Jakob Lorber
Am 15. März 1840 vernahm er beim Morgengebet
„in der Gegend des Herzens“ eine Stimme,
klar und hell, die ihm gebot:
„Steh auf,
nimm deinen Griffel und schreibe!“
Diesem geheimnisvollen Rufe gehorchend
schrieb er die folgenden Worte nieder:
So sprach der Herr zu mir und in mir (Jakob Lorber) für jedermann,
und das ist wahr, getreu und gewiß:
"Wer mit Mir reden will, der komme zu Mir,
und Ich werde ihm die Antwort in sein Herz legen.
Jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist,
sollen den Ton Meiner Stimme vernehmen.
Und wer Mich aller Welt vorzieht,
Mich liebt wie eine zarte Braut ihren Bräutigam,
mit dem will Ich Arm in Arm wandeln.
Er wird Mich allezeit schauen wie ein Bruder den anderen,
und wie Ich ihn schaute schon von Ewigkeit her, ehe er noch war.“
http://www.geistiges-licht.de/Person/Lorber.html
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Jakob Lorber
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marianne
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Jakob Lorber
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Und der auf dem Throne saß sprach: Siehe, ich mache alles neu.
Und er spricht [zu mir]: Schreibe, denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. ( Offenbarung 21 )
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marianne
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Re: Jakob Lorber
Briefwechsel
zwischen unserm Herrn Jesu Christo und Abgarus, König von Edessa.
http://www.scribd.com/doc/9726644/Jakob ... Brief-1851
zwischen unserm Herrn Jesu Christo und Abgarus, König von Edessa.
http://www.scribd.com/doc/9726644/Jakob ... Brief-1851
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Und der auf dem Throne saß sprach: Siehe, ich mache alles neu.
Und er spricht [zu mir]: Schreibe, denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. ( Offenbarung 21 )
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Re: Jakob Lorber
Jakob Lorber, von ihm las ich die ersten Neuoffenbarungen. Dies hat wohl geprägt, ich schätze ihn am meisten.
Aber ich denke vom Bekanntheitsgrad steht er neben Swedenborg an erster Stelle?
Aber ich denke vom Bekanntheitsgrad steht er neben Swedenborg an erster Stelle?
Prüfe, was du hörst oder liest, mit Herz und Verstand -
und behalte das Gute !
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Jakob Lorber : Die Weisen aus dem Morgenlande
Die Weisen aus dem Morgenlande
******************************
Empfangen durch J. L. am 8. Januar 1841.
Vorwort
-------
JL.Gedi.028,VW.01] O Herr! Sieh' mich wieder gnädig an in der Nacht meiner Sünde, die da ist zum roten Meere geworden, darüber Du Dein Volk führtest, und ließest umkommen dessen Herrschaft unter seinen Fluten, und habe Erbarmen mit dem beständigen Durste meines vertrockneten Herzens, denn siehe Du Herr und mein großer heiliger Gott, Dein Wasser ist süß und bitter und hat einen köstlichen Geschmack, daher kann man sich damit nimmer den Durst der Liebe löschen, denn so der Durst gelöscht wird, ist der gelöschte nur genährt worden, und mir ist es, daß ich ewig trinken möchte aus dem unerschöpflichen Brunnen Deiner unendlichen Liebe und Gnade; siehe, mir geht es, wie dem Prasser im Feuer Deines Gerichtes, da schon wieder Meine Zunge lechzet nach einem Morgentau=Tropfen Deiner Gnade; aber lasse mich im Angesicht des Schooßes Abrahams vor Deinem Lazarus nicht verschmachten, sondern komme Du, dessen Name meine Zunge kaum, und mit und in großer Furcht nur wagt zu stammeln, komme und
lasse
wieder einen Tropfen, wie Du schon gar viele ließest auf die Zunge meines Herzens fallen, auf daß ich wissen und begreifen möchte zu Deiner alleinigen Ehre und Verherrlichung Deines allerheiligsten Namens, wer denn doch die Weisen aus dem Morgenlande waren, und was es mit ihnen für eine Bewandtniß hat, und was wir davon halten sollen; und auch von dem Sterne, der ihr Wegweiser war dahin, da es Dir dereinst wohl gefiel, im Fleische Deine Erde anzublicken aus Deiner unermeßlichen Erbarmung. O Herr! erhöre gnädigst meine alleruntertänigste Bitte. Allein wie überall und allzeit geschehe auch jetzt Dein heiligster Wille. Amen.
JL.Gedi.028,VW.02] Das ist nun einmal wieder Etwas, das Mir lieber ist als zehn weltsorgliche Fragen; daher schreibe auch ein wohlgeschmücktes Lied, das Ich dir wohlklingend einhauchen werde, wie da folge und geschehe: (Matt. 2, 1 - 12)
Die da sind gekommen aus dem weiten fernen Morgen,
Waren herrlich, frei, und hatten keine Erdensorgen.
Doch, so Manche sie für hohe Erdensöhne halten,
Sieh', da muß die Sache freilich anders sich gestalten:
Diese Weisen, die da kamen hin zur heil'gen Stätte,
Waren Väter aus der Erde früher Menschheit Kette,
Nicht als wären sie im Fleische dazu auferstanden,
Lösend frei der alten Gräber eh'rne feste Banden,
Sondern, da den Welten=Allen ist ein Licht geworden,
Kamen Väter=Engel hin zur Erd' in frohen Horden. -
Diese Väterengel und an ihrer Seite Schaaren,
Waren Menschen aus der Erde Ur= und Vorzeit=Jahren,
Welche, als das Leben sich der todten Erde nahte,
Da so lange schon gar arg der Tod geherrschet hatte,
Damals durch besondre Gnade auferstanden waren,
Von dem langen langen Tode, um da zeugend zu erfahren,
Was da ihnen Anfangs schon ist treu verheißen worden,
Von dem niedern Südpol an bis hin zum hohen Norden.
