Jesus - der größte Mensch der je lebte
Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte
Ein hoher Maßstab für seine Nachfolger
In den Augen der religiösen Führer ist Jesus ein Übertreter des Gesetzes Gottes, und sie sind sogar übereingekommen, ihn zu töten. Jesus sagt daher, als er mit seiner Bergpredigt fortfährt: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen.“
Jesus hat höchste Achtung vor Gottes Gesetz und fordert das auch von anderen. So sagt er: „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden“, d. h., ein solcher wird überhaupt nicht in das Königreich eingehen.
Jesus mißachtet keineswegs Gottes Gesetz; er verurteilt sogar jede Geisteshaltung, die dazu beiträgt, daß jemand es bricht. Er führt an, daß es im Gesetz heißt: „Du sollst nicht morden“, und fügt dann hinzu: „Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen.“
Da es eine so ernste Sache ist, seinem Mitmenschen fortgesetzt zu zürnen — es kann sogar zu Mord führen —, veranschaulicht Jesus, wie weit man um des Friedens willen gehen soll. Seine Anweisung lautet: „Wenn du nun deine [Opfer-]Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.“
Jesus lenkt nun die Aufmerksamkeit auf das siebente der Zehn Gebote: „Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ “ Er verurteilt jedoch schon die Bereitschaft zum Ehebruch: „Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat.“
Es geht hier nicht bloß um einen vorübergehenden unmoralischen Gedanken, sondern darum, jemand ‘fortwährend anzusehen’. Solch ständiges Betrachten weckt leidenschaftliche Begierden, die bei passender Gelegenheit zum Ehebruch führen können. Wie kann man das verhindern? Jesus veranschaulicht, welch extreme Maßnahmen erforderlich sein mögen: „Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg. . . . Und wenn deine rechte Hand dich straucheln macht, so hau sie ab und wirf sie von dir weg.“
Viele Menschen sind bereit, ein erkranktes buchstäbliches Glied zu opfern, um ihr Leben zu retten. Gemäß Jesu Worten ist es jedoch noch wichtiger, wirklich alles ‘wegzuwerfen’, selbst etwas so Wertvolles wie ein Auge oder eine Hand, um sich vor unmoralischem Denken und Handeln zu hüten. Andernfalls, so sagt Jesus, würde man in die Gehenna (ein brennender Müllplatz bei Jerusalem) geworfen, was ewige Vernichtung symbolisiert.
Jesus spricht auch über den Umgang mit Personen, die Schaden stiften und Kränkung verursachen. „Widersteht nicht dem, der böse ist“, lautet sein Rat. „Wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu.“ Jesus meint damit nicht, daß man sich oder seine Angehörigen nicht verteidigen darf, wenn man angegriffen wird. Ein solcher Schlag soll den anderen nicht körperlich verletzen, sondern beleidigen. Christus wollte zeigen, daß es verkehrt wäre, zurückzuschlagen, wenn jemand versuchen würde, einen durch buchstäbliche Schläge mit der flachen Hand oder durch beleidigende Worte herauszufordern.
Nachdem Jesus die Aufmerksamkeit auf Gottes Gesetz, seinen Nächsten zu lieben, gelenkt hat, sagt er: „Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen.“ Er gibt dafür auch einen überzeugenden Grund an: „Damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen . . . läßt.“
Jesus schließt diesen Teil seiner Bergpredigt mit der Ermahnung ab: „Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ Er meint damit nicht, daß wir in absolutem Sinne vollkommen sein können. Wer Gott nachahmt, kann jedoch in seiner Liebe so weit werden, daß sie sogar Feinde einschließt. In dem von Lukas verfaßten Parallelbericht werden Jesu Worte wie folgt wiedergegeben: „Fahrt fort, barmherzig zu werden, wie euer Vater barmherzig ist.“
In den Augen der religiösen Führer ist Jesus ein Übertreter des Gesetzes Gottes, und sie sind sogar übereingekommen, ihn zu töten. Jesus sagt daher, als er mit seiner Bergpredigt fortfährt: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen.“
Jesus hat höchste Achtung vor Gottes Gesetz und fordert das auch von anderen. So sagt er: „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden“, d. h., ein solcher wird überhaupt nicht in das Königreich eingehen.
Jesus mißachtet keineswegs Gottes Gesetz; er verurteilt sogar jede Geisteshaltung, die dazu beiträgt, daß jemand es bricht. Er führt an, daß es im Gesetz heißt: „Du sollst nicht morden“, und fügt dann hinzu: „Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen.“
Da es eine so ernste Sache ist, seinem Mitmenschen fortgesetzt zu zürnen — es kann sogar zu Mord führen —, veranschaulicht Jesus, wie weit man um des Friedens willen gehen soll. Seine Anweisung lautet: „Wenn du nun deine [Opfer-]Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.“
Jesus lenkt nun die Aufmerksamkeit auf das siebente der Zehn Gebote: „Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ “ Er verurteilt jedoch schon die Bereitschaft zum Ehebruch: „Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat.“
Es geht hier nicht bloß um einen vorübergehenden unmoralischen Gedanken, sondern darum, jemand ‘fortwährend anzusehen’. Solch ständiges Betrachten weckt leidenschaftliche Begierden, die bei passender Gelegenheit zum Ehebruch führen können. Wie kann man das verhindern? Jesus veranschaulicht, welch extreme Maßnahmen erforderlich sein mögen: „Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg. . . . Und wenn deine rechte Hand dich straucheln macht, so hau sie ab und wirf sie von dir weg.“
Viele Menschen sind bereit, ein erkranktes buchstäbliches Glied zu opfern, um ihr Leben zu retten. Gemäß Jesu Worten ist es jedoch noch wichtiger, wirklich alles ‘wegzuwerfen’, selbst etwas so Wertvolles wie ein Auge oder eine Hand, um sich vor unmoralischem Denken und Handeln zu hüten. Andernfalls, so sagt Jesus, würde man in die Gehenna (ein brennender Müllplatz bei Jerusalem) geworfen, was ewige Vernichtung symbolisiert.
Jesus spricht auch über den Umgang mit Personen, die Schaden stiften und Kränkung verursachen. „Widersteht nicht dem, der böse ist“, lautet sein Rat. „Wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu.“ Jesus meint damit nicht, daß man sich oder seine Angehörigen nicht verteidigen darf, wenn man angegriffen wird. Ein solcher Schlag soll den anderen nicht körperlich verletzen, sondern beleidigen. Christus wollte zeigen, daß es verkehrt wäre, zurückzuschlagen, wenn jemand versuchen würde, einen durch buchstäbliche Schläge mit der flachen Hand oder durch beleidigende Worte herauszufordern.
Nachdem Jesus die Aufmerksamkeit auf Gottes Gesetz, seinen Nächsten zu lieben, gelenkt hat, sagt er: „Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen.“ Er gibt dafür auch einen überzeugenden Grund an: „Damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen . . . läßt.“
Jesus schließt diesen Teil seiner Bergpredigt mit der Ermahnung ab: „Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ Er meint damit nicht, daß wir in absolutem Sinne vollkommen sein können. Wer Gott nachahmt, kann jedoch in seiner Liebe so weit werden, daß sie sogar Feinde einschließt. In dem von Lukas verfaßten Parallelbericht werden Jesu Worte wie folgt wiedergegeben: „Fahrt fort, barmherzig zu werden, wie euer Vater barmherzig ist.“
Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte
Gebet und Gottvertrauen
Im weiteren Verlauf seiner Predigt verurteilt Jesus die Heuchelei derjenigen, die ihre vermeintliche Gottergebenheit zur Schau stellen. „Wenn du also Gaben . . . spendest“, sagt er, „so posaune nicht vor dir her, wie es die Heuchler . . . tun.“
Jesus fährt fort: „Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden.“ Seine Anweisung lautet: „Wenn du betest, geh in deinen Privatraum, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist.“ Da Jesus selbst öffentliche Gebete sprach, verurteilt er diese nicht. Er prangert jedoch Gebete an, die jemand spricht, um die Zuhörenden zu beeindrucken und ihre Bewunderung auf sich zu ziehen.
Des weiteren gibt Jesus den Rat: „Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen.“ Jesus meint damit nicht, daß Wiederholungen an sich verkehrt seien. Bei einer Gelegenheit sprach er selbst wiederholt „dasselbe Wort“, als er betete. Er mißbilligt es jedoch, auswendig gelernte Sätze „immer und immer wieder“ herzusagen, wie es beispielsweise jemand tut, der den Rosenkranz betet und dabei seine Gebete mechanisch wiederholt.
Um seinen Zuhörern zu zeigen, wie man beten soll, lehrt Jesus sie ein Mustergebet, das sieben Bitten enthält. In den drei ersten werden passenderweise die Souveränität Gottes und seine Vorsätze anerkannt. Es sind Bitten um die Heiligung des Namens Gottes, um das Kommen seines Königreiches und darum, daß sein Wille geschehen möge. Die vier übrigen sind persönliche Bitten um die tägliche Nahrung, um Vergebung von Sünden und daß man nicht über sein Vermögen versucht, sondern vom Bösen befreit werden möge.
Dann zeigt Jesus, daß es zu einer Schlinge werden kann, ungebührlichen Nachdruck auf materiellen Besitz zu legen. Er sagt: „Hört auf, euch Schätze auf der Erde aufzuhäufen, wo Motte und Rost sie verzehren und wo Diebe einbrechen und stehlen.“ Solche Schätze sind nicht nur vergänglich, sondern auch ohne Wert bei Gott.
Er empfiehlt statt dessen: „Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf.“ Das tut man, indem man den Dienst für Gott im Leben an die erste Stelle setzt. Niemand kann einem diese „Schätze“, die auf diese Weise bei Gott aufgehäuft werden, oder die großartige Belohnung wegnehmen. Dann fügt Jesus noch hinzu: „Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“
In Verbindung mit der Schlinge des Materialismus führt Jesus noch folgende Veranschaulichung an: „Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein.“ Ein gesundes Auge ist für den Körper wie eine brennende Lampe an einem dunklen Ort. Damit man jedoch deutlich sehen kann, muß das Auge lauter sein, d. h., es muß sich auf eine Sache genau einstellen. Kann ein Auge nicht scharf sehen, wird man die Dinge nicht richtig abschätzen können. Man wird materielle Bestrebungen vor den Dienst für Gott stellen, wodurch schließlich der ‘ganze Leib’ finster wird.
Jesus krönt das Ganze mit einer ausdrucksstarken Veranschaulichung: „Niemand kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums sein.“
Im Anschluß an diesen Rat versichert Jesus seinen Zuhörern, daß sie sich keine Sorgen um ihre materiellen Bedürfnisse zu machen brauchen, wenn sie den Dienst für Gott an die erste Stelle setzen. „Beobachtet aufmerksam die Vögel des Himmels“, sagt er, „denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie etwas in Vorratshäuser ein; dennoch ernährt sie euer himmlischer Vater.“ Dann stellt er die Frage: „Seid ihr nicht mehr wert als sie?“
Als nächstes verweist Jesus auf die Lilien des Feldes und erwähnt, „daß nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit wie eine von diesen bekleidet war“. Er fährt fort: „Wenn nun Gott die Pflanzen des Feldes . . . so kleidet, wird er nicht vielmehr euch kleiden, ihr Kleingläubigen?“ Daher sagt Jesus abschließend: „Macht euch nie Sorgen und sprecht: ‚Was sollen wir essen?‘ oder: ‚Was sollen wir trinken?‘ oder: ‚Was sollen wir anziehen?‘ . . . Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all diese Dinge benötigt. So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese anderen Dinge werden euch hinzugefügt werden.“
Im weiteren Verlauf seiner Predigt verurteilt Jesus die Heuchelei derjenigen, die ihre vermeintliche Gottergebenheit zur Schau stellen. „Wenn du also Gaben . . . spendest“, sagt er, „so posaune nicht vor dir her, wie es die Heuchler . . . tun.“
Jesus fährt fort: „Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden.“ Seine Anweisung lautet: „Wenn du betest, geh in deinen Privatraum, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist.“ Da Jesus selbst öffentliche Gebete sprach, verurteilt er diese nicht. Er prangert jedoch Gebete an, die jemand spricht, um die Zuhörenden zu beeindrucken und ihre Bewunderung auf sich zu ziehen.
Des weiteren gibt Jesus den Rat: „Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen.“ Jesus meint damit nicht, daß Wiederholungen an sich verkehrt seien. Bei einer Gelegenheit sprach er selbst wiederholt „dasselbe Wort“, als er betete. Er mißbilligt es jedoch, auswendig gelernte Sätze „immer und immer wieder“ herzusagen, wie es beispielsweise jemand tut, der den Rosenkranz betet und dabei seine Gebete mechanisch wiederholt.
Um seinen Zuhörern zu zeigen, wie man beten soll, lehrt Jesus sie ein Mustergebet, das sieben Bitten enthält. In den drei ersten werden passenderweise die Souveränität Gottes und seine Vorsätze anerkannt. Es sind Bitten um die Heiligung des Namens Gottes, um das Kommen seines Königreiches und darum, daß sein Wille geschehen möge. Die vier übrigen sind persönliche Bitten um die tägliche Nahrung, um Vergebung von Sünden und daß man nicht über sein Vermögen versucht, sondern vom Bösen befreit werden möge.
Dann zeigt Jesus, daß es zu einer Schlinge werden kann, ungebührlichen Nachdruck auf materiellen Besitz zu legen. Er sagt: „Hört auf, euch Schätze auf der Erde aufzuhäufen, wo Motte und Rost sie verzehren und wo Diebe einbrechen und stehlen.“ Solche Schätze sind nicht nur vergänglich, sondern auch ohne Wert bei Gott.
Er empfiehlt statt dessen: „Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf.“ Das tut man, indem man den Dienst für Gott im Leben an die erste Stelle setzt. Niemand kann einem diese „Schätze“, die auf diese Weise bei Gott aufgehäuft werden, oder die großartige Belohnung wegnehmen. Dann fügt Jesus noch hinzu: „Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“
In Verbindung mit der Schlinge des Materialismus führt Jesus noch folgende Veranschaulichung an: „Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein.“ Ein gesundes Auge ist für den Körper wie eine brennende Lampe an einem dunklen Ort. Damit man jedoch deutlich sehen kann, muß das Auge lauter sein, d. h., es muß sich auf eine Sache genau einstellen. Kann ein Auge nicht scharf sehen, wird man die Dinge nicht richtig abschätzen können. Man wird materielle Bestrebungen vor den Dienst für Gott stellen, wodurch schließlich der ‘ganze Leib’ finster wird.
Jesus krönt das Ganze mit einer ausdrucksstarken Veranschaulichung: „Niemand kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums sein.“
Im Anschluß an diesen Rat versichert Jesus seinen Zuhörern, daß sie sich keine Sorgen um ihre materiellen Bedürfnisse zu machen brauchen, wenn sie den Dienst für Gott an die erste Stelle setzen. „Beobachtet aufmerksam die Vögel des Himmels“, sagt er, „denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie etwas in Vorratshäuser ein; dennoch ernährt sie euer himmlischer Vater.“ Dann stellt er die Frage: „Seid ihr nicht mehr wert als sie?“
Als nächstes verweist Jesus auf die Lilien des Feldes und erwähnt, „daß nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit wie eine von diesen bekleidet war“. Er fährt fort: „Wenn nun Gott die Pflanzen des Feldes . . . so kleidet, wird er nicht vielmehr euch kleiden, ihr Kleingläubigen?“ Daher sagt Jesus abschließend: „Macht euch nie Sorgen und sprecht: ‚Was sollen wir essen?‘ oder: ‚Was sollen wir trinken?‘ oder: ‚Was sollen wir anziehen?‘ . . . Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all diese Dinge benötigt. So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese anderen Dinge werden euch hinzugefügt werden.“
Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte
Der Weg zum Leben
Wer den Weg gehen möchte, der zum Leben führt, muß Jesu Lehren befolgen. Das ist jedoch nicht leicht. Die Pharisäer neigen zum Beispiel dazu, andere streng zu richten, und wahrscheinlich ahmen viele sie darin nach. Als Jesus seine Bergpredigt fortsetzt, mahnt er daher: „Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden.“
Es ist gefährlich, der Führung der überkritischen Pharisäer zu folgen. Gemäß dem Bericht des Lukas veranschaulicht Jesus diese Gefahr folgendermaßen: „Kann wohl ein Blinder einen Blinden leiten? Werden nicht beide in eine Grube stürzen?“
Anderen gegenüber zu kritisch zu sein, ihre Fehler aufzubauschen und darauf herumzuhacken ist ein ernstes Vergehen. Jesus fragt deshalb: „Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.“
Das bedeutet jedoch nicht, daß Jesu Jünger im Umgang mit anderen kein Unterscheidungsvermögen anzuwenden brauchten, denn Jesus sagt: „Gebt das Heilige nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor.“ Die Wahrheiten aus Gottes Wort sind heilig. In übertragenem Sinne sind sie wie Perlen. Wenn jemand jedoch gleich einem Hund oder einem Schwein keine Wertschätzung für diese kostbaren Wahrheiten hat, sollen sich Jesu Jünger nicht weiter mit diesem Menschen abgeben, sondern nach jemand suchen, der empfänglicher ist.
