Jesus - der größte Mensch der je lebte

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maggie
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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Beitrag von maggie »

Eine Lektion im Vergeben

JESUS hält sich mit seinen Jüngern offensichtlich immer noch in dem Haus in Kapernaum auf. Nachdem er mit ihnen darüber gesprochen hat, wie Schwierigkeiten unter Brüdern zu handhaben sind, fragt Petrus ihn: „Herr, wievielmal mag mein Bruder gegen mich sündigen und soll ich ihm vergeben?“ Da die Religionslehrer der Juden empfehlen, bis zu dreimal Vergebung zu gewähren, hält es Petrus wahrscheinlich schon für großzügig zu fragen: „Bis zu siebenmal?“

Doch die Vorstellung, darüber sozusagen Aufzeichnungen zu führen, ist an sich schon verkehrt. Jesus korrigiert Petrus: „Ich sage dir: Nicht bis zu siebenmal, sondern: Bis zu siebenundsiebzigmal.“ Damit zeigt er, daß es keine Obergrenze gibt, wie oft Petrus seinem Bruder vergeben sollte.

Um den Jüngern ihre Verpflichtung zu vergeben deutlich vor Augen zu führen, erzählt Jesus nun ein Gleichnis. Es handelt von einem König, der mit seinen Sklaven abrechnen will. Ein Sklave wird vor ihn gebracht, der ihm 60 000 000 Denare schuldet. Er kann das Geld auf gar keinen Fall zurückzahlen. Daher, so erklärt Jesus, befiehlt der König, daß der Sklave, seine Frau und seine Kinder verkauft werden sollen und Zahlung erfolgen soll.

Daraufhin wirft sich der Sklave seinem Herrn zu Füßen und bittet inständig: „Hab Geduld mit mir, und ich will dir alles zurückzahlen.“

Von Mitleid mit ihm bewegt, erläßt der Herr dem Sklaven barmherzigerweise die enorme Schuld. Doch unmittelbar darauf, so fährt Jesus fort, trifft dieser Sklave einen Mitsklaven, der ihm nur 100 Denare schuldet. Der Mann packt seinen Mitsklaven, beginnt ihn zu würgen und sagt: „Zahl zurück, was du mir schuldest.“

Der andere Sklave hat das Geld jedoch nicht. Deshalb fällt er seinem Gläubiger zu Füßen und bittet: „Hab Geduld mit mir, und ich will es dir zurückzahlen.“ Der Sklave übt jedoch nicht wie sein Herr Barmherzigkeit, sondern läßt seinen Mitsklaven ins Gefängnis werfen.

Jesus erzählt weiter, daß andere Sklaven das sehen und es dem Herrn berichten. Dieser ist empört und läßt den Sklaven rufen. „Böser Sklave“, sagt er, „ich habe deine ganze Schuld getilgt, als du mich inständig batest. Hättest nicht auch du gegen deinen Mitsklaven barmherzig sein sollen, wie auch ich gegen dich barmherzig war?“ Voller Zorn überliefert der Herr den unbarmherzigen Sklaven den Gefängniswärtern, bis er alles, was er ihm schuldet, zurückgezahlt habe.

Jesus sagt abschließend: „In gleicher Weise wird mein himmlischer Vater auch mit euch verfahren, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder aus eurem Herzen heraus vergebt.“

Welch eine wunderbare Lektion im Vergeben! Verglichen mit der ungeheuren Sündenschuld, die Gott uns vergeben hat, ist jede Verfehlung eines christlichen Bruders gegen uns wirklich unbedeutend. Außerdem hat uns Jehova bereits Tausende von Malen vergeben. Oft sind wir uns unserer Sünden gegen ihn nicht einmal bewußt. Sollte es uns angesichts dessen nicht möglich sein, unserem Bruder mehrmals zu vergeben, selbst wenn wir berechtigten Grund zur Klage hätten? Denke daran, daß Gott ‘uns unsere Schulden vergeben wird, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben’, wie es Jesus in der Bergpredigt lehrte.


Matthäus 18:21-35Dann trat Petrus herzu und sagte zu ihm: „Herr, wievielmal mag mein Bruder gegen mich sündigen und soll ich ihm vergeben? Bis zu siebenmal?“ 22 Jesus sprach zu ihm: „Ich sage dir: Nicht bis zu siebenmal, sondern: Bis zu siebenundsiebzigmal.23 Darum ist das Königreich der Himmel einem Menschen, einem König, gleich geworden, der mit seinen Sklaven abrechnen wollte. 24 Als er mit der Abrechnung anfing, wurde ein Mann hereingebracht, der ihm zehntausend Talente [= 60 000 000 Denạre] schuldete. 25 Weil er aber nicht die Mittel hatte, [es] zurückzuzahlen, befahl sein Herr, daß er und seine Frau und seine Kinder und alle seine Habe verkauft werden und Zahlung erfolgen sollte. 26 Deshalb fiel der Sklave nieder und begann ihm zu huldigen, indem er sprach: ‚Hab Geduld mit mir, und ich will dir alles zurückzahlen.‘ 27 Darüber von Mitleid bewegt, ließ der Herr dieses Sklaven ihn gehen und tilgte seine Schuld. 28 Dieser Sklave jedoch ging hinaus und fand einen seiner Mitsklaven, der ihm hundert Denạre schuldete; und er packte ihn und begann ihn zu würgen, indem er sagte: ‚Zahl zurück, was du [mir] schuldest.‘ 29 Deshalb fiel sein Mitsklave nieder und begann ihn inständig zu bitten, indem er sprach: ‚Hab Geduld mit mir, und ich will [es] dir zurückzahlen.‘ 30 Er wollte aber nicht, sondern ging hin und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er das, was er [ihm] schuldete, zurückzahle. 31 Als nun seine Mitsklaven sahen, was geschehen war, wurden sie tief betrübt, und sie gingen hin und machten ihrem Herrn alles klar, was geschehen war. 32 Darauf rief ihn sein Herr zu sich und sagte zu ihm: ‚Böser Sklave, ich habe deine ganze Schuld getilgt, als du mich inständig batest. 33 Hättest nicht auch du gegen deinen Mitsklaven barmherzig sein sollen, wie auch ich gegen dich barmherzig war?‘ 34 Und erzürnt überlieferte ihn sein Herr den Gefängniswärtern, bis er alles, was er [ihm] schuldete, zurückzahle. 35 In gleicher Weise wird mein himmlischer Vater auch mit euch verfahren, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder aus eurem Herzen heraus vergebt.“

6:12und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben.

Kolosser 3:13Fahrt fort, einander zu ertragen und einander bereitwillig zu vergeben, wenn jemand Ursache zu einer Klage gegen einen anderen hat. So, wie Jehova euch bereitwillig vergeben hat, so tut auch ihr.
maggie
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Beitrag von maggie »

Eine heimliche Reise nach Jerusalem

ES IST jetzt Herbst 32 u. Z., kurz vor dem Laubhüttenfest. Seit dem Passah des vorigen Jahres, als die Juden Jesus zu töten suchten, hat er seine Tätigkeit hauptsächlich auf Galiläa beschränkt. Wahrscheinlich war er seitdem nur anläßlich der drei jährlichen Feste der Juden in Jerusalem.

Jesus wird nun von seinen Brüdern aufgefordert: „Geh weg von hier, und begib dich nach Judäa.“ Jerusalem ist die Hauptstadt Judäas und das religiöse Zentrum des ganzen Landes. Seine Brüder argumentieren: „Niemand tut etwas im verborgenen, während er selbst öffentlich bekannt zu werden sucht.“

Jakobus, Simon, Joseph und Judas glauben zwar nicht, daß Jesus, ihr älterer Bruder, wirklich der Messias ist, aber sie würden es gern sehen, daß er seine Wunderkräfte allen zum Fest Versammelten demonstriert. Jesus ist sich jedoch der Gefahr bewußt. „Die Welt hat keinen Grund, euch zu hassen“, bemerkt er, „mich aber haßt sie, weil ich über sie Zeugnis ablege, daß ihre Werke böse sind.“ Daher sagt Jesus zu seinen Brüdern: „Ihr geht zum Fest hinauf; ich gehe noch nicht zu diesem Fest hinauf.“

Die eigentliche Feier des Laubhüttenfestes dauert sieben Tage. Am achten Tag folgen zum Ausklang weitere feierliche Handlungen. Das Fest kennzeichnet den Abschluß des landwirtschaftlichen Jahres und ist eine Zeit großer Freude und der Danksagung. Einige Tage nachdem Jesu Brüder mit der Hauptgruppe der Reisenden aufgebrochen sind, macht sich auch Jesus mit seinen Jüngern heimlich auf. Sie sind darauf bedacht, möglichst nicht gesehen zu werden. Aus diesem Grund schlagen sie die Route über Samaria ein und gehen nicht auf der von den meisten benutzten Straße am Jordan.

Da Jesus und seine Begleiter Unterkunft in einem samaritischen Dorf benötigen, werden Boten vorausgesandt, die Vorbereitungen treffen sollen. Als die Leute aber erfahren, daß sie auf dem Weg nach Jerusalem sind, weigern sie sich, irgend etwas für Jesus zu tun. Aufgebracht fragen Jakobus und Johannes: „Herr, willst du, daß wir sagen, es solle Feuer vom Himmel herabkommen und sie vertilgen?“ Jesus erteilt ihnen wegen dieses Vorschlags jedoch eine Zurechtweisung, und sie begeben sich in ein anderes Dorf.

Unterwegs sagt ein Schriftgelehrter zu Jesus: „Lehrer, ich will dir folgen, wohin du auch gehst.“

„Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels haben Schlafsitze“, entgegnet Jesus, „der Menschensohn aber hat keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen kann.“ Jesus erklärt dem Schriftgelehrten, daß es für ihn Härten bedeuten würde, sein Jünger zu sein. Und es ist naheliegend, daß der Mann zu stolz ist, ein solches Leben zu führen.

Zu einem anderen Mann sagt Jesus: „Folge mir nach.“

„Erlaube mir, zuerst hinzugehen und meinen Vater zu begraben“, antwortet der Mann.