Solcher Wunderart denn waren auch die Morgenweisen,
Die zu Mir den Weg sich von dem Sterne ließen weisen.
Adam, Kain, Abraham, das waren "die drei Weisen,"
Weihrauch, Gold und Myrhen brachten sie, um Mich zu preisen,
Und an ihrer Seite standen Schaaren im Geheimen,
Hoch frohlockend sah'n sie Mich denn nun auf Erden säumen.
Sichtbar doch den Augen, so im Fleische sind begraben,
Waren Adam, Kain, Abraham mit ihren Gaben,
Doch die weit gedehnten Reihen aus der Väter Horden
Sind dem Fleischesauge damals sichtbar nicht geworden;
Nur die freien Hirten fromm auf offnem weiten Felde
Hörten hohe Psalmen singen Mir, dem Lebenshelde! -
Und der Stern, - der da erweckt sie hat vom langen Tode,
Und dann treu sie führte hin auf sich'rer Hode, *)
War derselbe, den die Seher haben oft besungen,
Da deß Ode durch den Geist ist tief in sie gedrungen.
Dieser Stern - leucht' jedem Wand'rer noch zur Stunde,
Heute, morgen und fortan am ganzen Erdenrunde.
Wer deß Lichte folgen wird ganz liebend treu im Herzen,
Und nicht achten wird der Wand'rung mancher Sorge Schmerzen,
Der wird bald gelangen auch, dahin die Weisen kamen;
Dies sag' Ich, euer liebevollster Vater. Amen.
*) Von dem Griechischen = der Weg.
Nachwort.
---------
JL.Gedi.028,NW] Das ist Alles für den, der liebt und glaubt, und hinreichend bis zur Zeit, da ohnehin davon noch ausführlich in Meiner großen Haushaltung gesprochen wird; seht, solches sage Ich euch gerne, aber so ihr fraget um den Cours eurer Staatsnoten in eurem Herzen, so sage Ich euch: Wie jene steigen, so fallen die Meinigen. Wer aber mit Meiner großen Nationalbank Geschäfte zu machen hat angefangen, der solle sich nicht fürchten; denn in Meiner Bank steigt der Cours des Lebens, der Liebe und aller Gnade ewig, da an kein Falliment zu gedenken ist. Amen. Das sage Ich, der allerbilligste und gerechteste Wechsler, der Alles umsonst gibt. Amen, Amen, Amen.
Quelle: http://www.disk-plus-buch.de/jl/psal/ge ... orgenlande
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Empfangen durch J. L. am 8. Januar 1841.
Vorwort
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JL.Gedi.028,VW.01] O Herr! Sieh' mich wieder gnädig an in der Nacht meiner Sünde, die da ist zum roten Meere geworden, darüber Du Dein Volk führtest, und ließest umkommen dessen Herrschaft unter seinen Fluten, und habe Erbarmen mit dem beständigen Durste meines vertrockneten Herzens, denn siehe Du Herr und mein großer heiliger Gott, Dein Wasser ist süß und bitter und hat einen köstlichen Geschmack, daher kann man sich damit nimmer den Durst der Liebe löschen, denn so der Durst gelöscht wird, ist der gelöschte nur genährt worden, und mir ist es, daß ich ewig trinken möchte aus dem unerschöpflichen Brunnen Deiner unendlichen Liebe und Gnade; siehe, mir geht es, wie dem Prasser im Feuer Deines Gerichtes, da schon wieder Meine Zunge lechzet nach einem Morgentau=Tropfen Deiner Gnade; aber lasse mich im Angesicht des Schooßes Abrahams vor Deinem Lazarus nicht verschmachten, sondern komme Du, dessen Name meine Zunge kaum, und mit und in großer Furcht nur wagt zu stammeln, komme und
lasse
wieder einen Tropfen, wie Du schon gar viele ließest auf die Zunge meines Herzens fallen, auf daß ich wissen und begreifen möchte zu Deiner alleinigen Ehre und Verherrlichung Deines allerheiligsten Namens, wer denn doch die Weisen aus dem Morgenlande waren, und was es mit ihnen für eine Bewandtniß hat, und was wir davon halten sollen; und auch von dem Sterne, der ihr Wegweiser war dahin, da es Dir dereinst wohl gefiel, im Fleische Deine Erde anzublicken aus Deiner unermeßlichen Erbarmung. O Herr! erhöre gnädigst meine alleruntertänigste Bitte. Allein wie überall und allzeit geschehe auch jetzt Dein heiligster Wille. Amen.
JL.Gedi.028,VW.02] Das ist nun einmal wieder Etwas, das Mir lieber ist als zehn weltsorgliche Fragen; daher schreibe auch ein wohlgeschmücktes Lied, das Ich dir wohlklingend einhauchen werde, wie da folge und geschehe: (Matt. 2, 1 - 12)
Die da sind gekommen aus dem weiten fernen Morgen,
Waren herrlich, frei, und hatten keine Erdensorgen.
