ihm alle Dinge, die er selbst tut, und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, so daß ihr euch wundern mögt. 21 Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet überhaupt niemand, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, so wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen.25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist jetzt, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die darauf geachtet haben, werden leben. 26 Denn so, wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gewährt, Leben in sich selbst zu haben. 27 Und er hat ihm Gewalt gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. 28 Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts. 30 Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen [zu tun], der mich gesandt hat.31 Wenn ich allein über mich Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis nicht wahr. 32 Da ist ein anderer, der Zeugnis über mich ablegt, und ich weiß, daß das Zeugnis, das er über mich ablegt, wahr ist. 33 Ihr habt Leute zu Johạnnes gesandt, und er hat Zeugnis für die Wahrheit abgelegt. 34 Ich aber nehme nicht das Zeugnis von einem Menschen an, sondern ich sage diese Dinge, damit ihr gerettet werdet. 35 Jener war eine brennende und leuchtende Lampe, und ihr wolltet euch eine kurze Zeit in seinem Licht sehr freuen. 36 Ich aber habe das Zeugnis, das größer ist als das des Johạnnes, denn gerade die Werke, die mein Vater mir zu vollbringen aufgetragen hat, die Werke selbst, die ich tue, legen Zeugnis über mich ab, daß der Vater mich gesandt hat. 37 Auch hat der Vater selbst, der mich gesandt hat, Zeugnis über mich abgelegt. Ihr habt weder seine Stimme jemals gehört noch seine Gestalt gesehen; 38 und ihr habt sein Wort nicht bleibend in euch, denn gerade dem, den er gesandt hat, glaubt ihr nicht.39 Ihr erforscht die Schriften, weil ihr denkt, daß ihr durch sie ewiges Leben haben werdet; und gerade diese sind es, die über mich Zeugnis ablegen. 40 Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. 41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen an, 42 aber ich weiß wohl, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt mich nicht auf; wenn jemand anders in seinem eigenen Namen käme, so würdet ihr diesen aufnehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, wenn ihr voneinander Ehre annehmt und nicht die Ehre sucht, die vom alleinigen Gott kommt? 45 Denkt nicht, daß ich euch beim Vater anklagen werde; da ist einer, der euch anklagt, Moses, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 46 In der Tat, wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben, denn jener schrieb über mich. 47 Doch wenn ihr dessen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“
1:19-27Dies nun ist das Zeugnis des Johạnnes, als die Juden Priester und Levịten aus Jerusalem zu ihm sandten, um ihn zu fragen: „Wer bist du?“ 20 Und er bekannte und leugnete nicht, sondern bekannte: „Ich bin nicht der Christus.“ 21 Und sie fragten ihn: „Was denn? Bist du Elịa?“ Und er sprach: „Ich bin es nicht.“ „Bist du DER PROPHET?“ Und er antwortete: „Nein!“ 22 Daher sagten sie zu ihm: „Wer bist du? Damit wir denen Antwort geben können, die uns gesandt haben. Was sagst du über dich selbst?“ 23 Er sprach: „Ich bin eine Stimme jemandes, der in der Wildnis ruft: ‚Macht den Weg Jehovas gerade‘, so wie es Jesaja, der Prophet, gesagt hat.“ 24 Die Abgesandten nun waren von den Pharisäern. 25 Da befragten sie ihn und sagten zu ihm: „Warum taufst du denn, wenn du selbst nicht der Christus oder Elịa oder DER PROPHET bist?“ 26 Johạnnes antwortete ihnen, indem er sprach: „Ich taufe im Wasser. Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt, 27 der hinter mir her Kommende, dem den Riemen seiner Sandale zu lösen ich nicht würdig bin.“
Matthäus 3:17Siehe! Da kam auch eine Stimme aus den Himmeln, welche sprach: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“
SCHON bald verlassen Jesus und seine Jünger Jerusalem, um wieder nach Galiläa zurückzukehren. Es ist Frühling, und auf den Feldern steht das Getreide auf dem Halm. Da die Jünger Hunger haben, pflücken sie Ähren und essen die Körner. Doch es ist Sabbat, und ihr Tun bleibt nicht unbeobachtet.