Jesus hat in seiner Bergpredigt zwar schon einmal über das Gebet gesprochen, jetzt betont er jedoch die Notwendigkeit, darin zu beharren. „Bittet fortwährend“, sagt er, „und es wird euch gegeben werden.“ Um Gottes Bereitschaft, Gebete zu erhören, zu veranschaulichen, fragt Jesus: „Wer ist der Mensch unter euch, den sein Sohn um Brot bittet — er wird ihm doch nicht etwa einen Stein reichen? . . . Darum, wenn ihr, obwohl ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, denen gute Dinge geben, die ihn bitten!“
Als nächstes stellt Jesus eine bekannte Verhaltensregel auf, die gewöhnlich die „Goldene Regel“ genannt wird. Er sagt: „Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun.“ Nach dieser Regel zu leben schließt positives Handeln gegenüber anderen ein, d. h., man muß sie so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.
Daß der Weg zum Leben nicht leicht ist, geht aus folgender Anweisung Jesu hervor: „Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.“
Die Gefahr, irregeleitet zu werden, ist groß. Daher warnt Jesus: „Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe.“ Jesus zeigt, daß genauso, wie gute und schlechte Bäume an ihren Früchten erkannt werden können, auch falsche Propheten an ihrem Wandel und an ihren Lehren erkannt werden können.
Des weiteren erklärt Jesus, daß jemand nicht einfach durch das, was er sagt, sondern durch das, was er tut, zu seinem Jünger wird. Einige behaupten, Jesus sei ihr Herr, aber sie tun nicht den Willen seines Vaters. Auf sie treffen folgende Worte Jesu zu: „Ich [will] ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.“
Schließlich äußert Jesus die denkwürdigen Schlußworte seiner Predigt. Er sagt: „Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und schlugen gegen jenes Haus, aber es stürzte nicht ein, denn es war auf den Felsen gegründet worden.“
Andererseits erklärt Jesus: „Jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, [wird] mit einem törichten Mann verglichen, der sein Haus auf den Sand baute. Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus, und es stürzte ein, und sein Zusammensturz war groß.“
Als Jesus seine Rede beendet hat, sind die Volksmengen über seine Art zu lehren erstaunt, da er sie wie jemand lehrt, der Gewalt hat, und nicht wie ihre religiösen Führer.
Lukas 6:12-23 Im Verlauf dieser Tage ging er hinaus auf den Berg, um zu beten, und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. 13 Als es aber Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus, denen er auch den Namen „Apostel“ gab: 14 Sịmon, dem er auch den Namen Petrus gab, und Andreas, seinen Bruder, und Jakobus und Johạnnes und Philịppus und Bartholomạ̈us 15 und Matthạ̈us und Thomas und Jakobus, [den Sohn] des Alphạ̈us, und Sịmon, welcher „der Eiferer“ genannt wird, 16 und Judas, [den Sohn] des Jakobus, und Judas Iskạriot, der zum Verräter wurde.17 Und er kam mit ihnen herab und stellte sich auf einen ebenen Platz hin, und da war eine große Menge seiner Jünger und eine große Menge Leute aus ganz Judạ̈a und Jerusalem und aus dem Küstenland von Tỵrus und Sịdon, die gekommen waren, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. 18 Auch die, die durch unreine Geister beunruhigt wurden, wurden geheilt. 19 Und alles Volk suchte ihn anzurühren, weil Kraft von ihm ausging und sie alle gesund machte.20 Und er erhob seine Augen zu seinen Jüngern und begann zu sagen:„Glücklich seid ihr Armen, denn euer ist das Königreich Gottes.21 Glücklich seid ihr, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden.Glücklich seid ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.22 Glücklich seid ihr, wann immer die Menschen euch hassen und wann immer sie euch ausschließen und euch schmähen und euren Namen als böse verwerfen um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch an jenem Tag, und hüpft; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel, denn ebenso pflegten ihre Vorväter den Propheten zu tun.
Matthäus 5:1-12Als er die Volksmengen sah, stieg er auf den Berg; und nachdem er sich gesetzt hatte, kamen seine Jünger zu ihm; 2 und er öffnete seinen Mund und begann sie zu lehren, indem er sprach:3 „Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört.4 Glücklich sind die Trauernden, da sie getröstet werden.5 Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden.6 Glücklich sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, da sie gesättigt werden.7 Glücklich sind die Barmherzigen, da ihnen Barmherzigkeit erwiesen wird.8 Glücklich sind die, die reinen Herzens sind, da sie Gott sehen werden.9 Glücklich sind die Friedsamen, da sie ‚Söhne Gottes‘ genannt werden.10 Glücklich sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt worden sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört.11 Glücklich seid ihr, wenn man euch schmäht und euch verfolgt und lügnerisch allerlei Böses gegen euch redet um meinetwillen. 12 Freut euch, und springt vor Freude, da euer Lohn groß ist in den Himmeln; denn ebenso verfolgte man vor euch die Propheten.
Lukas 6:24-26Doch wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt bereits euren vollen Trost.25 Wehe euch, die ihr jetzt satt seid, denn ihr werdet hungern.Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen.26 Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden, denn desgleichen taten ihre Vorväter den falschen Propheten.
Matthäus 5:13-48Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz seine Kraft verliert, wie wird seine Salzkraft wiederhergestellt werden? Es taugt zu nichts weiter, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.14 Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt kann nicht verborgen sein, wenn sie auf einem Berg liegt. 15 Man zündet eine Lampe an und stellt sie nicht unter das Maßgefäß, sondern auf den Leuchter, und sie leuchtet allen, die im Haus sind. 16 Ebenso laßt euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure vortrefflichen Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur e i n kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.21 Ihr habt gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘ 22 Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehẹnna verfallen sein wird.23 Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.25 Sei bereit, dich mit dem, der dich beim Gericht verklagt, eilends zu verständigen, solange du noch mit ihm dorthin unterwegs bist, damit der Kläger dich nicht etwa dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Ich sage es dir als Tatsache: Du wirst von dort bestimmt nicht herauskommen, bis du die letzte Münze von sehr geringem Wert zurückgezahlt hast.27 Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ 28 Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat. 29 Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg. Denn es ist dir nützlicher, daß dir eines deiner Glieder verlorengehe, als daß dein ganzer Leib in die Gehẹnna gestürzt werde. 30 Und wenn deine rechte Hand dich straucheln macht, so hau sie ab und wirf sie von dir weg. Denn es ist nützlicher für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Gehẹnna kommt.31 Außerdem ist gesagt worden: ‚Wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, gebe ihr ein Scheidungszeugnis.‘ 32 Doch ich sage euch, daß jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen wegen Hurerei, sie dem Ehebruch aussetzt, und wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.33 Ferner habt ihr gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht schwören, ohne entsprechend zu handeln, sondern du sollst Jehova deine Gelübde bezahlen.‘ 34 Doch ich sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, 35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. 36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz machen. 37 Euer Wort Ja bedeute einfach ja, euer Nein nein; denn was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist.38 Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Auge um Auge und Zahn um Zahn.‘ 39 Doch ich sage euch: Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu. 40 Und wenn jemand mit dir vor Gericht gehen und dein inneres Kleid in Besitz nehmen will, so überlasse ihm auch dein äußeres Kleid; 41 und wenn jemand mit Befugnis dich für eine Meile zum Dienst zwingt, so gehe mit ihm zwei Meilen. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem ab, der [zinslos] von dir borgen will.43 Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ 44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, 45 damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt. 46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso? 48 Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.
6:1-34Achtet gut darauf, daß ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen beobachtet zu werden; sonst werdet ihr keinen Lohn bei eurem Vater haben, der in den Himmeln ist. 2 Wenn du also Gaben der Barmherzigkeit spendest, so posaune nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen tun, damit sie von den Menschen verherrlicht werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 3 Du aber, wenn du Gaben der Barmherzigkeit spendest, so laß deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, 4 damit deine Gaben der Barmherzigkeit im Verborgenen seien; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten.5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 6 Du hingegen, wenn du betest, geh in deinen Privatraum, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten. 7 Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, daß sie erhört werden, weil sie viele Worte machen. 8 So macht euch ihnen nicht gleich, denn Gott, euer Vater, weiß, welche Dinge ihr benötigt, schon ehe ihr ihn überhaupt bittet.9 Ihr sollt daher auf folgende Weise beten:,Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. 10 Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde. 11 Gib uns heute unser Brot für diesen Tag; 12 und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben. 13 Und bringe uns nicht in Versuchung, sondern befreie uns von dem, der böse ist.‘14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; 15 wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, wird euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.16 Hört auf, wenn ihr fastet, ein trübseliges Gesicht zu machen wie die Heuchler, denn sie verstellen ihr Gesicht, um den Menschen als Fastende zu erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 17 Du aber, wenn du fastest, öle dein Haupt und wasche dein Gesicht, 18 damit du nicht den Menschen als ein Fastender erscheinst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten.19 Hört auf, euch Schätze auf der Erde aufzuhäufen, wo Motte und Rost [sie] verzehren und wo Diebe einbrechen und stehlen. 20 Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf, wo weder Motte noch Rost [sie] verzehren und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. 21 Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.22 Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; 23 wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn in Wirklichkeit das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß ist diese Finsternis!24 Niemand kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums sein.25 Deswegen sage ich euch: Hört auf, euch Sorgen zu machen um eure Seele über das, was ihr essen oder was ihr trinken werdet, oder um euren Leib über das, was ihr anziehen werdet. Bedeutet die Seele nicht mehr als die Speise und der Leib [mehr] als die Kleidung? 26 Beobachtet aufmerksam die Vögel des Himmels, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie [etwas] in Vorratshäuser ein; dennoch ernährt sie euer himmlischer Vater. Seid ihr nicht mehr wert als sie? 27 Wer von euch kann dadurch, daß er sich sorgt, seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzufügen? 28 Auch hinsichtlich der Kleidung, weshalb macht ihr euch Sorgen? Lernt eine Lektion von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht ab, noch spinnen sie; 29 doch sage ich euch, daß nicht einmal Sạlomo in all seiner Herrlichkeit wie eine von diesen bekleidet war. 30 Wenn nun Gott die Pflanzen des Feldes, die heute stehen und morgen in den Ofen geworfen werden, so kleidet, wird er nicht vielmehr euch kleiden, ihr Kleingläubigen? 31 Darum macht euch nie Sorgen und sprecht: ‚Was sollen wir essen?‘ oder: ‚Was sollen wir trinken?‘ oder: ‚Was sollen wir anziehen?‘, 32 denn all diesen Dingen streben die Nationen begierig nach. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all diese Dinge benötigt.33 So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden. 34 Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug.
26:36-45Dann kam Jesus mit ihnen zu der Stelle, die Gethsẹmane hieß, und er sprach zu den Jüngern: „Setzt euch hier nieder, während ich dorthinüber gehe und bete.“ 37 Und er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedạ̈us mit und fing an, betrübt und schmerzlich beunruhigt zu sein. 38 Dann sprach er zu ihnen: „Meine Seele ist tief betrübt, ja bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir.“ 39 Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht, betete und sprach: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“40 Und er kam zu den Jüngern und fand sie schlafend, und er sprach zu Petrus: „Konntet ihr denn nicht auch nur e i n e Stunde mit mir wachen? 41 Wacht und betet unablässig, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist zwar voller Eifer, aber das Fleisch ist schwach.“ 42 Wieder ging er hin, zum zweiten Mal, und betete, indem er sprach: „Mein Vater, wenn es nicht möglich ist, daß dieser vorübergehe, ohne daß ich ihn trinke, so geschehe dein Wille.“ 43 Und er kam wieder und fand sie schlafend, denn ihre Augen waren schwer. 44 Da ließ er sie zurück, ging wieder weg und betete zum dritten Mal, indem er nochmals dasselbe Wort sprach. 45 Dann kam er zu den Jüngern und sprach zu ihnen: „Zu einer solchen Zeit, wie diese es ist, schlaft ihr und ruht euch aus! Seht! Die Stunde hat sich genaht, da der Menschensohn in die Hände von Sündern überliefert wird.
7:1-29Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; 2 denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird man euch messen. 3 Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? 4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? 5 Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.6 Gebt das Heilige nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor, damit sie sie nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.7 Bittet fortwährend, und es wird euch gegeben werden; sucht unablässig, und ihr werdet finden; klopft immer wieder an, und es wird euch geöffnet werden. 8 Denn jeder, der bittet, empfängt, und jeder, der sucht, findet, und jedem, der anklopft, wird geöffnet werden. 9 In der Tat, wer ist der Mensch unter euch, den sein Sohn um Brot bittet — er wird ihm doch nicht etwa einen Stein reichen? 10 Oder vielleicht wird er um einen Fisch bitten — er wird ihm doch nicht etwa eine Schlange reichen? 11 Darum, wenn ihr, obwohl ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, denen gute Dinge geben, die ihn bitten!12 Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun; in der Tat, das ist es, was das GESETZ und die PROPHETEN bedeuten.13 Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; 14 doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.15 Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? 17 Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; 18 ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. 19 Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen.21 Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.24 Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und schlugen gegen jenes Haus, aber es stürzte nicht ein, denn es war auf den Felsen gegründet worden. 26 Ferner wird jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, mit einem törichten Mann verglichen, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus, und es stürzte ein, und sein Zusammensturz war groß.“28 Als nun Jesus diese Reden beendet hatte, waren die Volksmengen über seine Art zu lehren höchst erstaunt; 29 denn er lehrte sie wie einer, der Gewalt hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.
Lukas 6:27-49Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, 28 die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen. 29 Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halte auch die andere hin; und dem, der dir dein äußeres Kleid wegnimmt, enthalte auch nicht das untere Kleid vor. 30 Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine wegnimmt, fordere [es] nicht zurück.31 Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen.32 Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Denn selbst die Sünder lieben die, die sie lieben. 33 Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, zu welchem Verdienst gereicht euch dies in Wirklichkeit? Selbst die Sünder tun dasselbe. 34 Und wenn ihr [ohne Zins] denen leiht, von denen ihr zu empfangen hofft, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Auch Sünder leihen [ohne Zins] Sündern, damit sie ebensoviel zurückerhalten. 35 Dagegen fahrt fort, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun und [ohne Zins] zu leihen, ohne etwas zurückzuerhoffen; und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Fahrt fort, barmherzig zu werden, wie euer Vater barmherzig ist.37 Hört überdies auf zu richten, und ihr werdet bestimmt nicht gerichtet werden; und hört auf zu verurteilen, und ihr werdet bestimmt nicht verurteilt werden. Fahrt fort freizulassen, und ihr werdet freigelassen werden. 38 Übt euch im Geben, und man wird euch geben. Man wird euch ein treffliches, vollgedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß in euren Schoß schütten. Denn mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird euch wieder gemessen werden.“39 Dann sprach er auch in einem Gleichnis zu ihnen: „Kann wohl ein Blinder einen Blinden leiten? Werden nicht beide in eine Grube stürzen? 40 Ein Schüler steht nicht über seinem Lehrer, doch jeder, der vollkommen unterwiesen ist, wird wie sein Lehrer sein. 41 Warum schaust du denn auf den Strohhalm, der im Auge deines Bruders ist, beachtest aber nicht den Balken, der in deinem eigenen Auge ist? 42 Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Bruder, erlaube mir, den Strohhalm, der in deinem Auge ist, herauszuziehen‘, während du selbst nicht den Balken siehst, der in deinem Auge ist? Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm, der im Auge deines Bruders ist, herausziehen kannst.43 Denn es gibt keinen vortrefflichen Baum, der faule Frucht hervorbringt; wiederum gibt es keinen faulen Baum, der vortreffliche Frucht hervorbringt. 44 Denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Zum Beispiel sammelt man nicht Feigen von Dornen, noch schneidet man Trauben von einem Dornbusch. 45 Ein guter Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens Gutes hervor, aber ein böser Mensch bringt aus seinem bösen [Schatz] Böses hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund.46 Warum denn nennt ihr mich ‚Herr! Herr!‘, tut aber die Dinge nicht, die ich sage? 47 Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut, ich will euch zeigen, wem er gleicht: 48 Er gleicht einem Menschen, der ein Haus baute, der grub und in die Tiefe ging und ein Fundament auf den Felsen legte. Als nun eine Flut kam, schlug der Strom an jenes Haus, war aber nicht stark genug, es zu erschüttern, weil es gut gebaut war. 49 Wer dagegen hört und nicht entsprechend handelt, gleicht einem Menschen, der ein Haus ohne Fundament auf die Erde baute. Der Strom schlug dagegen, und sogleich stürzte es ein, und der Einsturz jenes Hauses war groß.“
Wer den Weg gehen möchte, der zum Leben führt, muß Jesu Lehren befolgen. Das ist jedoch nicht leicht. Die Pharisäer neigen zum Beispiel dazu, andere streng zu richten, und wahrscheinlich ahmen viele sie darin nach. Als Jesus seine Bergpredigt fortsetzt, mahnt er daher: „Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden.“
Es ist gefährlich, der Führung der überkritischen Pharisäer zu folgen. Gemäß dem Bericht des Lukas veranschaulicht Jesus diese Gefahr folgendermaßen: „Kann wohl ein Blinder einen Blinden leiten? Werden nicht beide in eine Grube stürzen?“
Anderen gegenüber zu kritisch zu sein, ihre Fehler aufzubauschen und darauf herumzuhacken ist ein ernstes Vergehen. Jesus fragt deshalb: „Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.“
Das bedeutet jedoch nicht, daß Jesu Jünger im Umgang mit anderen kein Unterscheidungsvermögen anzuwenden brauchten, denn Jesus sagt: „Gebt das Heilige nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor.“ Die Wahrheiten aus Gottes Wort sind heilig. In übertragenem Sinne sind sie wie Perlen. Wenn jemand jedoch gleich einem Hund oder einem Schwein keine Wertschätzung für diese kostbaren Wahrheiten hat, sollen sich Jesu Jünger nicht weiter mit diesem Menschen abgeben, sondern nach jemand suchen, der empfänglicher ist.