Doch, so Manche sie für hohe Erdensöhne halten,
Sieh', da muß die Sache freilich anders sich gestalten:
Diese Weisen, die da kamen hin zur heil'gen Stätte,
Waren Väter aus der Erde früher Menschheit Kette,
Nicht als wären sie im Fleische dazu auferstanden,
Lösend frei der alten Gräber eh'rne feste Banden,
Sondern, da den Welten=Allen ist ein Licht geworden,
Kamen Väter=Engel hin zur Erd' in frohen Horden. -
Diese Väterengel und an ihrer Seite Schaaren,
Waren Menschen aus der Erde Ur= und Vorzeit=Jahren,
Welche, als das Leben sich der todten Erde nahte,
Da so lange schon gar arg der Tod geherrschet hatte,
Damals durch besondre Gnade auferstanden waren,
Von dem langen langen Tode, um da zeugend zu erfahren,
Was da ihnen Anfangs schon ist treu verheißen worden,
Von dem niedern Südpol an bis hin zum hohen Norden.
Solcher Wunderart denn waren auch die Morgenweisen,
Die zu Mir den Weg sich von dem Sterne ließen weisen.
Adam, Kain, Abraham, das waren "die drei Weisen,"
Weihrauch, Gold und Myrhen brachten sie, um Mich zu preisen,
Und an ihrer Seite standen Schaaren im Geheimen,
Hoch frohlockend sah'n sie Mich denn nun auf Erden säumen.
Sichtbar doch den Augen, so im Fleische sind begraben,
Waren Adam, Kain, Abraham mit ihren Gaben,
Doch die weit gedehnten Reihen aus der Väter Horden
Sind dem Fleischesauge damals sichtbar nicht geworden;
Nur die freien Hirten fromm auf offnem weiten Felde
Hörten hohe Psalmen singen Mir, dem Lebenshelde! -
Und der Stern, - der da erweckt sie hat vom langen Tode,
Und dann treu sie führte hin auf sich'rer Hode, *)
War derselbe, den die Seher haben oft besungen,
Da deß Ode durch den Geist ist tief in sie gedrungen.
Dieser Stern - leucht' jedem Wand'rer noch zur Stunde,
Heute, morgen und fortan am ganzen Erdenrunde.
Wer deß Lichte folgen wird ganz liebend treu im Herzen,
Und nicht achten wird der Wand'rung mancher Sorge Schmerzen,
Der wird bald gelangen auch, dahin die Weisen kamen;
Dies sag' Ich, euer liebevollster Vater. Amen.
*) Von dem Griechischen = der Weg.
Nachwort.
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JL.Gedi.028,NW] Das ist Alles für den, der liebt und glaubt, und hinreichend bis zur Zeit, da ohnehin davon noch ausführlich in Meiner großen Haushaltung gesprochen wird; seht, solches sage Ich euch gerne, aber so ihr fraget um den Cours eurer Staatsnoten in eurem Herzen, so sage Ich euch: Wie jene steigen, so fallen die Meinigen. Wer aber mit Meiner großen Nationalbank Geschäfte zu machen hat angefangen, der solle sich nicht fürchten; denn in Meiner Bank steigt der Cours des Lebens, der Liebe und aller Gnade ewig, da an kein Falliment zu gedenken ist. Amen. Das sage Ich, der allerbilligste und gerechteste Wechsler, der Alles umsonst gibt. Amen, Amen, Amen.
Quelle: http://www.disk-plus-buch.de/jl/psal/ge ... orgenlande
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Re: Jakob Lorber
Die Heilkraft des Sonnenlichtes
Durch das Innere Wort empfangen von
Jakob Lorber
http://www.scribd.com/doc/9693375/Jakob ... lichtes-A5
.
Durch das Innere Wort empfangen von
Jakob Lorber
http://www.scribd.com/doc/9693375/Jakob ... lichtes-A5
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Und der auf dem Throne saß sprach: Siehe, ich mache alles neu.
Und er spricht [zu mir]: Schreibe, denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. ( Offenbarung 21 )
Und er spricht [zu mir]: Schreibe, denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. ( Offenbarung 21 )
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Re: Jakob Lorber
Prophezeiungen über Endzeit
durch Jakob Lorber
Quelle:
http://www.wahre-wege.de/lorber-webspac ... lorber.pdf
.
durch Jakob Lorber
Quelle:
http://www.wahre-wege.de/lorber-webspac ... lorber.pdf
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Und der auf dem Throne saß sprach: Siehe, ich mache alles neu.
Und er spricht [zu mir]: Schreibe, denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. ( Offenbarung 21 )
Und er spricht [zu mir]: Schreibe, denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. ( Offenbarung 21 )
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Re: Jakob Lorber
„Mußte nicht Christus solches leiden und so eingehen in Seine Herrlichkeit?“ (Lukas 24,26)
[STE 17.1] „Mußte nicht Christus solches leiden und so eingehen in Seine Herrlichkeit?“
17.2] In diesem oben angesetzten Texte liegt ja wieder gar augenscheinlichst, daß die Herrlichkeit des ewigen Lebens nicht durch große Belesenheit und Gelehrtheit, sondern lediglich durch die Tat der Liebe erreicht werden kann.