Die religiösen Führer in Jerusalem haben gerade versucht, Jesus zu töten, weil er den Sabbat verletzt haben soll. Jetzt bringen die Pharisäer eine Anklage vor: „Siehe! Deine Jünger tun etwas, was am Sabbat zu tun nicht erlaubt ist.“
Die Pharisäer behaupten, Ähren zu pflücken und sie in der Hand zu zerreiben sei mit Ernten und Dreschen gleichzusetzen. Ihre strenge Auslegung dessen, was als Arbeit zu betrachten sei, hat den Sabbat, der als Zeit der Freude und der Erbauung im Glauben gedacht war, zu einer Bürde gemacht. Jesus zeigt ihnen daher anhand biblischer Beispiele, daß Jehova Gott keine derart strenge Handhabung seines Sabbatgesetzes beabsichtigte.
Als David und seine Männer hungrig gewesen seien, sagt Jesus, hätten sie die Brote der Darbringung aus der Stiftshütte gegessen. Die Laibe lagen nicht mehr vor Jehova, sondern waren bereits durch frisches Brot ersetzt worden und waren eigentlich den Priestern vorbehalten. Doch aufgrund der Umstände wurden David und seine Männer nicht dafür verurteilt, daß sie sie aßen.
Jesus führt ein weiteres Beispiel an: „Habt ihr in dem GESETZ nicht gelesen, daß an den Sabbaten die Priester im Tempel den Sabbat nicht heiligen und dabei schuldlos bleiben? “ Ja, sogar am Sabbat müssen die Priester im Tempel schlachten und andere Arbeiten verrichten, um die Tieropfer vorzubereiten. „Doch ich sage euch“, erklärt Jesus, „daß etwas Größeres als der Tempel hier ist.“
Dann richtet er folgende mahnende Worte an die Pharisäer: „Wenn ihr aber verstanden hättet, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer‘, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben.“ Zum Schluß sagt er: „Denn der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“ Was meint Jesus? Er bezieht sich damit auf seine tausendjährige friedliche Königreichsherrschaft.
Die Menschheit leidet jetzt bereits seit 6 000 Jahren unter der bedrückenden Sklaverei Satans, und Gewalttätigkeit und Krieg sind an der Tagesordnung. Der große Sabbat während der Herrschaft Christi wird dagegen eine Zeit der Ruhe von all diesen Leiden und der Bedrückung sein.
Matthäus 12:1-8Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Getreidefelder. Seine Jünger wurden hungrig und fingen an, Ähren abzupflücken und zu essen. 2 Als die Pharisäer dies sahen, sagten sie zu ihm: „Siehe! Deine Jünger tun etwas, was am Sabbat zu tun nicht erlaubt ist.“ 3 Er sprach zu ihnen: „Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und die Männer, die bei ihm waren, hungerte? 4 Wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die Brote der Darbringung aßen, etwas, was zu essen ihm nicht erlaubt war noch denen, die bei ihm waren, sondern nur den Priestern? 5 Oder habt ihr in dem GESETZ nicht gelesen, daß an den Sabbaten die Priester im Tempel den Sabbat nicht heiligen und dabei schuldlos bleiben? 6 Doch ich sage euch, daß etwas Größeres als der Tempel hier ist. 7 Wenn ihr aber verstanden hättet, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer‘, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. 8 Denn der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“
3. Mose 24:5-9Und du sollst Feinmehl nehmen und es zu zwölf ringförmigen Kuchen backen. Aus zwei zehntel Ẹpha sollte jeder ringförmige Kuchen bestehen. 6 Und du sollst sie in zwei Aufschichtungen, sechs in einer Aufschichtung, auf den aus purem Gold [bestehenden] Tisch vor Jehova legen. 7 Und du sollst lauteres, duftendes Harz auf jede Aufschichtung tun, und es soll als das Brot zu einem Erinnerungsteil dienen, ein Feueropfer für Jehova. 8 An einem Sabbattag nach dem anderen sollte er es beständig vor Jehova herrichten. Es ist ein auf unabsehbare Zeit mit den Söhnen Israels [geschlossener] Bund. 9 Und es soll Aaron und seinen Söhnen gehören, und sie sollen es an heiliger Stätte essen, denn es ist etwas Hochheiliges für ihn von Jehovas Feueropfern, als eine Bestimmung auf unabsehbare Zeit.“