Jesus hat in seiner Bergpredigt zwar schon einmal über das Gebet gesprochen, jetzt betont er jedoch die Notwendigkeit, darin zu beharren. „Bittet fortwährend“, sagt er, „und es wird euch gegeben werden.“ Um Gottes Bereitschaft, Gebete zu erhören, zu veranschaulichen, fragt Jesus: „Wer ist der Mensch unter euch, den sein Sohn um Brot bittet — er wird ihm doch nicht etwa einen Stein reichen? . . . Darum, wenn ihr, obwohl ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, denen gute Dinge geben, die ihn bitten!“
Als nächstes stellt Jesus eine bekannte Verhaltensregel auf, die gewöhnlich die „Goldene Regel“ genannt wird. Er sagt: „Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun.“ Nach dieser Regel zu leben schließt positives Handeln gegenüber anderen ein, d. h., man muß sie so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.
Daß der Weg zum Leben nicht leicht ist, geht aus folgender Anweisung Jesu hervor: „Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.“
Die Gefahr, irregeleitet zu werden, ist groß. Daher warnt Jesus: „Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe.“ Jesus zeigt, daß genauso, wie gute und schlechte Bäume an ihren Früchten erkannt werden können, auch falsche Propheten an ihrem Wandel und an ihren Lehren erkannt werden können.
Des weiteren erklärt Jesus, daß jemand nicht einfach durch das, was er sagt, sondern durch das, was er tut, zu seinem Jünger wird. Einige behaupten, Jesus sei ihr Herr, aber sie tun nicht den Willen seines Vaters. Auf sie treffen folgende Worte Jesu zu: „Ich [will] ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.“
Schließlich äußert Jesus die denkwürdigen Schlußworte seiner Predigt. Er sagt: „Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und schlugen gegen jenes Haus, aber es stürzte nicht ein, denn es war auf den Felsen gegründet worden.“
Andererseits erklärt Jesus: „Jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, [wird] mit einem törichten Mann verglichen, der sein Haus auf den Sand baute. Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus, und es stürzte ein, und sein Zusammensturz war groß.“
Als Jesus seine Rede beendet hat, sind die Volksmengen über seine Art zu lehren erstaunt, da er sie wie jemand lehrt, der Gewalt hat, und nicht wie ihre religiösen Führer.
Lukas 6:12-23 Im Verlauf dieser Tage ging er hinaus auf den Berg, um zu beten, und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. 13 Als es aber Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus, denen er auch den Namen „Apostel“ gab: 14 Sịmon, dem er auch den Namen Petrus gab, und Andreas, seinen Bruder, und Jakobus und Johạnnes und Philịppus und Bartholomạ̈us 15 und Matthạ̈us und Thomas und Jakobus, [den Sohn] des Alphạ̈us, und Sịmon, welcher „der Eiferer“ genannt wird, 16 und Judas, [den Sohn] des Jakobus, und Judas Iskạriot, der zum Verräter wurde.17 Und er kam mit ihnen herab und stellte sich auf einen ebenen Platz hin, und da war eine große Menge seiner Jünger und eine große Menge Leute aus ganz Judạ̈a und Jerusalem und aus dem Küstenland von Tỵrus und Sịdon, die gekommen waren, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. 18 Auch die, die durch unreine Geister beunruhigt wurden, wurden geheilt. 19 Und alles Volk suchte ihn anzurühren, weil Kraft von ihm ausging und sie alle gesund machte.20 Und er erhob seine Augen zu seinen Jüngern und begann zu sagen:„Glücklich seid ihr Armen, denn euer ist das Königreich Gottes.21 Glücklich seid ihr, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden.Glücklich seid ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.22 Glücklich seid ihr, wann immer die Menschen euch hassen und wann immer sie euch ausschließen und euch schmähen und euren Namen als böse verwerfen um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch an jenem Tag, und hüpft; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel, denn ebenso pflegten ihre Vorväter den Propheten zu tun.
Matthäus 5:1-12Als er die Volksmengen sah, stieg er auf den Berg; und nachdem er sich gesetzt hatte, kamen seine Jünger zu ihm; 2 und er öffnete seinen Mund und begann sie zu lehren, indem er sprach:3 „Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört.4 Glücklich sind die Trauernden, da sie getröstet werden.5 Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden.6 Glücklich sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, da sie gesättigt werden.7 Glücklich sind die Barmherzigen, da ihnen Barmherzigkeit erwiesen wird.8 Glücklich sind die, die reinen Herzens sind, da sie Gott sehen werden.9 Glücklich sind die Friedsamen, da sie ‚Söhne Gottes‘ genannt werden.10 Glücklich sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt worden sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört.11 Glücklich seid ihr, wenn man euch schmäht und euch verfolgt und lügnerisch allerlei Böses gegen euch redet um meinetwillen. 12 Freut euch, und springt vor Freude, da euer Lohn groß ist in den Himmeln; denn ebenso verfolgte man vor euch die Propheten.
Lukas 6:24-26Doch wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt bereits euren vollen Trost.25 Wehe euch, die ihr jetzt satt seid, denn ihr werdet hungern.Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen.26 Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden, denn desgleichen taten ihre Vorväter den falschen Propheten.
Matthäus 5:13-48Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz seine Kraft verliert, wie wird seine Salzkraft wiederhergestellt werden? Es taugt zu nichts weiter, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.14 Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt kann nicht verborgen sein, wenn sie auf einem Berg liegt. 15 Man zündet eine Lampe an und stellt sie nicht unter das Maßgefäß, sondern auf den Leuchter, und sie leuchtet allen, die im Haus sind. 16 Ebenso laßt euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure vortrefflichen Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur e i n kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.21 Ihr habt gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘ 22 Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehẹnna verfallen sein wird.23 Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.25 Sei bereit, dich mit dem, der dich beim Gericht verklagt, eilends zu verständigen, solange du noch mit ihm dorthin unterwegs bist, damit der Kläger dich nicht etwa dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Ich sage es dir als Tatsache: Du wirst von dort bestimmt nicht herauskommen, bis du die letzte Münze von sehr geringem Wert zurückgezahlt hast.27 Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ 28 Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat. 29 Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg. Denn es ist dir nützlicher, daß dir eines deiner Glieder verlorengehe, als daß dein ganzer Leib in die Gehẹnna gestürzt werde. 30 Und wenn deine rechte Hand dich straucheln macht, so hau sie ab und wirf sie von dir weg. Denn es ist nützlicher für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Gehẹnna kommt.31 Außerdem ist gesagt worden: ‚Wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, gebe ihr ein Scheidungszeugnis.‘ 32 Doch ich sage euch, daß jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen wegen Hurerei, sie dem Ehebruch aussetzt, und wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.33 Ferner habt ihr gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht schwören, ohne entsprechend zu handeln, sondern du sollst Jehova deine Gelübde bezahlen.‘ 34 Doch ich sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, 35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. 36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz machen. 37 Euer Wort Ja bedeute einfach ja, euer Nein nein; denn was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist.38 Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Auge um Auge und Zahn um Zahn.‘ 39 Doch ich sage euch: Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu. 40 Und wenn jemand mit dir vor Gericht gehen und dein inneres Kleid in Besitz nehmen will, so überlasse ihm auch dein äußeres Kleid; 41 und wenn jemand mit Befugnis dich für eine Meile zum Dienst zwingt, so gehe mit ihm zwei Meilen. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem ab, der [zinslos] von dir borgen will.43 Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ 44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, 45 damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt. 46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso? 48 Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.
6:1-34Achtet gut darauf, daß ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen beobachtet zu werden; sonst werdet ihr keinen Lohn bei eurem Vater haben, der in den Himmeln ist. 2 Wenn du also Gaben der Barmherzigkeit spendest, so posaune nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen tun, damit sie von den Menschen verherrlicht werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 3 Du aber, wenn du Gaben der Barmherzigkeit spendest, so laß deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, 4 damit deine Gaben der Barmherzigkeit im Verborgenen seien; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten.5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 6 Du hingegen, wenn du betest, geh in deinen Privatraum, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten. 7 Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, daß sie erhört werden, weil sie viele Worte machen. 8 So macht euch ihnen nicht gleich, denn Gott, euer Vater, weiß, welche Dinge ihr benötigt, schon ehe ihr ihn überhaupt bittet.9 Ihr sollt daher auf folgende Weise beten:,Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. 10 Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde. 11 Gib uns heute unser Brot für diesen Tag; 12 und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben. 13 Und bringe uns nicht in Versuchung, sondern befreie uns von dem, der böse ist.‘14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; 15 wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, wird euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.16 Hört auf, wenn ihr fastet, ein trübseliges Gesicht zu machen wie die Heuchler, denn sie verstellen ihr Gesicht, um den Menschen als Fastende zu erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 17 Du aber, wenn du fastest, öle dein Haupt und wasche dein Gesicht, 18 damit du nicht den Menschen als ein Fastender erscheinst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten.19 Hört auf, euch Schätze auf der Erde aufzuhäufen, wo Motte und Rost [sie] verzehren und wo Diebe einbrechen und stehlen. 20 Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf, wo weder Motte noch Rost [sie] verzehren und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. 21 Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.22 Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; 23 wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn in Wirklichkeit das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß ist diese Finsternis!24 Niemand kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums sein.25 Deswegen sage ich euch: Hört auf, euch Sorgen zu machen um eure Seele über das, was ihr essen oder was ihr trinken werdet, oder um euren Leib über das, was ihr anziehen werdet. Bedeutet die Seele nicht mehr als die Speise und der Leib [mehr] als die Kleidung? 26 Beobachtet aufmerksam die Vögel des Himmels, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie [etwas] in Vorratshäuser ein; dennoch ernährt sie euer himmlischer Vater. Seid ihr nicht mehr wert als sie? 27 Wer von euch kann dadurch, daß er sich sorgt, seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzufügen? 28 Auch hinsichtlich der Kleidung, weshalb macht ihr euch Sorgen? Lernt eine Lektion von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht ab, noch spinnen sie; 29 doch sage ich euch, daß nicht einmal Sạlomo in all seiner Herrlichkeit wie eine von diesen bekleidet war. 30 Wenn nun Gott die Pflanzen des Feldes, die heute stehen und morgen in den Ofen geworfen werden, so kleidet, wird er nicht vielmehr euch kleiden, ihr Kleingläubigen? 31 Darum macht euch nie Sorgen und sprecht: ‚Was sollen wir essen?‘ oder: ‚Was sollen wir trinken?‘ oder: ‚Was sollen wir anziehen?‘, 32 denn all diesen Dingen streben die Nationen begierig nach. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all diese Dinge benötigt.33 So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden. 34 Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug.
26:36-45Dann kam Jesus mit ihnen zu der Stelle, die Gethsẹmane hieß, und er sprach zu den Jüngern: „Setzt euch hier nieder, während ich dorthinüber gehe und bete.“ 37 Und er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedạ̈us mit und fing an, betrübt und schmerzlich beunruhigt zu sein. 38 Dann sprach er zu ihnen: „Meine Seele ist tief betrübt, ja bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir.“ 39 Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht, betete und sprach: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“40 Und er kam zu den Jüngern und fand sie schlafend, und er sprach zu Petrus: „Konntet ihr denn nicht auch nur e i n e Stunde mit mir wachen? 41 Wacht und betet unablässig, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist zwar voller Eifer, aber das Fleisch ist schwach.“ 42 Wieder ging er hin, zum zweiten Mal, und betete, indem er sprach: „Mein Vater, wenn es nicht möglich ist, daß dieser vorübergehe, ohne daß ich ihn trinke, so geschehe dein Wille.“ 43 Und er kam wieder und fand sie schlafend, denn ihre Augen waren schwer. 44 Da ließ er sie zurück, ging wieder weg und betete zum dritten Mal, indem er nochmals dasselbe Wort sprach. 45 Dann kam er zu den Jüngern und sprach zu ihnen: „Zu einer solchen Zeit, wie diese es ist, schlaft ihr und ruht euch aus! Seht! Die Stunde hat sich genaht, da der Menschensohn in die Hände von Sündern überliefert wird.
7:1-29Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; 2 denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird man euch messen. 3 Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? 4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? 5 Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.6 Gebt das Heilige nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor, damit sie sie nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.7 Bittet fortwährend, und es wird euch gegeben werden; sucht unablässig, und ihr werdet finden; klopft immer wieder an, und es wird euch geöffnet werden. 8 Denn jeder, der bittet, empfängt, und jeder, der sucht, findet, und jedem, der anklopft, wird geöffnet werden. 9 In der Tat, wer ist der Mensch unter euch, den sein Sohn um Brot bittet — er wird ihm doch nicht etwa einen Stein reichen? 10 Oder vielleicht wird er um einen Fisch bitten — er wird ihm doch nicht etwa eine Schlange reichen? 11 Darum, wenn ihr, obwohl ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, denen gute Dinge geben, die ihn bitten!12 Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun; in der Tat, das ist es, was das GESETZ und die PROPHETEN bedeuten.13 Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; 14 doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.15 Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? 17 Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; 18 ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. 19 Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen.21 Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.24 Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und schlugen gegen jenes Haus, aber es stürzte nicht ein, denn es war auf den Felsen gegründet worden. 26 Ferner wird jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, mit einem törichten Mann verglichen, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus, und es stürzte ein, und sein Zusammensturz war groß.“28 Als nun Jesus diese Reden beendet hatte, waren die Volksmengen über seine Art zu lehren höchst erstaunt; 29 denn er lehrte sie wie einer, der Gewalt hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.