17.3] Man wird hier freilich sagen: „Christus war ja ohnehin das ewige Leben Selbst und besaß in Sich alle Herrlichkeit desselben; warum mußte Er denn hernach leiden, um in diese Herrlichkeit einzugehen?“
17.4] Ich aber sage: Christus war nur ein Mensch und mußte Sich als erstes Grundvorbild die vollkommene Herrlichkeit Gottes erst durch Seine Taten vollkommen zu eigen machen. Und hätte Er dieses nicht getan, so wäre es um die ganze Schöpfung geschehen gewesen; denn in Ihm erst ward Vater und Sohn wieder Eins oder – was dasselbe ist – die göttliche Liebe und die göttliche Weisheit. Denn zuvor hatte sich die Liebe abgezogen von der Weisheit, weil die Weisheit in ihrer Heiligkeit sich zu unerreichbar allerhöchst aufgestellt hatte, und ihre Forderungen waren über alle Erfüllungsmöglichkeit gestellt.
17.5] Aber die Weisheit war öde ohne die innigste Vereinigung mit Ihrer Liebe; wie konnte sich aber jene mit der Liebe wieder vereinigen? Sie mußte in dem Menschen Jesus die von ihr gestellten Aussöhnungsbedingungen selbst erfüllen; sie mußte sich demütigen bis auf den kleinsten Punkt, und dadurch erst ward sie vollkommen wieder Eins mit ihrer Liebe, welche der ‚Vater‘ ist.
17.6] Darum verschmähte denn auch Christus, als Selbst die ewige, allmächtige Grundweisheit des Vaters, alle Weisheit der Weisen der Welt; und alle Schriftgelehrten mußten Ihm ein Greuel sein, so ihre Taten nicht aus dem Grunde des Lebens der Schrift gemäß waren.
17.7] Er als die ewige Weisheit des Vaters mußte Werke der Liebe tun und lehren die Menschen das alleinige Gesetz der Liebe; ja, Er mußte am Ende Sich von der Weisheit der gelehrten Priester gefangennehmen und kreuzigen lassen und mußte auf diese Weise als das urewige Licht des Vaters oder der Liebe die größte Schmach und an Sich Selbst die größte Verfinsterung erleiden, – darum Er denn auch ausrief: „Vater! Warum hast Du Mich verlassen?“
17.8] Daß aber Er als das urewige Licht der ganzen Unendlichkeit in Sich Selbst eine gänzliche Verfinsterung erdulden mußte, beweist jener bisher noch von niemandem verstandene Augenblick, in welchem nach dem Verscheiden Christi am Kreuz eine vollkommene Verfinsterung der ganzen unendlichen Schöpfung eintrat und das Licht nicht nur der Erdsonne, sondern aller Sonnen in der ganzen Unendlichkeit auf eine Zeit von drei Stunden erlosch!
17.9] Und es war dieser Verfinsterungsmoment auch gleich dem, von dem ihr wißt, daß in ihm die Seele Christi nach dem Tode in die Hölle hinabstieg, um da die Geister, welche in der alten Weisheit gefangen waren, zu erlösen und sie zu führen an das neue Licht, welches aus der Wiedervereinigung des Sohnes mit dem Vater alle Unendlichkeit zu erfüllen anfing.
17.10] Christus mußte daher das alte Gesetz der Weisheit in Sich Selbst bis auf ein Häkchen erfüllen, um dadurch alle Irrungen wider dieselbe vor dem Angesichte des Vaters zu sühnen; oder es mußte alle Weisheit gekreuzigt werden, damit dadurch die Liebe des Vaters gerechtfertigt ward.
17.11] Nun, das tat also Gott Selbst; was wollet denn dann ihr tun? Meinet ihr wohl, daß ihr durch die Rechtfertigung eurer Weisheit in die Herrlichkeit des ewigen Lebens eingehen werdet?
17.12] Wenn Christus als die göttliche Weisheit Selbst Werke der Liebe tun und lebendigst predigen mußte und alle Seine Weisheit kreuzigen und in die größte Finsternis übergehen lassen mußte, um dadurch vollkommen wieder einzugehen in die Herrlichkeit des Vaters, welcher die getrennte Liebe in Christus Selbst war, so werden doch auch die Menschen ebenfalls diesen Weg wandeln müssen und werden Christus nachfolgen müssen, so sie mit Ihm in die Herrlichkeit Seiner väterlichen Liebe eingehen wollen.
17.13] In der Urkirche der Welt hieß es: „Ihr Menschen könnt nur durch die Liebe Gottes gelangen zu der sonst unerreichbaren göttlichen Weisheit!“ Mit Christus aber heißt es: „Nun bin Ich als die göttliche Weisheit Selbst, als der Weg und das Leben die Tür zur Liebe oder zum Vater. Wer nun zum Vater will, der muß durch Mich eingehen!“
17.14] Wie aber? Etwa durch die Weisheit, weil Christus als die Tür die göttliche Weisheit Selbst ist? – O nein! Denn eben diese Weisheit ließ Sich demütigen bis auf das letzte Atom. Sie als die unantastbare Heiligkeit Gottes stieg unter alle Sünder tief herab; diejenige Weisheit, die ehedem kein allervollkommenster Engelsgeist in Ihrem Grundlichte ansehen durfte, ging jetzt mit Sündern um und speiste unter ihrem Dache und mußte Sich am Ende von heidnischen Kriegsknechten und Schergen ans Kreuz schlagen lassen!
17.15] Aus dieser endlosen Demütigung der göttlichen Weisheit Selbst aber geht doch mehr als sonnenklar hervor, daß da niemand etwa mit seiner aufgeblasenen Weisheit in die Herrlichkeit des ewigen Lebens gelangen wird. Niemandem werden seine durchstudierten Bücher und Schriften zu Stufen in das Himmelreich werden, sondern allein seine wahre Demut und die wahre werktätige lebendige Liebe zum Vater.