1. Samuel 21:1-6Später kam David nach Nob zu Ahimẹlech, dem Priester; und Ahimẹlech begann zu zittern, als er David entgegenkam, und sagte dann zu ihm: „Wie kommt es, daß du allein bist und niemand bei dir ist?“ 2 Darauf sprach David zu Ahimẹlech, dem Priester: „Der König selbst hat mir hinsichtlich einer Sache geboten, und er hat dann zu mir gesagt: ‚Laß niemand auch nur irgend etwas von der Sache wissen, derentwegen ich dich sende und derentwegen ich dir geboten habe.‘ Und ich habe die jungen Männer für den und den Ort bestellt. 3 Und nun, wenn fünf Laibe Brot zu deiner Verfügung sind, so gib sie mir in die Hand, oder was immer sich finden mag.“ 4 Aber der Priester antwortete David und sprach: „Ich habe kein gewöhnliches Brot zur Hand, doch da ist heiliges Brot, vorausgesetzt, daß sich die jungen Männer wenigstens von Frauen enthalten haben.“ 5 Da antwortete David dem Priester und sagte zu ihm: „Doch, die Frauen sind von uns ferngehalten worden, ebenso wie früher, als ich auszog, und die Gefäße der jungen Männer sind noch heilig, obwohl es an sich ein gewöhnlicher Auftrag ist. Und wieviel mehr so heute, da einer in [seinem] Gefäß heilig wird?“ 6 Darauf gab ihm der Priester, was heilig war, weil zufällig kein Brot da war als das Schaubrot, das von [der Stelle] vor Jehova entfernt worden war, damit man am Tag seiner Wegnahme dort frisches Brot auflege.
4. Mose 28:9Am Sabbattag jedoch werden es zwei fehlerlose einjährige männliche Lämmer sein und zwei zehntel Maß Feinmehl als Getreideopfer, mit Öl angefeuchtet, zusammen mit seinem Trankopfer,
Hosea 6:6Denn an liebender Güte habe ich Gefallen gefunden und nicht am Schlachtopfer; und an der Erkenntnis Gottes mehr als an Ganzbrandopfern.
AN EINEM Sabbat besucht Jesus eine Synagoge in der Nähe des Galiläischen Meeres. Unter den Anwesenden ist auch ein Mann mit einer verdorrten Hand. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer beobachten aufmerksam, ob Jesus ihn heilt. Schließlich fragen sie: „Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?“
Die religiösen Führer der Juden vertreten die Ansicht, am Sabbat seien Heilmaßnahmen nur erlaubt, wenn Lebensgefahr bestehe. Sie lehren zum Beispiel, man dürfe am Sabbat weder einen Knochen einrichten noch ein verstauchtes Gelenk bandagieren. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer stellen Jesus nur deshalb diese Frage, weil sie nach einem Vorwand suchen, ihn anzuklagen.
Jesus kennt jedoch ihre Überlegungen. Er weiß auch, daß sie eine extreme, unbiblische Ansicht vertreten, was Tätigkeiten betrifft, die das Sabbatgebot verletzen. Es kommt daher zu einer Auseinandersetzung, als Jesus zu dem Mann mit der verdorrten Hand sagt: „Steh auf und komm in die Mitte.“
Dann wendet sich Jesus an die Schriftgelehrten und die Pharisäer: „Welcher Mensch unter euch, der ein einziges Schaf hat, wird dieses, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreifen und es herausheben?“ Da ein Schaf eine Geldanlage ist, würden sie es nicht bis zum nächsten Tag in der Grube lassen, wo es krank werden könnte, wodurch sie einen Verlust erleiden würden. Außerdem heißt es in der Bibel: „Der Gerechte sorgt für die Seele seines Haustiers.“
Nach diesem Vergleich fährt Jesus fort: „Wenn man alles in Betracht zieht: Wieviel wertvoller ist doch ein Mensch als ein Schaf! Somit ist es erlaubt, am Sabbat etwas Vortreffliches zu tun.“ Die religiösen Führer sind unfähig, diese logische, von Mitgefühl zeugende Schlußfolgerung zu widerlegen, und bleiben stumm.
Empört, aber auch betrübt wegen ihrer Gefühllosigkeit, blickt Jesus um sich. Dann sagt er zu dem Mann: „Strecke deine Hand aus!“ Als dieser die Hand ausstreckt, ist sie geheilt.