Lukas 6:27-49Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, 28 die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen. 29 Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halte auch die andere hin; und dem, der dir dein äußeres Kleid wegnimmt, enthalte auch nicht das untere Kleid vor. 30 Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine wegnimmt, fordere [es] nicht zurück.31 Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen.32 Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Denn selbst die Sünder lieben die, die sie lieben. 33 Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, zu welchem Verdienst gereicht euch dies in Wirklichkeit? Selbst die Sünder tun dasselbe. 34 Und wenn ihr [ohne Zins] denen leiht, von denen ihr zu empfangen hofft, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Auch Sünder leihen [ohne Zins] Sündern, damit sie ebensoviel zurückerhalten. 35 Dagegen fahrt fort, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun und [ohne Zins] zu leihen, ohne etwas zurückzuerhoffen; und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Fahrt fort, barmherzig zu werden, wie euer Vater barmherzig ist.37 Hört überdies auf zu richten, und ihr werdet bestimmt nicht gerichtet werden; und hört auf zu verurteilen, und ihr werdet bestimmt nicht verurteilt werden. Fahrt fort freizulassen, und ihr werdet freigelassen werden. 38 Übt euch im Geben, und man wird euch geben. Man wird euch ein treffliches, vollgedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß in euren Schoß schütten. Denn mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird euch wieder gemessen werden.“39 Dann sprach er auch in einem Gleichnis zu ihnen: „Kann wohl ein Blinder einen Blinden leiten? Werden nicht beide in eine Grube stürzen? 40 Ein Schüler steht nicht über seinem Lehrer, doch jeder, der vollkommen unterwiesen ist, wird wie sein Lehrer sein. 41 Warum schaust du denn auf den Strohhalm, der im Auge deines Bruders ist, beachtest aber nicht den Balken, der in deinem eigenen Auge ist? 42 Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Bruder, erlaube mir, den Strohhalm, der in deinem Auge ist, herauszuziehen‘, während du selbst nicht den Balken siehst, der in deinem Auge ist? Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm, der im Auge deines Bruders ist, herausziehen kannst.43 Denn es gibt keinen vortrefflichen Baum, der faule Frucht hervorbringt; wiederum gibt es keinen faulen Baum, der vortreffliche Frucht hervorbringt. 44 Denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Zum Beispiel sammelt man nicht Feigen von Dornen, noch schneidet man Trauben von einem Dornbusch. 45 Ein guter Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens Gutes hervor, aber ein böser Mensch bringt aus seinem bösen [Schatz] Böses hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund.46 Warum denn nennt ihr mich ‚Herr! Herr!‘, tut aber die Dinge nicht, die ich sage? 47 Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut, ich will euch zeigen, wem er gleicht: 48 Er gleicht einem Menschen, der ein Haus baute, der grub und in die Tiefe ging und ein Fundament auf den Felsen legte. Als nun eine Flut kam, schlug der Strom an jenes Haus, war aber nicht stark genug, es zu erschüttern, weil es gut gebaut war. 49 Wer dagegen hört und nicht entsprechend handelt, gleicht einem Menschen, der ein Haus ohne Fundament auf die Erde baute. Der Strom schlug dagegen, und sogleich stürzte es ein, und der Einsturz jenes Hauses war groß.“
Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte
Der große Glauben eines Offiziers
DIE Bergpredigt kennzeichnet etwa die Mitte des öffentlichen Dienstes Jesu. Er hat demnach nur noch ungefähr ein Jahr und neun Monate Zeit, sein Werk auf der Erde zu vollenden.
Jesus geht nach Kapernaum hinein, das ihm sozusagen als Stützpunkt für seine Tätigkeit dient. Hier treten einige ältere Männer der Juden mit einer Bitte an ihn heran. Geschickt hat sie ein römischer Offizier, ein Heide, d. h. jemand, der nicht dem jüdischen Volk angehört.
Der geliebte Diener des Offiziers ist ernsthaft erkrankt und liegt im Sterben. Dieser möchte daher, daß Jesus seinen Diener gesund macht. Die Juden setzen sich nachdrücklich für den Offizier ein: „Er ist würdig, daß du ihm das gewährst“, sagen sie, „denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat für uns die Synagoge gebaut.“
Ohne zu zögern, geht Jesus mit den Männern. Als sie ihr Ziel fast erreicht haben, sendet ihnen der Offizier Freunde entgegen, um Jesus sagen zu lassen: „Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst. Darum betrachtete ich mich nicht für würdig, zu dir zu kommen.“
Welch ein Ausdruck der Demut von einem Offizier, der gewohnt ist, anderen zu befehlen! Möglicherweise denkt er jedoch auch an Jesus, da er weiß, daß die Sitte es einem Juden verbietet, gesellschaftlichen Kontakt mit Nichtjuden zu haben. So sagte Petrus zum Beispiel einmal: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern.“
Vielleicht möchte der Offizier Jesus die Folgen ersparen, die eine Verletzung dieser Sitte mit sich bringen würde, und deshalb bittet er ihn durch die Freunde: „Sprich nur ein Wort, so wird mein Diener gesund werden. Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und habe Soldaten unter mir, und sage ich zu diesem: ‚Geh hin!‘, so geht er hin, und zu einem anderen: ‚Komm!‘, so kommt er, und zu meinem Sklaven: ‚Tu dies!‘, so tut er’s.“
Jesus staunt, als er das hört. „Ich sage euch die Wahrheit“, sagt er. „Bei niemand in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“ Nachdem Jesus den Diener des Offiziers geheilt hat, nutzt er die Gelegenheit und legt dar, daß viele gläubige Nichtjuden die Segnungen empfangen werden, die die ungläubigen Juden zurückweisen.
Jesus erklärt, daß „viele von östlichen Gegenden und westlichen Gegenden kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Königreich der Himmel zu Tisch liegen werden, während die Söhne des Königreiches in die Finsternis draußen hinausgeworfen werden. Dort wird ihr Weinen und ihr Zähneknirschen sein.“
Die „Söhne des Königreiches“, die „in die Finsternis draußen hinausgeworfen werden“, sind natürliche Juden, die die Gelegenheit, Mitherrscher mit Christus zu werden — eine Gelegenheit, die zuerst die Juden erhielten —, nicht wahrnahmen. Abraham, Isaak und Jakob stellen Gottes Königreichsvorkehrung dar. Jesus gibt so zu verstehen, daß Menschen von den Nationen willkommen geheißen würden, um „im Königreich der Himmel“ sozusagen zu Tisch zu liegen.
Lukas 7:1-10Nachdem er alle seine Reden vor den Ohren des Volkes vollendet hatte, ging er nach Kapẹrnaum hinein. 2 Der Sklave eines gewissen Offiziers nun, der ihm teuer war, war leidend und lag im Sterben. 3 Als er von Jesus hörte, sandte er ältere Männer der Juden zu ihm, um ihn zu bitten, daß er komme und seinen Sklaven sicher durchbringe. 4 Dann begannen die, die zu Jesus kamen, ihn ernstlich zu bitten, indem sie sprachen: „Er ist würdig, daß du ihm das gewährst, 5 denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat für uns die Synagoge gebaut.“ 6 Da machte sich Jesus mit ihnen auf den Weg. Als er aber nicht weit von dem Haus entfernt war, hatte der Offizier bereits Freunde abgesandt, um ihm zu sagen: „Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst. 7 Darum betrachtete ich mich nicht für würdig, zu dir zu kommen. Doch sprich ein Wort, und laß meinen Diener gesund werden. 8 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und habe Soldaten unter mir, und sage ich zu diesem: ‚Geh hin!‘, so geht er hin, und zu einem anderen: ‚Komm!‘, so kommt er, und zu meinem Sklaven: ‚Tu dies!‘, so tut er’s.“ 9 Als nun Jesus diese Dinge hörte, verwunderte er sich über ihn, und er wandte sich zu der Volksmenge, die ihm folgte, und sprach: „Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“ 10 Und als die Abgesandten ins Haus zurückkamen, fanden sie den Sklaven bei guter Gesundheit.
Matthäus 8:5-13Als er nach Kapẹrnaum hineinkam, trat ein Offizier an ihn heran, bat ihn inständig 6 und sprach: „Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und leidet schreckliche Qualen.“ 7 Er sprach zu ihm: „Wenn ich dorthin komme, will ich ihn heilen.“ 8 Der Offizier gab ihm zur Antwort: „Herr, ich bin es nicht wert, daß du unter mein Dach trittst, aber sprich nur ein Wort, so wird mein Diener gesund werden. 9 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und habe Soldaten unter mir, und sage ich zu diesem: ‚Geh hin!‘, so geht er hin, und zu einem anderen: ‚Komm!‘, so kommt er, und zu meinem Sklaven: ‚Tu dies!‘, so tut er’s.“ 10 Als Jesus das hörte, staunte er und sagte zu denen, die ihm folgten: „Ich sage euch die Wahrheit: Bei niemand in Israel habe ich so großen Glauben gefunden. 11 Ich sage euch aber, daß viele von östlichen Gegenden und westlichen Gegenden kommen und mit Abraham und Ịsa·ak und Jakob im Königreich der Himmel zu Tisch liegen werden, 12 während die Söhne des Königreiches in die Finsternis draußen hinausgeworfen werden. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein.“ 13 Dann sagte Jesus zu dem Offizier: „Geh! So, wie du geglaubt hast, so geschehe dir.“ Und der Diener wurde in jener Stunde geheilt.
Apostelgeschichte 10:28und er sprach zu ihnen: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.
DIE Bergpredigt kennzeichnet etwa die Mitte des öffentlichen Dienstes Jesu. Er hat demnach nur noch ungefähr ein Jahr und neun Monate Zeit, sein Werk auf der Erde zu vollenden.
Jesus geht nach Kapernaum hinein, das ihm sozusagen als Stützpunkt für seine Tätigkeit dient. Hier treten einige ältere Männer der Juden mit einer Bitte an ihn heran. Geschickt hat sie ein römischer Offizier, ein Heide, d. h. jemand, der nicht dem jüdischen Volk angehört.
Der geliebte Diener des Offiziers ist ernsthaft erkrankt und liegt im Sterben. Dieser möchte daher, daß Jesus seinen Diener gesund macht. Die Juden setzen sich nachdrücklich für den Offizier ein: „Er ist würdig, daß du ihm das gewährst“, sagen sie, „denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat für uns die Synagoge gebaut.“
Ohne zu zögern, geht Jesus mit den Männern. Als sie ihr Ziel fast erreicht haben, sendet ihnen der Offizier Freunde entgegen, um Jesus sagen zu lassen: „Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst. Darum betrachtete ich mich nicht für würdig, zu dir zu kommen.“
Welch ein Ausdruck der Demut von einem Offizier, der gewohnt ist, anderen zu befehlen! Möglicherweise denkt er jedoch auch an Jesus, da er weiß, daß die Sitte es einem Juden verbietet, gesellschaftlichen Kontakt mit Nichtjuden zu haben. So sagte Petrus zum Beispiel einmal: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern.“
Vielleicht möchte der Offizier Jesus die Folgen ersparen, die eine Verletzung dieser Sitte mit sich bringen würde, und deshalb bittet er ihn durch die Freunde: „Sprich nur ein Wort, so wird mein Diener gesund werden. Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und habe Soldaten unter mir, und sage ich zu diesem: ‚Geh hin!‘, so geht er hin, und zu einem anderen: ‚Komm!‘, so kommt er, und zu meinem Sklaven: ‚Tu dies!‘, so tut er’s.“
Jesus staunt, als er das hört. „Ich sage euch die Wahrheit“, sagt er. „Bei niemand in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“ Nachdem Jesus den Diener des Offiziers geheilt hat, nutzt er die Gelegenheit und legt dar, daß viele gläubige Nichtjuden die Segnungen empfangen werden, die die ungläubigen Juden zurückweisen.
Jesus erklärt, daß „viele von östlichen Gegenden und westlichen Gegenden kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Königreich der Himmel zu Tisch liegen werden, während die Söhne des Königreiches in die Finsternis draußen hinausgeworfen werden. Dort wird ihr Weinen und ihr Zähneknirschen sein.“
Die „Söhne des Königreiches“, die „in die Finsternis draußen hinausgeworfen werden“, sind natürliche Juden, die die Gelegenheit, Mitherrscher mit Christus zu werden — eine Gelegenheit, die zuerst die Juden erhielten —, nicht wahrnahmen. Abraham, Isaak und Jakob stellen Gottes Königreichsvorkehrung dar. Jesus gibt so zu verstehen, daß Menschen von den Nationen willkommen geheißen würden, um „im Königreich der Himmel“ sozusagen zu Tisch zu liegen.
Lukas 7:1-10Nachdem er alle seine Reden vor den Ohren des Volkes vollendet hatte, ging er nach Kapẹrnaum hinein. 2 Der Sklave eines gewissen Offiziers nun, der ihm teuer war, war leidend und lag im Sterben. 3 Als er von Jesus hörte, sandte er ältere Männer der Juden zu ihm, um ihn zu bitten, daß er komme und seinen Sklaven sicher durchbringe. 4 Dann begannen die, die zu Jesus kamen, ihn ernstlich zu bitten, indem sie sprachen: „Er ist würdig, daß du ihm das gewährst, 5 denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat für uns die Synagoge gebaut.“ 6 Da machte sich Jesus mit ihnen auf den Weg. Als er aber nicht weit von dem Haus entfernt war, hatte der Offizier bereits Freunde abgesandt, um ihm zu sagen: „Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst. 7 Darum betrachtete ich mich nicht für würdig, zu dir zu kommen. Doch sprich ein Wort, und laß meinen Diener gesund werden. 8 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und habe Soldaten unter mir, und sage ich zu diesem: ‚Geh hin!‘, so geht er hin, und zu einem anderen: ‚Komm!‘, so kommt er, und zu meinem Sklaven: ‚Tu dies!‘, so tut er’s.“ 9 Als nun Jesus diese Dinge hörte, verwunderte er sich über ihn, und er wandte sich zu der Volksmenge, die ihm folgte, und sprach: „Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“ 10 Und als die Abgesandten ins Haus zurückkamen, fanden sie den Sklaven bei guter Gesundheit.
Matthäus 8:5-13Als er nach Kapẹrnaum hineinkam, trat ein Offizier an ihn heran, bat ihn inständig 6 und sprach: „Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und leidet schreckliche Qualen.“ 7 Er sprach zu ihm: „Wenn ich dorthin komme, will ich ihn heilen.“ 8 Der Offizier gab ihm zur Antwort: „Herr, ich bin es nicht wert, daß du unter mein Dach trittst, aber sprich nur ein Wort, so wird mein Diener gesund werden. 9 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und habe Soldaten unter mir, und sage ich zu diesem: ‚Geh hin!‘, so geht er hin, und zu einem anderen: ‚Komm!‘, so kommt er, und zu meinem Sklaven: ‚Tu dies!‘, so tut er’s.“ 10 Als Jesus das hörte, staunte er und sagte zu denen, die ihm folgten: „Ich sage euch die Wahrheit: Bei niemand in Israel habe ich so großen Glauben gefunden. 11 Ich sage euch aber, daß viele von östlichen Gegenden und westlichen Gegenden kommen und mit Abraham und Ịsa·ak und Jakob im Königreich der Himmel zu Tisch liegen werden, 12 während die Söhne des Königreiches in die Finsternis draußen hinausgeworfen werden. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein.“ 13 Dann sagte Jesus zu dem Offizier: „Geh! So, wie du geglaubt hast, so geschehe dir.“ Und der Diener wurde in jener Stunde geheilt.
Apostelgeschichte 10:28und er sprach zu ihnen: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.
Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte
Jesus läßt eine Witwe ihre Trauer vergessen
KURZ nachdem Jesus den Diener eines Offiziers geheilt hat, begibt er sich nach Nain, das über 30 km südwestlich von Kapernaum liegt. Seine Jünger und eine große Volksmenge begleiten ihn. Es ist wahrscheinlich schon gegen Abend, als sie sich dem Stadttor von Nain nähern. Hier stoßen sie auf einen Leichenzug. Man trägt einen verstorbenen jungen Mann aus der Stadt hinaus, um ihn zu begraben.
Die Mutter des Toten befindet sich in einer äußerst tragischen Situation, da sie Witwe ist und nur das eine Kind hatte. Als ihr Mann starb, konnte sie sich damit trösten, daß sie noch ihren Sohn hatte. Ihre Hoffnung, ihre Wünsche und ihr Streben konzentrierten sich völlig auf seine Zukunft. Aber jetzt hat sie niemand mehr, bei dem sie Trost finden kann. Sie ist von tiefer Trauer erfüllt, als sie zusammen mit den Leuten aus der Stadt zur Begräbnisstätte geht.
Die große Traurigkeit der Frau rührt sofort das Herz Jesu. Sanft, aber mit einer Entschlossenheit, die Vertrauen einflößt, sagt er zu ihr: „Hör auf zu weinen.“ Sein Auftreten und sein Tun fesseln die Aufmerksamkeit der Volksmenge. Als er sich der Bahre, auf der der Tote liegt, nähert und sie berührt, stehen die Träger still. Alle fragen sich, was er wohl tun wird.