17.16] In Christus ging alle urgöttliche Weisheit in die Liebe zum Vater über; dadurch ward aus Sohn und Vater Eins. Desgleichen muß es aber auch bei dem Menschen der Fall sein. Bevor er nicht in seinem hochmütigen Verstande und in allen Begehrungen desselben, welche auf allerlei Ehrungen hinauslaufen, bis auf den letzten Tropfen gedemütigt wird, – ja, bevor er nicht alles der Liebe zu Füßen legen wird und darum erleiden wird eine kurze Verfinsterung aller seiner weltlichen Weisheit, wird er wahrlich nicht in die Herrlichkeit des Vaters eingehen.
17.17] Christus mußte solches leiden und tun, um in die Herrlichkeit des Vaters einzugehen; also muß es auch ein jeder Mensch tun und muß Christus lebendig nachfolgen, wenn er in die Herrlichkeit des Vaters eingehen will.
17.18] Christus aber hatte nicht auf Hochschulen studiert, um dadurch als ein hochgelehrter Weiser in die Herrlichkeit des Vaters einzugehen, sondern Seine Schule hieß: Demut und werktätige Liebe! Wenn aber Christus mit dieser Schule voranging, wie wollet denn ihr mit einer anderen ins Reich Gottes gelangen?
17.19] Ich meine, mehr hierüber wäre wohl unnötig; denn aus der tiefsten Weisheit ist dieses sonnenklar erläutert. Tuet daher desgleichen, so werdet ihr leben! Amen.
Schrifttexterklärungen
Kapitel 17
Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber.
17. Januar 1844 abends
http://jakob-lorber.cc/index.php?s=STE17.0-19&l=de
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[STE 17.1] „Mußte nicht Christus solches leiden und so eingehen in Seine Herrlichkeit?“
17.2] In diesem oben angesetzten Texte liegt ja wieder gar augenscheinlichst, daß die Herrlichkeit des ewigen Lebens nicht durch große Belesenheit und Gelehrtheit, sondern lediglich durch die Tat der Liebe erreicht werden kann.
17.3] Man wird hier freilich sagen: „Christus war ja ohnehin das ewige Leben Selbst und besaß in Sich alle Herrlichkeit desselben; warum mußte Er denn hernach leiden, um in diese Herrlichkeit einzugehen?“
17.4] Ich aber sage: Christus war nur ein Mensch und mußte Sich als erstes Grundvorbild die vollkommene Herrlichkeit Gottes erst durch Seine Taten vollkommen zu eigen machen. Und hätte Er dieses nicht getan, so wäre es um die ganze Schöpfung geschehen gewesen; denn in Ihm erst ward Vater und Sohn wieder Eins oder – was dasselbe ist – die göttliche Liebe und die göttliche Weisheit. Denn zuvor hatte sich die Liebe abgezogen von der Weisheit, weil die Weisheit in ihrer Heiligkeit sich zu unerreichbar allerhöchst aufgestellt hatte, und ihre Forderungen waren über alle Erfüllungsmöglichkeit gestellt.
17.5] Aber die Weisheit war öde ohne die innigste Vereinigung mit Ihrer Liebe; wie konnte sich aber jene mit der Liebe wieder vereinigen? Sie mußte in dem Menschen Jesus die von ihr gestellten Aussöhnungsbedingungen selbst erfüllen; sie mußte sich demütigen bis auf den kleinsten Punkt, und dadurch erst ward sie vollkommen wieder Eins mit ihrer Liebe, welche der ‚Vater‘ ist.
17.6] Darum verschmähte denn auch Christus, als Selbst die ewige, allmächtige Grundweisheit des Vaters, alle Weisheit der Weisen der Welt; und alle Schriftgelehrten mußten Ihm ein Greuel sein, so ihre Taten nicht aus dem Grunde des Lebens der Schrift gemäß waren.
17.7] Er als die ewige Weisheit des Vaters mußte Werke der Liebe tun und lehren die Menschen das alleinige Gesetz der Liebe; ja, Er mußte am Ende Sich von der Weisheit der gelehrten Priester gefangennehmen und kreuzigen lassen und mußte auf diese Weise als das urewige Licht des Vaters oder der Liebe die größte Schmach und an Sich Selbst die größte Verfinsterung erleiden, – darum Er denn auch ausrief: „Vater! Warum hast Du Mich verlassen?“
17.8] Daß aber Er als das urewige Licht der ganzen Unendlichkeit in Sich Selbst eine gänzliche Verfinsterung erdulden mußte, beweist jener bisher noch von niemandem verstandene Augenblick, in welchem nach dem Verscheiden Christi am Kreuz eine vollkommene Verfinsterung der ganzen unendlichen Schöpfung eintrat und das Licht nicht nur der Erdsonne, sondern aller Sonnen in der ganzen Unendlichkeit auf eine Zeit von drei Stunden erlosch!
17.9] Und es war dieser Verfinsterungsmoment auch gleich dem, von dem ihr wißt, daß in ihm die Seele Christi nach dem Tode in die Hölle hinabstieg, um da die Geister, welche in der alten Weisheit gefangen waren, zu erlösen und sie zu führen an das neue Licht, welches aus der Wiedervereinigung des Sohnes mit dem Vater alle Unendlichkeit zu erfüllen anfing.