Statt sich darüber zu freuen, daß die Hand des Mannes wiederhergestellt wurde, gehen die Pharisäer hinaus und verschwören sich sofort mit den Parteianhängern des Herodes gegen Jesus, um ihn zu töten. Diese politische Partei, zu der offensichtlich auch Sadduzäer gehören, liegt zwar im allgemeinen mit den Pharisäern in offenem Streit, aber in ihrem Widerstand gegen Jesus sind sie fest vereint.
Matthäus 12:9-14Als er von dort wegging, begab er sich in ihre Synagoge; 10 und siehe, ein Mensch mit einer verdorrten Hand. Da fragten sie ihn: „Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?“, damit sie einen Anklagegrund gegen ihn fänden. 11 Er sagte zu ihnen: „Welcher Mensch unter euch, der ein einziges Schaf hat, wird dieses, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreifen und es herausheben? 12 Wenn man alles in Betracht zieht: Wieviel wertvoller ist doch ein Mensch als ein Schaf! Somit ist es erlaubt, am Sabbat etwas Vortreffliches zu tun.“ 13 Darauf sprach er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus!“ Und er streckte sie aus, und sie wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere Hand. 14 Aber die Pharisäer gingen hinaus und hielten Rat gegen ihn, damit sie ihn vernichten könnten.
Markus 3:1-6Wieder einmal betrat er eine Synagoge, und dort war ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. 2 Daher gab man genau acht, um zu sehen, ob er den Menschen am Sabbat heilen würde, damit man ihn anklagen könnte. 3 Da sprach er zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: „Steh auf [und komm] in die Mitte.“ 4 Darauf sagte er zu ihnen: „Ist es erlaubt, am Sabbat eine gute Tat oder eine schlechte Tat zu vollbringen, eine Seele zu retten oder zu töten?“ Sie aber schwiegen. 5 Und nachdem er sie ringsum mit Zorn angeblickt hatte, tief betrübt wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens, sprach er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus!“ Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt. 6 Darauf gingen die Pharisäer hinaus, und sogleich begannen sie, sich mit den Parteianhängern des Herodes gegen ihn zu beraten, um ihn zu vernichten.
Lukas 6:6-11Im Verlauf eines anderen Sabbats begab er sich in die Synagoge und begann zu lehren. Und dort war ein Mensch zugegen, dessen rechte Hand verdorrt war. 7 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer beobachteten ihn nun genau, um zu sehen, ob er am Sabbat heilen würde, damit sie etwas fänden, ihn anzuklagen. 8 Er aber erkannte ihre Überlegungen, dennoch sagte er zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: „Steh auf, und tritt in die Mitte.“ Und er erhob sich und stand da. 9 Dann sagte Jesus zu ihnen: „Ich frage euch: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Schaden zu stiften, eine Seele zu retten oder zu vernichten?“ 10 Und nachdem er sie alle ringsum angeblickt hatte, sprach er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus!“ Er tat es, und seine Hand wurde wiederhergestellt. 11 Sie aber wurden von wahnsinnigem Zorn erfüllt, und sie begannen untereinander zu besprechen, was sie wohl Jesus tun könnten.
Sprüche 12:10Der Gerechte sorgt für die Seele seines Haustiers, aber die Erbarmungen der Bösen sind grausam.
2. Mose 20:8-10Des Sabbattages gedenkend, um ihn heiligzuhalten, 9 sollst du sechs Tage Dienst leisten und all deine Arbeit tun. 10 Aber der siebte Tag ist ein Sabbat für Jehova, deinen Gott. Du sollst keinerlei Arbeit tun, [weder] du noch dein Sohn, noch deine Tochter, [noch] dein Sklave, noch deine Sklavin, noch dein Haustier, noch dein ansässiger Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist.
ALS Jesus erfährt, daß die Pharisäer und die Parteianhänger des Herodes ihn töten wollen, zieht er sich mit seinen Jüngern an das Galiläische Meer zurück. Hier strömen große Volksmengen aus ganz Palästina und sogar aus anderen Gebieten zu ihm. Er heilt viele, so daß alle, die ein lästiges Leiden haben, auf ihn eindrängen, um ihn anzurühren.
