Das letzte Buch der Bibel

Gertrud
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Re: Das letzte Buch der Bibel

Beitrag von Gertrud »

Liebe Regina, liebe eNTe,

das letzte Buch der Bibel beschreibt, was im Menschen vorgeht, wenn die Kraft des heiligen Geistes ihn ergreift und umgestaltet. Genau dasselbe Thema behandelt auch die große Flut Noachs. Doch da wird einfach nur lapidar erklärt, dass die Flut anstieg bis zum Scheitel. In der Offenbarung des Johannes wird alles detailliert beschrieben: der Anstieg der Kraft in den sieben Etappen, das Sichtbarwerden der unreinen Geister und der Kampf der himmlischen Mächte gegen sie.
Jesus sprach davon so: Joh 4,13- Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, wird niemals wieder Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Damit meinte Er genau dasselbe Geschehen.

Liebe Grüße

Gertrud
eNTe
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Re: Das letzte Buch der Bibel

Beitrag von eNTe »

Liebe Gertrud,
das letzte Buch der Bibel beschreibt, was im Menschen vorgeht, wenn die Kraft des heiligen Geistes ihn ergreift und umgestaltet. Genau dasselbe Thema behandelt auch die große Flut Noachs. Doch da wird einfach nur lapidar erklärt, dass die Flut anstieg bis zum Scheitel. In der Offenbarung des Johannes wird alles detailliert beschrieben: der Anstieg der Kraft in den sieben Etappen, das Sichtbarwerden der unreinen Geister und der Kampf der himmlischen Mächte gegen sie.
Man / frau / mag allerhand Einfälle haben, und die in der Übersetzung wirklich nicht verständliche Bibel mit lauter Eselsbrücken zubauen! Wenn Du auf die Auslegung zugreifst (wie ich es vor ein paar Tagen zeigte) dann gehen die Gedanken ab sofort in eine ganz andere Richtung hinüber!
Regina
Co-Moderator

Re: Das letzte Buch der Bibel

Beitrag von Regina »

Hallo Gertrud , die große Flut Noahs, die Flut mag kleiner vorgekommen sein, alle Kulturen sprechen davon.
Aber der Kahn des Noah gehört für mich in die Fabelwelt.
Regina
Gertrud
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Re: Das letzte Buch der Bibel

Beitrag von Gertrud »

Man / frau / mag allerhand Einfälle haben, und die in der Übersetzung wirklich nicht verständliche Bibel mit lauter Eselsbrücken zubauen! Wenn Du auf die Auslegung zugreifst (wie ich es vor ein paar Tagen zeigte) dann gehen die Gedanken ab sofort in eine ganz andere Richtung hinüber!
Hallo eNTe, glaubst du, die Auslegung ist nur auf eine ganz bestimmte Art möglich?
Ich habe in diesen Geschichten wiedererkannt, was ich selbst erlebe, zuerst in der Geschichte von der großen Flut. Zur Gewißheit wurde dies dann durch die Bedeutung der Namen, die du mir damals erklärt hast. Kannst du dich daran erinnern? Ich war damals äußerst glücklich darüber, denn ich befand mich in der Situation, dass ich mich Jesus anvertraute hatte und die Erlebnisse unter Seiner Führung nicht in der christlichen Lehre einordnen konnte. Oder hat man im Christentum jemals etwas von Chakren gehört?
Damals habe ich wirklich gejubelt, als ich die Geschichte von Noach fand, denn sie erzählt genau das, was ich erlebe. Kurze Zeit später fand ich dann die Offenbarung des Johannes und erkannte sie als dieselbe Geschichte.
Kann eine Auslegung überhaupt eindeutiger bestätigt werden als durch die Praxis?