17.10] Christus mußte daher das alte Gesetz der Weisheit in Sich Selbst bis auf ein Häkchen erfüllen, um dadurch alle Irrungen wider dieselbe vor dem Angesichte des Vaters zu sühnen; oder es mußte alle Weisheit gekreuzigt werden, damit dadurch die Liebe des Vaters gerechtfertigt ward.
17.11] Nun, das tat also Gott Selbst; was wollet denn dann ihr tun? Meinet ihr wohl, daß ihr durch die Rechtfertigung eurer Weisheit in die Herrlichkeit des ewigen Lebens eingehen werdet?
17.12] Wenn Christus als die göttliche Weisheit Selbst Werke der Liebe tun und lebendigst predigen mußte und alle Seine Weisheit kreuzigen und in die größte Finsternis übergehen lassen mußte, um dadurch vollkommen wieder einzugehen in die Herrlichkeit des Vaters, welcher die getrennte Liebe in Christus Selbst war, so werden doch auch die Menschen ebenfalls diesen Weg wandeln müssen und werden Christus nachfolgen müssen, so sie mit Ihm in die Herrlichkeit Seiner väterlichen Liebe eingehen wollen.
17.13] In der Urkirche der Welt hieß es: „Ihr Menschen könnt nur durch die Liebe Gottes gelangen zu der sonst unerreichbaren göttlichen Weisheit!“ Mit Christus aber heißt es: „Nun bin Ich als die göttliche Weisheit Selbst, als der Weg und das Leben die Tür zur Liebe oder zum Vater. Wer nun zum Vater will, der muß durch Mich eingehen!“
17.14] Wie aber? Etwa durch die Weisheit, weil Christus als die Tür die göttliche Weisheit Selbst ist? – O nein! Denn eben diese Weisheit ließ Sich demütigen bis auf das letzte Atom. Sie als die unantastbare Heiligkeit Gottes stieg unter alle Sünder tief herab; diejenige Weisheit, die ehedem kein allervollkommenster Engelsgeist in Ihrem Grundlichte ansehen durfte, ging jetzt mit Sündern um und speiste unter ihrem Dache und mußte Sich am Ende von heidnischen Kriegsknechten und Schergen ans Kreuz schlagen lassen!
17.15] Aus dieser endlosen Demütigung der göttlichen Weisheit Selbst aber geht doch mehr als sonnenklar hervor, daß da niemand etwa mit seiner aufgeblasenen Weisheit in die Herrlichkeit des ewigen Lebens gelangen wird. Niemandem werden seine durchstudierten Bücher und Schriften zu Stufen in das Himmelreich werden, sondern allein seine wahre Demut und die wahre werktätige lebendige Liebe zum Vater.
17.16] In Christus ging alle urgöttliche Weisheit in die Liebe zum Vater über; dadurch ward aus Sohn und Vater Eins. Desgleichen muß es aber auch bei dem Menschen der Fall sein. Bevor er nicht in seinem hochmütigen Verstande und in allen Begehrungen desselben, welche auf allerlei Ehrungen hinauslaufen, bis auf den letzten Tropfen gedemütigt wird, – ja, bevor er nicht alles der Liebe zu Füßen legen wird und darum erleiden wird eine kurze Verfinsterung aller seiner weltlichen Weisheit, wird er wahrlich nicht in die Herrlichkeit des Vaters eingehen.
17.17] Christus mußte solches leiden und tun, um in die Herrlichkeit des Vaters einzugehen; also muß es auch ein jeder Mensch tun und muß Christus lebendig nachfolgen, wenn er in die Herrlichkeit des Vaters eingehen will.
17.18] Christus aber hatte nicht auf Hochschulen studiert, um dadurch als ein hochgelehrter Weiser in die Herrlichkeit des Vaters einzugehen, sondern Seine Schule hieß: Demut und werktätige Liebe! Wenn aber Christus mit dieser Schule voranging, wie wollet denn ihr mit einer anderen ins Reich Gottes gelangen?
17.19] Ich meine, mehr hierüber wäre wohl unnötig; denn aus der tiefsten Weisheit ist dieses sonnenklar erläutert. Tuet daher desgleichen, so werdet ihr leben! Amen.
Schrifttexterklärungen
Kapitel 17
Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber.
17. Januar 1844 abends
http://jakob-lorber.cc/index.php?s=STE17.0-19&l=de
.
Und der auf dem Throne saß sprach: Siehe, ich mache alles neu.
Und er spricht [zu mir]: Schreibe, denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. ( Offenbarung 21 )
Und er spricht [zu mir]: Schreibe, denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. ( Offenbarung 21 )
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Re: Jakob Lorber
Die fünf untrüglichen Zeichen der Gegenwart Gottes im Menschen
43.01 Darauf aber trat noch der Grieche, welcher schon früher der Wortführer war, zu Mir und sagte: “Herr, Herr, Gott und Meister von Ewigkeit in Deinem Geiste! Du verlässt uns nun zwar in Deiner sichtbaren Persönlichkeit, aber wir bitten Dich, dass Du mit Deinem höchsten Gottgeiste bei uns bleiben wollest, und uns nur dann und wann ein Zeichen geben, das uns ein Bürge sei, dass Du unser gedenkest und also im Geiste auch bei uns seiest.”