Jesus weist seine Jünger an, wegen der großen Volksmenge stets ein Boot für ihn bereitzuhalten. Dadurch, daß er vom Strand wegrudert, kann er die Massen daran hindern, ihn zu bedrängen. Er kann sie vom Boot aus belehren oder sich in ein anderes Gebiet am Ufer begeben, um den Menschen dort zu helfen.
Der Jünger Matthäus stellt fest, daß sich durch Jesu Tätigkeit das erfüllt, „was durch Jesaja, den Propheten, geredet wurde“. Dann zitiert er die Prophezeiung, die sich an Jesus erfüllt:
„Siehe! Mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat! Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen das Recht erklären. Er wird weder zanken noch schreien, noch wird jemand seine Stimme auf den breiten Straßen hören. Ein zerstoßenes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Flachsdocht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht erfolgreich aussendet. In der Tat, auf seinen Namen werden die Nationen hoffen.“
Jesus ist natürlich der geliebte Knecht, an dem Jehova Wohlgefallen gefunden hat. Und er erklärt deutlich, was das wahre Recht ist, das durch falsche religiöse Traditionen verschleiert wird. Die Pharisäer würden wegen ihrer unberechtigten Anwendung des Gesetzes Gottes am Sabbat nicht einmal einem Kranken zu Hilfe kommen. Jesus befreit die Menschen von der Last bedrückender Traditionen, indem er ihnen klarmacht, was in Gottes Augen recht ist. Deshalb versuchen die religiösen Führer, ihn zu töten.
Was bedeutet es aber, wenn es heißt, er werde ‘weder zanken noch schreien, noch werde jemand seine Stimme auf den breiten Straßen hören’? Wenn Jesus die Menschen heilt, ‘befiehlt er ihnen ausdrücklich, ihn nicht bekannt zu machen’. Er möchte nicht, daß er lautstark auf den Straßen angekündigt wird oder daß entstellte Berichte von Mund zu Mund gehen.
Jesus trägt seine trostreiche Botschaft zu Menschen, die einem zerstoßenen Rohr gleichen, gebeugt sind und niedergetreten werden. Sie sind wie ein glimmender Flachsdocht, dessen letzter Funke fast erloschen ist. Jesus zerbricht das zerstoßene Rohr nicht, noch löscht er den flackernden, rauchenden Flachsdocht aus. Statt dessen richtet er mit Geschick, Zuneigung und Liebe die Sanftmütigen auf. Jesus ist in der Tat derjenige, auf den die Nationen hoffen können.
Matthäus 12:15-21Als Jesus [dies] erfuhr, zog er sich von dort zurück. Viele folgten ihm auch, und er heilte sie alle, 16 doch befahl er ihnen ausdrücklich, ihn nicht bekannt zu machen, 17 damit erfüllt werde, was durch Jesaja, den Propheten, geredet wurde, welcher gesagt hat:18 „Siehe! Mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat! Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen das Recht erklären. 19 Er wird weder zanken noch schreien, noch wird jemand seine Stimme auf den breiten Straßen hören. 20 Ein zerstoßenes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Flachsdocht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht erfolgreich aussendet. 21 In der Tat, auf seinen Namen werden [die] Nationen hoffen.“
Markus 3:7-12Jesus aber zog sich mit seinen Jüngern an das Meer zurück; und eine große Menge aus Galilạ̈a und aus Judạ̈a folgte ihm. 8 Selbst aus Jerusalem und aus Idumạ̈a und von jenseits des Jordan sowie aus der Umgebung von Tỵrus und Sịdon kamen sie in großer Menge zu ihm, als sie davon hörten, wie viele Dinge er tat. 9 Und er sagte zu seinen Jüngern, es solle beständig ein kleines Boot für ihn bereitgehalten werden, damit die Volksmenge ihn nicht dränge. 10 Denn er heilte viele, so daß alle, die ein lästiges Leiden hatten, über ihn herfielen, um ihn anzurühren. 11 Selbst die unreinen Geister fielen vor ihm nieder, wann immer sie ihn sahen, und schrien, indem sie sprachen: „Du bist der Sohn Gottes.