„Laß die Toten ihre Toten begraben“, erwidert Jesus, „du aber geh hin, und verkündige das Königreich Gottes weit und breit.“ Der Vater dieses Mannes ist offensichtlich noch gar nicht gestorben, da sein Sohn sonst wahrscheinlich nicht bei Jesus wäre, um ihm zuzuhören. Der Betreffende erbittet sich anscheinend Zeit, erst den Tod seines Vaters abzuwarten. Er ist nicht bereit, das Königreich Gottes in seinem Leben allem voranzustellen.

Während sie auf der Straße nach Jerusalem weiterziehen, sagt ein anderer Mann zu Jesus: „Ich will dir folgen, Herr; doch erlaube mir zuerst, meinen Hausgenossen Lebewohl zu sagen.“

Darauf entgegnet Jesus: „Niemand, der seine Hand an einen Pflug gelegt hat und nach den Dingen blickt, die dahinten sind, ist für das Königreich Gottes tauglich.“ Wer ein Jünger Jesu sein möchte, muß seinen Blick auf die Königreichsinteressen konzentrieren. Wie eine Furche höchstwahrscheinlich krumm wird, wenn der Pflügende nicht ständig nach vorn schaut, so kann jemand, der zum alten System der Dinge zurückblickt, vom Weg, der zum ewigen Leben führt, abkommen.


Johannes 7:2-10Indes nahte das Fest der Juden, das Laubhüttenfest. 3 Darum sagten seine Brüder zu ihm: „Geh weg von hier, und begib dich nach Judạ̈a, damit auch deine Jünger die Werke sehen, die du tust. 4 Denn niemand tut etwas im verborgenen, während er selbst öffentlich bekannt zu werden sucht. Wenn du diese Dinge tust, so mache dich der Welt offenbar.“ 5 Seine Brüder übten tatsächlich keinen Glauben an ihn aus. 6 Daher sagte Jesus zu ihnen: „Meine bestimmte Zeit ist noch nicht da, doch eure bestimmte Zeit ist stets da. 7 Die Welt hat keinen Grund, euch zu hassen, mich aber haßt sie, weil ich über sie Zeugnis ablege, daß ihre Werke böse sind. 8 Ihr geht zum Fest hinauf; ich gehe noch nicht zu diesem Fest hinauf, weil meine bestimmte Zeit noch nicht völlig gekommen ist.“ 9 Nachdem er ihnen also diese Dinge gesagt hatte, blieb er in Galilạ̈a.10 Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, ging auch er selbst hinauf, nicht öffentlich, sondern wie im verborgenen.

Lukas 9:51-62Weil die Tage nun voll wurden, da er hinaufgenommen werden sollte, richtete er sein Angesicht fest darauf, nach Jerusalem zu gehen. 52 Somit sandte er Boten vor sich her. Und sie gingen hin und traten in ein Dorf der Samarịter ein, um Vorbereitungen für ihn zu treffen; 53 doch nahm man ihn nicht auf, weil sein Angesicht darauf gerichtet war, nach Jerusalem zu gehen. 54 Als die Jünger Jakobus und Johạnnes das sahen, sagten sie: „Herr, willst du, daß wir sagen, es solle Feuer vom Himmel herabkommen und sie vertilgen?“ 55 Er aber wandte sich um und schalt sie. 56 Da begaben sie sich in ein anderes Dorf.57 Als sie nun unterwegs waren, sagte einer zu ihm: „Ich will dir folgen, wohin du auch gehst.“ 58 Und Jesus sprach zu ihm: „Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels haben Schlafsitze, der Menschensohn aber hat keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen kann.“ 59 Dann sagte er zu einem anderen: „Folge mir nach.“ Dieser sprach: „Erlaube mir, zuerst hinzugehen und meinen Vater zu begraben.“ 60 Er aber sprach zu ihm: „Laß die Toten ihre Toten begraben, du aber geh hin, und verkündige das Königreich Gottes weit und breit.“ 61 Und noch ein anderer sagte: „Ich will dir folgen, Herr; doch erlaube mir zuerst, meinen Hausgenossen Lebewohl zu sagen.“ 62 Jesus sprach zu ihm: „Niemand, der seine Hand an einen Pflug gelegt hat und nach den Dingen blickt, die dahinten sind, ist für das Königreich Gottes tauglich.“

Matthäus 8:19-22Und ein gewisser Schriftgelehrter trat herzu und sagte zu ihm: „Lehrer, ich will dir folgen, wohin du auch gehst.“ 20 Jesus aber sagte zu ihm: „Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels haben Schlafsitze, der Menschensohn aber hat keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen kann.“ 21 Dann sagte ein anderer von den Jüngern zu ihm: „Herr, erlaube mir, daß ich zuerst weggehe und meinen Vater begrabe.“ 22 Jesus sprach zu ihm: „Folge mir beständig nach, und laß die Toten ihre Toten begraben.“
maggie
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Beitrag von maggie »

Auf dem Laubhüttenfest

JESUS ist in den fast drei Jahren des Dienstes seit seiner Taufe weithin bekannt geworden. Viele Tausende haben seine Wunder gesehen, und Berichte über seine Tätigkeit sind in jeden Teil des Landes gelangt. Als sich die Juden jetzt anläßlich des Laubhüttenfestes in Jerusalem versammeln, halten sie dort nach ihm Ausschau. „Wo ist dieser Mensch?“ wollen sie wissen.

Man ist sich über Jesus uneins. „Er ist ein guter Mensch“, sagen die einen. „Das ist er nicht, sondern er führt die Volksmenge irre“, behaupten die anderen. Während der ersten Tage des Festes gibt es viel Gemurmel dieser Art. Doch niemand hat den Mut, sich öffentlich für Jesus auszusprechen, weil das Volk Schwierigkeiten von seiten der jüdischen Führer befürchtet.

Als das Fest bereits zur Hälfte vorbei ist, trifft Jesus ein und begibt sich in den Tempel. Die Leute sind erstaunt über seine außergewöhnliche Lehrfähigkeit. Da Jesus keine der rabbinischen Schulen besucht hat, beginnen sie zu überlegen: „Wieso ist dieser Mann gelehrt, da er nicht auf den Schulen studiert hat?“

„Was ich lehre, ist nicht mein, sondern gehört dem, der mich gesandt hat“, erklärt Jesus. „Wenn jemand SEINEN Willen zu tun begehrt, wird er erkennen, ob die Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede.“ Jesu Lehren halten sich eng an Gottes Gesetz. Es sollte daher deutlich zu erkennen sein, daß er Gottes Ehre sucht und nicht seine eigene. „Hat nicht Moses euch das GESETZ gegeben?“ fragt Jesus. Er macht den Vorwurf: „Doch niemand von euch gehorcht dem GESETZ.“

Jesus stellt dann die Frage: „Warum sucht ihr mich zu töten?“

Die versammelten Menschen, wahrscheinlich Festbesucher, wissen nichts von solchen Absichten. Sie halten es für unvorstellbar, daß jemand einen so wunderbaren Lehrer zu Tode bringen möchte. Daher meinen sie, mit Jesus müsse etwas nicht stimmen, weil er so denkt. „Du hast einen Dämon“, sagen sie. „Wer sucht dich zu töten?“

Die Führer der Juden wollen Jesus umbringen, auch wenn die Volksmenge nichts davon ahnt. Als Jesus eineinhalb Jahre zuvor am Sabbat einen Mann geheilt hatte, versuchten die Führer nämlich, ihn zu töten. Jesus weist auf ihre Unvernunft hin, indem er folgendes anführt: „Wenn ein Mensch an einem Sabbat die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz Mose nicht gebrochen werde, grollt ihr mir da, weil ich einen Menschen an einem Sabbat vollständig gesund gemacht habe? Richtet nicht mehr nach der äußeren Erscheinung, sondern fällt ein gerechtes Urteil.“

Einwohner Jerusalems, die die Umstände kennen, melden sich nun zu Wort: „Ist das nicht der Mann, den sie zu töten suchen? Und doch, seht, er redet in der Öffentlichkeit, und man sagt nichts zu ihm. Die Vorsteher haben doch nicht etwa . . . erkannt, daß dieser der Christus ist?“ Diese Bewohner Jerusalems erklären, warum sie nicht glauben, daß Jesus der Christus ist: „Wir . . . wissen, woher dieser Mensch ist; wenn aber der Christus kommt, wird niemand wissen, woher er ist.“

Jesus antwortet: „Ihr kennt mich und wißt auch, woher ich bin. Auch bin ich nicht aus eigenem Antrieb gekommen, sondern der mich gesandt hat, besteht wirklich, und ihr kennt ihn nicht. Ich kenne ihn, weil ich ein Vertreter von ihm bin, und jener hat mich ausgesandt.“ Daraufhin versuchen sie, sich seiner zu bemächtigen, möglicherweise um ihn ins Gefängnis zu werfen oder zu töten. Es gelingt ihnen jedoch nicht, da für Jesus noch nicht die Zeit gekommen ist zu sterben.

Dennoch glauben viele an Jesus, und das aus gutem Grund. Er ist auf dem Wasser gewandelt, hat die Winde und das aufgewühlte Meer beruhigt, durch ein Wunder Tausende mit wenigen Broten und einigen Fischen gespeist, Kranke geheilt, Lahme gesund gemacht, die Augen der Blinden geöffnet, Aussätzige geheilt und sogar Tote auferweckt. Daher fragen sie: „Wenn der Christus gekommen ist, wird er doch nicht etwa mehr Zeichen tun, als dieser getan hat?“

Sobald die Pharisäer hören, daß das Volk hinter vorgehaltener Hand von diesen Dingen spricht, senden sie und die Oberpriester Beamte hin, um Jesus festzunehmen.