Liebe Grüße

Gertrud
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Re: Das letzte Buch der Bibel

Beitrag von Gertrud »

die große Flut Noahs, die Flut mag kleiner vorgekommen sein, alle Kulturen sprechen davon.
Aber der Kahn des Noah gehört für mich in die Fabelwelt.
Liebe Regina,
Arche heißt Ruhe und Noach heißt auch Ruhe, soweit ich mich entsinne. Da müssten wir eNTe noch mal interviewen.
Das deutet aber schon darauf hin, dass mit der Arche nicht ein üblicher Kahn gemeint ist sondern halt die Ruhe, in die sich der Mensch begibt (der ohnehin schon die Ruhe selbst ist).
Die Geschichte von der großen Flut im AT ist eine ganz wundervoll komponierte Geschichte. Sie erzählt das Geschehen aus zwei verschiedenen Blickwinkeln, vergleichbar mit einem Kippbild.
Und jeder Ausdruck ist so treffend, sogar auch in der Übersetzung. Ein Eingeweihter erkennt sofort, worum es geht. Ich will mal ein paar aufzählen: Gottessöhne, Töchter der Menschen, Noach, Arche, Quellen der gewaltigen Urflut, Schleusen des Himmels, der Regenbogen

Liebe Grüße

Gertrud
eNTe
Co-Moderator

Re: Das letzte Buch der Bibel

Beitrag von eNTe »

Liebe Gertrud,

Du hast Recht, Noah (noach) heißt Ruhe. Und um das Ruhe gewinnen geht es in der ganzen Geschichte.
Die Arche, tévat, ist eher so etwas wie eine "Schachtel", die bei der "Überflutung" - nun philosophisch gesehen die ganzen "Tiere" (das gleiche Wort ist Leben) fein sortiert nach "rein" und "unrein" irgendwie trocken an Land bringt.

Jedes Stück hat die beiden Seiten in fast allen Worten.
Mit natürlichem Sinn eine spannende Geschichte.
Mit philosophischen Sinn eine weise Lehre.

Wenn es interessiert, zeige ich mal mehr davon.
Wenn Du diese Geschichten "intuitiv" liest, kann es tatsächlich vorkommen, dass Du das gleiche empfindest. Denn trotz aller verschiedener äußerer Kulissen handeln die alle von ein und dem gleichen Thema.

Von diesem Gefühl her kann ich Dir absolut Recht geben. Bevor ich Hebräisch lernte, kannte ich auch derartige Empfindungen, dass ich den Text oft anders empfand, Die Texte sind normal auch zum inspirieren gedacht. Vorstellungen darf man sich Tausend machen - aber die Geschichte soll bleiben wie sie ist.
Gertrud
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Re: Das letzte Buch der Bibel

Beitrag von Gertrud »

Liebe eNTe, das passt ja ganz hervorragend, was du da schreibst. Es geht um eine Reinigung, habe ich dich da richtig verstanden?
Und am Ende kommt da aus der Arche ein neuer Mensch auf einer neuen Erde heraus, ein Mensch, der fruchtbar ist, weil er den Segen Gottes hat?
Das Leben wird vermehrt. Die Reinigung bewirkt, dass die Kraft Gottes durch den Menschen wirken kann, so sehe ich das.

Die Herleitung aus den Worten würde mich interessieren, gerade bei dieser Geschichte, weil sie mir soviel sagt.

Liebe Grüße

Gertrud
eNTe
Co-Moderator

Re: Das letzte Buch der Bibel

Beitrag von eNTe »

Liebe Gertrud,

man kann zwar in Metaphern so reden
Und am Ende kommt da aus der Arche ein neuer Mensch auf einer neuen Erde heraus, ein Mensch, der fruchtbar ist, weil er den Segen Gottes hat?
Ich befürchte aber, damit kommt man ziemlich weit weg vom Eigentlichen.
Wie gesagt, das reicht bloß für ein Nebelkuckucksheim. Da ist alles trüb. Keiner weiß was er wirklich tun kann. Ist nur ein zugiges Luftschlösserleben, aus denen so mancher schon auf den Boden der Tatsachen fiel.

