Wahlbetrug wirkt sich auf Oel aus

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Regina
Co-Moderator

Wahlbetrug wirkt sich auf Oel aus

Beitrag von Regina »

Der wahre Gewinner der Präsidentschaftswahl in der Elfenbeinküste ist Präsident Gbagbo, der, wie es die ivorische Verfassung bestimmt, vom ivorischen Verfassungsrat – das einzige Staatsorgan, das dazu ermächtigt ist – zum Gewinner erklärt wurde. Der Versuch des Westens, seine eigene Marionette einzusetzen, bildet einen wesentlichen Bestandteil der westlichen Politik des „Krisenmanagements“, das dazu benutzt wird, Afrika zu kontrollieren und seine Ressourcen auszubeuten.

Nur wenige Leser außerhalb der Elfenbeinküste kennen den Hintergrund dieser Angelegenheit, deshalb werde ich zunächst einen Überblick über die jüngere ivorische Geschichte geben.
Regina
Co-Moderator

Félix Houphouët-Boigny

Beitrag von Regina »

Jahrzehntelang unterstützte Frankreich den ivorischen Präsidenten Félix Houphouët-Boigny. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und sein böser Zwilling, die Weltbank, zwangen dem Präsidenten Houphouët-Boigny einen ihrer lokalen Handlanger, Monsieur Outtara, als „Premierminister“ auf.

Während dieser Zeit rückte ein ivorischer Akademiker names Laurent Gbagbo in den Vordergrund als Sprecher einer Volksbewegung, die gegen die Vergewaltigung und Plünderung des ivorischen Volkes durch die vom IWF und der Weltbank verordneten drastischen Einschnitte in den Sozialhaushalt war. Professor Gbagbo wurde bald darauf in das Gefängnis gesteckt, das Verdienst dafür wurde hauptsächlich Premierminister Outtara zugeschrieben.

Nach dem Tod von Präsident Houphouët-Boigny 1993 wurden Wahlen abgehalten. Kurz davor hatte

Elfenbeinküste

Outtara einen internen Machtkampf verloren und das Land verlassen. Er entschied sich, wieder direkt für die westliche Finanzmafia zu arbeiten.

Die Beziehungen zwischen dem neuen ivorischen Präsidenten und Frankreich und den USA wurden immer gespannter; schließlich wurde die gewählte Regierung 1999 durch einen vom Westen unterstützten Staatsstreich gestürzt. Die Drahtzieher hinter den Kulissen waren Outtara und seine westlichen Paten.

Die westliche Politik des Krisenmanagements resultierte im Jahr 2002 in einem üblen Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden der Elfenbeinküste. Der Konflikt entwickelte sich zu einem ethnisch-religiösen Krieg, bei dem der spätere Präsident Laurent Gbagbo die hauptsächlich christlich-ivorische nationalistische Bewegung im Süden anführte, gegen Outtara mit seiner eher muslimisch, von einem hohen Einwandereranteil geprägten Bewegung im Norden, die von seinen westlichen Oberherren finanziert wurde.
Regina
Co-Moderator

Re: Wahlbetrug wirkt sich auf Oel aus

Beitrag von Regina »

Wenn die Elfenbeinküste, oder zumindest der von Gbagbo geführte Süden, diesen Angriffen während der kommenden Monate, möglicherweise Jahre, standhalten kann, dann ist der vom Westen versuchte Staatsstreich per Wahlurne wohl gescheitert. Was das ganze Gerede im Westen über „die Unterstützung der Demokratie in Afrika“ angeht, so muss man sich nur an die Unterstützung des Westens für den vollkommen gefälschten 99 %-Wahlsieg von Meles Zenawi erinnern, den meistgehassten Mann am Horn von Afrika, wenn nicht des gesamten Kontinents. Da in den nächsten Jahren etwa ein Dutzend „Wahlen“ in Afrika anstehen, sollte man auf weitere Staatsstreiche durch „gekaufte, gefälschte oder gestohlene“ Wahlen gefasst machen; das gehört nun einmal zur westlichen Politik des „Krisenmanagements“ in Afrika. Oder anders gesagt, man schafft eine Krise, dann managt oder manipuliert man sie, um die natürlichen und humanen Ressourcen Afrikas noch besser stehlen und plündern zu können. Wenn es um „Demokratie“ geht, scheinen die früheren Kolonialmächte im Westen und ihre Paten in den USA vor nichts zurückzuschrecken bei ihren immer verzweifelter werdenden Versuchen, an ihrer Herrschaft über Afrika festzuhalten. Denn ohne das Öl und den Mineralreichtum Afrikas würden die westlichen Volkswirtschaften langsam zum Stillstand kommen, deshalb bleibt Europa und den USA kaum eine andere Wahl, als immer vergeblicher zu versuchen, ihre einst unangefochtene Macht zu verteidigen.



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Danke Countercurrents
Quelle: http://www.countercurrents.org/mountain230111.htm
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