Johannes 7:11-32 Daher begannen die Juden auf dem Fest nach ihm zu suchen und sprachen: „Wo ist dieser [Mensch]?“ 12 Und es gab unter den Volksmengen viel Gemurmel über ihn. Die einen sagten: „Er ist ein guter Mensch.“ Andere sagten: „Das ist er nicht, sondern er führt die Volksmenge irre.“ 13 Aus Furcht vor den Juden redete natürlich niemand öffentlich über ihn.14 Als nun das Fest zur Hälfte vorbei war, ging Jesus in den Tempel hinauf und begann zu lehren. 15 Daher begannen sich die Juden zu wundern und sprachen: „Wieso ist dieser Mann gelehrt, da er nicht auf den Schulen studiert hat?“ 16 Jesus dagegen antwortete ihnen und sprach: „Was ich lehre, ist nicht mein, sondern gehört dem, der mich gesandt hat. 17 Wenn jemand SEINEN Willen zu tun begehrt, wird er erkennen, ob die Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. 18 Wer aus sich selbst redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, dieser ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. 19 Hat nicht Moses euch das GESETZ gegeben? Doch niemand von euch gehorcht dem GESETZ. Warum sucht ihr mich zu töten?“ 20 Die Volksmenge antwortete: „Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?“ 21 Als Antwort sagte Jesus zu ihnen: „Eine einzige Tat habe ich gewirkt, und ihr verwundert euch alle. 22 Aus diesem Grund hat Moses euch die Beschneidung gegeben — nicht daß sie von Moses stammt, sondern von den Vorvätern —, und ihr beschneidet einen Menschen an einem Sabbat. 23 Wenn ein Mensch an einem Sabbat die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz Mose nicht gebrochen werde, grollt ihr mir da, weil ich einen Menschen an einem Sabbat vollständig gesund gemacht habe? 24 Richtet nicht mehr nach der äußeren Erscheinung, sondern fällt ein gerechtes Urteil.“25 Daher begannen einige von den Bewohnern Jerusalems zu sagen: „Ist das nicht der Mann, den sie zu töten suchen? 26 Und doch, seht, er redet in der Öffentlichkeit, und man sagt nichts zu ihm. Die Vorsteher haben doch nicht etwa wirklich erkannt, daß dieser der Christus ist? 27 Wir dagegen wissen, woher dieser Mensch ist; wenn aber der Christus kommt, wird niemand wissen, woher er ist.“ 28 Daher rief Jesus aus, als er im Tempel lehrte, und sprach: „Ihr kennt mich und wißt auch, woher ich bin. Auch bin ich nicht aus eigenem Antrieb gekommen, sondern der mich gesandt hat, besteht wirklich, und ihr kennt ihn nicht. 29 Ich kenne ihn, weil ich ein Vertreter von ihm bin, und jener hat mich ausgesandt.“ 30 Infolgedessen suchten sie sich seiner zu bemächtigen, doch niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. 31 Dennoch glaubten viele von der Volksmenge an ihn; und sie fingen an zu sagen: „Wenn der Christus gekommen ist, wird er doch nicht etwa mehr Zeichen tun, als dieser getan hat?“32 Die Pharisäer hörten, daß das Volk diese Dinge über ihn murmelte, und die Oberpriester und die Pharisäer sandten Beamte hin, um sich seiner zu bemächtigen.
maggie
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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

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Es gelingt nicht, ihn festzunehmen

NOCH während des Laubhüttenfestes senden die religiösen Führer Beamte aus, die Jesus festnehmen sollen. Dennoch versucht Jesus nicht, sich zu verstecken, sondern lehrt weiterhin öffentlich. Er sagt: „Ich bleibe noch eine kleine Weile bei euch, ehe ich zu dem gehe, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen, doch werdet ihr mich nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen.“

Die Juden können das nicht verstehen und sagen daher unter sich: „Wohin beabsichtigt dieser zu gehen, so daß wir ihn nicht finden werden? Er beabsichtigt doch nicht etwa, zu den unter den Griechen versprengten Juden zu gehen und die Griechen zu lehren? Was bedeutet das Wort, das er sprach: ‚Ihr werdet mich suchen, doch werdet ihr mich nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen.‘?“ Jesus hat natürlich von seinem näher rückenden Tod gesprochen sowie von seiner Auferstehung zu Leben im Himmel, wo ihn seine Feinde nicht erreichen können.

Nun ist der siebte und somit letzte Tag des Festes gekommen. Während des Festes hat ein Priester jeden Morgen Wasser, das er aus dem Teich von Siloam geschöpft hat, ausgegossen, so daß es zum Grund des Altars floß. Jesus erinnert das Volk wahrscheinlich an diese tägliche Zeremonie, als er ausruft: „Wenn jemand durstig ist, komme er zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, so wie die Schrift gesagt hat: ‚Aus dessen Innerstem werden Ströme lebendigen Wassers fließen.‘ “

Jesus spricht hier über die großartigen Auswirkungen der Ausgießung des heiligen Geistes, der zu Pfingsten des folgenden Jahres ausgegossen wird. Die Ströme lebendigen Wassers beginnen zu fließen, als die 120 Jünger anfangen, den Menschen zu predigen. Aber bis dahin gibt es in dem Sinne keinen Geist, daß noch keiner der Jünger Christi mit heiligem Geist gesalbt und zu himmlischem Leben berufen worden ist.

Aufgrund der Lehren Jesu beginnen einige zu sagen: „Dieser ist bestimmt DER PROPHET“ und meinen damit offensichtlich den Propheten, größer als Moses, dessen Kommen verheißen worden war. Andere sagen: „Dieser ist der Christus.“ Es wird jedoch der Einwand erhoben: „Der Christus kommt doch eigentlich nicht aus Galiläa? Hat nicht die Schrift gesagt, daß der Christus aus der Nachkommenschaft Davids und aus Bethlehem, dem Dorf, komme, wo David zu sein pflegte?“

So entsteht eine Spaltung unter der Volksmenge. Einige wollen Jesus festnehmen, aber niemand wagt es, Hand an ihn zu legen. Als die Beamten ohne Jesus zurückkehren, fragen die Oberpriester und Pharisäer: „Wie kommt es, daß ihr ihn nicht hergebracht habt?“

„Nie hat ein anderer Mensch auf diese Weise geredet“, antworten die Beamten.

Voller Ärger lassen sich die religiösen Führer zu Spott, Falschdarstellungen und Beschimpfungen hinreißen. Sie höhnen: „Ihr seid doch nicht etwa auch irregeführt worden? Es glaubt doch niemand von den Vorstehern oder den Pharisäern an ihn? Diese Volksmenge aber, die das GESETZ nicht kennt, verfluchte Leute sind sie.“

Daraufhin wagt es Nikodemus, ein Pharisäer und Vorsteher der Juden (d. h. ein Mitglied des Sanhedrins), für Jesus zu sprechen. Wir erinnern uns vielleicht, daß Nikodemus zweieinhalb Jahre zuvor in der Nacht zu Jesus kam, um ihm zu sagen, daß er Glauben an ihn ausübe. Jetzt sagt Nikodemus: „Unser Gesetz richtet doch einen Menschen nicht, es habe ihn denn zuvor gehört und habe erkannt, was er tut?“

Daß einer von ihnen Jesus verteidigt, schürt den Ärger der Pharisäer noch mehr. „Du bist doch nicht etwa auch aus Galiläa?“ fragen sie sarkastisch. „Forsche nach und sieh, daß kein Prophet aus Galiläa erweckt wird.“

Die Schrift spricht zwar nicht direkt vom Kommen eines Propheten aus Galiläa, aber sie deutet doch an, daß der Christus von dort kommen werde, da es heißt, daß in diesem Gebiet „ein großes Licht“ zu sehen sei. Außerdem wurde Jesus als ein Nachkomme Davids in Bethlehem geboren. Obwohl die Pharisäer das wahrscheinlich wissen, sind sie offenbar dafür verantwortlich, daß unter dem Volk falsche Ansichten über Jesus verbreitet werden.


Johannes 7:32-52Die Pharisäer hörten, daß das Volk diese Dinge über ihn murmelte, und die Oberpriester und die Pharisäer sandten Beamte hin, um sich seiner zu bemächtigen. 33 Daher sprach Jesus: „Ich bleibe noch eine kleine Weile bei euch, ehe ich zu dem gehe, der mich gesandt hat. 34 Ihr werdet mich suchen, doch werdet ihr mich nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen.“ 35 Deshalb sagten die Juden unter sich: „Wohin beabsichtigt dieser zu gehen, so daß wir ihn nicht finden werden? Er beabsichtigt doch nicht etwa, zu den unter den Griechen versprengten [Juden] zu gehen und die Griechen zu lehren? 36 Was bedeutet das Wort, das er sprach: ‚Ihr werdet mich suchen, doch werdet ihr mich nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen.‘?“37 Nun, an dem letzten Tag, dem großen Tag des Festes, stand Jesus auf, und er rief aus, indem er sprach: „Wenn jemand durstig ist, komme er zu mir und trinke. 38 Wer an mich glaubt, so wie die Schrift gesagt hat: ‚Aus dessen Innerstem werden Ströme lebendigen Wassers fließen.‘ “ 39 Das sagte er jedoch hinsichtlich des Geistes, den die, die an ihn glauben, empfangen sollten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war. 40 Daher begannen einige von der Volksmenge, die diese Worte hörten, zu sagen: „Dieser ist bestimmt DER PROPHET.“ 41 Andere sagten: „Dieser ist der Christus.“ Aber einige sagten: „Der Christus kommt doch eigentlich nicht aus Galilạ̈a? 42 Hat nicht die Schrift gesagt, daß der Christus aus der Nachkommenschaft Davids und aus Bẹthlehem, dem Dorf, komme, wo David zu sein pflegte?“ 43 Daher entstand seinetwegen eine Spaltung unter der Volksmenge. 44 Einige von ihnen wollten sich jedoch seiner bemächtigen, doch keiner legte Hand an ihn.45 Darum gingen die Beamten zu den Oberpriestern und Pharisäern zurück, und die Letztgenannten sprachen zu ihnen: „Wie kommt es, daß ihr ihn nicht hergebracht habt?“ 46 Die Beamten erwiderten: „Nie hat ein [anderer] Mensch auf diese Weise geredet.“ 47 Darauf antworteten die Pharisäer: „Ihr seid doch nicht etwa auch irregeführt worden? 48 Es glaubt doch niemand von den Vorstehern oder den Pharisäern an ihn? 49 Diese Volksmenge aber, die das GESETZ nicht kennt, verfluchte Leute sind sie.“ 50 Nikodẹmus, der zuvor zu ihm gekommen war und der einer von ihnen war, sagte zu ihnen: 51 „Unser Gesetz richtet [doch] einen Menschen nicht, es habe ihn denn zuvor gehört und habe erkannt, was er tut?“ 52 Sie gaben ihm zur Antwort: „Du bist doch nicht etwa auch aus Galilạ̈a? Forsche nach und sieh, daß kein Prophet aus Galilạ̈a erweckt wird.“

Jesaja 9:1, 2Indes wird die Düsterheit nicht so sein wie [zu der Zeit], da das Land in Bedrängnis war, wie zu der früheren Zeit, als man das Land Sẹbulon und das Land Nạphtali mit Verachtung behandelte und als man [es] zur späteren Zeit zu Ehren bringen ließ — den Weg am Meer, in der Gegend des Jordan, Galilạ̈a der Nationen. 2 Das Volk, das in der Finsternis wandelte, hat ein großes Licht gesehen. Was die im Land tiefen Schattens Wohnenden betrifft, Licht ist über ihnen aufgeleuchtet.