Diejenigen, die Jesus begleiten, haben zwar gesehen, daß er durch Wunder viele geheilt hat. Doch offensichtlich haben sie noch nie gesehen, daß er jemand von den Toten auferweckt hat. Besitzt er diese Fähigkeit? Zu dem Toten gewandt, gebietet Jesus: „Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!“ Und der Mann setzt sich auf! Er fängt an zu reden, und Jesus übergibt ihn seiner Mutter.
Als die Menschen sehen, daß der junge Mann tatsächlich lebt, beginnen sie auszurufen: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden.“ Andere sagen: „Gott hat seine Aufmerksamkeit seinem Volk zugewandt.“ Schnell verbreitet sich die Kunde von dieser erstaunlichen Tat in ganz Judäa und in der gesamten Umgegend.
Johannes der Täufer befindet sich noch immer im Gefängnis, und er möchte mehr über die Werke erfahren, die Jesus vollbringen kann. Seine Jünger berichten ihm von den Wundern. Wie reagiert Johannes darauf?
Lukas 7:11-18Kurz danach zog er nach einer Stadt, Nạin genannt, und seine Jünger und eine große Volksmenge zogen mit ihm. 12 Als er sich nun dem Tor der Stadt näherte, da, siehe, wurde ein Toter herausgetragen, der einziggezeugte Sohn seiner Mutter. Außerdem war sie eine Witwe. Auch war eine beträchtliche Volksmenge aus der Stadt bei ihr. 13 Und als der Herr sie erblickte, wurde er von Mitleid mit ihr bewegt, und er sprach zu ihr: „Hör auf zu weinen.“ 14 Darauf trat er hinzu und rührte die Bahre an, und die Träger standen still, und er sprach: „Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!“ 15 Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden, und er gab ihn seiner Mutter. 16 Da wurden alle von Furcht ergriffen, und sie begannen, Gott zu verherrlichen, und sprachen: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden“ und: „Gott hat seine Aufmerksamkeit seinem Volk zugewandt.“ 17 Und diese Botschaft über ihn verbreitete sich in ganz Judạ̈a und in der ganzen Umgegend.18 Und dem Johạnnes berichteten seine Jünger über alle diese Dinge.
KURZ nachdem Jesus den Diener eines Offiziers geheilt hat, begibt er sich nach Nain, das über 30 km südwestlich von Kapernaum liegt. Seine Jünger und eine große Volksmenge begleiten ihn. Es ist wahrscheinlich schon gegen Abend, als sie sich dem Stadttor von Nain nähern. Hier stoßen sie auf einen Leichenzug. Man trägt einen verstorbenen jungen Mann aus der Stadt hinaus, um ihn zu begraben.
Die Mutter des Toten befindet sich in einer äußerst tragischen Situation, da sie Witwe ist und nur das eine Kind hatte. Als ihr Mann starb, konnte sie sich damit trösten, daß sie noch ihren Sohn hatte. Ihre Hoffnung, ihre Wünsche und ihr Streben konzentrierten sich völlig auf seine Zukunft. Aber jetzt hat sie niemand mehr, bei dem sie Trost finden kann. Sie ist von tiefer Trauer erfüllt, als sie zusammen mit den Leuten aus der Stadt zur Begräbnisstätte geht.
Die große Traurigkeit der Frau rührt sofort das Herz Jesu. Sanft, aber mit einer Entschlossenheit, die Vertrauen einflößt, sagt er zu ihr: „Hör auf zu weinen.“ Sein Auftreten und sein Tun fesseln die Aufmerksamkeit der Volksmenge. Als er sich der Bahre, auf der der Tote liegt, nähert und sie berührt, stehen die Träger still. Alle fragen sich, was er wohl tun wird.
Diejenigen, die Jesus begleiten, haben zwar gesehen, daß er durch Wunder viele geheilt hat. Doch offensichtlich haben sie noch nie gesehen, daß er jemand von den Toten auferweckt hat. Besitzt er diese Fähigkeit? Zu dem Toten gewandt, gebietet Jesus: „Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!“ Und der Mann setzt sich auf! Er fängt an zu reden, und Jesus übergibt ihn seiner Mutter.
Als die Menschen sehen, daß der junge Mann tatsächlich lebt, beginnen sie auszurufen: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden.“ Andere sagen: „Gott hat seine Aufmerksamkeit seinem Volk zugewandt.“ Schnell verbreitet sich die Kunde von dieser erstaunlichen Tat in ganz Judäa und in der gesamten Umgegend.
Johannes der Täufer befindet sich noch immer im Gefängnis, und er möchte mehr über die Werke erfahren, die Jesus vollbringen kann. Seine Jünger berichten ihm von den Wundern. Wie reagiert Johannes darauf?
Lukas 7:11-18Kurz danach zog er nach einer Stadt, Nạin genannt, und seine Jünger und eine große Volksmenge zogen mit ihm. 12 Als er sich nun dem Tor der Stadt näherte, da, siehe, wurde ein Toter herausgetragen, der einziggezeugte Sohn seiner Mutter. Außerdem war sie eine Witwe. Auch war eine beträchtliche Volksmenge aus der Stadt bei ihr. 13 Und als der Herr sie erblickte, wurde er von Mitleid mit ihr bewegt, und er sprach zu ihr: „Hör auf zu weinen.“ 14 Darauf trat er hinzu und rührte die Bahre an, und die Träger standen still, und er sprach: „Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!“ 15 Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden, und er gab ihn seiner Mutter. 16 Da wurden alle von Furcht ergriffen, und sie begannen, Gott zu verherrlichen, und sprachen: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden“ und: „Gott hat seine Aufmerksamkeit seinem Volk zugewandt.“ 17 Und diese Botschaft über ihn verbreitete sich in ganz Judạ̈a und in der ganzen Umgegend.18 Und dem Johạnnes berichteten seine Jünger über alle diese Dinge.
Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte
Mangelte es Johannes an Glauben?
JOHANNES dem Täufer, der sich seit einem Jahr im Gefängnis befindet, wird von der Auferweckung des Sohnes der Witwe aus Nain berichtet. Da Johannes von Jesus persönlich erfahren möchte, was das zu bedeuten hat, schickt er zwei seiner Jünger zu ihm, um ihn zu fragen: „Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?“
Das scheint eine seltsame Frage zu sein, vor allem da Johannes etwa zwei Jahre zuvor bei Jesu Taufe selbst den Geist Gottes auf Jesus herabkommen sah und die Stimme hörte, durch die Gott sein Wohlgefallen zum Ausdruck brachte. Aufgrund der Frage, die Johannes stellt, könnte man schlußfolgern, sein Glaube sei schwach geworden. Das ist jedoch nicht der Fall. Denn wären Johannes Zweifel gekommen, würde Jesus ihn bei dieser Gelegenheit nicht so lobend erwähnen. Doch warum stellt Johannes diese Frage?
Vielleicht möchte sich Johannes einfach nur von Jesus bestätigen lassen, daß er der Messias ist. Für den im Kerker schmachtenden Johannes wäre das eine große Stärkung. Aber offensichtlich beabsichtigt er mit seiner Frage noch mehr. Er möchte wahrscheinlich wissen, ob nach Jesus noch ein anderer kommt, ein Nachfolger, der das, was der Messias gemäß den Verheißungen vollbringen soll, vollständig erfüllt.
Johannes kennt nämlich die biblischen Prophezeiungen, daß der Gesalbte Gottes ein König, ein Befreier sein soll. Doch Johannes wird — viele Monate nach Jesu Taufe — immer noch gefangengehalten. Daher möchte Johannes von Jesus offensichtlich folgendes wissen: Bist du wirklich derjenige, der das Königreich Gottes in sichtbarer Macht aufrichtet, oder gibt es noch einen anderen, einen Nachfolger, auf den wir warten müssen, der all die wunderbaren Prophezeiungen über die Herrlichkeit des Messias erfüllt?
Statt den Jüngern des Johannes zu sagen: „Natürlich bin ich derjenige, der kommen sollte“, gibt Jesus in jener Stunde ein bemerkenswertes Zeichen, indem er viele Menschen von allen möglichen Krankheiten und Gebrechen heilt. Dann sagt er den Jüngern: „Geht hin, berichtet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde erhalten das Augenlicht, Lahme gehen umher, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird die gute Botschaft erzählt.“
Mit anderen Worten: Aus der Frage des Johannes geht die Erwartung hervor, daß Jesus noch mehr tun wird als bisher und er Johannes vielleicht befreien wird. Jesus sagt ihm jedoch, er solle nicht mehr erwarten als die Wunder, die Jesus wirkt.
Als die Jünger des Johannes gegangen sind, wendet sich Jesus den Volksmengen zu und erklärt ihnen, daß Johannes sowohl der Bote Jehovas ist, der in Maleachi 3:1 („Siehe! Ich sende meinen Boten, und er soll einen Weg vor mir bahnen. Und plötzlich wird zu SEINEM Tempel kommen der [wahre] Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, an dem ihr Gefallen habt. Siehe! Er wird gewiß kommen“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.)vorausgesagt wurde, als auch der in Maleachi 4:5, 6 (Siehe! Ich sende euch Elịa, den Propheten, vor dem Kommen des großen und furchteinflößenden Tages Jehovas. 6 Und er soll das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne wieder den Vätern, damit ich nicht komme und die Erde tatsächlich mit dem Vernichtungsbann schlage.“)vorausgesagte Prophet Elia. Auf diese Weise rühmt er Johannes und reiht ihn unter die Propheten ein, die vor ihm lebten. Des weiteren sagt Jesus: „Wahrlich, ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer erweckt worden als Johannes der Täufer; doch jemand, der ein Geringerer ist im Königreich der Himmel, ist größer als er. Aber seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis jetzt ist das Königreich der Himmel das Ziel, dem Menschen entgegendrängen.“
Jesus zeigt hier, daß Johannes nicht in das himmlische Königreich eingehen wird, da dort ein Geringerer größer ist als er. Johannes bereitete zwar den Weg für Jesus, stirbt jedoch, bevor dieser den Bund oder die Übereinkunft mit seinen Jüngern besiegelt, wonach sie Mitherrscher mit ihm in seinem Königreich sein sollen. Daher, so legt Jesus dar, wird Johannes keinen Platz im himmlischen Königreich haben. Johannes wird statt dessen ein irdischer Untertan des Königreiches Gottes sein.
Lukas 7:18-30Und dem Johạnnes berichteten seine Jünger über alle diese Dinge. 19 Da rief Johạnnes gewisse zwei seiner Jünger zu sich und sandte sie zum Herrn, um zu sagen: „Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?“ 20 Als sie zu ihm hinkamen, sprachen die Männer: „Johạnnes der Täufer hat uns zu dir gesandt, um zu sagen: ‚Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?‘ “ 21 In jener Stunde heilte er viele von Krankheiten und lästigen Leiden und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht. 22 Daher gab er den [beiden] zur Antwort: „Geht hin, berichtet Johạnnes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde erhalten das Augenlicht, Lahme gehen umher, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird die gute Botschaft erzählt. 23 Und glücklich ist, wer nicht Anstoß an mir nimmt.“24 Als die Boten des Johạnnes weggegangen waren, fing er an, zu den Volksmengen über Johạnnes zu sagen: „Was anzusehen, seid ihr in die Wildnis hinausgegangen? Ein Rohr, vom Wind hin und her bewegt? 25 Was zu sehen, seid ihr denn hinausgegangen? Einen Menschen, in weiche äußere Gewänder gekleidet? Nun, die in prächtiger Kleidung und die ein Dasein in Luxus führen, sind in königlichen Häusern. 26 Tatsächlich, was zu sehen, seid ihr denn hinausgegangen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch, und weit mehr als einen Propheten. 27 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: ‚Siehe! Ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.‘ 28 Ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen gibt es keinen Größeren als Johạnnes; doch ein Geringerer im Königreich Gottes ist größer als er.“ 29 (Und alles Volk und die Steuereinnehmer, die mit der Taufe des Johạnnes getauft worden waren, erklärten Gott als gerecht, als sie [dies] hörten. 30 Die Pharisäer aber und die Gesetzeskundigen, die von ihm nicht getauft worden waren, mißachteten den an sie ergangenen Rat Gottes.)
Matthäus 11:2-15 Johạnnes aber, der im Gefängnis von den Werken des Christus gehört hatte, sandte durch seine eigenen Jünger hin 3 und ließ ihm sagen: „Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?“ 4 In Erwiderung sagte Jesus zu ihnen: „Geht hin und berichtet Johạnnes, was ihr hört und seht: 5 Blinde sehen wieder, und Lahme gehen umher, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, und Tote werden auferweckt, und Armen wird die gute Botschaft verkündigt; 6 und glücklich ist, wer nicht Anstoß an mir nimmt.“7 Während diese ihres Weges gingen, fing Jesus an, zu den Volksmengen über Johạnnes zu sagen: „Was anzusehen, seid ihr in die Wildnis hinausgegangen? Ein Rohr, vom Wind hin und her bewegt? 8 Was zu sehen, seid ihr denn hinausgegangen? Einen Menschen, in weiche Gewänder gekleidet? Nun, die, die weiche Gewänder tragen, sind in den Häusern der Könige. 9 Weshalb seid ihr denn eigentlich hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch, und weit mehr als einen Propheten. 10 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: ‚Siehe! Ich selbst sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird!‘ 11 Wahrlich, ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer erweckt worden als Johạnnes der Täufer; doch jemand, der ein Geringerer ist im Königreich der Himmel, ist größer als er. 12 Aber seit den Tagen Johạnnes’ des Täufers bis jetzt ist das Königreich der Himmel das Ziel, dem Menschen entgegendrängen, und die Vorandrängenden ergreifen es. 13 Denn alle, die PROPHETEN und das GESETZ, haben bis auf Johạnnes prophezeit; 14 und wenn ihr es annehmen wollt: Er selbst ist ‚Elịa, der kommen soll‘. 15 Wer Ohren hat, höre zu.
JOHANNES dem Täufer, der sich seit einem Jahr im Gefängnis befindet, wird von der Auferweckung des Sohnes der Witwe aus Nain berichtet. Da Johannes von Jesus persönlich erfahren möchte, was das zu bedeuten hat, schickt er zwei seiner Jünger zu ihm, um ihn zu fragen: „Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?“
Das scheint eine seltsame Frage zu sein, vor allem da Johannes etwa zwei Jahre zuvor bei Jesu Taufe selbst den Geist Gottes auf Jesus herabkommen sah und die Stimme hörte, durch die Gott sein Wohlgefallen zum Ausdruck brachte. Aufgrund der Frage, die Johannes stellt, könnte man schlußfolgern, sein Glaube sei schwach geworden. Das ist jedoch nicht der Fall. Denn wären Johannes Zweifel gekommen, würde Jesus ihn bei dieser Gelegenheit nicht so lobend erwähnen. Doch warum stellt Johannes diese Frage?
Vielleicht möchte sich Johannes einfach nur von Jesus bestätigen lassen, daß er der Messias ist. Für den im Kerker schmachtenden Johannes wäre das eine große Stärkung. Aber offensichtlich beabsichtigt er mit seiner Frage noch mehr. Er möchte wahrscheinlich wissen, ob nach Jesus noch ein anderer kommt, ein Nachfolger, der das, was der Messias gemäß den Verheißungen vollbringen soll, vollständig erfüllt.
Johannes kennt nämlich die biblischen Prophezeiungen, daß der Gesalbte Gottes ein König, ein Befreier sein soll. Doch Johannes wird — viele Monate nach Jesu Taufe — immer noch gefangengehalten. Daher möchte Johannes von Jesus offensichtlich folgendes wissen: Bist du wirklich derjenige, der das Königreich Gottes in sichtbarer Macht aufrichtet, oder gibt es noch einen anderen, einen Nachfolger, auf den wir warten müssen, der all die wunderbaren Prophezeiungen über die Herrlichkeit des Messias erfüllt?
Statt den Jüngern des Johannes zu sagen: „Natürlich bin ich derjenige, der kommen sollte“, gibt Jesus in jener Stunde ein bemerkenswertes Zeichen, indem er viele Menschen von allen möglichen Krankheiten und Gebrechen heilt. Dann sagt er den Jüngern: „Geht hin, berichtet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde erhalten das Augenlicht, Lahme gehen umher, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird die gute Botschaft erzählt.“
Mit anderen Worten: Aus der Frage des Johannes geht die Erwartung hervor, daß Jesus noch mehr tun wird als bisher und er Johannes vielleicht befreien wird. Jesus sagt ihm jedoch, er solle nicht mehr erwarten als die Wunder, die Jesus wirkt.