Die Geschichte Noah, als er die Arche an Land hatte, dann das Geschlecht Hams verfluchte, führte wegen der so geglaubten Form, die in allen Übersetzungen stand, zur Sklavenhaltung der Neger. Weil Noah den Ham verfluchte. Man liest in einem Abschnitt, dass Ham in Kusch war, setzte es in Verbindung mit Afrika.
Somit diente die Stelle in Amerika als Legitimation für den Sklavenhandel (Quelle Martin Luther King) und die Buren benutzen diesen schrecklichen Abschnitt für die Apartheit in Südafrika. Dies alles führte zu unzähligen Menschenopfern - nur weil einige die Bibel nicht richtig lesen hatten können.

Zur angeblichen Verw�ünschung kam es so: Die Lutherbibel erzä�hlt in Gen. 9. 20, dass Noah nach der Flut Weinberge pflanzte. Davon hat er Wein ausgegoren, sich m�ächtig besoffen und wurde nackt von Ham entdeckt. Natü�rlich spielt nicht dieser peinliche Vorfall die Hauptrolle. Die Auslegung erklärt, dass die Ruhe vom aufschäumen ganz besoffen wurde. Wein kommt von javan, h�ängt mit dem Wort ausg�ären oder aufsch�äumen zusammen und bedeutet ebenso kritisieren, irritieren.
Noah, die Ruhe irritiert? Noah ward besoffen.

Lutherbibel:
Gen.9.22 Da nun Ham, Kanaans Vater, sah seines Vaters Scham, sagte er�s seinen beiden Br�üdern drauß�en.


Auslegung:
Als Erregtsein (Ham) den Wunsch des Unterdrü�ckens sah (Kanaans Vater)
bemerkte er die Bl��öße und sagte es den anderen.

Lutherbibel:
Gen.9.23 Da nahm Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihre beiden Schultern und gingen r�ücklings hinzu und deckten ihres Vaters Scham zu; und ihr Angesicht war abgewandt, da� sie ihres Vaters Scham nicht sahen.


Auslegung:
Die beiden, dort und wo es schö�ner war (Sem = dort und Japhet= schö�n) setzten das voran, damit die Seite abgewandt war, dass man die Bl��öße nicht sah.

Als nun Noah aus seinem "Rausch" aufwachte, verfluchte er Kanaan, was unterdrü�cken hei�ßt. Zusä�tzlich heißt es geschlagen geben oder unterwerfen. "Das mache nur Arbeit unter den Brü�dern!"
Gelobt hat er, dass Sem und Japhet die Bloßstellung mit einer Lü�ge, mit einem Kleid bedeckten und von hinten her dran gingen.
Gertrud
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Re: Das letzte Buch der Bibel

Beitrag von Gertrud »

Liebe eNTe,

es ist tatsächlich entsetzlich wie die Bibel missbraucht wurde und wird, um Menschen zu unterdrücken. Selbst in Israel, wo es ja eigentlich nicht die entsprechenden Sprachschwierigkeiten geben sollte, meinen manche orthodoxe Kreise immer noch, Gott habe den Befehl gegeben, die Palästinenser (Philister) zu bekriegen.
Mir würde vor allem daran liegen, Gen 6-9,17 mit der Offb und mit Joh zu vergleichen. Ich finde nämlich, dort wird jeweils dieselbe Reinigung beschrieben.

Gen 9,18-28 kann man nur aus der Bedeutung der Namen her verstehen, das müsste eigentlich jedem klar sein. Bisher war diese Geschichte für mich ganz dunkel und ich fand überhaupt keinen Zugang.
Danke für deine Darlegung, jetzt wird es ein wenig lichter für mich, wenn ich auch noch nicht ganz klar sehe.
Ganz allgemein gesehen erzählt die Geschichte von der großen Flut, wie rückgängig gemacht wird, was im Garten Eden geschah, so aus meiner Sicht.
Der Mensch, dessen Modus vivendi nach dem Sündenfall durch die Erkenntnis von Gut und Böse bestimmt wurde, kehrt zurück zu der Lebensform, die durch die Liebe bestimmt wird. Er ist mit der Liebe selbst, mit Gott verbunden, Liebe strahlt aus seinem Herzen aus und bestimmt alle seine Taten. Weil alle seine Taten von Liebe erfüllt sind, sind sie gesegnet.
Mit scheint, das ist auch der Sinn von Gen 9, 18-28.
Vergleiche mal Gen 3 14-19. Dieses alles gilt nach der Reinigung durch die große Flut nicht mehr.
Alles Herrschenwollen, Unterdrücken wollen und Unterdrückung erleiden soll nicht mehr sein.
Die Taten anderer betrachtet man nicht mehr urteilend sondern in Liebe.
Soweit bisher meine Gedanken dazu.