Matthäus 4:13-17Und nachdem er Nạzareth verlassen hatte, kam er und nahm Wohnsitz in Kapẹrnaum, das am Meer in dem Gebiet von Sẹbulon und Nạphtali liegt, 14 damit erfüllt werde, was durch Jesaja, den Propheten, geredet worden war, welcher sagt: 15 „O Land Sẹbulon und Land Nạphtali an der Straße des Meeres, jenseits des Jordan, Galilạ̈a der Nationen! 16 Das Volk, das in Finsternis saß, sah ein großes Licht, und denen, die in einer Gegend des Todesschattens saßen: Licht ging ihnen auf.“ 17 Von dieser Zeit an fing Jesus an zu predigen und zu sagen: „Bereut, denn das Königreich der Himmel hat sich genaht.“
maggie
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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

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Weitere Belehrung am siebten Tag

ES IST immer noch der siebte und letzte Tag des Laubhüttenfestes. Jesus lehrt in einem Teil des Tempels, der die „Schatzhalle“ genannt wird. Sie befindet sich offenbar im sogenannten Vorhof der Frauen, wo die Kästen stehen, in die die Leute ihre Spenden einwerfen.

Während des Festes wird dieser Bereich des Tempels nachts auf besondere Weise beleuchtet. Vier riesige Leuchter mit je vier großen Schalen voll Öl sind dort aufgestellt worden. Das Licht dieser Leuchter, in deren 16 Schalen das Öl brennt, reicht aus, um in der Nacht auch die entferntere Umgebung zu beleuchten. Das, was Jesus jetzt sagt, mag seine Zuhörer an diese Beleuchtung erinnern. „Ich bin das Licht der Welt“, verkündet er. „Wer mir nachfolgt, wird keineswegs in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens besitzen.“

Die Pharisäer wenden ein: „Du legst Zeugnis über dich selbst ab; dein Zeugnis ist nicht wahr.“

Jesus gibt ihnen darauf zur Antwort: „Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis wahr, weil ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe. Ihr aber wißt nicht, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe.“ Er fügt hinzu: „Ich bin es, der Zeugnis über mich selbst ablegt, und der Vater, der mich gesandt hat, legt Zeugnis über mich ab.“

„Wo ist dein Vater?“ wollen die Pharisäer wissen.

„Ihr kennt weder mich noch meinen Vater“, antwortet Jesus. „Würdet ihr mich kennen, so würdet ihr auch meinen Vater kennen.“ Obwohl die Pharisäer Jesus immer noch festnehmen möchten, legt doch niemand Hand an ihn.

„Ich gehe weg“, sagt Jesus noch einmal. „Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen.“

Daraufhin beginnen sich die Juden zu fragen: „Er wird sich doch nicht etwa selbst töten? Denn er sagt: ‚Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen.‘ “

„Ihr seid von den unteren Bereichen“, erklärt Jesus. „Ich bin von den oberen Bereichen. Ihr seid von dieser Welt; ich bin nicht von dieser Welt.“ Dann fügt er hinzu: „Wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.“

Jesus bezieht sich hier natürlich auf seine vormenschliche Existenz und darauf, daß er der verheißene Messias oder Christus ist. Dennoch fragt man ihn, zweifellos mit großer Verachtung: „Wer bist du?“

Auf diese Zurückweisung entgegnet Jesus: „Warum rede ich überhaupt zu euch?“ Doch er fährt fort: „Der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und gerade die Dinge, die ich von ihm gehört habe, rede ich in der Welt.“ Jesus sagt des weiteren: „Wenn ihr einst den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin und daß ich nichts aus eigenem Antrieb tue; sondern so, wie der Vater mich gelehrt hat, rede ich diese Dinge. Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht mir selbst überlassen, weil ich allezeit das tue, was ihm wohlgefällig ist.“

Als Jesus diese Dinge redet, glauben viele an ihn. Zu diesen sagt er: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

„Wir sind Nachkommen Abrahams und sind niemals jemandes Sklaven gewesen“, wenden seine Widersacher ein. „Wieso sagst du: ‚Ihr werdet frei werden.‘?“

Obwohl die Juden oft genug unter fremder Herrschaft gestanden haben, erkennen sie keinen Bedrücker als Herrn an. Sie weisen es zurück, Sklaven genannt zu werden. Doch Jesus macht sie darauf aufmerksam, daß sie tatsächlich Sklaven sind. In welcher Hinsicht? „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Sklave der Sünde.“

Daß die Juden diese Sklaverei ableugnen, bringt sie in eine gefährliche Lage. „Überdies bleibt der Sklave nicht für immer im Haus; der Sohn bleibt für immer“, erklärt Jesus. Da ein Sklave keinen Erbanspruch hat, muß er jederzeit mit Entlassung rechnen. Nur der tatsächlich in die Hausgemeinschaft hineingeborene oder adoptierte Sohn bleibt „für immer“, das heißt, solange er lebt.

„Darum, wenn euch der Sohn frei macht, werdet ihr tatsächlich frei sein“, fährt Jesus fort. Die Wahrheit, die die Menschen frei macht, ist somit die Wahrheit über den Sohn, Jesus Christus. Nur durch das Opfer seines vollkommenen menschlichen Lebens kann jemand von der todbringenden Sünde befreit werden.


Johannes 8:12-36 Daher redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird keineswegs in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens besitzen.“ 13 Infolgedessen sagten die Pharisäer zu ihm: „Du legst Zeugnis über dich selbst ab; dein Zeugnis ist nicht wahr.“ 14 Jesus gab ihnen zur Antwort: „Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis wahr, weil ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe. Ihr aber wißt nicht, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe. 15 Ihr richtet nach dem Fleisch; ich richte überhaupt niemand. 16 Und doch, wenn ich richte, so ist mein Gericht wahrhaftig, denn ich bin nicht allein, sondern der Vater, der mich gesandt hat, ist mit mir. 17 Auch in eurem eigenen GESETZ steht geschrieben: ‚Das Zeugnis zweier Menschen ist wahr.‘ 18 Ich bin es, der Zeugnis über mich selbst ablegt, und der Vater, der mich gesandt hat, legt Zeugnis über mich ab.“ 19 Daher sagten sie weiter zu ihm: „Wo ist dein Vater?“ Jesus antwortete: „Ihr kennt weder mich noch meinen Vater. Würdet ihr mich kennen, so würdet ihr auch meinen Vater kennen.“ 20 Diese Worte redete er in der Schatzhalle, als er im Tempel lehrte. Doch niemand bemächtigte sich seiner, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.21 Daher sagte er wieder zu ihnen: „Ich gehe weg, und ihr werdet mich suchen, und doch werdet ihr in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen.“ 22 Daher begannen die Juden zu sagen: „Er wird sich doch nicht etwa selbst töten? Denn er sagt: ‚Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen.‘ “ 23 Da sagte er weiter zu ihnen: „Ihr seid von den unteren Bereichen; ich bin von den oberen Bereichen. Ihr seid von dieser Welt; ich bin nicht von dieser Welt. 24 Daher habe ich euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden sterben. Denn wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.“ 25 Daher begannen sie zu ihm zu sagen: „Wer bist du?“ Jesus sprach zu ihnen: „Warum rede ich überhaupt zu euch? 26 Ich habe vieles über euch zu reden und zu richten. In der Tat, der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und gerade die Dinge, die ich von ihm gehört habe, rede ich in der Welt.“ 27 Sie erfaßten nicht, daß er vom Vater zu ihnen redete. 28 Daher sprach Jesus: „Wenn ihr einst den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin und daß ich nichts aus eigenem Antrieb tue; sondern so, wie der Vater mich gelehrt hat, rede ich diese Dinge. 29 Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht mir selbst überlassen, weil ich allezeit das tue, was ihm wohlgefällig ist.“ 30 Als er diese Dinge redete, glaubten viele an ihn.31 Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ 33 Sie entgegneten ihm: „Wir sind Nachkommen Abrahams und sind niemals jemandes Sklaven gewesen. Wieso sagst du: ‚Ihr werdet frei werden.‘?“ 34 Jesus antwortete ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Sklave der Sünde. 35 Überdies bleibt der Sklave nicht für immer im Haus; der Sohn bleibt für immer. 36 Darum, wenn euch der Sohn frei macht, werdet ihr tatsächlich frei sein.
maggie
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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

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Wer ist der Vater?

DIE Diskussion, die Jesus im Jahre 32 u. Z. während des Laubhüttenfestes mit den jüdischen Vorstehern führt, wird immer hitziger. „Ich weiß, daß ihr Nachkommen Abrahams seid“, bestätigt Jesus, „ihr aber sucht mich zu töten, weil mein Wort keine Fortschritte unter euch macht. Was ich bei meinem Vater gesehen habe, das rede ich; und daher tut ihr die Dinge, die ihr von eurem Vater gehört habt.“

Jesus nennt zwar ihren Vater nicht, läßt aber keinen Zweifel daran, daß er einen anderen Vater hat als sie. Ohne zu wissen, wen Jesus im Sinn hat, entgegnen die jüdischen Vorsteher: „Unser Vater ist Abraham.“ Ihrer Ansicht nach haben sie denselben Glauben wie Abraham, der Freund Gottes.