Jesaja 42:1-4Siehe, mein Knecht, an dem ich ständig festhalte! Mein Auserwählter, [an dem] meine Seele Wohlgefallen hat! Ich habe meinen Geist in ihn gelegt. Das Recht wird er für die Nationen hervorbringen. 2 Er wird nicht schreien noch [seine Stimme] erheben, und auf der Straße wird er seine Stimme nicht hören lassen. 3 Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen; und was einen glimmenden Flachsdocht betrifft, er wird ihn nicht auslöschen. In Wahrhaftigkeit wird er das Recht hervorbringen. 4 Er wird nicht verglimmen noch einknicken, bis er auf der Erde das Recht einsetzt; und die Inseln werden auf sein Gesetz harren.
ETWA eineinhalb Jahre sind vergangen, seit Johannes der Täufer Jesus als das Lamm Gottes kenntlich gemacht hat und Jesus mit seinem öffentlichen Predigtwerk begonnen hat. Zu jener Zeit waren Andreas, Simon Petrus, Johannes und möglicherweise Jakobus (der Bruder des Johannes) sowie Philippus und Nathanael (auch Bartholomäus genannt) seine ersten Jünger geworden. Im Laufe der Zeit schlossen sich ihnen viele an und folgten ebenfalls Jesus nach.
Jesus ist jetzt bereit, seine Apostel auszuwählen. Sie werden seine engsten Gefährten sein, die er besonders schult. Doch bevor er seine Wahl trifft, begibt er sich auf einen Berg. Dort verbringt er die ganze Nacht im Gebet und bittet wahrscheinlich um Weisheit und um Gottes Segen. Als es Tag wird, ruft er seine Jünger und wählt aus ihnen 12 aus. Da sie jedoch immer noch Jesu Schüler sind, werden sie weiterhin Jünger genannt.
Zu denen, für die sich Jesus entschieden hat, gehört neben seinen ersten sechs Jüngern, die bereits namentlich genannt wurden, auch Matthäus, den Jesus berief, als er im Steuerbüro saß. Bei den fünf anderen handelt es sich um Judas (auch Thaddäus genannt), Judas Iskariot, Simon, den Kananäer, Thomas und Jakobus, den Sohn des Alphäus. Dieser wird auch Jakobus der Geringere genannt, vielleicht weil er von kleinerer Statur oder jünger ist als der andere Apostel Jakobus.
Diese 12 sind schon eine gewisse Zeit mit Jesus zusammengewesen, und er kennt sie gut. Einige von ihnen sind sogar mit ihm verwandt. Jakobus und sein Bruder Johannes sind wahrscheinlich seine Cousins. Möglicherweise war Alphäus der Bruder Josephs, des Pflegevaters Jesu. Dann wäre der Sohn des Alphäus, der Apostel Jakobus, ebenfalls ein Cousin Jesu.
Jesus hat natürlich keine Schwierigkeiten, sich die Namen seiner Apostel zu merken. Weißt du sie noch? Nun, erinnere dich, daß zwei Simon heißen, zwei Jakobus und zwei Judas, daß Simons Bruder Andreas heißt und der Bruder des Jakobus Johannes. Das ist der Schlüssel, sich acht Apostel zu merken. Die übrigen vier sind ein Steuereinnehmer (Matthäus), einer, der später einmal zweifelte (Thomas), einer, der unter einem Baum berufen wurde (Nathanael), und dessen Freund Philippus.
Elf der Apostel stammen aus Galiläa, dem Heimatgebiet Jesu. Nathanael ist aus Kana. Philippus, Petrus und Andreas kommen ursprünglich aus Bethsaida. Petrus und Andreas ziehen später nach Kapernaum, wo anscheinend auch Matthäus wohnt. Jakobus und Johannes waren Fischer und wohnen wahrscheinlich ebenfalls in oder bei Kapernaum. Judas Iskariot, der Jesus später verrät, scheint der einzige Apostel aus Judäa zu sein.
Markus 3:13-19Und er stieg auf einen Berg und rief diejenigen, die er wollte, zu sich, und sie gingen zu ihm hin. 14 Und er bildete [eine Gruppe von] zwölf, denen er auch den Namen „Apostel“ gab, damit sie bei ihm blieben und damit er sie aussenden könne, zu predigen 15 und Gewalt zu haben, die Dämọnen auszutreiben.16 Und die [Gruppe der] Zwölf, die er bildete, waren: Sịmon, dem er auch den Beinamen Petrus gab, 17 und Jakobus, der [Sohn] des Zebedạ̈us, und Johạnnes, der Bruder des Jakobus (diesen gab er auch den Beinamen Boanẹrges, was Donnersöhne bedeutet), 18 und Andreas und Philịppus und Bartholomạ̈us und Matthạ̈us und Thomas und Jakobus, der [Sohn] des Alphạ̈us, und Thaddạ̈us und Sịmon, der Kananạ̈er, 19 und Judas Iskạriot, der ihn später verriet.Und er ging in ein Haus.