Liebe Grüße

Gertrud
eNTe
Co-Moderator

Re: Das letzte Buch der Bibel

Beitrag von eNTe »

Liebe Gertrud,
Ganz allgemein gesehen erzählt die Geschichte von der großen Flut, wie rückgängig gemacht wird, was im Garten Eden geschah, so aus meiner Sicht.
Die Geschichten Genesis 3 und die Sintflut hängen zeitlich nicht zusammen und kommen vermutlich auch aus ganz anderen Ländern. Wir kennen das Gilgamesch-Epos, das ähnlich wie die Geschichte Noah erzählt.
Du liebe Gertrud hast zwar in Deinen Gedanken recht, indem Du Dir die Reinigung vorstellst, ein sicher schöner Gedanke.

Dagegen spricht wie gesagt eine Menge aus Einzelschritten.
Noah ist in sich ein Lehrstoff über Gesetze.
Noach (Ruhe) hatte drei Söhne (enthält Komponenten)
Sem, Ham und Japhet
Dort erwärmt man sich und es ist schön

Bei Kälte wird man unruhig oder wenn alles fad ist, wäre ein keine gute Ruhe
Mit neuen Plänen ist eine Art bewegter Ruhe.
Wo es schön ist, herrscht Zufriedenheit mit Ruhe.

(Man kann die Worte auch noch anders aufteilen. Das würde jetzt aber verwirren)
Über die Wortaufsplittung kommt man zum "Gesetz" je nach Formulierung in der Erzählung wird man da hingeführt.

Die Geschichte vom "Sündenfall" hat nichts mit Gott zu tun und auch nicht mit Adam und Eva. Man hat einfach nur das Wort Gott hingeschrieben. Das Wort JHWH, das dort an der Stelle steht, wurde nicht übersetzt. Da war kein Sündenfall. Sie besprachen das Ratgeben.
Ein schlechter Rat wird zu einer "Erbsünde" korrekt würde man sagen.
Da entstand eine Folgefehler!

Die Sprache war bildlich.
Wir lesen: Die Schlange war klüger als alle Tiere des Feldes.
Ein Verünftiger überlegt, warum ausgerechnet die Schlange?
Ein von der Religion beeinflusster gruselt: Huuu die Schlange, das war bestimmt der Teufel.
Ein Sprachwissenschaftler kennt die Doppelbedeutung von arom, klug oder nackt.
Der lacht dann, wegen der "nackten" Schlange, weil sie keinen Pelz hat.
Einer der weiter denkt, wendet den Scherz auch bei Schlange an und meint:
Klug sein und Ahnung haben! (nichesch ist ahnen, gefühlvoll; nachasch, Schlange)
Die Schlange war klüger als alle Tiere des Feldes.
Oder Ahnung haben auf dem Gebiet, wäre im Leben klüger.

Die Zeit kann von Vergangenheit in Zukunft bei der besonderen Erzählform geändert werden.
Dann kannst Du noch einen Satz mit gefühlvoll machen. Leben ist wie Tier, etc.
So geht es mit jedem Stück weiter. Am Ende ist es eine sehr, sehr bewegende Geschichte, die zeigt, wie Fortschritt herauskommt.
Adam (die Menschheit) ging raus aus dem Paradies, mit Köstlichem zum Fortschritt ...
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