Doch Jesus schockiert sie mit folgender Antwort: „Wenn ihr Abrahams Kinder seid, so tut die Werke Abrahams.“ Ein wahrer Sohn würde seinen Vater nachahmen. „Nun aber sucht ihr mich zu töten“, sagt Jesus, „einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan.“ Daher wiederholt Jesus: „Ihr tut die Werke eures Vaters.“

Sie verstehen immer noch nicht, wovon Jesus spricht, und bekräftigen ihre Behauptung, legitime Söhne Abrahams zu sein: „Wir sind nicht durch Hurerei geboren worden.“ Da sie wahre Anbeter Gottes wie Abraham zu sein behaupten, erklären sie: „Wir haben e i n e n Vater, Gott.“

Ist Gott aber wirklich ihr Vater? „Wenn Gott euer Vater wäre“, erwidert Jesus, „würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und bin hier. Auch bin ich ja nicht aus eigenem Antrieb gekommen, sondern jener hat mich ausgesandt. Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, was ich rede?“

Jesus wollte den religiösen Führern vor Augen führen, welche Folgen es hätte, ihn zu verwerfen. Doch jetzt sagt er unverblümt: „Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun.“ Welche Art von Vater ist der Teufel? Jesus bezeichnet ihn als einen Totschläger und fügt hinzu: „Er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.“ Die Folgerung Jesu lautet daher: „Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

Erzürnt über Jesu Tadel, antworten die Juden: „Sagen wir nicht mit Recht: Du bist ein Samariter und hast einen Dämon?“ Der Begriff „Samariter“ wird als Ausdruck der Verachtung und der Schande gebraucht, da die Juden das Volk der Samariter hassen.

Jesus ignoriert die verächtliche Verleumdung, ein Samariter zu sein, und erwidert: „Ich habe keinen Dämon, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr entehrt mich.“ Dann äußert er die aufsehenerregende Verheißung: „Wenn jemand mein Wort hält, wird er den Tod überhaupt nie sehen.“ Damit meint Jesus natürlich nicht, daß seine Nachfolger buchstäblich den Tod nicht sehen werden. Er will damit vielmehr sagen, daß sie die ewige Vernichtung oder den „zweiten Tod“, aus dem es keine Auferstehung gibt, niemals sehen werden.

Die Juden fassen Jesu Worte jedoch buchstäblich auf. Daher sagen sie: „Jetzt erkennen wir, daß du einen Dämon hast. Abraham ist gestorben, ebenfalls die Propheten; du aber sagst: ‚Wenn jemand mein Wort hält, wird er den Tod überhaupt nie schmecken.‘ Du bist doch nicht etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Auch die Propheten sind gestorben. Wer zu sein, beanspruchst du?“

Jesus will diese Männer ganz offensichtlich auf die Tatsache hinweisen, daß er der verheißene Messias ist. Doch statt auf die Frage nach seiner Identität direkt zu antworten, sagt er: „Wenn ich mich selbst verherrliche, ist meine Herrlichkeit nichts. Mein Vater ist es, der mich verherrlicht, er, von dem ihr sagt, er sei euer Gott; und doch habt ihr ihn nicht erkannt. Ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagte: Ich kenne ihn nicht, wäre ich wie ihr ein Lügner.“

Jesus bezieht sich ein weiteres Mal auf den treuen Abraham und sagt: „Abraham, euer Vater, freute sich sehr über die Aussicht, meinen Tag zu sehen, und er sah ihn und freute sich.“ Ja, mit dem Auge des Glaubens blickte Abraham dem Kommen des verheißenen Messias entgegen. In ihrem Unglauben entgegnen die Juden: „Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt, und dennoch hast du Abraham gesehen?“

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham ins Dasein kam, bin ich gewesen“, antwortet Jesus. Er spricht hier natürlich von seiner vormenschlichen Existenz als mächtiges Geistgeschöpf im Himmel.

Aus Zorn über Jesu Behauptung, vor Abraham gelebt zu haben, heben die Juden Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Er verbirgt sich jedoch und kann den Tempel unbeschadet verlassen.


Johannes 8:37-5937 Ich weiß, daß ihr Nachkommen Abrahams seid; ihr aber sucht mich zu töten, weil mein Wort keine Fortschritte unter euch macht. 38 Was ich bei meinem Vater gesehen habe, das rede ich; und daher tut ihr die Dinge, die ihr von [eurem] Vater gehört habt.“ 39 Als Antwort sagten sie zu ihm: „Unser Vater ist Abraham.“ Jesus sprach zu ihnen: „Wenn ihr Abrahams Kinder seid, so tut die Werke Abrahams. 40 Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan. 41 Ihr tut die Werke eures Vaters.“ Sie sagten zu ihm: „Wir sind nicht durch Hurerei geboren worden; wir haben e i n e n Vater, Gott.“42 Jesus sprach zu ihnen: „Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und bin hier. Auch bin ich ja nicht aus eigenem Antrieb gekommen, sondern jener hat mich ausgesandt. 43 Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. 44 Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]. 45 Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? 47 Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“48 Die Juden gaben ihm zur Antwort: „Sagen wir nicht mit Recht: Du bist ein Samarịter und hast einen Dämon?“ 49 Jesus antwortete: „Ich habe keinen Dämon, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr entehrt mich. 50 Ich aber suche nicht Ehre für mich selbst; da ist EINER, der sucht und richtet. 51 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort hält, wird er den Tod überhaupt nie sehen.“ 52 Die Juden sagten zu ihm: „Jetzt erkennen wir, daß du einen Dämon hast. Abraham ist gestorben, ebenfalls die Propheten; du aber sagst: ‚Wenn jemand mein Wort hält, wird er den Tod überhaupt nie schmecken.‘ 53 Du bist doch nicht etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Auch die Propheten sind gestorben. Wer zu sein, beanspruchst du?“ 54 Jesus antwortete: „Wenn ich mich selbst verherrliche, ist meine Herrlichkeit nichts. Mein Vater ist es, der mich verherrlicht, er, von dem ihr sagt, er sei euer Gott; 55 und doch habt ihr ihn nicht erkannt. Ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagte: Ich kenne ihn nicht, wäre ich wie ihr ein Lügner. Ich kenne ihn aber und halte sein Wort. 56 Abraham, euer Vater, freute sich sehr über die Aussicht, meinen Tag zu sehen, und er sah ihn und freute sich.“ 57 Daher sagten die Juden zu ihm: „Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt, und dennoch hast du Abraham gesehen?“ 58 Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham ins Dasein kam, bin ich gewesen.“ 59 Darum hoben sie Steine auf, um [sie] auf ihn zu werfen; aber Jesus verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.

Offenbarung 3:14Und dem Engel der Versammlung in Laodicẹa schreibe: Diese Dinge sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:

21:8 Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod
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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

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Die Heilung eines Blindgeborenen

ALS die Juden versuchen, Jesus zu steinigen, verläßt er keineswegs Jerusalem. Später, am Sabbat, geht er mit seinen Jüngern durch die Stadt, und dort sehen sie einen Mann, der von Geburt an blind ist. Die Jünger fragen Jesus: „Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, so daß er blind geboren wurde?“

Vielleicht glauben die Jünger wie einige Rabbiner, daß jemand schon im Mutterleib sündigen könne. Jesus antwortet jedoch: „Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern es ist geschehen, damit die Werke Gottes in seinem Fall offenbar gemacht würden.“ Die Blindheit des Mannes ist nicht auf eine bestimmte Sünde des Mannes oder seiner Eltern zurückzuführen. Aufgrund der Sünde Adams, des ersten Menschen, sind alle seine Nachkommen unvollkommen und somit Gebrechen wie zum Beispiel angeborener Blindheit unterworfen. Das Gebrechen dieses Mannes gibt Jesus nun die Gelegenheit, die Werke Gottes zu zeigen.

Jesus betont, wie dringlich es ist, diese Werke zu tun. „Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist“, sagt er. „Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ Bald wird der Tod Jesus in die Dunkelheit des Grabes stoßen, wo er nichts mehr tun kann. Bis dahin ist er eine Quelle der Erleuchtung für die Welt.

Nachdem Jesus diese Dinge gesagt hat, spuckt er auf den Boden und macht mit dem Speichel einen Lehmbrei. Diesen legt er dem Blinden auf die Augen und sagt: „Geh, wasche dich im Teich von Siloam.“ Der Mann gehorcht. Und als er es tut, kann er sehen! Wie er sich bei seiner Rückkehr freut, daß er zum erstenmal in seinem Leben sehen kann!

Nachbarn und andere, die ihn kennen, sind erstaunt. „Ist dieser nicht der Mann, der dazusitzen und zu betteln pflegte?“ fragen sie. „Er ist es“, antworten einige. Andere können es allerdings nicht glauben: „Keinesfalls, aber er gleicht ihm.“ Der Mann sagt jedoch: „Ich bin es.“

„Wie kommt es denn, daß deine Augen geöffnet wurden?“ möchten die Leute wissen.

„Der Mensch, Jesus genannt, machte einen Lehmbrei und strich ihn mir auf die Augen und sagte zu mir: ‚Geh nach Siloam, und wasche dich.‘ Ich ging daher und wusch mich und wurde sehend.“

„Wo ist dieser Mann?“ fragen sie.

„Ich weiß es nicht“, antwortet er.

Die Leute führen den ehemals Blinden zu ihren religiösen Führern, den Pharisäern. Auch diese beginnen ihn zu fragen, wie er sehend wurde. „Er legte mir Lehm auf die Augen, und ich wusch mich und kann nun sehen“, erklärt der Mann.

Die Pharisäer sollten sich eigentlich mit dem geheilten Bettler freuen. Doch statt dessen verleumden sie Jesus. „Dieser Mensch ist nicht von Gott“, behaupten sie. Wie können sie das sagen? „Denn er hält den Sabbat nicht.“ Andere Pharisäer fragen sich: „Wie kann ein Mensch, der ein Sünder ist, derartige Zeichen tun?“ Demzufolge entsteht eine Spaltung unter ihnen.

Darauf fragen sie den Mann: „Was sagst du über ihn, da er dir die Augen geöffnet hat?“

„Er ist ein Prophet“, antwortet dieser.

Die Pharisäer wollen das nicht glauben. Sie sind überzeugt, daß zwischen Jesus und diesem Mann eine geheime Übereinkunft besteht, die Leute zum Narren zu halten. Um die Angelegenheit zu klären, rufen sie daher die Eltern des Bettlers, die sie befragen wollen.

Johannes 8:59Darum hoben sie Steine auf, um [sie] auf ihn zu werfen; aber Jesus verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.