Als die Jünger des Johannes gegangen sind, wendet sich Jesus den Volksmengen zu und erklärt ihnen, daß Johannes sowohl der Bote Jehovas ist, der in Maleachi 3:1 („Siehe! Ich sende meinen Boten, und er soll einen Weg vor mir bahnen. Und plötzlich wird zu SEINEM Tempel kommen der [wahre] Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, an dem ihr Gefallen habt. Siehe! Er wird gewiß kommen“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.)vorausgesagt wurde, als auch der in Maleachi 4:5, 6 (Siehe! Ich sende euch Elịa, den Propheten, vor dem Kommen des großen und furchteinflößenden Tages Jehovas. 6 Und er soll das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne wieder den Vätern, damit ich nicht komme und die Erde tatsächlich mit dem Vernichtungsbann schlage.“)vorausgesagte Prophet Elia. Auf diese Weise rühmt er Johannes und reiht ihn unter die Propheten ein, die vor ihm lebten. Des weiteren sagt Jesus: „Wahrlich, ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer erweckt worden als Johannes der Täufer; doch jemand, der ein Geringerer ist im Königreich der Himmel, ist größer als er. Aber seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis jetzt ist das Königreich der Himmel das Ziel, dem Menschen entgegendrängen.“
Jesus zeigt hier, daß Johannes nicht in das himmlische Königreich eingehen wird, da dort ein Geringerer größer ist als er. Johannes bereitete zwar den Weg für Jesus, stirbt jedoch, bevor dieser den Bund oder die Übereinkunft mit seinen Jüngern besiegelt, wonach sie Mitherrscher mit ihm in seinem Königreich sein sollen. Daher, so legt Jesus dar, wird Johannes keinen Platz im himmlischen Königreich haben. Johannes wird statt dessen ein irdischer Untertan des Königreiches Gottes sein.
Lukas 7:18-30Und dem Johạnnes berichteten seine Jünger über alle diese Dinge. 19 Da rief Johạnnes gewisse zwei seiner Jünger zu sich und sandte sie zum Herrn, um zu sagen: „Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?“ 20 Als sie zu ihm hinkamen, sprachen die Männer: „Johạnnes der Täufer hat uns zu dir gesandt, um zu sagen: ‚Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?‘ “ 21 In jener Stunde heilte er viele von Krankheiten und lästigen Leiden und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht. 22 Daher gab er den [beiden] zur Antwort: „Geht hin, berichtet Johạnnes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde erhalten das Augenlicht, Lahme gehen umher, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird die gute Botschaft erzählt. 23 Und glücklich ist, wer nicht Anstoß an mir nimmt.“24 Als die Boten des Johạnnes weggegangen waren, fing er an, zu den Volksmengen über Johạnnes zu sagen: „Was anzusehen, seid ihr in die Wildnis hinausgegangen? Ein Rohr, vom Wind hin und her bewegt? 25 Was zu sehen, seid ihr denn hinausgegangen? Einen Menschen, in weiche äußere Gewänder gekleidet? Nun, die in prächtiger Kleidung und die ein Dasein in Luxus führen, sind in königlichen Häusern. 26 Tatsächlich, was zu sehen, seid ihr denn hinausgegangen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch, und weit mehr als einen Propheten. 27 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: ‚Siehe! Ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.‘ 28 Ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen gibt es keinen Größeren als Johạnnes; doch ein Geringerer im Königreich Gottes ist größer als er.“ 29 (Und alles Volk und die Steuereinnehmer, die mit der Taufe des Johạnnes getauft worden waren, erklärten Gott als gerecht, als sie [dies] hörten. 30 Die Pharisäer aber und die Gesetzeskundigen, die von ihm nicht getauft worden waren, mißachteten den an sie ergangenen Rat Gottes.)
Matthäus 11:2-15 Johạnnes aber, der im Gefängnis von den Werken des Christus gehört hatte, sandte durch seine eigenen Jünger hin 3 und ließ ihm sagen: „Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?“ 4 In Erwiderung sagte Jesus zu ihnen: „Geht hin und berichtet Johạnnes, was ihr hört und seht: 5 Blinde sehen wieder, und Lahme gehen umher, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, und Tote werden auferweckt, und Armen wird die gute Botschaft verkündigt; 6 und glücklich ist, wer nicht Anstoß an mir nimmt.“7 Während diese ihres Weges gingen, fing Jesus an, zu den Volksmengen über Johạnnes zu sagen: „Was anzusehen, seid ihr in die Wildnis hinausgegangen? Ein Rohr, vom Wind hin und her bewegt? 8 Was zu sehen, seid ihr denn hinausgegangen? Einen Menschen, in weiche Gewänder gekleidet? Nun, die, die weiche Gewänder tragen, sind in den Häusern der Könige. 9 Weshalb seid ihr denn eigentlich hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch, und weit mehr als einen Propheten. 10 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: ‚Siehe! Ich selbst sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird!‘ 11 Wahrlich, ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer erweckt worden als Johạnnes der Täufer; doch jemand, der ein Geringerer ist im Königreich der Himmel, ist größer als er. 12 Aber seit den Tagen Johạnnes’ des Täufers bis jetzt ist das Königreich der Himmel das Ziel, dem Menschen entgegendrängen, und die Vorandrängenden ergreifen es. 13 Denn alle, die PROPHETEN und das GESETZ, haben bis auf Johạnnes prophezeit; 14 und wenn ihr es annehmen wollt: Er selbst ist ‚Elịa, der kommen soll‘. 15 Wer Ohren hat, höre zu.
Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte
Die Stolzen und die Demütigen
NACHDEM Jesus die Tugenden Johannes’ des Täufers erwähnt hat, wendet er seine Aufmerksamkeit den stolzen, wankelmütigen Menschen zu, die ihn umgeben. „Diese Generation“, sagt er, „ist kleinen Kindern gleich, die auf den Marktplätzen sitzen und ihren Spielgefährten zurufen, indem sie sagen: ‚Wir haben euch auf der Flöte vorgespielt, doch ihr habt nicht getanzt; wir haben gewehklagt, doch ihr habt euch nicht vor Leid geschlagen.‘ “
Was meint Jesus damit? Er gibt folgende Erklärung: „Johannes [kam], aß nicht und trank nicht, doch sagen die Leute: ‚Er hat einen Dämon‘; es kam der Menschensohn, der aß und trank, dennoch sagen die Leute: ‚Siehe! Ein Mensch, der ein Fresser ist und dem Weintrinken ergeben, ein Freund von Steuereinnehmern und Sündern.‘ “
Man kann es den Menschen einfach nicht recht machen. Nichts gefällt ihnen. Johannes hat in Übereinstimmung mit der Erklärung des Engels, er solle „auf keinen Fall Wein und starkes Getränk trinken“, als Nasiräer ein asketisches Leben der Selbstverleugnung geführt. Und dennoch sagen die Leute, er sei von einem Dämon besessen. Jesus lebt dagegen wie alle anderen, er ist also kein Asket, und ihn beschuldigt man der Ausschweifung.
Wie schwer die Menschen doch zufriedenzustellen sind! Sie sind wie Spielgefährten, die nicht tanzen wollen, wenn andere Kinder Flöte spielen, oder die nicht trauern wollen, wenn ihre Gefährten klagen. Dessenungeachtet sagt Jesus: „Die Weisheit [erweist sich] durch ihre Werke als gerecht.“ Ja, die Beweise — die Werke — belegen eindeutig, daß die Anschuldigungen gegen Johannes und Jesus ungerechtfertigt sind.
Als nächstes hebt Jesus die drei Städte Chorazin, Bethsaida und Kapernaum, in denen er die meisten seiner machtvollen Werke gewirkt hat, als besonders tadelnswert hervor. Hätte er diese Werke in den phönizischen Städten Tyrus und Sidon vollbracht, sagt Jesus, so hätten diese Städte in Sacktuch und Asche bereut. Als Jesus Kapernaum verurteilt, das ihm während der Zeit seines Dienstes offensichtlich als Stützpunkt gedient hat, sagt er: „Es wird dem Land Sodom am Gerichtstag erträglicher ergehen als dir.“
Dann preist Jesus öffentlich seinen himmlischen Vater. Er fühlt sich dazu gedrängt, weil Gott seine kostbaren geistigen Wahrheiten vor den Weisen und Intellektuellen verbirgt, doch Demütigen, gleichsam Unmündigen, diese wunderbaren Dinge offenbart.
Schließlich läßt Jesus die herzliche Einladung ergehen: „Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“
In welcher Hinsicht bringt Jesus Erquickung? Er befreit die Menschen von den sie versklavenden Traditionen, die die religiösen Führer dem Volk aufgebürdet haben, zum Beispiel von ihren einschränkenden Sabbatvorschriften. Außerdem zeigt er, wo sowohl diejenigen Erleichterung finden können, die unter der erdrückenden Last leiden, die ihnen die herrschende politische Obrigkeit aufbürdet, als auch diejenigen, die die Last ihrer Sünden spüren, weil sie von ihrem Gewissen geplagt werden. Er gibt solchen Niedergedrückten zu verstehen, wie sie Vergebung der Sünden erlangen und in ein kostbares Verhältnis zu Gott kommen können.
Das sanfte Joch, das Jesus anbietet, ist die völlige Hingabe an Gott, die es uns möglich macht, unserem mitfühlenden, barmherzigen himmlischen Vater zu dienen. Und die leichte Last, die Jesus allen anbietet, die zu ihm kommen, ist der Gehorsam gegenüber Gottes Anforderungen für das Erlangen von Leben, nämlich gegenüber seinen Geboten, die in der Bibel aufgezeichnet sind. Und diesen zu gehorchen ist keineswegs schwer.
Matthäus 11:16-30Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie ist kleinen Kindern gleich, die auf den Marktplätzen sitzen und ihren Spielgefährten zurufen, 17 indem sie sagen: ‚Wir haben euch auf der Flöte vorgespielt, doch ihr habt nicht getanzt; wir haben gewehklagt, doch ihr habt euch nicht vor Leid geschlagen.‘ 18 Ebenso kam Johạnnes, aß nicht und trank nicht, doch sagen die Leute: ‚Er hat einen Dämon‘; 19 es kam der Menschensohn, der aß und trank, dennoch sagen die Leute: ‚Siehe! Ein Mensch, der ein Fresser ist und dem Weintrinken ergeben, ein Freund von Steuereinnehmern und Sündern.‘ Dennoch erweist sich die Weisheit durch ihre Werke als gerecht.“20 Dann fing er an, die Städte, in denen die meisten seiner Machttaten geschehen waren, zu tadeln, weil sie nicht bereuten: 21 „Wehe dir, Chọrazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wären in Tỵrus und Sịdon die Machttaten geschehen, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sacktuch und Asche bereut. 22 Daher sage ich euch: Es wird Tỵrus und Sịdon am Gerichtstag erträglicher ergehen als euch. 23 Und du, Kapẹrnaum, wirst du vielleicht bis zum Himmel erhöht werden? Zum Hạdes hinab wirst du kommen; denn wenn die Machttaten, die in dir geschehen sind, in Sọdom geschehen wären, es wäre bis zum heutigen Tag geblieben. 24 Daher sage ich euch: Es wird dem Land Sọdom am Gerichtstag erträglicher ergehen als dir.“25 Zu jener Zeit antwortete Jesus und sprach: „Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor den Weisen und Intellektuellen verborgen und sie Unmündigen geoffenbart hast. 26 Ja, Vater, weil so zu handeln dir wohlgefällig gewesen ist. 27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn völlig als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater völlig als nur der Sohn und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren will. 28 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“
Lukas 1:15denn er wird groß sein vor Jehova. Doch soll er auf keinen Fall Wein und starkes Getränk trinken, und er wird vom Schoß seiner Mutter an mit heiligem Geist erfüllt sein;
7:31-35„Mit wem also soll ich die Menschen dieser Generation vergleichen, und wem sind sie gleich? 32 Sie sind kleinen Kindern gleich, die auf einem Marktplatz sitzen und einander zurufen und die sagen: ‚Wir haben euch auf der Flöte vorgespielt, doch ihr habt nicht getanzt; wir haben gewehklagt, doch ihr habt nicht geweint.‘ 33 Ebenso ist Johạnnes der Täufer gekommen und hat weder Brot gegessen noch Wein getrunken, doch ihr sagt: ‚Er hat einen Dämon.‘ 34 Der Menschensohn ist gekommen und ißt und trinkt, ihr aber sagt: ‚Siehe! Ein Mensch, der ein Fresser ist und dem Weintrinken ergeben, ein Freund von Steuereinnehmern und Sündern!‘ 35 Dennoch erweist sich die Weisheit durch alle ihre Kinder als gerecht.“
1. Johannes 5:3 Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer,
NACHDEM Jesus die Tugenden Johannes’ des Täufers erwähnt hat, wendet er seine Aufmerksamkeit den stolzen, wankelmütigen Menschen zu, die ihn umgeben. „Diese Generation“, sagt er, „ist kleinen Kindern gleich, die auf den Marktplätzen sitzen und ihren Spielgefährten zurufen, indem sie sagen: ‚Wir haben euch auf der Flöte vorgespielt, doch ihr habt nicht getanzt; wir haben gewehklagt, doch ihr habt euch nicht vor Leid geschlagen.‘ “
Was meint Jesus damit? Er gibt folgende Erklärung: „Johannes [kam], aß nicht und trank nicht, doch sagen die Leute: ‚Er hat einen Dämon‘; es kam der Menschensohn, der aß und trank, dennoch sagen die Leute: ‚Siehe! Ein Mensch, der ein Fresser ist und dem Weintrinken ergeben, ein Freund von Steuereinnehmern und Sündern.‘ “
Man kann es den Menschen einfach nicht recht machen. Nichts gefällt ihnen. Johannes hat in Übereinstimmung mit der Erklärung des Engels, er solle „auf keinen Fall Wein und starkes Getränk trinken“, als Nasiräer ein asketisches Leben der Selbstverleugnung geführt. Und dennoch sagen die Leute, er sei von einem Dämon besessen. Jesus lebt dagegen wie alle anderen, er ist also kein Asket, und ihn beschuldigt man der Ausschweifung.
Wie schwer die Menschen doch zufriedenzustellen sind! Sie sind wie Spielgefährten, die nicht tanzen wollen, wenn andere Kinder Flöte spielen, oder die nicht trauern wollen, wenn ihre Gefährten klagen. Dessenungeachtet sagt Jesus: „Die Weisheit [erweist sich] durch ihre Werke als gerecht.“ Ja, die Beweise — die Werke — belegen eindeutig, daß die Anschuldigungen gegen Johannes und Jesus ungerechtfertigt sind.
Als nächstes hebt Jesus die drei Städte Chorazin, Bethsaida und Kapernaum, in denen er die meisten seiner machtvollen Werke gewirkt hat, als besonders tadelnswert hervor. Hätte er diese Werke in den phönizischen Städten Tyrus und Sidon vollbracht, sagt Jesus, so hätten diese Städte in Sacktuch und Asche bereut. Als Jesus Kapernaum verurteilt, das ihm während der Zeit seines Dienstes offensichtlich als Stützpunkt gedient hat, sagt er: „Es wird dem Land Sodom am Gerichtstag erträglicher ergehen als dir.“
Dann preist Jesus öffentlich seinen himmlischen Vater. Er fühlt sich dazu gedrängt, weil Gott seine kostbaren geistigen Wahrheiten vor den Weisen und Intellektuellen verbirgt, doch Demütigen, gleichsam Unmündigen, diese wunderbaren Dinge offenbart.
Schließlich läßt Jesus die herzliche Einladung ergehen: „Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“
In welcher Hinsicht bringt Jesus Erquickung? Er befreit die Menschen von den sie versklavenden Traditionen, die die religiösen Führer dem Volk aufgebürdet haben, zum Beispiel von ihren einschränkenden Sabbatvorschriften. Außerdem zeigt er, wo sowohl diejenigen Erleichterung finden können, die unter der erdrückenden Last leiden, die ihnen die herrschende politische Obrigkeit aufbürdet, als auch diejenigen, die die Last ihrer Sünden spüren, weil sie von ihrem Gewissen geplagt werden. Er gibt solchen Niedergedrückten zu verstehen, wie sie Vergebung der Sünden erlangen und in ein kostbares Verhältnis zu Gott kommen können.