Lukas 6:12-16Im Verlauf dieser Tage ging er hinaus auf den Berg, um zu beten, und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. 13 Als es aber Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus, denen er auch den Namen „Apostel“ gab: 14 Sịmon, dem er auch den Namen Petrus gab, und Andreas, seinen Bruder, und Jakobus und Johạnnes und Philịppus und Bartholomạ̈us 15 und Matthạ̈us und Thomas und Jakobus, [den Sohn] des Alphạ̈us, und Sịmon, welcher „der Eiferer“ genannt wird, 16 und Judas, [den Sohn] des Jakobus, und Judas Iskạriot, der zum Verräter wurde.
Da dieses Kapitel recht lang ist, werde ich es aufteilen
Die berühmteste Predigt, die je gehalten wurde
DIE Szene ist eine der bekanntesten der ganzen Bibel: Jesus sitzt an einem Abhang und hält seine berühmte Bergpredigt. Der Ort liegt in der Nähe des Galiläischen Meeres, wahrscheinlich in der Umgebung von Kapernaum. Nachdem Jesus die ganze Nacht gebetet hat, erwählt er 12 seiner Jünger zu Aposteln. Dann begibt er sich mit ihnen allen an einen ebenen Platz auf dem Berg.
Man sollte eigentlich annehmen, daß Jesus jetzt sehr müde ist und ein wenig schlafen möchte. Es hat sich jedoch eine große Volksmenge versammelt. Einige sind aus Judäa und Jerusalem gekommen und haben somit etwa 100 Kilometer zurückgelegt. Andere stammen aus den Hafenstädten Tyrus und Sidon, die im Norden liegen. Sie haben sich hier eingefunden, um Jesus zu hören und um von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Sogar Menschen, die von Dämonen, den bösen Engeln Satans, belästigt werden, sind darunter.
Als Jesus hinuntergeht, drängen sich die Kranken in seine Nähe, um ihn zu berühren, und er heilt sie alle. Später steigt Jesus offensichtlich wieder etwas höher auf den Berg hinauf. Dort setzt er sich nieder und beginnt die Volksmenge zu belehren, die sich auf dem ebenen Platz vor ihm befindet. Und denke nur, kein einziger unter seinen Zuhörern leidet mehr an einer schweren Krankheit!
Die Menschen warten gespannt darauf, den Lehrer zu hören, der diese erstaunlichen Wunder wirken kann. Jesus hält seine Predigt jedoch hauptsächlich zum Nutzen seiner Jünger, die wahrscheinlich in seiner unmittelbaren Nähe Platz genommen haben. Doch damit auch wir noch etwas davon haben, wurde sie von Matthäus und Lukas aufgezeichnet.
Der von Matthäus verfaßte Bericht über die Predigt ist etwa viermal so lang wie der von Lukas. Bestimmte Teile aus der Aufzeichnung des Matthäus werden von Lukas einer anderen Zeit des Dienstes Jesu zugeordnet, was einem Vergleich von Matthäus 6:9-13 mit Lukas 11:1-4 und von Matthäus 6:25-34 mit Lukas 12:22-31 zu entnehmen ist. Das sollte uns jedoch nicht überraschen. Jesus lehrte dieselben Dinge offensichtlich mehr als einmal, und Lukas hat einige Lehren in einem anderen Zusammenhang aufgezeichnet.
Jesu Bergpredigt ist nicht nur wegen des tiefgründigen Inhalts so wertvoll, sondern auch deshalb, weil er die Wahrheiten so einfach und verständlich darlegt. Er bezieht sich auf alltägliche Begebenheiten und auf Dinge, mit denen die Menschen vertraut sind. Dadurch können alle, die noch besser gemäß Gottes Willen leben möchten, seine Gedanken leicht verstehen.