43.02 Sagte Ich: “Ja, das wird auch also sein bis ans Ende der Zeiten dieser sichtbaren Welt! Doch nicht nur ein Zeichen, sondern mehrere sollet ihr allzeit haben davon, dass Ich im Geiste bei euch, unter euch und in euch gegenwärtig bin! Die sicheren und niemals trügenden Zeichen aber warden allzeit und ewig folgende sein:
43.03 Erstens, dass ihr mich mehr liebt denn alles in der Welt! Denn so jemand irgend etwas in der Welt mehr liebt denn Mich, der ist Meiner nicht wert; wer Mich aber wahrhaft liebt über alles, der ist eben durch solche wahre Liebe in Mir, und Ich bin in ihm.
43.04 Ein zweites Zeichen Meiner Gegenwart bei euch sei auch das, dass ihr aus Liebe zu Mir eure Nächsten und Nebenmenschen, jung und alt, ebenso liebt wie euch selbst; denn wer seinen Nächsten nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott in Mir lieben, den er nicht sieht? Wenn ihr Mich auch jetzt sehet und höret, so werdet ihr Mich in dieser Welt fortan doch nicht mehr sehen! Und so ihr Mich nicht sehen werdet, wird eure Liebe also bleiben, wie sie nun ist, da ihr Mich sehet? Ja, es wird bei euch die Liebe wohl bleiben; aber sehet auch, dass sie bei euren Nachkommen also bleiben wird! Denn so Mich jemand wahrhaftig im Herzen über alles lieben wird dadurch, dass er leben und handeln wird nach Meinem ihm geoffenbarten Willen, zu dem werde Ich Selbst wie persönlich im Geiste kommen und werde Mich ihm als vollends gegenwärtig offenbaren.
43.05 Ein drittes Zeichen Meiner Gegenwart bei, in und unter euch wird auch das sein, dass euch allzeit alles gegeben wird, um was ihr den Vater in Mir in Meinem Namen ernstlich bitten werdet. Aber es versteht sich von selbst, dass ihr Mich nicht um dumme und nichtige Dinge dieser Welt bittet; denn so ihr das tätet, da zeigtet ihr ja doch offenbar, dass ihr derlei Dinge mehr liebtet denn Mich, und das wäre dann wahrlich kein Zeichen Meiner Gegenwart bei, in und unter euch.
43.06 Ein viertes Zeichen Meiner mächtigen Gegenwart bei, in und unter euch wird auch das sein, dass, so ihr den leiblich kranken Menschen aus wahrer Nächstenliebe in Meinem Namen die Hände auflegen werdet, es mit ihnen besser werden soll, wenn das Besserwerden zum Heile ihrer Seelen dienlich ist.
43.07 Es versteht sich aber auch da von selbst, dass ihr dabei allzeit saget im Herzen: ‘Herr, nicht mein, sondern nur Dein Wille geschehe!’ Denn ihr könnet es nicht wissen, ob und wann das Besserwerden des Leibes einer Seele zum Heile dienlich ist, und ein ewiges Leben auf dieser Erde im Leibe ist keinem Menschen beschieden! Daher kann das Händeauflegen auch nicht allzeit und jedem Menschen von seinen Leibesübeln Befreiung verschaffen. Aber ihr werdet denoch keine Sünde dadurch begehen, so ihr jedem Kranken die euch angezeigte Liebe erweiset; den Helfer werde schon Ich machen, so es zum Seelenheile des Menschen dienlich ist, - was Ich allein nur wissen kann.
43.08 So ihr irgend aus der Ferne vernommen habt, dass da ein oder der andere Freund von euch krank daniederliegt, da betet über ihn, und legt im Geiste die Hände auf ihn, und es soll auch besser werden mit ihm!
43.09 Dabei aber bestehe das im Herzen nur auszusprechende Gebet in folgenden wenigen Worten: ‘Jesus, der Herr, wolle dir helfen! Er stärke dich, Er heile dich durch Seine Gnade, Liebe und Erbarmung!’ So ihr das voll Glauben und Vertrauen zu Mir über einen noch so ferne von euch sich irgendwo befindenden kranken Freund – oder Freundin aussprechen und dabei über ihn im Geiste eure Hände halten werdet, so wird es mit ihm zur Stunde besser werden, wenn das zu seinem Seelenheil dienlich ist.
43.10 Ein noch fünftes Zeichen Meiner Gegenwart bei, in und unter euch aber wird auch noch das sein, dass ihr, so ihr Meinen Willen allzeit tuet, in euch des Geistes Wiedergeburt erreichen werdet. Das wird sein eine wahre Lebenstaufe, da ihr dabei mit Meinem Geiste erfüllt und dadurch in alle Weisheit eingeführt werdet.
43.11 Nach diesem fünften Zeichen aber strebe ein jeder vor allem! Denn an dem sich dieses Zeichen gewärtigen wird, der wird schon in dieser Welt das ewige Leben haben und wird das tun und schaffen können, was Ich tue und schaffe; denn er wird da sein eins mit Mir.
43.12 Nun habe Ich euch die Zeichen Meiner Gegenwart gezeigt; tuet danach, so werdet ihr bei, in und unter euch Meines Geistes ehestens wahrhaftigst gewahr werden!”
Aus: Jakob Lorber – Das Grosse Evangelium Johannes, Band 9, 43.1 - 12
43.01 Darauf aber trat noch der Grieche, welcher schon früher der Wortführer war, zu Mir und sagte: “Herr, Herr, Gott und Meister von Ewigkeit in Deinem Geiste! Du verlässt uns nun zwar in Deiner sichtbaren Persönlichkeit, aber wir bitten Dich, dass Du mit Deinem höchsten Gottgeiste bei uns bleiben wollest, und uns nur dann und wann ein Zeichen geben, das uns ein Bürge sei, dass Du unser gedenkest und also im Geiste auch bei uns seiest.”