Das sanfte Joch, das Jesus anbietet, ist die völlige Hingabe an Gott, die es uns möglich macht, unserem mitfühlenden, barmherzigen himmlischen Vater zu dienen. Und die leichte Last, die Jesus allen anbietet, die zu ihm kommen, ist der Gehorsam gegenüber Gottes Anforderungen für das Erlangen von Leben, nämlich gegenüber seinen Geboten, die in der Bibel aufgezeichnet sind. Und diesen zu gehorchen ist keineswegs schwer.
Matthäus 11:16-30Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie ist kleinen Kindern gleich, die auf den Marktplätzen sitzen und ihren Spielgefährten zurufen, 17 indem sie sagen: ‚Wir haben euch auf der Flöte vorgespielt, doch ihr habt nicht getanzt; wir haben gewehklagt, doch ihr habt euch nicht vor Leid geschlagen.‘ 18 Ebenso kam Johạnnes, aß nicht und trank nicht, doch sagen die Leute: ‚Er hat einen Dämon‘; 19 es kam der Menschensohn, der aß und trank, dennoch sagen die Leute: ‚Siehe! Ein Mensch, der ein Fresser ist und dem Weintrinken ergeben, ein Freund von Steuereinnehmern und Sündern.‘ Dennoch erweist sich die Weisheit durch ihre Werke als gerecht.“20 Dann fing er an, die Städte, in denen die meisten seiner Machttaten geschehen waren, zu tadeln, weil sie nicht bereuten: 21 „Wehe dir, Chọrazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wären in Tỵrus und Sịdon die Machttaten geschehen, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sacktuch und Asche bereut. 22 Daher sage ich euch: Es wird Tỵrus und Sịdon am Gerichtstag erträglicher ergehen als euch. 23 Und du, Kapẹrnaum, wirst du vielleicht bis zum Himmel erhöht werden? Zum Hạdes hinab wirst du kommen; denn wenn die Machttaten, die in dir geschehen sind, in Sọdom geschehen wären, es wäre bis zum heutigen Tag geblieben. 24 Daher sage ich euch: Es wird dem Land Sọdom am Gerichtstag erträglicher ergehen als dir.“25 Zu jener Zeit antwortete Jesus und sprach: „Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor den Weisen und Intellektuellen verborgen und sie Unmündigen geoffenbart hast. 26 Ja, Vater, weil so zu handeln dir wohlgefällig gewesen ist. 27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn völlig als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater völlig als nur der Sohn und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren will. 28 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“
Lukas 1:15denn er wird groß sein vor Jehova. Doch soll er auf keinen Fall Wein und starkes Getränk trinken, und er wird vom Schoß seiner Mutter an mit heiligem Geist erfüllt sein;
7:31-35„Mit wem also soll ich die Menschen dieser Generation vergleichen, und wem sind sie gleich? 32 Sie sind kleinen Kindern gleich, die auf einem Marktplatz sitzen und einander zurufen und die sagen: ‚Wir haben euch auf der Flöte vorgespielt, doch ihr habt nicht getanzt; wir haben gewehklagt, doch ihr habt nicht geweint.‘ 33 Ebenso ist Johạnnes der Täufer gekommen und hat weder Brot gegessen noch Wein getrunken, doch ihr sagt: ‚Er hat einen Dämon.‘ 34 Der Menschensohn ist gekommen und ißt und trinkt, ihr aber sagt: ‚Siehe! Ein Mensch, der ein Fresser ist und dem Weintrinken ergeben, ein Freund von Steuereinnehmern und Sündern!‘ 35 Dennoch erweist sich die Weisheit durch alle ihre Kinder als gerecht.“
1. Johannes 5:3 Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer,
Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte
Eine Lektion in Barmherzigkeit
JESUS hält sich entweder noch in Nain auf, wo er kürzlich den Sohn einer Witwe auferweckt hat, oder er besucht eine nahe gelegene Stadt. Ein Pharisäer namens Simon möchte den Mann kennenlernen, der so bemerkenswerte Werke vollbringt. Er lädt Jesus daher zum Essen ein.
Da Jesus die Gelegenheit wahrnehmen möchte, den Anwesenden zu helfen, nimmt er die Einladung an, wie er auch schon Einladungen angenommen hat, mit Steuereinnehmern und Sündern zu essen. Als er Simons Haus betritt, wird ihm jedoch nicht die Aufmerksamkeit zuteil, die man Gästen gegenüber gewöhnlich bekundet.
Wenn man auf staubigen Straßen unterwegs ist, werden die mit Sandalen beschuhten Füße heiß und schmutzig. Es ist daher üblich, Gästen als Ausdruck der Gastfreundschaft die Füße mit kaltem Wasser zu waschen. Jesus werden aber bei seiner Ankunft weder die Füße gewaschen, noch erhält er einen Begrüßungskuß, noch das Öl der Gastfreundschaft für sein Haar, wie es sonst Brauch ist.
Als die Gäste zu Tisch liegen und essen, betritt eine ungeladene Frau leise den Raum. Es ist in der Stadt bekannt, daß sie ein unmoralisches Leben führt. Wahrscheinlich hat sie von Jesu Lehren gehört und von seiner Einladung ‘an alle, die sich abmühen und beladen sind, zu ihm zu kommen, um Erquickung zu finden’. Das, was sie gesehen und gehört hat, hat sie so tief beeindruckt, daß sie Jesus jetzt aufsucht.
Die Frau begibt sich hinter Jesus, der zu Tisch liegt, und kniet zu seinen Füßen nieder. Ihre Tränen, die auf seine Füße fallen, trocknet sie mit ihrem Haar ab. Sie nimmt auch wohlriechendes Öl aus einem Gefäß, und während sie seine Füße zärtlich küßt, reibt sie sie damit ein. Simon beobachtet es mit Mißfallen. „Wenn dieser ein Prophet wäre“, denkt er bei sich, „so wüßte er, wer und was für eine Frau es ist, die ihn anrührt, daß sie eine Sünderin ist.“
Da Jesus seine Gedanken erkennt, spricht er ihn darauf an: „Simon, ich habe dir etwas zu sagen.“
„Lehrer, sag es!“ erwidert er.
„Zwei Männer waren die Schuldner eines gewissen Geldverleihers“, beginnt Jesus. „Der eine hatte eine Schuld von fünfhundert Denaren, der andere aber von fünfzig. Da sie nichts hatten, womit sie hätten zurückzahlen können, erließ er es beiden in freigebiger Weise. Welcher von ihnen wird ihn daher mehr lieben?“
„Ich vermute, daß es der ist, dem er in freigebiger Weise mehr erlassen hat“, sagt Simon, wobei er möglicherweise eine gleichgültige Miene aufsetzt, da ihm die Frage bedeutungslos erscheint.
„Du hast richtig geurteilt“, antwortet Jesus. Und zu der Frau gewandt, sagt er zu Simon: „Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus eingetreten; du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben. Diese Frau aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese Frau aber hat von der Stunde an, da ich hereinkam, nicht aufgehört, meine Füße zärtlich zu küssen. Du hast mein Haupt nicht mit Öl eingerieben, diese Frau aber hat meine Füße mit wohlriechendem Öl eingerieben.“
Die Frau hat auf diese Weise bewiesen, daß sie ihre unmoralische Vergangenheit von Herzen bereut. Jesus sagt daher abschließend: „Deshalb sage ich dir: Ihre Sünden sind vergeben, obwohl es ihrer viele sind, weil sie viel geliebt hat; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.“
Jesus entschuldigt oder übersieht auf keinen Fall die Unmoral. Vielmehr offenbart dieser Fall sein Mitgefühl und sein Verständnis für die Menschen, die in ihrem Leben zwar Fehler machen, dann aber zeigen, daß es ihnen leid tut, und zu Jesus kommen, um Erleichterung zu finden. Für die Frau ist es eine wahre Erquickung, als Jesus zu ihr sagt: „Deine Sünden sind vergeben. . . . Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden.“
Lukas 7:36-50Nun bat ihn einer von den Pharisäern immer wieder, doch mit ihm zu speisen. Deshalb ging er in das Haus des Pharisäers und lag zu Tisch. 37 Und siehe, eine Frau, die in der Stadt als eine Sünderin bekannt war, erfuhr, daß er im Haus des Pharisäers bei einem Mahl liege, und sie brachte ein Alabastergefäß mit wohlriechendem Öl, 38 und sie stellte sich hinten zu seinen Füßen hin, weinte und fing an, seine Füße mit ihren Tränen zu benetzen, und sie trocknete sie mit dem Haar ihres Hauptes ab. Auch küßte sie seine Füße zärtlich und rieb sie mit dem wohlriechenden Öl ein. 39 Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, [es] sah, sagte er bei sich: „Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüßte er, wer und was für eine Frau es ist, die ihn anrührt, daß sie eine Sünderin ist.“ 40 Jesus entgegnete ihm aber und sprach zu ihm: „Sịmon, ich habe dir etwas zu sagen.“ Er sprach: „Lehrer, sag es!“41 „Zwei Männer waren die Schuldner eines gewissen Geldverleihers; der eine hatte eine Schuld von fünfhundert Denạren, der andere aber von fünfzig. 42 Da sie nichts hatten, womit sie hätten zurückzahlen können, erließ er es beiden in freigebiger Weise. Welcher von ihnen wird ihn daher mehr lieben?“ 43 Sịmon gab zur Antwort: „Ich vermute, daß es der ist, dem er in freigebiger Weise mehr erlassen hat.“ Er sprach zu ihm: „Du hast richtig geurteilt.“ 44 Darauf wandte er sich der Frau zu und sprach zu Sịmon: „Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus eingetreten; du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben. Diese Frau aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. 45 Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese Frau aber hat von der Stunde an, da ich hereinkam, nicht aufgehört, meine Füße zärtlich zu küssen. 46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl eingerieben, diese Frau aber hat meine Füße mit wohlriechendem Öl eingerieben. 47 Deshalb sage ich dir: Ihre Sünden sind vergeben, obwohl es ihrer viele sind, weil sie viel geliebt hat; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.“ 48 Dann sagte er zu ihr: „Deine Sünden sind vergeben.“ 49 Daraufhin fingen die, die mit ihm zu Tisch lagen, an, bei sich zu sagen: „Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt?“ 50 Er aber sprach zu der Frau: „Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden.“
Matthäus 11:28-30 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“
JESUS hält sich entweder noch in Nain auf, wo er kürzlich den Sohn einer Witwe auferweckt hat, oder er besucht eine nahe gelegene Stadt. Ein Pharisäer namens Simon möchte den Mann kennenlernen, der so bemerkenswerte Werke vollbringt. Er lädt Jesus daher zum Essen ein.
Da Jesus die Gelegenheit wahrnehmen möchte, den Anwesenden zu helfen, nimmt er die Einladung an, wie er auch schon Einladungen angenommen hat, mit Steuereinnehmern und Sündern zu essen. Als er Simons Haus betritt, wird ihm jedoch nicht die Aufmerksamkeit zuteil, die man Gästen gegenüber gewöhnlich bekundet.
Wenn man auf staubigen Straßen unterwegs ist, werden die mit Sandalen beschuhten Füße heiß und schmutzig. Es ist daher üblich, Gästen als Ausdruck der Gastfreundschaft die Füße mit kaltem Wasser zu waschen. Jesus werden aber bei seiner Ankunft weder die Füße gewaschen, noch erhält er einen Begrüßungskuß, noch das Öl der Gastfreundschaft für sein Haar, wie es sonst Brauch ist.
Als die Gäste zu Tisch liegen und essen, betritt eine ungeladene Frau leise den Raum. Es ist in der Stadt bekannt, daß sie ein unmoralisches Leben führt. Wahrscheinlich hat sie von Jesu Lehren gehört und von seiner Einladung ‘an alle, die sich abmühen und beladen sind, zu ihm zu kommen, um Erquickung zu finden’. Das, was sie gesehen und gehört hat, hat sie so tief beeindruckt, daß sie Jesus jetzt aufsucht.
Die Frau begibt sich hinter Jesus, der zu Tisch liegt, und kniet zu seinen Füßen nieder. Ihre Tränen, die auf seine Füße fallen, trocknet sie mit ihrem Haar ab. Sie nimmt auch wohlriechendes Öl aus einem Gefäß, und während sie seine Füße zärtlich küßt, reibt sie sie damit ein. Simon beobachtet es mit Mißfallen. „Wenn dieser ein Prophet wäre“, denkt er bei sich, „so wüßte er, wer und was für eine Frau es ist, die ihn anrührt, daß sie eine Sünderin ist.“
Da Jesus seine Gedanken erkennt, spricht er ihn darauf an: „Simon, ich habe dir etwas zu sagen.“
„Lehrer, sag es!“ erwidert er.
„Zwei Männer waren die Schuldner eines gewissen Geldverleihers“, beginnt Jesus. „Der eine hatte eine Schuld von fünfhundert Denaren, der andere aber von fünfzig. Da sie nichts hatten, womit sie hätten zurückzahlen können, erließ er es beiden in freigebiger Weise. Welcher von ihnen wird ihn daher mehr lieben?“
„Ich vermute, daß es der ist, dem er in freigebiger Weise mehr erlassen hat“, sagt Simon, wobei er möglicherweise eine gleichgültige Miene aufsetzt, da ihm die Frage bedeutungslos erscheint.
„Du hast richtig geurteilt“, antwortet Jesus. Und zu der Frau gewandt, sagt er zu Simon: „Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus eingetreten; du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben. Diese Frau aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese Frau aber hat von der Stunde an, da ich hereinkam, nicht aufgehört, meine Füße zärtlich zu küssen. Du hast mein Haupt nicht mit Öl eingerieben, diese Frau aber hat meine Füße mit wohlriechendem Öl eingerieben.“
Die Frau hat auf diese Weise bewiesen, daß sie ihre unmoralische Vergangenheit von Herzen bereut. Jesus sagt daher abschließend: „Deshalb sage ich dir: Ihre Sünden sind vergeben, obwohl es ihrer viele sind, weil sie viel geliebt hat; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.“
Jesus entschuldigt oder übersieht auf keinen Fall die Unmoral. Vielmehr offenbart dieser Fall sein Mitgefühl und sein Verständnis für die Menschen, die in ihrem Leben zwar Fehler machen, dann aber zeigen, daß es ihnen leid tut, und zu Jesus kommen, um Erleichterung zu finden. Für die Frau ist es eine wahre Erquickung, als Jesus zu ihr sagt: „Deine Sünden sind vergeben. . . . Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden.“
Lukas 7:36-50Nun bat ihn einer von den Pharisäern immer wieder, doch mit ihm zu speisen. Deshalb ging er in das Haus des Pharisäers und lag zu Tisch. 37 Und siehe, eine Frau, die in der Stadt als eine Sünderin bekannt war, erfuhr, daß er im Haus des Pharisäers bei einem Mahl liege, und sie brachte ein Alabastergefäß mit wohlriechendem Öl, 38 und sie stellte sich hinten zu seinen Füßen hin, weinte und fing an, seine Füße mit ihren Tränen zu benetzen, und sie trocknete sie mit dem Haar ihres Hauptes ab. Auch küßte sie seine Füße zärtlich und rieb sie mit dem wohlriechenden Öl ein. 39 Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, [es] sah, sagte er bei sich: „Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüßte er, wer und was für eine Frau es ist, die ihn anrührt, daß sie eine Sünderin ist.“ 40 Jesus entgegnete ihm aber und sprach zu ihm: „Sịmon, ich habe dir etwas zu sagen.“ Er sprach: „Lehrer, sag es!“41 „Zwei Männer waren die Schuldner eines gewissen Geldverleihers; der eine hatte eine Schuld von fünfhundert Denạren, der andere aber von fünfzig. 42 Da sie nichts hatten, womit sie hätten zurückzahlen können, erließ er es beiden in freigebiger Weise. Welcher von ihnen wird ihn daher mehr lieben?“ 43 Sịmon gab zur Antwort: „Ich vermute, daß es der ist, dem er in freigebiger Weise mehr erlassen hat.“ Er sprach zu ihm: „Du hast richtig geurteilt.“ 44 Darauf wandte er sich der Frau zu und sprach zu Sịmon: „Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus eingetreten; du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben. Diese Frau aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. 45 Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese Frau aber hat von der Stunde an, da ich hereinkam, nicht aufgehört, meine Füße zärtlich zu küssen. 46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl eingerieben, diese Frau aber hat meine Füße mit wohlriechendem Öl eingerieben. 47 Deshalb sage ich dir: Ihre Sünden sind vergeben, obwohl es ihrer viele sind, weil sie viel geliebt hat; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.“ 48 Dann sagte er zu ihr: „Deine Sünden sind vergeben.“ 49 Daraufhin fingen die, die mit ihm zu Tisch lagen, an, bei sich zu sagen: „Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt?“ 50 Er aber sprach zu der Frau: „Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden.“
Matthäus 11:28-30 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“
Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung
KURZE Zeit nach seiner Einladung bei Simon beginnt Jesus seine zweite Predigtreise durch Galiläa. Auf seiner ersten Reise durch dieses Gebiet begleiteten ihn nur seine ersten Jünger, Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes. Jetzt befinden sich außer seinen zwölf Aposteln auch noch einige Frauen in seiner Begleitung. Zu ihnen gehören Maria Magdalene, Susanna und Johanna, deren Mann ein Beamter des Königs Herodes ist.