Jeder möchte glücklich sein. Da sich Jesus dessen bewußt ist, beschreibt er zu Beginn seiner Bergpredigt, wer wirklich glücklich ist. Wir können uns vorstellen, wie sehr das von Anfang an seine große Zuhörerschaft fesselt. Dennoch müssen seine einleitenden Worte vielen widersprüchlich erscheinen.
Jesus richtet seine Äußerungen an seine Jünger und beginnt wie folgt: „Glücklich seid ihr Armen, denn euer ist das Königreich Gottes. Glücklich seid ihr, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. Glücklich seid ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Glücklich seid ihr, wann immer die Menschen euch hassen . . . Freut euch an jenem Tag, und hüpft; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel.“
Das ist der Bericht des Lukas über die Einleitung der Predigt Jesu. Aber gemäß dem Bericht des Matthäus sagt Jesus auch, daß die Mildgesinnten, die Barmherzigen, diejenigen, die reinen Herzens sind, und die Friedsamen glücklich sind. Wie Jesus erklärt, sind sie glücklich, denn sie werden die Erde erben, ihnen wird Barmherzigkeit erwiesen werden, sie werden Gott sehen und werden Söhne Gottes genannt werden.
Wenn Jesus vom Glücklichsein spricht, meint er jedoch nicht einfach, heiter und vergnügt zu sein, als ob es darum ginge, sich zu amüsieren. Wahres Glück geht tiefer; es bedeutet Zufriedenheit, das Gefühl der Befriedigung und Erfüllung im Leben.
Die wirklich Glücklichen sind, wie Jesus zeigt, Menschen, die ihre geistigen Bedürfnisse erkennen, traurig sind über ihren sündhaften Zustand und Gott kennenlernen und ihm dann dienen. Ja selbst wenn sie gehaßt oder verfolgt werden, weil sie Gottes Willen tun, sind sie glücklich, denn sie wissen, daß sie Gott gefallen und seinen Lohn, ewiges Leben, erhalten werden.
Viele Leute von heute gleichen einem Großteil der Zuhörer Jesu, weil sie glauben, der Mensch sei glücklich, wenn er vermögend und erfolgreich sei und sein Vergnügen habe. Jesus dagegen weiß es besser. Er zeigt einen Gegensatz auf, der wohl viele seiner Zuhörer überrascht:
„Wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt bereits euren vollen Trost. Wehe euch, die ihr jetzt satt seid, denn ihr werdet hungern. Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen. Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden, denn desgleichen taten ihre Vorväter den falschen Propheten.“
Was will Jesus damit sagen? Warum ist es ein Unheil, reich zu sein, lachend Vergnügungen nachzugehen und den Beifall der Menschen zu genießen? Dem ist so, weil im Leben eines Menschen, der diese Dinge hat und ihnen zugetan ist, der Dienst für Gott, der allein wahres Glück bringt, ausgeklammert wird. Andererseits will Jesus nicht sagen, ein Mensch sei allein dadurch glücklich, daß er arm und hungrig sei oder trauere. Oft gehen jedoch solche benachteiligten Menschen auf Jesu Lehren ein und werden dadurch mit wahrem Glück gesegnet.
Als nächstes wendet sich Jesus an seine Jünger mit den Worten: „Ihr seid das Salz der Erde.“ Natürlich meint er nicht, sie seien buchstäbliches Salz. Salz ist ein Konservierungsstoff. Beim Tempel Jehovas lag neben dem Altar ein großer Haufen Salz, und die dort amtierenden Priester nahmen davon, um die Opfer zu salzen.
Die Jünger Jesu sind insofern das „Salz der Erde“, als sie einen lebenerhaltenden Einfluß auf die Menschen ausüben. Ja, die Botschaft, die sie verkündigen, wird bewirken, daß alle, die darauf eingehen, am Leben erhalten werden. Sie wird in ihr Leben Beständigkeit, Loyalität und Treue bringen und sie vor geistigem und moralischem Verfall bewahren.
„Ihr seid das Licht der Welt“, sagt Jesus zu seinen Jüngern. Eine Lampe stellt man nicht unter ein Gefäß, sondern auf einen Leuchter. Daher sagt Jesus: „Ebenso laßt euer Licht vor den Menschen leuchten.“ Jesu Jünger tun das, indem sie öffentlich Zeugnis ablegen und durch einen den biblischen Grundsätzen entsprechenden Lebenswandel als leuchtendes Vorbild dienen.