9:1-18 Als er nun vorüberging, sah er einen Menschen, der von Geburt an blind war. 2 Und seine Jünger fragten ihn: „Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, so daß er blind geboren wurde?“ 3 Jesus antwortete: „Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern es ist geschehen, damit die Werke Gottes in seinem Fall offenbar gemacht würden. 4 Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. 5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ 6 Nachdem er diese Dinge gesagt hatte, spuckte er auf die Erde und machte mit dem Speichel einen Lehm[brei] und legte seinen Lehm[brei] auf die Augen [des Mannes] 7 und sagte zu ihm: „Geh, wasche dich im Teich von Silọam“ (was übersetzt „Ausgesandt“ bedeutet). Und so ging er hin und wusch sich und kam sehend zurück.8 Daher begannen die Nachbarn und die, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, zu sagen: „Ist dieser nicht der Mann, der dazusitzen und zu betteln pflegte?“ 9 Die einen sprachen: „Er ist es.“ Andere sagten: „Keinesfalls, aber er gleicht ihm.“ Der Mann sprach: „Ich bin es.“ 10 Demzufolge begannen sie zu ihm zu sagen: „Wie kommt es denn, daß deine Augen geöffnet wurden?“ 11 Er antwortete: „Der Mensch, Jesus genannt, machte einen Lehm[brei] und strich [ihn] mir auf die Augen und sagte zu mir: ‚Geh nach Silọam, und wasche dich.‘ Ich ging daher und wusch mich und wurde sehend.“ 12 Darauf sagten sie zu ihm: „Wo ist dieser [Mann]?“ Er sprach: „Ich weiß [es] nicht.“13 Sie führten ihn, den ehemals Blinden, zu den Pharisäern. 14 Übrigens war es Sabbat an dem Tag, an dem Jesus den Lehm[brei] gemacht und seine Augen geöffnet hatte. 15 Diesmal begannen ihn daher auch die Pharisäer darüber zu befragen, wie er sehend geworden sei. Er sagte zu ihnen: „Er legte mir Lehm auf die Augen, und ich wusch mich und kann [nun] sehen.“ 16 Daher begannen einige von den Pharisäern zu sagen: „Dieser Mensch ist nicht von Gott, denn er hält den Sabbat nicht.“ Andere begannen zu sagen: „Wie kann ein Mensch, der ein Sünder ist, derartige Zeichen tun?“ Da gab es eine Spaltung unter ihnen. 17 Deshalb sprachen sie wieder zu dem Blinden: „Was sagst du über ihn, da er dir die Augen geöffnet hat?“ Der [Mann] sagte: „Er ist ein Prophet.“18 Die Juden glaubten jedoch nicht von ihm, daß er blind gewesen und sehend geworden war, bis sie die Eltern dessen herbeiriefen, der sehend geworden war.
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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

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Der willentliche Unglaube der Pharisäer

DIE Eltern des ehemals blinden Bettlers sind voller Furcht, als sie zu den Pharisäern gerufen werden. Ihnen ist bekannt, daß beschlossen wurde, jeden, der an Jesus glaubt, aus der Synagoge auszuschließen. Ein solches Abgeschnittensein von der Gemeinschaft mit den anderen kann eine große Härte bedeuten, besonders für eine arme Familie. Deshalb sind die Eltern vorsichtig.

„Ist dies euer Sohn, von dem ihr sagt, er sei blind geboren worden?“ fragen die Pharisäer. „Wie kommt es denn, daß er jetzt sieht?“

„Wir wissen, daß dies unser Sohn ist und daß er blind geboren wurde“, bestätigen die Eltern. „Wie es aber kommt, daß er jetzt sieht, wissen wir nicht, oder wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir nicht.“ Ihr Sohn hat ihnen bestimmt alles erzählt, was sich zugetragen hat, aber sie sind vorsichtig und sagen: „Fragt ihn. Er ist volljährig. Er soll für sich selbst reden.“

Daher lassen die Pharisäer den Mann erneut rufen. Diesmal versuchen sie, ihn einzuschüchtern, indem sie andeuten, belastende Beweise gegen Jesus gesammelt zu haben. „Gib Gott die Ehre“, fordern sie ihn auf. „Wir wissen, daß dieser Mensch ein Sünder ist.“

Der einstmals blinde Mann stellt ihre Anklage nicht in Abrede, denn er sagt: „Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht.“ Er fügt jedoch hinzu: „Eines weiß ich, nämlich daß ich, obwohl ich blind war, jetzt sehe.“

Die Pharisäer möchten einen schwachen Punkt in seiner Aussage finden und fragen nochmals: „Was hat er mit dir getan? Wie hat er deine Augen geöffnet?“

„Ich habe es euch schon gesagt“, beschwert sich der Mann, „und doch hörtet ihr nicht zu. Warum wollt ihr es wiederum hören?“ Er stellt die sarkastische Frage: „Ihr wollt doch nicht etwa auch seine Jünger werden?“

Seine Erwiderung erzürnt die Pharisäer. „Du bist ein Jünger dieses Menschen“, klagen sie ihn an, „wir aber sind Moses’ Jünger. Wir wissen, daß Gott zu Moses geredet hat; aber von diesem wissen wir nicht, woher er ist.“

Erstaunt entgegnet der demütige Bettler: „Dies ist bestimmt verwunderlich, daß ihr nicht wißt, woher er ist, und doch hat er meine Augen geöffnet.“ Worauf läßt das schließen? Der Bettler verweist auf folgenden unbestreitbaren Grundsatz: „Wir wissen, daß Gott nicht auf Sünder hört, doch wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, hört er auf diesen. Seit alters hat man nie davon gehört, daß jemand einem Blindgeborenen die Augen geöffnet hat.“ Seine naheliegende Schlußfolgerung lautet daher: „Wenn dieser Mensch nicht von Gott wäre, so könnte er gar nichts tun.“

Die Pharisäer können dieser eindeutigen Logik nichts entgegensetzen. Da diese Wahrheit für sie jedoch unerträglich ist, beschimpfen sie den Mann: „Du bist ganz und gar in Sünden geboren worden, und dennoch lehrst du uns?“ Daraufhin werfen sie den Mann hinaus, das heißt, sie schließen ihn offenbar aus der Synagoge aus.

Als Jesus erfährt, was sie getan haben, sucht er den Mann und sagt zu ihm: „Glaubst du an den Menschensohn?“

In Erwiderung fragt der ehemals blinde Bettler: „Wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube?“

„Der mit dir redet, der ist es“, erwidert Jesus.

Sofort beugt sich der Mann vor Jesus nieder und sagt: „Ich glaube an ihn, Herr.“

Jesus erklärt dann: „Zu diesem Gericht bin ich in diese Welt gekommen: damit die, die nicht sehen, sehen könnten und die, die sehen, blind würden.“

Die Pharisäer, die das gehört haben, fragen daraufhin: „Wir sind doch nicht etwa auch blind?“ Wenn sie anerkennen würden, daß sie geistig blind sind, wäre dies eine Entschuldigung für den Widerstand, den sie Jesus leisten. Dieser sagt zu ihnen: „Wenn ihr blind wäret, so hättet ihr keine Sünde.“ Doch in ihrer Hartherzigkeit beteuern sie, daß sie nicht blind sind und keine geistige Erleuchtung benötigen. Daher stellt Jesus fest: „Doch nun sagt ihr: ‚Wir sehen.‘ Eure Sünde bleibt.“


Johannes 9:19-41Und sie fragten sie: „Ist dies euer Sohn, von dem ihr sagt, er sei blind geboren worden? Wie kommt es denn, daß er jetzt sieht?“ 20 Darauf gaben seine Eltern zur Antwort: „Wir wissen, daß dies unser Sohn ist und daß er blind geboren wurde. 21 Wie es aber kommt, daß er jetzt sieht, wissen wir nicht, oder wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir nicht. Fragt ihn. Er ist volljährig. Er soll für sich selbst reden.“ 22 Dies sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten, denn die Juden waren bereits übereingekommen, daß, wenn ihn jemand als Christus bekenne, er aus der Synagoge ausgeschlossen werden solle. 23 Deswegen sagten seine Eltern: „Er ist volljährig. Befragt ihn.“24 Daher riefen sie den Menschen, der blind gewesen war, ein zweites Mal und sagten zu ihm: „Gib Gott [die] Ehre; wir wissen, daß dieser Mensch ein Sünder ist.“ 25 Er seinerseits antwortete: „Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Eines weiß ich, [nämlich] daß ich, obwohl ich blind war, jetzt sehe.“ 26 Daher sagten sie zu ihm: „Was hat er mit dir getan? Wie hat er deine Augen geöffnet?“ 27 Er antwortete ihnen: „Ich habe es euch schon gesagt, und doch hörtet ihr nicht zu. Warum wollt ihr es wiederum hören? Ihr wollt doch nicht etwa auch seine Jünger werden?“ 28 Darauf beschimpften sie ihn und sagten: „Du bist ein Jünger dieses [Menschen], wir aber sind Moses’ Jünger. 29 Wir wissen, daß Gott zu Moses geredet hat; aber von diesem wissen wir nicht, woher er ist.“ 30 Als Antwort sagte der Mensch zu ihnen: „Dies ist bestimmt verwunderlich, daß ihr nicht wißt, woher er ist, und doch hat er meine Augen geöffnet. 31 Wir wissen, daß Gott nicht auf Sünder hört, doch wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, hört er auf diesen. 32 Seit alters hat man nie davon gehört, daß jemand einem Blindgeborenen die Augen geöffnet hat. 33 Wenn dieser [Mensch] nicht von Gott wäre, so könnte er gar nichts tun.“ 34 Sie antworteten ihm und sprachen: „Du bist ganz und gar in Sünden geboren worden, und dennoch lehrst du uns?“ Und sie warfen ihn hinaus!35 Jesus hörte, daß sie ihn hinausgeworfen hatten, und als er ihn fand, sprach er: „Glaubst du an den Menschensohn?“ 36 Der [Mann] antwortete: „Und wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube?“ 37 Jesus sprach zu ihm: „Du hast ihn gesehen, und übrigens, der mit dir redet, der ist es.“ 38 Darauf sagte er: „Ich glaube [an ihn], Herr.“ Und er huldigte ihm. 39 Und Jesus sagte: „Zu [diesem] Gericht bin ich in diese Welt gekommen: damit die, die nicht sehen, sehen könnten und die, die sehen, blind würden.“ 40 Diese Dinge hörten jene von den Pharisäern, die bei ihm waren, und sie sagten zu ihm: „Wir sind doch nicht etwa auch blind?“ 41 Jesus sprach zu ihnen: „Wenn ihr blind wärt, so hättet ihr keine Sünde. Doch nun sagt ihr: ‚Wir sehen.‘ Eure Sünde bleibt.“
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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Beitrag von maggie »

Jesus sendet die Siebzig aus

ES IST nun Herbst 32 u. Z., und seit Jesu Taufe sind drei volle Jahre vergangen. Vor kurzem wohnte er zusammen mit seinen Jüngern dem Laubhüttenfest in Jerusalem bei, und offensichtlich halten sie sich immer noch in der Nähe der Stadt auf. Jesus verbringt den größten Teil der verbleibenden sechs Monate seines Dienstes in Judäa oder in Peräa, das auf der anderen Seite des Jordan liegt. Auch dieses Gebiet muß bearbeitet werden.