Mit dem Umfang des Dienstes Jesu nimmt jedoch auch die Auseinandersetzung wegen seiner Tätigkeit zu. Ein von Dämonen besessener Mann, der außerdem noch blind und stumm ist, wird zu Jesus gebracht. Als Jesus ihn heilt, so daß er nicht mehr unter der Herrschaft der Dämonen steht und sowohl sprechen als auch sehen kann, sind die Volksmengen einfach hingerissen. Sie beginnen zu sagen: „Ist dieser nicht vielleicht der Sohn Davids?“
Das Haus, in dem Jesus sich aufhält, wird von einer so großen Volksmenge umringt, daß er und seine Jünger nicht einmal ein Mahl einnehmen können. Es sind jedoch nicht nur Personen anwesend, die denken, daß Jesus der verheißene „Sohn Davids“ sein könnte, sondern auch Schriftgelehrte und Pharisäer, die den weiten Weg von Jerusalem zurückgelegt haben, um ihn bei den Menschen in Verruf zu bringen. Als die Verwandten Jesu von der Aufregung erfahren, die er verursacht, kommen sie, um ihn mitzunehmen. Warum?
Nun, sogar Jesu eigene Brüder glauben noch nicht, daß er der Sohn Gottes ist. Und wie sie ihn aus seiner Jugendzeit in Nazareth kennen, ist es überhaupt nicht seine Art, einen solchen öffentlichen Aufruhr und solchen Streit zu entfachen. Sie glauben daher, Jesus habe den Verstand verloren. „Er ist von Sinnen“, meinen sie, und sie wollen ihn ergreifen und mitnehmen.
Es steht jedoch ganz eindeutig fest, daß Jesus den von Dämonen Besessenen geheilt hat. Die Schriftgelehrten und Pharisäer wissen, daß sie diese Tatsache nicht leugnen können. Doch um Jesus in Verruf zu bringen, sagen sie den Leuten: „Dieser Mensch treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebub, den Herrscher der Dämonen.“
Da Jesus die Denkweise der Schriftgelehrten und Pharisäer kennt, ruft er sie zu sich und sagt: „Jedes Königreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verödet, und jede Stadt oder jedes Haus, das gegen sich selbst entzweit ist, wird nicht bestehen. Ebenso, wenn der Satan den Satan austreibt, so ist er gegen sich selbst entzweit worden; wie wird denn sein Königreich bestehen?“
Welch zwingende Logik! Da die Pharisäer behaupten, Personen aus ihren eigenen Reihen hätten Dämonen ausgetrieben, fragt Jesus sie außerdem: „Wenn ich durch Beelzebub die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus?“ Mit anderen Worten: Die Anklage, die sie gegen Jesus erheben, könnte man genausogut gegen sie vorbringen. Jesus macht sie daher warnend auf folgendes aufmerksam: „Wenn ich aber durch Gottes Geist die Dämonen austreibe, so hat euch das Königreich Gottes wirklich eingeholt.“
Um zu veranschaulichen, daß seine Fähigkeit, Dämonen auszutreiben, ein Beweis für seine Macht über den Satan ist, sagt Jesus: „Wie kann jemand in das Haus eines Starken eindringen und seine bewegliche Habe ergreifen, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Und dann wird er sein Haus plündern. Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.“ Die Pharisäer, die eindeutig gegen Jesus sind, beweisen, daß sie selbst Werkzeuge Satans sind, denn sie versuchen, die Israeliten von Jesus hinweg zu zerstreuen.
Daher sagt Jesus diesen satanischen Gegnern warnend, daß „die Lästerung gegen den Geist . . . nicht vergeben werden“ wird. Er erklärt: „Wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.“ Die Schriftgelehrten und Pharisäer machen sich dieser unvergebbaren Sünde schuldig, da sie in böswilliger Absicht dem Satan zuschreiben, was eindeutig ein vom heiligen Geist bewirktes Wunder ist.
Matthäus 12:22-32Dann brachte man einen von Dämọnen Besessenen zu ihm, der blind und stumm war; und er heilte ihn, so daß der Stumme redete und sah. 23 Ja, alle Volksmengen waren einfach hingerissen und begannen zu sagen: „Ist dieser nicht vielleicht der Sohn Davids?“ 24 Als die Pharisäer das hörten, sagten sie: „Dieser Mensch treibt die Dämọnen nicht anders aus als durch Beelzebub, den Herrscher der Dämọnen.“ 25 Er erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: „Jedes Königreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verödet, und jede Stadt oder jedes Haus, das gegen sich selbst entzweit ist, wird nicht bestehen. 26 Ebenso, wenn der Satan den Satan austreibt, so ist er gegen sich selbst entzweit worden; wie wird denn sein Königreich bestehen? 27 Übrigens, wenn ich durch Beelzebub die Dämọnen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. 28 Wenn ich aber durch Gottes Geist die Dämọnen austreibe, so hat euch das Königreich Gottes wirklich eingeholt. 29 Oder wie kann jemand in das Haus eines Starken eindringen und seine bewegliche Habe ergreifen, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Und dann wird er sein Haus plündern. 30 Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.31 Deswegen sage ich euch: Jede Art von Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. 32 Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.
Markus 3:19-30und Judas Iskạriot, der ihn später verriet.Und er ging in ein Haus. 20 Wieder einmal kam die Volksmenge zusammen, so daß sie nicht einmal ein Mahl einnehmen konnten. 21 Als aber seine Verwandten davon hörten, gingen sie hin, um sich seiner zu bemächtigen, denn sie sagten: „Er ist von Sinnen.“ 22 Auch die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabkamen, sagten: „Er hat [den] Beelzebub, und er treibt die Dämọnen durch den Herrscher der Dämọnen aus.“ 23 Nachdem er sie nun zu sich gerufen hatte, begann er in Gleichnissen zu ihnen zu sprechen: „Wie kann Satan [den] Satan austreiben? 24 Nun, wenn ein Königreich gegen sich selbst entzweit wird, so kann dieses Königreich nicht bestehen; 25 und wenn ein Haus gegen sich selbst entzweit wird, wird dieses Haus nicht bestehen können. 26 Ebenso wenn der Satan gegen sich selbst aufgestanden und entzweit worden ist, kann er nicht bestehen, sondern nimmt ein Ende. 27 In der Tat, niemand, der in das Haus eines Starken eingedrungen ist, kann seine bewegliche Habe plündern, wenn er nicht zuerst den Starken bindet, und dann wird er sein Haus plündern. 28 Wahrlich, ich sage euch, daß den Söhnen der Menschen alles vergeben werden wird, was auch immer ihre Sünden und Lästerungen sein mögen, die sie lästernd begehen. 29 Wer immer aber gegen den heiligen Geist lästert, erlangt niemals Vergebung, sondern ist ewiger Sünde schuldig.“ 30 Dies, weil sie sagten: „Er hat einen unreinen Geist.“
Johannes 7:5 Seine Brüder übten tatsächlich keinen Glauben an ihn aus.
KURZE Zeit nach seiner Einladung bei Simon beginnt Jesus seine zweite Predigtreise durch Galiläa. Auf seiner ersten Reise durch dieses Gebiet begleiteten ihn nur seine ersten Jünger, Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes. Jetzt befinden sich außer seinen zwölf Aposteln auch noch einige Frauen in seiner Begleitung. Zu ihnen gehören Maria Magdalene, Susanna und Johanna, deren Mann ein Beamter des Königs Herodes ist.
Mit dem Umfang des Dienstes Jesu nimmt jedoch auch die Auseinandersetzung wegen seiner Tätigkeit zu. Ein von Dämonen besessener Mann, der außerdem noch blind und stumm ist, wird zu Jesus gebracht. Als Jesus ihn heilt, so daß er nicht mehr unter der Herrschaft der Dämonen steht und sowohl sprechen als auch sehen kann, sind die Volksmengen einfach hingerissen. Sie beginnen zu sagen: „Ist dieser nicht vielleicht der Sohn Davids?“
Das Haus, in dem Jesus sich aufhält, wird von einer so großen Volksmenge umringt, daß er und seine Jünger nicht einmal ein Mahl einnehmen können. Es sind jedoch nicht nur Personen anwesend, die denken, daß Jesus der verheißene „Sohn Davids“ sein könnte, sondern auch Schriftgelehrte und Pharisäer, die den weiten Weg von Jerusalem zurückgelegt haben, um ihn bei den Menschen in Verruf zu bringen. Als die Verwandten Jesu von der Aufregung erfahren, die er verursacht, kommen sie, um ihn mitzunehmen. Warum?
Nun, sogar Jesu eigene Brüder glauben noch nicht, daß er der Sohn Gottes ist. Und wie sie ihn aus seiner Jugendzeit in Nazareth kennen, ist es überhaupt nicht seine Art, einen solchen öffentlichen Aufruhr und solchen Streit zu entfachen. Sie glauben daher, Jesus habe den Verstand verloren. „Er ist von Sinnen“, meinen sie, und sie wollen ihn ergreifen und mitnehmen.
Es steht jedoch ganz eindeutig fest, daß Jesus den von Dämonen Besessenen geheilt hat. Die Schriftgelehrten und Pharisäer wissen, daß sie diese Tatsache nicht leugnen können. Doch um Jesus in Verruf zu bringen, sagen sie den Leuten: „Dieser Mensch treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebub, den Herrscher der Dämonen.“
Da Jesus die Denkweise der Schriftgelehrten und Pharisäer kennt, ruft er sie zu sich und sagt: „Jedes Königreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verödet, und jede Stadt oder jedes Haus, das gegen sich selbst entzweit ist, wird nicht bestehen. Ebenso, wenn der Satan den Satan austreibt, so ist er gegen sich selbst entzweit worden; wie wird denn sein Königreich bestehen?“
Welch zwingende Logik! Da die Pharisäer behaupten, Personen aus ihren eigenen Reihen hätten Dämonen ausgetrieben, fragt Jesus sie außerdem: „Wenn ich durch Beelzebub die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus?“ Mit anderen Worten: Die Anklage, die sie gegen Jesus erheben, könnte man genausogut gegen sie vorbringen. Jesus macht sie daher warnend auf folgendes aufmerksam: „Wenn ich aber durch Gottes Geist die Dämonen austreibe, so hat euch das Königreich Gottes wirklich eingeholt.“
Um zu veranschaulichen, daß seine Fähigkeit, Dämonen auszutreiben, ein Beweis für seine Macht über den Satan ist, sagt Jesus: „Wie kann jemand in das Haus eines Starken eindringen und seine bewegliche Habe ergreifen, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Und dann wird er sein Haus plündern. Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.“ Die Pharisäer, die eindeutig gegen Jesus sind, beweisen, daß sie selbst Werkzeuge Satans sind, denn sie versuchen, die Israeliten von Jesus hinweg zu zerstreuen.
Daher sagt Jesus diesen satanischen Gegnern warnend, daß „die Lästerung gegen den Geist . . . nicht vergeben werden“ wird. Er erklärt: „Wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.“ Die Schriftgelehrten und Pharisäer machen sich dieser unvergebbaren Sünde schuldig, da sie in böswilliger Absicht dem Satan zuschreiben, was eindeutig ein vom heiligen Geist bewirktes Wunder ist.
Matthäus 12:22-32Dann brachte man einen von Dämọnen Besessenen zu ihm, der blind und stumm war; und er heilte ihn, so daß der Stumme redete und sah. 23 Ja, alle Volksmengen waren einfach hingerissen und begannen zu sagen: „Ist dieser nicht vielleicht der Sohn Davids?“ 24 Als die Pharisäer das hörten, sagten sie: „Dieser Mensch treibt die Dämọnen nicht anders aus als durch Beelzebub, den Herrscher der Dämọnen.“ 25 Er erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: „Jedes Königreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verödet, und jede Stadt oder jedes Haus, das gegen sich selbst entzweit ist, wird nicht bestehen. 26 Ebenso, wenn der Satan den Satan austreibt, so ist er gegen sich selbst entzweit worden; wie wird denn sein Königreich bestehen? 27 Übrigens, wenn ich durch Beelzebub die Dämọnen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. 28 Wenn ich aber durch Gottes Geist die Dämọnen austreibe, so hat euch das Königreich Gottes wirklich eingeholt. 29 Oder wie kann jemand in das Haus eines Starken eindringen und seine bewegliche Habe ergreifen, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Und dann wird er sein Haus plündern. 30 Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.31 Deswegen sage ich euch: Jede Art von Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. 32 Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.
Markus 3:19-30und Judas Iskạriot, der ihn später verriet.Und er ging in ein Haus. 20 Wieder einmal kam die Volksmenge zusammen, so daß sie nicht einmal ein Mahl einnehmen konnten. 21 Als aber seine Verwandten davon hörten, gingen sie hin, um sich seiner zu bemächtigen, denn sie sagten: „Er ist von Sinnen.“ 22 Auch die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabkamen, sagten: „Er hat [den] Beelzebub, und er treibt die Dämọnen durch den Herrscher der Dämọnen aus.“ 23 Nachdem er sie nun zu sich gerufen hatte, begann er in Gleichnissen zu ihnen zu sprechen: „Wie kann Satan [den] Satan austreiben? 24 Nun, wenn ein Königreich gegen sich selbst entzweit wird, so kann dieses Königreich nicht bestehen; 25 und wenn ein Haus gegen sich selbst entzweit wird, wird dieses Haus nicht bestehen können. 26 Ebenso wenn der Satan gegen sich selbst aufgestanden und entzweit worden ist, kann er nicht bestehen, sondern nimmt ein Ende. 27 In der Tat, niemand, der in das Haus eines Starken eingedrungen ist, kann seine bewegliche Habe plündern, wenn er nicht zuerst den Starken bindet, und dann wird er sein Haus plündern. 28 Wahrlich, ich sage euch, daß den Söhnen der Menschen alles vergeben werden wird, was auch immer ihre Sünden und Lästerungen sein mögen, die sie lästernd begehen. 29 Wer immer aber gegen den heiligen Geist lästert, erlangt niemals Vergebung, sondern ist ewiger Sünde schuldig.“ 30 Dies, weil sie sagten: „Er hat einen unreinen Geist.“
Johannes 7:5 Seine Brüder übten tatsächlich keinen Glauben an ihn aus.
Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte
Liebe Doreen,
Es stimmt, dass ja auch gemäß der Bibel Jesus unter Gott eine untergeordnete Rolle spielt. Das bestätigt ja auch Jesus selbst in vielen Bibelversen. Gleich an 2. Stelle in der Bibel und auch bei JZ kommt Jesus. Ich muss es wissen, bin schon seit 40 Jahren dabei. Jesus spielt eine große Rolle, aber wir beten ihn nicht an, sondern nur Gott, so wie es ja auch Jesus tat und seinen Jüngern zeigte. Allein dieses Buch aus dem ich diese Kapitel kopiere, dass über das ganze Leben Jeus berichtet zeigt schon dass Jesus eine große Rolle spielt. Ich glaube nicht dass man das an einem Tag auf einem Kongress festmachen kann.
Lieben Gruß
Maggie
Es stimmt, dass ja auch gemäß der Bibel Jesus unter Gott eine untergeordnete Rolle spielt. Das bestätigt ja auch Jesus selbst in vielen Bibelversen. Gleich an 2. Stelle in der Bibel und auch bei JZ kommt Jesus. Ich muss es wissen, bin schon seit 40 Jahren dabei. Jesus spielt eine große Rolle, aber wir beten ihn nicht an, sondern nur Gott, so wie es ja auch Jesus tat und seinen Jüngern zeigte. Allein dieses Buch aus dem ich diese Kapitel kopiere, dass über das ganze Leben Jeus berichtet zeigt schon dass Jesus eine große Rolle spielt. Ich glaube nicht dass man das an einem Tag auf einem Kongress festmachen kann.
Lieben Gruß
Maggie