43.02 Sagte Ich: “Ja, das wird auch also sein bis ans Ende der Zeiten dieser sichtbaren Welt! Doch nicht nur ein Zeichen, sondern mehrere sollet ihr allzeit haben davon, dass Ich im Geiste bei euch, unter euch und in euch gegenwärtig bin! Die sicheren und niemals trügenden Zeichen aber warden allzeit und ewig folgende sein:
43.03 Erstens, dass ihr mich mehr liebt denn alles in der Welt! Denn so jemand irgend etwas in der Welt mehr liebt denn Mich, der ist Meiner nicht wert; wer Mich aber wahrhaft liebt über alles, der ist eben durch solche wahre Liebe in Mir, und Ich bin in ihm.
43.04 Ein zweites Zeichen Meiner Gegenwart bei euch sei auch das, dass ihr aus Liebe zu Mir eure Nächsten und Nebenmenschen, jung und alt, ebenso liebt wie euch selbst; denn wer seinen Nächsten nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott in Mir lieben, den er nicht sieht? Wenn ihr Mich auch jetzt sehet und höret, so werdet ihr Mich in dieser Welt fortan doch nicht mehr sehen! Und so ihr Mich nicht sehen werdet, wird eure Liebe also bleiben, wie sie nun ist, da ihr Mich sehet? Ja, es wird bei euch die Liebe wohl bleiben; aber sehet auch, dass sie bei euren Nachkommen also bleiben wird! Denn so Mich jemand wahrhaftig im Herzen über alles lieben wird dadurch, dass er leben und handeln wird nach Meinem ihm geoffenbarten Willen, zu dem werde Ich Selbst wie persönlich im Geiste kommen und werde Mich ihm als vollends gegenwärtig offenbaren.
43.05 Ein drittes Zeichen Meiner Gegenwart bei, in und unter euch wird auch das sein, dass euch allzeit alles gegeben wird, um was ihr den Vater in Mir in Meinem Namen ernstlich bitten werdet. Aber es versteht sich von selbst, dass ihr Mich nicht um dumme und nichtige Dinge dieser Welt bittet; denn so ihr das tätet, da zeigtet ihr ja doch offenbar, dass ihr derlei Dinge mehr liebtet denn Mich, und das wäre dann wahrlich kein Zeichen Meiner Gegenwart bei, in und unter euch.
43.06 Ein viertes Zeichen Meiner mächtigen Gegenwart bei, in und unter euch wird auch das sein, dass, so ihr den leiblich kranken Menschen aus wahrer Nächstenliebe in Meinem Namen die Hände auflegen werdet, es mit ihnen besser werden soll, wenn das Besserwerden zum Heile ihrer Seelen dienlich ist.
43.07 Es versteht sich aber auch da von selbst, dass ihr dabei allzeit saget im Herzen: ‘Herr, nicht mein, sondern nur Dein Wille geschehe!’ Denn ihr könnet es nicht wissen, ob und wann das Besserwerden des Leibes einer Seele zum Heile dienlich ist, und ein ewiges Leben auf dieser Erde im Leibe ist keinem Menschen beschieden! Daher kann das Händeauflegen auch nicht allzeit und jedem Menschen von seinen Leibesübeln Befreiung verschaffen. Aber ihr werdet denoch keine Sünde dadurch begehen, so ihr jedem Kranken die euch angezeigte Liebe erweiset; den Helfer werde schon Ich machen, so es zum Seelenheile des Menschen dienlich ist, - was Ich allein nur wissen kann.
43.08 So ihr irgend aus der Ferne vernommen habt, dass da ein oder der andere Freund von euch krank daniederliegt, da betet über ihn, und legt im Geiste die Hände auf ihn, und es soll auch besser werden mit ihm!
43.09 Dabei aber bestehe das im Herzen nur auszusprechende Gebet in folgenden wenigen Worten: ‘Jesus, der Herr, wolle dir helfen! Er stärke dich, Er heile dich durch Seine Gnade, Liebe und Erbarmung!’ So ihr das voll Glauben und Vertrauen zu Mir über einen noch so ferne von euch sich irgendwo befindenden kranken Freund – oder Freundin aussprechen und dabei über ihn im Geiste eure Hände halten werdet, so wird es mit ihm zur Stunde besser werden, wenn das zu seinem Seelenheil dienlich ist.
43.10 Ein noch fünftes Zeichen Meiner Gegenwart bei, in und unter euch aber wird auch noch das sein, dass ihr, so ihr Meinen Willen allzeit tuet, in euch des Geistes Wiedergeburt erreichen werdet. Das wird sein eine wahre Lebenstaufe, da ihr dabei mit Meinem Geiste erfüllt und dadurch in alle Weisheit eingeführt werdet.
43.11 Nach diesem fünften Zeichen aber strebe ein jeder vor allem! Denn an dem sich dieses Zeichen gewärtigen wird, der wird schon in dieser Welt das ewige Leben haben und wird das tun und schaffen können, was Ich tue und schaffe; denn er wird da sein eins mit Mir.
43.12 Nun habe Ich euch die Zeichen Meiner Gegenwart gezeigt; tuet danach, so werdet ihr bei, in und unter euch Meines Geistes ehestens wahrhaftigst gewahr werden!”
Aus: Jakob Lorber – Das Grosse Evangelium Johannes, Band 9, 43.1 - 12
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und behalte das Gute !
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