Nach dem Passah des Jahres 30 u. Z. predigte Jesus schon einmal etwa acht Monate in Judäa. Nachdem die Juden anläßlich des Passahs im Jahre 31 u. Z. versucht hatten, ihn zu töten, lehrte er allerdings in den nächsten eineinhalb Jahren fast ausschließlich in Galiläa. In jener Zeit schuf er eine große, gut geschulte Organisation von Predigern, über die er vorher nicht verfügt hatte. Jetzt startet er einen letzten ausgedehnten Predigtfeldzug in Judäa.

Jesus beginnt diesen Feldzug damit, daß er 70 Jünger auswählt und sie zu zweit aussendet. Insgesamt 35 Paare von Königreichsverkündigern bearbeiten also das Gebiet. Sie besuchen die Städte und Dörfer, in die Jesus, der offensichtlich von seinen Aposteln begleitet wird, anschließend zu gehen beabsichtigt.

Er sagt nicht, daß sie sich in die Synagogen begeben sollen, sondern fordert sie statt dessen auf, in die Privathäuser zu gehen, wobei er folgende Anweisung gibt: „Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: ‚Friede sei mit diesem Hause!‘ Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen.“ Wie lautet ihre Botschaft? Jesus erklärt: „Sagt ferner zu ihnen: ‚Das Königreich Gottes hat sich euch genaht.‘ “ Über die Tätigkeit der 70 wird in Matthew Henry’s Commentary gesagt: „Wie ihr Meister predigten sie überall, wohin sie kamen, von Haus zu Haus.“

Jesus gibt den 70 ähnliche Anweisungen wie seinerzeit den Zwölfen, als er sie etwa ein Jahr zuvor zu einem Predigtfeldzug in Galiläa aussandte. Er warnt die 70 vor dem Widerstand, mit dem sie rechnen müssen, und schult sie, wie sie den Wohnungsinhabern die Botschaft darbieten sollen, aber er gibt ihnen auch die Macht, Kranke zu heilen. Wenn Jesus kurz nach ihnen eintrifft, werden viele den Meister sehen wollen, dessen Jünger so wunderbare Dinge tun können.

Das Predigen der 70 und Jesu Nacharbeit dauern nur relativ kurze Zeit. Bald kehren die 35 Paare von Königreichsverkündigern zu Jesus zurück. „Herr“, sagen sie voller Freude, „selbst die Dämonen werden uns durch die Benutzung deines Namens unterworfen.“ Der vorzügliche Bericht über ihren Dienst begeistert Jesus ganz bestimmt, denn er sagt daraufhin: „Ich sah den Satan wie einen Blitz bereits aus dem Himmel gefallen. Seht! Ich habe euch die Gewalt gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten.“

Jesus weiß, daß Satan und seine Dämonen nach der Geburt des Königreiches Gottes in der Zeit des Endes aus dem Himmel hinausgeworfen werden. Daß Menschen jetzt unsichtbare Dämonen austreiben können, ist eine zusätzliche Bestätigung dieses zukünftigen Ereignisses. Daher spricht Jesus von dem künftigen Fall Satans aus dem Himmel mit absoluter Gewißheit. Es ist sinnbildlich zu verstehen, daß den 70 Gewalt gegeben wurde, auf Schlangen und Skorpione zu treten. Jesus fordert sie auf: „Freut euch nicht darüber, daß euch die Geister unterworfen werden, sondern freut euch, weil eure Namen in den Himmeln eingeschrieben sind.“

Jesus ist überglücklich und preist seinen Vater öffentlich, daß er seine einfachen Diener auf so machtvolle Weise gebraucht. Er wendet sich seinen Jüngern zu und sagt: „Glücklich sind die Augen, die die Dinge sehen, die ihr seht. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige begehrten die Dinge zu sehen, die ihr seht, sahen sie aber nicht, und die Dinge zu hören, die ihr hört, hörten sie aber nicht.“


Lukas 10:1-24Nach diesen Dingen bezeichnete der Herr siebzig andere und sandte sie zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war. 2 Dann begann er zu ihnen zu sagen: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende. 3 Geht hin. Seht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe. 4 Tragt weder einen Geldbeutel noch eine Speisetasche, noch Sandalen, und umarmt niemand zur Begrüßung auf dem Weg. 5 Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: ‚Friede sei mit diesem Hause!‘ 6 Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen, wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt also in jenem Haus, eßt und trinkt, was sie bereitstellen, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um.8 Und wo immer ihr in eine Stadt hineingeht und man euch aufnimmt, da eßt, was man euch vorsetzt, 9 und heilt darin die Kranken und sagt ferner zu ihnen: ‚Das Königreich Gottes hat sich euch genaht.‘ 10 Wo immer ihr aber in eine Stadt hineingeht und man euch nicht aufnimmt, da geht hinaus auf ihre breiten Straßen und sagt: 11 ‚Sogar den Staub, der von eurer Stadt an unseren Füßen hängenblieb, wischen wir gegen euch ab. Trotzdem behaltet dies im Sinn, daß sich das Königreich Gottes genaht hat.‘ 12 Ich sage euch, daß es Sọdom an jenem Tag erträglicher ergehen wird als jener Stadt.13 Wehe dir, Chọrazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn die Machttaten, die bei euch geschehen sind, in Tỵrus und Sịdon geschehen wären, so hätten sie längst in Sacktuch und Asche gesessen und bereut. 14 Folglich wird es Tỵrus und Sịdon im Gericht erträglicher ergehen als euch. 15 Und du, Kapẹrnaum, wirst du vielleicht zum Himmel erhöht werden? Zum Hạdes hinab wirst du kommen!16 Wer auf euch hört, hört [auch] auf mich. Und wer euch mißachtet, mißachtet [auch] mich. Und wer mich mißachtet, mißachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.“17 Dann kehrten die Siebzig mit Freuden zurück und sagten: „Herr, selbst die Dämọnen werden uns durch die Benutzung deines Namens unterworfen.“ 18 Darauf sagte er zu ihnen: „Ich sah den Satan wie einen Blitz bereits aus dem Himmel gefallen. 19 Seht! Ich habe euch die Gewalt gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten sowie über die ganze Macht des Feindes, und nichts wird euch irgendwie schaden. 20 Dennoch freut euch nicht darüber, daß euch die Geister unterworfen werden, sondern freut euch, weil eure Namen in den Himmeln eingeschrieben sind.“ 21 Zu derselben Stunde frohlockte er im heiligen Geist und sprach: „Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor Weisen und Intellektuellen sorgfältig verborgen und sie Unmündigen geoffenbart hast. Ja, o Vater, denn so zu tun ist vor dir wohlgefällig gewesen. 22 Alle Dinge sind mir von meinem Vater übergeben worden, und wer der Sohn ist, weiß niemand als der Vater, und wer der Vater ist, [weiß] niemand als der Sohn und der, dem der Sohn ihn offenbaren will.“23 Darauf wandte er sich den Jüngern allein zu und sprach: „Glücklich sind die Augen, die die Dinge sehen, die ihr seht. 24 Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige begehrten die Dinge zu sehen, die ihr seht, sahen sie aber nicht, und die Dinge zu hören, die ihr hört, hörten sie aber nicht.“

Matthäus 10:1-42Da rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Gewalt über unreine Geister, um diese auszutreiben, und jede Art Krankheit und jede Art Gebrechen zu heilen.2 Die Namen der zwölf Apostel sind diese: zuerst Sịmon, der Petrus genannt wird, und Andreas, sein Bruder; und Jakobus, der [Sohn] des Zebedạ̈us, und Johạnnes, sein Bruder; 3 Philịppus und Bartholomạ̈us; Thomas und Matthạ̈us, der Steuereinnehmer; Jakobus, der [Sohn] des Alphạ̈us, und Thaddạ̈us; 4 Sịmon, der Kananạ̈er, und Judas Iskạriot, der ihn später verriet.5 Diese Zwölf sandte Jesus aus und gab ihnen folgende Weisungen: „Begebt euch nicht auf die Straße der Nationen, und tretet nicht in eine samarịtische Stadt ein, 6 sondern geht statt dessen immer wieder zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 7 Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘ 8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämọnen aus. Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt. 9 Verschafft euch nicht Gold oder Silber oder Kupfer für eure Gürtelbeutel 10 oder eine Speisetasche für unterwegs oder zwei untere Kleider oder Sandalen oder einen Stab; denn der Arbeiter hat seine Nahrung verdient.11 In welche Stadt oder welches Dorf ihr auch hineingeht, da forscht nach, wer [es] darin verdient, und haltet euch dort auf, bis ihr weggeht. 12 Wenn ihr in das Haus eintretet, so grüßt die Hausgenossen; 13 und wenn das Haus [es] verdient, so komme der Frieden darauf, den ihr ihm wünscht; wenn [es] ihn aber nicht verdient, so kehre euer Frieden auf euch zurück. 14 Wo jemand euch nicht aufnimmt noch auf eure Worte hört, da schüttelt den Staub von euren Füßen, wenn ihr aus jenem Haus oder jener Stadt hinausgeht. 15 Wahrlich, ich sage euch: Es wird dem Land Sọdom und Gomọrra am Gerichtstag erträglicher ergehen als jener Stadt.16 Siehe! Ich sende euch aus wie Schafe inmitten von Wölfen; darum erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben. 17 Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch an örtliche Gerichte ausliefern, und sie werden euch in ihren Synagogen geißeln. 18 Ja, ihr werdet vor Statthalter und Könige geschleppt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zu einem Zeugnis. 19 Wenn man euch aber ausliefert, so macht euch keine Sorgen darüber, wie oder was ihr reden sollt; denn was ihr reden sollt, wird euch in jener Stunde gegeben werden; 20 denn die Redenden seid nicht nur ihr, sondern der Geist eures Vaters ist es, der durch euch redet. 21 Ferner wird ein Bruder den Bruder zum Tode überliefern und ein Vater sein Kind, und Kinder werden gegen die Eltern aufstehen und werden sie zu Tode bringen lassen. 22 Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 23 Wenn man euch in einer Stadt verfolgt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit dem Kreis der Städte Israels keinesfalls zu Ende sein, bis der Menschensohn gekommen ist.24 Ein Jünger steht nicht über seinem Lehrer noch ein Sklave über seinem Herrn. 25 Es genügt, wenn der Jünger wie sein Lehrer wird und der Sklave wie sein Herr. Wenn man den Hausherrn Beelzebub genannt hat, wieviel mehr [wird man] seine Hausgenossen so [nennen]! 26 Darum fürchtet euch nicht vor ihnen; denn es ist nichts zugedeckt, was nicht aufgedeckt, und [nichts] verborgen, was nicht bekanntwerden wird. 27 Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht; und was ihr im Flüsterton hört, das predigt von den Hausdächern. 28 Und werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib in der Gehẹnna vernichten kann. 29 Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze von kleinem Wert verkauft? Doch kein einziger von ihnen wird ohne eures Vaters [Wissen] zur Erde fallen. 30 Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. 31 Darum fürchtet euch nicht: Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.32 Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen; 33 wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist. 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. 36 In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. 38 Und wer seinen Marterpfahl nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.40 Wer euch aufnimmt, nimmt [auch] mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt [auch] den auf, der mich ausgesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird eines Propheten Lohn erhalten, und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird eines Gerechten Lohn erhalten. 42 Und wer immer einem von diesen Kleinen nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird seines Lohnes keinesfalls verlustig gehen.“

