Lulu hat geschrieben:Hallo Beröer,
es geht um Deine Berufung.
Darf ich mal fragen, wie Du Deine Berufung gefunden hast und woher Du das weißt.
Eine Berufung ist ja eine von Gott erhaltene Bestimmung.
Nun gibt es ja jede Menge Menschen, die glauben ihre Berufung gefunden zu haben, weil sie etwas ganz super können. Andere wieder haben bei der Erwähnung ein leuchten in den Augen.
Wie ist das bei Dir, woran merkst Du es ?
Viele Grüße
Ronda
Hallo Ronda,
Du liest sehr aufmerksam mit, das muss ich schon sagen.
Berufung ist auch tatsächlich nicht ganz korrekt, bzw. jede deiner Definitionen passt ein bissl.
Also, ich muss da kurz ausholen. Ich stell dazu auch Bibeltexte rein, die diesen Werdegang umrahmen.
Ich bin zwar in einer Familie von JZ aufgewachsen, aber in dem Glauben nicht wirklich aufgegangen.
Da ging es mir eher um meine Freunde, auf Konzerte zu gehen, den Beruf usw, das schien mir nicht so „anstrengend“.
Irgendwann beschäftigte mich aber dann doch die Frage, auf welcher Grundlage denn eigentlich meine persönliche Lebensführung und Planung beruht.
Die Antwort für mich war ernüchternd. Ich führte ein bequemes, egoistisches Leben mit einem bisschen Glauben nebenbei, das genügte MIR. Aber, wenn es Gott denn gibt, würde es ihm auch genügen?
Ich interessierte mich dann für die Evolutionslehre und Begann an deren Glaubwürdigkeit erheblich zu zweifeln. Auch den Anspruch der göttlichen Urheberschaft -den die Bibel erhebt-
begann ich zu hinterfragen. Und ich muss sagen, ich kann hier nur zustimmen:
1. Thessalonicher 2:13
In der Tat, darum danken wir Gott auch unablässig, denn als ihr Gottes Wort, das ihr von uns hörtet, empfingt, habt ihr es nicht als Menschenwort angenommen, sondern als das, was es wahrhaftig ist, als das Wort Gottes, das auch in euch, den Gläubigen, wirksam ist.
Ich bin quasi zum Beröer geworden und habe (damals unbewusst) den Rat, den die Bibel selbst gibt, befolgt:
Römer 12: 2
Und formt euch nicht mehr nach diesem System der Dinge, sondern werdet durch die Neugestaltung eures Sinnes umgewandelt, damit ihr durch Prüfung feststellen könnt, was der gute und annehmbare und vollkommene Wille Gottes ist.
Dabei haben mich ein paar ganz liebe Menschen begleitet, bei denen ich beobachten konnte, dass sie selbst diesen Glauben auch sehr glücklich lebten.
Daraufhin habe ich dann begonnen, die Prioritäten in meinem Leben anders zu setzen.
Von da an hatte ich das Gefühl, Gott näher gekommen zu sein und positive „Rückmeldungen“ von ihm zu bekommen. Dieses Gefühl lässt sich allerdings schwer beschreiben.
Johannes 6:44
Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn…...
Mir wurde auch bewusst, dass jeder Nachfolger Jesu einen Auftrag hat, nämlich wie Jesus auch eine bestimmte Tätigkeit zu verrichten. Matthäus 28:19,20
Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. ....“
Diesen Auftrag erfülle ich sehr gern. Für mich ist das wie eine Berufung.
So, und deshalb braucht’s oft ein bissl, bis ich antworte.
Viele Grüße
Beröer