Offenbarung 12:7-12 Und Krieg brach aus im Himmel: Mịchael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, 8 doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden. 9 Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert. 10 Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen:„Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus herbeigekommen, denn der Ankläger unserer Brüder ist hinabgeschleudert worden, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagt! 11 Und sie haben ihn wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses besiegt, und sie haben ihre Seele selbst angesichts des Todes nicht geliebt. 12 Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er [nur] eine kurze Frist hat.“
maggie
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Re: Jesus - der größte Mensch der je lebte

Beitrag von maggie »

Ein barmherziger Samariter

WAHRSCHEINLICH in der Nähe des Dorfes Bethanien, etwa 3 km von Jerusalem entfernt, stellt ein Mann, der das mosaische Gesetz genau kennt, Jesus folgende Frage: „Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“

Jesus erkennt, daß der Mann, ein Gesetzeskundiger, nicht einfach um Informationen bittet, sondern ihn vielmehr auf die Probe stellen möchte. Möglicherweise verfolgt er die Absicht, Jesus zu einer Antwort zu verleiten, die die Empfindungen der Juden verletzt. Jesus veranlaßt den Gesetzeskundigen daher, selbst Stellung zu beziehen, indem er ihn fragt: „Was steht im GESETZ geschrieben? Wie liest du?“

Die Antwort des Mannes zeugt von außergewöhnlicher Kenntnis, denn er zitiert Gottes Gesetze gemäß 5. Mose 6:5 und 3. Mose 19:18: „ ‚Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn‘ und ‚deinen Nächsten wie dich selbst‘.“

„Du hast richtig geantwortet“, erwidert Jesus. „Tu das weiterhin, und du wirst Leben erlangen.“

Der Gesetzeskundige ist jedoch noch nicht zufrieden. Jesu Antwort ist ihm zu allgemein gehalten. Er möchte sich von Jesus bestätigen lassen, daß seine persönlichen Ansichten richtig sind und er somit andere gerecht behandelt. Deshalb fragt er: „Wer ist in Wirklichkeit mein Nächster?“

Die Juden glauben, der Begriff „Nächster“ sei ausschließlich auf Mitjuden anzuwenden, da dies aus dem Kontext von 3. Mose 19:18 hervorzugehen scheint. So sagte später selbst der Apostel Petrus: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern.“ Daher glaubt der Gesetzeskundige — und vielleicht glauben es auch Jesu Jünger —, daß es ausreiche, Mitjuden freundlich zu behandeln, um gerecht zu sein, da Nichtjuden, wie man meint, nicht unter den Begriff „Nächster“ fallen.

Wie kann Jesus diese Ansicht richtigstellen, ohne seine Zuhörer anzugreifen? Er erzählt eine Geschichte, die vielleicht sogar auf einer wahren Begebenheit beruht. Ein gewisser Jude ging, wie Jesus berichtet, „von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter Räuber, die ihn auszogen und ihm auch Schläge versetzten und weggingen und ihn halb tot zurückließen“.

„Nun traf es sich“, fährt Jesus fort, „daß ein gewisser Priester jenen Weg hinabging, doch als er ihn sah, ging er auf der entgegengesetzten Seite vorüber. Ebenso ging auch ein Levit, als er an die Stelle hinabkam und ihn sah, auf der entgegengesetzten Seite vorüber. Aber ein gewisser Samariter, der des Weges zog, kam zu ihm, und als er ihn sah, wurde er von Mitleid bewegt.“

Viele Priester und levitische Tempeldiener wohnen in Jericho. Sie müssen auf dem 23 km langen, gefährlichen Weg einen Höhenunterschied von 900 m überwinden, wenn sie vom Tempel in Jerusalem kommen, wo sie Dienst leisten. Von Priestern und Leviten sollte man eigentlich erwarten, daß sie einem in Not geratenen Mitjuden helfen. Sie unterließen es jedoch. Statt dessen half ihm ein Samariter, und das obwohl die Juden die Samariter so sehr hassen, daß sie Jesus zum Beispiel kurz zuvor, als sie ihn mit den schlimmsten Worten beleidigten, einen „Samariter“ nannten.

Was tat der Samariter, um dem Juden zu helfen? „Er trat an ihn heran“, sagt Jesus, „und verband ihm seine Wunden, wobei er Öl und Wein auf sie goß. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier und brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn. Und am nächsten Tag zog er zwei Denare [etwa zwei Tagelöhne] heraus, gab sie dem Herbergswirt und sprach: ‚Sorge für ihn, und was immer du darüber ausgibst, will ich dir zurückzahlen, wenn ich hierher zurückkomme.‘ “

Nachdem Jesus diese Geschichte erzählt hat, fragt er den Gesetzeskundigen: „Wer von diesen dreien hat sich, wie es dir scheint, als Nächster des Mannes erwiesen, der unter die Räuber fiel?“

Da es dem Gesetzeskundigen peinlich ist, einem Samariter irgendwelche Verdienste zuzuerkennen, antwortet er einfach: „Derjenige, der ihm gegenüber barmherzig handelte.“

„Geh hin, und handle selbst ebenso“, sagt Jesus abschließend.

Hätte Jesus dem Gesetzeskundigen einfach gesagt, daß auch Nichtjuden zu seinen Nächsten zählten, wäre es von dem Mann nicht akzeptiert worden; außerdem hätte sich wahrscheinlich ein Großteil der Zuhörer, die bei der Unterhaltung mit Jesus zugegen waren, auf die Seite des Mannes gestellt. Diese Geschichte jedoch, die aus dem wahren Leben gegriffen sein könnte, zeigt unwiderlegbar, daß nicht nur Menschen der eigenen Rasse und Nationalität unsere Nächsten sind. Auf welch wunderbare Weise Jesus doch lehrte!

Lukas 10:25-37Nun siehe, ein gewisser Gesetzeskundiger stand auf, um ihn auf die Probe zu stellen, und sprach: „Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“ 26 Er sprach zu ihm: „Was steht im GESETZ geschrieben? Wie liest du?“ 27 Er gab zur Antwort: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn‘ und ‚deinen Nächsten wie dich selbst‘.“ 28 Er sprach zu ihm: „Du hast richtig geantwortet; ‚tu das weiterhin, und du wirst Leben erlangen‘.“29 Da aber der Mann beweisen wollte, daß er gerecht sei, sagte er zu Jesus: „Wer ist in Wirklichkeit mein Nächster?“ 30 In Erwiderung sagte Jesus: „Ein gewisser Mensch ging von Jerusalem nach Jẹricho hinab und fiel unter Räuber, die ihn auszogen und ihm auch Schläge versetzten und weggingen und ihn halb tot zurückließen. 31 Nun traf es sich, daß ein gewisser Priester jenen Weg hinabging, doch als er ihn sah, ging er auf der entgegengesetzten Seite vorüber. 32 Ebenso ging auch ein Levịt, als er an die Stelle hinabkam und ihn sah, auf der entgegengesetzten Seite vorüber. 33 Aber ein gewisser Samarịter, der des Weges zog, kam zu ihm, und als er ihn sah, wurde er von Mitleid bewegt. 34 Und er trat an ihn heran und verband ihm seine Wunden, wobei er Öl und Wein auf sie goß. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier und brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn. 35 Und am nächsten Tag zog er zwei Denạre heraus, gab sie dem Herbergswirt und sprach: ‚Sorge für ihn, und was immer du darüber ausgibst, will ich dir zurückzahlen, wenn ich hierher zurückkomme.‘ 36 Wer von diesen dreien hat sich, wie es dir scheint, als Nächster des Mannes erwiesen, der unter die Räuber fiel?“ 37 Er sagte: „Derjenige, der ihm gegenüber barmherzig handelte.“ Darauf sprach Jesus zu ihm: „Geh hin, und handle selbst ebenso.“

Apostelgeschichte 10:28und er sprach zu ihnen: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.

Johannes 4:9Darum sagte die samarịtische Frau zu ihm: „Wie kommt es, daß du, obwohl du ein Jude bist, mich um einen Trunk bittest, da ich [doch] eine samarịtische Frau bin?“ (Die Juden verkehren nämlich nicht mit Samarịtern.)

8:48 Die Juden gaben ihm zur Antwort: „Sagen wir nicht mit Recht: Du bist ein Samarịter und hast einen Dämon?“
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